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Seehofer droht
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nicnac:01.06.2007 um 08:18Sex & Crime & Politics - ein unschlagbares Trio. Lenkt prima von den G8-Troubles ab und hält das Volk bei Laune. Panem et circenses. Und wenn es an Clowns mangelt, besorgen das die Politiker persönlich. Der Souverän will bei Laune gehalten werden.
Wurks - ich mag mein Brötchen auch nicht mehr.
Klare Aussagen
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nicnac:26.05.2007 um 17:59Brillante Analyse, heidrun. Dankeschön :).
@simon: Mir scheint bei Deiner Kritik das Maß der Dinge aus dem Lot geraten. Was ist Gewalt gegen Sachen im Verhältnis zu den von Diekmann zu verantwortende Kampagnen, die zur Vernichtung ganzer Existenzen führen?
Dabei scheust auch Du nicht davor zurück, auf demagogische Elemente zurückzugreifen: Einbruch in den Intimbereich eines Menschen, Bedrohung geheiligter Werte wie Familie und Kinder! Merkst Du was?
Ich halte Maltes Art, die Dinge zu beschreiben, für legitim und kompromißlos ehrlich. Mir geht die Art von ‘political correctness’, wie Du sie einforderst, entschieden auf den Keks. Wohin würde sie letzten Endes führen? Zu langweiliger Ödnis und zu Scheren im Kopf.
Natürlich hat Malte als Multiplikator eine Verantwortung. Der wird er aber auch gerecht, wie Heidrun eindrucksvoll verdeutlicht hat.
Verschiedener Meinung zu sein, ist durchaus legitim. Du hast ein Recht auf Deinen abweichenden Standpunkt, aber ich denke, er orientiert sich vorwiegend an Werten, die obsolet sind und längst schon von den Verhältnissen ad absurdum geführt werden.
Bedingungslose Fairness, absolute Neutralität? Wie das, wo wir doch alle Menschen sind?
Onanieren schwer gemacht
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nicnac:02.04.2007 um 13:54Apropos Kloake: Kloakentiere schwimmen eher selten in der Kloschüssel rum. Nur mal nebenbei bemerkt. Der gewiefte Onanist (korrekt: Masturbator) weiß das aber schon.
Peter Alexa - Ein ehemaliger Unterstützer der RAF
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nicnac:26.03.2007 um 19:36@Frank: thxalot und 100 Punkte in der nach oben offenen Zuwendungsskala :)
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nicnac:24.03.2007 um 23:22@Frank: Wär zwar schön gewesen, wenn Du mir erklärt hättest, was an dem Rezitierten ’selbstdarstellerische Absicht’ war, ist aber nicht zwingend notwendig. Danke für die Bewertung. Da werd ich wohl mit leben müssen :).
Pseudointellektuelle Grüße
nicnacP.S.: Heut schon in den Spiegel geschaut, Frank?
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nicnac:24.03.2007 um 02:31Wenn Du versprichst, daß dies Dein allerletztes Mal des Kommentierens war, dann will ich Dir mal was verraten … Psst, rück mal ‘n Stück näher, ich flüster Dir was:
Damals - Anfang der 70er - gab’s in Deutschland verschiedene Formen von Subkultur und Underground. Nicht für alle war die RAF die alleinseligmachende Alternative. Es gab die verschiedensten subversiven Zirkel. Da Du zu glauben scheinst, ich wär nichts weiter gewesen als so’n blöder Feierabendkiffer: Dem war nicht so. Ich hatte auch Ideale und hab an was geglaubt.
Weißt Du, lesen hilft. Richtig lesen kann sogar geniale Erkenntnisse hervorrufen. Doch Einsichten kommen Dir sehr verdächtig vor. Das scheint mir die Crux mit Dir. Und bevor es mir gelingt, doch noch mit Dir in ein - oh Graus - fruchtbares Gespräch zu kommen, hör ich jetzt besser auf.MfG
nicnac
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nicnac:24.03.2007 um 01:41@Christian Alexa: http://de.wikipedia.org/wiki/Deja_vu
Klugscheißen kann ich übrigens auch.
Und na klar, in ‘ne Drogenrazzia zu geraten, ist besonders spießig. Das passiert nur kleinkarrierten Bürgersöhnchen und den vemaledeiten Merz-Adepten. Ich wiederhole: Tunnelblick, vorurteilsbeladen, unfähig zur Empathie und kein bißchen dialogfähig.
Und nun gehab Dich wohl, Christian Alexa! Mit solchen Leuten zu “labern” ist verschenkte Zeit.
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nicnac:23.03.2007 um 23:51@Björn Grau: Interessanter Beitrag. Die Gewalt gegen Sachen ist in der Tat etwas kurz gekommen. Meine Einstellung dazu: kann durchaus legitim sein, wenn es keinen anderen Ausweg gibt. Panzer und ähnliche Vernichtungswaffen unschädlich machen fänd ich richtig geil. Ist auch nur Sachbeschädigung :). Einen Menschen töten ist irreversibel und läßt sich nicht zurücknehmen.
