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I live by the river!
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von | 2

 

Ungewohnt

  1. 12

    Simon Columbus:

    Politik ist zum reden da, nicht zum machen!

    01.05.2006 um 23:02

Den öffentlichen Raum befrühstücken!

  1. 11

    Simon Columbus:

    Ich finde die Idee eher seltsam als witzig. Aus Essen eine Kunst machen, gerne; eine Religion, o.k. Aber warum soetwas? Kunst ist es nicht (Oscar Wilde: “Der Künstler ist der Schöpfer schöner Dinge”. Betonung auf Dinge, also nicht Gefühle!), vllt. ist es gesellschaftspolitisch, doch Essen ist eine viel zu ernste Angelegenheit, um es Ernst damit zu meinen.
    Essen sollte vordergründig der Entspannung dienen, vllt. noch der Ernährung, wen es entspannt, der kann sich auf den Marktplatz oder in den Park setzen, aber man sollte das nicht machen, um “dazu zu gehören” (zu dieser Aktion).

    Zum Wohl!

    01.05.2006 um 22:59

Bands, die sich selbst besingen

  1. 10

    Simon Columbus:

    Howlin’ Wolf - I’m the Wolf
    Poems for Laila - Another Poem for the 20th Century
    Paddy goes to Holyhead - Paddy goes to Holyhead
    Vaughan Brothers - Brothers
    Leningrad Cowboys - Ballad of the Leningrad Cowboy
    John Lee Hooker - Baby Lee

    Alben gibts ja ne ganze Menge, mir fallen spontan vier von Led Zeppelin und zwei von Arlo Guthrie ein, dann noch eins von Madness.

    30.04.2006 um 02:54

Kopf-an-Kopf-Rennen

  1. 09

    Simon Columbus:

    Ich kann diese Liste überhaupt garnicht verstehen. Warum? Weil sie den Begriff “Intellektueller” benutzt, ein Begriff, der so verschwommen ist wie ein Tropfen Tinte im Ozean. Kann man wirklich Talkmaster, Literaten und Theologen miteinander vergleichen? Ich finde bei den Top drei Grass, Schmidt und Reich-Ranicki keinen gemeinsamen Nenner, außer vllt., dass sie alle gern im Rampenlicht stehen und Sätze sagen, die mir nicht gefallen.
    Ich habe “Cicero” nicht gekauft, habe mich nicht weiter damit beschäftigt. Wieso auch, wenn mir die Liste von Anfang an komisch vorkommt. Wenn Pelé eine Liste der 125 “besten lebenden Fußballer” (FIFA 100) entwirft, mag man das verstehen. Er ist der Beste - oder zumindest einer der Besten - und somit ein gewisses Recht, andere zu beurteilen. Woher nimmt sich ein mittelmäßger Akademiker mit merkwürdiger Berufsbezeichnung dieses Recht? Ist er so intellektuell, dass er alle beurteilen kann?

    Ich finde diese Liste polemisch und anmaßend, sie beruht weder auf Fakten noch auf der Meinung einer Person, die fähig und (moralisch) berechtigt ist sie zu erstellen. Eine hübsche Idee, utopisch, sie auszuführen.

    30.04.2006 um 02:21

Gibt es eine Zukunft für Foren und Weblog-Kommentare?

  1. 08

    Simon Columbus:

    Dieses Urteil ist doch im eigentlichen eine Folge der amerikanischen Idee, alles kontrollieren zu müssen. Wir dürfen auf Passphotos nicht mehr lächeln, keine Filme oder Musik kopieren / weitergeben, auch keine Zitate mehr (in kommerziellem Zusammenhang) verwenden - und nun werden Forenbetreiber für das Handeln ihnen unbekannter Personen verantwortlich gemacht, getreu nach dem Motto: “Wir brauchen einen Schuldigen, nicht den Täter.”

    Ich habe heute ein Kommentar im Radio gehört, dass sich anlässlich des Amnesty International-Jahresberichts mit den Menschenrechten in den U.S.A. befasste. Als Grund für die häufigen Fehlurteile auf Todesstrafe wurde unter anderem genannt, dass die Richter sich profilieren wollen. Das Volk ist zufrieden, wenn ein Schuldiger gefunden wird - ob es der Täter ist, haben andere zu entscheiden.

    Was ist die Folge? Wenn ich das nächste Mal einen Skinhead Naziparolen grölen höre, zeige ich halt die Stadt an, auf deren Straßen es passiert. Der Neonazi ist mir halt zu schwer zu finden.

