Mahlzeit
Zweitausendundsieben: Age-Check
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memo:14.03.2007 um 00:22“Schwerere als Luft? Flugmaschinen sind unmöglich.”
Lord Kelvin, Präsident der Royal Society, 1895“Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer in seinem Haus wollen würde.”
Ken Olson, Präsident der Digital Equipment Corp., 1977… mehr
Armes Finnland
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memo:14.11.2006 um 13:58Von Bert Brecht über Serdar Somuncu bis zu Harald Schmidt. Immer die gleich Frage: Darf man das? Und jedesmal so unnötig wie ein Weltkrieg. Dass historische Aufklärung allein nicht reicht, zeigt das Beispiel Napoleon.
Und wie will man denn Folgendes nüchtern im Geschichtsunterricht besprechen:
Jedes Tier paart sich nur mit einem Genossen der gleichen Art. Meise geht zu Meise, Fink zu Fink, der Storch zur Störchin, Feldmaus zu Feldmaus, Hausmaus zu Hausmaus, der Wolf zur Wölfin usw. das ist nur zu natürlich.
…
Der Fuchs ist immer ein Fuchs, die Gans eine Gans, der Tiger ein Tiger usw., und der Unterschied kann höchstens im verschiedenen Maße der Kraft, der Stärke, der Klugheit, Gewandtheit, Ausdauer usw. der einzelnen Exemplare liegen.
Es wird aber nie ein Fuchs zu finden sein, der seiner inneren Gesinnung nach etwa humane Anwandlungen Gänsen gegenüber haben könnte, wie es ebenso auch keine Katze gibt mit freundlicher Zuneigung zu Mäusen.(Adolf Hitler, Mein Kampf, © Bayerische Staatskanzlei)
Nein, das ist nichts für den Geschichtsunterricht, Helge Schneider aber ist für die Verarbeitung dieses Stoffes geradezu prädestiniert.
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memo:13.11.2006 um 22:40Schließt die Kommentare! Hier treiben Ketzer ihr blasphemisches Unwesen. Dem möchte ich zumindest ein paar Einblicke in das Œuvre des Meisters entgegensetzen:
1. Der Wurstfachverkäuferin
2. Das Möhrchenlied
3. Helge Schneider interpretiert Udo Lindenberg
Man weiß ja nie
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Sproogle
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memo:30.10.2006 um 18:28Also das Argument, dass man sich nun endlich eine Suchmaschine basteln kann, die nur in den Lieblingsblogs sucht, kaufe ich nicht. Das konnte man bisher auch schon.
Beispiel: blog (site:spreeblick.com OR site:wirres.net )
Der Rest an Sproogle scheint mir nur einem Zweck zu dienen: Werbung besser an den Kunden anzupassen bzw. sie durch Freunde vermitteln zu lassen, um die Anzeigen dann teurer verkaufen zu können. Denn um die Qualität der Suchergebnisse zu verbessern, scheinen mir Techniken wie nutzerdefinierte Topics (=Tags/Kategorien/Stichwörter/…) nicht dienlich zu sein.
Ich hoffe nur, diese dubiose Verquickung von Werbung und Trefferranking bleibt auf Sproogle beschränkt und man widersteht bei Google der Versuchung sich - gegenüber den Werbetreibenden - zu prostituieren, nur um der Börse entsprechende Finanzdaten liefern zu können und zu rechtfertigen, warum man mittlerweile doppelt soviel wert ist wie Siemens. Oder auf Googlenesisch: Dont’ be evil!
Spaß mit SpOn
Das alte Problem: Kategorien
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memo:01.10.2006 um 10:36Der Shirky-Artikel ist wirklich ein Muss zu dem Thema. Der zugehörige Vortrag ist auch sehr unterhaltsam.
Die Erfindung der Sexualmoral
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memo:20.09.2006 um 13:40@spork: Entschuldige, ich hätte zwei Absätze machen sollen. Den Koran habe ich nur erwähnt als Antwort auf deine Aussage “Außerhalb der Bibel wird er nicht erwähnt”, nicht etwa als Beleg für die Untstreitbarkeit der Existenz Jesus’. Dass es zwischen Koran und Bibel wesentliche Zusammenhänge gibt, ist klar.