Außerdem wußten nicht schon die alten Griechen, wie wenig Sinn es macht, einer Hydra die Köpfe abzuschlagen? Apropos Köpfe:Köpfe abschlagen ist selten klug.
Die Nadel, der man den Kopf abschlug,
fand durchaus, der Kopf sei entbehrlich.
War nun vorne wie hinten gefährlich. - Erich Kästner -
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nicnac:23.03.2007 um 23:38@last poets: Wenn Du ICQ oder Skype installiert hättest, könnten wir auch Kontakt aufnehmen, kannst mich gern adden: 226-122-257 für ICQ. Mußt nur bei der Anfrage dazu schreiben, daß Du last poets bist.
Hoffentlich geht’s wieder etwas besser :). Wird hoffentlich nur der allgemeinen Frühjahrsmüdigkeit zuzuschreiben sein.
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nicnac:23.03.2007 um 23:29@Christian Alexa:
Ist Ihr gutes Recht, Menschen, die Sie gar nicht kennen, “einzuschätzen”. Bleiben Sie weiterhin recht glücklich mit Ihrem Tunnelblick. Klüger wäre es allerdings, miteinander in Dialog zu treten. Oder sind Sie wirklich so hyperintelligent, daß Sie Kommentare jederzeit bedingunglos ohne Nachfrage zuordnen können; mit 100prozentiger Trefferquote.
Und wieso Déjà vu? Sind Sie sicher, daß Sie den Begriff korrekt verwenden? Würde mich sehr wundern.
Nun, nachdem ich zum wiederholten Male die Finesse Ihrer Differenzierungskunst bewundern konnte, will auch ich mir erlauben, Sie betreffend ein Schublädchen zu öffnen. Und ab dafür!
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nicnac:23.03.2007 um 00:32Mein Gott, bist Du niedlich, last poets!
Die Zornesader kleidet Dich vortrefflich und die Pein des Ertapptwerdens kriecht mir ins Genick und lähmt mein Sprachvermögen: … uh … eh … öhm … ja. Da braucht es gleich Martini on the Rocks vom virtuellen Faß, um wieder locker zu werden.
Schade als Düsseldorfer würd ich Altbier vorziehen. Da bin ich geübter im zügigen Verzehr und könnt glatt ‘nen Heimvorteil erschwindeln.
Also Baader: Hast Du mal den von mir verlinkten taz-Artikel gelesen, den Karin Wieland verfaßt hat? Ich glaube, sie beschreibt ihn zutreffend. Natürlich kenne ich ihn nicht persönlich und daher können meine Wertungen schlichtweg nur aus dritter Hand stammen. Doch ich weiß noch, daß schon seinerzeit, als er noch in Stammheim einsaß, nichts Gutes über ihn zu lesen war. Auch nicht in den Underground-Medien, die seinerzeit wie Pilze aus dem Boden schossen (abgesehen von den RAF-orientierten, versteht sich).
Sartre, nach seinem Besuch über ihn befragt, sagte: “Ein absolutes Arschloch.” Und das ist beileibe nicht der Einzige, der sich von ihm abgestossen fühlte. Sicher, so blöd, wie ich ihn mit meinem abschätzigen Kommentar darstellte, kann er nicht gewesen sein. Sonst hätten Ensslin und Meinhof kaum über so lange Zeit von ihm fasziniert sein können. Trotzdem: Eine Lichtgestalt der Bewegung war er gewiß auch nicht. Ich verspreche Dir, mich mal fundierter über ihn zu informieren. Wenn ich etwas positives über ihn finde, werde ich mein (Vor?)Urteil revidieren. Im Gegenzug (do ut des) solltest auch Du mal recherchieren, welche Zeitzeugnisse von ihm existieren. Und damit meine ich keine Euphemismen aus RAF-Pamphleten.
Hast Du eigentlich total vergessen, daß Baader im Verein mit Ensslin fleissig mit dabei war, als es darum ging, Ulrike Meinhof zu mobben? Ihm ist es zu danken, daß Ulrike nach Köln-Ossendorf verlegt wurde, wo sie ihr Ende fand. Bin immer noch nicht sicher, daß sie sich selbst erhängt hat, will aber auch keinen Verschwörungsheorien Vorschub leisten.
So, für dem Moment genug schwadroniert. Vielleicht können wir den Dialog auf der Basis einer E-Mail-Korrespondenz vertiefen? Wenn ich wüßte, wie ich Dir meine Mail-Addy zukommen lassen kann und ob Du das überhaupt wolltest, hätt ich Dir einiges zu schreiben, was den Rahmen einer Kommentar-Rubrik überschreitet.
