Wer ohne Stein ist, der sei auch besser ohne Schuld
Moralisches Rüstzeug für den urbanen Dschungel und die umliegenden Gebiete
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Sven:08.09.2007 um 20:04@ jche: Sehr klug. Das hatte man sich anders vorgestellt, als man die Forscher beauftragt hat.
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Sven:08.09.2007 um 19:28Ich gebe Bernhard recht, das ist wirklich zu einfach: Multispeziozid gegen ein Menschenleben? Da gibt es in den ganzen amerikanischen Serien (24, Battlestar Galactica, Lost, Star Trek) doch wesentlich interessantere moralische Dilemmas. Ich habe sogar den Eindruck, dass sie mit die Hauptthemen in diesen Serien sind (besonders in den letzten Jahren).
Wenn es denn schon unbedingt Primaten sein müssen, wie wäre es damit, dass ein (junger) Schimpanse sterben müsste um den geliebten Menschen zu retten? Wobei der Schimpanse nichts mit der Krankheit des Menschen zu tun hat. Würde man es tun und wäre es richtig oder falsch?
Das Kreuz mit Mohammed
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Sven:07.09.2007 um 12:38@Helge:
D’accord, bis auf den Biologie-Unterricht. Natürlich sollte in der Schule Platz sein Religionen und auch ihre Schöpfungsmythen kennen zu lernen. Ich weiß nur nicht, warum dies im Biologie-Unterricht geschehen sollte, da es nichts mit Biologie zu tun hat. Der Vergleich mit der Rassenlehre der Nazis kann als Begründung nicht gelten. Diese haben sich ja gerade auf die Wissenschaft bezogen, und ich denke, dass es sehr sinnvoll ist, etwas über ideologische und politische Verwendung von wissenschaftlichen Ergebnissen zu lernen. Ich könnte mir da nur irgendwelche interdisplinären Projekte vorstellen. Ob dabei allerdings bis auf einige nette Analogien so viel herauskommt bleibt abzuwarten. In der Physik betreibt man ja so was eher bei einem Glas Wein oder wenn man sich genug über die Stringtheorie geärgert hat. Und die Vorläufer objektiver Wissenschaft (in der Biolgie) lernt man vielleicht doch besser bei Aristoteles kennen.Ich denke, Frau Karin Wolff wollte hauptsächlich etwas Aufmerksamkeit erzeugen ohne dabei besonders viel nachzudenken. Und so groß war das Geschrei auch nicht, der im Übrigen nichts mit Religionskritik zu tun hat (man kann auch als Naturwissenschaftler gläubig sein). Es geht vielmehr darum vorzubeugen, dass wissenschaftliche Erkenntnis mit Mythen gleichgesetzt wird.
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Sven:07.09.2007 um 11:50@fpk:
“Kommunismus und ist für mich ne sekuläre Religion.”Dann ist Kapitalismus aber auch eine Religion. Das Wachstum ist der Heiland, und tagtäglich warten wir auf ein Zeichen der Märkte. Ganz ähnlich wie im Fundamentalismus findet man auch, dass die Eingeweiten/Mächtigen oft ihre eigenen Ziele auf Kosten der Gläubigen verfolgen.
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Sven:06.09.2007 um 17:08Zurück zur Fundamentalismus-Debatte: Ich denke, man kann Atheismus nicht mit religiösem Fundamentalismus vergleichen. Und als Quasi-Entschuldigung nach dem Motto “bei denen gibt es auch Dogmatiker” taugt der Vergleich sowieso nicht. Die so genannten radikalen Atheisten (Welche denn überhaupt? Die aus dem Spiegel? Richard Dawkins?) haben meines Wissens keine fertiges Weltbild parat, das man sich bei ihnen abholen kann. Das radikalere (deutlicher werdende) Auftreten von z.B. Richard Dawkins kann man wohl eher als Reaktion auf die Gegenaufklärer verstehen, die zunehmend aggressiver politische Ziele verfolgen und meist vollständig erkenntnisresistent sind. Vermutlich würden in dieser Debatte die klugen und humorvollen Analysen von Douglas Adams nicht einmal zur Kenntnis genommen werden (gibt’s auch hier auf Spreeblick: http://www.spreeblick.com/index.php?s=douglas+adams).
