Prince: Creep (Radiohead)

  1. 175

    jo:

    Und völlig überraschend sind die Clips ein paar Stunden später schon nicht mehr available.

Tempelhof retten

  1. 174

    jo:

    Sascha: Du meinst doch sicher “Bembeltown”, oder? Das will dir keiner nehmen.

Das “interne” Microsoft-Vista-Video

  1. 173

    jo:

    nilz: … UND von Brian DePalma gedreht, im Jahr nach Scarface … Ja-haa! Der Haeusler weiß einfach nicht, was gut ist ,)

    Ausserdem will ich eine “Misfits of Science”-Collectors Box. Jetzt, sofort. Bevor ich zu alt für den Scheiss werde.

#rp08

  1. 172

    jo:

    Es war mir eine Ehre mit euch den Innenhof zu teilen.

Springer bleibt Springer

  1. 171

    jo:

    Ach, wirklich befremdlich wird der Eintrag, wenn man im Feedreader in der Zeile verrutscht und glaubt gerade Maltes “Spreeblickleser-Humor im Test” zu lesen.

Twitter Colorwars

  1. 170

    jo:

    Wie jetzt, man kann nicht via SMS teilnehmen? Das ist doch sche*sse ,)

Update: Volltext-RSS

  1. 169

    jo:

    Schon 30 Minuten online, erstaunlich.

    Wollen wir wetten, wann und wie SpOn und Heise reagieren?

Meine nächste Armbanduhr

  1. 168

    jo:

    Eine “Franck Muller”? Nee, da hätte ich zuviel Schiss, dass es ein Plagiat ist.

Nach 10 Jahren: gulli.com verkauft

  1. 167

    jo:

    Bin ich eigentlich der einzige Mensch auf dieser Welt der sich fragt, wieso Gulli.com in den letzten Jahren weitgehend unbehelligt blieb?

    Oder wie es um die - offenbar besten - Kontakte zu einer einschlägig Münchener Kanzlei bestellt ist/war, deren Name ursprünglich mit doch eher fragwürdigen Methoden bei der Jagd nach Urheberrechtsverletzungen, später mit Abmahnungen und irgendwann fast nur noch mit dem Dialergeschäft in Verbindung gebracht wurde?

Brockhaus, Spiegel, Wikipedia: Steigert meinen Wissenswert! (Update)

  1. 166

    jo:

    Danke.

Qtrax: Nullnummer?

  1. 165

    jo:

    Um ein Zeichen zu setzen, Johnny, um ein Zeichen zu setzen!

    Ein Zeichen gegen die unerlaubte Digitalisierung und für ein Europa der Urheber!

Ein Musical für Lisa Bund von Dieter Bohlen

  1. 164

    jo:

    heidrun: Eine 20-jährige hessische Dessousverkäuferin von ehemals leicht adipöse Mopsigkeit, die im Halbfinale einer RTL-Castingshow überraschend (sagt die Wikipedia) ausschied. Seitdem leichter Karriereknick kurz vor dem großen Durchbruch.

    herr a.: Eher die kleine.

  2. 163

    jo:

    *gacker*

  3. 162

    jo:

    Nachts kurz 4 einen Blogkommentar zu verfassen, der aus nichts anderem als der Zeichenfolge “*gacker*” besteht, zeugt sicher von ethischer Desorientierung, fehlenden sozialen Kontakten und einem erschreckend primitiven Kommunikations- und Empathieverhalten. Mir egal.

Gravis, Gravis

  1. 161

    jo:

    Pit:

    anstatt den lokalen kleinen Macladen um die Ecke zu unterstützen haben doch nichts anderes verdient als miesen Support.

    Tja, einen lokalen Macladen, der auch autorisierter Service Provider ist, also selber Reparaturen durchführen darf, muss man erstmal am Ort haben. Wir haben hier zwar ein furchtbar nettes Systemhaus, die sind aber nur Apple Solution Experts und müssen defekte Hardware einschicken.

    muss ich sein: Weiß dein angeblicher Arbeitgeber, dass du dich gerade um Kopf und Kragen quatschst? Oder - was schlimmer wäre - ist ihm seine Aussenkommunikation so scheissegal, dass es ihn nicht einmal mehr interessiert?

    Macht man es nachträglich, na klar kostet es dann Geld egal wo gekauft zu verschenken hat keiner

    Wie gut, dass das die Händler hier vor Ort das anders sehen. Vor einiger Zeit RAM für ein bei eBay gebraucht gekauftes FJS-Notebook gesucht. Sollte 39 Euro beim freundlichen Kistenschieber kosten, gerade mal zwofuffzig mehr als im Versand.

    An der Kasse dann die Frage, ob sie es auch gleich einbauen sollen (Ok, das dauert bei einem Lifebook keine 5 Minuten inkl. Funktionstest). Natürlich kostenlos, genau wie der Kaffee für mich (Gut der war lauwarm und kam im Pappbecher, man kann nicht alles haben … ,).

    Verdient haben sie an diesem Geschäft natürlich nichts. Dummheit? Mitnichten. Allein die Kunden, die dort inzwischen auf Grund meiner Empfehlung gekauft haben, haben ein paar tausend Euro im Laden gelassen.

  2. 160

    jo:

    Mein Leben als bedauerliches Einzelschicksal

    Ist das nun der Punkt, wo ich erwähnen sollte, dass ein Kollege mehrere Monate(!) auf seine Final-Cut-Lizenzen von Cancom gewartet hat (Die Apple direkt innerhalb von Stunden liefert …)?

    Und Cyberport. Nunja, eigentlich waren wir mit denen in der Vergangenheit durchaus zufrieden. Bis ich letztens einen nach 2 Wochen Betrieb plötzlich unrund laufenden Gehäuse-Lüfter umtauschen wollte. Klar, kein Problem, meinte der freundliche Geschäftskundensupport. Freeway-Aufkleber würde mir umgehend zugeschickt. Ich solle doch bitte das Gehäuse inkl. Zubehör und aller Unterlagen in der Originalverpackung einschicken. Bitte wie?

    Mein Einwand, dass ich wohl kaum einen laufenden Server in seine Einzelteile zerlegen werde (4 Stunden Arbeit, x Tage Ausfall?), um ein (bereits ausgebautes) 10€-Teil getauscht zu bekommen, schien auch nach mehrmaligen Rückfrage niemanden zu interessieren. 2 Überstunden später konnte sich ein Mitbewerber über unser Jahresrestbudget freuen.

    Dell? Der Geschäftskundensupport inkl. persönlichem Ansprechpartner und Vor-Ort-Service ist prima. Das Callcenter in Bratislava(?) hingegen, mit dem sich der gemeine Endkunde rumschlagen muss … nun, manchmal verliert man, manchmal gewinnen auch die anderen.

    Gravis fehlt mir leider(?) noch ,)

Rollende Köpfe beim ZDF - Das SEK singt

  1. 159

    jo:

    03: ebend. Oder, wie ich Fefe (von dort ging der Clip wohl auf die Reise durch Klein-Bloggersdorf) gestern schrieb:

    [...] das ist übrigens aus dem auch sonst ziemlich sehens- und
    verlinkenswerten “satirischen Jahresrückblick” von zwei “Frontal 21″-Redakteuren (Ja, ausgerechnet die).

    Gibt es hier komplett (Beim Schäuble-Clip fehlt das Intro inkl. VDS und die Chinesenhacks. Das sind inkl. G8 die letzten 7 Minuten): http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/381888?inPopup=true

Allgemeine Sozialbedingungen

  1. 158

    jo:

    Michi: Dir ist aber schon klar, dass das eigentliche Problem nicht in der Ein- bzw. Ausblendung von Werbung, sondern im Erstellen eines detaillierten Profils anhand deines Nutzungsverhaltens liegt, oder?

  2. 157

    jo:

    Ach, und da ich gerade danach gefragt wurde:

    Schön das du in einem Spiegel Online Artikel jetzt doch noch EINEN Juristen (wieviel wurden da befragt?Sechs?) gefunden hast der die Möglichkeit nicht ausschließt das die Daten an Dritte weitergegeben werden könnten

    Oh, ich habe zwei gefunden. Einmal den zitierten RA Rolf Becker (übrigens ein Experte für Wettbewerbsrecht) und einen mir bisher unbekannten RA Ulrich Fülbie, laut Spiegel Online Anwalt IT- und Datenschutzrecht bei der Anwaltsfirma “Holme Roberts & Owen”.

