Ausgerechnet: Krieg gegen den Iran im März?
Nein Eleven
-
03
differentnames:19.08.2006 um 00:48Vielleicht bringt die ETH Zürich ja ein wenig Ordnung in das Gewirr von Verschwörungstheorien/Offiziellen/Inoffiziellen Versionen. Da gab es nämlich anlässlich des 4. Jahrestages von 9/11 einen Vortrags-Abend samt Podiumsdiskussion.
Scheint ganz interessant gewesen zu sein. Seriöser als Internetfilme, dieser Blog-Eintrag oder Seiten wie werboom.de ist es jedenfalls.
Kurze Zusammenfassung nachzulesen hier: http://www.ethlife.ethz.ch/articles/tages/9.11.htmlGanz abgesehen davon, dass mir dieser missionarische Eifer mit dem beide Seiten ans Werk gehen, dazu die immer gleichen Argumente (auf immer aggressivere Art) wiederkäuen nach wie vor seltsam erscheint. Es will mir einfach nicht in den Kopf wie man sich so sehr verbeißen kann in etwas, das man ja doch nicht wird klar stellen können.
Let’s ask for peace in the Middle East
-
02
sfu:24.07.2006 um 20:27Da hast du Recht, Werner.
Aber das Bemerkenswerte an dieser Titelseite ist, finde ich, die Anschaulichkeit der Kräfteverhältnisse.
BBC 2.0
-
01
Steffi:04.05.2006 um 00:27aufstöberbar (super Wort, oder?)
Jah, super Wort. Werde es mir merken und demnächst/direkt/sehr bald im alltäglichen Sprachgebrauch anwenden.
;-)Gruß,
Steffi
04
Das Tragische wird ja sein, sollte der Iran angegriffen werden, dass man so der Zivilbevölkerung die Chancen nimmt sich mit der Zeit selber von den despotischen Mullahs zu befreien. Aber nur auf diese Art kann eine dauerhafte sich selbst tragende Demokratie entstehen.
Die iranische Jugend ist sehr kritisch und politisch interessiert, was sich z.B. in der umfassenden Blogszene niederschlägt: 2004 gab es bereits über 64.000 iranische Blogs - bei geschätzten 4 - 7 Mio Internetnutzern. Allgemeine Tendenz rasch steigend.
Nicht die Extremisten sind im Iran die Mehrheit, auch wenn das in den westlichen Medien häufig so dargestellt wird, nur leider sind die Extremisten in den Machtpositionen.
Erfahrungsgemäß trug die Theorie, dass sich Aufständische mit den Angreifern verbünden, nur selten. Häufig wird auch den Aufständischen klar, dass die Angreifer nicht ihnen zur Hilfe gekommen sind, sondern mit ganz eingenen Interessen. Deshalb gehe ich davon aus, dass sich ein Teil der kritischen Jugend aus Verzweiflung und Wut den Mullahs anschließt und der andere in hoffnungsloser Resignation erstarrt.
Was auch immer nach dem Krieg käme, die Möglichkeit, dass der Iran zu einer friedlichen eigenständigen Demokratie würde, wäre auf lange Jahre zunichte gemacht.
Und womöglich dann der Wunsch nach Rache vorhanden.
Wer sich abseits vom medialen Geplärre ein Bild vom “jungen” Iran machen will, dem empfehle ich die Doku Irans junge Wilde - zwischen Religion und Rebellion und das Buch Wir sind der Iran von Nasrin Alavi