So, das virtuelle Glas ist erstmal leer. Ich troll mich jetzt angeschickert nach Hause und pfeif mir zu diesem Zweck ein virtuelles Taxi herbei. Will ja nicht volltrunken auf der Datenautobahn erwischt werden :).
LG
nicnac
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nicnac:22.03.2007 um 14:29Da mußt Du Dir aber nun gar nichts draus machen, Frank. Megalomanische Trolle gab es, gibt es und wird es immer geben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Troll
Allein, es mangelt den Kleinen an ‘ner geeigneten Spielwiese, auf der sie nach Herzenslust tollen und trollen können. Findest Du nicht auch?
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nicnac:22.03.2007 um 12:43@Frank: “They just call it the streak - look at it, lookt at it!”
Oops, war das grad ein kläfferischer Pinscher oder mehr ein selbstverliebter Fußballfreak beim Eigentor???______________________________________________
Liebe last poets,
enchante ma cher :), was trinkst Du so? Würd Dich nämlich schrecklich gern auf einen virtuellen Drink einladen und Dich gebührend anhimmeln. Ist aber auch wahr! Mich ausgerechnet mit dem Merz in einen Sack zu stecken und dann mit dem verbalen Knüppel druff! Das tut mir doch auch weh (wie ging das noch mit dem verdammten Ironiemodus?) …
Es gibt von Heinrich Heine einen wunderschönen Mehrzeiler:Wer hat, der wird
viel mehr dazubekommen.
Wer wenig hat, dem wird
das Letzte weggenommen.
Doch hast Du gar nichts, Lump,
dann lasse Dich begraben.
Ein Recht zu leben
haben nur
die, die etwas haben.Damit läßt sich unsere gemeinsame Basis ausdrücken. Das einte uns damals und das eint uns heute: Die Ungerechtigkeit der Verhältnisse erkennen und dagegen rebellieren. Wir fanden unterschiedliche Wege, doch die Richtung stimmte schon. :)))
In jedem Fall gebührt Dir die Krone für Authenzität und Vermittlungsvermögen und ich möchte sie Dir mit aufrichtiger Bewunderung überreichen. Danke für Deine Beiträge.
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nicnac:22.03.2007 um 03:13Meine Güte,
sonst geht es aber noch, oder? Mal ganz plump angebiedert: Die Arroganz Ihres Verdikts geht mir tierisch auf den Keks, Herr Alexa! Wollen Sie diskutieren oder wollen Sie Leute abmeiern, die - wenn sie von den frühen Siebzigern erzählen - zwangsläufig selbstdarstellerisch sein müssen. Und anderen ihre Anonymität vorwerfen zu wollen, ist ja nun mehr als lächerlich. Den Site-Betreibern ist meine E-Mail-Adresse bekannt, dem Verfassungsschutz wäre es ein leichtes, meine IP herauszufinden.
Stören Sie sich daran, daß ich kein Parteigänger war und auch nicht bedingungslos das Klagelied über Christian Klar mitsinge?
Was nun Ihren Bruder betrifft: Meinen Segen hat er. Schließlich hat er teuer dafür bezahlt, daß er den falschen Propheten vertraut hat und ich finde, er muß sich nicht rechtfertigen.
Er wollte es allerdings aus freien Stücken und stellte sich der Diskussion. Doch nun kommen Sie daher und stellen mich mit dem Merz auf eine Stufe! Geht es eigentlich noch blöder? Sie wollen sich gar nicht auf die Suche nach irgendwelchen Wahrheiten machen. Es sei denn, es wären die Ihren.MfG
nicnacApropos Klar: Ein Mensch, der über 25 Jahre im Knast sitzt, ist zerbrochen. Da gibts nichts zu deuteln. Natürlich bin ich - Reue hin, Reue her - dafür, daß er freizulassen ist. Nicht mehr und nicht weniger.
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nicnac:21.03.2007 um 02:14Hallo letzte Poetin,
Dein Beitrag zählt für mich zu den emotionalen Höhepunkten dieses Threads. Kleine Korrektur: Bei der Währungsreform 1948 gab es ein Kopfgeld von 40 Deutschen Mark für jeden Bundesbürger, Und das war damals durchaus sehr viel Geld. Es wanderte sofort in die Läden, deren Schaufenster wundersamerweise über Nacht rappelvoll waren.
Aber Stunde Null? Die hat es nie gegeben und die unselige Kontinuität der alten Hierarchien blieb erhalten. Auch ich hatte im Lehrkörper meiner Volksschule mindestens 2/3 rechtsgewirkte Lehrer, deren Schwarze Pädagogik dafür sorgte, dass uns Kindern beizeiten „die Flausen ausgetrieben wurden“. Das deutsche Beamtenrecht sorgte dafür, dass sie in Amt und Würden bleiben konnten und ihr totalitärer Unterrichtsstil unsere Kinderseelen vergiften konnte. Das gleiche traf auch auf das Justizwesen zu, selbst der Witwe des berüchtigsten Terror-Richters Roland Freisler (seines Zeichens Vorsitzender des Volksgerichtshofs) wurde eine Beamtenpension gezahlt, als ob ihr Mann nichts weiter tat, als dem Volk zu dienen.
