Offener Brief an Musikschaffende
Schreibtisch 2.0
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Nocti:21.06.2006 um 23:08Hm… also ich finde das ganze schon sehr sinnvoll. Ein gewisses kreatives Chaos brauche ich schon. Wenn kombiniert mit einigen Ordnungsfunktionen aus OSX könnte das ein ganz praktikables Modell sein. Beide Daumen nach oben!
Offener Brief an Musikschaffende
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Nocti:21.06.2006 um 22:56@Tommy:
So naiv finde ich das gar nicht… Sicher sind Majors noch die Hauptvertriebskanäle. Aber die Schicht, die noch nie was von Blogs u.Ä. gehört hat und noch die Schreibmaschine nutzt, wird in den nächsten Jahren beträchtlich schrumpfen… und dann sind da Konsumenten, die es gewohnt sind, sich einen Song erst herunterzuladen und reinzuhören, bevor Geld für ein Album ausgegeben wird. Apokalyptische Prophezeiungen von einer “Runterlader-4free-Gesellschaft” halte ich hingegen für weitaus naiver :-)P.S.: Ich arbeite in der Filmbranche und wir haben ganz ähnliche Diskussionen in unserer Firma…
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NoctiVagus:21.06.2006 um 10:53@ Kommentar 102:
ich denke schon, das der Ansatz bei den Musikschaffenden zu suchen ist. Die gehen die Vertragsverhältnisse ein. Und ursprünglich war das sicher auch sinnvoll, einen Vertreter zu haben, der das ganze Marketing und den Vertrieb übernimmt. Für einen Künstler, der von seiner Arbeit leben will, war das lange Zeit und ist es teilweise noch unabdingbar. Allerdings glaube ich, das die Kommunikation zwischen Künstler und Konsumenten momentan neu definiert wird. Gerade durch Blogs, Foren, Newsgoups und Filesharing (auch das kommerzielle) wird das Monopol der Labels aufgebrochen, der Mittelsmann zu den kaufenden Massen zu sein. Man schaue sich nur die Arctic Monkeys von der Insel an. Kein Plattenvertrag und trotzdem durch Myspace zu Popularität gekommen. Das sehen die “Majors” und die meisten reagieren restriktiv mit exemplarischen Klagen und begreifen dabei nicht, das sie dabei sind, den Anschluss an eine weitgehend unabhängige OnlineCommunity zu verlieren, die mehr erwartet als nur vertikale Kommunikation via MTV und CO. (Wobei Myspace ja auch zu News Corp. gehört - tststs). Es gibt Lichtblicke bei einigen Labels, die das kommerzielle Filesharing für sich entdecken. Aber ein Großteil der Industrie ist meiner Meinung nach mental zu unbeweglich und kommt mit der Entwicklung nicht mehr mit. Sicher sind Bands wie die Arctic Monkeys noch die Ausnahme, aber die Tendenz zeigt doch stark nach oben und das einsetzen von Rechtsmitteln bringt keinen Flächendeckenden Erfolg - siehe Schweden und die PirateBay-Aktion. Die “Piraten”-Partei hat durch dieses innenpolitische Debakel ihre Mitgliederzahl nahezu verdreifacht und hat gute Chancen, bald in das Parlament einzuziehen. Es wird auch schon von den Volksparteien dort eine “Kulturflatrate” in Betracht gezogen. Ich denke, das zeigt gan eindeutig, wie die Richtung in Zukunft aussehen wird. Wobei ich nicht grundsätzlich gegen ein Copyright bin, ich finde nur, die restriktive Handhabung durch “Quasi-Monopole” hat und muss bald ein Ende haben…
Sprache klebt
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NoctiVagus:16.06.2006 um 17:24Danke für den Artikel! Jetzt komme ich mir weniger ausgegrenzt vor, wenn ich Freunde für die Verwendung des Wortes “Neger” maßregele, weil es für mehr differenzierten Wortschatz offensichtlich nicht reicht… Ich denke, Modesprache hin oder her: rassistisch oder sexistisch anmutende Ausdrücke lassen schon auf viel Ignoranz schließen…
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“Auch in Großbritannien wenden sich die Künstler und die Labels zunehmend gegen Filesharingkriminalisierung. Das Indielabel Flowerburger Records (unter anderem Nick Cave) ruft nun zur Teilnahme an einer Onlinepetition auf, die sich gegen die Klagewellen gegen Musikfans richtet.”
http://www.flowerburger.com/petition.php