Partei der Woche: Die Linkspartei
Die Parteien merken nichts mehr
-
23
Wen die Sozialdemokraten verraten: Sozialdemokraten
-
22
tamtam:05.11.2008 um 15:30@mario(50), fruddi(12) und noch ein paar andere?
was ängstigt euch denn so an einer Beteiligung der Linkspartei?
In Berlin sitzen sie seit 7 Jahren mit im Senat und weder wurde die Mauer wieder aufgebaut, noch wurde spreeblick.com verboten. Selbst die BILD- Zeitung hat sich getraut und ihre Hauptredaktion von Hamburg nach Berlin verlegt.
Und die Stadt ist endlich wieder eine Stadt geworden, für die man sich nicht mehr - oder nur hin und wieder mal - schämen muss. Wo man ein “eh cool” erntet, wenn man sagt, wo man herkommt.
Anders als unter den legendären Duo Ebse Diepgen und Landowsky, die nix hinbekommen haben außer Pleiten, Pech und Pannen, sekundiert von Charismatikern wie Strieder, Staffelt und Böger.
Am 1. Mai ziehen die Bullen nicht mehr prügelnd durch Kreuzberg. Und sie schaffen es sogar einen richtigen Flughafen neu zu bauen (nachdem die Vorgänger das Projekt erst mal richtig in den berlin-märkischen Korruptionssand gesetzt haben.) und einen überflüssigen zu schließen.Wo also ist euer Problem, jenseits der Ideologie?
Contra pro Köln
-
21
tamtam:26.09.2008 um 18:22@carlo(97)
ich wüsste nicht, wie sie (1) belegen könnten und kann aus meiner Erfahrung nur sagen, dass ich das für Unfug halte.
Dies besagt auch, dass es ähnlich wie im Christentum u.a. Religionen auch im Isalm eine recht unterschiedliche Intensität der Religionsausübung gibt.
und (2) halte ich für eine Diffamierung der übelsten Sorte. Nein, nicht dass es das im Islam nicht gibt. (wie Sie es auch im Christen- oder Judentum finden) Aber dass das der Schwerpunkt der Religionsausübung ist.Ja, Lesben und Schwule werden zweifelsohne in islamisch geprägten Ländern diskriminiert und dagegen ist anzukämpfen. Genauso, wie gegen Diskriminierungen von Lesben und Schwulen im katholisch geprägten Südamerika, in Teilen der christlich geprägten USA, in christlich-orthdoxen geprägten Ländern wie Russland, in großen Teilen Afrikas egal ob christlich, muslimisch oder anderweitig religiös, im konfuzianisch, atheistisch, daoistisch, tibetisch-buddistischem China und Korea oder dem katholischen Polen.
Homophobie ist kein Alleinstellungsmerkmal des Islam. Es ist weniger an eine Religion gebunden als an das Bestehen von patriarchalen Gesellschaftsstrukturen. Wenn Sie sich zu einem Minimum damit beschäftigt hätten, müssten sie das eigentlich wissen.
-
20
tamtam:26.09.2008 um 15:56@piraja(89)
Haben sie den Textbaustein gespeichert, um ihn bei jeder sich passenden Gelgenheit zu spamen?Ihre Behauptung ist aber auch nicht ohne:
“Kritik an Moscheebauten und der Islamisierung ist rechtsradikal und rassistisch! Diese Gleichsetzung geschieht mittlerweile so automatisch, dass mit dem Totschlagargument “Nazi” und der entsprechenden militanten Empörung jede kritische Diskussion über das Thema Islam unterbunden werden kann.”Das Problem fängt bereits da an, wo Moscheebauten schnell mal zu einem Zeichen für eine Islamisierung stilisiert werden. Dabei machen sie oftmals nur sichtbar, was seit Jahren im verborgenen stattfand, nämlich die Religionsausübung hunderttausender Mitbürger, die größtenteils ins Land geholt wurden, um hier zum Wohle aller zu arbeiten.
