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Spreeblick

I live by the river!
06.07.08
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von | 2

 

Die Wahnsinnigen leiten jetzt die Anstalt

  1. 14

    Helge:

    Moijn,

    DuRöhre meint: “This video has been removed due to terms of use violation.” Ups.

    20.02.2008 um 23:05

Wischen impossible

  1. 13

    Helge:

    Bekoch Sie. Gut bekochte Frauen (Salat nicht vergessen! Salat ist aus irgendeinem Grunde wichtig für die weibliche Ernährung!) verzeihen einem alles.

    04.02.2008 um 15:38

Airbus A380

  1. 12

    Helge:

    Der Pilot hat die Tür und zwei Sitze im Rücken - ganz schlechtes Feng Shui, ein Arbeitszimmer würde man jedenfalls nicht so einrichten. :-)

    29.01.2008 um 10:04

Die perfekte Kaffeemaschine?

  1. 11

    Helge:

    @#658906: Eigentlich ganz simpel, gibt es schon seit 150 Jahren - aber kompliziert zu erklären, weshalb ich das der Wikipedia überlasse:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kaffeemaschine#Vacuumbereiter

    Man sieht diese Dinger häufiger in 50er/60er-Jahre-Filmen aus Frankreich, nur das die da mit Spiritus beheizt werden - für 20K gibt es dann statt Spiritus ‘ne Halogenlampe als Heizung.

    Toll finde ich ja die Eineurofuffzig-Netzteil-Lüftergitter an dem Ding … ich bleibe bei der Mazeration, ganz ohne Maschine, die reine Lehre. :-)

    24.01.2008 um 16:29

Toni Mahoni 134: Tourdaten 2008

  1. 10

    Helge:

    @#650504: Genau. Und wenn Du schon in Hamburg bist, kannste auch gleich in Lübeck vorbeikommen.
    Apropos: Schon gemerkt, dass Toni jetzt tatsächlich keine Nichtselbstgedrehten mehr raucht, sondern welche aus der Packung? Reich jeworden oder wat?

    16.01.2008 um 18:02

Toni Mahoni 133: Danke!

  1. 09

    Helge:

    @Andreas (09)
    Das mit der ‘fetten Sau’ nehm’ ich persönlich. Ja, ich rauche nicht nur, ich bin auch noch ‘fett’ (und darüberhinaus den meisten anderen Genüssen des Lebens stark zugeneigt). Welch’ Menschenfreundlichkeit doch aus Deinen Worten spricht …

    @champ (10)
    Oh Mann. Warum sind eigentlich die meisten Nichtraucher solche verkniffenen Aushilfspädagogen?

    Da frage ich mich denn doch, wann für unsereins wieder Erziehungs- (oder andere) Lager eingerichtet werden.
    Andreas 09 hat schon recht: Es gibt kein Passivverfetten. Passivverblöden halte ich dagegen nicht für gänzlich ausgeschlossen. Ich geh’ jetzt was essen, ehe ich mir die Nächste anstecke.

    11.01.2008 um 11:58
  2. 08

    Helge:

    Ach Toni! Wir machen das einfach so, wie alle anderen auch: Schön zuhause sitzen mit Fluppe und allem, und die Kneipe den hysterischen Körnerfressern überlassen. In der Kneipe darfste eh bald nur noch Dein Low-Fat-Müsli löffeln, Musike ist dann auch zu laut, und zu lesen hängt da neben der AOK-Werbung nur noch eine vergilbte Ausgabe des Greenpeace-Magazins und natürlich ein paar Infoheftchen der Rentenversicherer.
    Papa Staat wird’s uns schon zeigen, wie weit die Freiheit des Einzelnen noch geht - Hauptsache, jeder ist mit seiner frisch suggerierten Panik über die potentiell lebensbedrohenden Nachteile irgendeines leiblich-hedonistisch Genusses so beschäftigt, dass er sich keine Gedanken mehr darüber macht, wie sehr er an anderen Fronten gerade verarscht & ausgenommen wird. Mal sehen, was die nächste Blendgranate sein wird: Fett ist schon kein schlechter Kandidat, vielleicht ist es aber auch zu feuchte Aussprache (Infektionsgefahr! Reden an öffentlichen Orten wird verboten!), oder Sex ohne Fertilisationsabsicht (Verbot der absichtsvollen Nichterzeugung zukünftiger Rentenzahler). Und während die dann nun endlich zu ihrer blinden Eintagsfliegenmacht gekommenen Nichtraucher, Schweiger & Zeuger wonnevoll auf ihr frisches Sündenböcklein eindreschen und die Öffentlichkeit mit ihren Lamentierereien überschwemmen, lässt sich prima noch die ein oder andere Überwachungsbestimmung oder Steuerverschärfung ins Gesetz schmuggeln.
    Ich begrüße den Eintritt in das Zeitalter des Neopuritanismus jedenfalls erstmal mit einer schönen, frischen Zigarette - zuhause, wo ich vor dem Geschrei dieser lustlosen Gesundheitsdackel noch sicher bin.

