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14.10.08
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von | 2

 

Gibt es eine Zukunft für Foren und Weblog-Kommentare?

  1. 11

    andre:

    Alter Schwede … spätestens jetzt würde ich ne Gesichtskontrolle einbauen, wenn das mein Klo wär.

    24.04.2006 um 14:11
  2. 10

    andre:

    Muß ein Kneipenbesitzer eigentlich auch alle 15 Minuten seine Klowände kontrollieren und dort für Ordnung sorgen - frage ich mich gerade so?

    Anonymität ist ein Recht das gewährt wird von einem Gastgeber. Es dient in der Regeln dem Schutz des Eingeladenen … ganz grob ohne Jurastudium im Hintergrund. Im Web ermöglicht man Anonymität, um zu gewissen Themen Meinungen zu erhalten und auch die Hemmschwelle zu senken, die eine aufwendige Registrierung immer noch bedeutet.

    Dreht der Gast aber diese Option um, und nutzt diese dazu den Gastgeber zu diffamieren oder gegen geltende Gesetze etc. zu verstoßen, hat der Gastgeber das Recht und -in meinen Augen die Pflicht- das Recht der Anonymität aufzuheben.

    Der Toilettenbetreiber wird auch einmal im Monat die Hakenkreuze von der Wand kratzen lassen, um die Irritationen bei seinen Gästen zu minimieren.

    24.04.2006 um 12:46

Podcast vom 13.4.2006

  1. 09

    andre:

    Recht er hat. Auch wenn Parteien heute noch nicht alle einen Blog haben und alles versuchen basisdemokratisch klein zu hacken, halte ich die Mitgliedschaft für die einzige in einer Demokratie relevante Form der Volkvertretung. Wer seinen Arsch nicht hochkriegt bliebt halt zu Hause und schimpft und diskutiert in den eigenen vier Wänden oder aber im Blog. Er wird dabei aber nicht das wahre Leben erreichen und nicht die Sichtweisen der anderen Menschen kennenlernen, die in seiner Nachbarschaft und Straße wohnen. Im Netz findet man nicht die rüstige 67 jährige Renterin, die 2 Straßen weiter wohnt und die ganz andere Probleme hat mit dem Leben hier im Staddteil. Auf einer Parteiversammlung sitzt Sie Dir evtl. gegenüber und erweitert Deinen Horizont in einer leidenschaftlichen Diskussion - solange Du es zuläßt.

    gruss as

    14.04.2006 um 09:56
  2. 08

    andre:

    Nachtrag: die Partei wäre aber ingesamt schon grün, linskdrehend … oder?

    13.04.2006 um 15:31
  3. 07

    andre:

    Partei gründen ? Ich bin dabei :-)

    BLOGPARTEI

    Ich würde dann aber am mittleren rechten Innenflügel spielen :-)

    gruss as
    PS: WEB 2.0 war gestern!

    13.04.2006 um 15:29

Du Opfer!

  1. 06

    andre:

    1000 Sachen, das stimmt. Man muß im Kleinen anfangen und was ändern, denn im Großen (Politik) scheint Ratlosigkeit zu herrschen. Der reale Weg für jegliche Veränderung in einer Demokratie ist aber definiert: melde eine Demo an, Du hast das Recht darauf, finde andere und mobilisiere sie, gründe eine Partei, piesacke die Großen solange bis Du mitregieren darfst, dann setze um wofür Du aufgebrochen bist und schau zu, wie Du die Sachen über die Runden kriegst. Das ist für mich der realen Weg in diesem Land. (s. Die Grünen)
    Demokratie wird von vielen als langsam empfunden, aber diese Langsamkeit resultiert aus der Vielzahl von Meinungen und Problemen in einem Land und ist im Prinzip des demokratischen Systems verankert.

    07.04.2006 um 09:29
  2. 05

    andre:

    Johnny, das hier ist ein Bohrkern durch Deutschland. Du bist der Hausherr, es ist Dein gutes Recht die Bühne hier dicht zu machen - aber vergiss nicht, daß hier ist eine Realität fernab der üblichen medial versauten Informationskanäle. Was ich hier heute gelesen und selbst geschrieben habe, macht mich sehr nachdenklich und zeigt mir, wie wichtig die gesellschaftliche Diskussion in diesen Zeiten ist. Das man dabei anderen Ideologien begegnet ist unvermeidbar… und wertvoll. Gute Nacht Euch allen.