Die Frage ist, was es daran zu kritisieren gibt?
Ohne ihre Einwände zu kennen, vermag ich nicht zu beurteilen, ob die von Ihnen beklagte Bewertung zu recht oder unrecht erfolgt. Ich kann nur aus meiner Erfahrung mit solcherlei Debatten sagen, dass Fremdenfeindlichkeit und mindestens unterschwelliger Rassismus sich in einem Großteil der Einwände finden.Ansonsten stelle ich auch Ihnen die hier nun schon langsam bis zum Erbrechen strapazierte Methode des Sich-zum Märtyrer-Kürens fest:
Man konstruiert eine homogene Menge (die es nicht gibt), verweist auf eine real oder vorgeblich intolerante (militante) Teilmenge und unterstellt allen anderen dieselbe Herangehensweise, die sich gegen einen selbst richtet. Wie billig geht`s denn noch?
-
19
tamtam:26.09.2008 um 15:06Vielen Dank Herr Valin(52)
das gab der ganzen Debatte nochmal die richtige Richtung. Wer sich mit seiner Meinung in die Öffentlichkeit begibt, der muss es auch aushalten, wenn dieser widersprochen wird.
Verleiht er seiner Meinung durch eine Kundgebung/ Demo etc. Ausdruck, so besteht eben auch das Recht, dieser im öffentlichen Raum zu begegnen. Von diesem demokratischen Recht haben Zehntausende in Köln Gebrauch gemacht. So wird ein Schuh draus.
Das Gejammere kommt doch vor allem deshalb, weil diejenigen, die gerne so tun als wären sie Stimme der unterdrückten Mehrheit, sehr deutlich zu spüren bekommen haben, dass die Mehrheit von ihnen nix hält und es sich verbittet, dass so vorgeblich in ihrem Namen gesprochen wird.Und nein, mir macht es nicht Angst, wenn Taxifahrr sich weigern diese Herren zu fahren. Im Gegenteil, ich bin hocherfreut, wenn die auf diese Art und Weise ihre Meinung zum Ausdruck bringen und aus ihrer Rolle als humanoide Transporteure heraustreten.
Diesem Land und der Welt wäre vieles erspart geblieben, hätte es vor 75 Jahren ein solches Bewußtsein gegeben.Und ja, es ist zu bedauern, dass nicht alle dabei immer die Verhältnismäßigkeit der Mittel wahren. Aber da macht das Handeln derjenigen, die es tun, nicht falsch und nimmt ihm die Berechtigung.
-
18
tamtam:26.09.2008 um 14:40@vh(63)
vielleicht aknn ich Ihrem Glauben ja auf die Sprünge helfen:
http://www.digberlin.de/SEITE/alquds_2008.php
Pro Köln bedeutet Frieden
-
17
tamtam:23.09.2008 um 10:55@goetzeclan(58)
wer sich wie lächerlich macht, liegt selbstverständlich im Auge des Betrachters bzw. der Betrachterin.
Ihr Problem besteht ein wenig darin, dass Sie Ihre Maßstäbe als universell voraussetzen, statt sie als eine persönliche und subjektive Sicht anzuerkennen. Kindern soll es so ähnlich gehen. Aber sie lernen`s.
-
16
tamtam:22.09.2008 um 14:43@goetzeclan
ich vermag es ja aus der Ferne nur bedingt beurteilen, aber ist das Blockieren von Bahngleisen Gewalt? Ist das passive Versperren von Zugängen durch versammeltes Rumstehen Gewalt? Ist die Verweigerung von Taxis und Kölschausschank Gewalt? War Mahatma Gandhi Terrorist?
Sind CDU, Gewerkschaften und Karnevalsvereine ein schwarzer Block?
-
15
tamtam:20.09.2008 um 18:30@goetzeclan
weshalb ich die zitierten Sätze für platt halte, habe ich anhand der nachfolgenden Beispiele eigentlich begründet.
