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Spreeblick

I live by the river!
20.07.08
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von | 2

 

Klar im Wortlaut

  1. 34

    Lusiol:

    Das perfide Spiel wäre natürlich noch effektvoller gewesen, wenn du mit der Auflösung noch ein wenig gewartet hättest, um zu schauen, ob jemand den Irrtum bemerkt.

    27.02.2007 um 12:32

Sascha Lobo war im Fernsehen und ich habe ihn gesehen

  1. 33

    Lusiol:

    Beim Anblick der Sendung musste ich sofort an Loriots Politiker-Sketche denken (”Sie haben noch genau 3 Sekunden, um das Wahlkampfmotto ihrer Partei zu sagen!” - “Freiheit und Sicherh..” - “Hm, das war einen Tick zu lang. Jetzt bitte noch mal der Kandidat von der Gegenseite!”).
    Die Realität übertrifft manchmal die Satire.

    Es ist zum Totlachen und schlimm zugleich.

    12.02.2007 um 17:22

Google Masterplan

  1. 32

    Lusiol:

    Die Gefahr besteht allein schon darin, dass eine Vielzahl von Daten zentral gespeichert sind und einer Person zugeordnet werden können.
    Egal, ob sie dann von einer skrupellosen Firma, von Kriminellen oder durch den Staat missbraucht werden; egal, ob sie weiterverkauft, durch eine Sicherheitslücke erworben, oder durch staatliche Gewalt zugänglich werden. Aus den gleichen Gründen warnen auch Datenschutzbeauftragte vor zentralen Dateien.

    Eigentlich kann man sich nur durch die Benutzung einer Vielzahl von Identitäten und die Verteilung seiner Aktivitäten auf verschiedene Dienstleister schützen.

    02.02.2007 um 17:49

Videorätsel 1: France Gall

  1. 31

    Lusiol:

    France Galles behauptet übrigens, sie hätte die Anspielungen damals gar nicht verstanden und sei später sehr schockiert gewesen, als ihr jemand gesagt habe, worum es in dem Lied geht.

    25.01.2007 um 12:17

ROTFLMAO

  1. 30

    Lusiol:

    Zwei Theorien zu diesen scheinbar unerklärbaren zufallsgenerierten Verdopplungen und Perspektivwechseln:

    1) Der Produzent dieses Films fand keine bessere Lösung, die Zuschauer von dem schauerlichen Gesülze dieses Polit-Karoake-Artisten abzulenken, als sie mit optischen Effekten zu verwirren.

    2) Die FDP hat eine Avantgard von visionären Experimental-Filmern verpflichtet, deren Einfluss heute noch gar nicht abschätzbar ist. Vielleicht wird die Tagesschau in ein paar Jahren ähnlich präsentiert. Und dann vermutlich aus den gleichen Gründen wie in 1).

    05.01.2007 um 16:27

“Sprachlos”

  1. 29

    Lusiol:

    Gar nicht schlecht. Johnny kommt irgendwie härter rüber als in seiner Rolle als Radio-Moderator… Wann war denn das?

    08.12.2006 um 17:04

Merry Idol

  1. 28

    Lusiol:

    Einfach nur schrecklich und geschmacklos! Die Ironie erschliesst sich mir nicht.

    29.11.2006 um 12:28

Hallo Datensammler!

  1. 27

    Lusiol:

    Die Google-Ads auf der rechten Seite schlagen Asterix-Comics vor, ein Scholarship und irgendein scheinbar themenfremdes Reise-Buch auf französisch. Für Orangensaft, Fleischspießchen oder Ponies wird zumindest im Internet anscheinend gerade nicht geworben. Warum eigentlich nicht? Und was sagt uns das über die Effizienz von Schlüsselwort-generierter Werbung?