    06.04.2006 um 22:35
  3. 04

    andre:

    @ MATT: by the way - das war sehr gutes Deutsch, mein Freund. Schulsystemen sind sicher nicht verantwortlich für das Gewaltproblem, aber Schulen sind der Ort und Schlüssel zum Lösen dieser Probleme, wenn der Rest der Gesellschaft dazu nicht in der Lage ist, bzw. nie dafür vorgesehen war. Die Schule ist seit Urzeiten Wiege der Gesellschaft und Ausgangspunkt für unser aller gesellschaftliches Leben. Die Schule besuchen wir zu einem Zeitpunkt, an dem sich unser Leben noch formt und wir selbst die Chance haben es zu formen. THEORIE.

    Ich komme aus einer Arbeiterfamilie und meine Eltern mussten damals, ein Jahr vor Einführung der Orientierungsstufe erfahren, daß Ihnen klipp und klar empfohlen wurde, mich nicht auf ein Gymnasium zu schicken. Trotz sehr guter schulischer Leistungen und auch anders lautender Empfehlungen. Doch schon damals ging es scheinbar um Politik. Schon damals wurde auf Zahlen und Statistiken geschaut. Was wird gebraucht in 10 Jahren? Ärzte Ingenieure, oder Handwerker und Metzger … Wer eignet sich besser für den Weg ins Medizinstudium - der Arztsohn oder der Tischlersohn? Irgendwo, irgendwie wird über so etwas verhandelt. Aber nicht von den Intellektuellen, nicht von den Dichtern und Denker, die für die Freiheit der Bildung und Lehre ihr Schwert erheben. Nein, hier sitzen Zahlenmenschen, hier sitzen Excelritter. Hier wird gerechnet und verrechnet - hier wird hochgerechnet und geplant. Hier wird Gesellschaft geformt und geregelt denn Schulen sind Ventile, die den Nachschub für Steuerzahlungen, intellektuelles Potential und Produktivität eines Landes justieren. Man kann hier nachbessern, wie man bei der Rechtschreibreform sieht, Noten sind vielleicht so etwas wie Feinjustierung, Sitzenbelieben so was wie Abmahnungen in der Berufswelt, kleine Puffs und Knuffs das mobbing… Doch was angesichts des Leistungsdrucks an sich schon gruselig klingt ist dann eben doppelt gruselig hört man von den aktuellen Zuständen hier und da an deutschen Brennpunktschulen. Hausaufgaben zu machen oder sich auf dem Heimweg seines Lebens fürchten - so was kannte ich früher nicht!

    Und zurück zu meiner Geschichte: ich ging aufs Gymnasium - auch eines der von Ärzten und Anwaltskindern bevorzugten und hatte meinen Kampf mit Latein, Physik und Mathe… aber ich kam durch ohne mich einmal mit einem Messer bedroht zu sehen. Der um Haaresbreite entgangenen Realschule begegnete ich jeden nachmittag beim Fussballspiel. Hier waren die harten Kerle, hier waren die blauen Flecken, hier wurde geruppt und gefoult, wo ich die tänzerische Eleganz suchte und der harten Körperlichkeit nichts zu entgegen wußte. Damals glücklicher Weise nur auf dem Fußballplatz, doch allzu spürbar war der Frust, spürbar war der Druck derjenigen, die in die “a n d e r e M ü h l e” geraten waren und dort auf “andere Dinge” vorbereitet wurden.
    Wenn ich mir nun vorstelle, daß sich an diesen Orten und zu diesen Zeiten meine Kinder in ihrer schulischen Zukunft noch auf Schusswaffen, Messer, Kickboxing etc. einstellen müssen, fällt mir echt nichts dazu ein? Soll ich mitgehen jeden Tag? Soll ich selbst aufrüsten? Kinderkarate ab 3… Soll man rechts wählen? Soll man links wählen? Oder ist das alles normal und die Zukunft?
    Ist die Schule die Vorbereitung auf das Leben danach? Der Übergabeort, an dem ich meine Kinder der Gesellschaft anvertraue und darauf vertrauen muss, dass sie alleine durch kommen? So hatte ich es eigentlich bis jetzt verstanden … aber ohne schusssichere Weste und Schutzgeld oder was auch immer da noch für Meldungen warten.

