Ein bisschen Hass muss sein
Das ist doch noch nicht das Letzte
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Iris:31.12.2007 um 14:55Hi Malte, heut’ nur schnell noch ein Me-too-Kommentar: Mir gefällt, was und wie Du’s gesagt hast.
Und eine Bitte: Bleib’ so und lass’ auch im Neuen nicht locker. Ich hab’ das Gefühl, die Mitmenschlichkeit hat hierzulande bald jede Stimme bitter nötig…Guten Rutsch an alle Spreeblicker
Ein bisschen Hass muss sein
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Iris:21.12.2007 um 01:56Zitate und ein paar knappe Bemerkungen dazu:
Im indischen Bundesstaat Rajasthan sind 15 Prozent aller Ehefrauen bei ihrer Hochzeit sogar nicht einmal 10 Jahre alt. Kinderheiraten sind eine Reaktion auf extreme Armut, sie finden vor allem in Regionen Asiens und Afrikas statt, in denen notleidende Familien in Töchtern eine Last und Menschen zweiter Klasse sehen.
Das steht u.a. im Text, das zum von de Winter instrumentalisierten Bild gehört. Muss ich jetzt daraus schließen, dass die Politisch Inkorrekten vorhaben, demnächst Rajasthan zu zwangsdemokratisieren? Die Idee, gegen die extreme Armut was zu unternehmen, gilt in PI-Kreisen wohl schon als überholt, oder?
Okay zugegeben, das war jetzt zynisch. Aber Sachlichkeit fällt mir schwer, wenn mir so viel Heuchelei auf einmal aufgetischt wird.Ich gehöre auch nicht zu dieser kleinen Gruppe von Leuten, die eine blondierte Frau mit Silikonbrüsten im selben Maß für ein Opfer des Patriarchiats halten wie eine Frau, die in einer Burka eingesperrt ist.
(…)
Übrigens sind wir alle ein relativ großes Stück weit Relativisten, auch wenn wir es noch so sehr ablehnen. Hildegard von Anglachgau war dreizehn, als sie Karl den Großen heiratete, Karl selbst betrieb umfangreiche ethnische Säuberungen gegen die Sachsen, aber trotzdem ist das angesehenste Aachener Gymnasium nach ihm benannt, der wichtigste Preis, den die Stadt Aachen zu vergeben hat, ist der Karlspreis.Was ist mit Katalogbräuten und Zwangsprostituierten aus Fernost oder Osteuropa? Sextouristen? Kinderpornoringen? Das ist alles noch längst nicht Vergangenheit - auch nicht in den Teilen der Welt, die sich für fortschrittlich halten. Ich will erst mal einen Leon de Winter sehen, der den Finger in die noch offenen Wunden seiner ‘zivilisierten Welt’ legt. Dann kauf’ ich ihm vielleicht auch mal ab, dass dieses Mädchen auf dem Foto für ihn und seinesgleichen noch was anderes ist als bloß Munition für ihren heißersehnten ‘Kampf der Kulturen’.
Nichts außer Kontrolle
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Iris:21.11.2007 um 03:04Würde einer meiner Söhne heute mit einer vor der Schule verteilten CD ankommen, auf der sich ähnliche Texte befinden … ich würde nicht nur mit ihm darüber reden, sondern nach eigener Prüfung und Beurteilung des Zusammenhangs u.U. auch die Behörden informieren.
Unter welchen Umständen? Und wozu willst Du die Behörden mit Deiner Information veranlassen? Sollen die Behörden dann vielleicht die nazistischen Rattenfänger von ihrer ‘Beute’ auf den Schulhöfen fernhalten? Auf welcher rechtlichen Grundlage sollen die Behörden dann Deiner Ansicht nach handeln?
Ansonsten schließe ich mich hier bauchgefühlsmäßig vorerst Luzis Kommentar (#18) an: Die von Dir aufgezählten Gruppen passen auch nach meiner Auffassung nicht so ohne Weiteres unter den abschließenden Deckel (staatliche Kontrolle) - nicht nach meinem persönlichen Gerechtigkeitsempfinden und auch nicht nach meinem Verständnis von geltendem Recht.
Moslemalarm
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Iris:31.10.2007 um 16:36@59 Hermann-Marcus Behrens:
Nach Lesen dieses Kommentars habe zumindestens ich ein etwas anderes Bild von Omar im Kopf.
Ah ja, welches Bild hast Du denn jetzt von Omar im Kopf? Omar hat in dem von Dir verlinkten Kommentar u.a. zum Ausdruck gebracht, dass er den irakischen Widerstand gegen die amerikanische Besatzung für legitim hält. Na und? Erstens ist das m.E. eine legitime Meinungsäußerung, und zweitens ist mir völlig schleierhaft, was diese Sicht Omars auf die Situation im Irak mit dem hier thematisierten nächtlichen Polizeiüberfall auf sein Flitterwochendomizil zu tun haben könnte. Aber vielleicht klärst Du uns da ja noch auf, welchen Zusammenhang Du da siehst.
Ich persönlich halte übrigens den Irak-Feldzug und den US-Amerikanischen Einmarsch in Afghanistan für völkerrechtswidrige Angriffskriege und folglich Bush und seine Helfer für Kriegsverbrecher. Und, muss ich jetzt Deiner Ansicht nach auch jederzeit damit rechnen, dass ein Polizei-Kommando meine Wohnung stürmt?
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Iris:31.10.2007 um 01:08Ähm, eine Frage mal eben: Wie kann man hier eigentlich diskret drum bitten, dass ein Kommentar freigeschaltet wird, der scheint’s im Filter klemmt? Ich hab’s vorhin mal per Mail versucht. Aber die hat wohl auch noch keiner gelesen.
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Iris:30.10.2007 um 19:55@Walachei:
Meinst Du echt, wir bewegen uns in diese Richtung?
Ja, das meine ich. Die Warnsignale sind doch kaum noch zu übersehen:
http://tinyurl.com/2e3m5r
http://tinyurl.com/26nayv
http://tinyurl.com/2bo8ee
http://tinyurl.com/2apzqo
http://tinyurl.com/3dx4z3
http://tinyurl.com/24vscs
http://tinyurl.com/2vfh7y
http://tinyurl.com/yopqn6
http://tinyurl.com/23t7y7
http://tinyurl.com/2dvwvs
http://tinyurl.com/yus734
http://tinyurl.com/yr4t57
http://www.spreeblick.com/2007/08/27/post-mugeln/Ich denke, dass dieses Land bei aller Scheiße doch dagegen gefeit ist.
Das denke ich nicht. Ich sehe ein Land, wo sich die Mehrheit verhält wie die drei Affen (nichts hören, nichts sehen, nichts sagen), wenn das Thema Nazismus in der deutschen Gegenwart auf den Tisch kommt. Aber die Flucht vor der Realität hilft nicht - im Gegenteil - sie ist gefährlich, denn wenn wir es nicht rechtzeitig wahrnehmen (wollen!), können wir es auch nicht aufhalten.
Der Staat ist m.E. nicht das Problem. Ich denke, er kann den Wolf im Menschen noch im Zaum halten.
Wer oder was ist denn aus Deiner Sicht aktuell DER Staat? Bist Du sicher, dass wir überhaupt noch einen staatlichen Überbau haben, der den mehrheitlichen Willen des Volkes repräsentiert? Und wer hält Deiner Ansicht nach die Wölfe in den selbsternannten Hirten im Zaum?
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Iris:29.10.2007 um 23:06@Walachei:
Ich frage mich gerade, was wir von Dir zu lesen kriegten, wenn hier berichtet würde, dass Muslime ab sofort gelbe Halbmonde sichtbar auf ihrer Kleidung tragen müssen. Vielleicht etwas in der Art: “Was ist denn schon passiert? Ist doch nur ein Stück Stoff. Muss man mit leben”?
Don’t mention the War: Holiday Inn möchte NPD-Funktionäre nicht beherbergen
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Iris:23.10.2007 um 21:40@Sven (#12):
Apropos “Gute Sitten und Gesetze”Das Hausrecht ist auch so eine gute Sitte. Und davon wurde hier m.E. in vorbildlicher Weise Gebrauch gemacht.
Davon abgesehen hat der Geschäftsführer Johannes Lohmeyer in seinem Brief ja auch klar gesagt, dass er seinen vertraglichen Verpflichtungen (wenn auch widerwillig) nachkommen wird, falls eine Stornierung der Buchung nicht mehr möglich wäre - allerdings kündigte er für den Fall die Spende der aus dieser Geschäftsbeziehung erwachsenden Einnahmen an die Desdner Synagoge an.Auch wenn das NPD-Verbotsverfahren an die Wand gefahren wurde - was ich persönlich übrigens für ein skandalöses und unverzeihliches Versagen unserer Verfassungsschutzorgane halte - muss im Umkehrschluss noch längst nicht jeder grundgesetzestreue Bürger die NPD als rechtmäßige, demokratische Partei anerkennen und/oder Geschäfte mit ihr machen. Sie wurde zwar (noch!) nicht verboten, aber das (für unser Rechtssystem blamable) Verfahren bewies ja nicht, dass sie nicht verfassungswidrig ist. Es wurde aus Verfahrensgründen eingestellt.
Post-Mügeln
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Iris:03.09.2007 um 00:45Apropos “einfache Antwort”:
Mich persönlich machen solche Ereignisse wie die Menschenhatz in Mügeln nicht nur deshalb jedes mal so traurigzornig, weil einerseits Leben und Gesundheit von Menschen direkt bedroht wird und andererseits unzählige meiner Mitmenschern in permanente Angst versetzt werden (btw wer ohne den neudeutsch sogenannten ‘Migrationshintergrund’ kann sich eigentlich wirklich vorstellen, wie das ist, wenn man in ständigem Misstrauen gegenüber den meisten Menschen um sich herum leben muss, weil man jederzeit und überall der nächste sein könnte, gegen den sich diese unbegreifliche Wut von Leuten richtet, die man persönlich nicht kennt und denen man nie auch nur das Geringste angetan hat?).