    20.11.2006 um 17:32

StudiVZ-Spendenaktion

  1. 26

    Lusiol:

    @36: Sebastian

    Ich halte die Zahl der registrierten Benutzer ebenfalls für nicht sonderlich aussagefähig. Allerdings kann man ihnen den Erfolg nicht absprechen, habe eine kleine Alexa-Recherche gemacht: sie sind die 15. meistbesuchte Seite in Deutschland und haben schätzungsweise etwa 3 Millionen Page-Views pro Tag (etwa die Hälfte von dict.leo.org, die nach eigenen Angaben 175 Millionen Page-View pro Monat haben).
    Es ist mir allerdings ein Rätsel, dass ausgerechnet Studenten sich so arglos darauf einlassen, persönliche Daten freizugeben. Ich dachte, das wäre nur mit amerikanischen Teenagern möglich…

    15.11.2006 um 17:54

Pharm off

  1. 25

    Lusiol:

    Vielleicht gibt es ja nicht zuviel, sondern zuwenig Marktwirtschaft im Gesundheitssektor? Wenn ein Markt nicht funktioniert, könnte es auch an den falschen Anreizen liegen, nicht nur für die Forschung und die Produzenten von Medikamenten (die Pharmaindustrie), sondern auch für die anderen wichtigen Teilnehmer, z.B. die Krankenversicherungen, die Ärzte, die Apotheker und nicht zuletzt die Patienten.
    Auch wenn ein kranker Patient im Interesse des Medikamenten-Herstellers liegt, liegt er nicht im Interesse der Versicherung. Und sollte eigentlich auch nicht Interesse des Arztes liegen…Eine Stärkung der Interessen der anderen Marktteilnehmer könnte also zu einem Interessenausgleich führen, der im Endeffekt dem Patienten hilft.

    30.10.2006 um 17:18

Happy birthday, John Cleese!

  1. 24

    Lusiol:

    Hey Johnny, für dein Alter recht geschmeidig ;)

    27.10.2006 um 18:08

Uncreative problems

  1. 23

    Lusiol:

    Warum nicht einfach Musik aus dem Podsafe Music Network nehmen? Die Auswahl ist ebenfalls riesig und die juristischen Probleme wahrscheinlich schneller gelöst, weil Ihr da nur mit einem kleinen Organismus zu tun habt…

    24.10.2006 um 18:14

Falsche Frage

  1. 22

    Lusiol:

    YouTube usw. erledigen sich in den kommenden Jahren sowieso von allein, immer niedrigere Server- und Traffic-Gebühren werden dafür sorgen, dass Videos auf individuellen Servern oder gleich auf dem Handy lagern, wo sie auch editiert werden, von dort sind sie dann ebenfalls abrufbar und zitierbar
    Peer2Peer? Das Problem ist doch, dass die Videos nur dann verfügbar sind, wenn derjenige, der ein Video gespeichert hat, auch online ist. Es sei denn, das Video ist bei verschiedenen Usern gespeichert und das System ist intelligent genug, bei einem Zitat auf einen der User zu linken, der online ist. Aber welches Interesse sollte ich haben, ein Video bei mir lokal zu speichern und damit ins Visier der Copyright-Polizei zu kommen?

    18.10.2006 um 16:27

Kommentare editieren

  1. 21

    Lusiol:

    Hm, wozu soll das denn gut sein? Wenn jemand bereut, was er geschrieben hat, kann er sich doch freundlich an euch wenden, um den Kommentar zu löschen. Er kann auch einen weiteren Kommentar schreiben, um seinen vorigen zu relativieren. Aber: gesagt ist gesagt - oder? Kann am Stammtisch meine Äusserungen ja auch nicht nachträglich schöner machen…

    17.10.2006 um 09:44

Bioresonanz, Psychotronik und Homöopathie: My hairy Ass

  1. 20

    Lusiol:

    Ich fühle mich ein wenig so, als sässe ich um 5 Uhr morgens in einer Kneipe, ausser mir nur noch mein Kumpel und der Bar-Keeper, der endlich schliessen will. Alles wichtige ist gesagt, unser Gespräch dreht sich allmählich im Kreis und der Bar-Keeper seine Augen. Tun wir ihm den Gefallen, trinken unser Bier aus und gehen nach Hause.
    ;-)

    16.10.2006 um 20:57
  2. 19

    Lusiol:

    @Po8: “Es wurde sogar nachgewiesen, dass das ehrliche Gespräch mit dem Arzt, bei dem er zugibt nichts verschreiben zu können heilsamer sein kann, als fast kein Gespräch, bei dem er ein Placebo verschreibt.”
    Wie wurde das nachgewiesen, durch einen Doppelblindtest? (kleiner Joke)

    “Eine “alternative” Medizin gibt es per definitionem nicht, da alles was für den Patienten von Wert ist früher oder später in die Hochschulmedizin übernommen wird!”
    Das halte ich für gelinde gesagt sehr optimistisch. Es gibt da oft sehr massive Interessenkonflikte zwischen dem Wohl der Patienten und den Interessen der verschiedensten Gruppen (Ärzte, Apotheker, Pharma-Unternehmen, Hochschulverbände, Krankenhäuser, Krankenkassen, …).

