Frischer Spreeblick
- Diskussion: Internet total - Wie prägt das Netz die Jugend?
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02
also zitieren geht vollends in Ordnung, absolut frei reproduzierbar, natürlich auch in teilweiser und abgeänderter Form :-)
Deswegen schreib ich doch solche Dinge *g*
01
Mit meinen 18 Jahren fühle ich mich natürlich schon längst über den schlichten Status eines Jugendlichen hinausgewachsen, trotzdem ein paar Anmerkungen.
I)
Also die Netznutzung, ich kenne nur wenige Jugendliche die sich wirklich intensiv mit den Netz beschäftigen, die meisten nutzen es lediglich als Kommunikationskanal bis zu den heutigen VZ-Diensten gab es in Deutschland - zumindest hier auf dem Land, düstere Oberpfalz - nur sporadisch ein paar Myspace-Registrierte, am ehesten haben kleine Bands das genutzt. ICQ war Vorherrscher.
Inzwischen sieht die Nutzung etwas vielfältiger aus, die Kommunikationskanäle (ICQ und PMs via Myspace, VZs, kaum Email obwohl vorhanden) werden genutzt um Youtube-Videos und lustige Links auszutauschen, ernsthafte Infos werden selten genutzt. Ansonsten ist das ICQ für einige zur direkten Tauschbörse geworden “Schick mir mal das Lied” - eine der häufigsten Nachfragen.
Dafür nimmt das Netz den Zeitverbrauch doch deutlich massiver ein, von der Schule heimkommen, vor die Kiste und dort die Freunde gleich in ICQ anchatten. Das Fenster ist den ganzen Tag über offen und alle paar Stunden meldet man sich mal mit “afk zocken”, gelegentlich auch mal angeregte Diskussionen über Probleme, Träume whatever, Beziehungskisten sind da Vorlieben ^^.
Politik allerdings eher selten, meist in dem Kreis der eben engagiert ist, bei mir also der gesamte Sozialkunde-Grundkurs, der Rest wird kaum behandelt, in dem Zirkel werden allerdings Links rege ausgetauscht, neue Infos auf Heise, Stern usw finden schnell Zugang.
Somit also zur ersten Kernfrage ein Teils, teils, Informationsaustausch wird begünstigt weil er ohne “Zwischenmedium” Papier stattfindet und direkt diskutiert werden kann, allerdings wird es sehr selten, in meinen Augen ist das Internet durchwegs positiv zu betrachten nur die Art des Umgangs ist von vielen maßlos.
II) Zur Kontrolle kann ich nur meine Meinung kundtun, Vertrauen und gemeinschaftliches erkunden hilft, vielleicht wäre ich auch dadurch mit deutlich weniger Pornographie in Kontakt gekommen, ob dadurch mein Leben anders verlaufen wäre weiß ich wirklich nicht, aber einigen Menschen sieht man den Schaden doch an - ob der ohne Netz nicht auch wäre, wiederrum schwierig.
Die Lesefähigkeit nimmt aber deutlich ab, der Sinn für Rechtschreibung wird deutlich getrübt, Tippfehler werden überlesen und komplizierte Sachverhalte werden in der Schule manchmal erst nach mehrmaligem ansprechen aufgefasst. Der direkte Vergleich zwischen Dauer-Online und reiner-Emailnutzer zeigt da riesige Unterschiede.
III) Blogs und Wikipedia werden von vielen als reine Seiten zum Lesen wahrgenommen, zwar weiß man um die Möglichkeit des Editierens, aber in erster Linie zählt das informieren, Arbeit reinzustecken ist ungewollt, meistens.
Da möchte ich als große Ausnahme die sog. Warez-Szene anmerken, die wird nicht zuletzt von vielen Jugendlichen in Form von kleinen Blogs betrieben die regelmäßig neue Inhalte auf One-Click-Hoster hochladen und sich an ihren Designs aufgeilen, Prestige zählt in diesen Kreisen unheimlich viel und es gibt einige die sehr viel Freizeit in solche Seiten stecken.
Mir bekannte Blog-Autoren sind meistens eher Menschen die sich aktiver mit ihrem Umfeld beschäftigen, sprich Jugendliche die sowieso sozial aktiver (in Form von Theatergruppen, Bands etc) sind. Der Inhalt der Blogs geht allerdings meistens einen Querschnitt der Blogosphäre, von Liedtipps (Youtube!) über Design bis hin zu persönlichen Erlebnissen gibts da alles.
Hm Spam?
ich hoffe nicht… einfach Gedanken. wenns noch was gibt steh ich gerne zur Seite, wobei ich ehrlich gesagt gestehen müsste, ich wüsste nicht warum.