    Dieser sieht noch in zwei weiteren Punkten, die bisher noch gar nicht thematisiert wurde, die Möglichkeit zur Datenweitergabe an Dritte. Nämlich in den in Punkt 4 und 5 der Einwilligung enthaltenen Formulierungen, Werbung präsentieren “zu lassen” (Hatte ich in meiner noch unbeantworteten Mail an StudiVZ übrigens auch angesprochen, nur für die Rekorder).

    Offenbar spielst du mit der “Chronologie” aber auf die Passage “StudiVZ bestritt solche Pläne immer, keiner der von SPIEGEL ONLINE befragten Datenschutz-Experten erkannte solch eine Absicht in den neuen StudiVZ-Regeln.” in einem Artikel vom 15.12. an. Nunja, da widerspricht Lischka schlicht seinen eigenen - in diesen Punkten aber bisher nicht überarbeiteten - Artikeln. Kann in der Hektik schonmal passieren.

    Bereits im nächsten Absatz greift er dann allerdings auch schon wieder ein Beispiel auf, dass das Gegenteil der zuvor Geschriebenen aufzeigt. Nämlich die von Sascha Kremer vermutete Möglichkeit zur Weitergabe ohne gerichtlichen Beschluss an Staatsanwälte und Copyright-Inhaber.

    Wenn dieser zweite, konkret befragte Experte in der entsprechenden Passagen nun eine andere Intention vermutet, nämlich die Möglichkeiten der Nutzerdaten auch ohne gerichtliche Anordnung (Jaja, das ist natürlich besser als eine Weitergabe zwecks Werbung … ,), zeigt das doch primär, wie wachsweich die AGB und die Einwilligung formuliert sind. Vor allem aber, dass beide befragten Experten eine Weitergabe von Daten an Dritte für intendiert hielten (Soeben ist deine Argumentation zerbröselt, Thomas).

    Zuletzt: Wenn dir die Chronologie wichtig ist, auch Netzwelt-Chronist Richard Meusers schreibt heute nochmal von einem “Datenverkauf”:

    Bleibt abzuwarten, ob sich die Lage wieder entspannt, nachdem StudiVZ wieder zurückruderte, auf SMS-Werbung und Datenverkauf an Dritte verzichtete und die Löschung persönlicher Daten nach Beendigung der Mitgliedschaft gelobte.

    Ein entschuldigendes Zurücknehmen evtl. vorschnell geäusserter Anschuldigungen, wie man es mit viel viel gutem Willen dem oben zitierten Anreisser von Konrad Lischka unterstellen könnte, schaut für mich anders aus.

    Und bitte, was sollen die Kollegen auch schreiben? Die Formulierungen in den AGB und der Einwillung sind nunmal schwammig (Der geneigte Leser ahnt, dass ich hier Absicht unterstelle), der Vorwurf des Datenverkaufs hingegen durchaus erheblich. Natürlich hält man sich da zurück, vor allem wenn man sich anschließend ohnehin die “Klarstellung” eines Pressesprechers abholen darf (zudem noch an einem Freitag …). Ist ja schließlich nur StudiVZ/Internet und keine Regierungserklärung.

    Ganz zuletzt: Wie gesagt, Ich wunderte mich bereits, dass u.a. SpOn, Welt, Heute.de und auch die Redaktion der Tagesschau überhaupt so deutlich formulierten. Wenn Welt.de anschließend eine Überschrift kippt, mei …

  3. 156

    jo:

    Ich hätte dann vielleicht noch gerne die Korrekturfunktion zurück ,) Oder eine etwas größere Schrift in diesem Fenster. Sei’s drum: Das “am” vor Donnerstagmittag bitte streichen, AGB auch im Plural ohne “s”, irgendwohl fehlt noch ein “ein”, den Rest bitte selbstständig korrigieren ….

  4. 155

    jo:

    Thomas: Dass man _nach_ dem Akzeptieren der neuen AGB wohl irgendwann irgendwie widersprechen kann, habe ich schon beim ersten Durchlesen der Einwilligung am Donnerstagmittag verstanden. Siehe deine Antwort 27.

    Womit wir bei den nächsten Unterstellungen deinerseits wären: Ich habe nie behauptet, dass die User von StudiVZ zu “dumm”, “unmündig” oder sonstiges wären (”Intentional verschwiegen” habe ich übrigens auch nichts). Wer bin ich denn?

    Auf der anderen Seiten dürften die AGBs tatsächlich nur ein Bruchteil der Mitglieder lesen und noch weniger zu verstehen (Bevor du fragst, da gibt es Studien zu. Die Heute.de-Redaktion hatte z.B. die PEW-Studie von 2005 in ihrem lesenwerten Bericht erwähnt. Ups, die schreiben ja auch was von “Datenhandel”, sehe ich gerade …).

    Ob das Dummheit ist? Nein, würde ich nicht so sehen. Vielleicht Unvorsichtigkeit und auch ein bisschen naiv, nachdem was sich die StudiVZ Ltd. in den letzten Monaten schon alles geleistet hat. Auf der anderen Seite, bei StudiVZ geht’s ja erstmal nicht um Haus und Hof, sondern - vermeintlich - nur ein paar mehr oder minder unwichtige persönliche Daten.

    Das ist Umstand, den StudiVZ sehr wohl ausnutzt (Das ist mein Vorwurf, das ist Johnnys berechtigter Vorwurf an die Mitbewerber). Durch ein knapp 40.000 Zeichen fettes Textmonster, durch selbst für Juristen nicht eindeutig formulierte Passagen und einen dicken Klopper in Form der “Einwilligung in die Nutzung personenbezogener Daten” ganz am Schluss, durch den Termin in den Weihnachtsferien, durch den Quasizwang der Zustimmung, wenn man an seine Inbox und weiter Teil des Netzwerks sein will, durch eine extreme (und in Teilen offenbar nicht mit deutschem Recht vereinbare) Interpretation der Vertragsfreiheit, und einiges mehr.

    Wo ist hier überhaupt dein Vorwurf, dass über eine fragwürdige AGB-Änderung berichtet und diskutiert wird, statt sie stillschweigend zu akzeptieren?

    Dass es nun schon meine Aufgabe ist, die Nutzer von StudiVZ in jedem meiner Kommentare oder Mails zum Thema mit vollumfänglichen Analysen komplexer Vertragswerke zu versorgen, ist übrigens neu für mich (Tatsächlich habe ich im Lauf anschließender Diskussionen, u.a. in den StudiVZ-Gruppen zum Thema, mehrfach auf die Widerspruchsmöglichkeit hingewiesen).

    Da konzentriere ich mich doch lieber auf die Punkte, die _mir_ wichtig und bemerkenswert erscheinen , alles in der Hoffnung, ein paar Leuten zu helfen, die nicht nicht so weit drin im Thema sind. Das scheint einigermaßen zu funktionieren, mehr kann ich nicht tun.

  5. 154

    jo:

    Phil: Ok, sorry für den Vorwurf. Die Kaioo-PR zur Zeit ist einfach zu penetrant, um an einen Zufall zu glauben. Alternativen? Ich sehe keine, sorry. Die operativen Kosten sind für jedes Social Network ein Problem, das sich durch Werbung wohl nicht so einfach kompensieren lässt. Zumindest, wenn das Netzwerk eine kritische Masse von - sagen wir - mehreren hunderttausend User erreicht. Einfach mit Hardware von der Resterampe loszufrickeln verbietet sich da auch.

    Eine - imo rein theoretische Alternative - wäre ein dezentrales Netzwerk, das von den Universitäten selber betrieben wird.

    Softwareentwicklung auf Projektbasis im Rahmen des Informatikstudiums und durch Freiwillige in Form Freier Software, dezentrale Hardware (jeweils für die eigenen Studenten und Bildungseinrichtungen aus dem Umland. Ich halte “SchuelerVZ” für weit problematischer als StudiVZ …) in den jeweiligen Rechenzentren. Support und Weiterentwicklung durch Freiwillige auf ehrenamtlicher Basis oder gegen Aufwandsentschädigungen (Referentenmodell), unter Schirmherrschaft der Studentenvertretungen. Koordination und finanzielle Rückendeckung im Rahmen geförderter Forschungsprojekte.