Ein kluger Mensch schrieb in diesen Tagen: „Wenn wir bedenken, dass das Dritte Reich gar nicht aufgehört hat, zu existieren, so hat sich einiges zum Besseren gewendet.“ Der Satz ist mir bis heute im Kopf geblieben, obwohl ich die Quelle nicht mehr nennen kann.
Nun zitierst Du The Who – My Generation. Bei mir waren es die Stones mit Satisfaction. Oder Louis Armstrong mit seiner witzigen New Orleans Function. Bob Dylan mit Maggie’s Farm und Ferre Grignard mit Ring Ring I’ve Got To Sing waren erste politische Statements zur amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und gaben mir Zeichen, dass Unterdrückung ein weltweites Phänomen ist, das auch im Land der Guten und Gerechten vorkommt (1963!). Daß ein amerikanischer Präsident über einen südamerikanischen Diktator sagte: Er ist zwar ein Schweinehund, aber er ist unser Schweinehund! Den Kennedy-Mord und die Kuba-Krise lasse ich mal außen vor. Der Kalte Krieg war auf dem Höhepunkt. Da geriet mein Weltbild allmählich ins Bröseln. Ich war 15 und pubertierte mächtig vor mich hin, dazu all diese elenden Zweifel in dieser trostlosen Tristesse der frühen 60er. Die Veränderung lag in der Luft und sandte erste Vorboten aus: Beatmusik! Filme wie „Das Schweigen“ konnte einen Skandal um eine zehn- bis zwölfsekündige Beischlafszene entfachen (dabei gings nicht mal nackt dabei zu). Ich hab mich damals heimlich reingeschlichen :) und war wahnsinnig stolz darauf, damit bei meinen Klassenkameraden strunzen zu können.
Plötzlich gab’s Pardon und Konkret. Beste Autorin und Kolumnistin war Ulrike Meinhof (wer sonst?). Ulrike war ein Ziehkind von Renate Riemeck, eine der Gründerinnen der DFU und wohl einer der Menschen, die ihre politische Ausrichtung nachhaltig prägte. Die Linke der Mittsechziger begann sich zu formieren. Es kam Bewegung und Unruhe in den Überbau und das war ansteckend. Die Grottenolme von der Reaktion waren aber keineswegs gewillt, ihre Bastionen kampflos zu räumen. Ideales Futter für die BILD-Zeitung und Gesinnungstäter in den bürgerlichen Redaktionen waren immer wieder die bösen Kommunisten in der Soffjettzone (O-Ton Adenauer). Wir hatten damals immerhin die Wahl (Dieter Süverkrüpp), in welchen Zigarettenautomaten wir unsere Mark stecken konnten.
Ein Hauch von Frühling und Hoffnung lag in der Luft und es wurden vereinzelte ‘Gammler’ gesichtet. Der zweite deutsche Bundeskanzler (Ludwig Erhardt) bezeichnete Intellektuelle als Uhus und Pinscher. Überhaupt war ‘Intelektueller’ seinerzeit ein übles Schimpfwort. Trotzdem: Die ersten Joints machten die Runde und LSD wurde angetestet. Timothy Leary und William S. Burroughs wurden diskutiert. Bewusstseinserweiterung wurde ein intensiv auszuforschendes Thema. Ich will jetzt aber keinen Roman verfassen. Nur so viel noch: Ich weiß, worüber Du schreibst, last poets.
Und Dein Weg war konsequent und richtig; nur dass er sich heute als Fehler erweist. Das konntest Du nicht wissen. Ich hatte diesbezüglich mehr Glück. Ich geriet aufs Gleis der Acid-Heads und war mehr für ‘Make Love Not War’. Drum blieb mir die Erfahrung einer Isolationsfolter auch erspart. Mein schlimmstes Erlebnis mit der bundesrepublikanischen Justiz resultiert aus einer Drogenrazzia und einer Verurteilung zu einem Jahr auf Bewährung wegen Verstosses gegen das BTM-Gesetz. Heute würde das als Eigenbedarf durchgehen.
Dein Posting hat mich bewogen, dies hier mal kurz reinzuklotzen.
Es gab damals viele Wege abseits vom Mainstream. Die RAF war nicht die einzige Alternative.
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nicnac:20.03.2007 um 20:13Wow, Fliege als Befreiungstheologe! Schöne Idee. Würde sich vortrefflich in ‘nem Underground-Comic machen.
http://www.taz.de/pt/2005/01/22/a0305.1/text
Karin Wieland hat das im oben verlinkten Artikel ziemlich klar beschrieben. Daraus geht auch gut hervor, wie sehr die Protagonisten aufeinander angewiesen waren. Keiner hätte ohne den anderen das werden könnten, was er/sie wurde.
