Syd Barret R.I.P.
Sprache klebt
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lm:17.06.2006 um 12:05In dem Zusammenhang möchte ich an Lester Bangs erinnern, der sicher nicht “politisch korrekt” im üblichen Sinne war und der sich wie wohl kaum ein anderer über das hypokritische Hippie-Geschwalle seiner Zeitgenossen echauffieren konnte. Punk/New Wave haben ja genau in diese Kerbe geschlagen. Aber irgendwann wurde es ihm einfach zuviel, als er merkte, daß der zitierende/instrumentelle Gebrauch rassistischer Ausdrücke sich in Intention und Wirkung nicht mehr sonderlich von der üblichen Verwendung dieser Ausdrücke unterschied. Da hat er die Geschichte auf den Punkt gebracht: “I put a dollop more pain in the world, and that was that.” (Bezogen auf einen eigenen Anti-PC-Stunt)
Ich denke, das macht den Kern der Angelegenheit aus. Der Sprachgebrauch verletzt, auch dann, wenn er “eigentlich nicht so gemeint” ist und darum sollte man aus schlichter Rücksichtnahme auch darauf verzichten, egal, welcher Mehrwert (punktgenau auf die Palme gebrachtes heuchlerisches Lehrpersonal z.B.) ansonsten dabei herausspränge. Das wäre ein Akt der Höflichkeit.
Nur interessant, daß ausgerechnet diejenigen, die neobürgerlich die Manieren hochhalten, sich die Kritik am “Gutmenschentum” derart zu eigen gemacht haben, daß sie auf jede Rücksichtnahme zu verzichten bereit sind.
(L.B.:The White Noise Supremacists. In: Psychotic Reactions and Carburetor Dung.1988)

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Iknowwheresydbarretlives.