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I live by the river!
24.07.08
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von | 2

 

Sonderaktion der Bahn

  1. 04

    couch:

    @#675075: Nun ja, wenn man sich die tags bei den blog.rebellen oben links etwas genauer anschaut…

    Außerden, traust du der Deutschen Bahn tatsächlich solch erstklassig-selbsironische Krisen-Kommunikation zu?
    Das einzige mal, daĂź ich mich an sowas erinnere waren die PlĂĽsch-Elchs von Mercedes….damals.

    30.04.2008 um 13:17
  2. 03

    couch:

    ihr glaubt ja wohl nicht, daĂź das echt ist.

    29.04.2008 um 17:47

Maximus Teueritis

  1. 02

    couch:

    … gut ding will eben weile haben.

    25.04.2008 um 13:05

Cogito ergo summ

  1. 01

    couch:

    Der Schweizer Liedermacher Franz Hohler hat schon 1974 (!!) ein Lied zu diesem Thema geschrieben:

    Sorry fĂĽr das lange posting, aber das passt wie die Faust aufs Auge.

    Der Weltuntergang
    meine Damen und Herren
    wird nach dem, was man heute so weiss
    etwa folgendermassen vor sich gehn:

    Am Anfang wird auf einer ziemlich kleinen Insel
    im sĂĽdlichen Pazifik
    ein Käfer verschwinden
    ein unangenehmer und
    alle werden sagen
    Gott sei Dank ist dieser Käfer endlich weg
    dieses widerliche Jucken, das er brachte
    und er war immer voller Dreck.

    Wenig später werden die Bewohner dieser Insel merken
    dass am Morgen frĂĽh
    wenn die Vögel singen
    eine Stimme fehlt
    eine hohe, eher schrille
    wie das Zirpen einer Grille
    die Stimme jenes Vogels, dessen Nahrung, es ist klar
    der kleine, dreckige Käfer war.

    Wenig später werden die Fischer dieser Insel bemerken
    dass in ihren Netzen
    eine Sorte fehlt
    jene kleine, aber ganz besonders zarte, die -
    hier muss ich unterbrechen und erwähnen
    dass der Vogel mit der eher schrillen Stimme
    die Gewohnheit hat oder gehabt haben wird
    in einer langen Schlaufe auf das Meer hinaus zu kehren
    und während dieses Fluges seinen Kot zu entleeren
    und für die kleine, aber ganz besonders zarte Sorte Fisch war dieser Kot das tägliche Brot.

    Wenig später werden die Bewohner des Kontinents
    in dessen Nähe die ziemlich kleine Insel im Pazifik liegt bemerken,
    dass sich ĂĽberall
    an den Bäumen, auf den Gräsern, an den Klinken ihrer Türen
    auf dem Essen, an den Kleidern, auf der Haut und in den Haaren
    winzige schwarze Insekten versammeln
    die sie niemals gesehen
    und sie werden’s nicht verstehen
    denn sie können ja nicht wissen
    dass die kleine, aber ganz besonders zarte Sorte Fisch
    die Nahrung eines grössern, gar nicht zarten Fisches war
    welcher seinerseits nun einfach eine andre Sorte jagte
    einen kleinen, gelben Stichling vom selben Mass
    der vor allem diese schwarzen Insekten frass.

    Wenig später werden die Bewohner Europas
    also wir
    merken, dass die Eierpreise steigen
    und zwar gewaltig
    und die HĂĽhnerfarmbesitzer werden sagen
    dass der Mais
    aus dem ein Grossteil des Futters fĂĽr die HĂĽhner besteht
    vom Kontinent in dessen Nähe die ziemlich kleine Insel im Pazifik liegt
    plötzlich nicht mehr zu kriegen sei
    wegen irgendeiner Plage von Insekten
    die man mit Giften erfolgreich abgefangen
    nur leider sei dabei auch der Mais draufgegangen.

    Wenig später
    jetzt geht es immer schneller
    kommt ĂĽberhaupt kein Huhn mehr auf den Teller.
    Auf der Suche nach Ersatz fĂĽr den Mais im HĂĽhnerfutter
    hat man den Anteil an Fischmehl verdoppelt
    doch jeder Fisch hat heutzutage halt
    seinen ganz bestimmten Quecksilbergehalt
    bis jetzt war er tief genug, um niemand zu verderben
    doch nun geht’s an ein weltweites HĂĽhnersterben.