Mir persönlich bleibt als Fazit: Ohne die Existenz der RAF und ihren Aktionen wäre aus der BRD ein ganz anderes Land geworden. Unsere Bürgerrechte (aufgrund der Terror-Hysterie) stünden erst heute zur Disposition und ein Widerstand dagegen wäre ungleich einfacher.
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nicnac:20.03.2007 um 18:13Yo punkrock,
auch ich hab mich oft gefragt, wie solch ein Rohrkrepierer es schafft, Frauen wie die Ensslin zu becircen. Vielleicht seine Vita? Er war ein sozial Benachteiligter, dem aufgrund seiner Vorstrafen keine Chance gegeben wurde. Das einzige, was ihm geblieben wäre: Lebenslang als Hiwi zu robotten, ohne jemals da herauszukommen, unqualifiziert, wie er war. Er hatte garnix in der Birne, nicht mal rudimentäre Spuren von irgendeiner Bildung ließen sich ausmachen. Ein Bilderbuchproll und Banause durch und durch. Dafür aber war er völlig skrupellos und ungemein aggressiv. Ensslin mag ihn für einen Rohdiamanten gehalten haben. Vor allem lernte sie von ihm, die eigenen bürgerlichen Konditionierungen loszuwerden und ähnlich ungeniert die Sau rauszulassen. Schon das war für die Pfarrerstochter ein Akt der (persönlichen) Befreiung. Auch die Meinhof hatte ein Herz für solche Loser. Da sind einige zusammengekommen, die ihre ungemeine Wut über die Zustände einte und so mag wohl eines zum anderen gekommen sein.
Die anfänglich gar nicht so geringe Akzeptanz der RAF lag an der allgemeinen Grundstimmung im Lande. Wir wollten was verändern. Eine meiner Freundinnen in dieser Zeit brachte es auf den Punkt, indem sie hellbegeistert jauchzte: I feel so anti! Doch was für uns eher spielerisch abging, das hat die RAF eben tödlich ernst genommen. Der Rest ist ja einigermaßen bekannt.
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nicnac:19.03.2007 um 17:08@Frank #194: Klar war der Sex besser! Aids war noch ein Fremdwort, Promiskuität politisch gefordert. Ein Spruch aus jenen Tagen war: Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment.
Ich weiß jetzt aber nicht genau, ob das gelebter Machismo mit sexisitscher Diskriminierungstendenz war oder eine wirkliche Maxime. Damals hieß es auch: Trau keinem über Dreissig! Manno, war ich unglücklich, als ich mir nicht mehr trauen konnte!
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nicnac:19.03.2007 um 16:38@apo: Alles klar jetzt :). Hab mir mal erlaubt in Ihr Blog hineinzulinsen. Kommentarchef der Welt? Da wundert mich nicht mehr so sehr, daß der Nick Apo zum Akronym wird, das für einen bürgerlichen Namen steht.
Übrigens waren auch und ganz besonders die Zeitungen aus ihrem Verlagshaus im Fokus unseres Aufbegehrens. Insbesonders das Blatt mit den vier Großbuchstaben (TILT Dir Deine eigene Meinung). “Haut dem Springer auf die Finger!” hieß es da. BILD reimte zurück: “Laßt freie Bürger ruhig schaffen, kein Geld für langbehaarte Affen!” Kurz darauf wurde die Auslieferung der BILD-Zeitung vor dem Berliner Springerhaus behindert und es kokelte ein kleines Feuerchen, außerdem wurden ein paar LKWs auf die Seite gelegt oder besser: umgekippt.
Yo, da war mal echt was los in der satten. selbstzufriedenen Republik. Am Ende folgte das Attentat auf Dutschke, begangen von einem Anstreicher namens Josef Bachmann (wieso sind es eigentlich immer die Anstreicher, die hier für Ärger sorgen), der ein eifrig bekennender BILD-Leser war.
Dies sind so einige Reminiszenzen, die mir spontan zu Springer einfallen.
Vielleicht fußt auch Peter Alexas Engagement aus Erlebnissen in diesen Tagen? Da war er wahrlich nicht alleine. Nur daß er sich derart radikalisierte, daß er in der Ausweglosigkeit landete. Ich mag mich nicht über ihn zum Richter aufwerfen. Irren ist menschlich und wenn sich wer dazu bekennt, dann sollte er die Chance zur Rückkehr bekommen. Dies mal nur als Tip zum nachdenken an die, die ihn so vorschnell zum Mördersympathisanten abstempeln. Er ist einer von uns, dessen Biographie irgendwann mal aus dem Lot geriet und der sich verleiten ließ, moralische Grenzen aus dem Denken auszublenden. Wer von Euch frei von Schuld ist, der werfe den ersten Stein.