Ereignisse wie dieses zeichnen mir darüber hinaus auch ein sehr hässliches und zutiefst entmutigendes Menschenbild. Sie sprechen nämlich dafür, dass wir (als Gesellschaft) aus unserer Geschichte bisher nicht besonders viel gelernt haben. Denn sie demonstrieren mir: Sobald der Wohlstand vieler merklich schrumpft, Arbeitsplätze knapp, individuelle Erfolgsaussichten schlechter und der soziale Druck größer werden, suchen wir wieder vermehrt nach Prügelknaben (oder lassen sie uns vor die Nase setzen), an denen wir unseren Alltagsfrust und unsere Existenzängste abragieren können. Und das sind dann eben ‘die Anderen’, die gesellschaftlich in der Minderheit und damit schwächer sind als die mehrheitliche Masse, in die wir uns immer dann eingruppieren, wenn wir uns ein bisschen sicherer fühlen wollen im (vermeintlichen) Schutz des Rudels.
Und in solchen Momenten denke ich oft: “Homo homini lupus” (”Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf”). Manchmal sieht die Wahrheit wirklich einfach aus …aber nicht unbedingt schön einfach.
Exotismus
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Iris:05.08.2007 um 13:56@Max:
du konntest mir bisher auch nicht erklären, was daran rassistisch sein sollte
Tja nun, das finde ich zwar schade, aber ich kann’s halt nicht besser erklären. btw eine Erklärung ist m.E. auch bestenfalls der halbe Weg zum Verständnis.
@heidrun nur mal so ;o): Danke für die Übersetzung, aber ich wusste schon, was ‘ebony’ heißt. Ich hab’ aber noch nie einen ‘Ebenholzhaut’ sagen hören. Du? Das Wort ‘Ebenholz’ kenne ich im deutschen Spachgebrauch nur aus ‘Schneewittchen’.
kann man sich darauf einigen, dass man “milchkaffeebraun” als beleidigung auffassen könnte (z.b. in einem onkeligen, leicht notgeilen tonfall?
Nö. Wieso sollte ich mich hier diesbzgl. auf irgendwas einigen? Und ich persönlich erwarte auch von einer Person, die bestimmte Worte als rassistisch empfindet und das mir gegenüber sachlich begründet, nicht, dass sie sich mit mir einigt. Ich sehe nicht ein, wieso ich mich um den Gebrauch eines Wortes streiten sollte, das ich überhaupt nicht nötig habe, um mich verständlich auszudrücken, durch das sich andere aber herabgewürdigt fühlen.
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Iris:03.08.2007 um 18:48@Max:
Hier findet ein lustiges Spielchen statt, das geht “Du machst was, und ich denke mir was aus wie man das irgendwie rassistisch Interpretieren könnte und verbiete es dir dann.” Das fängt an bei einem Unicef Plakat, geht über Lego-Fugren jetzt bis zum Wort “Milchkaffeebrauner Teint”.
DAS ist hineininterpretiert. Und das Spiel spielst Du allein. Du täuschst Dich gewaltig, wenn Du glaubst, ich würde beim Thema Rassismus solche Spielchen spielen. Und meine Absicht ist hier erklärtermaßen nicht, Dir (oder jemand anderem) irgendwas zu verbieten (s. #41).
Also, hier werden einige Aussagen/Bilder verdammt, weil sie einigen Leuten nicht in den Kram passen.
Nein, manche finden die Aussagen und Bilder, die hier diskutiert wurden, nicht in Ordnung, weil sich Menschen dadurch herabgewürdigt fühlen. Und nur weil Du ihre Gefühle nicht mit- bzw. nachfühlen kannst, sprichst Du ihnen einfach ab, dass sie es ehrlich so empfinden. Und das finde ich in dieser Diskussion tatsächlich daneben - nicht, dass Du bei den genannten Beispielen keinen Rassismus erkennst, sondern dass Du grundsätzlich nicht akzeptieren kannst, dass andere das anders sehen.
Und jetzt mal ehrlich: Welches Bild hast Du vor Augen, wenn Du bspw. in einem Artikel von einer ‘milchkaffeebraunen Schönheit’ liest?
Und nochmal: wer “Milchkaffeebraun” für rassistisch hält, hält auch Nasepopeln für schwulenfeindlich.
Nein, öffentliches Nasepopeln halte ich nur für schlechtes Benehmen ;o). Aber ich find’s schon …hm irgendwie faszinierend, nach welchen schlichten Gleichungen Du das Denken anderer Menschen einschätzt.
Das ist eine Einschränkung der Meinungsfreiheit und, wenn in Gesetze gegossen, eine Form von Zensur.
Ja, die Antidiskrimierungsgesetze sind eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Und zwar eine Einschränkung, die ich nicht nur vollkommen in Ordnung, sondern sogar unverzichtbar finde. Meinungsfreiheit darf imo nicht über alles gehen. Menschenwürde ist ihr gegenüber vorrangig.
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Iris:03.08.2007 um 14:15@Max:
Findest du deine Argumentation nicht auch ein wenig sehr weit hergeholt?
Nein, finde ich nicht. Ich musste nicht weit ausholen. Das kam mir spontan beim Lesen von heidruns Kommentar (#70) in den Sinn. Es fällt mir nicht schwer, zu verstehen, warum der Braune Mob dertige Begriffe rasistisch findet. Mir kommt diese Lesart ganz natürlich vor. Und da hab’ ich eben hier versucht, heidrun noch mal mit meinen Worten zu erklären, wieso.
Aber im Verlauf dieser Diskussion habe ich mich öfter gefragt, was Du hier eigentlich verteidigst. Und ich kapier’ auch immer noch nicht, wieso Dich Eure Diskussion wütend gemacht hat.Sagen Amerikaner nicht “ebony skin” wenn es z.B. um Schönheitsprodukte geht?
Weiß ich nicht. Kann aber sein. Gibt es auch ein deutsches Wort dafür?
@Philipp Lenssen:
In manchen asiatischen Ländern z.B. benutzen die Leute einen Sonnenschirm für kleinere Wege, damit die Sonne den Teint nicht verdunkelt, weil eben eher die Leute, die den ganzen Tag auf dem Feld oder sonstwo draußen arbeiten einen solchen Teint haben (laut Stereotyp = Armut*).
Das sah man früher in europäischen Ländern auch so (weshalb zur Garderobe auch standardmäßig Sonnenschirme und -hüte gehörten).
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Iris:03.08.2007 um 13:16@heidrun:
und wenn beim “braunen mob” “milchkaffeebraune haut” als rassistischer begriff definiert wird, kann ich mich damit auch nicht so recht anfreunden, “porzellanteint” halte ich schließlich auch nicht für eine beleidigung.
Das ist aber auch nicht leicht zu erklären, finde ich. ‘Milchkaffeebraun’ ist für mich so’n Wort, vor dem man beim ersten Hören nicht unbedingt sofort angewidert zurückschreckt, sondern es schleicht sich erst im Nachhall so ein ungutes Gefühl in der Magengegend ein - schleimig, kriechend, zäh.
Ich versuch’s mal so rum: Was soll gesagt werden? Mit beiden Worten wird versucht, bildhaft auszudrücken, dass jemand schöne Haut hat.
Assoziationskette ‘Porzellanteint’: Sehr helle Haut, ebenmäßig, glatt, zart (zerbrechlich wirkend).
Assoziationskette ‘Milchkaffeebrauner Teint’: Braune Haut, aber nicht sehr dunkel, nicht zu schwarz, cremefarben, fast schon weiß.Fällt Dir jetzt was auf? ‘Milchkaffeebrauner Teint’ ist weniger ein positiver Begriff für schöne Haut, sondern viel mehr eine Beschreibung, die indirekt schwarze Haut als weniger schön abwertet.
Außerdem kommt es ja immer auch auf den Zusammenhang an, in dem solche Worte Verwendung finden. Und ‘Porzellanteint’ wird eben in den mir bekannten Zusammenhängen immer gebraucht, um makellose Haut zu beschreiben. ‘Milchkaffeebraun’ jedoch wurde bei den wenigen Gelegenheiten, in denen ich darauf traf, immer verwendet, um auszudrücken, dass ein Schwarzer gar ‘nicht richtig’ schwarz aussieht. Und damit wird eben unterschwellig schwarze Haut als negatives Merkmal weitergetragen. Bei einem Weißen würde man ja normalerweise auch nicht auf die Idee kommen, zu betonen, dass seine Haut gar ‘nicht richtig’ weiß ist, sondern puderrosa, oder?btw als Äquivalent zu ‘Porzellanteint’ suchte ich während ich diesen Kommentar hier schrieb, gedanklich nach einem Begriff, der schwarze Haut als besonders schön beschreibt. Fällt hier einem einer ein?
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Iris:01.08.2007 um 20:43@Mart:
Erstens geht es bei einer Anzeige für ein Projekt einer Hilfsorganisation nicht zuerst darum, eine nicht-diskriminierende, umfassende Darstellung von Irgendwem zu zeigen, sondern darum, Spenden zu generieren.
Menschen nicht diskriminierend darzustellen sollte imo gar nicht besonders gefordert werden müssen, sondern es sollte ein selbstverständlicher Anspruch jeder öffentlichen Menschendarstellung sein - egal worum es geht.
da bei diesem Blog anscheinend momentan sehr wenig Schulkinder aus Tansania mitlesen
Dargestellt wurden in der Unicef-Kampagne aber nicht Schulkinder aus Tansania, sondern schwarz angemalte Kinder. Und wie einige Schwarze Menschen vom Verein Der Braune Mob das sehen, darüber zumindest musste ich keine Vermutungen anstellen, sondern ich hab’s gelesen.
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Iris:01.08.2007 um 20:09@Mart:
Was sehe ich?
Davon gehst Du aus - von Deiner Sichtweise. Und danach beurteilst Du solch eine Kampagne? Nur danach? Ich denke nicht. Als Werber fragst Du Dich doch wohl vor allem, was andere sehen, oder? Deine Auftraggeber? Deren Adressaten? Und vielleicht eben auch die, denen mit einer Spendenkampagne geholfen werden soll?
Aber gut, wenn man da unbedingt “Blackfacing” drin sehen will, kann man das natürlich.
Ob eine Menschendarstellung diskriminierend ist oder nicht, entscheidet imo letztlich nicht der Sender oder unbetroffene Zuschauer, sondern die, die sich in der Rolle der Dargestellten zwar gemeint, aber nicht als gleichwertige Menschen abgebildet fühlen.