    “Wenn man den Verstand einer Person erst mal soweit korrumpiert hat, plumpe Behauptungen zu glauben, dann kann man ihr mehr und mehr wirres Zeug reinbraten.”
    Das ist genau der Punkt, den du nicht verstehen willst: es gibt sehr viele Menschen, die positive Erfahrungen mit der Homöopathie gemacht haben, ohne deshalb gleich an Horoskope, Wunderheiler oder Wasserbilder zu glauben. Es gibt einen sehr grossen Bereich zwischen 0 und 1 (wobei du als klassischer Materialist die 1 repräsentierst und sagen wir mal der Basis-Anhänger der Millenium-Selbstmord-Sekte nahe 0). Das mag nicht so recht in dein Denkschema passen und mag auch widersprüchlich sein. Aber mit dem Alter lernt man, mit Widersprüchen leben zu können.

    16.10.2006 um 19:04
  3. 18

    Lusiol:

    @Po8: “Ansonsten macht es einfach wenig Sinn auf deren (zum großen Teil bekannte) Fehler hinzuweisen, da wir nicht besseres haben.”

    Selbst wenn man davon ausgeht, dass der Erfolg der Homoöpathie aussschliesslich im Placebo-Effekt begründet liegt oder in der Tatsache, dass Homöopathen sich mehr Zeit für ihre Patienten nehmen, kommt man nicht darum herum, festzustellen, dass der Erfolg der Homöopathie in den krassen Mängeln der konventionellen Medizin begründet liegt (zu Hahnemanns Zeiten, wo Quacksalber und Aderlasser ihr Unwesen trieben, natürlich viel extremer als heute) - die mir nicht nur strukturell oder temporär erscheinen, denn sonst könnten wir sehr wohl etwas besseres haben. Die beiden hängen unzertrennbar zusammen. Das ist das gleiche Thema!

    “Nur wenn von 100 Euro ein Euro an die HP geht, dann ist das einer zu viel.”
    Kann ich nicht nachvollziehen. Wenn jemand durch einen Placebo-Effekt geheilt wird, ist das Geld doch gut angelegt, oder? Aber dir geht es ja nicht ums Geld, sondern ums Prinzip, stimmt’s? Die Methode ist wichtiger als das Ergebnis? Lieber resistent gegen Antibiotika werden als kleine Kügelchen zu schlucken?

    Wenn Dir ein Arzt mit einer homöopathischen Behandlung deine Allergie wegbekommt, an der sich etliche Spezialisten ein Jahrzehnt lang vergeblich versucht haben und sie achselzuckend als unheilbar bezeichnen, oder wenn dieser Arzt deinem Söhnchen eine Mittelohrentzündung ohne Antibiothika heilt (von der ein konventioneller Arzt sagt, das sei nicht möglich), sagst du dann: “ich kann das Resultat ihrer Behandlung leider nicht akzeptieren, denn es gibt keinen Nachweis, dass ihre Behandlung irgendeine Wirkung zeitigt. Sie haben wahrscheinlich nur in hinterhältiger Weise meine Selbstheilungskräfte ausgenutzt und mich mit dem Placebo-Effekt überrumpelt!”?
    Möglicherweise schiesst du für die Dauer einer Krankheit deinen Glauben an Doppelblindstudien und deine naturwissenschaftlichen Grundüberzeugungen temporär in den Wind und sagst dir: “Scheiss der Hund drauf, wie der das hinkriegt. Ich möchte es gar nicht wissen.”