Meine Aussage “dass Jesus existiert hat, ist meines Wissens ziemlich unstrittig” ziehe ich zurück. Man kann der Bibel auch jeden historischen Wert absprechen, was natürlich auch gemacht wird. Ich lasse aber mal die unbelegte Behauptung im Raum stehen, dass dies nur eine Minderheit von Historikern macht und die Existenz Jesu per se abstreitet. Die Frage nach der historischen Bedeutung Jesus’ ist nochmal ein ganz andere.
@Kleines Frühstück: nein, nein, ich bin hinter dir, sehe zu dir auf und folge dem Licht.
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memo:20.09.2006 um 11:22Woher weiß man, dass Jesus existiert hat? Außerhalb der Bibel wird er nicht erwähnt.
Dass Jesus existiert hat, ist meines Wissen ziemlich unstrittig. Wundertaten, unbefleckte Empfängnis, Dreifaltigkeit etc. dagegen schon. Im Übrigen wird er auch im Koran genannnt, dort allerdings “nur” als Prophet Gottes.
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memo:20.09.2006 um 09:52Beispiel: Wenn die NDP sich um die sozialen Belange der Bürger „kümmert“ und in Sachsen eine kostenlose Nachhilfe für Schüler anbietet, sich also als der große Mildetäter präsentiert, dann weiß ich, dass das Rattenfängerei ist. Die Eltern aber, die ihre Kinder dahin schicken finden es allem Anschein nach gut.
Verstehst Du jetzt was ich meine?Jetzt fällt’s mir wie Schuppen von den Augen! Ich suchte das Licht, du gabst es mir.
Ich finde vieles von dem was Du [...] ansprichst zwar im Ansatz völlig richtig, aber ich finde deine Sicht auf die Dinge zu unbeweglich, zu absolut!
Ja, das ist die Crux unserer Auseinandersetzung. Ich betone den Existenzquantor vor meinen Aussagen, du liest einen Allquantor. Das ist - unter Anderem - das, was ich mit rabulistisch meine. Aber da du das wahrscheinlich nicht einmal bewusst getan hast und mir zudem das Licht gabst, nehme ich diese Anschuldigung zurück.
Was willst Du Menschen entgegnen die seit Generationen nach Traditionen leben und sich an alten Überlieferungen orientieren?
Ist Unwissenheit von unserem heutigen Standpunkt aus betrachtet, wirklich immer mit Dummheit vergleichbar?
Habe ich nie behauptet und den Unterschied oben erläutert.
Die traditionelle, chinesische Medizin existiert doch ebenso berechtigt neben der Schulmedizin …
Du musst es wissen, denn du bist der Träger des Lichts!
Ich habe nichts verdreht und es ist mir schleierhaft warum Du mich beleidigen musst: „Glühstück“, „Rabulistik“
Nichts läge mir ferner als den Träger des Lichts zu beleidigen. Den Rabulist habe ich ja schon zurückgenommen. “Glühstück” war eigentlich eher als Kompliment, ja fast schon als Liebeserklärung gedacht. Ich meinte einfach, es ziemt sich nicht, einen großen Geist wie dich ständig als “Kleines Frühstück” zu bezeichnen. Das hat sowas Respektloses an sich … pardon mon amuse-gueule.
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memo:19.09.2006 um 16:06@Großes Glühstück
Leider verdrehst du meine Aussagen komplett. Wahrscheinlich wäre es daher sinnvoller, auf solche Rabulistik gar nicht mehr zu antworten. Da ich aber zuviel Kaffee getrunken habe, kann ich nicht anders:
Aber ich hätte schon gerne gewusst warum Du die Partei einer Minderheit mit der Religion im weitesten Sinne (also weltumfassend) auf die gleiche Ebene bringst?
Habe ich nicht! Es ging mir wie zuvor nur um deine Argumentationsweise. Bitte nochmal lesen. Oder meinst du die Konklusion “war lange da -> kann nicht so schlecht sein” gilt nur für Religion?
Und hältst Du es nicht für ein bisschen gewagt, Religion, Mythologie usw., Säulen menschlicher Kulturgeschichte, mal so eben auf Dummheit und Bildungsmangel zu reduzieren?