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Iris:01.08.2007 um 18:35@heidrun:
Ja klar. Was ich sagen wollte ist, dass Barbie imo ebenfalls ein Beispiel für diskriminierendes Spielzeug ist. Mir persönlich geht es aber in der Diskussion solcher Themen nicht vorrangig ums Brandmarken oder eine Durchsetzung von Verboten, sondern um die gemeinsame Bildung eines sozialen Bewusstseins für versteckte (und vielfach über Generationen vererbte) Botschaften und Mehrdeutigkeiten. Es geht um die Entwicklung von Verständnis dafür, wie Menschenbilder entstehen und wie sie auf wen wirken. Und dafür ist es imo sehr hilfreich, wenn man Derartiges öffentlich thematisiert und analysiert. Es geht nicht um Schuldzuweisung sondern um gemeinsames Arbeiten an der Wahrnehmung von Unterschieden und Unterscheidungen.
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Iris:01.08.2007 um 17:57@Mart:
Das Kindchenschema ist keine Erfindung der Werbung, sondern eine der Natur.
Das Kindchenschema steht hier aber m.E. nicht zur Debatte.
und ausgerechnet bei der einzigen Sache, für die es sich wirklich lohnt funktionierende Werbung zu machen, sollen wir jetzt darauf verzichten?
Geht’s auch ohne solche manipulativen Vereinfachungen? Funktioniert Werbung für Hilfsorganisationen denn nur mit solchen Mitteln? Oder anders gefragt: Fällt Werbern wirklich nicht mehr ein als die Ansprache von Instinkten oder althergebrachten Vorurteilen?
Davon abgesehen ist in meinen Augen menschliches Handeln nicht allein dadurch gerechtfertigt und über jeden Zweifel erhaben, dass es (im Sinne des Handelnden bzw. seinem Auftraggeber) funktioniert. Wenn es ungewollte oder unangenehme ‘Nebenwirkungen’ hat, trägt der Handelnde imo auch dafür die Verantwortung.
@Frederic:
Ja, genau sowas meinte ich. Barbie ist übrigens imo auch so ein Beispiel…
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Iris:01.08.2007 um 16:53@Mart:
Mal grundsätzlich: Die Aufgabe von Kampagnen für Hilfsorganisationen ist es nicht, möglichst PC zu sein, sondern Spenden zu generieren - und das funktioniert nun mal am besten und massenwirksamsten, wenn man sich einer deutlichen Symbolik bedient.
Diese Argumentation wirkt auf mich wie eine Katze, die sich in den Schwanz beißt. Diese Symbolik funktioniert imo deshalb nach wie vor so ‘gut’, weil sie immer wieder bedient wird. Die Medien ‘erziehen’ sich durch solche ständig wiederholten Darstellungen ihre Massen.
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Iris:01.08.2007 um 14:24@Andreas: Kannste bitte mal eben meinen Kommentar freischalten? Der wurde vermutlich rausgefiltert, weil ich kleine Linkliste (Anschauungsbeispiele) beigegeben hab’.
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Iris:01.08.2007 um 14:09Schön, dass das Thema hier mal angesprochen wird. In letzter Zeit hatte ich häufig den Eindruck, dass das Bewusstsein für rassistische Darstellungen und Formulierungen hierzulande immer noch deutlich unterentwickelt ist. Hinweise darauf findet man allerdings nicht nur im Internet, sondern auch überall in deutschen Warenhäusern.
Seit einiger Zeit ist z.B. der sogenannte Kolonialstil bei Wohnungseinrichtungen wieder in. Und dazu werden Deko-Figuren und Bilder angeboten, die meiner Ansicht nach eigentlich lautstarken Protest seitens der Anti-Diskriminierungsverbände auslösen müssten. Aber bis jetzt hab’ ich da in den Medien noch nix in der Richtung wahrgenommen. Beispiele gefällig?
http://tinyurl.com/32o9xx
http://tinyurl.com/265nhh
http://tinyurl.com/2xqr2d
http://tinyurl.com/2gkcz2
http://tinyurl.com/2jtt8f
O Broder Where Art Thou?
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Iris:04.07.2007 um 22:00@langweilig:
Na gut, Du warst ja offenbar doch noch nicht ganz fertig mit unserer Diskussion ;o), also möchte ich auch noch kurz was auf den letzten Absatz Deines Kommentars #64 erwidern:
Es gibt eben einen Unterschied zwischen völkisch-biologischem Rassismus und Kulturunterschieds-Rassismus ala Huntington, Broder, etc. Letzteres muss man ebenfalls angreifen und kritisieren, aber es hat keinen Massenmord zum Endziel, herrgott. Die andere Seite hingegen hat bereits bewiesen, wo Ihre “Gesellschaftskritik” endet. Punkt.
Ja, es gibt einen Unterschied, doch Ersteres kam nicht aus dem Nichts. Der völkisch-biologische Antisemitismus erregte m.E. während seiner gesellschaftlichen Etablierung u.a. deshalb so wenig Widerstand, weil er auf dafür vorbereiteten Boden fiel*. Denn in der Form von Kulturunterschiedsrassismus hatte der Antisemitismus in Europa bereits eine lange ‘Tradition’. Auch mit dem Blick auf die historische Entwicklung halte ich es daher für gefährlich leichtsinnig, den neuen Kulturunterschiedsrassismus, der sich seit einigen Jahren auch bei uns epidemisch ausbreitet und mittlerweile auch in weiten Teilen der sogenannten bürgerlichen Mitte gesellschaftsfähig geworden ist, zu unterschätzen. Das vielzitierte “Wehret den Anfängen!” drängt sich mir immer stärker in den Sinn, je länger ich Zeugin dieser Entwicklung werde. Es ist in meinen Augen die alte bösartig-dumme Menschenfeindlichkeit, die sich da aus dem Sumpf erhebt. Sie tarnt sich nur anders.
Was mich betrifft, ich werde auf keinen Fall zwischen Pest und Cholera wählen, und betrachte die Feinde meiner Feinde mit Sicherheit nicht automatisch als Freunde. Ich will weiterhin für Mitmenschlichkeit appellieren und gegen die Menschenfeindlichkeit anschrei(b)en wo immer sie mir begegnet (und ich sie erkenne!). Und als ich las, was Du in Deinem Kommentar #67 geschrieben hast, kam mir der Verdacht, dass wir in dieser Grundhaltung vielleicht gar nicht so weit auseinander stehen, wie es in diesem Gedankenaustausch hier streckenweise den Anschein hatte.
———————* Dies’ ist eine sehr kurzgefasste Teilantwort auf eine Frage, die ich mir bei meiner persönlichen Auseinandersetzung mit der Nazidiktatur immer wieder gestellt habe: Wie konnte es dazu kommen?
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Iris:03.07.2007 um 14:27Tja Johnny, da haste natürlich grundsätzlich Recht. Allerdings finde ich, dass man (auch bei einer gewissen Bereitschaft zur Trollignoranz) nicht alles unwidersprochen stehenlassen kann. Wenn z.B. Jens Berger (der Spiegelfechter), den Ihr hier ja bei Spreeblick auch verlinkt, in seiner Abwesenheit von irgendwelchen hinterfotzigen Trollen angepisst wird, dann sollte man da imo als Blog-Admin schon eingreifen, resp. löschen oder klarstellen.
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Iris:03.07.2007 um 13:36@Admins:
Sagt mal, passt hier noch einer auf oder ist der Thread jetzt hier als Trollwiese freigegeben?
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Iris:03.07.2007 um 03:43@langweilig:
Wie Du selber feststellst, richtete sich mein ursprünglicher Einwand ja nun aber keinesfalls gegen Dich oder Dein Blog.
Nein, Dein ursprünglicher Kommentar richtete sich gegen “diese ganzen Anti-Broder-Weblog-Beiträge” und “die Leser, die dann immer wieder kommentieren, wie wichtig es ihnen bei all der vermeintlichen Broder-Lobhudelei ist, dass jetzt endlich mal einer Kritik übt…” und “Euer Redebedürfnis” (also unsers/nicht Deins).
Und Deinen Kommentar #43 (auf den sich meine Antworten im Kommentar #49 größtenteils beziehen) hattest Du an maloXP und mich gerichtet, oder? Steht jedenfalls da. Wen meintest Du da also mit den vielen ‘ihr’ in Deinen Sätzen (z.B.: “Allein Ihr verlinkt in Euren Blogs doch weiß Gott wie viele kritische Stimmen”)? Ich ging davon aus, zumindest u.a. die, an die Du Deinen Kommentar namentlich gerichtet hast.
Von daher frage ich mich schon, wo diese Art von erregter Zensur- bzw. Verbotspanik herkommt?
Dies’ ist leider eine weitere Fehlinterpretation meiner Aussagen. Ich bin/war hier keineswegs so panisch wie Du Dir das offenbar vorstellst ;o).
Weder konntest Du mir deutlich machen, was an Broder nun so wichtig ist, noch möchtest Du Dich offenbar zu der - jenseits Deiner Person! - tatsächlich vorhandenen eindeutig antisemitischen Variante der Broder-Kritik äußern, auch zu der selbstgerechten “Minderheitenposition” kommt offenbar nichts
Mit diesen Vorhaltungen sagst Du mir, dass Du mir in weiten Teilen bisher gar nicht wirklich zugehört (resp. zugelesen) hast. Ich halte Broder ja gar nicht für wichtig, also kann ich Dir natürlich auch nicht seine Wichtigkeit deutlich machen. Im Gegenteil, ich halte ihn für mainstream-medial überbewertet und finde es zunehmend bedenklich, dass ausgerechnet ihm zur Verbreitung seiner Stammtischparolen, die in meinen Augen größtenteils nichts anderes sind als primitive Hetze, so viele öffentliche Podeste errichtet werden. Aus meiner Sicht wird da von einigen reichweitenstarken Medienmachern ein Demagoge zum Musterpublizisten hochgejazzt.