    16.10.2006 um 14:57
  4. 17

    Lusiol:

    Ich stelle fest, dass auch ein sonniges Wochenende die harten Herzen der Kreuzritter nicht hat erweichen können. Würde mal behaupten, dass unsere Diskussion nicht einen einzigen Vertreter der jeweiligen Gegenseite hat überzeugen können. Das liegt wahrscheinlich daran, dass Sie von Anfang an mit impliziten Vorwürfen und Vorurteilen durchzogen war. Nach Lektüre meiner Beiträge schliesse ich mich da selbst ein. Schade.
    Mir ging es darum, die folgenden Punkte herauszustellen:
    - konventionelle Ärzte (wieder kann ich nur von Frankreich sprechen) richten einen weit grösseren Schaden an als alle Wunderheiler, Hömopathen und Pendler zusammen (@woktor: ich habe bereits 2 Ärzte kennengelernt, die mir Antibiotika gegen Erkältungen verschreiben wollten. Wie ich schon oben anführte, sah sich der französische Gesundheitsminister gezwungen, eine Aufklärungskampagne für Ärzte und Patienten zu starten - für Französischsprechende: http://ecoetsante2010.free.fr/article.php3?id_article=32). In Deutschland gibt es die Geschichte mit den Cholesterin-Werten und den Grenzwerten für die Knochendichte, die aus Millionen gesunden Menschen Patienten gemacht hat (Link siehe oben)
    - wer mit dem Finger auf die Homöopathie zeigt und suggeriert, dass sie an der Höhe seiner Krankenkassenbeiträge massgeblich Schuld ist, sollte eine Relativierung dieser Falschbehauptung nicht als “tu-quoque”-Statement abtuen. Das ist nun wirklich unfair. Wenn ein Politiker die Zahl der Verkehrstoten reduzieren will, wird er sich auch erst einmal anschauen, unter welchen Umständen die meisten Menschen zu Tode kommen und versuchen, dort anzusetzen, und nicht beim kleinsten Posten. Mir geht es nicht darum, das eine gegen das andere auszuspielen, beide (und noch mehr Methoden) sind notwendig.
    - die Tatsache, dass Millionen Menschen mit homöopathischen Behandlungen zufrieden sind, dass Allgemeinmediziner, die auch Homöopathen sind (zumindest in Frankreich, wo ich lebe) immer mehr Zulauf bekommen, sollte man nicht einfach als Dummheit der Menschen abtun, sondern als Bedürfnis sehen und in die konventionelle Medizin einfliessen lassen. Ich bin bei einem homöopathischen Allgemeinmediziner, der meinem Sohn vor zwei Jahren Antibiotika verschrieben hat, nachdem er eine Bakterieninfektion festgestellt hat. Mein Arzt lehnt keine medizinische Richtung ab, von der er weiss, das sie weiterhilft. Und gerade das ist das Problem vieler sogenannter Schulmediziner im schlechtesten Sinne.
    - die Tatsache, dass die Wirkung der Homöopathie nicht belegt ist (oder mit den durchgeführten Studien nicht belegbar ist), muss noch nicht heissen, dass dies für immer der Fall sein wird. Es kann auch heissen, dass das falsche gemessen wird.
    - Die Tatsache, dass Sie sich durch reine Mundpropaganda über Jahrhunderte gehalten hat, ist natürlich nur ein schwaches Indiz, dass etwas an ihr dran sein könnte, nicht mehr, aber immerhin. @Po8: warum sich das Christentum bis heute “gehalten” hat, ist eine völlig andere Diskussion, aber ich würde mal vermuten, dass es da gute Gründe gibt. Immerhin ist es die Grundlage der europäischen Kultur.
    - @woktor: gerade als Naturwissenschaftler erkennt man sehr schnell auch die Grenzen naturwissenschaftlicher Methoden. So sehr uns die Naturwissenschaft voranbringt und nutzt, so sehr sollte man sich auch bewusst sein, dass sie keine Wahrheit produzieren kann, sondern “nur” Erklärungen für beobachtete Phänomene (was ja auch schon eine Menge ist). Wer die Naturwissenschaft als unfehlbaren Gott sieht, der macht nur die gleichen Fehler wie viele religiöse Fanatiker.