    Und da haben wir schon das Problem. Es existieren bereits zahlreiche solcher Projekte, die sich - tlw. konkurrierend - an Einzelproblemen abarbeiten. Das bekommt man realistisch nicht unter einen Hut, dafür sitzen die Lehrstühle zu sehr auf ihren Etattöpfen ,)

    Thomas: Spiegel Online schreibt zu dem Thema freilich noch mehr, als du oben zitierst:

    Der Kölner Anwalt Rolf Becker geht mit seiner Auslegung am weitesten: “Dieser Abschnitt kann als Erlaubnis an StudiVZ interpretiert werden, die Nutzerdaten an Dritte zu verkaufen. [...]

    Becker weiter: “Das ist dort nicht auf die Strafverfolgung beschränkt. Sprich: Die Weitergabe wäre in allen Fällen möglich – auch in solchen, die der Datenschutz nicht erlaubt. Denn im letzten Abschnitt steht ja, dass die Übermittlung an Dritte auch in den Fällen gestattet wird, die nicht sowieso schon durch Gesetze oder Urteile gedeckt ist.”

    Und bitte Thomas, wenn du in deiner “Richtigstellung” nur halb zitierst und mir fälschlicherweise unterstellst, ich würde nicht bei der Wahrheit bleiben, und mir dann noch Dinge in den Mund legst, die ich nicht geschrieben habe, deutet das wohl auch auf eine hinreichende moralische Flexibiltät deinerseits hin. Du arbeistet nicht zufällig im Customer Support eines der größten und am schnellsten wachsenden Social Networks in Europa?

    Fakt ist, StudiVZ wollte sich in der ersten Fassung der AGB die Möglichkeit sichern, auch per Instant Messenger und SMS zu werben (Als ob die Clickstreamauswertung nicht schon problematisch genug wäre …).

    Dem hätte man zustimmen müssen, um nach den Ferien an seine Daten zu kommen (Das ist ein Methode der Kundenbindung, die - wie inzwischen auch der Bundesdatenschutzbeauftragte bemerkt hat - eher nicht mit den deutschen Gesetzen in Einklang zu bringen zu ist). Nichts anderes habe ich geschrieben.

    Ob und wie man aus der Nummer rauskommt (Mein Widerspruch wurde übrigens immer noch nicht beantwortet), ist eine ganz andere Sache. Realistisch gesehen wäre ein Großteil der User nach schnellem Abklicken der AGB bis zum Widerspruch (”Ih, SMS-Werbung! Ist das von StudiVZ?” - “Da kannst du doch widersprechen” - “Oh?”) gerastert und wohl auch mit Werbung beschickt worden, hätte es jetzt nicht den Presserummel nicht gegeben. Nun, die Rasterung bleibt ja.

    Und bitte, wenn du keinen Unterschied zwischen meinen Texten und denen von DonAlphonso erkennen willst, muss ich dir entweder mangelndes Leseverständnis oder Böswilligkeit unterstellen. Dass ich anfangs durchaus auch mal etwas direkter formuliert habe, liegt in der Natur eines privaten Blogs. Die - nun - Verantwortung für plötzlich mehrere tausend Leser am Tag und die Abgrenzung zur Blogbar waren allerdings der Grund, warum ich gerade nicht so weitergeschrieben habe.

    Chrischan: Ob nur für den Bruchteil einer Minute oder bis zum Eintreffen der ersten Werbung (oder noch länger, mangels Wissen) dürfte wesentlich von der Ausgestaltung der AGB-Zustimmung nach dem Login abhängen. Sagen wir es so, ein deutlicher Hinweis auf die Widerspruchsmöglichkeit, würde mich sehr überraschen.

  6. 153

    jo:

    Phil: Dieser Kaioo-Spam ist erbärmlich, bekommt ihr da eigentlich Geld für? Genug? Fakt ist, auch Kaioo muss zumindest seine operativen Kosten decken.

    Wenn Kaioo behauptet, diese wären “im Verhältnis zum Umsatz überaus gering” (Welcher Umsatz?), darf man schonmal dezent mit der Stirn runzeln. Möglicherweise haben die Verantwortlichen aber eine geniale Gelddruck^H^H Charity-Maschine erfunden (“Da kaioo seine äußerst geringen Kosten durch Spenden deckt, kann kaioo 100% der Umsätze (= alle Werbeeinnahmen) für gemeinnützige Projekte/Organisationen verwenden.”). Kann natürlich sein, glaube ich nur nicht so recht.

    Zum Vergleich: Der Betrieb von StudiVZ kostet nach Angaben von Holtzbrinck “weniger als 10 Millionen im Jahr” (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 17.06.2007, Nr. 24, S. 45 ), also hohe sechstellige Beträge pro Monat.

    Kaioo vergleicht sich allerdings lieber mit der Wikipedia (Wo man übrigens auch gerade mit dem Holzhammer vermittelt bekommt, wie sich Spendenfreudigkeit und steigenden Kosten auseinander bewegen), die faktisch keine Personalkosten hat, weil fast alle Supporter und Programmierer ehrenamtlich arbeiten. Kommt Kaioo ohne Personal aus? Das wäre - gerade bei einem Social Network mehr oder weniger spätpubertierende User, die ganz gerne mal die Sau rauslassen - schon das zweite Wunder.

    Wir halten also fest: Kaioo will “100% der Umsätze (= alle Werbeeinnahmen)” spenden, während der deutsche Marktführer offenbar schon Probleme hat, ohne personalisierte Werbung überhaupt rentabel zu arbeiten. Und das, obwohl StudiVZ Werbeplätze laut FAS zum Dumping-Preis raushaut.

    Sag’s mal, glaubt ihr an den Weihnachtsmann? Oder haben wir es hier vielleicht doch eher mit einer feindlichen Übernahme durch freundliche Bertelsmänner zu tun?

    Achja, auch StudiVZ muss sich an die deutsche Datenschutzgesetze halten. Eigentlich. Wir sehen gerade, welch kreativen Möglichkeiten es dort gibt.

    Johnny: Die ursprüngliche, am Donnerstag verschickte, Einwilligung in die Nutzung personenbezogener Daten gab die Deutung, StudiVZ wolle Daten verkaufen, durchaus her. Siehe auch Spiegel Online. Darüber hinaus gab und gibt es auch in den überarbeitete AGB noch Formulierungen, die zumindest in diese Richtung gehen (”Werbung präsentieren lassen” z.B.). Ich vermute in den Formulierungen mindestens einen Testballon, eher aber den Versuch, sich durch die Hintertür alles, was nach deutschen Recht geht, am Stück zu sichern. Das hat nicht funktioniert.

    Einige dieser Formulierungen wurden nun überarbeitet. Gut? Wohl eher ein trojanisches Pferd. Ist die gute alte Schily-/Schäuble-Nummer: Indiskutable Forderungen an denen sich das Volk reiben kann, nach Protest ein paar kleine Zugeständnisse, das Ergebnis als Kompromis verkaufen.

    Was mich aber weit mehr stört, ist die Art und Weise, wie StudiVZ versucht, seinen Nutzern einen für juristische Laien schwer verständlichen Vertragstext unterzuschieben/aufzupressen. Bzw. nun - offenbar einzig und allein durch den öffentlichen Druck und die damit verbundenen Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis, nicht etwa aus Einsicht oder ähnlich absurden Beweggründen - “zurückrudert” und dabei - mal wieder - von Missverständnissen spricht.

    PS: Ich sage es ungern, aber der reisserische Stil ist im konkreten Fall äusserst effektiv (s.a. Fonsi an der Blogbar). Im Gegensatz zum auch von mir bevorzugten Erklärbär-Modell.

    Wenn ich mich recht erinnere, waren auch schon die letzten Artikel der Welt zum Thema auffallend kritisch. Ich finde ja, dass das sich das ausgleicht, wenn die Holtzbrinck-Medien und befreundete Verlage das Thema schon schönfärben

    PPS: Ich hoffe, ich bin weiterhin unverdächtig, mich ausgerechnet für Springer ins Zeug zu legen ,)

  7. 152

    jo:

    Simon: Das geplante Targeting bedeutet gerade im Fall StudiVZ eine neue Qualität der Datenerhebung. Ich glaube zwar nicht, dass man da als User einer Web-Community in Zukunft überhaupt eine Wahl haben wird (Siehe die von Johnny erwähnte Diskrepanz zwischen Nutzbarkeit und Datenfreigabe), einen Unterschied zum Status Quo kann man aber nur schwerlich bestreiten. D.h. ein Kommentar wie im law blog greift zu kurz (vom der mitschwingenden Unterstellung der Unmündigkeit noch abgesehen).