Und ja, Du hast Recht, ich wollte mich hier eigentlich nicht weiter zu dem, was Du ‘eindeutig antisemitischen Variante der Broder-Kritik’ genannt hast, äußern. Warum muss ich das? Weder betrachte ich diese gegen Broders jüdische Identität gerichteten Hasspamphlete als Kritik, noch hat das in meinen Augen irgendwas mit der hier thematisierten (und m.E. berechtigten) Einwänden gegen Broders Publikationen und den Lobhudeleien derselben seitens der selbsternannten literarischen Elite zu tun. Und es geht mir auch auf den Geist, dass broderkritische Diskussionen immer wieder auf das Thema Antisemitismus gelenkt werden. Was soll das? Wieso soll ich denn irgendwem beweisen, dass ich keine Judenhasserin bin? Ich weiß, dass ich’s nicht bin und wer mich dennoch für eine hält (weil ich nur so in sein schwarzweißes Weltbild passe), ist imo ein Idiot und fertig. So, jetzt hab’ ich doch noch mal dazu Stellung genommen. Und, hilft Dir das jetzt irgendwie, meine Meinung über Broders Medienpräsenz zu verstehen?
Und was soll ich Dir denn auf Deine Vorhaltung einer ’selbstgerechten Minderheitenposition’ antworten - außer, dass ich mich nicht in dieser Postion sehe?Leider muss ich aber außerdem sagen, dass es tatsächlich so ist, dass Du wirklich nicht versuchst, auf irgendeinen meiner inhaltlichen Punkte argumentativ einzugehen.
Na, wenn das für Dich tatsächlich so ist, dann ist das für Dich eben so. Ich seh’ es anders, aber ich hab’ offen gesagt jetzt tatsächlich keine Lust mehr, weiter zu versuchen, auf Deine Ausführungen argumentativ einzugehen, weil ich mittlerweile den Eindruck habe, dass ich mir noch so viel Mühe geben kann, Dir meine Sichtweise zu erklären, Du wirst trotzdem auch weiterhin nur das herauslesen, was Deinen Standpunkt bestätigt. Okay, kannste gerne machen, aber inhaltliche Auseinandersetzung sieht für mich auch anders aus ;o).
So, nuff said, mehr gibt’s von mir zum Thema nicht. Getting on with my life.
dito
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Iris:02.07.2007 um 20:11@langweilig:
Du hingegen “empfiehlst” mir doch die ganze Zeit, mich besser rauszuhalten und das auf reichlich aggressive Art und Weise. (”Einfacher wäre doch wohl, wenn Du Dich nicht mehr an Blog-Diskussionen beteiligst, die Du langweilig oder irrelevant findest…” / usw.). Wer von uns beiden will daher eigentlich wem den Mund verbieten, wenn ich mir diese Frage erlauben darf?
Frédéric bloggte hier eine Broder-Kritik. Und dann kamst Du und erklärtest, Du willst keine Broder-Kritiken und Kommentare in Blogs mehr lesen. Alles, worauf ich mit dem Satz:
Einfacher wäre doch wohl, wenn Du Dich nicht mehr an Blog-Diskussionen beteiligst, die Du langweilig oder irrelevant findest, oder?
aufmerksam machen wollte, war, dass es doch wohl leichter ist, Blog-Themen, die man langweilig findet, einfach zu überlesen, als von anderen zu erwarten, dass sie sie nicht thematisieren sollen. Und das interpretierst Du als Empfehlung meinerseits, Dich rauszuhalten? Sorry, aber dazu fällt mir nur noch eins ein: HÄH?
ABER: Selbstverständlich habe ich als Spreeblick-Leser das Recht, meinem Wunsch Ausdruck zu verleihen, Spreeblick möge von dieser aus meiner Sicht blöden Anti-Broder-Nummer freibleiben.
Wünschen darfst Du Dir natürlich alles mögliche. Aber das inhaltliche Angebot eines Blogs (also auch das von Spreeblick) bestimmen m.E. immer noch die Autoren, während Blog-Leser meiner Ansicht nach genau zwei Möglichkeiten haben - nämlich entweder die Blogpostings zu den (vom Blogger) gewählten Themen zu lesen und sich damit auseinanderzusetzen oder es zu lassen.
Davon abgesehen möchte ich Dich nur noch darauf aufmerksam machen, dass sowohl Dein Eindruck “auf reichlich aggressive Art und Weise” als auch Deine Lesart “in extremer Lautstärke [Zitat: So! ;o)”)] kindisch-trotzig-patzig” von mir nicht so gemeint war. Ich hatte angenommen, dass die Ironie durch das Emoticon am Ende hinreichend deutlich wurde. Das kam aber offenbar nicht richtig rüber. Mein Fehler. Es tut mir leid, falls Du Dich dadurch persönlich angegriffen gefühlt hast.
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Iris:01.07.2007 um 23:14@langweilig:
Angesichts dessen ernshaft zu behaupten, Broder scheiße zu finden sei eine heikle Minderheitenposition, die man deswegen engagiert vertreten müsse, leuchtet mir nach wie vor nicht ein.
Wer hat denn behauptet, Broder ’scheiße zu finden’ sei eine ‘heikle Minderheitenposition’?
Und ja, ich finde, da wird ein pseudokritisches Bewusstsein am falschen (weil vergleichsweise unbedeutenden) Subjekt durchexerzoiert, obwohl es wesentlich schlimmere Gestalten gibt, die man jeden Tag aus weitaus triftigeren Gründen mit derselben Heftigkeit kritisieren könnte.
Das darfst Du auch meinetwegen durchaus finden. Aber ich lasse mir nicht vorschreiben, über wen oder was ich mich in meinem Blog aufregen darf oder welches Blog-Posting ich in den Weblogs anderer so interessant finde, dass ich es kommentieren will. Und ob Du meine Kritik als pseudokritisches Bewusstsein abqualifizierst, ist mir mit - mit Verlaub - total egal. Wenn Du meinst, dass man ’schlimmere Gestalten’ kritisieren sollte, dann mach’ das doch, statt Dich darüber aufzuregen, dass andere in ihren Blogs Deiner Meinung nach die Falschen kritisieren.
Genau darin besteht aus meiner Sicht die Achillesferse Eurer ganzen Anti-Broder-Rhetorik. Nicht ich bin nämlich derjenige, der Broder in eine Reihe mit den genannten “Hassobjekten” stellt, sondern Ihr ver(sch)wendet Eure Energie darauf, Euch an Broder abzuarbeiten, STATT an diesen. Das war mein Argument, was an Dir, Iris, leider völlig vorbeigegangen zu sein scheint. Was ich sagen wollte, war, dass mich jeder zweite FAZ-Leitartikel zu bestimmten Themen immer noch wesentlich mehr nervt als Broder.
Im ersten Satz dieses Zitats offenbart er sich, der springende Punkt: Aus Deiner Sicht
Du darfst es auch meinetwegen gern weiter für Zeitverschwendung halten, sich ‘an Broder abzuarbeiten’. Doch ich denke erstens (mittlerweile) anders darüber und zweitens ist es meine Zeit. That’s it. Ein Thema, unterschiedliche Sichtweisen, das kommt immer wieder sogar in den besten Familien vor ;o). Und wenn Dich jeder zweite FAZ-Leitartikel mehr nervt, dann blog doch drüber. Aber tu mir bitte einen Gefallen und überlass’ es mir, die Themen zu bloggen oder zu kommentieren, die mich interessieren/amüsieren/aufregen/nerven… - auch wenn Du sie langweilig findest.Euch geht es offenbar anders, okay, aber die Frage nach dem Warum stelle ich deshalb genau Euch und nicht der FAZ. Von daher, wie wäre es mit einer Antwort statt mit einem ausweichenden Frag-doch-die-anderen?
Wir/ich erklären doch in unseren Blogpostings/Kommentaren das Warum. Aber wenn Dir das als Begründung für Broder-Kritik nicht genügt, tja was erwartest Du dann, dass wir tun? Nicht mehr drüber bloggen, weil Du das Thema für nicht relevant genug hältst und nicht verstehst, dass wir das anders sehen? Einfacher wäre doch wohl, wenn Du Dich nicht mehr an Blog-Diskussionen beteiligst, die Du langweilig oder irrelevant findest, oder? Ich sehe jedenfalls nicht ein, wieso ich mich dafür rechtfertigen soll, welche Themen ich interessant und diskussionswürdig finde. Und wenn’s der Gartenzaun meiner Nachbarin wäre, der mich nervt oder ‘ne Fliege an der Wand, dann würd’ ich das bloggen - und zwar ohne mich darum zu scheren, ob Du das langweilig findest. So! ;o)
Dazu nebenbei bemerkt, denn den Punkt verpasst Du, Iris, leider ebenfalls: Mir geht es genausowenig wie Dir darum, ob Broder Jude ist, auch wenn ich es interessant finde, dass Du Dich fragst, ob Du anders reagieren würdest, wenn Du Jüdin wärst (hoffentlich nicht, ehrlich gesagt).
Wie bereits gesagt, es ist mir grundsätzlich egal, ob ein Publizist Jude ist oder Muslim oder Christ. Das ist für mich kein Argument für oder gegen irgendwas. Und darum hab’ ich auch keinen Bock, mir das ständig als Thema aufzwingen zu lassen (statt einer gleichberechtigten Diskussion über die eigentlichen politischen Standpunkte) - weder von Broder noch von Dir.
Abschließend noch einige Sätze zu Deinem Austausch mit natschpo:
Wenn alle Broder-Kritiker für Dich nur aus antisemitischer Motivation handeln, dann weiß ich nicht, worüber Du noch reden willst?
Und ich weiß nicht, wieso Broder-Kritiker mit ihm reden sollten. Mit jemandem zu diskutieren, der jede Kritik an Broders Standpunkten für Antisemitismus hält, halte ich für Zeitverschwendung. Denn wie kann man das widerlegen?
Denn unbewusste Antisemiten davon zu überzeugen, dass sie welche sind, erscheint mir ungefähr so sinnvoll, wie die katholische Kirche davon zu überzeugen, dass es keinen Gott gibt.
Und nachdem ich diesen Satz gelesen hatte, habe ich mich offen gesagt auch gefragt, ob ich mir überhaupt noch die Mühe machen sollte, Dir zu antworten. Aber man soll ja keine voreiligen Schlüsse ziehen. Darum frage ich lieber erst mal direkt: Hältst Du mich/uns/Broder-Kritiker denn für unbewusste Antisemiten?