Auch das habe ich nicht gemacht! Das Bsp. mit der Sonnenfinsternis zeigt allerdings eindrücklich, dass Menschen selbst da die Wirklichkeit zugunsten religiöser 08/15-Erklärungen ignorieren, wo diese Wirklichkeit wissenschaftlich erklärt und bewiesen ist. Kenne ich Erklärung und Beweis nicht, bin ich diesbezüglich ungebildet. Kenne ich die Erklärung und ignoriere sie dennoch, bin ich dumm/nicht intelligent genug oder zumindest ein Ignorant (was man durchaus auch als Dummheit bezeichnen kann). Ich habe Dummheit und Bildungsmangel betont nur als partielle Begründung für das Überleben von Religion angeführt. Bei intelligenten Menschen führt oft auch gerade deren weitreichende Bildung zum Glaube, da sie wie Goethes Faust nicht damit zurecht kommen, ihr ganzes Leben lang studiert zu haben und bzgl. ontologischer Fragen wie der, “was die Welt im innersten zusammenhält” “so klug als wie zuvor sind”. Da muss der liebe Gott dann halt mal als Platzhalter herhalten. Ich für meinen Teil kann mit Unwissenheit und Ungewissheit auch ohne Platzhalter leben. Es gibt darüber hinaus noch viele andere Erklärungen für das Andauern von Religion und seiner Bedeutung. Dummheit und Bildungsmangel sind nur die ärgerlichsten. Deshalb habe ich sie erwähnt.
Die Götterwelt der alten Griechen beispielsweise, die weitreichenden Einfluss auf Politik, Philosophie, Theater, Lyrik, Bildende Kunst etc. hatte, ist also quasi auf Unwissen und Dummheit zurückzuführen?
Die “Götterwelt der alten Griechen” passt recht gut in die Platzhaltererklärung und die Tatsache, dass etwas Einfluss auf “Politik, Philosophie, Theater, Lyrik, Bildende Kunst etc.” hat, sagt nichts über seine objektive Wertigkeit im Sinn von gut oder schlecht aus. Es tut mir leid, dass ich hier nochmal mit den Nazis kommen muss, aber die haben auch großen Einfluss auf Politik, Philosophie, Theater, Lyrik, Bildende Kunst etc.
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memo:19.09.2006 um 12:51@Kleines Frühstück:
Meine Aussage hatte nur mittelbar Bezug zu Bibel & Religion. Ich habe lediglich dein Werkzeug benutzt, um es dir leichter zu machten, die evidente Naivität deiner Logik (ein Phänomen kann nicht so schlecht sein, wenn es nur lange genug andauert) zu erkennen.Ich hätte es auch weltlicher formulieren können: Wenn die NPD so scheiße ist, dann frage ich mich warum sie solange überdauert hat?
Für deine Suggestivfrage, warum Religion solange überdauert hat, gibt es natürlich zahlreiche Erklärungen und Gründe. Zwei einfache (keinesfalls die alleinigen) sind die hässlichen Geschwister Dummheit und Bildungsmangel.
Gott zum Gruß!
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memo:18.09.2006 um 22:59achja, noch zu #9 und zu demoskopischen Zwecken:
Früher - als Johnny noch allein schrieb - war alles besser.
Klares Nein! Maltes Beiträge haben die Qualität von Spreeblick nochmal deutlich verbessert.
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memo:18.09.2006 um 22:48Wenn die Religion so scheiße ist, dann frage ich mich warum sie solange überdauert hat? Kann doch vllt. ganz ratsam sein nicht die Tochter, den Sohn, die Schwägerin, das Vieh etc. zu fi…..(z.B. 5. Mose 27)
Wenn das Morden so scheiße ist, dann frage ich mich warum es solange überdauert hat? Kann doch vllt. ganz ratsam sein, die Tochter, den Sohn, die Schwägerin, das Vieh etc. zu ermorden (z.B. 2. Mose 21,17)
Das trägt man jetzt so
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memo:11.09.2006 um 14:53Johnny, wenn dir klar ist, dass diese Werbung provozieren und in den Medien diskutiert werden soll, wenn dir ebenfalls klar ist, dass du mit Spreeblick als einem der größten deutschen Blogs inklusive trackbackender Satelliten Teil der Medien bist, dann frage ich mich: Wieso bedienst du die Intention der Werbung anstatt sie einfach zu ignorieren?
