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I live by the river!
24.07.08
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von | 2

 

Mal angenommen, man wäre Obamas Referent

  1. 12

    Dietrich:

    Das (38) war einerseits albern, andererseits aber auch ernst.
    Ernst sein kann übrigens auch jeder. Niveuavoll albern bzw. niveauvoll ernst sein kann hingegen nicht jeder. Ich würde mir von Barack Obama eigentlich gar keinen einzelnen markanten Satz wünschen, weil einzelne markante Sätze aus Politikermund in unserer unübersichtlichen Zeit immer irgendwie unfreiwillig komisch wirken. Wenn er eine Rede hinkriegt, die als Ganzes intelligent und unpathetisch und glaubwürdig rüberkommt, kann er meinetwegen gern eine zitierfähige Phrase hintendranhängen, irgendwas mit Wandel, weil Berlin ja so eine vielfach gewandelte Stadt ist, von der er sich gern Inspiration für einen Wandel in Amerika holen würde, oder so, Berlin - city of change, wat weeß denn icke.

    22.07.2008 um 21:17
  2. 11

    Dietrich:

    Juten Tach, ick find dit schon ürjnwie dufte, dit ick hier jenau vor der Siejessäule schteh, denn dit is ja quasi son identifikatorischet Symbol und nebenbei Namensjeber von der Schwulenpostille, wo der Chefredakteur ooch ma son früschen Wind inne Stadtvawaltung jebracht hat, und dit jehört ja wiedarum zu ner Minderheit, die ma sympathisch ist weil dit jibt da einje Jemeinsamkeiten, man läßtse nämlich sone halbwischtjen Repräsentations-Laber-Jobs machen wie Bürjameista vonna Schtadt die eh pleite is, aba die rischti fettn Sachen kannste vajessn, n offen schwuln Bundeskanzler könnta eusch dô ni im Ernst vorschtelln, wa? Ick übalasse euch ma selba die jedanklische Transferleistung, wat dit für meine Karrjere bedeutet, und sare jepflegtet Tschüssikowski, beim nächsten Mal wieda als Tourist, wa, hat ooch Vorteile.

    22.07.2008 um 19:17

Kunst

  1. 10

    Dietrich:

    Glücklich, wer es schafft, sich zu definieren, ohne sich zu vergleichen. Ist aber schwierig, weil der Mensch keine Insel ist. In der Kunst - um die geht es ja laut Titel - geht es nur, solange man der einzige Künstler auf Erden ist. Oder sich dafür hält.

    19.07.2008 um 16:57

Another Tibet

  1. 09

    Dietrich:

    Das klingt ja alles ganz überzeugend, aber die Schlacht ist leider schon so gut wie geschlagen, es gibt jetzt nämlich folgendes:

    “OLYMPIA-PROTEST-FLAGGE mit den olympischen Ringen als Handschellen ist ab sofort lieferbar. Sie ist keine Importware aus China. Sie wird in Deutschland im hochwertigen Siebdruck hergestellt. Die Fahne ist 60 x 90 cm gross, besitzt einen (z.B. für Besenstiele geeigneten) Hohlsaum und ist rundum doppelt genäht.” (http://www.olympia-protest.de/)

    Hochwertiger deutscher Siebdruck, rundum doppelt genähter Hohlsaum - wenn jetzt alle fleißig die Besenstiele schwenken, sehe ich keine großen Chancen mehr für den chinesischen Imperialismus. Da kann Slavoj Zizek sagen, was er will.

    15.05.2008 um 18:30

Yawn

  1. 08

    Dietrich:

    Früh aufstehen, lang wach bleiben, pennen bis mittags oder mit den Hühnern ins Bett, hab ich alles ausprobiert, kann man alles vergessen, man kommt zu nix, egal wie man es anstellt. Mein natürlicher Rhythmus sieht so aus, daß der Tag 26 Stunden hat. Da würde ich gerne nach leben, das wäre toll, aber die Deutschen sind zu hörig, um auf den Trichter zu kommen, daß es das einzig Wahre wäre, die Erdumdrehung ein bißchen abzubremsen.