Profisüppchenkocher
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O Broder Where Art Thou?
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Iris:28.06.2007 um 23:41@Langweilig:
Und ich finde diese ganzen Anti-Broder-Weblog-Beiträge in ca. 1500 führenden deutschen Blogs nur noch langweilig.
Du hast Anti-Broder-Weblog-Beiträge in ca. 1500 führenden deutschen Blogs gelesen? Wow! Weder hätte ich vermutet, dass es so viele ‘führende deutsche Blogs’ gibt, noch dass da überall Anti-Broder-Weblog-Beiträge reingeschrieben wurden. Falls das den Tatsachen entspricht, gebe ich Dir natürlich Recht, dass er soooo viel Aufmerksamkeit wohl wirklich nicht verdient. Falls das allerdings nicht so ist, frage ich mich, was Deine Aufregung hier soll. So ganz egal scheint Dir das Anti-Broder-Thema jedenfalls immer noch nicht zu sein. Dein aufgeregter Kommentar hier macht zumindest auf mich einen gegenteiligen Eindruck.
Kann es außerdem sein, dass es echt wesentlich größere und mächtigere und schlimmere Hassobjekte (Nazis und NPD bspw.? / den BdV bspw.? / den G8-Polizeistaat bspw.? / islamistische und sonstige gewaltbereite Fundamentalisten bspw.?) gibt / geben sollte als einen einzigen SPIEGEL-Autor?
Na das iss ja mal wieder ‘ne tolle Argumentation. Macht es Deiner Ansicht nach einen Broder weniger schlimm, dass es ‘wesentlich größere und mächtigere und schlimmere Hassobjekte’ gibt? btw interessant mit welchen ‘Hassobjekten’ Du diesen SPIEGEL-Autor in Relation setzt…
Und warum nur messt Ihr Broder diese Bedeutung bei, die er gar nicht hat? Kann es schließlich doch sein, dass Euer Redebedürfnis ziemlich wenig mit der realen Bedeutung Broders und ziemlich viel damit zu tun hat, dass Ihr Euch durch Broders aggressive Vertretung einer bestimmten (bei weitem nicht der einzig-möglichen) jüdisch-israelischen Position doch sehr herausgefordert fühlt?
1. Nicht ich oder ‘wir’ Blogger messe(n) ihm diese Bedeutung bei, sondern die Mainstream-Medien (remember: Hier geht’s immerhin darum, dass Broder ein nicht unbedeutender deutscher Literaturpreis verliehen wurde. Diese Farce und die damit verbundene mediale Berichterstattung wurde ja nicht von seinen Kritikern inszeniert, oder?)
2. Ich kann Deine Frage nur für mich beantworten: Nein kann nicht sein. Es ist mir offen gesagt sch***egal, ob Broder ein Jude ist. Dafür gibt’s bei mir weder Plus- noch Minuspunkte. Ich gebe allerdings zu, dass ich schon mal drüber nachgedacht habe, ob mir das genauso egal wäre, wenn ich auch Jüdin wäre.
Seine herablassende Haltung gegenüber Andersdenkenden ging mir allerdings schon desöfteren gehörig auf den Geist. Ich finde, ein gebildeter Mann sollte sich nicht ständig derart prollig aufführen, primitive Stammtischparolen in die Medienwelt krakelen und andere Publizisten beleidigen, die seine Stammtischstandpunkte nicht teilen (außer dass es ihn imo überaus unsympathisch macht, sieht es in meinen Augen auch immer so aus, als ob er das nur täte, um zu übertünchen, dass er seinen Kritikern sonst nichts entgegenzusetzen hat). Das ist m.E. nicht provokativ, sondern einfach nur peinlich. Sein aggressives Imponiergehabe wirkt auf mich, als ob er seine Bildung nicht mehr zu schätzen wüsste, denn er macht imo nur noch äußerst selten Gebrauch davon.Warum immer und immer wieder Broder?
Prinzipiell gute Frage. Aber warum richtest Du sie an uns und nicht an die Spiegel-Redaktion, den Focus-Chef Markwort oder sonstige Vertreter von Mainstream-Medien, die ihm ständig Plattformen zur Verbreitung seiner Propaganda vor großem Publikum bieten? Haben broderkritische Weblogger Deiner Ansicht nach etwa schon mehr Bedeutung?
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Iris:27.06.2007 um 14:22Über Broder zu schreiben ist pure Zeitverschwendung.
Das hab’ ich auch mal kommentiert. Allerdings geht es mir mittlerweile auch auf den Wecker, immer und immer wieder mitansehen zu müssen, wie alle möglichen und unmöglichen
SchneiderSchreiberlein diese Type mit Lorbeer bekränzen und aufOchsenkarrenFestwagen vor sich herschieben. Ich finde, da muss man sie wenigstens mal ab und zu auslachen und laut sagen dürfen: “Ey, der (der sich selbst für den Kaiser hält - mindestens) hat ja gar keine Kleider an.” Das ist imo Notwehr gegen ihre permanenten Versuche der Volksverblödung.
Nachgeben oder nachlegen?
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Iris:19.06.2007 um 20:54Wäre es vielleicht mchbar, dass über mich Mutmassungen nur von Leuten angestellt werden, die mich auch wirklich kennen?
Machbar wäre das vielleicht. Aber verlangen kann Don Alphonso das imo genausowenig wie Johnny Hauesler. Wer öffentlich auftritt, hinterlässt persönliche Eindrücke. Und diese Eindrücke werden eben manchmal wiedergegeben. Solange das nicht in persönliche Beleidigungen oder Anfeindungen ausartet, finde ich persönlich daran nichts Verwerfliches. Mitunter kann es m.E. sogar helfen, eine Situation oder eine Entwicklung zu beurteilen, wenn man versucht, neben den nackten Fakten, auch die individuellen Befindlichkeiten der beteiligten Personen einzuschätzen und zu berücksichtigen. Denn es ‘menschelt’ ja schließlich immer und überall, gelle ;o)? Also warum sollte man den Faktor Mensch speziell bei Diskussionen, an denen Du direkt oder indirekt beteiligt bist, verschweigen? Und mindestens einen Vorteil hat die offene Aussprache persönlicher Eindrücke doch auch für Dich - Du hast die Gelegenheit, Eindrücke geradezurücken, wenn Du Dich fehlinterpretiert fühlst.
Davon abgesehen hab’ ich mich gerade gefragt, wer hier keine Mutmaßungen über sich lesen will - die Kunstfigur ‘Don Alphonso’ oder der Mensch dahinter?
Fütterungszeit
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Iris:19.06.2007 um 17:18Ich habe mich sehr geirrt in meinem vielleicht naiven Glauben, die Blogosphäre würde sich ob der Diskussion mit Yahoo beschäftigen, nachdem das Thema „Yahoo in China“ vor der Werbeschaltung (und vor der neuen, zusätzlichen Diskussion um flickr) in deutschen Blogs kaum eines war. Bitte korrigiert mich, wenn ich das falsch sehe.
Johnny, wenn es wirklich Deine Absicht war, eine breite Blog-Diskussion über das Thema „Yahoo in China“ anzustoßen, hättest Du Deinen Artikel m.E. nicht in der Kritik verbrennen sollen, die sich kurz zuvor an der [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT]-Werbung für Yahoo entzündet hat. Mal ehrlich: Hast Du wirklich geglaubt, dass sich zu diesem Zeitpunkt eine davon losgelöste Diskussion ergeben würde? Nebenbei bemerkt finde ich persönlich übrigens, dass der Artikel zu schade war, so verheizt zu werden.
Womit sich die Blogosphäre im vorliegenden Zusammenhang seit der Werbeschaltung teilweise recht eingehend beschäftigt, ist einerseits meine Person und andererseits das Thema „Dürfen Blogs Yahoo-Werbung zulassen?“. Letzteres ist eine berechtigte und wichtige Diskussion.
Und Ersteres liegt in der Natur der Sache. Es gehört zu den Charakteristika von Weblogs, dass es eine enge Kopplung von Inhalt und Persönlichkeit des Bloggers gibt - viel enger als bei anderen Medien. Und ich denke, das weißt Du auch ganz genau. Johnny Haeusler ist halt immer noch der Frontmann von Spreeblick, quasi das Aushängeschild. Dein Name steht in der Blogosphäre für etwas. Und dem bist Du nach Ansicht vieler mit der Yahoo-Werbung nicht gerecht geworden. Mit dieser Feststellung will ich jedoch keinesfalls die persönlichen Angriffe gegen Dich entschuldigen oder rechtfertigen (im Gegenteil davon möchte ich mich ausdrücklich distanzieren), sondern lediglich versuchen, Dir die breite und in den vergangenen Tagen vielfach geäußerte Kritik/Empörung/Enttäuschung aus meiner Perspektive zu erklären.
Nachgeben oder nachlegen?
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Iris:19.06.2007 um 12:02Okay Malte, nu’ sollst Du von mir auch noch ‘ne unverfängliche Antwort auf Deine Frage kriegen: Meiner Meinung nach wird die Welt nicht von Schrei(b)ern sondern immer noch vom Geld regiert. Also schmeiß’ erst mal ‘ne Lokalrunde oder zwei. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Du danach die Mehrheit des Kneipenpublikums und den Wirt auf Deiner Seite hast ;o).
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Iris:19.06.2007 um 11:43@vince:
Respekt! Das ist der beste Kommentar, den ich bisher von Dir gelesen habe.
Eines würde ich trotzdem noch gern hinzufügen: Meinen Beobachtungen zufolge ist Johnny ein Charakterzug des Don Alphonso nicht in seiner ganzen Tragweite bewusst gewesen (andernfalls hätte er seine Reaktion auf diesen [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT]-Yahoo-Deal verausahnen müssen): Don vertritt seine Wertvorstellungen knallhart und konsequent - d.h. auch weitgehend unabhängig von persönlichen Sympathien (was in der Ausprägung selten ist). Ab einem gewissen Punkt können sich die sogar nachteilig für den Inhaber auswirken, weil sich da im Don Zorn und persönliche Enttäuschung paaren - eine wirklich zerstörerische Mischung. Ich denke, Johnny kannte zwar Dons Feuer (und war in der Vergangenheit vermutlich sogar einige Male davon fasziniert), aber ihm war nicht klar, dass es auch ihn verbrennen kann.