  8. 151

    jo:

    David: Auf die Nutzerzahlen sicher nur bedingt, wohl aber auf die eingetragenen Details und ihren Wahrheitsgehalt. Da sehe ich nicht nur in meinem Bekanntekreis seit einiger Zeit ein Umdenken. Profile werden “verborgen” (Ok, das hilft nix gegen internes Profiling …) oder auf wenige Rumpfdaten und abgekürzten Realnamen zusammengestrichen. Will sagen: Die Qualität des Datenbestandes hat sich in den letzten Monaten bereits erheblich verschlechtert. Das ist kein Vergleich mehr zum Stand vom letzten Herbst, wo fast ausschließlich Studenten mit gut ausgefüllten Profilen registriert waren.

    Johnny: Ein Widerspruch gegen die Einwillung zu Nutzung personenbezogener Daten ist - nicht in allen Punkten, wenn ich es richtig sehe - auch bei StudiVZ möglich. Allerdings erst nachträglich, nach Zustimmung zu den neuen AGB. Zur Zeit ist allerdings noch kein entsprechendes Formular online.

    Ich habe gleich am Donnerstag per Mail an widerruf@studivz.net weiten Teilen der Einwilligung per Mail widersprochen. Bisher natürlich keine Reaktion. Mal schauen, wann/ob mein Account gesperrt wird oder man mir meinen Widerspruch, wie explizit gewünscht, noch bestätigt.

    Einen wesentlichen Unterschied zu den AGB von SpOn und WELT hast du am Ende kurz angerissen. StudiVZ schiebt die neuen AGB seinen Nutzern nachträglich unter, in einer Situation, die manche - man mag es belächeln - bereits als Abhängigkeitsverhältnis bezeichnen. Wie ein Drogendealer, bei dem der erste Schuss auch gratis ist.

    Nun wissen wir noch nichts über die Form, in der die Zustimmung bei StudiVZ muss erfolgen. Ich tippe auf eine Checkbox nach dem Login. Also fix einen Haken machen, dass man die neuen AGB akzeptiert, bevor man - nach den Weihnachtsferien! - an seine Inbox und Diskussionen kommt (Wer bitte liest in dieser Situation 40k unterirdisch formuliertes Juristengeschwurbel?). Da kann und sollte man durchaus deutlich darauf hinweise, dass eine derart erzwungene Zustimmung nicht nur fragwürdig ist, sondern wohlmöglich auch mit geltendem Recht kollidiert - auch wenn man selber im Glashaus sitzt.

    Und eines ist doch klar, hätten SpOn und die Welt weniger deutlicher Worte gefunden (oder devot kommentiert wie z.B. Tagesspiegel und Focus Online), hätte a) der Rest der bundesdeutschen Medienwelt nicht nachgezogen und b) StudiVZ hätte die erste Fassung der AGB/Einwilligung (Keine Löschung, Weitergabe an Dritte (jaja, nie geplant, alles ein Versehen. Ein von Juristen formuliertes Versehen mit den ganz dicken Krachern auf den letzten Seiten, von dem überdies die Zukunft der Plattform abhängt, wie der Head of Customer Care im StudiVZ-Forum betont …), Werbung an Instant Messenger und per SMS) abgenickt bekommen.

Hart. Frontal. Bullshit.

  1. 150

    jo:

    flokru: Natürlich waren die Beiträge der ör Magazine unterirdisch und bedienten - imo gezielt - einen gutbürgerlichen bis reaktionären Mainstream (Plasberg hat sich anschließend übrigens für einige Fehler entschuldigt, iirc).

    Faszinierend ist aber doch, dass es hier (und damals in den Gamercommunitys) kaum anders läuft. Klare Meinung, großer Knüppel, da fragt man auch nicht groß nach, sondern bloggt Zustimmung.

    PS: Was die “Studien” betrifft: Da kann man sich raussuchen, was man gerade benötigt.

    Es gibt - auch in der aktuellen Forschung - schlicht keine einfache Wahrheit, die sich auf einen griffigen Zweizeiler runterbrechen lässt (Und bitte, dass virtuelle Brutalität/Grenzverletzungen einen labilen Jugendlichen negativ beeinflussen können, ist keine Erkenntnis, für die man sonderlich viele Experten braucht, da reicht eine Runde im ÖPNV).

  2. 149

    jo:

    Ui, endlich wieder Rudelbildung ,)

    Darf ich kurz darauf hinweisen, dass der Urheber des Videos in seinem Beitrag offenbar ähnlich manipulativ arbeitet, wie die kritisierten Redaktionen:
    http://www.stefan-niggemeier.de/blog/medien-im-blutrausch/#comment-73102

    Details unter http://blog.dignitatis.com/wordpress/?p=120, falls jemand den Trackback unter Nummer 32 übersehen hat.

Machen Sie mal’n Punkt!

  1. 148

    jo:

    @Johnny: Wäre auch eine klasse Idee für Cem’s nächstes Startup-Weekend: „Teppich On Demand“. Wobei, gibt’s sicher schon (Aber das hat deutsche Junggründer ja noch nie aufgehalten).

  2. 147

    jo:

    Ich hätte gern mal all die Dinge, die mir die Tastaturbeschriftung verheimlicht, auf einem Poster.

    So banale Dinge wie die Tilde „~“ (Alt+N), den Strichnachunten „|“ (Alt+7) oder den guten alten Backslash „\“ (Alt+Shift+7) hat man zwar irgendwann drauf, aber trotzdem.

    Ich finden, man sollte typographischen Aussenseitern wie dem lustigen abgehakt-Haken „√“ (Alt+V) und dem Apple-Symbol „“ (Alt+Shift+n) einfach den Respekt entgegenbringen, den sie verdienen …

    Eine Tapete geht auch, falls ein Poster nicht reicht.

    Mmh, eine „Typographie-Tapete“ wäre doch das ideale Weihnachtsgeschenk für den ambitionierten Mac-User, oder? Jedes Jahr einen schwarzen Rolli oder Socken zur dunklen Jeans sind doch langweilig!

    Ach, ich vertraue einfach auf den Spreeblick-Shop.

BOBs-Probe

  1. 146

    jo:

    Gibt es eigentlich irgendwo Liveblogge von der Verleihung? Twitter, irgendwas?

Ist Technik links? Ein Selbstgespräch

  1. 145

    jo:

    Malte, alter Theoretiker: Apparatus, Idéologique! Die Kamera hat eine Botschaft! Oder gleich:

    http://wwwcs.upb.de/~winkler/flogging.html (Offenlegung: Ist mein Chef)

Bombenidee: frattinizer.js als Download

  1. 144

    jo:

    18/Herr Ehrlich, da werden Sie sich bestimmt über das Bookmarklet “OhnePapst” freuen. Müssen Sie nur den Papst austauschen:
    http://www.wortfeld.de/2005/04/p_b_xiv/

Oh Gravenreuth, mein Gravenreuth

  1. 143

    jo:

    Ok, zur Auflockerung: “Günni wie gehts?” - “Kann nicht klagen!” (vorhin im IRC geklaut)

  2. 142

    jo:

    niccolo: Niveauunterschiede bei ineinander verbissenen Kontrahenten zu differenzieren, macht ab einem gewissen Eskalationslevel keinen Sinn mehr. Dieser Level ist bei eigentlich allen Themen, die sich mittelbar und unmittelbar mit GvG und seinem Lebenswerk beschäftigen, schon lange überschritten.

Verwirrt in Berlin

  1. 141

    jo:

    Manniac: Sicher kann man mit 2000 regelmäßigen Lesern seinen Lebensunterhalt bestreiten. Für die restlichen 30 Tage des Monats braucht man dann halt noch einen Zweitjob.

Micaela

  1. 140

    jo:

    amazeman: Bevor ich missverstanden werde: Ich habe hier einen Hausaltar eingerichtet, um Malte hinreichend huldigen zu können. Manchmal ahne ich sogar, was mir der Künstler sagen will. Nicht immer, es wird aber täglich mehr. Rede ich mir ein.

Bedenkliche Kleidung - Erstes Kapitel

  1. 139

    jo:

    Monsieur Fischer: Nun, seine Kandidatur für Berlusconis rechtsgerichtete Partei “Forza Italia” wäre ein ideologischer Grund für Ablehnung. Kein schlechter, finde ich.

