Ich ziehe nach Bayern
Interview: Shavidan
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Jean Pierre:16.07.2005 um 10:42Ich bin auch sehr am Thema IT-Security interessiert, auch wenn ich mich nicht als “Hacker” bezeichnen möchte. Ich weiß allerdings, wo meine Grenzen liegen bzw. an welche Regeln ich mich halte. Eine davon lautet beispielsweise, Exploits nur auf eigenen oder speziell dafür eingesetzten Systemen ausprobieren.
Das Verändern von Daten ist kein Kavaliersdelikt mehr und kann (im Falle der Datenveränderung) “mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft” werden (§§ 202a, 303a StGB).
Auch der Sasser-Autor hatte ja “edle Absichten”, er wollte allen eine gravierende Sicherheitslücke in Windows zeigen und ein wenig Anerkennung von seinen Mitschülern dafür — belohnt wurde er mit einem Jahr und neun Monaten Bewährungsstrafe.
Um den Sachverhalt noch einmal kurz auf den Laden zu übertragen: Der Laden ist geschlossen und lässt sich nur (vom Besitzer) mit einem Schlüssel öffnen. Auf der Rückseite ist allerdings ein Fenster gekippt, so dass entsprechend versierte Zeitgenossen sich mit dem passenden Werkzeug und/oder Wissen Zugriff verschaffen können.
Da kommt es jetzt auf das persönliche Ausmaß krimineller Energie an, ob ich den Ladenbesitzer auf den Fehler hinweise oder einen Hausfriedensbruch begehe und mich ein bisschen im Laden umsehe und ein paar Regale umräume, ohne dabei größeren Schaden anzurichten.
Solange in Deutschland IP-Adressen auch bei Flatrates gespeichert werden, brauchen sich die Strafverfolgungsbehörden nicht arg anstrengen, um den Verursacher eines solchen Schadens ausfindig zu machen. Shavidan, Du solltest schon mal ein Backup machen und das außer Haus lagern, damit es im Falle einer in Kürze vielleicht anstehenden Hausdurchsuchung nicht auch beschlagnahmt wird.
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“Geh, mai, was ziehst denn zu den Saupreißn?” musste ich mir anhören, als ich nach Berlin gezogen bin :)