Schmidtklatschen
Verliebt in Larry David
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marcel weiss:31.01.2007 um 16:27Jetzt wird curb bei Vollhorsten bekannt? gott bewahre. da hat jemand aber die snobausbildung mit auszeichnung bestanden.
@andrea danke für den link zu dem interview. die beiden sind großartig zusammen (was sie auch jeder für sich schon sind). lustig, wie larry ‘in real’ genauso klingt und sich gibt wie in curb your enthusiasm. man könnte meinen man sieht ne szene aus curb wenn sie sich unterhalten.
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06
marcel weiss:31.01.2007 um 13:26Larry David ist in der Tat Gott. Wer hätte gedacht, dass ‘Seinfeld’ noch steigerungsfähig war.
Wie immer: Die böse, böse GEMA
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marcel weiss:24.01.2007 um 19:33Johnny, kommt wahrscheinlich immer auf die entsprechende Situation an. Ich bezieh mich da ganz konkret auf Freunde, die veröffentlichen und Labels betreiben. 2 von uns sind in der Gema, weil das ein anderes Label von ihnen verlangt hat. Das macht sich schon bemerkbar. Auch wenn da mal ein anderer Künstler angefragt wird, der zu einer Minicompilation (eine 12″) ein Track beisteuert, dann fällt das bei der Größenordnung schlicht unverhältnismäßig finanziell zu Buche. Und das ist so nicht okay.
Ich sprach hier auch von Musik, die von ihrer Art her nie (neverever) auf eine von dir angesprochene Art vermarktet werden wird, schon allein aufgrund der Soundästhetik und generellen Machart. Da ist Toni schon richtig massenkompatibel dagegen, bzw. ist da eine weitere Verwertung/Nutzung zumindest vorstellbar.Man wird kaum harten, experimentellen Techno oder Breakcore nachts im Radio oder in einem TV-Spot zu hören bekommen und selbst wenn, dann maximal einmal im Jahr, wenn viel Glück dazukäme. (Und die Blackboxes in den Clubs, die das Gespielte mitschneiden gibt es meines Wissens noch nciht, bzw sind nicht verbreitet)
Was ich damit sagen will ist, dass es Musik gibt, die schon per se nur in extremen Ausnahmefällen auf den Wegen gespielt werden wird, die die Gema abdeckt. Und das wird (ich wette fast, wissentlich) nicht ansatzweise berücksichtigt. Und dann überlegt man sich schon genau was man macht, wenn man beim Veröffentlichen gerade mal den Break Even Point erreicht und die Sache am Laufen halten will. (Einige veröffentlichen nur 500Stk (12inches), da erreicht man gerade so den BEP).
Ich bin der Meinung, das solche Musiker/Labelbetreiber im aktuellen Gemamodell schlicht keine Beachtung finden. Es kann nicht sein, das manche Musiker(gleichzeitig Labelmacher) jahrelang für ihre Musik in einen Topf einzahlen und mit einem Minus wieder rausgehen. Immer.
P.S.: Meist sind dann Labelmacher und die veröffentlichenden Musiker die selben oder zumindest befreundet. Da wird niemand bedrängt. Und jeder kann seine Rechte wahrnehmen, wie er will :)
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marcel weiss:24.01.2007 um 12:12Im Elektronikbereich bei Verkaufszahlen um die 1000 Stück meldet sich niemand mehr bei der Gema an. Die bei der Gema gemeldeten Künstler, die veröffentlichen wollen, sind dann für das (Kleins-)label schon eine zusätzliche nicht zu unterschätzende finanzielle Belastung.
Ich denke, dass das auf dem Level (um die 1000Stk) auch in anderen Musikbereichen so ist. Denn fakt ist, und das weiß jeder, auf der Ebene kommt von der Gema sowieso nie ein Plus rein.
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marcel weiss:20.01.2007 um 16:35@Franz-Josef Hanke (35)
“Ohne solche VGs gäbe es keine neuen Ideen, Künste oder Literatur in diesem Land!”Bei aller Liebe, aber das ist doch reichlich überzogen.
@DieterK(36)
“Kennst Du eine Seite mit einem Überblick über an die deutsche Rechtslage angepasste CC-Lizenzen für den Musikbereicht? Danke!”
http://de.creativecommons.org/
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02
marcel weiss:19.01.2007 um 23:37@boo: Ich habe rapidshare nicht in Schutz genommen. Ich habe ja auch gesagt, dass ich das auch mit gemischten Gefühlen sehe. Ich meinte vielmehr, dass es soviele und immer mehr solcher Dienste gibt, dass ein Vorgehen dagegen, eher…schwer wird. Es ist eine Verbreitungsform, die ich auch eher bedenkenswert finde, da mit der Werbung wie gesagt zum Teil mit Dingen Geld verdient wird, die andere erschaffen haben. ABER eben genauso wie p2p kann man solche Sachen nicht einfach verbieten. Denn der Service dient ja nicht _ausschließlich_ für Illegales.