Ich habe freundlicherweise darauf verzichtet, sie als “verlogen” zu titulieren, da ich einfach davon ausgehe, dass Sie diese gerade nicht im Bewusstsein ihrer Subjektivität schrieben (oder wollen Sie mir nachträglich sagen, dass das Werfen von Steinen auf russiche Panzer seinerzeit illegitim war?).Platt finde ich es übrigens auch, wenn sie alles Linke auf den gewesenen Sozialismus im Ostblock zurückführen, so als gäbe es nur diese eine Vorstellungswelt des Sozialismus und nicht auch bspw. die, die einen freiheitlichen und demokratischen Ansatz verfolgen. (Namen wie Dutschke oder Allende, sind Ihnen veilleicht Begriff) Das ist etwa ebenso intelligent, wenn sog. radikale Linke oder Linksextreme beim Anblick von Merkel oder Schäuble vom Faschismus faseln.
Also seien Sie besser vorsichtig, anderen zu unterstellen, dass sie unterstellen und überlgen Sie vielleicht einmal, was sie bei Ihren Meinungen anderen immer so mit unterstellen.
-
14
tamtam:19.09.2008 um 18:08Hollabolla, was geht denn hier ab?
@martin(4)
Hast du deinen Demokratiebegriff auchaus der Jungen Freiheit?
Es ist eben gerade kein Zeugnis einer demokratischen Gesinnung, das Verbreiten von Intoleranz, Rassismus und rechtsextremistischen Positionen hinzunehmen. Demokratie bedeutet Widerspruch und eben auch Widerstand gegen so etwas.@goetzeclan
“Aber Steinewerfen darf niemals legitimiert werden. Von niemanden.”Derartig platte Aussagen, deuten immer daraufhin, dass sich jemand nicht sonderlich ernsthaft mit der Problematik beschäftigt hat. Denn vermutlich würdest du deine Aussage nicht auf die Demonstranten 1968 in Prag beziehen oder in Ostberlin am 17.06.1953.
Wer es also wann für gerechtfertigt hält (oder nicht), mit Steinen zu werfen, bezieht Stellung zur bestehenden Ordnung und Machtverhältnissen. Hängt also mit dem politischen Standpunkt zusammen und ist somit keineswegs so politsch und inhaltlich neutral wie es daherkommt.
Wir alle sind ein bisschen Hitler
-
13
Deutschland - Türkei 3:2
-
12
tamtam:26.06.2008 um 10:28@herrmartin(08)
wenn das ihr kreuzberg in klein ist, warum sieht man dann da nur german flags? hier in berlin sieht kreuzberg nicht so schwarz-rot-goldig aus….
-
11
tamtam:26.06.2008 um 00:43so viele gurken in einem halbfinale hat man schon lange nicht mehr gesehen.
das erste ging auf den schlafenden poldi. was er umgehend gut machte.
lahm wiederholte das am schluss. wenn das gott ist, nun ja…
hitzelsperger sollte man kein unrecht tun. der vermochte es in der zweiten halbzeit als einziger, mal einen öffnenden pass zu spielen. sonst leider schusspech. was man von schweini weder in der einen noch der anderen hinsicht sagen konnte.
der entscheidende fehler der türken war der knockout gegen rolfes, denn frings machte die türen wenigstens halbwegs wieder dicht und bekam diesmal zumindest jeden zweiten pass über 5 m an den mann.die ösis werden sich die nächsten monate für den peinlichen ausfall schämen und in die landesübliche depression verfallen.
was man von der zdf- kommentatorenbande leider nicht erhoffen kann.