P.S.: Ich hab’ mich hier jetzt übrigens mit Dir zusammen in die Nesseln gesetzt, denn nach meinen Erfahrungen HASSEN es die meisten Männer, analysiert zu werden ;o).
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Iris:18.06.2007 um 17:27@Peter Turi 8:
Du hast die zweite Hälfte dieses Satzes vergessen hinzuschreiben, welche lauten müsste:
…aber es gelingt mir nicht.
Gut. Aber nicht gut genug. Warum Katholiken nicht für Amnesty International spenden dürfen.
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Iris:18.06.2007 um 16:40@daniel:
Denn im selben Maße, wie Du Männern das Recht auf Mitsprache und Urteilsfähigkeit absprichst, sprichst Du sie auch von ihrer Mitverantwortung frei!
Mit Verlaub, diese Aussage finde ich unsinning, denn in der Frage kommt es m.E. unbedingt auf die richtige Reihenfolge an: Erst müssten imo wesentlich mehr Männer beweisen, dass die dauerhaft willens und in der Lage sind, das gleiche Maß an Verantwortung für den Nachwuchs zu übernehmen wie Frauen, dann gestehe ich ihnen vielleicht auch ein Mitspracherecht* bei der schweren Entscheidung zu, ob ein Kind zur Welt gebracht werden sollte oder nicht. ‘Viellecht’ steht hier deshalb, weil Männer von den körperlichen Folgen einer Schwangerschaft und den damit verbundenen Änderungen der persönlichen Lebensumstände schon mal per se weitestgehend verschont bleiben - was das betrifft also naturbedingt schon mal nicht mitreden können.
Und damit wir uns nicht missverstehen: Ich wünschte schon, dass die Männer in unserer Gesellschaft sich endlich mehrheitlich soweit emanzipiert hätten, dass sie Frauen bei dieser schweren Entscheidung eine echte und komeptente Hilfe sein könnten. Aber wie gesagt, auf die richtige Reihenfolge kommt’s an - erst Kompetenz beweisen, dann Klappe aufreißen (Wäre das gegeben, würde sich ein Hinweis, dass sich der erhobene Zeigefinger in solchen Fragen verbietet, auch erübrigen). Und das kann ich bislang leider noch nicht mal in erreichbarer Ferne erkennen.
*wohlgemerkt in der gesellschaftlichen Debatte.
China und das Internet
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Iris:14.06.2007 um 13:27Johnny, diaet hatte seinen Kommentar aber namentlich an mich gerichtet. Daher fühlte ich mich auch gemeint. Woraus hast Du geschlossen, dass er seinen Adressaten zwischendrin ausgetauscht hat?
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Iris:14.06.2007 um 13:00@diaet (119):
Noch, und daran können wir vielleicht Schritt für Schritt feilen, bestimmen Wirtschaftsinteressen mehr unseres Lebens als wir wollen.
Aber in welchem Maße sie mein Leben beeinflussen, das darf sich aber schon noch von dem Einfluss, den Du ihnen einräumst unterscheiden, oder?
Bitte sehr, besteht auf schwarz/weiß. Unterteilt in “Blutblogger” und “echte Blogger” und legt die Maßstäbe an, wie Ihr wollt. Euer gutes, verbrieftes Recht. Zum Glück. Ich nehme dann lieber ein Werbenetzwerk und Johnny, von dem ich glaube zu wissen, dass er das sehr wohl im Hinterkopf hat, abwägt - und schon einige Möglichkeiten zum schnellen Reichtum abgelehnt hat. Endgültig gut finden muss ich das dann immer noch nicht. Aber endgültig schlecht nehmen kann und will ich es auch nicht. Meine Gedanken können schwarz und weiß unterteilen - der Realität macht es das aber auch nicht rechter.
Eine Frage: Hast Du hier nicht auch ganz schön pauschal draufgehauen? Ich teile die Blogosphäre nicht in “Blutblogger” und “echte Blogger” ein. Wieso schmeißt Du alle Kritiker dieses [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT]-Yahoo-Deals in einen Topf? Nach dem Schema könnte ich Dir jetzt mit ebenso viel Berechtigung eine Geisteshaltung à la “Wer nicht für mich ist, ist gegen mich” attestieren, wie Du mir hier Schwarzweißdenken unterstellt hast, nur weil ich für mich ein paar Wertvorstellungen behalten will, die nicht verkäuflich sind. Ja, ich gebe zu, ich lege noch ein paar Wertmaßstäbe an, die sich nicht in Zahlen ausdrücken lassen - an mein eigenes Handeln und auch an das mancher anderer (allerdings nur bei denen, die mich überhaupt noch tangieren). Aber wenn Du selbstbewusst zu Deinen Entscheidungen und Handlungen stehen kannst und von ihrer Richtigkeit überzeugt bist, gibt’s doch keinen Grund, so aggressiv auf jede Kritik zu reagieren, oder? Ist doch nicht schlimm, dass Du meine Wertvorstellungen nicht teilst. Oder tut’s Dir etwa weh, durch meine an die erinnert zu werden, die Du aufgegeben hast? Wenn ja, frag’ Dich doch mal, wieso. Wenn nicht, lehn’ Dich zurück und fühl’ Dich gut.
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Iris:14.06.2007 um 02:22@fpk:
ohne die westlichen Firmen gäbs kein Internet in China.
Erstens glaube ich nicht an die Allmacht westlicher Firmen. Ihnen gehört das Wissen nicht, es gehört der Menschheit. Und sie können es sich nur aneignen, wenn wir es ihnen überlassen.
Zweitens glaube ich nicht, dass die Menschen in China dümmer sind als die Menschen anderswo auf der Welt, d.h. sie brauchen imo keine westlichen Firmen, die ihnen für teuer Geld regimekonforme Freiheit in kleinen Dosen verkaufen (und dafür nebenbei noch Absolution für ihre Geschäftemacherei mit ‘der dunklen Seite der Macht’ einheimsen wollen), sondern ich bin überzeugt, sie werden sich früher oder später so viel Freiheit holen, wie sie wollen und brauchen.
Auf Deine weiteren Ausführungen möchte ich nicht im Einzelnen eingehen, denn ich will das hier nicht in einen sinnlosen verbalen Schlagabtausch ausarten lassen. Du hast Deine Ansichten dazu, ich hab’ meine.
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Iris:13.06.2007 um 23:46*gg* netter Versuch Johnny, aber auch HTML-Tags kann man mit HTML so maskieren, dass man sie ohne Leerzeichen hinschreiben kann *klugscheissmodusoff*
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Iris:13.06.2007 um 23:39@dr.cox:
das tut er, hat quasi mit dem artikel dazu aufgerufen.
Seh’ ich auch so. Und ich und einige andere hier haben seine Aufforderung angenommen ;o).
wie macht ihr das, dass die zitate hervorgehoben sind?
Mit HTML. Ich mach’ das z.B. so:
<blockquote>Hier steht ein Zitat.</blockquote>
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Iris:13.06.2007 um 22:40@dr.cox:
also, jeder der hier kritisiert, sollte gucken, ob er nich selber angriffsflaeche fuer kritik bietet.
Woher weißt Du, ob die Kritiker hier nicht auch zur Selbstkritik fähig sind, aus der sie ihre persönlichen Konsequenzen ziehen, und/oder grundsätzlich bereit sind, sich mit der Kritik anderer am eigenen Handeln auseinanderzusetzen?
Im übrigen, Johnny kritisiert doch auch in vielen Spreeblick-Artikeln das Handeln anderer (Unternehmer, Politiker, Medienmacher…). Also sollte er sich m.E. auch der Kritik von außen stellen können.ich kann aber nich alles schlechte in dieser welt ablehnen, weil das eine voellige isolierung bedeuten wuerde.
Diesem Zitat aus Deinem Kommentar möchte ich ein anderes gegenüber stellen:
Etwas zu tun ist besser als gar nichts zu tun.
Dieser Satz, den ich gern unterschreiben würde, stammt aus diesem Blog-Artikel:
http://www.elfengleich.de/index.php?log_id=763
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Iris:13.06.2007 um 21:02@Mathias Richel:
leider haben erst Geschäfte mit dem Regime in China dazu geführt, dass sich das Land ein Stück weit öffnen und entwickeln konnte.
Und weißt Du genau, dass dieses Regime China überhaupt in absehbarer Zeit noch regieren würde, wenn überhaupt keiner Geschäfte damit gemacht hätte? Ich persönlich nehme an, dass dieses Regime ausländischen Unternehmen wohl kaum aus lauter Nettigkeit entgegenkommt, sondern weil diese Geschäfte auch in ihrem Interesse sind, resp. ihrer Machterhaltung dienen.
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Iris:13.06.2007 um 20:21@fpk:
Häh? Wie verquer ist das denn? Selber arrogant zu glauben, die 100 Mio. derzeitigen Internetnutzer in China würden sich von ein paar ausländischen Konzernen das Internet vorenthalten lassen. Wenn ich hier überhaupt für irgendwas plädiere, dann dafür, mit Diktatoren keine Geschäfte zu machen. Ja, soviel Arroganz gönn’ ich mir.
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Iris:13.06.2007 um 19:19@AP:
Gehen wir mal davon aus, sämtliche potentiellen Anbieter von Suchmaschinen und Routern etc. pp. hätten sich den Vorschriften verweigert. Was wäre dann?
Sie hätten damit womöglich anderen Unternehmen ein anderes Beispiel gegeben und die hätten es ihnen vielleicht gleichgetan. Darunter etliche vermutlich gar nicht mal, weil sie so ein gutes Herz haben oder das eigene Gewissen es ihnen gebietet, sondern schlicht, weil sie nicht als Buhmann in der ersten Reihe stehen wollen. Und die chinesische Führung würde dann vielleicht mit der Zeit merken, dass sie mit ihrem politischen Kurs auf dem Weltmarkt aufläuft und die anderen sie nach ihren Regeln nicht mitspielen lassen. China ist zwar riesig, aber es ist dennoch Teil dieser Welt. Und ganz allmählich würden sie vielleicht hier und da ihre harte Linie aufweichen, um hier und da ein bisschen besser anzukommen. Wer weiß? Was ich aber weiß ist, dass Freiheit überall da stirbt, wo sich keiner für sie einsetzt. So war’s schon seit jeher in der realen Welt und es gilt genauso für die virtuelle.