Nebenbei: Ich habe noch keine abschließende Meinung, aber ich denke, man kann die Bilder auch gut finden kann. Ästhetisch sind sie auf jeden Fall und das Thema hat man meines Erachtens weniger deshalb genommen, weil es ein aktuelles politsches ist, sondern weil es stark medial präsent ist. Und in diesen virtuellen Alltag, mit dem man mittlerweile leider so vertraut ist, hat man hübsche junge Frauen mit hübschen Klamotten gesteckt; ein Glamour, der nicht so recht ins Bild passen will. Klassische Werbung.
Ich bin der Deutscheste
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memo:01.09.2006 um 11:53Ich hab mir auf diesen SPON-Artikel hin Chandler Brossard’s Wacht auf! Wir sind gleich da! geholt. Bin noch nicht durch, kann aber jetzt schon sagen: harte Drogen werden wohl schlechter geredet als sie sind.
@ blogschrift (#9)
Übersetzungen lesen ist doch wie erzähltes Essen
Ich kann dieses Lied nicht mehr hören! Auf mich wirkt das immer, als wollten die Leute in Wirklichkeit sagen: “PS: Ich bin übrigens total superkosmopolit und spreche fließend Englisch (Französisch, Spanisch, …).” Man muss Filme und Bücher nicht immer im Original gesehen bzw. gelesen haben, wirklich nicht. “Übersetzungen lesen ist” nämlich nicht “wie erzähltes Essen”, sondern eher wie Fusion cuisine und meistens recht lecker.
Ein Bericht aus Israel
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memo:09.08.2006 um 00:14Hallo Julie, ich habe mit großem Interesse deinen Artikel gelesen. An einer Stelle hätte ich deine Sicht aber gerne noch etwas genauer erläutert gesehen. So schreibst du, dass der Rückzug aus dem Gaza-Streifen “nicht wirklich hilfreich fuer den Friedensprozess” gewesen sei. Warum?
Ich bin zwar nicht so naiv und weltfremd wie der von mir eigentlich geschätzte Joschka Fischer und glaube, dass eine israelische Regierung in den nächsten Jahrzehnten in Friedensverhandlungen auch nur ansatzweise über die Golan-Höhen (annektiert, ca. 20000 israelische Bewohner, ein Drittel der aktuellen israelischen Trinkwasserquellen), die meisten Siedlungen im Westjordanland (ca. 250.000 Israelis, in Ariel gibt es sogar eine Uni mit 9000 Studenten) und Ostjerusalem (annektiert, proklamiert als Teil der Hauptstadt Israels) diskutieren lässt.
Aber was, liebe Julie, wenn nicht mal Gaza, wo “nur” ca. 8000 Israelis lebten, willst du oder Israel Israeli den Arabern denn lassen, nachdem sie schon zu hundertausenden aus dem heutigen und anerkannten israelischen Staatsgebiet vertrieben wurden?
Und was mich noch mehr interessieren würde: Wie nahe liegt die Meinung von Israel Israeli bei der im aktuellen stern (32/06) auf Seite 46 zitierten sanften Süßigkeitenverkäuferin Yael, die “überhaupt nicht verstehen” kann, “warum die Araber ausgerechnet im biblischen Land wohnen wollen, Gott hat es uns geschenkt gegeben, 2000 Jahre bevor es ihre Religion überhaupt gab”?
Gute Gene
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memo:03.08.2006 um 14:58Also der Artikel zu Web 3.0 ist ja nun wirklich ganz großes Kino.
Inhalte und Zusatzinformationen (wie der Autor) werden ortsunabhängig. Sie verlieren (zunächst) jegliche Bindung zu sich und zu einem spezifischen Ort (”einer Wurzel”, wie einer Domain oder gemeinsamen IP).
Ich glaube, der Herr Endl ist schon im Web 3.0. Da hat er dann hoffentlich Zeit, sich mit der Scheiße, die er da so schön gequirlt vorgetragen hat, nochmal zu beschäftigen. Besonders laut musste ich ja bei seinen Vorstellungen vom Internet Protocol (IP) und seinen Visionen für IPv6 lachen. Als Einstiegsliteratur empfehle ich Herrn Endl die WP-Artikel zum OSI-Schichtenmodell und zu URIs oder Gerd Siegmunds “Technik der Netze”.