    16.10.2006 um 11:18
  5. 16

    Lusiol:

    @Po8: was meinst du, wieviel Geld aus deinem Krankenkassenbeitrag für homöopathische Behandlungen “verschwendet” wird und wieviel Geld für Knochenschwund bei 60jährigen, Darmrumoren, sexuelle Unlust, Wechseljahre, Depressionen, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrome - für Medikamente, die die Pharmaindustrie massiv bewirbt, und für Krankheiten, die ausser einigen zweifelhaften, von Pharmaproduzenten finanzierten Studien bisher noch nicht als Krankheiten aufgefallen sind. Ganz zu schweigen vom missbrauchsähnlichen flächendeckenden Einsatz von Antibiotika - in Frankreich gibt es gerade eine staatliche Aufklärungskampagne, dass Antibiotika gegen Erkältungen, Grippe und andere Viruserkrankungen nutzlos sind. Den meisten Ärzten war dies bisher nicht bekannt, sie bezogen (und beziehen) ihre Informationen direkt von Pharma-Unternehmen.

    Der Spiegel hat vor ein paar Jahren mal einen sehr interessanten Artikel über die Methoden der Pharmaindustrie geschrieben: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,212247,00.html (leider nicht mehr umsonst zugänglich).
    Mein Lieber, du stellst dir die falschen Fragen! Wenn es dir wirklich um ein wirksames Gesundheitssystem ginge, dann solltest du dich mal etwas umfangreicher informieren, anstatt blindwütig auf die Homöopathie einzuschlagen. Woher kommt deine Agression?
    Ein paar Fragen, die ich mir stelle:
    - Warum wird der Placebo-Effekt von Ärzten nirgends genutzt (ausser Homöopathen)? Und auch nicht genauer untersucht?
    - Warum gibt es keine Studien, die auf die Prämissen der Homöopathie eingehen und den Behandlungserfolg messen anstatt den Effekt eines einzelnen Präparats auf eine ganze Gruppe?
    - Wie kommt es, dass die Homöopathie sich 200 Jahre gehalten hat und immer mehr Zulauf findet - obwohl sie nicht erklärt werden kann und immer wieder in einen Topf mit Geisterheilern und diversen Modeerscheinungen geworfen wird?
    - Wer profitiert vom Einsatz homöopathischer Medikamente und in welcher Grössenordnung? Wer von ihrem Verbot?
    - Welche Motivation hat Hahnemann getrieben, sein Leben einer Sache zu verschreiben, die mit unglaublicher Arbeit und Fleiss verbunden war, ihn mit permanenten Widerständen und Anfeindungen konfrontiert hat? Und hat es einen Grund, dass er damals 88 Jahre alt wurde (bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von nicht einmal 50)? Stellt man sich so einen Scharlatan vor?
    Die Dinge sind nicht so einfach, wie du sie gerne hättest!

    14.10.2006 um 12:00
  6. 15

    Lusiol:

    @Malte/Po8: also, die Physik ist in ihrer Geschichte ja schon mehrmals auf den Kopf gestellt worden. Ich glaube, der letzte, der sie auf den Kopf gestellt hat, war Einstein. Würde mich wundern, wenn es das letzte mal gewesen wäre. Was Ihr als Beweise, Belege oder Wahrheit bezeichnet, bezeichnen Physiker als Modelle, mit denen sie ihre Beobachtungen und Messungen in Einklang bringen können und die jederzeit neuen, besseren Modellen weichen können.

    Ich kann für mich behaupten, dass ich -obwohl selbst Naturwissenschaftler und anfangs sehr skeptisch- die Wirksamkeit der Homöopathie am eigenen Leib erlebt habe. Natürlich kann mir immer irgendein Besserwisser erzählen, dass ich mir das einbilde oder einrede oder dass ein Placebo-Effekt am Werke war. Ich weiss es besser!
    Ich halte es für eine Attacke auf mein persönliches Wohlergehen, wenn jemand die Homöopathie verbieten will. Ich halte es für eine unverschämte Arroganz, Patienten der Homöpathie als Idioten abstempeln zu wollen. Und ich halte es sogar für gefährlich, eine ganze medizinische Denkströmung ausrotten zu wollen.

    Lasst mir die Wahl! Geht zu den Ärzten Eures Vertrauens, aber lasst mich zu denen meines Vertrauens gehen! Versucht nicht klüger zu sein als die Menge der Betroffenen! Nur aus Vielfalt, Wahlfreiheit und Konkurrenz kann Fortschritt entstehen - nicht aus Verboten, Polemiken und theorisierender Besserwisserei.