neben dem schöngerede der allgemeinen grottigkeit, dann 9 mal die superfrage, ob man nun denn auch gewillt sei, den titel zu holen. natürlich nicht! man hat um den einzug gespielt, weil man vize werden wollte. sonnenklar!der einzige, der dem das alles irgendwie peinlich war und merkte, dass die deutschen wieder bei sich - sprich bei mehr glück als verstand - angekommen waren, war klose. und das machte dann doch noch hoffnung.
getoppt wurde das nur noch durch die anschließende penetrante befragerei armer türken in berliner oder kölner strassen durch das lokale provinzfernsehen, ob sie sich denn jetzt auch brav für deutschland freuen. und alle gaben den lieben mehmet, dass man sich schon fast eine frustrierte hassattacke gewünscht hätte. am besten auf uli “lustig” zelle, vom rbb, der sich von in die jahre gekommenen groupies live am kudamm abschlecken ließ.
fazit: ein abend am dem sich abgründe auftaten. und während man für die einen hofft, dass sie sich wieder fangen, wünscht man den anderen, dass sie endlich in diesen verschwinden
Portugal - Deutschland 2:3
-
10
tamtam:20.06.2008 um 00:45Ich frage mich seid heute Abend allerdings, ob im deutschen Trainerstab ernsthaft die taz gelesen wird oder man zumindest einen Telefondraht zu alten Fussballweisen Theweleit hat…
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=hi&dig=2008%2F06%2F19%2Fa0164&cHash=135da6dd88Okay, nicht eins zu eins umgesetzt, aber vom Prinzip her…
Na hoffentlich erfährt der Beckenbauer nix davon. Spnst wird das nichts mit FINALE.
Niederlande - Frankreich 4:1
-
09
tamtam:15.06.2008 um 12:00@alex, kreativername, hirngabel
vielen dank für die Aufklärung.Wozu selbst suchen, wenn es doch kompetente spreeblickleser gibt ;-)
-
08
tamtam:14.06.2008 um 01:02Was passiert eigentlich, wenn Frankreich gegen Italien 0 : 0 spielt und Niederlande auch die Rumänen mit 3 : 0 wegputzt? Wird dann gelost?
Österreich - Polen 1:1
-
07
tamtam:13.06.2008 um 14:30@ Florian & flawed (01+06)
Das habe ich gestern schon mit meinem österreichischen Kumpel geklärt.
A spielt wie in den ersten 30 min + D spielt wie gegen Croatia = 0 : 0 bei größeren Spielanteilen für A.
Im Ergebnis kommt D aber dann doch weiter, obwohl Polen gegen eine kroatische Ersatzelf gewinnt und sogar das bessere Torverhältnis aufweist.
Danach schlägt D Portugal im Elfmeterschießen und mogelt sich auch noch durch das Halbfinale.
Das hat früher auch schon so funktioniert.
Free Bees: 9/11´s a Lie
-
06
tamtam:11.06.2008 um 12:31ist das hier ein Test zum popkulturellen Erinnerungsvermögen? Oder ein Spiel: Rate wieviel und welche Songs hier gere- und ineinander gemixt wurden?
Tempelhof retten
-
05
tamtam:25.04.2008 um 18:51@alex
72 Mio a 200€ gleich 360.000 Flugbewegungen = 720.000 Starts und Landungen= rund 2000 Starts bzw Landungen pro Tagbei 18 h Öffnungszeit am Tag sind das mehr als 110 Starts oder Landungen pro Stunde, also nicht ganz alle 30 Sekunden eine.
Auf einem Flughafen mitten in der Stadt! Herzlichen Dank für diese Vision! Ich hoffe, dass das viele Anwohner lesen, damit sie verstehen, was ihnen bei einem Ja drohen würde. Dieser Preis für eine Extrarendite ist mir einfach zu hoch. Mal abgesehen davon, dass sie erstmal diese Zahl von Fliegern bekommen müssten, die die extrahohen Gebühren zahlen.