    Oh, steht ja schon oben.

Micaela

  1. 138

    jo:

    aber malte ist doch wie schmidt…

    Ideenlos, von seiner eigenen Genialität gelangweilt? So weit würde ich nicht gehen.

Exotismus

  1. 137

    jo:

    Das Spiel mit der dem Nasepoppeln (vulgo: Nasalfisting) immanenten Penetrationsanalogien ist an chauvinistischer Exponiertheit nur schwer zu übertreffen.

    Beim Nasepoppeln handelt es sich schließlich um das Ausleben rein sexuell determinierter Gewaltphantasien unter dem Deckmantel pseudopubertärer Agitation im öffentlichen Raum. Das ist nicht nur schwulenfeindlich, das ist ein omnivulgärer Habitus, der in einer modernen Gesellschaft nichts zu suchen hat.

    Schlimm, dass dem Nasepoppeln auf Spreeblick derart unreflektiert das Wort geredet wird …

Brothers Keepers vs B-Tight

  1. 136

    jo:

    “Neger” ist keine rassistische Bemerkung

    Das sehen viele Schwarze anders: http://www.derbraunemob.info/deutsch/content/content_fragen_presse.htm#p01

    Das Wort “nigga” ist verboten

    Ist es das? Wo denn? Und wer hat es verboten? Und wenn, dann hast du dich ja gerade strafbar gemacht!

    Mein Gott, kommen wir nun alle in die Hölle und müssen bildungsfernen Möchtegerngängstern bei ihren Artikulationsbemühungen zuhören?

Allerherzlichsten Glückwunsch!

  1. 135

    jo:

    Ich will das Video! Als Leser haben wir ein Recht auf dieses Video ,)

    PS: Glückwunsch Max. Und euch zu Max.

Schneewittchen - Der deutscheste Seufzer

  1. 134

    jo:

    Neuraum: Dachte ich auch gerade. Bulgarierinnen, die mit -ov enden, sind meist Kerle. Vielleicht schaue ich aber auch zuviel Kugelstoßen und zu wenig Tennis.

    Maltefan: Lass uns einen Club gründen.

Die Olympischen Spiele 2008 in Peking

  1. 133

    jo:

    Als ehemaliger Protagonist lokaler Tischtennistuniere möchte ich hiermit anmerken, dass auch dort bitteschön nur der zu gewinnen hat, dem die lokalen Funktionäre und Sponsoren wohlgesonnen sind.

    Wäre ja noch schöner, wenn am Montag die falschen Personen in der Zeitung abgebildet sind.

Greenpeace Perlweiss

  1. 132

    jo:

    Christian: Wir können das auch gerne sachlich diskutieren. Welchen Sinn macht das Magazin bei Lidl, wenn - persönliche Schätzung und Nachfrage in 2 Lidl-Märkten vor Ort, ohne Anspruch auf irgendwas - 90% der Auflage ins Altpapier wandern?

    Und das, siehe taz-Artikel, zu Konditionen, die nicht gerade marktüblich sind (Lidl zahlt komplett, Greenpeace muss nicht verkaufte Magazine nicht zurücknehmen)?

Der Celebrity-Sextape-Führer

  1. 131

    jo:

    Gut, dann ist es wohl an mir, diesem ganzen Ferkelcontent ein wenig wissenschaftliche Substanz entgegenzusetzen ,)

    C’LICK ME: A NETPORN STUDIES READER
    Edited by Katrien Jacobs, Marije Janssen, Matteo Pasquinelli

    Editorial Assistance: Geert Lovink, Sabine Niederer
    Copy Editing: Wietske Maas - Design: Kernow Craig
    Publisher: Institute of Network Cultures
    Supported by: Paradiso, Amsterdam
    ISBN: 978-90-78146-03-2

    Order a copy of this book by sending an email to: info@networkcultures.org
    A PDF of this publication can be downloaded for free at [NOT SAFE FOR WORK!]
    low-res, 2MB: http://www.networkcultures.org/_uploads/24.pdf
    hi-res, 9MB: http://www.networkcultures.org/clickme/pdf/clickmeReader_9MB.pdf

    C’Lick Me: A Netporn Studies Reader is an anthology that collects the best materials of two years debate: from The Art and Politics of Netporn conference held in 2005 in Amsterdam to the 2007 C’Lick Me festival in Paradiso, Amsterdam. [...]

    Ja, von der Rohrpost-Liste.

Greenpeace reingewaschen

  1. 130

    jo:

    Bleibt die Sache mit den 150.000 Exemplaren des Greenpeace-Magazins alle 2 Monate, die Lidl freundlicherweise abnimmt, die aber offenbar kaum ein Kunde haben will.

Na, wenn`s doch brennt

  1. 129

    jo:

    Irgendwann werde ich ein Video ins Netz stellen, wie ich Zigaretten unter geschickter Ausnutzung einer ebenen Schreibtischfläche drehe. Konisch müsste ich allerdings erst probieren, braucht man als gut bürgerlicher Autoraucher ja sonst nicht.

Schlüsselerlebnisse

  1. 128

    jo:

    Sunny: Ein gutes Schloss (Richtwert: Kaufpreis 10% des Fahrradwerts) sorgt vor allem dafür, dass sich Diebe zunächst mit den Rädern beschäftigen, die mit schlechteren Schlössern oder gar nicht gesichert sind.

    ich bzw. du: Kommt auf das Schloss an. Wagenheber, Eisspray, Aushebeln, Flex … ab 50 Euro wird’s schwierig (Gilt aber auch für Panzerkabelschlösser. Das von Johnny dürfte solide Mittelklasse gewesen sein. Frage ist da eher, ob man so einen 3kg-Trümmer mitschleppen will.).

Fütterungszeit

  1. 127

    jo:

    diaet: Ich befürchte, man muss das einfach nüchtern sehen. Einige “Kritiker” sind nunmal nicht an einer ergebnisorientierten Diskussion interessiert (ganz im Gegenteil, nachher schlagen sich Unentschlossene noch auf die falsche Seite …), sondern suchen einzig und allein nach Schwächen und Angriffspunkten, mit denen sie ihren Spin befeuern können.

    Da das erklärte Feindbild Sascha Lobo (eigentlich auch adical) offenbar nicht direkt zu knacken ist, ja nicht einmal mitspielen will (ebenso wie McWinkel, Rene und Felix), versucht man es nun hintenrum über Johnny (Das Bedürfnis, wenigstens verstanden werden zu wollen, kann eine Schwäche sein) und neuerdings auch Stefan Niggemeier (Eine Berlin-Grimme-Connection wurde ja auch schon mehrfach bemüht, zündete aber nicht so recht).

    Aus dem Zusammenhang gerissene Einzelheiten und Unterstellungen manipulativ zu vermischen, gehört da ebenso dazu, wie permanente ad-hominem-Angriffe oder Appelle an irgendwas, um Reaktionen zu provozieren. Alles, was der Gegner sagt, ist potentielle Munition, nicht anderes. Erst wenn er mundtot oder auf Linie gebracht ist, wird Ruhe sein.

    Das ist zwar alles recht durchsichtig, steter Tropfen höhlt aber bekanntlich jeden Stein. Chinesische Dissidenten sind da, so perfide es auch ist, letztendlich wohl nur Mittel zum Zweck. Wäre es ein Banner für Kindergärten oder ein Altenheim, wohlmöglich unter konfessioneller Trägerschaft, würde man das Elend in der dritten Welt und die Rolle der katholischen Kirche instrumentalisieren (wobei, das ist ja eher Maltes Job ,).

    Die Situation, dass es in der Adical-Kommunikation tatsächlich ein paar widersprüchliche Aussagen gibt (Zum Beispiel, dass man nicht jeden Kunden annehmen würde; so steht es noch immer unter http://adical.de/kundeninfo/ - und damit im Kontrast zu Johnnys Argumentation), macht das Fähnchenschwenken für uns auf der Tribüne natürlich nicht leichter.

  2. 126

    jo:

    Du rennst gegen den Punk, den Don, den Johnny, der füher mal FIXMBR verstanden hätte, in Dir.

    Nun war ich ja Punk und wollte es auch nie werden, Don, aber selbst in Johnnys bemühten Rechtfertigungsversuchen stecken noch mehr Herz und ehrliche Wut, als in der überheblichen und seelenlosen Empörungswichse deiner neuen Lieblinge aus Hamburg. Von den Leichen im Keller noch ganz abgesehen.