    11.01.2008 um 10:02

Das Kreuz mit Mohammed

  1. 07

    Helge:

    Schlag mal im Lexikon unter “Erkenntnistheorie” nach, vielleicht kommst Du dann auf die dritte Möglichkeit ;->

    Herrjeh, ich bin es einfach nicht gewohnt, überall diese sog. “Ironietags” zu setzen - ich dachte, die süffisante Anmerkung in Klammern würde reichen. Na ja.

    Außerdem: Du wirst doch nicht wirklich wollen, dass dieser ellenlange OT-Kommentarbaum noch durch eine Strukturalismusdebatte erweitert wird (denn da würden wir landen, wenn wir mit der klassischen Erkenntnistheorie durch sind, wetten)? ;-)

    Darum ging’s ja auch gar nicht. Ich glaube, ich habe hier jetzt genug von meiner Meinung kundgetan, gegen den Vorwurf der Rechthaberei könnte ich mich legitimerweise jetzt schon schlecht genug wehren, alas! :-)

    07.09.2007 um 12:13
  2. 06

    Helge:

    @fpk (81):

    Na gut. Also noch ein Kommentar. :-)

    Ich hab nirgends jeden Religiösen totalitär genannt. Ich hab gesagt, jede Religion habe totalitäres Potenzial.

    Ja, stimmt. Nenn’ mir irgendeine weltanschaulich motivierte Gruppe, auf die das nicht auch zutrifft (Politik, Ideologie, Ökonomie, Gelbe-Gummibärchen-Esser).

    Kommunismus und ist für mich ne sekuläre Religion, Faschismus hat auch was davon. Man schau sich nur mal den Personenkult an. Wenn das nichts religiöses ist.

    Ja, stimmt. Und in der Demokratie ist so etwas wie Personenkult (wenngleich in milderer Form, ja) etwas vollkommen Normales. Warst Du jemals auf dem Parteitag einer beliebigen Partei?

    Religionen haben totalitäres Potenzial, weil sie für sich in Anspruch nehmen die einzige Wahrheit zu besitzen, die nicht angezweifelt werden darf und auch nicht angezweifelt werden kann, ist ja Glaube und nicht Wissen.

    Unter der Voraussetzung, dass Wahrheit eine objektive Entität ist, kann sie nicht Gegenstand des Glaubens sein, denn dann gäbe es für die Wahrheit einen empirischen Beweis. Ist Wahrheit dagegen subjektiv, kann eine objektive Wissenschaft niemals die Wahrheit finden und beweisen. Sackgasse. (OK, das ist schon hart an der Grenze zur Sophisterei.)

    Sie teilen die Welt klar in Gläubige und Nichtgläubige und diese Zweiteilung gekoppelt mit dem Patent auf die Wahrheit kann böse ausgehen. Das ist das Potenzial von dem ich rede. Daher wachsam bleiben.