@schwerte
großveranstaltungen dieser Dimension kommen alle 10 oder 20 Jahre mal vor. Berlin ist umgeben von diversen Flugplätzen und für die Herren, die es sich leisten können per Privatflieger zu diesen Großveranstaltungen zu kommen, ist es dann auch zu zumuten, sich ein paar Kilometer mit ihren Limusinen durch die schöne Brandenburger Landschaft gondeln zu lassen.P.S. wie Johnny schon sagte: auf diesem Blog wird polemisiert!
-
04
tamtam:25.04.2008 um 16:53@alex, mathias, Schwerte,classless
1. ist BBI so konzipiert, dass er Stück für Stück erweitert werden kann, sollte er an die jetzt geplanten Kapazitätsgrenzen stoßen. Und zwar bis zum Doppelten des jetzt geplanten Umfangs. Alles bereits planungsrechtlich festgelegt, also innerhalb kurzer Zeit.
2. ist es aber völlig unklar, ob angesichts der Energiepreisentwicklung mit dem Anstieg der Flugzahlen so weiter geht, wie in den letzten Jahren
3. Wer Geld verdienen will, muss nicht in erster Linie Masse machen, sondern auf die Rentabiltät achten. Gewinn ist nämlich nur das, was von den Einnahmen nach Abzug der Kosten übrig bleibt.
Und die Kosten für einen Standort sind nunmal nachvollziehbar geringer als für zwei oder drei.
Nach ihrer Logik haben sie zwar velleicht drei Flieger mehr am Start, aber der Aufawand, den sie dafür betreiben müssten steht dazu in keinem Verhältnis.P.S. i. Ü. bin ich auch dafür, dass man nach Augsburg oder Friedrichshafen mit dem Zug fährt.
-
03
tamtam:25.04.2008 um 10:05@AP(56)
Die Berliner Flughafengesellschaft (BFG) als Betreiber aller 3 Berliner Flughäfen hat den Antrag auf Entug der Betriebsgenehmigung zum 01.11.08 gestellt. Dem durch die Oberste Luftfahrtbehörde stattgegeben wurde. Versuchte Widersprüche durch die Fluggesellschaften wie Windrose Air, sind vor Gericht letztinstanzlich vor einem Jahr(!) gescheitert.
Die ICAT/Flughafenbefürworter hat nun einen Juristen gefunden, der behauptet, das ließe sich rückgängig machen, wenn sich ein neuer Betreiber finde lasse. Nur bisher hat noch niemand(!) den Antrag gestellt, dass diese auf ihn übertragen werde. Und wo kein Antrag, da keine Prüfung.
Nun könnte man sagen, was soll`s, dann ist doch eh alles klar, aber zum einen sollte man angesichts des Irrsinn, dem Frieden nicht trauen, zum anderen finde ich, dass die für ihre Verdummungskampagne nicht auch noch daurch belohnt werden sollen.
Und außerdem: wenn die “Heckenpenner” von der ICAT jetzt durchkommen und der Senat dann sagt, ist uns doch egal, dann droht uns, dass die einfach weitermachen mit ihrem Müll. Will hier jemand noch mehr Tempelhofplakate bis i die letzte Walltoilette? Soll das etwa nie aufhören?
Schon deshalb geh ich hin und stimm mit NEIN.
-
02
tamtam:23.04.2008 um 19:44@sebaso
das ist ja eine feine Logik. Weil Sie denen “da oben” nicht über den Weg trauen, sollen lieber weiterhin Zehntausende mit dem Risiko leben, dass ihnen irgendwann ein betrunkener Privatflieger in den Hinterhof kracht.
Weil Sie nicht daran glauben, dass die Dinge anders werden könnten, soll lieber weiterhin ein riesiges Stadtareal für die Herren der toitschen Industrie reserviert bleiben, damit sie ihre Limo nicht so weit bewegen müssen.
Mag sein, dass ihre Befürchtungen berechtigt sind, aber die Auseinandersetzung aufgeben, bevor man sie überhaupt begonnen hat, ist ja nun auch keine Lösung. Und schon gar kein Grund Ja zu diesem Unsinn zu sgaen. Dann lieber zu Hause bleiben.
