300! Aber auch 24.
Eine naive Idee
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Nasreddin:11.08.2006 um 15:11Ich schreibe zu langsam. bei einigen Punkten waren wieder andere schneller.
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Nasreddin:11.08.2006 um 15:09“Natürlich darf man sich gegen Angriffe wehren, dennoch sollte man über die Ursachen für diese Angriffe nachdenken - sofern man lösbare Probleme und Fehler auf der eigenen Seite entdeckt, besteht die Möglichkeit, diese vielleicht langfristig zu lösen und die Angriffe zu beenden (jetzt mal als Idealbild gesehen).”
Der Begriff Idealbild passt doch ganz gut und Malte hat ja auch nicht umsonst die Überschrift “Eine naive Idee” gewählt. Aber man muss doch auch mal die tatsächliche Lage in der Welt in die Debatte einfließen lassen und realistisch bleiben.Was mir in der Diskussion hier aufgefallen ist:
1) Es werden immer wieder die Fehler des Westens betont. Der Westen muss nur aufhören, seine Interessen mit Gewalt gegen die muslimischen Länder durchzusetzen und alles wird gut. Dieser Gedankengang macht aber nur Sinn wenn man davon ausgeht, dass die Fundamentalisten und Terroristen nicht aus Interesse und Überzeugung handeln würde, sondern nur als Reaktion auf den Westen. Ich denke nicht, dass irgendjemand hier diese Einschätzung teilt.
2) Es ist sicherlich richtig, dass durch Armut, Einschänkung der Freiheit, Auftreten des Westens etc. der Terrorismus in den muslimischen Ländern eine immer größere Zustimmung findet. Aber braucht der Terror überhaupt diese Basis? Werden Osama und Co die Flinte ins Korn werfen, wenn die Unterstützung in der Bevölkerung ausbleibt? Das würde vorraussetzen, dass sie rational handeln.So gern ich den Lösungsvorschlag von Malte erfolgreich in die Realität umgesetzt sehen würde. (@Malte: Und das, obwohl ich die böse Welt abonniert habe) Er bleibt nur das, was die Überschrift des Artikels ankündigt.
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Nasreddin:11.08.2006 um 13:30In diesem Zusammenhang auch interessant:
http://www.welt.de/data/2006/08/11/993028.html
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Nasreddin:11.08.2006 um 12:33Meiner Meinung nach ist es mehr als naiv zu glauben, die Lebenssituation in den meisten muslimischen Ländern sei der entscheidende Schlüssel im Kampf gegen den Terror, auch wenn sie sicher eine Rolle spielt. Die Selbstmordattentäter sind sehr oft gebildet und leben im Westen. Ihnen stehen nicht selten sämtliche Türen offen. Trotzdem entscheiden sie sich, für eine Sache zu sterben. Dafür braucht es schon einen sehr ausgeprägten Glauben an diese Sache. Und der soll nur aus der Unzufriedenheit mit dem Status quo gewachsen sein? Ich bin nicht in der Lage, mich in Terroristen hineinzuversetzen, allerdings kann ich mich auch nicht mit einer solch einfachen Antwort anfreunden.
Leserausgabe
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Nasreddin:07.06.2006 um 15:02@Daniel Fiene: Vielleicht möchten einige ja nicht nur von andern bloggenden Freaks gelesen werden, sondern von einer breiten Masse. Ich glaube schon, dass man durch die Readers Edition neue Leute gewinnen kann, sowohl Leser als auch Schreiber.
07
Nein, ich meinte niemanden, der hier kommentiert hat. Mein Kommentar bezog sich allgemein auf das Stimmungsbild, wie ich es wahrnehme.
06
Also ich schau gerne trashige Actionfilme wie z.B. Phantom Kommando. Und da warn auch schon mal welche dabei, die vielleicht als gewaltverherrlichend durchgehen könnten.
Aber mit 300 hatte ich meine Probleme. Ich kann der Argumentation, man solle den Film nicht so ernst nehmen, nicht folgen. Die Heroisierung in 300 ist durchaus ernst gemeint. Wer mal ein paar Statements oder Interviews von Miller gelesen hat, merkt das. Es geht doch nicht um ein paar historisch verdrehte Fakten, sondern um den Gesamteindruck des Films.
Nun leben wir ja in einem freien Land und da gibt es halt auch solche Filme wie 300. Aber mich wundert schon, wie sich gerade die Menschen für 300 begeistern, die sonst entgegengesetzte Werte (zumindest nach außen hin) vertreten. Und den Film dann auch noch als Satire verkaufen wollen. Man muss doch nicht gleich jeden Dreck als kultigen Trash deklarieren, nur weil ein wenig Gemetzel cool in Szene gesetzt wird.