Der Stoff, aus dem die Lügen sind

  1. 125

    jo:

    Andruschka: Es ist schlimmer. Du bist nun Teil eines gleichgeschalteten Bloggernetzwerks, mit der das Kapital brutal kritische Stimmen unterdrückt. Und das dem Drogenmissbrauch das Wort redet, natürlich.

Nachgeben oder nachlegen?

  1. 124

    jo:

    Idioten soll man keinen Meter Boden preis geben !! Sag´ich mal so.

    Ach, man kann seine Zeit auch sinnvoller verwenden.

  2. 123

    jo:

    Hamburg: Häh? Hamburger pöbeln doch gar nicht

    Nett ,)

Alpenglühen

  1. 122

    jo:

    Johnny: Hier wohl ein Server, über den man via Computernetzwerk Zugriff auf die Bilder der Kamera hat. Ist ja eher umständlich, von jeder Kamera extra ein Kabel ins Sendestudio zu legen. Daher macht man solche Panoramaufnahmen über IP/Telefon- bzw. Datennetze.

    Häufig übrigens mit Überwachungskameras und nicht selten (wohl auch hier) ohne die Standardpasswörter zu ändern. Hier an der Uni konnte man mal eine zeitlang BigBrother-TV aus den Hörsälen schauen, wenn man die IP des Servers kannte …

Tagebuch

  1. 121

    jo:

    Ich durfte letztens darauf verzichten, Blogs als Internet-Tagebücher zu erklären. Ein Fortschritt, finde ich.

Primacall

  1. 120

    jo:

    Knut: Mit deiner Bank hast du einen Vertrag, bzw. hast deren AGB akzeptiert. Das ist eine komplett andere Baustelle.

    Gegenüber Profispammern/zwielichtigen Telemarketern ist ein T5F leider wirkungslos. Firmen, deren Geschäftsmodell auf der Umgehung oder möglichst kreativen Auslegung von Datenschutzbestimmungen basiert, lassen sich von einer laienhaften Rechtsbelehrung nunmal nicht beeindrucken.

    Es sei denn, du ziehst es durch und bringst deine Beschwerde anschließend auch mit entsprechendem Nachdruck beim zuständigen Datenschutzbeauftragten an. Das kann was bringen, muss aber nicht.

    Gegen Windmühlen anzurennen ist aber wohl die eindeutig sinnvollere Freizeitbeschäftigung. Sorry.

China und das Internet

  1. 119

    jo:

    Neuram: Du machst gerade den großen Fehler aus deinen Beobachtung eine allgemein gültige Regel ableiten zu wollen.

    Google gehört zu den Vorreitern von geolokalisierten und diversen anderen Contentfiltern (Euphemistisch ist es natürlich quality of service, mit dem man den Nutzern passende Inhalte liefern will). Die Technik existiert. Genau wie bei allen anderen großen Suchmaschinen, die auf dem deutschen Markt aktiv sind (Von der Bertelsmann Stiftung organisierte Treffen der führenden Suchmaschinisten gab es schon 2001: http://www.heise.de/newsticker/meldung/29033).

    Im Moment sind die Filter nur vereinzelt scharf gestellt. Man kann sie, wie von dir beschrieben, umgehen. Sobald die Jugendschutzdiskussion aber wieder an Fahrt gewinnt (im Moment ist eher Terror en vogue ..), müssen Google und Co. nur einen Schalter umlegen und aus die Maus. In Deutschland.

    Mag sein, dass deine Test-IPs nicht gefiltert werden und/oder die von dir genannten Umgehungsmethoden noch funktionieren.

Citronengras: SPON-Boykottaufruf

  1. 118

    jo:

    Acid: Mir ist schon klar, dass es sehr gute Blogs gibt (Auch wenn ich fixmbr, was Niveau und Methoden betrifft, bekanntlich eher in Gesellschaft von boulevardesken Brandstiftern wie Bild und PI sehe, nicht im Bereich Journalismus oder gar als valide Informationsquelle.).

    Aber darum geht es doch nicht. SpOn spricht gerade keine Nerds und Spezialisten an, sondern die breite Masse. Die Netzwelt hatte in den letzten Jahren massiv abgebaut, sich tlw. nur noch auf bunte Themen und Sex’n'Crime konzentriert. Inzwischen wurde der Etat scheinbar aufgestockt, ein paar neue Leute schreiben immer mal wieder auch aus Webworkersicht okaye Geschichten.

    Das sollte man, trotz des in vielen Fällen berechtigten Bashings, halt auch anerkennen. Finde ich.

  2. 117

    jo:

    Wobei man vielleicht auch fairerweise einräumen sollte, dass gerade die SpOn-Netzwelt in den letzten Wochen wieder besser geworden ist. Nicht nur durch Konrad Lischka. Dass SpOn seit einiger Zeit Fehler öffentlich korrigiert (ja nun, nicht alle …), sehe ich auch eher positiv.

    Macht den Rest nicht besser. Nun, dass Boulevard & Krawall mehr ziehen als Differenzierungen und Hintergründe, sieht man ja auch bei anderen Blogs.

Nicht diskutieren!

  1. 116

    jo:

    Iris: Sie wurde nicht zuletzt _wegen_ solcher Auftritte in der intellektuellen Provinz Bundeskanzlerin. Man muss die Wähler halt dort abholen, wo sie geistig beheimatet sind.

    Der Auftritt hier in Paderborn (2/3 protestierende Stundenten, genervte Passanten und natürlich das übliche Klatschvieh) verlief recht ähnlich:

    Der Vortrag war schwach. Ohne sichtbaren roten Faden aneinander gereihte Hohlphrasen (“Studium nicht allein auf dem Steuerrücken von Krankenschwestern finanzieren“ - war das nicht eine Bild-Headline?), hin und wieder bemüht eingebaute Themen mit lokalem Bezug. Klang ein wenig, als ob die Rede von Ort zu Ort aus einzelnen Modulen zusammengesetzt wird, man das der Merkel aber vorher nicht sagt. Und diese Frau will Bundeskanzlerin werden? Wirklich?

    Der euphorisierten CDU-Anhängerschaft schienen die rhetorischen Unzulänglichenkeiten nicht weiter aufzufallen (“Aber reden kann sie, die Merkel!“ - .oO( Nein, verdammt, kann sie nicht! ), den Studis war es eh egal. [...] Das politische Laientheater dauerte dann noch knapp eine halbe Stunde, zum Abschluß ließ man das Deutschlandlied singen. Allerdings nur die dritte Strophe, was Teile des Klatschviehs sichtlich irritierte.

Einmal keine Quoten-Psychos

  1. 115

    jo:

    Malte: Unter Audience-Flow versteht man eigentlich den gewünschten Zuschauerfluß des Zuschauerstroms von einer Sendung zur anderen. Das Volk soll bitte schön den ganzen Abend im Theater bleiben, um bei der Analogie zu bleiben. Daher versucht man die Zuschauer durch Programmierung gleichartiger Formate (Der “Mystery-Montag”, der “Info-Dienstag”) am Gerät zu halten. Eigentlich.

    Das funktioniert natürlich nicht automatisch, nur weil man an zwei Formate “Comedy” dranscheibt.

    Oder ganz medientheoretisch: http://en.wikipedia.org/wiki/Flow_%28television%29

    The term is also significant in television studies, the academic analysis of the medium. Media scholar Raymond Williams is responsible for first using the term in this sense. He emphasized that flow is “the defining characteristic of broadcasting, simultaneously as a technology and as a cultural form” (1975, p.86, 93). “It is evident that what is now called ‘an evening’s viewing’ is in some ways planned by providers and then by viewers as a whole; that it is in any event planned in discernible sequences which in this sense override particular program units” (Fink 2005, p.132).

Kuttnernet

  1. 114

    jo:

    Das ist also Herr Kuttner? Ah. Schon viel von gehört. Jetzt nicht im Radio (Kennzeichen, dass jemand gut ist: Wenn man von einem Radiomoderator gehört hat, obwohl man ihn noch nicht im Radio gehört hat!), aber viel.

    Aber trotzdem, was machen diese alten Männer auf einmal alle im Web? Nehmen die nicht der Jugend (Zukunft!) gehört, die Arbeitsplätze weg? Kann man da schon von einer - Achtung, Spitzenwitz! - Weblifecrisis sprechen? Is Web2.0 the new Altersheim?