Mann, Mann, Achim …
Let’s ask for peace in the Middle East
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memo:25.07.2006 um 12:58Nur mal zum Verständnis von Selbstverteidung nach Facon israelischer Konservativer, ein Zitat von Ariel Scharon aus dem Jahr 1982 nach dem Massaker an libanesischen Zivilisten:
“Selbst wenn Sie mir mathematisch nachweisen, daß der gegenwärtige Krieg im Libanon ein schmutziger, amoralischer Krieg ist, es ist mir egal. Selbst wenn Sie mir nachweisen, daß wir keines unserer Ziele im Libanon erreicht haben und nicht erreichen werden, daß wir kein uns freundlich gesinntes Regime installiert haben, daß wir weder die Syrer noch die PLO zerstört haben, selbst dann ist es mir egal. Es war es trotzdem wert. Selbst wenn nach einem Jahr wieder Galiläa mit Katjushas bombardiert wird. Es ist mir wirklich egal. Wir werden einen weiteren Krieg anfangen, töten und noch mehr zerstören, bis sie genug haben werden.”
Quelle: AG Friedensforschung, Uni Kassel
(der Artikel ist über das Zitat hinaus sehr lesenswert)
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memo:25.07.2006 um 08:05Ja wunderbar! Man sollte jeden Morgen einen Michel-Friedman-Artikel lesen. Das bringt den Blutkreislauf so richtig in Schwung und nebenbei wird einem noch die unzweifelbare Wahrheit kundgetan. Und Friedman aka Paolo Pinkel hat ja recht: Israel vermeidet es, soweit es geht, die Zivilbevölkerung in Mitleidenschaft zu ziehen.
Podcast vom 25.7.2006
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memo:25.07.2006 um 07:34Welch’ ein Zufall, dass die GEMA-Podcast-Gebote genau 10 sind.
Zu Gebot 4:
Der Lizenzshop steht allen Podcastern zur Verfügung [...], deren Podcast nicht häufiger als täglich erscheint [...]?Sollte das nicht besser einmal täglich heißen, damit der GEMA-Anwalt sich vor Gericht nicht um Kopf und Kragen reden muss, um die Musikpiraten von Spreeblick dranzukriegen, wenn sie mal ein Britney-Spears-Special (wegen Gebot 10 dann offizieller Titel: Melodien für Millionen) zusätzlich zum unregelmäßig regelmäßig erscheinenden Podcast publizieren.
Zweimal, dreimal, viermal, … täglich ist und bleibt schließlich täglich, oder?
Anti Pasti
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memo:06.07.2006 um 12:35Die schönste Niederlage meines Lebens
Ich schaue das Jahr über zwar regelmäßig Fußball, gehe aber selten ins Stadion und fanatisch bin ich nie. Bei Spielen der Nationalmannschaft und insbesondere bei großen Turnieren werden ich aber zum Tier. Während dem Spiel hasse ich faire Gesten gegenüber dem Gegner und Glückwünsche a la Beckmann’s “Viel Glück Leo Franco” beim Spiel gegen Argentinien lösen bei mir körperliche Übelkeit aus. Schmähgesänge dagegen sind das Salz in der Suppe beim Fußball. “Ihr seid nur einer Möbellieferant” und “Ihr seid nur einer Pizzalieferant” mochte ich genauso singen wie ich es liebte, wenn Engländer ihr “Ten German Bombers” oder Holländer “Ohne Deutschland fahren wir nach Berlin” anstimmten. Alles nicht besonders intellektuell, aber emotional und das ist es, was Fußball ausmacht. Im Übrigen hat man bei keiner WM wie dieser gesehen, dass auch diesbezüglich gilt: was sich neckt, das liebt sich.