    Natürlich gibt es vieles im Internet, das mehr als nur unschön ist. Aber sollte der Staat, statt zu regulieren und zu klagen, nicht lieber für ein gesellschaftliches Klima sorgen, in dem “gefährliches” Gedankengut geächtet ist, aus der freien Entscheidung jedes einzelnen heraus, dass es nicht gut ist?

    Denn die unweigerliche Konsequenz des regulierens und kontrolierens ist es, dass jene, die dies tun, überheblich werden. Denn Macht - und nicht nur körperliche, sondern auch geistige - ist ein Suchtmittel. Und es gibt genug Beispiele in der Historie, welche die Folgen einer solchen Entwicklung dokumentieren.

    Es gibt einfach die Möglichkeit, das zwei Seiten, nennen wir sie Rechts und Links, ganz ohne politischen Bezug, mit einander streiten. Also eine Konfrontation. In der Geschichte gab es das oft genug, zwischen der UdSSR (als “Kommunisten”) und den U.S.A. (als “Kapitalisten”). Oder momentan zwischen den U.S.A. (”Demokraten”) und Islamisten (”Terroristen”). Die andere Möglichkeit ist eine Konsolidierung der Mitte aus den moderateren Teilen von Rechts und Links und ein Abgrenzung von Links und Rechts. Dies ist die “friedlichere”, man möchte sagen “bürgerlichere” Methode, frei nach der griechischen Weisheit “pan metron aristón” (der Mittelweg ist der beste Weg). Dies ist das klassische Schema einer großen Koalition, wie sie momentan in Deutschland an der Macht ist.

    Das Internet hingegen hält eigentlich eine, wenn auch nicht reine, Form, die darin besteht, dass eine Konzentration auf die Mitte ohne Abgrenzung der äußeren Positionen existiert. D.h., dass zwar die meisten User zur Mitte tendieren, ohne das jedoch Rechts und Links von der Nutzung ausgeschlossen werden. Durch staatliche Regulierung dagegen werden Äußerungen (Rechts: “Ausländer raus”; Links: “Macht kaputt was euch kaputt macht” [Dies sind lediglich typische, extremistische - also "äußere" - Positionen, die entgegengesetzte Gruppierungen symbolisieren]) der Positionen am rechten und linken Rand unterbunden. Mit der Zeit werden allerdings die Kriterien härter, sodass irgendwann auch eher zur Mitte tendierende Äußerungen ausgeschlossen werden (leichtere Kritik). Dies führt schlussendlich dazu, dass lediglich ein wertkonservativer Kern, der keine von seiner Linie abweichenden Äußerungen mehr akzeptiert, überbleibt.

    Es entsteht durch das oben geschilderte Szenario eine Welt, wie sie etwa im Deutschland der fünfziger Jahre bestand: Der akzeptierte, wertkonservative, scheinbar idyllische, in Wirklichkeit aber intollerante Mainstream, aber rechts und links davon gefährliche, weil verleugnete und verfolgte, kriminalisierte Gruppen. (Dazu ist auch zu bemerken, dass, wer für kriminell gehalten wird, auch dazu tendiert kriminell zu werden).

    Ist das eine (virtuelle Internet-) Welt, die wir wollen?

    21.04.2006 um 00:03

Meinungsfreiheit – Gott sei Dank!

  1. 07

    Simon Columbus:

    Ich finde, dass solche reinen Spaß-Karikaturen wie Popetown weitaus schlimmer sind als politische Karikaturen a la Mohamed-Karikaturen. Denn jemanden zu beleidigen / sich über jemanden lustig zu machen, nur um seinen Spaß zu haben, ist doch sehr unzivilisiert. Genauso wie es unfreundlich ist, jemanden auszulachen, sollte men es auch unterlassen, dazu anzustiften. Diese, teilweise bösartigen, Sendungen von MTV rufen auch nicht gerade zu gegenseitigem Respekt auf. Welch Wunder, das dieser manchen Jugendlichen, wie in letzter Zeit aus vielen schönen Berichten erkenntlich, fehlt.

    Politische Karikaturen, auch über religiöse Themen, soll(t)en dagegen zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Dieses geschieht natürlich oftmals auf Grund mangelnder Toleranz nicht, was aber kein Grund sein sollte, nicht mehr zu kritisieren. Denn das sollten Karikaturen doch sein: Eine Form der Kritik, ein Zerrbild der Wirklichkeit, dass die Thematik unterstreicht.

    Ich will hier nicht religiösen Eiferern wie vers1 oder islamischen Ultras das Wort reden, auch nicht den Vertretern einer rücksichtslosen Spaßgesellschaft wie MTV. Vielleicht beende ich meinen Beitrag mit einem Zitat von Konfuzius:

    “Zuviel ist genauso schlecht wie zuwenig.”