Was die planungsrechtliche Verquickung angeht: Die Genehmigung für den Ausbau von Schönefeld gab es nur deshalb, weil über die dafür zugesagte Schließung von Tempelhof und Tegel verbindlich gemacht wurde, dass in der Zunkunft insgesamt weniger Menschen in der Stadt vom Flugverkehr betroffen sind. Dass die am Südrand der Stadt darüber nicht froh sind, ist nachvollziehbar. Zumal es bessere Lösungen gegeben hätte, die aber die CDU mit ihrem Diepgen verhindert hat.
Dennoch können 300.000 Menschen in Neukölln, Tempelhof, Reinickendorf, Pankow in der Zukunft durchatmen.
Aber nur zu: seien sie frustriert und stärken sie damit die, die die Suppe angerührt haben. Logik, deine Heimat liegt nicht in Berlin.
-
01
tamtam:23.04.2008 um 16:39@lothar eckstein,
ich vermag die gewichtigen und legitimen Motive der Tempelhofbefürworter nur nicht erkennen. Sie behaupten, Tempelhof würde Arbeitsplätze schaffen. Jede/r der oder die sich auch nur einigermaßen seriös mit der Materie befasst hat, weiß aber, dass gerade die großen Airlines seit Jahren auf den Ausbau von Schönefeld drängen, weil nur über diesen, eine Interkontinetalanbindung zu leisten ist. Die wiederum spielt bei Unternehmen für die Standortwahl eine entscheidende Rolle.
Nun gibt es bekanntlich einen Beschluss, unterschrieben vor über 10 Jahren von Diepgen und Wissmann, der besagt, ein Ausbau in Schönefeld zum BBI ist nur gerechtfertigt, wenn THF und TXL schließen. Ansonsten sei ein solcher Bau nicht vertretbar.
ICAT und Tief-Pflüger sagen dazu nur: ach was, wir haben hier mal ein Gutachten erstellen lassen (vom ehem. CDU Minister Rupert Scholz), das sagt, es geht. Also lasst es uns doch mal versuchen. Wird schon klappen.
Und wenn nicht? Dann steht BBI erstmal wieder still. Und dann wird wieder gejammet, dass die Roten in Berlin die wirtshaft verprellen und keine Arbeitsplätze schaffen.Mit dieser Form von Volksverarsche haben die genug Schaden angerichtet.

31
@chris
d`accord, mit einer bloßen Neiddebatte wird man der Sache nicht gerecht. Und leider hat Lafontaine diesen Zungenschlag mit drauf. Verdienstvoll finde ich allerdings, dass in diesem Zusammenhang mal wieder die Frage thematisierbar wird, wer denn wirklich gesellschaftliche Werte schafft und daran dann wie beteiligt wird.
Hier wird von einigen so getan, als wären das lediglich die Eigentümer/ Manager für deren selbstlosen Einsatz wir uns gefälligst dankbar im Staub zu wälzen haben, weshalb ihnen gefälligst auch nicht das ein oder andere Milliönchen mehr zu missgönnen ist. Das finde ich verwegen.
und sorry, @archeophyt, die Möglichkeiten über die Verteilung der geschaffenen Werte zu befinden sind, gerade weil sie nicht gleich sind, eben auch nicht gleich frei. Da sind eben halt die einen freier als die anderen. Meine Zielvorstellung ist in dieser Hinsicht übrigens auch nicht einfach nur der Staat als allmächtige Regulierungsinstanz. Aber wie wäre es denn bspw. mit der zugegeben tewas utopischen Vorstellungen, dass die nicht nur die Eigentümer über die Gehaltsstrukturen und Managergehälter in einem Unternehmen befinden, sondern auch die Beschäftigten. Wobei, wieso utopisch. Es gibt Mitbestimmungsgesetze, die das vom Ansatz her beinhalten. Lohnend wäre die Frage, weshalb sie so wenig greifen.