Ich finde nicht, dass man Religion und Vernunft (wissenschaftliche Erkenntnis) auf eine Stufe stellen kann. Die (natur-)wissenschaftliche Erkenntnis stellt sich immer wieder selbst in Frage und ihr Erfolg (ihre Wahrheit) wird durch die Erfahrung getestet. Durch ihre mögliche Wiederlegbarkeit sind diese Erkenntnisse auf eine Weise absoluter als theologische Erklärungen. Auf die Vernunft kann man sich eben wesentlich besser verlassen: Die Brücke, über die man geht, stürzt nicht ein, und wenn doch, kann man versuchen herauszufinden, warum. Daher kann man es schon als Verdummung bezeichnen, wenn Glauben Erkenntnis ersetzen soll.
Glauben/Religiösität/Spiritualität lassen sich wohl eher dem nicht-vernünftigen (vielleicht intuitiven) Bereich des menschlichen Geistes zuordnen, wie z.B. Musik-Geschmack. Sie sind Teil der individuellen Persönlichkeit. Zur Frage der Moral oder “Was hat uns das Christentum denn gebracht? Na ja, dass wir uns nicht gegenseitig umbringen sollen zum Beispiel.”: Ich glaube(!), dass Moral sich mehr oder weniger durch Selbstorganisation (http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstorganisation) in menschlichen Gesellschaften entwickelt und die Religion ein Substrat dafür war/ist. Die Moral ist durchaus einem (wissenschaftlichen) Erkenntnisprozess zugänglich, da sie ständig der Erfahrung ausgesetzt wird. Dabei entwickelt sie sich weiter. Und ich denke, das ist auch gut so.
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Darth Sven:06.09.2007 um 15:14Mist. Und ich hatte mein Lichtschwert schon gezückt, um einige Hände abzutrennen. Als Reaktion hierauf:
http://www.youtube.com/watch?v=4wGR4-SeuJ0
Allerdings hatten mich die Interpretationen des Imperial Themes (Akustik- und E-Gitarre) schon versöhnt.
So long.
Frage an die Wirtschaftsexperten
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Sven:01.08.2007 um 14:38Im Kontrast zu monsterworldwide.com hat Google mit seinen 8,000 Mitarbeitern (jetzt wahrscheinlich schon mehr) allerdings schon im 1. Quartal 2007 über eine Milliarde Dollar verdient. Und sie saugen gerade den Markt an guten Leuten leer; vielleicht sollte man es da mal versuchen?
Douglas Adams: Gibt es einen künstlichen Gott?
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Sven:17.07.2007 um 13:03@SoWhy: Alles klar, vielen Dank. Ja, die Lesung ist großartig. “Last Chance to See” ist noch besser, wenn Douglas Adams selbst darüber berichtet.
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Sven:15.07.2007 um 16:41Es wäre schön, wenn sich dieser Torrent (siehe Website) wiederbeleben lässt. Vielleicht hat ja jemand den Mitschnitt (ich war leider nicht da, obwohl ich die Gelegenheit gehabt hätte - schade) und mag seeden, oder man muss einfach nur sehr geduldig sein. Ansonsten vielen Dank für den Vortrag. Ich finde übrigens das Douglas Adams kein Nerd-Content ist; es zeichnete ihn vielmehr aus, dass er außergewöhnliche Erkenntnisse unterhaltsam (auf die britische Art) darstellt, welche von vielen Menschen verstanden werden können.
@SoWhy: Gibt es vielleicht eine Möglichkeit eine Kopie von dem Mittschnitt zu bekommen? Wäre sehr interessiert, da auch ich ihn leider nicht live gesehen habe.
