Was ich kann. Und was nicht.
Der kalte Blick des Gabor Steingart
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Jens:19.09.2006 um 01:05“Und Hilfe hätten diese Menschen benötigt. Hilfe, nicht bloß Geld und Sachleistungen.” [...] “Damit das so bleibt, ist ein absurdes System installiert worden.”
Das System der Entmündigung durch den (Sozial-)Staat funktioniert also offensichtlich nicht …
Oder doch, bitte mehr davon? …
“Es ist wohlfeil, Eigenverantwortung einzufordern von Menschen, die sich selbst verloren haben.”
“Es ist scheinhellsichtig, diese Menschen als Gefahr für unsere Demokratie zu bezeichnen.”
Man beachte die aktuellen Wahlergebnisse und die Wahlbeteiligung. Wenn mehr als 40% der Wahlberechtigten nicht mehr wählen gehen, dann ist das eine Gefahr für die Demokratie. Wenn radikale Parteien versuchen, Wahlen durch Schlägertrupps zu beeinflussen und außerdem noch gewählt werden, dann ist das eine Gefahr für die Demokratie.
“Denn nicht sie haben den Staat verraten, der Staat hat sie verraten.” - Ich glaube, das ist ungefähr auch das Gefühl derer, die von rechts oder links die Demokratie/den Staat abschaffen wollen. Geht’s noch?
Habt ihr den Text überhaupt zu Ende gelesen? Von den Zuspitzungen und Pauschalisierungen im ersten Teil abgesehen, stellt Steingart am Ende offenbar genau die entscheidenenden Fragen:
Zitat: “Was ist die Staatsbürgerschaft eines Landes wert, wenn den Menschen dort die Teilnahme am Arbeitsprozess verwehrt bleibt? Was nützen bürgerliche Freiheiten aller Art, wenn das Recht auf eine eigenständige Lebensführung nicht mehr dazugehört? Ist es zulässig, dass die in der Verfassung verbrieften Rechte auf Teilhabe nur für den Gebildeten weiter ihre Gültigkeit besitzen?”
“Gabor Steingart hätte nun sein großes Gehirn dazu gebrauchen können, ein Konzept zu entwerfen, diesen Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen.”
Vielleicht steht etwas von seinem Konzept in dem Buch, welches mit dem Auszug (!) beworben wird? Und wo ist überhaupt der Gegenentwurf?
Ich weiß gerade wirklich nicht, was ich schlimmer finde: Die zynische Perspektive von Herrn Steingart oder die totale Orientierungslosigkeit, mit der hier versucht wird, ihn zu kritisieren.
Nein Eleven
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01
Jens:17.08.2006 um 14:00… ich halte es auch bei Verschwörungstheorien gerne mit “Ockhams Razor”:
1. Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.
2. Eine Theorie ist im Aufbau der inneren Zusammenhänge möglichst einfach zu gestalten.Die wenigsten Verschwörungstheorien genügen diesem Anspruch. Es ist wohl auch nicht das Ziel einer Verschwörungstheorie, nach einfachen Erklärungen zu suchen. Eher schon ist es so eine Art Religionsersatz für Paranoiker, die im Chaos verzweifelt nach Sinn und letzter Wahrheit schürfen :)
03
Es ist ja nicht zu fassen … liebe Kinder, bitte nicht zu Hause nachmachen :)
Für alle, die sich auch im Jahr 2006 noch spitze Gegenstände in den Gehörgang einführen:
“Ohrenschmerzen gehören zu den stärksten Schmerzempfindungen und sind für den Patienten sehr unangenehm, da sie auch nachts meist nicht geringer werden.
[...]
Bei der Otitis externa handelt es sich um eine bakterielle Infektion der Gehörgangshaut, bei der der Gehörgang zuschwillt, und diese Schwellung auf den Gehörgangsknochen drückt. Die Schwellung verursacht die grossen Schmerzen und muss effektiv mit Antibiotika und Kortison-Tropfen lokal behandelt werden. Neben Bakterien kommen auch Pilze als Infektionsauslöser in Frage. Ausgangspunkt der Entzündung ist häufig eine zu gut gemeinte Ohrhygiene. V.a. Wattestäbchen verletzen die empfindliche Gehörgangshaut oder das Trommelfell (auch bei vorsichtiger Anwendung) und bieten dann Eintrittsstellen für Infektionserreger.
[...]
Wattestäbchen sollten grundsätzlich nicht zur Ohrhygiene genommen werden. Normalerweise reinigt sich das Ohr selbst, Ohrschmalz (Cerumen) dient als natürlicher Schutz für den Gehörgang und sollte nur dann fachgerecht entfernt werden, wenn er den Gehörgang verstopft und zu Hörproblemen führt.”
(Zitat von http://www.hno-forum.de/erkrankungen.php?id=8)
Interessant auch dieser Hinweis aus der deutschsprachigen Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Wattest%C3%A4bchen):
“… bewirkt das „Herumstochern“ in den Ohren ein angenehmes Gefühl, da entsprechende Nervenendungen stimuliert werden.”
Würde mich jetzt mal dringend interessieren, ob Katholiken überproportional häufig beim HNO sitzen …