    Ja natürlich kann das böse ausgehen. Trifft natürlich auf die von Dir genannten Kommunisten und Nazis ebenso zu. Auf jede Partei in jedem politischen System übrigens auch. Jemand, der hierzulande des Glaubens ist, die Demokratie sei von Übel und ein politisches System, welches man zum Wohle der Menschheit unbedingt abschaffen müsse, kann noch so viele objektive und empirische Beweise für seine Meinung vorbringen - sobald er aktiv wird, um seine Theorie in die Praxis umzusetzen, wird man ihn verhaften und ganz tief unten im Keller einsperren. Zum Nutzen der Allgemeinheit ist das wohl auch richtig so. Andererseits haben die (demokratischen) Grundgesetzgeber z.B. dieses Staates die Religionsfreiheit im GG mit sehr eindeutigen Formulierungen festgenagelt, weil auf der Grundlage historischer Erfahrungen abzusehen war, dass gerade Religionen eher zum Opfer totalitärer Unterdrückung werden als zu ihrem Ausgangspunkt. In den meisten Religionen sieht man den Nicht- oder “Falsch”-Gläubigen als ein Objekt des Bedauerns an und nicht als einen Feind, den man unbedingt einsperren oder vernichten müsste (BTW: sogar im Islam ist das so, jedenfalls solange die Nichtgläubigen nicht aktiv gegen die Gläubigen vorgehen, mit anderen Worten: Solange man sich gegenseitig in Ruhe lässt).

    Und es sind eben nicht immer nur kleine Splittergruppen, die die Religion “missbrauchen”. Religiöse Kriege wie der dreißigjährige wurden nicht von Splittergruppen geführt, die Kreuzzüge aucch nicht.

    Wie nilz bereits sagte: Du musst zwischen historischen und aktuellen Geschehnissen trennen. Die anthropologischen, gesellschaftlichen, religiösen und politischen Voraussetzungen für den Dreißigjährigen Krieg und erst recht für die Kreuzzüge waren vollkommen andere als diejenigen für den modernen Dschihad. Einen guten Einstieg in historisch differenziertes Denken bietet z.B. die “Historische Anthropologie”. Die genannte Literatur, besonders von Tanner und Wulf, bieten die Möglichkeit für einen schmerzfreien Einstieg in die Thematik.

    Und die Taliban sind auch keine Splittergruppe.

    Wenn die Jungs keine Splittergruppe sind, weiß ich auch nicht weiter.

    Zu den Kreationisten:
    Ich werd hellhörig wenn hessiche Ministerinnen laut über die Schöpfungslehre als Teil des Biounterrichts nachdenken. Das ist kein Spass mehr, und sowas find ich nicht lustig.

    Wieso nicht? Ich habe im Biounterricht auch was über nationalsozialistische Rassenlehre und Phrenologie gelernt, ohne dass dadurch an irgendeinem Punkt die wissenschaftlich belegbaren Fakten in Zweifel gezogen worden wären. Wenn biblische Schöpfungslehre als Vorläufer der Erkenntnisse objektiver Wissenschaftlichkeit gelehrt würde, wäre das sogar sehr wünschenswert - dann würden den Schülern handfeste Argumente gegen die kreationistische Schwurbelei christlicher Fundamentalisten an die Hand gegeben. Im Gegenteil: Ich fände es viel schlimmer, wenn die christliche Schöpfungslehre (von mir aus auch die jüdische, islamische, hinduistische … such’ Dir was aus; in diesem Kulturkreis dürfte allerdings die christliche Schöpfungslehre von größerem Interesse sein) nicht im Schulunterricht reflektiert würde, weil sie damit als “verbotene Frucht” für fundamentalismusanfällige Individuen erst recht interessant wird. In so einem Sinne habe ich Karin Wolff auch verstanden: http://de.wikipedia.org/wiki/Karin_Wolff#Kirchliches_Engagement_und_Kritik - dass da gleich wieder ein Geschrei drum gemacht wird, als wolle die Wolff den Biologieunterricht durch Kreationismus ersetzen, spricht Bände. Und selbst wenn Wolff solcherlei Absichten gehegt hätte, sind sie spätestens nach dem kollektiven Aufschrei der Religionskritiker vom Tisch.