Manhunt 2 - Recht auf Blutrausch
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Sven:23.06.2007 um 10:38Wie ja Malte eben schon erwähnt hat, möchte ich nochmal betonen, dass das Spiel in den USA nicht verboten ist, sondern Sony und Nintendo sich weigern würden das Spiel für ihre Plattformen zu lizensieren. Es ist bekannt, dass sie keine Spiele lizensieren, die “nur für Erwachsene” eingestuft sind. Das ist ihr gutes, marktwirtschaftliches Recht, da Wii und Playstation ihre geschlossenen Plattformen sind, und das ist der Firma Rockstar auch bekannt. Auch würden Ladenketten wie Walmart das Spiel nicht anbieten. Es bleibt Rockstar unbenommen, eine Version für PC (offene Plattform) herauszubringen. Weiterhin kommt dazu, dass es in Amerika schon ziemlich heftige Gewalt (kein Sex) sein muss, um “nur für Erwachsene” eingestuft zu werden. Vielleicht wollte Rockstar das provozieren, und es handelt sich um eine Art Suicide-Marketing. Die beschriebene Szene aus dem Spiel klingt auch irgendwie danach. Mit Zensur hat das alles erstmal nichts zu tun.
In Deutschland ist die Situation etwas anders. Das lässt sich aktuell an dem tollen, neuen Filmgenre “Folterporn” beobachten: In der FR werden die von der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) verlangten Veränderungen an Hostel 2 diskutiert. Hierbei ist wichtig, dass es dabei nicht um Jugendschutz geht, da auch die veränderte Version erst ab 18 ist. Auch wenn der Film wahrscheinlich totaler Mist ist, sehe ich das als eine Art Bevormundung in Sachen Geschmack. Wenn ich das richtig verstehe, können die Kinos auch die Original-Version zeigen, sie haben aber dann keine Rechtssicherheit, dass ein sich berufen fühlender Staatsanwalt die Aufführung untersagt und den Film beschlagnehmen lässt. Das wäre dann schon eher Zensur. Es wäre interessant zu wissen, wie oft so etwas schon mal vorgekommen ist (veilleicht bei Pasolini). Auch interessant dazu die Rezension von „This Film is not yet rated“ bei Agitpop, wo ich auch den FR-Artikel gefunden habe.
You talking to me?
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Sven:22.06.2007 um 23:08@martha: Genau, und ich hatte mich schon die ganze Zeit gefragt, woher ich den Blick kenne. Oder Ben Stiller hat bei den Nagetieren geklaut?
Auch sehr schön ist die Interpretation meiner Lieblingspodcastingdiva aus San Francisco: http://www.veronicabelmont.com/2007/06/dramatic-veronica/
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Ich verstehe immer noch nicht, was das ganze mit der Onlinedurchsuchung soll. Jeder Verbrecher, der halbwegs etwas von Computern versteht, könnte eine mögliche doch leicht umgehen. Vielleicht könnte man maximal eine Gruppe von Terroristen damit überwachen, danach wird sich das wohl auch am Hindukusch rumgesprochen haben, insbesondere nachdem hier lang und breit darüber diskutiert wurde (falls man sich dort überhaupt dafür interessiert). Für die Amateure und Möchtegern-Terroristen halte ich die vom Gesetz vorhergesehenen Mittel für angebracht. Man sollte sich lieber mehr um Ausbildung (z.B. im Bereich der Computer-Wissenschaften) und Personal der Polizei kümmern. Im Bereich der Terrorismusbekämpfung scheinen doch verdeckte Ermittler und Informanten ein wichtiges Mittel zu sein. Und immer dran denken, dass man nicht in einer risikofreien Welt lebt (Autofahren und so).
Wer einen weiteren Grund sucht Microsoft (XP und Vista) zu misstrauen: Vor einiger Zeit hat Microsoft Updates installiert, selbst wenn wenn der Nutzer Updates nicht automatisch installieren sondern nur beobachten wollte. Also bestehen hier nicht besonders große Skrupel auch ungefragt an den Systemen der Anwender Änderungen vorzunehmen.