Es war und ist auch immer leicht, sich damit rauszureden, dass einer allein nichts ja doch nichts ändern kann. Aber was wäre denn z.B. gewesen, wenn Oskar Schindler sich gesagt hätte: “Was kann ich schon am großen Ganzen ändern?” Jede große Bewegung beginnt mit einem ersten Schritt. Aber wenn den keiner macht, weil keiner daran glaubt, dass genug andere mitgehen oder folgen, bewegt sich nicht nur vielleicht nichts sondern mit Sicherheit.
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Iris:13.06.2007 um 17:56Johnny, ich glaub’ Du hast mich hier ein bisschen missverstanden. Nicht Dein Ton war in dieser (mal frontal, mal unterschwellig forgesetzten) Auseinandersetzung um [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] m.E. unter aller Sau sondern der gewisser Keifer, auf die Du mit dem letzten Absatz Deines obigen Statements reagiert hast.
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Iris:13.06.2007 um 16:25Ehrliche Meinung gefragt? Bitte sehr:
An diesem Artikel ist zwar viel Nachvollziehbares dran, aber mich hast Du trotzdem nicht überzeugt, dass darin DEINE ganze Wahrheit in Sachen Blogs und Werbung steckt.
Einerseits macht Deine Argumentation so für mich so durchaus Sinn: Wenn man versuchen würde, Werbung von Unternehmen, die ‘Dreck am Stecken haben’ auf dem eigenen Blog auszuschließen, müsste man vermutlich auf viele, vielleicht sogar die meisten lukrativen Angebote verzichten. Und dann würde sich die ganze Werbekiste vielleicht gar nicht mehr lohnen. Andererseits ist mein persönlich Fazit aus dieser Kalkulation ein anderes - nämlich keine Werbung in meinem Blog. Das ist aber für Dich keine Option (mehr?), weil Du mit/für Spreeblick Einnahmen erwirtschaften willst/musst. Das ist Dein Dilemma. Oder besser: So nehme ich es wahr.Damit ist Spreeblick zwar m.E. nicht schlechter als die meisten anderen Unternehmen im Online-Business, aber auch nicht besser (wohlgemerkt aus ethisch-moralischer Perspektive). Denn wenn man die geübte Rhetorik wegstreicht, bleibt für mich am Ende auch nicht mehr übrig als: “Die anderen machen das ja auch.”
Die Form der Kritik, auf die Du im letzten Absatz Deines Statements anspielst, finde ich trotzdem unter aller Sau - u.a. weil manchen Kritikern ihr selbstverliehener Heiligenschein überhaupt nicht steht. Er wirkt auf mich wie eine groteske Verkleidung. Außerdem ist mir derart zähnefletschendes Gekeife auch in gebloggter Form zuwider. So!
Politically Incorrect - Die etwas andere Sicht der Dinge
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Iris:31.05.2007 um 12:54@FreeSpeech (189):
Na und? Die B*LD berichtet auch desöfteren über Ereignisse, die auch in anderen Zeitungen stehen, aber deshalb würde ich sie noch lange nicht als seriöses Informationsmedium bezeichnen.@vince (187):
Ich hatte aber Demokratie geschrieben und zwar mit Bedacht. Und ich hab’ keine Lust, auf ein ‘Was-wäre-wenn-Spielchen’. Das bringt uns erstens hier kein Stück weiter, und zweitens hat diese Diskussion eh schon seit ‘ner ganzen Weile Überlänge. Prinzipiell: Fragen darf man imo in einer freien Gesellschaft alles. Aber eine Anklage ist keine Frage.
Abschließend noch ein Zitat:Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite. Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid.
Und Tschüss.
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Iris:31.05.2007 um 01:34@vince:
Das ist aber in dem Zusammenhang als Argument ein bisschen ungeschickt, weil ja keineswegs alle Demokraten der Welt hinter Bush stehen und ihn das trotzdem nicht davon abgehalten hat, einen Angriffskrieg vom Zaun zu brechen.
1. hat er imo zwei Angriffskriege ‘vom Zaun gebrochen’. 2. Wieso findest Du das als vergleichendes Argument in diesem Zusammenhang ungeschickt? Hätte man diese Kriege denn verhindern können, indem man gegen die Demokratie (bzw. alle selbsterklärten Demokraten) vorgeht? Oder ist die Demokratie jetzt grundsätzlich als kriegerische Ideologie zu bewerten, weil George W. Bush in ihrem Namen regiert und seine Kriege führt?
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Iris:30.05.2007 um 20:54@FreeSpeech:
dass die meisten Muslime normal sind und denken, halte ich persönlich nicht für etwas Schlechtes.
Tja, nur nehm’ ich Dir nicht ab, dass das die mehrheitliche Meinung der Autoren und Kommentatoren auf PI ist, denn es steht imo im Widerspruch zu dem, was sie da schreiben.
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Iris:30.05.2007 um 20:35@FreeSpeech:
Wenn einer als Herr über 40′000 Beamte sagt, dass man kreigerisch gegen die vorgehen kann, die gegen die Natürlich Ausbreitung des Islams seien, wenn 38 Gelehrte sagen, Jihad sei Krieg und Gewaltanwendung, dann braucht man nicht 1′000′000′000′000′000′000′000 Stellen, die dasselbe sagen.
Der Präsident der USA nennt sich Demokrat, oder? Was meinst Du, über wieviele Beamte und Soldaten hat er Macht? Glaubst Du, dass alle Demokraten der Welt hinter den Ansichten und Aussagen von George W. Bush stehen? Oder alle deutschen Demokraten hinter denen von Innenminister Wolfgang Schäuble? Und über wieviele Beamte herrscht der?
Und im Punkt 2 von 172 sage ich, was die Mehrheit, wenn nicht alle bei PI zum Thema Muslim und Islam denken.
Das letzte Mal, als man sowas schön redete kamen etwa 5 Millionen Juden um.
Wenn sie das wirklich denken, warum bloggen sie’s dann nicht? Und war das jetzt eine freud’sche Fehlleistung, dass Du diese beiden Sätze hier direkt hintereinander geschrieben hast? Ich bin’s jedenfalls nicht, die hier schön redete, was man bei PI zum Thema Muslim und Islam denkt.
Ich empfehle einfach, meinen Beitrag 172 nochmals zu lesen und dann nochmals.
Derartige Leseempfehlungen an mich kannst Du künftig für Dich behalten. Ich lese grundsätzlich, was ich will und so oft es mir passt.
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Iris:30.05.2007 um 19:51@FreeSpeech:
Indem man zitiert, was die in einem Interview sagt oder in einem öffentlichen Brief schreiben, hetzt man damit?
Erstens sind Zitate ja nicht das einzige, was auf PI veröffentlicht wird, oder? Zweitens sind die Zitate von Aussagen, die dort Verwendung finden, sehr einseitig ausgewählt - nämlich so, dass sie in das (feindselige) Bild vom Islam passen, was da gezeichnet und der Leserschaft glaubhaft gemacht werden soll. Das, was auf PI zu finden ist, könnte ich übrigens gegenüber muslimischen Mitmenschen auch nicht ‘geradebiegen’ (würde ich auch gar nicht wollen, denn dann müsste ich mich ja für das teilweise echt widerliche Zeug irgendwie verantwortlich fühlen). Ich kann nur hoffen, dass sie nicht davon ausgehen, dass das, was da zu finden ist, die Meinung der Mehrheit der Nichtmuslime in Deutschland ist. Genauso wie ich eben auch nicht davon ausgehe, dass die Mehrheit der Muslime radikal-islamistisches Gedankengut teilt.
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Iris:30.05.2007 um 15:49@Richard von der Leyen:
Ich vermisse eine praezise, sachliche Entkraeftung meiner Argumente.
Welcher Argumente denn? Meinen Sie damit etwa sowas wie das hier?
Ich muss kein Islamwissenschaftler sein, um festzustellen dass die ideologische Grundhaltung, die tief in der Religion des Islams verwurzelt ist, mit unserem westlichen Wertesystem kollidieren muss.
oder das?
Eine Religion deren Wuerdentraeger den Glauebigen in diesen Fragen keine eindeutige Orientierung geben, oder auch offen zu Handlungen ermutigen, die unserem westlichen Wertesystem in eben diesen elementaren Punkten zuwider stehen, ist fuer eben diese Moralvorstellungen gefaehrlich.
Will das im Ernst irgendjemand bestreiten?Das sind für mich keine Argumente sondern nur haltlose Thesen, die so formuliert sind, als hätten sie keine Belege nötig. Damit können Sie bei mir keinen Eindruck schinden. Im übrigen haben Sie hier imo gar nichts zu fordern - von niemandem. Keiner muss seine Position hier gegen jeden verteidigen oder ist verpflichtet, auf jeden Unsinn, den sich irgendwer zurechtspinnt, zu antworten. Wenn Sie sich wünschen, dass jemand sich die Mühe macht, Argumente zu entkräften, dann tragen Sie doch erst mal welche vor, die einer der Teilnehmer glaub- und diskussionswürdig genug findet, sich damit en détail auseinanderzusetzen.
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Iris:30.05.2007 um 13:50@Ingo Vogelmann:
Ich bin weder pro noch contra, aber ich finde es irgendwie (mal wieder) zu populistisch, jetzt direkt wieder Anti-Islam-Hasspredigung zu attestieren.
Wenn auf einer Website immer wieder Hetze gegen Muslime (und andere Minderheiten, sowie Andersdenkende) betrieben und geduldet wird, dann nenne ich das auch so. Wieso sollte ich nach einer ‘weicheren’ Bezeichnung dafür suchen?
PI haben ihre Ansichten, die dürfen sie haben.
Es gibt Geisteshaltungen, die fallen bei mir nicht unter die Kategorie ‘Ansicht’ oder ‘Meinung’. Dazu zählen z.B. Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie. Geistige Krankheiten dieser Art fallen bei mir in die Sparte bösartige Dummheit (bösartig deshalb, weil sie sich allem Andersartigen gegenüber feindselig verhält). Es gibt eine Grenze, an der bei mir jegliche Bereitschaft zur Toleranz endet und die verläuft da, wo mir derartig menschenfeindliche Haltungen begegnen.