    Wohlverstanden: Ich habe nichts gegen nüchtern vorgetragene Religionskritik, ich halte sie sogar für notwendig. Ich habe allerdings etwas gegen pauschale Vorverurteilungen und umfassendes Religionsbashing (”dämlich” und “lächerlich”), und ich habe ganz bestimmt etwas gegen Weltanschauungen und politische Meinungen, die sich nur aus einem diffusen Bauchgefühl und unbestimmbaren Abneigungen gegen bestimmte gesellschaftliche Gruppen heraus entwickeln.

    07.09.2007 um 11:47
  3. 05

    Helge:

    @fpk(64): Um tolerant sein zu können, musst Du den Gegenstand, an dem Du Deine Toleranz beweisen willst, auf keinen Fall pauschal gut heißen, nö. Aber die Meinung Deines Gegenübers zu akzeptieren, auch wenn Du vollkommen anderer Ansicht bist, ist unabdingbar. Wenn Du dann noch Dein Verhalten insofern feinjustierst, dass Du die Meinung oder den Glauben des Tolerierten nicht komplett und oberflächlich als “dämlich” abtust oder als “lächerlich” desavouierst, könnte man sogar zu beiderseitigem Gewinn ins Gespräch kommen oder sich auch einfach in Ruhe lassen - auf diese Art und Weise wären die meisten (Religions-)Kriege verhinderbar.
    Ja, auch der Buddhismus kennt radikale Splittergruppen. Es gibt Religionsfanatiker, Kapitalismusfanatiker, Kommunismusfanatiker, die radikale Befreiungsfront gelber Gummibärchen - Fanatismus, Radikalität und Totalitarismus sind doch keine implizite Eigenschaft von Religiosität! Warum, um alles in der Welt, soll ausgerechnet jede Religion totalitäres Potential in sich tragen müssen? Wie kommst Du auf sowas? Diese Haltung ist ein Musterbeispiel von Intoleranz und totalitärem Denken, die in gerader Linie zu Kreuzzugsdenken führt.
    Vielleicht ist es in diesem Zusammenhang von Nutzen, historisches Geschehen und Argumentation zu aktuellen Problematiken zu trennen. Die Inquisition (Du meinst vermutlich die spanische Inquisition, die mit den Autodafés und den Folterkellern) ist ein geschichtliches Ereignis innerhalb des Christentums. Dumme Sache, aber lange vorbei. Wenn Du den Christen diese Inquisition als Beweis für Ihre vorgeblich totalitäre Grundhaltung servieren willst, müsstest Du ja auch die Einwohner Roms als fanatische Kriegstreiber mit Deiner Abneigung verfolgen, weil im Römischen Reich die Idee des bellum iustum zur Grundlage der Welteroberung wurde. Na, von uns Deutschen mal ganz zu schweigen.
    Wenn Du allerdings was dagegen hast, dass im 21. Jahrhundert der bellum iustum in Gestalt des Dschihad fröhliche Urständ feiert und ein religiöser Text wie der Koran mit so erfrischen toleranten Suren wie 2,191 oder 2,216 als Grundlage ganzer Staatsgebilde wie dem Iran dient - d’accord. Die Verletzung religiöser Gebote des eigenen Glaubens zum Anlass zu nehmen, den Verletzer ausradieren zu wollen, ist allerdings nicht nett. Um jetzt nicht als Islambasher dazustehen: Wenn der Papst die Benutzung von Kondomen verbietet und damit massenhaft Kinder dazu verurteilt, an AIDS zu verrecken oder zu verhungern, kann und sollte man mit gutem Grund (auch aus christlich-religiöser Sicht, sogar als Katholik) einiges dagegen haben. Warum deswegen pauschal jeder Buddhist, Moslem, Christ oder was weiß ich für totalitär, dämlich, lächerlich und politisch gefährlich zu brandmarken ist, geht mir nicht ein. Ich finde im übrigen auch die amerikanischen Kreationisten eher komisch als gefährlich: Die glauben eben, dass die Flintstones als Doku ausgestrahlt wurden. Na und?
    Lassen wir das. Wir drehen uns im Kreise. Ich träume von einer Welt, in der jeder glauben darf, was er möchte, ohne sofort eine Meute von Wadenbeißern und Spottdrosseln hinter sich herhetzen zu sehen.