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nicnac:19.03.2007 um 10:31@apo: Lenin? Hm … Mao? Sicher. Arafat? Ebenfalls. Aber was bewegt Dich, Che Guevara mit denen in eine Reihe zu stellen? Meinst Du jetzt seine Theorien oder sein praktisches Wirken?
Er war eine Ikone des Zeitgeistes, ein Sinnbild für den Aufbau und ich glaube, wenn Du ihn auf eine Stufe mit der mörderischen Soldateska Boliviens und den Intriganten von der CIA stellst und ihn Menschenverächter nennst, dann tust Du ihm bitter Unrecht.
Und verdammt - wir brauchten diese Ikone. Sie wirkte sinnstiftend ohne viele Worte. Wir wollten keine angepasste Veränderung a la Martin Luther King. Wir wollten radikal - jetzt und sofort - eine bessere Welt. Eigentlich ganz einfach, so entdifferenziert, wie Jugendliche die Dinge zu sehen pflegen.
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nicnac:19.03.2007 um 09:17Absoluter Dummfug!
Zunächst mal bin ich 48er, was den Jahrgang betrifft. Ich laß mich nicht verschlagworten, von Ihnen schon mal gar nicht. Da Sie aber außer geistlosen stereotypen Parolen nichts zu bieten haben, ist ein Disput mit Ihnen völlig überflüssig. Ende der Durchsage.
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nicnac:19.03.2007 um 08:40Ach übrigens, Herr Kurbjuhn,
schicken Sie uns doch mal Ihren Parteikollegen Horst Mahler rüber. Den kann ich zwar auch nicht ernster nehmen als Sie, doch zumindest hätte der mal etwas relevantes zum Thema dieses Threads beizutragen.
Turbokapitalistische Grüße
(wo sind jetzt bloß meine 2 Cents geblieben?)
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nicnac:19.03.2007 um 08:19Gibt es keine Handhabe gegen eine solche Impertinenz?
Der Herr begeht virtuellen Hausfriedensbruch. Ständiges Wiederholen macht Ihr Geschwurbel keinen Deut wahrer, Herr Kurbjuhn!
Verlustieren Sie sich auf Ihrer eigenen Homepage, Sie Möchtegern-Demagoge. Nicht eine Ihrer Unterstellungen bedarf auch nur entfernt der näheren Erörterung. Weltläufig wie Sie nationaler Demokrat sind, können Sie Ihre mongolische Frau scheinbar nur bei der Stange halten, weil die Ärmste an den Schwachsinn mit dem Rückführungsgesetz glaubt, das Sie als Plan B für den Fall von Renitenz und mangelnder Gefügigkeit in der Tasche haben, Sie Ausbund an Toleranz. Und selbst wenn Ihre obskuren Experten Recht behielten und Deutschland im Jahr 2050 eine überwiegend islamische Bevölkerung hätte, dann muß ein demokratisch säkulares Gemeinwesen wie das unsere dem eben Rechnung tragen. So what?
Diffuse Kleinbürgerängste schüren, andere Meinungen diskreditieren und stören, stören, stören. Das war schon ein prächtiger Beleg für Ihr Demokratieverständnis. Jetzt fehlt zu Ihrem Abgang nur noch Landser oder Störkraft, Sie Musterdemokrat.
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nicnac:19.03.2007 um 01:39mego: Danke für Deine interessante Antwort. Du wirst mir aber hoffentlich nachsehen wollen, daß ich mir eine gründliche Replik darauf angesichts der Tageszeit für morgen aufhebe.
Für jetzt nur soviel: Ob wir uns im Krieg befinden, weiß ich nicht zu sagen. Einige eifrige Terrorbekämpfer sind ja ständig im Krieg, vor allem mit sich selber. Einige ebenso eifrige Islamisten hätten auch gern Krieg mit uns. Beide Seiten scheinen das zu brauchen, um von ihren Miseren abzulenken. Ich hab aber nun mal partout keinen Bock darauf. Ich bin und bleibe Antimilitarist. Ich seh keinen Grund, zu anderen Waffen zu greifen als zu meinen Worten. Alles andere war, ist und bleibt ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Wünsch Dir eine gute Nacht und CU :)
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nicnac:19.03.2007 um 00:35hmm mego,
danke für die Reduktion zum Schaf :). Meine burgeoise Erziehung hindert mich wahrscheinlich an der Perzeption der von Dir genannten Inhalte. Wenn eine Terminologie gebraucht wird, um politische Inhalte zu vermitteln kommt es zwangsläufig zu Verständigungsproblemen. Und die Schuld trifft natürlich das Schaf ohne Soziologiestudium.
Was genau wolltest Du mit Deinem Dreisatz ausdrücken? Gibts da ‘ne Conclusio?