Und es gibt ja noch mehr Dinge mittlerweile, die niemand mehr überblicken kann. Was ist mit pando, allpeers etc.? Auch damit (beides Arten von privatem Filesharing) kann man potentiell illegal Dateien tauschen. Wird die Gema nach rapidshare und nach youtube und co auch dort anklopfen?@johnny: Die CC-Organisation entwickelt und bietet nur die Lizenzen an. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Lessig und seine Org. _explizit_ nicht einen Ort/Server anbieten wollen, auf dem man seine Werke registrieren kann. Eben weil sie kein Monopol erschaffen wollen. Vielmehr wollen sie Andere ermutigen, solche Server aufzusetzen. (wie es zum Beispiel bei http://www.registeredcommons.org schon geschehen ist).
Ich bin auch immer eher skeptisch aber abgesehen davon, dass Lessig mit CC wahrscheinlich in die Geschichtsbücher eingehen wird, sehe ich nicht wie da eine Bereicherung möglich wäre.
Aktuell nimmt die Gema das Urheberrecht wahr, wie es vom Gesetzgeber formuliert wurde, der verdient aber deswegen an der Gema auch nicht mit. Warum also sollte das der Lizenzformulierer CC?Würde mich interessieren, wo Du da bei der ‘Marke’ das große Geld siehst. (Mein ich ernst, seh das nämlich nicht.)
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marcel weiss:19.01.2007 um 20:33“und trotz großer Sympathie für alternative, modernere Lizenzformen wie Creative Commons halte ich es für notwendig, Urheberrechte zu schützen,”
Wo liegt denn hier ein Widerspruch? Seit wann schützen CC denn nicht die Urheberrechte? Sie differenzieren doch nur aus.
Letztenendes läuft es doch auf wenige Punkte hinaus:
1. dieses Freeriderverhalten, was p2p und andere Beschaffungsmöglichkeiten die mit dem www gekommen sind, muss man lernen, zu akzeptieren. Es ist da und es geht nicht mehr weg. So wenig, wie die Musikkassette damals oder das Radio (beide waren auch schon der Untergang der Musikindustrie). Selbst wenn man jedes öffentliche p2p-System zumachen könnte (was man nicht kann), enstehen mittlerweile x darknets, an die niemand rankommt. Auch ISPs nicht, wenn der Datentransfer verschlüsselt wird.2. Dazu zählen auch Dienste wie rapidshare. Ob man es mag oder nicht. Dagegen vorgehen, ist sinnlos. Wie gegen Windmühlen ankämpfen. Man kann sie anprangern und verdammen, man kann sie auf eine persönliche Blacklist setzen, aber man wird sie nicht wegbekommen. That’s the internet, baby. You don’t have to like it. (Ich seh es auch mit gemischten Gefühlen)
3. DRM ist keine Lösung und wird es nie sein. Punkt. Weil selbst der dümmste Kunde durchdrehen wird, wenn seine ‘plays for sure’-songs auf der nächsten Genereation von Playern nicht mehr spielt, weil die Weiterentwicklung dieses DRM-Systems eingestellt wurde. Das “Dann muss ich mir das Whitealbum ja schon wieder kaufen”-Geschäft funktionierte nur mit physischen Tonträgern. (Stichwort Unternehmenswillkür)
4. Eine Gesellschaft, die Geld einsammelt und ungerecht verteilt, braucht niemand- außer den wenigen Nutzniessern. Schon gar nicht ein kleiner Künstler, der aufgrund des Verteilungsschlüssels immer mehr reinsteckt als er rausbekommt, ohne etwas dagegen machen zu können (man kommt dann ja da auch nicht mehr raus). Die Musiker in meinem Bekanntenkreis, die bei der GEMA sind, fluchen genauso, wie die Labels auf denen sie veröffentlichen. Alle Anderen hüten sich, sich dort anzumelden. Denn die Gema interessiert es letztlich nicht, ob ihre Künstler unterm Strich von den Gemaein- und auszahlungen ein Plus dastehen haben oder ein Minus. (Hint: je kleiner man als Künstler ist, desto wahrscheinlicher ein Minus). Ein Minus!!!1elf
5. Viele Musiker werden auf der Strecke bleiben, wie auch Labels und Verwerter. Das ist unschön, aber ob es deswegen unter dem Strich schlechter aussehen wird, als jetzt, steht noch nicht fest.
Die Gema als solche, wird diesen Prozeß nicht zum Besseren verändern, sie wird es nur für alle Beteiligten schmerzvoller machen. Nicht zuletzt weil sie anachronistisch ist, und ihre Entscheidungsträger nicht nur weltfremd sind, sondern sich auch nicht für kleine Künstler interessieren.6. Ich wünschte, mehr Leute würden Lessig lesen.
08
Schmidt hatte keinen schlechten Tag. Der hat schlechte Jahre.