Ich haue mich nur, wenn es weh tut… und der Vorwurf, der Film sei “Kitsch” (und wenn auch nur am Ende), ist einfach nur doof, und zwar jenseits von “Meinung” (weiter oben - onkelhaft; sorry: onkelig (süße Kategorie) - vorgetragen).
Ich finde auch nicht (meine Meinung jetzt), daß wir hier über eine Meisterwerk diskutieren, *mich* hatte das berührt, und ich habe mich darüber geärgert, daß man da so sorglos und unreflektiert darüber hinweg geht - ohne sich jede Mühe zu machen, die Metaphern zu enträtseln.
Ich komme auf das Angebot, sich zu kloppen, zurück, wenn es um ein wirklich wichtiges Thema geht :-)
Meinungen? Ich “meine” doch nix, ich versuche eine Erklärung für ein Etwas, daß offenbar ??? hinterläßt. Wenn Du nicht das Dummchen bist, warum gibst Du dich dann so?
@10 Den Film hat keiner der Kommentatoren verstanden.
Der ist nicht kitschig, sentimental, etc., sondern eine außerordentlich präzise Metapher für die Eltern-Kind-Beziehung.
- Vater und Tochter radeln gemeinsam durchs Leben.
- Der Vater stirbt.
- Die Tochter fährt denselben Weg immer wieder - scheinbar immer neu (in allen Jahreszeiten, mit und ohne Begleitung, einmal sogar mit einem motorisiertem Zweirad) - aber nur scheinbar. Der Weg ist derselbe (die Steigung, die man zum Schluß nur schiebend überwindet). Das Ziel (die Sehnsucht!) ebenso. Die Tochter ändert sich nur insofern, als sie älter wird - zum Schluß ist sie körperlich nicht einmal mehr in der Lage, das Vehikel der Sehnsucht (das Fahrrad) aufrecht abszustellen, aber die Sehnsucht selber (der Vater) stirbt eben nicht.
Die letzte Szene (das kleine Mädchen begegnet ihrem Vater im Himmel) ist deshalb nicht “kitschig”, sondern unabdingbar, wenn man den Film verstehen will.
Wo ich meinen Text gerade nochmal lese, fällt mir auf, daß man die Metapher viel weiter fassen kann: Schüler - Lehrer; Idee - Realität; …
Das mit dem Abhauen ist nicht nur bei den Vätern so: meine Mutter lebt noch, feiert aber in diesem Jahr auch schon ihren 75ten. Wie gesagt: der Film ist _schwierig_ für die jüngeren Semester.
Danke für den Link. Das ist definitiv kein Kitsch, sondern erinnert daran, daß man auch als alter Mensch immer noch seine Substanz - seine Kindheit - mit sich herumträgt. Wer sich von diesem Film nicht zum Heulen bringen läßt, ist schlicht zu jung - bzw. kennt keine Erinnerungen über weite Strecken.
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Ich haue mich nur, wenn es weh tut… und der Vorwurf, der Film sei “Kitsch” (und wenn auch nur am Ende), ist einfach nur doof, und zwar jenseits von “Meinung” (weiter oben - onkelhaft; sorry: onkelig (süße Kategorie) - vorgetragen).
Ich finde auch nicht (meine Meinung jetzt), daß wir hier über eine Meisterwerk diskutieren, *mich* hatte das berührt, und ich habe mich darüber geärgert, daß man da so sorglos und unreflektiert darüber hinweg geht - ohne sich jede Mühe zu machen, die Metaphern zu enträtseln.
Ich komme auf das Angebot, sich zu kloppen, zurück, wenn es um ein wirklich wichtiges Thema geht :-)
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Meinungen? Ich “meine” doch nix, ich versuche eine Erklärung für ein Etwas, daß offenbar ??? hinterläßt. Wenn Du nicht das Dummchen bist, warum gibst Du dich dann so?
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@10 Den Film hatkeiner der Kommentatoren verstanden.
Der ist nicht kitschig, sentimental, etc., sondern eine außerordentlich präzise Metapher für die Eltern-Kind-Beziehung.
- Vater und Tochter radeln gemeinsam durchs Leben.
- Der Vater stirbt.
- Die Tochter fährt denselben Weg immer wieder - scheinbar immer neu (in allen Jahreszeiten, mit und ohne Begleitung, einmal sogar mit einem motorisiertem Zweirad) - aber nur scheinbar. Der Weg ist derselbe (die Steigung, die man zum Schluß nur schiebend überwindet). Das Ziel (die Sehnsucht!) ebenso. Die Tochter ändert sich nur insofern, als sie älter wird - zum Schluß ist sie körperlich nicht einmal mehr in der Lage, das Vehikel der Sehnsucht (das Fahrrad) aufrecht abszustellen, aber die Sehnsucht selber (der Vater) stirbt eben nicht.
Die letzte Szene (das kleine Mädchen begegnet ihrem Vater im Himmel) ist deshalb nicht “kitschig”, sondern unabdingbar, wenn man den Film verstehen will.
Wo ich meinen Text gerade nochmal lese, fällt mir auf, daß man die Metapher viel weiter fassen kann: Schüler - Lehrer; Idee - Realität; …
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Das mit dem Abhauen ist nicht nur bei den Vätern so: meine Mutter lebt noch, feiert aber in diesem Jahr auch schon ihren 75ten. Wie gesagt: der Film ist _schwierig_ für die jüngeren Semester.
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Danke für den Link. Das ist definitiv kein Kitsch, sondern erinnert daran, daß man auch als alter Mensch immer noch seine Substanz - seine Kindheit - mit sich herumträgt. Wer sich von diesem Film nicht zum Heulen bringen läßt, ist schlicht zu jung - bzw. kennt keine Erinnerungen über weite Strecken.