    (Der letzte Absatz ist, ich möchte es betonen, allein dem Wortwitz geschuldigt. Verzeiht.)

    Gruß und Kuss nach Berlin!

1000 Stück, 16 Seiten

  1. 113

    jo:

    Marius: Anti ist das neue authentisch.

Letztes Posting vor der Auffahrt

  1. 112

    jo:

    Viel Spaß, nächstes Jahr klappts vielleicht ,)

Kost’ extra

  1. 111

    jo:

    Würde unsere Sprache durch so wunderbare Worte wie “Münzdusche”, “Duschmünze” und “Warmduscher” bereichert, wenn Duschgebühren wirklich ein Berliner Einzelfall wären?

    Keinesfalls, sage ich euch! Schon in Anfang der 80er galt die Sorge meiner Mutter einer ausreichenden Versorgung ihres einzigen Kindes mit lochfreien Socken, Pausenbroten, und, man ahnt es, Duschmünzen!

Wir kaufen uns einen Wahlcomputer

  1. 110

    jo:

    Schön wär’s freilich, wenn die Spendenaktion ein klein wenig transparenter daher käme.

    Was kostet so ein Ding, was genau hat man vor, wofür braucht man sonst noch Geld? In ein paar Tagen vielleicht noch einen Liveanzeige der Spendensumme, usw.

    “Wir brauchen Geld, weil wir tun was Wichtiges” finde ich ein wenig suboptimal.

    PS: Die Aktion Kuchen für Olaf finde ich auch … ok, lassen wir das.

re:publica: Eintrittspreise

  1. 109

    jo:

    diaet: Das Problem kenne ich nur zu gut. Und trotzdem, wenn man es nicht schafft, bei 3 Monaten Vorlauf 1 bis 3 Tage für eine - nun - Fortbildungsveranstaltung freizumachen, ist das eigentlich nichts, was man Johnny und Co vorwerfen kann.

  2. 108

    jo:

    Man KÖNNTE auch einfach Urlaub nehmen, wenn einen die Veranstaltung wirklich interessiert.

    (Jaja, dass ausgerechnet ich das schreibe, mag für Johnny und Markus nun ein klein wenig merkwürdig klingen. Aber hee, vielleicht schaffe ich es ja doch noch ,)

Die Mehrheit der Schweiger

  1. 107

    jo:

    Alle, die bis hier unter durchgehalten haben, haben sich eine Belohnung verdient. Du natürlich auch, Malte:

    –snip– http://www.brandeins.de/ximages/122046_112strafe.pdf

    brand eins 11/2006
    Ihren Fahrschein, bitte!

    Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser.
    Das weiß doch jeder.

    Es stimmt bloß nicht.

    –snip–

Interview mit einem Webcam-Girl

  1. 106

    jo:

    Johnny: Ich habe nun alleine 15 Minuten zum Lesen gebraucht. Habt ihr das Interview über die Mehrwertrufnummer der Senderin geführt? Ich meine, wg. authentisch und so? ,)

Social-Bookmarking-Aktion

  1. 105

    jo:

    Jan: Vielleicht findest du ja noch welche, die du nicht kennst.

    Herr Lobo: Da war noch was, oder?

Der Enkel und die Enkelins

  1. 104

    jo:

    Ich seh’s wie Malte, mag aber keine Drogen nehmen.

P2P-Fernsehen

  1. 103

    jo:

    Nunja, es bleibt IPTV, egal man es sich nun selbst syndiziert (schreckliches Wort, oder?) oder ob es via p2p verteilt wird.

    Den Democracy Player hast du noch vergessen, wobei das ja eigentlich schon wieder ein alter Hype ist ,)

Deutschland sucht die Superfirma

  1. 102

    jo:

    Oh, da fehlt einer der besten von allen! Der Henkel-Song “We together” (Ich empfehle den 9-minütigen Film zum Song. Vorher Text ausdrucken und beim großen Finale mitsingen!): http://www.henkel.de/int_henkel/ourcompany_de/channel/index.cfm?pageid=322

JahresanfangsGEZeter

  1. 101

    jo:

    Sven:

    die weltweit einmalige Internet-Gebühr zu zahlen.

    Stimmt nicht, in der Schweiz gibt es sowas schon länger. Resteuropa wird bald nachziehen.

    Acid:

    von inhaltlicher Kontrolle steht dort nichts
    Hier schon: cras-legam.de/HHZ04.htm

    Tolle Quelle, beindruckend seriös und gut unterrichtet ,)

    Es läuft doch so:
    die Rundfunkanstalten fordern höhere Zahlungen, approved by the “KEF” und die Ministerpräsidenten haben das abzunicken.

    Das ist schlicht falsch. Aber ok, das wird dich nicht weiter interessieren.

    Batz: Naja, Ratgeber Technik und EC-Karten ist ja eine ganz eigene Geschichte. Aber schön, wenn man auch noch ein paar Bücher nebenbei verkaufen kann.

    Die Hauptprogramme der Öffentlich Rechtlichen sind oft genauso banal, boulevarig, sensationslüstern und widerlich wie vieles was bei den Privaten läuft.

    Was ist für dich denn das “Hauptprogramm”? “Das Erste” ist letztendlich nur eine massenkompatible Kompilation der Inhalte, die die jeweiligen Landesanstalten produzieren. Als dediziertes “Best of”-Vollprogramm (Brot und Spiele gehören zum Auftrag!) ist es natürlich auch immer mehr Mainstream, als es Sparten- oder Regionalsender sein müssen.

    Liegt in der Natur der Sache, oder? Das ist kein Bug, sondern ein Feature, bzw. eben der (auch auch vom Bundesverfassungsgericht geforderte) Gegenentwurf zum Perlensende- bzw. Elitenfernsehen.

  2. 100

    jo:

    Acid: Na, und welche Aufgaben hat diese Rundfunkkommission? Genau, du kannst es u.a. in der Wikipedia nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Rundfunkkommission_der_L%C3%A4nder. Um es abzukürzen, von inhaltlicher Kontrolle steht dort nichts.

    Und ja, der vor allem von Beck zu verantwortende Eingriff in die Gebührenautonomie war verfassungrechtlich durchaus bedenklich. Aber das ist so einiges in den letzten Monaten.

    Und was bitte hat der Altersdurchschnitt damit zu tun, wer angesprochen wird? Willst du nun ernsthaft behaupten, dass “Polylux” und “Verbotene Liebe” primär Rentner ansprechen? ,)

    Abgesehen davon, wusstest du, dass der durschnittliche Deutsche über 40 Jahre alt ist, bzw. 1/4 der Bevölkerung gar über 65 (http://de.wikipedia.org/wiki/Demografie_Deutschlands#Altersstruktur)?

    Und bitte, dass der Altersdurchschnitt bei den ÖRs höher ist, als beim privatrechtlichen Gaga-TV, bzw. Jugendliche und junge Erwachsene generell weniger fernsehen (können) als Rentner ist nun auch nicht weiter verwunderlich.

  3. 99

    jo:

    Johnny, so sehr ich die Argumentation begrüße, sie ist inhaltlich leider falsch.

    Bei der nun zu zahlenden Rundfunkgebühr für “neuartige Empfangsgeräte” geht es gerade nicht um die Finanzierung eines eigenständigen Onlineangebotes. Das ist erst bzw. wird erst der nächste Level, den man zur Zeit noch gar politisch zu argumentieren wagt (Und ja, ich halte ein solches Angebot für sinnvoll, wenn man über die grundsätzlichen Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (regulierender Gegenpol im Leitmedium der jeweiligen Zeit) nachdenkt. Und ja, die Praxis sieht leider oft anders aus.)

    Erstmal geht es nur darum, dass ganz klassischer Rundfunk zunehmend über IP-Netze verbreitet wird (Live-Streaming, Trippe-Play-Angebote). Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, sind nun auch “neuartige Empfangsferäte” gebührenpflichtig.

    Andi:

    Warum stellen die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender kein Premium-Angebot ins Netz, dass man nur mit einem bezahlten Passwort (wie sonst auch üblich) nutzen kann? Das Passwort könnten Sie jedem zahlenden Kunden bei der Anmeldung mitschicken.

