Gespräch mit einer Hure, 2. Teil
Die ganze Welt in einer Stadt
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Keine Gnade für Christian Klar
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doktorhasenfuss:08.05.2007 um 21:35@patrick
“Natürlich können wir darüber spekulieren, aber von Rechtswegen her ist das Thema ziemlich einfach. Im Zweifel für den Angeklagten. Und solange es Grundsatz unserer Justiz ist und unsere Verfassung von der Gleichheit aller vor dem Gesetz spricht, müssen wir uns daran auch halten. Alles andere ist IMO verlogen.”
“Im Zweifel für den Angeklagten” ist eine Maxime des Strafprozesses, nicht allgemeiner Grundsatz der Justiz und schon gar nicht Bestandteil des Gnadenverfahrens.
Aber selbst wenn man davon ausgeht, daß doch: Wie soll sie denn dort angewendet werden? Daß Klar zwar wegen Mittäterschaft verurteilt werden mußte, jetzt aber wegen nicht erwiesener Haupttäterschaft zu begnadigen war? Warum? Weil er auf dem Hintergrund eines lässigen Logos, ausgestattet mit zeitgeistigen politischen Motiven handelte und das viel lässiger ist als ein simpler Raubmord? Das wäre dann ja wohl kaum das rechtsstaatliche Verfahren gewesen, das Du hier einforderst, wenn Du auf die Gleichheit vor dem Gesetz pochst.
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08
doktorhasenfuss:08.05.2007 um 14:34Was sonst außer der Preisgabe der Identität der Schützen kann ein echtes Bedauern der damaligen Gewalt und zumindest Mitgefühl mit den noch lebenden Opfern ausdrücken?
Diese, die Hinterbliebenen, die in jedem Fall unschuldigen Opfer sagen, die Identität der Schützen zu erfahren würde ihnen bei der Überwindung ihres Verlust helfen. Das mag schwer nachvollziehbar erscheinen, aber wer will darüber urteilen? Mein Vater wurde nicht von unbekannter Hand erschossen. Deiner? Den Hinterbliebenen den Opferstatus abzuerkennen, weil es unbequem ist und nicht in die eigene Argumentation paßt, finde ich jedenfalls über alle Maßen zynisch und anmaßend.
Soweit ich informiert bin, sind ohnehin alle der damaligen Tatbeteiligten bereits als Mittäter abgeurteilt, es ist damit Strafklageverbrauch eingetreten und damit eine neuerliche Stafverfolgung nicht mehr möglich. Es geht daher wohl eher um den Verrat an der Sache, den Klar nicht begehen wollte. Und das ist einem Gnadenerweis hinderlich, weil dieser die Ausnahme von der Regel darstellt, daß der Täter seine Mindeststrafe verbüßt.
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07
doktorhasenfuss:08.05.2007 um 12:35@36
Vielleicht hat Klar tatsächlich nicht abgedrückt. Die Identität der Todesschützen hat er aber bis heute nicht offenbart. So wirkt die Konspiration bis heute fort, wegen der er damals als Mittäter verurteilt wurde. Justitiabel ist das zwar nicht mehr, auch nicht bei der anstehenden Haftprüfung. Die Opfer, die Hinterbliebenen, die immer noch keine Klarheit haben, wer den Vater, den Mann erschossen hat, leiden aber immer noch.Köhler hat Klar deshalb wohl genau die Frage gestellt, die dieser nicht beantworten wollte: “Wer hat damals geschossen?”. Und ihm dann die Gnade nicht gewährt, die Klar auch seinen Opfern nicht erweisen will.
Kleine Zeitreise
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06
doktorhasenfuss:24.04.2007 um 12:21Ich freue mich schon auf das 90er-Revival auf allen Kanälen: Ein Traum in punkto Fremdschämpotential.
Podcast 20.4.2007
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05
Günther Oettinger beim Verfassen der Filbinger-Rede
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doktorhasenfuss:16.04.2007 um 12:07Schade, daß eine “Suchen und Ersetzen”-Funktion nicht auch für Gehirne angeboten wird.
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Beer Group
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300! Aber auch 24.
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doktorhasenfuss:10.04.2007 um 11:03Ach, wenn doch nur jeder so exzellent schreibende Mensch sein vergangheitsbewältigungsentzündetes Gewissen so entspannt nach Katharsis auf Urlaub schicken könnte…
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“NORA” ist wirklich der perfekte Künstlername für eine Hure. Gratulation.