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Iris:30.05.2007 um 01:49Hi F!XMBR, na ein Trackback ausschließlich des Traffics wegen? Gebt doch demnächst mal Bescheid, ob’s funktioniert hat ;o).
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Iris:29.05.2007 um 23:59PS für Herrn von der Leyen:
Im Anschluss an den Medienskandal um die Rütli-Schule haben einige Blogger im letzten Jahr die soziale Problematik, die Sie hier kurz anrissen, schon mal ausführlich diskutiert. Hier der Link: Rebellen ohne Markt - Neukölln (09.04.2006)
In dieser recht umfangreichen Blog-Diskussion wurden ziemlich viele Argumente ausgetauscht, die ich hier nicht unbedingt noch mal wiederholen möchte.
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Iris:29.05.2007 um 23:45@Richard von der Leyen:
Und dazu gehoert, dass man von muslimischen/arabischen Werten gepraegten, jungen Maennern, die Passanten belaestigen, ganz klar zeigt, dass in Deutschland die Wuerde des Menschen eben hoeher als das Machotum des Mannes anzusiedeln ist.
Klar, damit bin ich voll und ganz einverstanden - allerdings erwarte ich dann vom Staat das gleiche Maß an Engagement, um endlich auch diesen jungen Männern die Werte unseres demokratischen Rechtsstaates ganz klar zu zeigen. btw was meinen sie eigentlich, wo die Gewaltbereitschaft bei denen herkommt? Also ich glaube ja nicht, dass die das aus dem Koran haben.
Wer jede Kritik an einer Bevoelkerungsgruppe als Volksverhetzung oder Aehnliches klassifiziert, macht es sich vielleicht doch ein bisschen einfach.
Auch hier stimme ich Ihnen zu. Das hat hier aber auch m.E. keiner gemacht. Lediglich das, was PI publiziert, ist hier Thema. Und das verstehen hier offenbar viele eben nicht als Kritik sondern als Volksverhetzung. Doch es wird ja nicht ‘jede Kritik an einer Bevölkerungsgruppe’ auf PI veröffentlicht.
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Iris:29.05.2007 um 15:22@FreeSpeech
Hass auf PI? Kannst du das belegen, sachlich und logisch nachvollziehbar?
Niemand braucht belegen, dass auf PI Hass geschürt wird, denn das belegen die PI-Kommentatoren ja schon, indem sie in ihren Reaktionen auf die ‘Artikel’ oft genug ihrem Hass freien Lauf lassen (und vom Blog-Betreiber auch in den meisten Fällen nicht daran gehindert werden). Zitieren werde ich von da garantiert nichts und auch nicht darauf verlinken. Wer die Hetze lesen will, soll meinetwegen hinsurfen und sich selbst ein Bild machen. Davon abgesehen ist Hass in meinen Augen nicht sachlich und logisch nachvollziehbar. Aber ich kann ihn erkennen, wenn ich ihn treffe. Und wer ihn nicht erkennt, dem kann ich auch nicht helfen.
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Iris:29.05.2007 um 14:47@abu:
Es geht um Verhaltensweisen, vor allem aber um die offizielle und quasi-offizielle Reaktion darauf.
Was wäre denn Deiner Ansicht nach eine angemessene Reaktion auf die sozialen Probleme von und mit Zuwanderern in Deutschland? Glaubst Du denn, dass man Integrationsprobleme von ‘Menschen mit Migrationshintergrund’ (die man viel zu lange ignoriert bzw. verdrängt hat, so weit gebe ich Dir Recht) lösen kann, indem man gegen (deutsche) Muslime hetzt, Vorurteile, Ängste und Hass gegen den Islam schürt, so wie es u.a. auf PI gemacht wird? Ich denke, damit erreicht man genau das Gegenteil: Die Probleme verschärfen sich, gegenseitiges Misstrauen und Ängste wachsen, die Gräben zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen werden immer tiefer. Wie könnte auf dieser Basis eine positive Entwicklung entstehen?
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Iris:29.05.2007 um 13:57Ja, eben deshalb. Als jemand, dessen Familie das Vergnügen hatte vor Nazis und gleich danach vor Kommunisten fliehen zu müssen, erfüllt es mich mit Verwunderung, wie offen einige Deutsche, liebe Iris, schon wieder ein totalitäres politisch-gesellschaftlich System unterstützen, welches erklärtermaßen patriarchalisch, anti-demokratisch und minderheiten-unterdrückend ist.
Welches System meinst Du denn? Ich kann mir zwar denken, worauf Du anspielst, aber mir wäre es trotzdem lieber, wenn Du hier Tacheles redest und klar und deutlich Deine Meinung formulierst. ‘Erklärtermaßen’? Wer hat (Dir) denn das System, das Du hier meinst, so erklärt?
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Iris:29.05.2007 um 13:23@Abu:
Soviel Background für den Fall, dass es Euch tatsächlich um Verständnis von PI geht.
Wieso sollte es ‘denen’? ‘uns’? denn hier um Verständnis von PI gehen? Ging es Dir denn in Deinem Kommentar hier darum, zu verstehen oder uns verständlich zu machen, wie in dem von Dir erwähnten Kölner Stadteil die von Dir beschriebene Gruppendynamik unter türkischen Zuwanderern (und deren Kindern) entstand? Aus meiner Sicht nicht. Ich finde da auch keine Informationen über den sozialen Background, vor dem sich diese Szene entwickelt hat. Du hast uns auch nur erzählt, was DU da heute siehst. Genau wie Malte oben erzählt hat, was er auf PI sieht. Und ich sah da in der Vergangenheit häufig Ähnliches (ich lese da schon lange nicht mehr, weil das jedes mal meinen Glauben an das Gute im Menschen und seine Lernfähigkeit erschüttert) - nämlich eine gefährliche Kombination von jeder Menge Dummheit und blinden Hass. Und dafür forderst Du hier Verständnis? Dazu sage ich: Nein! Nein! Und nochmals nein! Ich bemühe mich ja um Verständnis für vieles, aber wer aus selbstverschuldeter Dummheit Hass gegen seine Mitmenschen schürt, für den hab’ ich kein Verständnis. Und selbstverschuldet ist sie, denn die Leute, die sich da äußern haben ja wohl alle irgendwann mal Geschichtsunterricht in der Schule gehabt, oder? Also müssten sie wissen, was von sowas kommt. Und mehr will ich dazu eigentlich auch gar nicht sagen. Schon gar nicht an die Schreiber auf PI. Denn an einen Verstand, der durch Hass vergiftet wurde, ist imo jeder Appell vergebliche Mühe.
Ihr werdet noch viel markigere Sprüche finden, um die “Politisch Irrationalen” zu diskreditieren.
Die haben sich imo schon längst selbst diskreditiert.
Nicht diskutieren!
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Iris:21.05.2007 um 22:48Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass der Frau jegliches Demokratieverständnis abgeht, das isser imo. Und sowas konnte es hierzulande bis zur Bundeskanzlerin bringen. Nicht zu fassen, oder?
Sicher, Digger
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Iris:02.05.2007 um 23:34Ich bekomme aber langsam ein ungutes Gefühl dabei, wenn ich aufgebrachte Online-Massen dabei beobachte, wie sie für ihre Sicht der Dinge ohne Rücksicht auf möglicherweise dauerhaft schmerzhafte Verluste kämpfen, und zwar oft dann am heftigsten, wenn es darum geht, etwas umsonst zu bekommen. Die Motor der Revolution scheint der gleiche zu sein wie der der herrschenden Produzentenklasse: Gewinnmaximierung.
Dieses ungute Gefühl schleicht sich auch bei mir zuweilen ein. Ich nehme es als eine weit verbreitete Erscheinungsform der Geiz-ist-geil!-Mentalität wahr. Diese ist uns mittlerweile so oft, vielstimmig und variantenreich eingehämmert worden, dass sie einer großen Mehrheit wohl inzwischen unbewusst in Fleisch und Blut übergegangen ist. So kommt es mir zumindest oft vor.
Aber wenn immer weniger bereit sind, die Investition von Zeit und Arbeit Einzelner angemessen zu belohnen, demotiviert das nicht auf Dauer die Investoren? Denn welcher talentierte Entwickler, Forscher, Künstler, Wissenschaftler… kann (und will) es sich denn leisten, den größten Teil seiner Zeit und Energie in Projekte zu investieren, ohne damit auch ein adäquates, materielles Auskommen zu erwirtschaften? Oder anders gefragt: Warum sind offenbar immer weniger bereit, für wertvolle Waren oder Dienstleistungen einen anständigen Preis zu zahlen? Und ist das nicht auch eine Form von Dumping? Quasi das Preis- und Lohn-Dumping von Otto-Normal?btw es müsste der Motor heißen ;o)
Mahlzeit
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Iris:“iris, ich will dir ja nicht ans bein pinkeln, aber hast du nicht oben noch vorgeschlagen, man könnte auch “ich find dich scheisse” sagen? :-)”
Ja und? Klar kann man, muss man aber nicht ;o). Ich denke mir sowas zwa
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@fpk:
Du offenbarst hier m.E. selbst eine etwas einfache Weltsicht - bespw. in Fragen wie dieser:
Lösung für was? Falls Du Dich auf das ‘Problem’ Nationalsozialismus beziehst, war er zumindest keine endgültige Lösung. Denn Nazis gibt’s in Deutschland immer noch, oder? Wenn man Ideologien wegkriegen (im wahrsten Sinne des Wortes) will, geht das imo nur auf eine Art wirklich sicher: Es darf keine Überlebenden geben.
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@mik:
Vielen Dank für die Belehrung. Allerdings war das mit der Zwangsdemokratisierung ironisch gemeint. Die (von mir hier gemeinte) Form von ‘Zwangsdemokratisierung’, wie sie von Bush & Co. bspw. in Afghanistan und Irak durchgeführt (und von de Winter & Co. propagiert) wird, hat mit Demokratie imo ungefähr so viel zu tun, wie der alljährliche Weihnachtskonsumterror mit einem ‘Fest der Liebe’ ;o).