    Weil das ganz elementar dem Sinn und Auftrag des dualen Fernsehsystems widersprechen würde. Es soll einen frei empfangbaren öffentlich-rechtlichen Gegenpol (ein Regulativ) zu den privatrechtlichen Angeboten geben. Und das ist tatsächlich gut so.

    denn ich habe keinen Fernseher für das Drecksfernsehen

    Gleichwohl profitierst du als Mitglied der Gesellschaft von seiner informationsvermittelnden und diskurfördernden Funktion.

    Warum muss ich eine Internet-Gebühr wg. 3-4 Webseiten bezahlen wenn ich mir eine Surfing-Website auf Hawaii ansehe?

    Das ist ein Fehler in Johnnys Argumentation, siehe oben. Zur Zeit würdest du nicht für Webseiten bezahlen, sondern für die Möglichkeit Rundfunk via IP zu empfangen.

    - Mit Verlaub, ich will weder Radio Fritz noch Kiss.FM sponsorn, da läuft auch nur Chart-Mist (bis auf wenige Ausnahmen). Das sollen die Eltern der pubertierenden Kinder bezahlen.

    Schau, in öffentlich-rechtlichen Vollprogrammen (Ja, der Auftrag geht weit über die als Eliten-TV missverstandenen Grundversorgung hinaus) gibt es für alle etwas. Etwas für die Rentner, etwas für pubertierende Kinder und auch etwas für den kulturell vom Privatfernsehen unterforderten Blogleser. Unzerhacktete Filme übrigens auch.

StudiVZ: Jetzt ist aber Freierabend

  1. 98

    jo:

    Henning: Sorry, aber ich finde Stalking nunmal “widerlich” und “ekelhaft”.

    Ebenso Versuche die Vorkommnisse anschließend mit sinnentstellenden Postings und “alles halb so wild”-Rhetorik zu relativieren. Du nicht?

  2. 97

    jo:

    Antonia: Du, wir können das abkürzen.

    Die reine Mitgliedschaft reicht dafür nicht aus weil er er damit genausogut einen Kontrollauftrag nachgehen hätte können oder halt durch die Präsenz ein Zeichen setzt.

    Hat aber nicht. Zur Erinnerung:

    Juli: Beschwerde und Wunsch Mitglied der Gruppe sein zu dürfen.

    August bis November: Weitere Belästigungen, Verstöße gegen Persönlichkeitsrechte, sexistische Kommentare, u.v.m.

    23./24. November: Nachdem die Geschichte in der Presse gelandet ist, hat sich die “Aufsichtsperson” klammheimlich abgemeldet.

    Kann man drehen, wie man will, bestenfalls hat der Mann seinen Job nicht gemacht. Evtl. hatte er daran aber auch gar kein Interesse.

    Henning: Ich habe Antonia nicht niedergemacht, sondern ihren - imo ekelhaften - Relativierungen und Verdrehungen ein paar Fakten entgegengesetzt.

    Ich bezweifle übrigens, dass man beim StudiVZ irgendetwas eingesehen hat. Ausser vielleicht, dass ein paar kritische Kommentare im Blog ohnehin untergehen und ihre Reichweite/Relevanz vernachlässigbar ist.
    Sollen sie halt schreiben, interessiert ja eh niemanden (Evtl. eine Fehleinschätzung).

    Es wird einfach stumpf freigeschaltet (Was man ja schon daran sieht, dass Kommentare mit expliziten Hinweisen zur Umgehung privater Einstellungen freigeschaltet wurden) oder auch nicht.

    Zensur an der Blogbar? Sehen wir doch bitte realitisch: Die Kommentare, die zur Zeit gelöscht werden, sind nur selten Diskussionsbeiträge, sondern Pöbeleien, Versuche die ekelhafte Situation schönzuquatschen, oder Fakten zu verdrehen. Getroffene Hunde, Trolle, evtl. auch Mitarbeiter bei der PR-Arbeit.

    Solche Leute würde ich in meinem Wohnzimmer auch nicht haben wollen.

  3. 96

    jo Anja:

    Gibt es irgendeinen Beweis das er nun mit dem Schwachmaten gemeinsame Sache gemacht hat? Gibt es nicht.

    Den gibt es durchaus, liebe “Antonia”. Der kritisierte Supporter und “Campus Captain” war noch bis vor kurzem Mitglied der Stalkergruppe, wie einer der Screenshots, die du so bemüht ausblendest, anschaulich zeigt.

    Und bei einer Millionen User wird es immer Leute geben die schneller einen Screenshot haben als StudiVZ reagieren kann.

    Die zitierte Beschwerde ist von Ende Juli, danach ging es munter weiter. “Miss August” beispielsweise hat das StudiVZ verlassen, weil sie keinen Nerv mehr auf die Belästigungen hatte, wie Anfang September in der Gruppe zu lesen war.

    Womit wir der Pressearbeit des StudiVZ wären, …

    “Auf jedem Uni-Campus ist es normal, dass sich Studentinnen über Studenten und Studenten über Studentinnen unterhalten. So auch bei StudivVZ.” Auf Initiative eines StudiVZ-Mitarbeiters sei die inhaltliche Ausrichtung der Gruppe geändert worden.

    … die den Vorfall gegenüber Heise Online nicht nur in ekelhafter Weise herunterspielt, sondern auch behauptet, dass es nach der Beschwerde (Wir erinnern uns: Ende Juli) zu einer inhaltlichen Neuausrichtung gekommen sei. Die Chuzpe muss man - angesichts der zum Teil nicht einmal eine Woche alten Screenshots - erstmal haben.

     

    Netter Versuch, “Antonia”. Leider zu durchsichtig. Versuchs’s mal hier: http://www.jobpilot.de/misc/adframe/jobpilot/7d6/2f/1787455.htm

    Wenn du deinen Eintrag oben ein bisschen straffst und neu gliederst, geht er durchaus als Referenz durch.

StudiVZ-Spendenaktion

  1. 95

    jo:

    avision: Tatsächlich kann man an Gmail ganz ähnliche Dinge kritisieren (mögliches Tracking von Communities und Themen in sozialen Netzen, etc. Hee, darauf basieren fast alle 2.0-Geschäftmodelle).

    Deine Relativierung macht die Fehler des StudiVZ (und vieler Nutzer, zugegeben) aber keinen Deut besser.

    Das StudiVZ entwickelt sich zur Zeit geradezu zu einem fast Musterbeispiel, was man als Unternehmer alles falsch machen kann, und was in diesem Bereich bereits grundsätzlich falsch läuft.

    Was viel wichtiger/interessanter ist: Ein Großteil aller deutschen Studenten ist mehr oder weniger direkt betroffen. Einen größeren Lerneffekt kann ich mir nicht vorstellen. Auch wenn einige ihre Naivität teuer bezahlen werden.

  2. 94

    jo:

    Technisch ist das Portal nix besonderes. Da sollten sich doch eine handvoll IT-Studenten finden die das ruckzuck nachbauen.

    Wohin sowas führt, sieht man eindrucksvoll am Beispiel StudiVZ.

  3. 93

    jo:

    Viktoria: Der WC-Clip wurde nicht über eine Toilettenwand gefilmt, sondern aus nächster Nähe unter penetranten Hinweisen auf den Akt des Filmen.

    (Letzteres hatte durchaus Fetischcharakter. Zum Thema gibt es auch einiges an wissenschaftlicher Literatur, z.B. Roger Odin zur Psychologie/Pathologie des Familienfilms und der von der Kamera in der Hand des Patriachen ausgehenden Gewalt/Dominanz inkl. immanentem Technikdeterminismus. Jaja, wieder das Nerdargument).

    Besonders geistesgegenwärtig/zurechnungsfähig schien mir das weibliche Objekt der Begierde freilich nicht zu wirken.

  4. 92

    jo:

    da werden ja nur blogger zitiert. das ist dann tatsächlich eine reine autistisch veranstaltung.

    Soso. Dass Richard Meusers beim StudiVZ-Pressekontakt Tilo Bonow ein Schuldeingeständnis erster Klasse abgeholt hat (zu dementieren gab’s offenbar nichts), passt jetzt nicht so recht, hmm?

    “Herrn Dariani tut es leid, dass einige seiner Handlungen missverstanden wurden. Es wird ihm nun bewusst, dass er durch das zunehmende öffentliche Interesse eine besondere Verantwortung trägt”, wurde auf Nachfrage von SPIEGEL ONLINE mitgeteilt.

  5. 91