Vor dem Spiel gegen Italien war ich mir 100% sicher, dass wir dieses locker gewinnen, die Unterkunft in Berlin war schon geregelt, die Fahrt fast gebucht: die Story, dass Jürgens Jubelfußballer Weltmeister im eigenen Land werden, war einfach zu gut, als dass da eine Niederlage reingepasst hätte. Mein einziger Wunsch an diesem Abend war ein frühes Tor zur Schonung meiner Nerven. Dementsprechend groß war die Enttäuschung in der 119. Minute und ich glaube, ich bin bis zur 140. im Frankfurter Waldstadion gesessen, den Kopf in meine Hände gestützt. Gegen Italien, ausgerechnet gegen Italien. Ich hatte während des Turniers gegen keine Mannschaft eine größere Aversion aufgebaut wie gegen diese Blaumänner. Ja, Scheißdreck! Wohin nur mit dem Frust?
Schägereien und Vandalismus sind weder meine Sache noch die meiner Kumpels. Als Pfälzer können wir mit Schwermut allerdings auch nicht viel anfangen. Also haben wir uns selbst am Kragen gepackt, “Scheißegal, Scheißegal, Scheißegal”, “und wir feiern trotzdem” skandiert, um schließlich mit “54,74,90,2010″ schon wieder nach vorne zu schauen. Der Hass, der uns dafür im Bus von deutscher Seite entgegengeschlagen ist, hat uns nur noch mehr aufgebaut.
Schließlich mit der U-Bahn in der Innenstadt angekommen, trafen wir direkt auf die Tifos. Ein grün-weiß-roter Autokorso, wo doch eigentlich Schwarz-Rot-Gold wehen sollte. Noch einmal fuhr uns der Schreck in die Glieder, doch plötzlich geschah etwas, was ich vorher für unmöglich gehalten hätte. Ich weiß nicht, ob es die schönen Bilder dieser WM waren, diese grandiosen Spiele unserer Jungs, die Feiern mit den Trinis nach deren Ausscheiden in Kaiserslautern oder das bisher so toll gelebte Motto “Zu Gast bei Freunden”. Aus irgend einem Grund hatten wir das tiefe Verlangen nach aufrechtem Verlieren. Also schwenkten wir unsere Fahnen, tanzten zwischen den Autos und applaudierten den Siegern. Wir riefen “Berlin, Berlin, ihr fahrt nach Berlin”, “Italia, Italia, Italia” und sangen über uns selbst “So sehen Verlierer aus schalalala”. Wir gratulierten und wünschten Alles Gute fürs Finale. “Wir wurden bei Euch Weltmeister, Ihr nun bei uns, Viel Glück”. Die Reaktionen der Italiener haben uns fast so sehr belohnt, wie ein Sieg unserer Mannschaft: Applaus zurück, Vielmals Danke, grazie mille, Hände wurden gereicht, “ihr habt den besten Fußball von allen gespielt”, Umarmungen, Flaggentausch, zugehauchte Küsse und einige aus Rührung weinende Italienerinnen. Mir tat das soviel besser als die ganze Nacht zu trauern. Es war die schönste Niederlage meines Lebens. Um 4 Uhr allerdings, als die italienische Straßenfeier vorbei war, kam die Depression zurück. Wir sind vor den Römer gezogen, haben die Siegesfeier mit “Jürgen Klinsmann, Fußballgott” simuliert und uns schließlich am Main noch etwas selbst bemitleidet.
Ich habe am 09.07. Geburtstag. Eigentlich hatte ich mir den Weltmeistertitel und eine Riesenparty in Berlin gewünscht. Der Titel ist weg. Eine Riesenparty wünsche ich mir trotzdem; eine, auf der der Weltmeister - wer auch immer es sein mag - gebührend gefeiert wird. Eine Million Menschen vor dem Brandenburger Tor mit der europäischen Flagge in der Hand, ausgelassen feiernd, obwohl Deutschland nicht Weltmeister wurde. Das wäre das i-Tüpfelchen für die beste WM aller Zeiten.
Macht’s gut, ihr Schweden!
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memo:27.06.2006 um 12:38Da war ich ja goldrichtig mit meinem Tipp Don’t cry for me, Argentina.
Nur leider ist Hasta luego Argentinien erst hinten raus ganz ok.
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memo:26.06.2006 um 01:51Was kommt jetzt? Eine Neuauflage von Don’t cry for me, Argentina?