    06.09.2007 um 16:47
  4. 04

    Helge:

    @fpk,50:

    Es geht darum, dass Religion sich absolut setzten. Und wenn das aus dem Privaten raus geht, ins Politische, dann wirds gefährlich. Siehe Islamischer Terror, oder Kreationisten in den USA.

    Das kommt auf die Religion an. Der Islam hat mit der Schari’a ein Gesetzeswerk, welches sich direkt aus dem Koran ableitet; das Christentum kennt eine deutliche Trennlinie zwischen Religion und Staat/Gesellschaft; der Buddhismus kann locker neben anderen Religionen und beliebigen Gesellschaftsformen bestehen, ohne sich gekränkt zu fühlen. Wenn man davon ausgeht, dass historisch gesehen die meisten gesellschaftlichen und politischen Ordnungen auf der Basis einer bestimmten, lokal vorherrschenden Religion entstanden sind und das Erbe dieser Religion lustig weiter mit sich herumtragen, sind Staat/Politik bis heute nicht eindeutig von Religion zu trennen. Radikale Versuche in dieser Richtung (Nationalsozialismus, Stalinismus, Rote Khmer etc.) endeten meist nicht sehr erfreulich. So blindlings auf “Religion” an sich herumzuhacken, bringt also nichts - wenn aus bestimmten religiösen Orientierungen heraus radikale Splittergruppen entstehen, die die Welt mit allen Mitteln zu ihrer Sache bekehren wollen, ist das eine andere Sache. Mit Religion an sich hat so eine Haltung aber auch nichts zu tun - viele Ideologien benehmen sich da auch nicht anders. Von geradezu missionarisch motivierten Radikalatheisten mal ganz zu schweigen.

    Und dann fahr ich auch gern mal größere Geschütze auf.

    Du bist Dir im klaren darüber, dass besonders große Kaliber auch die heftigsten Rohrkrepierer verursachen?

    Toleranz kommt von tolerieren, nicht von akzeptieren oder gut Heißen.

    So gesehen ist Toleranz die arroganteste Form der Besserwisserei, den wer sich tolerant zeigt, ohne den zu tolerierenden Gegenstand zu akzeptieren, wähnt sich gefährlicherweise im Besitz einer absoluten Wahrheit.

    Und wie kann man den Glauben an die unbefelckte Empfängnis, dass die Sonne um die Erde kreist, die Erde nur 6000 Jahre alt, alles was in der Bibel steht wörtlich zu nehmen ist, oder etwa, dass der Pabst unfehlbar ist, anders bezeichnen, als dämlich?

    Ach komm, das ist Geschrei. Die unbefleckte Empfängnis ist genauso wie die Transsubstantiation mythisch und tatsächlich ein Gegenstand des Glaubens, nicht der Ratio. Das sind exzeptionelle Ausnahmen von ansonsten in den meisten Religionen akzeptierten naturwissenschaftlichen Regeln, die zudem noch niemanden umgebracht haben. Das geozentrische Weltbild ist bereits 1757 erledigt worden, inoffiziell sogar ein paar Jahrhunderte früher. Das die Erde 6000 Jahre alt sei, ist mir neu; die wörtliche Auslegung der Bibel verlangen noch nicht einmal Hardcorekatholiken, und in Sachen Unfehlbarkeit des Papstes hat GIZA in (52) vollkommen recht. Übrigens ist diese Unfehlbarkeit keine so schlechte Sache: Im Gegensatz z.B. zum Islam kennt die (katholische) Christenheit mit dem Papst einen autoritativen Vertreter des obersten Bosses dieser Religion, der per Ukas für die Gesamtmasse der Gläubigen Streit- und Auslegungsfragen klären kann, so dass nicht irgendwelche Privatschismatiker wegen jeder Auslegungsfrage ihrer heiligen Schrift einen heiligen Krieg anfangen zu meinen müssen. Ich akzeptiere Deine radikalatheistische Haltung, sehe aber nicht ein, dass Du jeden Gläubigen a priori als “dämlich” stigmatisierst. Das ist extrem intolerant, destruktiv und gefährlich, was Du da treibst.