    26.09.2007 um 00:04

Müssen Blogs authentisch sein?

  1. 07

    Dietrich:

    Ich empfinde 90% aller Blogs nicht als authentisch, sondern als autistisch.

    12.09.2007 um 00:48

Ich bin noch wach

  1. 06

    Dietrich:

    Schon, Twelve Monkeys, aber da ist Brad Pitt eine unerträgliche Nervensäge, dann doch lieber Brazil.

    31.08.2007 um 13:12
  2. 05

    Dietrich:

    …allerdings, und zwar einer, der irgendwie immer übersehen wird, aber genau das ist ja andererseits auch ganz schön: ein Kassiker, den man nicht in jedem Feuilleton nachgeworfen kriegt, sondern einer, den man sich selber sucht…

    31.08.2007 um 11:32
  3. 04

    Dietrich:

    Ja, das Buch mit der Welt ohne Menschen! Hab ich nicht gelesen, hab aber darüber gelesen. Das ist irgendwie eine unglaublich faszinierende Idee, das gab´s schon gelegentlich im Kino (”Quiet Earth”), und in der Literatur ist es fast schon so eine Art Subgenre, zum Beispiel “Leere Welt” von John Christopher, das hab ich mit der Taschenlampe unter der Bettdecke gelesen, während Malte den Falklandkrieg abgenickt hat, meine Eltern waren nämlich wertkonservativ, Tagesschau und Schluß.

    31.08.2007 um 11:15

Schwatzbock

  1. 03

    Dietrich:

    Also, daß irgendwann jeder Idiot sein eigenes Blog hat, damit müssen sich die altgedienten Blogpioniere wohl abfinden, das reicht noch nicht zur Verurteilung. Sogar meine Mutter schreibt jetzt eins, aber die ist auch beileibe nicht irgendein Idiot. Namensverdrehungen habe ich auch schon deutlich bessere gesehen als die da oben, aber Pflüger ist ja ausdrücklich bereit, Tiefschläge einzustecken, also ist das auch okay. Daß er überhaupt bloggt, zeigt an sich nur, daß er auf die Ratschläge seiner Pressetante hört, leider liest sich das, was er da schreibt, reichlich beknackt, aber alles andere wäre ja schon eher eine Nachricht wert gewesen. Ich habe mal versucht, per Kommentar zu randalieren, bin mir aber nicht sicher, ob Pflügers Pressetante es durchläßt.

    23.08.2007 um 15:58

Weggehen um anzukommen

  1. 02

    Dietrich:

    Dann ist es auch in Ordnung, daß die Woche ein Ende hat, denn nur wenn etwas endet, kann was anderes anfangen.

    22.08.2007 um 18:03

sprach nichts als: heilig heilig heilig

  1. 01

    Dietrich:

    Abseits aller Grundsatzdiskussionen über Religion und so sollte man mal kurz festhalten, daß das christliche Menschenbild einfach folgendes besagt: Wir alle sind von Geburt an sündig und der Hölle verfallen. Und zwar per sogenannter “Erbsünde”. Eva hat im Paradies gesündigt, wir haben die Sünde geerbt. Erlöst wurden wir erst dadurch, daß Jesus sich stellvertretend für uns geopfert hat. Aber eigentlich ist der Mensch seiner Natur nach nicht gut, sondern schlecht, kann sich allerdings für das Gute entscheiden, also Christ werden mit allem, was daraus so folgt.
    Das kann man so oder so sehen - mich stört daran das mythisch überhöhte Gerede von der Erbsünde, das der Kirche immer gelegen kam, um Schuldgefühle hervorzurufen und Angst einzujagen. Wenn man es weglassen würde, bliebe die banale Erkenntnis, daß der Mensch sowohl gut als auch schlecht ist, aber das ist dann halt nicht mehr das christliche Menschenbild.

    21.08.2007 um 22:42

21.08.2007 um 19:10

InlandPolitik

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