Hmmm - hört sich erstmal gut an, dass Du schriebst:
Selbstverständlich habe ich kein Foto gemacht und selbiges mit den Worten “Politiker XY rammt Motorradfahrerin” online gestellt.
Gut daran ist, dass Du diese, die Tatsachen entstellende Aussage eben nicht gemacht hast. Auf der anderen Seite frage ich mich schon, weshalb Du zwar die Information lieferst, dass der Beifahrer ein bekannter Berliner Politiker, aber nicht wer es war.
Das Problematische daran ist, dass ich (und sicherlich viele andere) sich erstmal in folgende Richtung gelenkt sehen: XY braucht nicht benannt werden, da er ja nicht selbst für den Unfall verantwortlich ist.
Das stimmt - und geht auch aus Deiner Schilderung deutlich hervor. Nichtsdestotrotz kommen mir aber trotzdem folgende Fragen in den Sinn:
* War der Fahrer der berufsmäßige Fahrer von XY?
* Wenn ja, waren Fahrer und XY unter Termindruck?
* Wenn auch hier ja, könnte XY durch entsprechende Anweisungen an seinen Fahrer nicht doch eine Mitverantwortung am Unfall haben?
Klar - diese Fragekette ist spekulativ und suggestiv und geht in Richtung Vorverurteilung - liegt aber in Zeiten der Politikverdrossenheit und heißem Endwahlkampf leider nahe. (Übrigens bricht diese Unterstellung natürlich mit dem ersten Nein! in der Fragekette in sich zusammen!)
Der einzige Ausweg aus dem Dilemma zwischen (voreiliger) Generalentlastung durch Nichtnennung oder (ungerechtfertigter) Vorbelastung durch Namensnennung wäre meines Erachtens gewesen, die Rolle von XY (bekannter Berliner Politiker) ganz wegzulassen.
Du siehst an meiner (überwollend angelegten) Argumentationskette, dass eine Prominentenbeteiligung an einem Unfall immer Brisanz beinhaltet: das journalistisch zu handhaben ist schwierig.
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Hmmm - hört sich erstmal gut an, dass Du schriebst:
Selbstverständlich habe ich kein Foto gemacht und selbiges mit den Worten “Politiker XY rammt Motorradfahrerin” online gestellt.
Gut daran ist, dass Du diese, die Tatsachen entstellende Aussage eben nicht gemacht hast. Auf der anderen Seite frage ich mich schon, weshalb Du zwar die Information lieferst, dass der Beifahrer ein bekannter Berliner Politiker, aber nicht wer es war.
Das Problematische daran ist, dass ich (und sicherlich viele andere) sich erstmal in folgende Richtung gelenkt sehen: XY braucht nicht benannt werden, da er ja nicht selbst für den Unfall verantwortlich ist.
Das stimmt - und geht auch aus Deiner Schilderung deutlich hervor. Nichtsdestotrotz kommen mir aber trotzdem folgende Fragen in den Sinn:
* War der Fahrer der berufsmäßige Fahrer von XY?
* Wenn ja, waren Fahrer und XY unter Termindruck?
* Wenn auch hier ja, könnte XY durch entsprechende Anweisungen an seinen Fahrer nicht doch eine Mitverantwortung am Unfall haben?
Klar - diese Fragekette ist spekulativ und suggestiv und geht in Richtung Vorverurteilung - liegt aber in Zeiten der Politikverdrossenheit und heißem Endwahlkampf leider nahe. (Übrigens bricht diese Unterstellung natürlich mit dem ersten Nein! in der Fragekette in sich zusammen!)
Der einzige Ausweg aus dem Dilemma zwischen (voreiliger) Generalentlastung durch Nichtnennung oder (ungerechtfertigter) Vorbelastung durch Namensnennung wäre meines Erachtens gewesen, die Rolle von XY (bekannter Berliner Politiker) ganz wegzulassen.
Du siehst an meiner (überwollend angelegten) Argumentationskette, dass eine Prominentenbeteiligung an einem Unfall immer Brisanz beinhaltet: das journalistisch zu handhaben ist schwierig.