P.S. @chris
auch eine gute Idee, schützt nicht vor schlechtem Management, woran aber nicht zwangsläufig die Idee schuld tragen muss. Andere Banken, wie bspw. GLS- Bank, die insbesondere Kredite an Genossenschaftsprojekte u.ä. ausreicht, funktioniert mittlerweile seit Jahrzehnten.
30
@cjs(92)
wobei zu hinterfragen wäre, ob die hier diskutierten Anreizstrukturen, denn wirklich ” zu einer höheren produktivität der volkswirtschaft beitragen und somit letztlich das wohlfahrtsniveau einer gesellschaft anheben.”
Und zwar nicht nur hinsichtlich des Apektes, ob der Herr Zeitz seine Job auch für 2 Mio im Jahr ebenso engagiert tun würde (wie hier zumindest behauptet wird), weil es ab einem bestimmten Punkt egal ist, ob man sich noch einen Viertwagen oder ein drittes Ferienhaus leisten kann.
Denn dieses Gehalt bezieht seinen Anreiz ja nicht einfaus seiner bloßen Höhe, sondern vor allem aus der Relation zu anderen Spitzengehältern.
Schaut man sich nun bspw. den Zusammenhang zwischen in Aussicht gestellten Spitzengehältern und den dafür zu erbringenden Profitraten an und untersucht, wie sich das auf das bspw. auf Risikoverhalten ausgewirkt hat, das die Spitzenverdienern in den Banken an den Tag gelegt haben, dann ist zumindest ein dickes Fragezeichen hinter einer solchen These angebracht.
Und weil wir gerade dabei sind: das Problem, mit dem wir es doch seit geraumer Zeit zutun haben ist, dass das Anwachsen der Produktivität einer Volkswirtschaft ja gerade nicht mehr mit einer allgemeinen Anhebung des Wohlfahrtsniveau einhergeht, sondern die Schere zwischen “arm” und “reich” immer weiter auseinandergeht, auch weil es für erstere weitgehend stagniert oder absinkt.
Da muss man gar nicht als erstes auf die sog. Transferempfänger schauen, viel spannender ist der Blick auf den sog. Niedriglohnsektor, wo Leute für `nen Appel und `nen Ei schuften gehen, auf die Facharbeiterschaft, die mit der beständigen Sorge vor dem Absturz lebt oder die gut ausgebildeten Akademiker, die sich als “Freie” durchschlagen und von Auftrag zu Zeitjob durchhangeln. Schaut man sich deren Situation an und vergleicht sie, mit ihrer gesellschaftlichen Stellung von vor 20-30 Jahren, dann wird das mit der Wohlfahrt mal ein bisschen plastischer.
29
@scipio &modinberlin
was arbeiten Sie eigentlich so schwer, dass es ihnen so gruselt?
Muss schon etwas sehr anstrengendes sein, dass Ihnen kaum die Zeit lässt, mal einen Moment nachzudenken, bevor Sie posten.
Denn sonst wäre Ihnen eventuell aufgefallen, dass niemand hier die Auffassung geäußert hat, dass wir alle nicht mehr arbeiten bräuchten (nicht mal Marx tat das).
Allenfalls, dass wenn alle arbeiten könnten, wir alle weniger arbeiten müssten und so alle mehr Zeit hätten, das was wir uns erarbeitet haben, auch zu genießen. Eine wirklich gruselige Vorstellung. ein Alptraum geradezu.
28
@modinberlin(49)
die noch bessere Frage wäre: was haben eigentlich die Eigentümer für ihre Dividende getan?
Und um Ihre Frage nicht nur mit einer Gegenfrage zu beantworten: damit ggf. Manager auch andere Interessen berücksichtigen als die der Gewinnerwartung der Aktionäre. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing… oder?