    06.09.2007 um 14:26
  5. 03

    Helge:

    @45,46: Aber nein! :p

    06.09.2007 um 11:48
  6. 02

    Helge:

    @24: Haaallo, endlich mal wieder ein richtiger Christenbasher! Kaum, dass sich mal einer zu seiner Religiosität bekennt, verfallen manche Leute in eine heillose (schönes Wort in diesem Kontext) Hysterie.
    Was Sklaverei mit Christentum zu tun hat, verstehe ich nicht, das dürfte eher ein geschichtliches Phänomen sein.
    Den Einwurf mit den gesteinigten Ehebrechern finde ich amüsant: Ein Christ steinigt Ehebrecher eben - *nicht*. Er missbilligt Ehebrecherei vielleicht, regt sich unter Umständen darüber auf, aber er wirft keine Steine. Stimmt, das ist ein eminent christliches Verhalten.
    Komplexer ist die Sache mit der Bibel: Ein durch sinnenverknotende Exegese dieses verworrenen Textes gestählter Christ wirft sein Hirn an und denkt nach. Er relativiert, zieht seine Schlüsse, nimmt vielleicht sogar die Hilfe von Fachleuten auf diesem Gebiet in Anspruch (sowas findet man - tatsächlich - in kirchlichen Kreisen) und entwickelt aus diesem zähen Herumgekaue seinen Glauben. Manchchmal verliert er ihn auch - jeder Christ hat per definitionem die volle Freiheit, sich für oder gegen den Glauben zu entscheiden. Im Kern des christlichen Glaubens steht die Willensfreiheit, nicht die stumpfe Befolgung vorgedruckter Regeln. Einfach ist das nicht, denn unter diesen Voraussetzungen gehört der Zweifel zum Glauben immer dazu (spätestens beim Nachdenken über die Theodizee wird’s kompliziert). Ethik ist in diesem Prozess ein Ergebnis, nicht ein Ausgangspunkt, und was man für “ethisch richtig” hält, muss man selbst herausfinden. Und an genau diesem Punkt kommt der Unterschied zwischen positivistischen “Kriterien” und Glauben ins Spiel. Von der Grundveranlagung der meisten Menschen her spräche wohl nicht viel dagegen: Gehet los und killt einander. Warum auch nicht, scheint ja seit Anbeginn der Menschheit ganz gut zu funktionieren. Die etwas Clevereren würden dann bald merken, dass es sich deutlich bequemer lebt, wenn man hin und wieder auch mal jemanden leben lässt (und selbst auch mal am Leben bleibt) - außer den offensichtlichen Vorteilen (?) einer verlängerten und stressfreieren Existenz spricht aber eigentlich nicht viel dafür, es hin und wieder doch mal mit einem kleinen Mord zu versuchen (dann sind wir bei Camus und Konsorten). Ein Christ sieht sich aber als Teil eines Plans, in dem er zwar ohne weiteres morden könnte, aber nur unter der Voraussetzung, den Plan zu zerstören und damit sich selbst. Da ich, was die menschlichen Verhaltensweisen betrifft, durch und durch Pessimist und echter Misanthrop bin: Es geht nicht darum, ohne den Glauben an Gott (na, den auch, aber eigentlich: Die Schöpfung) losziehen zu müssen, um Menschen zu töten, sondern darum, durch den Glauben an so etwas wie “Schöpfung” endlich mal damit aufzuhören. Flynn, ich entnehme dem wütenden Ton deines Kommentars, dass Du eigentlich auch nicht weißt, wieso Christen Dich so aufregen. Vielleicht konnte ich ja helfen.

    06.09.2007 um 01:24

Sigur Rós - Heima

  1. 01

    Helge:

    Moijn!

    Und warum produzieren die das Video erst in 1248×702 und skalieren es dann auf Ihrer Webseite auf Postkartenformat herunter? Wer die volle Dosis (und seinem Rechner beim Schwitzen zusehen) will, hier der Direkt-Link:

    http://www.heimafilm.com/heima_trailer_files/Heima_trailer.mov

    Grüße aus SH (Ex-Beute-Berliner, liest immer noch Spreeblick)

    24.08.2007 um 13:28

24.08.2007 um 11:30

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