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nicnac:18.03.2007 um 23:31Hi Philipp,
wer von ihnen soll Dir das beantworten, ohne sich selber zu entwürdigen? Auch Alexa wird keine Antwort wissen, er war schlicht zu befangen dazu. Niemand wird etwas tun, von dem er im voraus weiß, daß es scheitern wird.
Wenn ich als Kind der Zeit bedenke, was die RAF so hat verlauten lassen, so erinnere ich mich nur an eine wahnsinnige Verachtung fürs ‘System’ und an einen technokratisch-kalten Politjargon. Mich, der sie gern verstanden hätte, weil auch ich an den Verbrechen des Nazi-Regimes gelitten habe, haben sie jedenfalls nie erreicht. Und dabei verstehe ich schon mehr als nur die Headlines der BILD-Zeitung.
Ich hab mich damals gegen sie entschieden, weil sie Menschenleben für eine verfügbare Masse hielten und sich im Kriegszustand wähnten.
Es gab mal eine Basis, in den Anfängen der Siebziger. Viele aus den zersplitterten K-Gruppen waren indoktriniert genug, exakt das ‘Schweinesystem BRD’ zu sehen und sich zu nützlichen Idioten degradieren zu lassen.
Ensslin und Meinhof waren sicher intelligent genug, das Scheitern auf der ganzen Linie zu begreifen, nachdem sie inhaftiert waren. Was sie aber nicht davon abhielt weiter aus dem Hintergrund zu agieren. Niemand will das Scheitern seiner Träume wahrhaben.
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nicnac:18.03.2007 um 22:56@Armin: joe wäre der richtige Adressat für Dich gewesen. Das hast Du irgendwie verpeilt. Aber Du glaubst, mit ihm ließe sich diskutieren. Woher nimmst Du diese Erkenntnis? In keinem seiner bisherigen Postings ist er nur entfernt auf einen von uns eingegangen, die gegen ihn Front gemacht haben.
Aber seinem Ziel, nämlich diesen Thread umzufunktionieren, ist er schon beachtlich nahe gekommen! Eine eher traurige Entwicklung.
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nicnac:18.03.2007 um 22:25@diaet: Aber stünde das denn - abgesehen vom Kurbjuhn’schen Schwachsinnsposting überhaupt infrage?
@joe: Wie, er soll seinen Vater ermordet haben? Bestimmt, weil der eine Moschee betreten wollte :).
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nicnac:18.03.2007 um 21:49Yep diaet, ich bin auch gegen Zensur.
Aber wir erleben hier den Versuch, das Thema umzufunktionieren. Daß da jemand versucht, für rechtsradikale Thesen Stimmung zu machen (NPD als Retter aus allen Nöten mit probaten Problemlösungen), das regt mich auf.
Weitaus mehr als der Beitrag von proletensau #145, der mir reichlich larmoyant daherkam. Doch darüber läßt sich reden. Nicht aber über vermeintliche ‘Rückführungsgesetze’ (für eine euphemistische Umschreibung fehlt es den Dödeln noch an der Phantasie), die wohlmöglich wieder mal an irgendwelchen Selektionsrampen stattfinden sollen.
Das hat hier nichts verloren, auch wenn Zensur auch nicht in meinem Sinne ist. Doch der Typ nimmt uns das Thema aus der Hand. Sollen jetzt alle dagegen posten? Wer will das denn lesen?
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nicnac:18.03.2007 um 21:26Der Typ ist echt ein Stimmungskiller. Vielleicht sollten wir ihm mal mit Spamattacken auf sein eigenes Blog den Spaß ausbremsen?
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nicnac:18.03.2007 um 20:10Tja sunny3d, mit der Freiheit der Frauen war das damals so ‘ne Sache …
Es wurde ihnen zwar erzählt, daß sie in der besten aller Welten lebten, aber im Grunde schmierten sie immer noch im Hintergrund die Stullen und sorgten für frischen Kaffee, wenn sich bei Teach-Ins die Männer-Köpfe heißgeredet wurden über unverzichtbare Ein- und Ansichten. Frauen hatten in den Tagen der ersten großen Koalition dieser Republik nicht wirklich viel zu melden. Ach, da gab’s ja schon ‘ne Alibi-Frau: Familienministerin Elisabeth Schwarzhaupt, CDU. Doch sie verhielt sich brav, wie es den Frauen seinerzeit ziemte und fiel nicht weiter auf.
Es ist also sehr gut möglich, daß Gudrun Ensslin als ideologisch treibende Kraft der Bewegung aus dem Gefühl der eigenen Unterdrückung heraus die RAF ins Leben rief und den Womanizer Bader (der wirklich nicht viel mehr war als ein Kleinkrimineller) aus dem Knast befreite.
Die RAF deswegen als Akt der Emanzipation zu begreifen, schiene mir indes doch reichlich übertrieben :).