Please cry for us Argentina
The truth is you have to leave us
All through our wild game
Your sad existence
We kept our promise
Didn’t kept our distance
Doppelpass
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memo:12.06.2006 um 10:45Also ich spiel jetzt mal advocatus diaboli. Zunächst: das Mädchen tut mir leid und bei dem Vorgang wurden offensichtlich eine Menge Fehler gemacht bzw. nicht sensibel genug vorgegangen. Wäre ich selbst in die Kontrolle geraten, würde ich wahrscheinlich auch alle Hebel in Bewegung setzen und vor Gericht ziehen.
ABER: Betrachtet man das ganze objektiv, weiß ich nicht, was die Alternative zu solchen Leibesvisitationen sein soll. Das übliche Abtasten ist jedenfalls nicht mehr als ein bisschen Gewissensberuhigung: das Messer in den Schuh, die Pistole in die Schritt. Wer will, könnte alles mitreinnehmen. Und die Dresdner (im übrigen auch die Saarbrücker) sind nunmal bekannt dafür, schweres Feuerwerk sogar in den Gegnerblock zu schießen. Dass das Feuerwerk von den Mädels reingebracht wird, ist auch bekannt. Wie bitte soll man das durch Abtasten finden? Und was bitte soll man machen außer kompletten Leibesvisitationen. Ein Richter hat die Aufgabe zwischen den Interessen aller Beteiligten abzuwägen. Neulich war ich im Stadion (im Übrigen in Saarbrücken) in einem neutralen Block, als 5m von mir entfernt ein Kracher reinflog und anschließend ein kleiner Junge mit blutendem Ohr rausgetragen werden musste. Was erklärt ihr dem Jungen? Rechtsstaat?
Unembedded
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memo:29.05.2006 um 17:38Senf von gestern?
Ich muss mich doch schon sehr wundern. Spreeblick gehört ja nicht direkt zu den Ehrensenf-Fansites. Aber mir fällt zunehmend auf, dass Beiträge, die vor Wochen bei Ehrensenf kamen, plötzlich bei Spreeblick auftauchen. Das finde ich weniger interessant, weil es sich hier möglicherweise um Inhalteklau ohne Referenz zum Original handeln könnte, sondern vielmehr wegen der schlechten Presse, die Ehrensenf hier regelmäßig erhält.
Podcast vom 8.5.2006
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memo:09.05.2006 um 17:00ah ok, was nicht da ist, kann auch nicht erkannt werden. Hieße ich Gerhard Delling, würde ich jetzt sagen: “womit wir wieder bei Dabbeljuh und seinen intellektuellen Fähigkeiten wären.” Heiß ich aber nicht und man kann’s ja auch übertreiben.
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memo:09.05.2006 um 15:51irgendwas stimmt hier mit der Kursiv-Formatierung nicht. Bei
<i> kursiver Text </i>
wird das End-Tag jedenfalls nicht erkannt.
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memo:09.05.2006 um 15:47[...] Der Herr war auf einer Elite-Uni [...]
Bush hat von ‘61 bis ‘68 studiert, davon teilweise in Yale, um dann mit einem Bachelor in Geschichte abzuschließen, denn er auch in 3 Jahren hätte machen können. Ansonsten ist die Konklusion Elite-Uni -> Genie natürlich absolut und 1000% zutreffend. Deswegen basteln wir uns ja jetzt auch hierzulande ganz viele Eliteunis, damit wir auch mal so nen ausgebufften Hund wie den Schorschi zum Präsi haben.
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memo:08.05.2006 um 16:56WWIII hat übrigens nicht mit Web 2.0 zu tun, obwohl beide Begriffe gleichermaßen unangebracht sind.
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memo:08.05.2006 um 16:53Zu diesem Thema passt ein Beitrag der heutigen Ehrensenf-Ausgabe. Demnach befinden wir uns laut Pretzel Bush nämlich bereits mitten im World War III (WWIII). Gerüchten zufolge soll Arnold Schwarzenegger Regie führen.
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Da dachte ich immer, meine Semantik von “Gutmensch” wäre mit “guter, aber naiver Mensch, da zu idealistisch” auch die der Allgemeinheit. Aber siehe da: Zonk! Ich bin wohl ein konservativer springerpresselesender Nazi und dieser grandiose Streifen ist der zweite Teil von Jud Süß.