    12.04.2006 um 14:40

Time to unpimp ze auto!

  1. 06

    Simon Columbus:

    Naja, so ein Typ würde in Deutschland wahrscheinlich nicht grade super ankommen - aber “unpimp the auto” ist auf jeden Fall ein gutes Motto. M.E. sollte es sich dabei ja auch um ein Fortbewegungs- un dnicht um ein Repräsentationsmittel handeln. Ein Auto, so “cool” es auch aussehen mag, mit Breitreifen, tiefergelegt, umlackiert - es bringt einen doch nur von A nach B.

    12.04.2006 um 14:05

Tribute Bands

  1. 05

    Simon Columbus:

    Einer unserer Lehrer is ein super Ozzy-Double… (ehrlich, auf einer Schulfeier)

    Ich finde es aber wirklich verwunderlich, wie man sich mit dem reinen Nachspielen von Bands begnügen kann - das Covern einzelner Songs mag ja durchaus verständlich sein, ein Tributealbum mit Interpretationen der Songs eines Idols kann auch mit kreativer Energie ausgeführt werden. Aber einzig und allein nur eine Band nachzuahmen und zu kopieren ist doch etwas einfaltslos.

    08.04.2006 um 22:59

Der da!

  1. 04

    Simon Columbus:

    Super Artikel, ich liebe Zynismus!
    Wirklich durchdachte Paare, was man - ohne jemanden beleidigen zu wollen - von den Covern im Kommentar nicht unbedingt sagen kann.

    P.S. Das mit den schwarzen Mänteln find ich fies von Macke - da fühlt man sich ja gleich diskriminiert^^

    08.04.2006 um 22:51

Call Center

  1. 03

    Simon Columbus:

    Klasse Film, humorvoll gemacht - kann man beim ersten Mal verstehen und trotzdem nochmal angucken.

    08.04.2006 um 07:47

Drumkid

  1. 02

    Simon Columbus:

    Aus handwerklicher Sicht sicherlich extrem gut (grade in dem Alter). Aber musikalisch / künstlerisch gibt es m.E. nach weitaus besseres. Mir fehlt es noch, dass man das “Solo” auch als “Stück” bezeichnen kann.

    05.04.2006 um 03:37

Du Opfer!

  1. 01

    Simon Columbus:

    Ich bin seit meiner Einschulung aus eigener Entscheidung heraus Waldorfschüler (die Grundschule war mir, insbesondere auf Grund der vielfältig vorhandenen Schmierereinen, schon damals äußerst unsympathisch). Und ich bin, trotz einer vielzahl an Kritikpunkten, immer noch zufrieden mit meiner Wahl. Mag sein, dass ich an einem Gymnasium besser gefördert worden wäre und statt einem guten Englisch und etwas Französisch auch noch Latein und Spanisch könnte, die an meiner Schule nicht angeboten werden. Doch ich glaube kaum, dass ich an einer anderen Schule in meiner Persönlichkeit genauso akzeptiert wäre wie ich es an meiner bin.
    Ich glaube nicht daran, dass allein “die Eltern”, “die Lehrer” oder “das Schulsystem” an Problemen wie denen in Neukölln schuld sind. Ich habe auch Mitschüler (gehabt), die genauso asozial waren wie das durch die Medien wandernde Gespenst des bösen deutschen Hauptschülers. Und ich sehe dann auch deren Eltern, die intelligent und freundlich erscheinen, so aufgeschlossen denken, dass sie ihre Kinder auf eine Privatschule schicken. Das Problem ist nicht so einfach gestrickt!

    Waldorfschüler sind im Durchschnitt nicht intelligenter als andere. Aber sie machen bessere Abschlüsse, brechen seltener die Schule ab. Ja, sie bekommen sogar besser einen Job, die Wirtschaft erkennt an, dass auch Teamworking in der Schule gelernt sein kann. Dar Staat tut das nich. Deutschland ist eines der wenigen Länder, die den Waldorfschulabschluss nicht anerkennen. Die Zuschüsse werden gekürzt, die Lehrpläne versteift. Statt Kreativität und Eigenverantwortlichkeit zu fördern, führen die Länder zentrale Prüfungen für die Schulabschlüsse ein - in Norwegen schafft man gerade die Abiturprüfungen ab. Es wird festgelegt, wie eine Mathematikaufgabe zu lösen ist - nicht mehr kreatives Denken, sondern stures auswendiglernen ist gefragt. Die Welt schaut verwundert auf Deutschland - mit bildungspolitischem Vollgas zurück ins 19. Jahrhundert!

    05.04.2006 um 03:08

02.04.2006 um 14:27

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