    06.04.2006 um 21:13
  4. 03

    andre:

    wuhhahahha… ich bin raus. Einmal falsch abgebogen wie es scheint. Ihr seid schon ganz woanders.

    Nur zu dem googlemail-Punkt: solche Firmen kenne ich. Das ist Candy für den Ellenbogen und führt zu fiesen Hickhack unter den Kollegen. Aus betriebswirtschaftlicher Unternehmersicht ein billiges Instrument Potentiale anzuzapfen, Angestellte zu korrumpieren und oftmals ein guter Weg um die Wahl eines Betriebsrates zu verhindern. “Ihr dürft mitgestalten, ihr habt Freiheiten … macht was draus!” Eine Lüge, wie ich nach 10 Jahren in der NEW ECONOMY berichten kann.

    06.04.2006 um 18:09
  5. 02

    andre:

    Das ist hier leider alles zu breit gefächert, um richtig zu antworten oder zu diskutieren. Ich als junger Vater ( Jhrg.69) mache öfters so was wie eine kleine Diskussionsrunde mit mir und meinem Weib. Ich versuche mich an die Werte zu erinnern, die mir von meinen Eltern und meiner Schulausbildung vermittelt wurden und überprüfe ob diese noch zeitgemäss und anwendbar erscheinen. Ganz banale Fragen helfen mir da, um mein Wertegebilde für mich selbst zu erschliessen, da sich selten die Gelegenheit bietet, darüber in unserer medialisierten Öffentlichkeit ernsthaft und profund zu diskutieren. Ein paar Beispiele?
    …
    Wie stehe ich zur Legalisierung von Haschisch?
    Darf man mit vollem Mund sprechen?
    Steht man für ältere Leute im Bus auf?
    Bin ich für den Auslanfseinsatz der Bundeswehr?
    Sollte mein Sohn in die und die Schule gehen …
    …

    Ganz banale Sachen, aber auch schwere, stundenlang zu diskutierende. Was das soll, was hilft das? Keine Ahnung, was man daraus machen soll? Ich schon - ich finde für mich selbst dann wieder auf den Boden der Tatsachen. Ich werde dann durch die oftmals schwierige Auseinandersetzung mit verschiedensten Themen wieder meiner selbst gewahr. So was nennt man Positionsbestimmung.

    Die Fragen sind genau so wichtig wie die Antworten. Hat man von beiden wenige sollte man sich orientieren. Hat man nichts zum Orientieren, wird man vielleicht wütend oder stumm. Kann man sich nicht mehr orientieren, ist alles zu spät. So erlebe ich Deutschland seit ein paar Jahren.

    gruss as

    06.04.2006 um 15:47
  6. 01

    andre:

    Ich möchte in einem Land leben, wo jeder der gewalttätig ist, auch sofort bemerkt, daß dies nicht rechtens ist. Wenn hierfür mehr staatliche Präsenz vonnöten ist, bin ich damit einverstanden und werde nicht “Polizeistaat” rufen, wenn vor der Schule mal ein Streifenwagen parkt. Wenn Kinder und Jugendliche in ihrem Elternhaus nicht mehr die Werte vermittelt bekommen, die unsere Gesellschaft hier ausgeformt und definiert haben, dann bin ich dafür, daß sie das in geeigneter Form in der Schule vermittelt bekommen. Wenn jemand nicht akzeptiert, daß Anteilnahme an den gesellschaftlichen Leben hier in Deutschland etwas mit dem Erlernen der Sprache zu tun hat - bringe ich dafür mittlerweile kein Verständnis mehr auf. Länder und Staaten sind Gebilde, die über Jahrhunderte gewachsen sind. Religion, Sprache, auch geologische Faktoren haben diese Gebilde geformt und in ihnen die Menschen zum Zusammenleben gezwungen. Dabei entstanden Kulturen und verschiedene politische Systeme wie auch Formen des Zusammenlebens. Letztendlich Traditionen. Tradition kommt von tradieren. Übergeben. Weitergeben. Vermitteln. An die nächste Generation weitergeben! Wenn wir das nicht mehr hinkriegen verlieren wir unsere Konturen und gehen auf in etwas was noch keiner ahnen kann und mag. Denk ich an Deutschland

    06.04.2006 um 10:56

02.04.2006 um 14:27

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