    13.10.2006 um 23:51
  7. 14

    Lusiol:

    In der Homöopathie werden homöopathische Medikamente individuell verschrieben - d.h. in Abhängigkeit von verschiedensten subtilen Symptomen, aber auch abhängig vom Charakter und der Lebenssituation des Patienten. Das gleiche Medikament kann also bei dem einen zum Senken des Fiebers angewendet werden, bei einem anderen gegen Halsschmerzen. Es scheint ziemlich logisch, dass medizinische Tests, die die Effizienz von Medikamenten gegen bestimmte Bakterien oder identifizierte Anomalien des Körpers testen, bei homöopathischen Medikamenten versagen - hier misst man lediglich die Heilungskompetenz desjenigen, der den Versuchsaufbau gemacht hat. Die Homöopathie kann man mit der Erziehung eines Kindes vergleichen, wo man ja auch nicht irgendein steifes Konzept anwenden sollte, sondern auf die speziellen Eigenarten des Kindes eingehen muss.

    Wie wäre es mit Patientenzufriedenheit als objektives Kriterium? Gibt es etwas wichtigeres für einen Arzt, als seine Patienten zufriedenzustellen? Wäre interessant zu wissen, ob es hier vergleichende Studien gibt…
    Die Tatsache, dass es viele Proteste gegen Maltes saloppen Artikel gibt, scheint mir ein Indiz, dass viele gute Erfahrungen mit der Homöopathie gemacht haben.

    12.10.2006 um 17:51
  8. 13

    Lusiol:

    @Malte: “Ich habe mit einigen Artikeln Pädophilenhasser und Pädophile, Nazis und Sozialisten, Papstbewunderer und Esoteriker gegen mich aufgebracht. Und einige Leser, deren Gedankengut die Schnittmenge bildet. Ich muss etwas richtig gemacht haben.”

    Stimmt, Malte, du hast schon einiges richtig gemacht, insbesondere deinen Artikel über die Pädophilen finde ich sehr sensibel und differenziert. Der heutige, glaube ich, der hat uns irgendwie nicht weitergebracht. Auch solltest du noch an deiner Selbstkritikfähigkeit feilen.

    10.10.2006 um 22:20
  9. 12

    Lusiol:

    hey malte, cool bleiben. Wer austeilt, muss auch einstecken können!

    10.10.2006 um 10:30
  10. 11

    Lusiol:

    Wenn es denn so einfach wäre: die Schulmediziner sind die Guten, die Alternativ-Mediziner die Abzocker. In Frankreich übrigens sind alle Homöopathen auch Schulmediziner, die, die ich kennengelernt habe, haben Homöopathie aus Enttäuschung über die Schulmedizin als Zusatzstudium belegt. Die sind auch nicht teurer als “normale” Ärzte und verbinden undogmatisch beide Welten: zuerst versuchen, über die Selbstheilungskräfte die Krankheit in den Griff bekommen, wenn die nicht stark genug sind, dem Körper durch allopathische Medikamente helfen.

    Wenn man sich volkswirtschaftliche und gesundheitliche Schäden betrifft, die von Schulmedizinern verursacht werden, kann man die Polemik auch ganz leicht umdrehen, zum Beispiel indem man die diversen Statistiken auflistet, nach denen die Sterbequote nach Ärztestreiks sinkt…

    09.10.2006 um 18:06

Unister ./. Dittes - Zweite Folge

  1. 10

    Lusiol:

    Kleiner Prüfstein für die Selbstregulierungskräfte der Blogger-Szene. Bin gespannt, was als finaler Gesamteindruck hängen bleibt.

    05.10.2006 um 14:41

You tube my space, flickr? Com!

  1. 09

    Lusiol:

    @25: Stefan, die Content-Lieferanten sitzen doch am grossen Topf, aber es sitzen halt so viele am grossen Topf, dass für die meisten nur ein kleines Schlückchen drin ist.
    Jeder kann z.B. Google Ads auf seiner Web-Seite platzieren, aber Geld verdient nur der, der mehrere zehntausend Seitenaufrufe pro Tag hat (und natürlich Google als Aggregator der Millionen Mini-Produzenten, die nicht mal 5 Seitenaufrufe bekommen).