@chris(51)
wenn ich es recht verstanden habe, geht es hier darum, dass aus meinen 100,- Euro vielleicht nur 105, statt 110,- (oder nach Josef Ackermann 125,-) werden müssen.
Und mit den mir persönlichen 5 Euro entgangenen 5 Euro wird ggf. etwas sinnvolles gemacht, wovon ich als Mitglied einer Gesellschaft auch wieder etwas habe.
Ansonsten war es in der Geschichte zumeist so, dass im Zweifel die Aktionäre mit Waffengewalt gegen jene vorgehen ließen, die durch ihre Arbeit dafür sorgen, dass aus den Hundert Hundertzehnkommafuffzig werden, selbst davon aber nur das hinter dem Komma bekommen und das nicht mehr hinzunehmen bereit sind
27
@modinberlin(42)
1. ist das mit dem Auswandern so eine Sache. Einkommenssteuer -so könnte man festlegen - wird da gezahlt, wo gearbeitet wird.
Dann musste schon das ganze Unternehmen verlegen, was ganz andere Probleme aufwirft. Erst recht, wenn man
2. das nicht nur national, sondern international (oder wenigstens europäisch) durchsetzt.
3. wegen der Bildung der Kinder hätten wir dann erheblich geringere Sorgen, weil die zusätzlichen Einnahmen ins Bildunsgsystem gesteckt werden könnten. Hätten nicht nur die Managerkinder was davon.
4. wollte ich mit meiner rotzigen Ansage nur demonstrieren, dass der Verweis, dass das nun mal so ist, wie es ist, keine wirkliche Antwort auf die von Lafontaine angerissene Frage ist. Wäre dem so, hätten wir vermutlich noch `nen Kaiser und eine gottgewollte Ordnung.
Die eigentlich spannende Frage ist doch: was ist der von ihnen nicht ausgesprochene “gute Grund” dafür, dass die Eigentümer (Aktionäre) über das Gehalt der Manager entscheiden?
Weil die Eigentümer im Zweifel nichts anderes interessiert als die Frage, wieviel Dividende auf ihre Aktien gezahlt wird?
26
@modinberlin(37)
Und die Politik entscheidet darüber, wieviel sie davon via Einkommenssteuer abschöpft.
bitte schön
25
“Ohne finanzielle Anreize hat man ein Idyll wie die DDR,…”
okay. Wobei es Unsinn ist, dass es keine finanziellen Anreize gab.
“… in der die Einkommen so gerecht verteilt waren, dass man sie in all den Schubladen (in die man sie gesteckt hat, weil es nichts gab, wofür man sie hätte verwenden können) kaum noch gefunden hat”
Ich setze die Einschübe mal in Klammern, um den Gehalt des Satzes kenntlicher zu machen. Die Einkommen waren also so gerecht verteilt, dass man sie kaum noch gefunden hat.
Was bitte ist der tiefere oder auch oberflächliche Sinn dieser Aussage? Wie kommst du darauf, dass diese nicht zu finden waren (obwohl sie doch offenbar - angesichts mangelnden Angebots - gebunkert wurden) und was hat das mit einer gerechten Verteilung zu tun?
Und vor allem, was hat das damit zu tun, dass man in Frage stellt, dass Gehaltsunterschiede die das 200fache eines halbwegs anständigen Monatseinkommen (3.000 €) ausmachen, etwas mit gerechter Verteilung des erwirtschafteten Mehrwerts zu tun haben?
24
“Ohne finanzielle Anreize hat man ein Idyll wie die DDR, in der die Einkommen so gerecht verteilt waren, dass man sie in all den Schubladen, in die man sie gesteckt hat, weil es nichts gab, wofür man sie hätte verwenden können, kaum noch gefunden hat”
Ich suche gerade den tieferen Sinn dieses Satzes. In welcher Schublade steckt er? 3.rechts unten?