Was heißt hier öffentlich?
Das ist eine Hassgeste
-
03
DerLouie:10.07.2008 um 16:21Wobei sich nun allerdings die Frage stellt, ob diese Töne angeschlagen werden, um mehr Profit zu erzielen, oder ob damit gezielt eine bestimmte Meinung verbreitet werden soll.
Auf jeden Fall eine ganz erbärmliche Stimmungsmache, die sich schön im völkisch-deutsch-braunen Schlamm suhlt.
Aber mehr Sorgen mĂĽssen uns doch eigentlich die Politiker machen, die auf den Zug aufspringen und munter mithetzen - die haben nämlich nicht nur die Macht, die gesellschaftliche Wahrnehmung zu prägen, sondern können auch die staatlichen Rahmenbedingungen verändern. Und was das bedeutet, sollte bei einem Blick auf z.B. die Asylgesetzgebung in den letzten 20 Jahren klar werden: konsequentes Abschotten, politisch gelebte Abneigung gegen “Ausländer” und dergleichen mehr.
Alles eine braune SoĂźe. Widerlich. *schĂĽttel*
Unverkrampfter Patriotismus
-
02
DerLouie:16.06.2008 um 16:16Ich glaube, das ganze funktioniert schon etwas komplizierter. Meiner Meinung nach gibt es verschiedene Wege, die dazu führen, dass sich Leute mit albernen Devotionalien eindecken und sämtlichen Ver- und Anstand ablegen. Man könnte das am ehesten so fassen:
1. “Ich bin Patriot” –> “Ich muss die Mannschaft meines Landes unterstĂĽtzen” –> *fahneschwenk*
2. “Ich mag die FuĂźballmannschaft” –> *fahneschwenk* –> “Ich bin so schwarzrotgeil”
3. “Ich find die Party geil” –> *fahneschwenk* –> “Ich bin so schwarzrotgeil”Allen gemein ist, dass sie dem FuĂźball eine politische Bedeutung beimessen, die er meines Erachtens nicht haben solle. Und natĂĽrlich, dass sie mir tierisch auf die Nerven gehen.
Ein Lächeln für Schäuble
-
01
Der unbekannte Schöne:07.12.2007 um 17:10@Martin: Stimmt. Als Winston vom Antiquitätenhändler dessen ehemaliges Schlafzimmer gezeigt bekommt, erwähnt der Gute das beiläufig. Allzu unvorstellbar schien das Orwell also nicht zu sein…
05
@#682771: Okay, dann ist die Verärgerung nachzuvollziehen. Es ist natĂĽrlich sehr zu begrĂĽĂźen, wenn solche eingeschliffenen “Allianzen” von Lokalredaktionen und Kommunalpolitik öffentlich thematisiert werden, die auch in anderen Kommunen zu existieren scheinen. Was gerne als “Service” fĂĽr Pressevertreter verkauft wird, kann offensichtlich schnell zur wirksamen und missbräuchlichen Kontrolle des eigenen Bildes in der Ă–ffentlichkeit verkommen.
Ich wĂĽnsche viel Erfolg bei der Aushebelung eingefahrener Regelungen!
04
Darüber kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Es stellt sich die Frage, ob es sich beim Plenum des Kreistages um eine Veranstaltung handelt, in der tatsächlich gearbeitet wird, oder ob hier nur die (dann wahrscheinlich gegensätzlichen) Meinungen der verschiedenen Fraktionen bzw. Abgeordneten arikuliert werden und die eigentliche Arbeit in Ausschüssen etc. stattfindet. Sollte es sich - wie ich vermute - um letztere Variante handeln, dann ist ein Verbot des Mitschnitts und damit des Öffentlich-machens sogar kontraproduktiv, denn die Profilierung vor dem Wahlvolke wird schwieriger, wenn darüber nicht oder weniger berichtet wird. Allerdings ist dann auch die Wahrscheinlichkeit geringer, sich vor dem Bürger zu blamieren.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…