    21.09.2006 um 17:59
  2. 08

    Lusiol:

    Das ist nun mal die Natur der Dinge. Es gibt ein riesiges Angebot, die Aufmerksamkeit fächert sich dementsprechend auf. Jeder darf etwas sagen, aber nicht jeder muss auch zuhören.
    Geld verdienen kann mit Inhalten nur, wer als einzelner enorm viel Aufmerksamkeit auf sich vereinen kann (der “Hitschreiber”), oder eben der Aggregator, der von den unzähligen Nischenangeboten profitiert nach dem Motto “Kleinvieh macht auch Mist” (siehe auch “The Long Tail” http://www.wired.com/wired/archive/12.10/tail.html).

    Konsequenz? Entweder man versucht sich am Hit (Spreeblick ist auf dem besten Weg dorthin) oder man gibt sich aus Spass an der Freude seiner Nische hin.

    Das Internet hat insofern zu einer faireren Verteilung der Aufmerksamkeit beigetragen, als dass es nicht mehr nur die “Hits” gibt, sondern auch die Nischen - und damit das Business-Modell der Aggregatoren geschaffen. Ein Fortschritt allemal.

    21.09.2006 um 16:02

Kinderwahnsinn

  1. 07

    Lusiol:

    Ihr magt ja tendenziell Recht haben, aber seid Ihr da nicht ein bisschen übertrieben vorsichtig (um nicht zu sagen paranoid)? Was lässt sich aus diesen Fotos ableiten, die nur im familiären Kontext wirklich Sinn machen? Baby sitzt in der Wanna, Baby spuckt in den Teller, Baby macht die ersten Schritte…
    Johnny, ich glaube, ich kann mir ein besseres Bild von Dir machen, indem ich regelmässig Deine Kommentare lese, als Du von meinem Kind, wenn Du seine Baby-Fotos betrachtest.

    19.09.2006 um 12:11
  2. 06

    Lusiol:

    Das ist ungefähr so wahrscheinlich, dass er sich in mein Wohnzimmer verirrt und dort ein Fotoalbum findet. Übrigens enthält die Seite keine Namen, nach denen er aktiv suchen könnte.

    19.09.2006 um 11:52
  3. 05

    Lusiol:

    “Weltöffentlichkeit” ist eher theoretisch. Ich betreibe auch eine solche Seite, deren Adresse nur einige Freunde und Familienmitglieder kennen. Es lohnt sich nicht, die Seite mit einem Passwort zu schützen, es verirrt sich ohnehin kaum einer dahin. Und wenn doch, wird er mit Sicherheit gelangweilt weiterwandern…

    19.09.2006 um 11:44

Der kalte Blick des Gabor Steingart

  1. 04

    Lusiol:

    Ich verstehe die Kritik an dem Artikel nicht. Steingart beschreibt einen verhängnisvollen Teufelskreis, in dem viele Menschen in Deutschland heute gefangen sind und stellt eine Reihe wichtiger Fragen, z.B “Ist es zulässig, dass die in der Verfassung verbrieften Rechte auf Teilhabe nur für den Gebildeten weiter ihre Gültigkeit besitzen?”
    Was ist daran zynisch?

    19.09.2006 um 11:00

Abgehauene Blogger

  1. 03

    Lusiol:

    Frankreich!

    18.07.2006 um 15:02

Das Kollektiv als grausamer Idiot

  1. 02

    Lusiol:

    Kennst du das Buch “Die Weisheit der Vielen” von James Surowiecki? Das Buch untersucht, wann eine grosse Gruppe von Laien bessere Entscheidungen treffen kann als einzelne Experten. Voraussetzung: jedes Individuum der Gruppe muss unabhängig von den anderen urteilen können, die Gruppe muss ausreichend diversifiziert und dezentralisiert sein. Und zudem müssen die Informationen aggregierbar sein - was bei journalistischer Arbeit schwierig sein dürfte.

    http://www.amazon.de/gp/product/3570006875/303-0502833-2771434?v=glance&n=299956

    23.06.2006 um 18:50

Fußball is gar nich so wichtig…

  1. 01

    Lusiol:

    Man kann sich seinen Fussball-Song auch einfach auf E-Bay ersteigern (bzw. die Verwertungsrechte), wenn man noch ein paar Kröten übrig hat: Link auf Auktion

    02.06.2006 um 17:05

31.05.2006 um 22:01

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