    Wenig später
    werden die Bewohner jener ziemlich kleinen Insel im sĂĽdlichen Pazifik
    erschreckt vom Ufer in die Häuser rennen
    weil sie das, was sie gesehen haben, absolut nicht kennen.
    Die Flut hat heute
    und dazu muss man bemerken
    der Himmel war blau und Wind gab es keinen
    und der Wellengang war niedrig wie stets bei schönem Wetter
    und trotzdem lagen heute nachmittag
    die Ufer der Insel unter Wasser
    und natĂĽrlich wusste niemand
    dass am selben Tag auf der ganzen Welt
    die Leute von den Ufern in die Häuser rannten
    und die Steigung des Meeres beim Namen nannten.

    Wenig später
    werden die Bewohner jener ziemlich kleinen Insel im sĂĽdlichen Pazifik
    von den Dächern ihrer Häuser in die Fischerboote steigen
    um in Richtung jenes Kontinents zu fahren
    wo seinerzeit die Sache mit dem Mais passierte.
    Doch auch dort ist das Meer schon meterhoch gestiegen
    und die Städte an der Küste und die Häfen, die liegen
    schon tief unter Wasser
    denn die Sache ist die
    man musste das gesamte Federvieh
    also sechs Milliarden StĂĽck
    vergiftet wie es war
    verbrennen
    und der Kohlenstaub, der davon entstand
    gab der Atmosphäre
    durch Wärme und Verbrennung schon bis anhin strapaziert
    den Rest.
    Sie liess das Sonnenlicht wie bisher herein
    ABER NICHT MEHR HINAUS
    wodurch sich die Luft dermassen erwärmte
    dass das Eis an den Polen zu schmelzen begann
    die Kälte kam zum Erliegen
    und die Meere stiegen.

    Wenig später werden die Leute
    die mittlerweile in die Berge flohen
    hinter den Gipfeln
    weit am Horizont
    ein seltsam fahles Licht erblicken
    und sie wissen nicht, was sie denken sollen
    denn man hört dazu ein leises Grollen
    und wenn einer der Ältern jetzt vermutet
    dass nun der Kampf der Grossen beginnt
    um den letzten verbleibenden Raum für ihre Völker
    da fragt ein andrer voller Bitterkeit
    wie um Himmels willen kam es soweit.

    Tja, meine Damen und Herren
    das Meer ist gestiegen weil die Luft sich erwärmte
    die Luft hat sich erwärmt, weil die Hühner verbrannten
    die HĂĽhner verbrannten, weil sie Quecksilber hatten
    Quecksilber hatten sie weil Fisch gefĂĽttert wurde
    Fisch hat man gefĂĽttert, weil der Mais nicht mehr kam
    der Mais kam nicht mehr, weil man Gift benutzte
    das Gift musste her, weil die Insekten kamen
    die Insekten kamen, weil ein Fisch sie nicht mehr frass
    der Fisch frass sie nicht, weil er gefressen wurde
    gefressen wurde er, weil ein anderer krepierte
    der andere krepierte, weil ein Vogel nicht mehr flog
    der Vogel flog nicht mehr, weil ein Käfer verschwand
    dieser dreckige Käfer, der am Anfang stand.

    Bleibt die Frage
    stellen Sie sie unumwunden
    warum ist denn dieser Käfer verschwunden?

    Das, meine Damen und Herren
    ist leider noch nicht richtig geklärt
    ich glaube aber fast, er hat sich falsch ernährt.
    Statt Gräser zu fressen, frass er Gräser mit Öl
    statt Blätter zu fressen, frass er Blätter mit Russ
    statt Wasser zu trinken, trank er Wasser mit Schwefel
    so treibt man auf die Dauer an sich selber eben Frevel.

    Bliebe noch die Frage
    ich stell’ mich schon drauf ein
    wann wird das sein?

    Da kratzen sich die Wissenschaftler meistens in den Haaren
    sie sagen in zehn. in zwanzig Jahren
    in fĂĽnfzig vielleicht oder auch erst in hundert
    ich selber habe mich anders besonnen
    ich bin sicher
    der Weltuntergang, meine Damen und Herren
    hat
    schon
    begonnen.

    14.03.2007 um 18:56

14.03.2007 um 13:40

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