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nicnac:18.03.2007 um 19:34LOL - sunny3d,
Nazis sind nicht nur frauenfeindlich. Die sind freiheitsfeindlich per se.
Da Du uns aber für unkreatives Pack hältst, will ich Deinetwegen mal in die wohlbehütete Kiste mit den Mythen dieser Welt greifen: Im Führungskader der ersten Generation der RAF hatten Frauen das Sagen: Ensslin, Meinhof, Asdonk. Denen waren Schwarzers ‘Emma’ und selbst die ‘Courage’ einfach viel zu bürgerlich. Ups, ach nee, die Zeitungen gabs seinerzeit noch nicht :))). Ob das was geändert hätte?Edit: Kann mal jemand diesem Extremo das Rohr abdrehen? Ist unerträglich!!1
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nicnac:18.03.2007 um 19:00Da muß ich Holgi uneingeschränkt zustimmen. Das Geblubber des Herrn Kurbjuhn hat hier nichts verloren. Vielleicht der Meinungsfreiheit geschuldet, doch völlig belanglos. Da müssen wir jetzt durch.
Und @sunny3d: Du kannst zwar alles kommentieren, mußt aber nicht. Es sei denn, Du hättest Gründe. Dann hab die Freundlichkeit und nenn sie doch wenigstens :)
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nicnac:18.03.2007 um 15:35Lieber Peter Alexa,
als Kind der Zeit (Jg. 1948) glaube ich mitreden zu können.
Es ist durchaus richtig, daß das Klima in den frühen Siebzigern mit der bräsigen Dumpfheit dieser Tage nicht zu vergleichen ist. Vietnam war ein Thema, das auch in den Medien gebührende Erwähnung fand. Es wurde vorwiegend kritisch gewürdigt. Der Alltag war politischer.
Die Beweggründe der RAF wurden offen diskutiert, allerdings konnte niemand aus meinen Kreisen das theorielastige Relativieren wirklich nachvollziehen: “Den Bullen, der uns laufen läßt, den lassen auch wir laufen …” (Aus dem Konzept Stadtguerilla).
Klar, Ihr habt Euch als militärische Einheit verstanden und dem Militär zu eigen ist nun einmal eine Logik, in deren Konsequenz die Reduktion des Individuum auf eine Funktion steht. Ergo: Menschenverachtung. Abstrakte Ziele stehen höher als das Recht des Einzelnen auf ein unversehrtes Leben. Nicht grundlos war ich immer Antimilitarist.
Spätestens von hier an hab ich mich von Euch verabschiedet (als bekennenden RAF-Unterstützer beziehe ich Dich einfach mal mit ein, egal wie weit Du dort tatsächlich involviert warst). Ich las damaals F. Kropotkin und fand seine Maxime, daß Gewalt überflüssig sei, wesentlich überzeugender als die These, daß dies “Schweinesystem” nur zu beseitigen sei und schon könnte die werktätige Masse befreit werden.
Das hielt ich damals schon für wunschdenkende Utopie und nicht für absolut erstrebenswert.
Dennoch hörte ich gut zu, wenn von Euch die Rede war. Fand, daß Ihr in vielem gar nicht unrecht hattet. Sah all die Widersprüche, die auch ihr aufzeigtet. Aber Eure theorielastige Ideologensprache hat es mir verleidet, sich Euch anzuschließen.
Ihr habt Euch selbst ins Aus gestellt und mehr und mehr die Bodenhaftung verloren. Kein Wunder, daß am Ende rotlackierte Faschos dabei rauskamen.
Dennoch habt Ihr etwas bewegt in uns. Ihr hattet nur nie gelernt mit uns - die zu befreien Ihr auf Eure Fahnen schriebt - ins Gespräch zu kommen. Dabei ist verständliche Sprache eine der Grundvoraussetzungen für ergebnisorientierte Verständigung.
Das habe ich jetzt völlig aus dem Bauch heraus geschrieben als Zeuge jener Tage. Vielleicht können sie eine Facette ins Gesamtbild fügen.
Die Diskussion ist wichtig und ich danke Spreeblick und Malte für die Möglichkeit. Wenn ich mir vorstelle, es hätte damals schon solch ein Medium gegeben: Einfach traumhaft … *schwelgschwärm*Gruß
nicnac
Franz Josef Stoiber und der amerikanische Präsident Breschnew
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nicnac:22.02.2007 um 20:03Stoi-BÄR steppt und jeder Dadaist wird blaß vor Neid. Ernst Jandl würde glatt im Grab rotieren :).
Oder aber Stoi-BÄR rappt und alles steppt? Da bleiben Fragen über Fragen *seufz* …
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Oder vielleicht: “Und diesen Anti-AKW-Button haben Sie von einem aus dem Schwarzen Block geschenkt bekommen?”