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12.10.08
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von | 2

 

Martenstein über Blogger

  1. 08

    Thomas:

    Ich oute mich mal als schlechter Mensch. Macht mir aber bei der Meinung nicht sonderlich viel aus.

    23.05.2008 um 13:27

A voluntary lapse of reason oder: Schallloooom

  1. 07

    Thomas:

    Ach du Schande, ist das klasse! Vielen Dank für diese Stilblüte allerfeinster Selbstdisqualifikation :-D

    “Check, check, check, check, Sicherheitscheck”

    19.05.2008 um 15:07

Nargis

  1. 06

    Thomas:

    Dem schließe ich mich mal vorsichtig an: Selbst wenn die Hilfe darauf hinaus läuft, dass man damit Geld verdient; es wird geholfen. Und davon abgesehen ist so manche Hilfsorgansisation froh, wenn sie ihre spezifisch gebundenen Spenden überhaupt los wird. Siehe so ziemlich alle nennenswerten HOs während der Tsunami-Katastrophe, die nach zwei Wochen massig Geld zuviel hatten, was sie zweckgebunden, so wie es das Gesetz vorschreibt, nicht mehr einsetzen konnten.

    Und mal völlig davon abgesehen: Die großen HOs bezahlen - wenn auch nur in geringem Maße einer Aufwandsentschädigung (ich war selbst lange Zeit Mitglied einer solchen) - ihre Helfer in Katastropheneinsätzen auch. Von daher könnte man den entsprechenden freiwilligen Helfern auch in geringem Maße Monetarismus vorwerfen, denn die Teilhabe am Einsatz bringt für’s Ego wesentlich mehr, als der normale Arbeitsalltag. Und spätestens, wenn Lohnausfall geltend gemacht werden kann, verdienen die Helfer definitiv mit ihrem Einsatz.

    09.05.2008 um 02:51
  2. 05

    Thomas:

    Ich schließe mich in dem Fall auch der Meinung an, dass sich andere Staaten, die Hilfe leisten wollen, über den Regimewillen hinweg setzen dürfen und sollten.

    Punkt 1: Sobald das Regime nicht mehr das tut oder zulässt, was für sein Volk am besten ist, sollte es nach der Theorie des Gesellschaftsvertrages (nicht der Demokratie) sowieso seine Legitimität verlieren oder verloren haben. In dem Falle würden Staaten, die sich über die Anordnung hinweg setzen, sowieso im Sinne des Volkes handeln.

    Punkt 2: Regime und Diktaturen haben die dämliche Angewohnheit, sich nicht helfen zu lassen oder nach außen nicht einzugestehen, dass sie Hilfe brauchen. Dann müssten sie zugeben, dass ihnen die Situation entglitten ist und u.a. ausgerechnet bei Staaten, deren Systeme sie nicht akzeptieren, Schwäche zeigen (ihre subjektive Einschätzung). Dass dafür Menschenleben geopfert werden, hat nichts mehr mit staatlicher Sorgfaltspflicht zu tun.

    08.05.2008 um 23:06

Ermächtigt: Das BKA-Gesetz im Realitäts-Check

  1. 04

    Thomas:

    OT: Zu #09 fällt mir, abgesehen von Zustimmung, ein, man sollte endlich Betten verbieten, weil offensichtlich lebensgefährlich. Immerhin sterben die meisten Menschen, während sie im Bett liegen. Viel akutere Gefahr, als die durch Terroristen ;)

    22.04.2008 um 15:20
  2. 03

    Thomas:

    Nach außen hin sehe ich die post 9/11 world schon. Die Demokratiefeinde waren zwar vorher schon da, treten jetzt aber mit aller Macht von Verblendung und Beugung der Verfassung in die Öffentlichkeit. In dem Punkt sehe ich einen klaren Schnitt durch 9/11 und das bezeichnet genau das Phänomen der post 9/11 world.

    Im zweiten Punkt gebe ich dir Recht. Die Behörden werden es evtl. erstmal abkriegen, allerdings korreliert da die Härte in meinen Augen mit der Größe ihres Kompetenzspektrums. Will sagen, je mehr Freiheit ich abgebe, um den Behörden mehr Möglichkeit zur Arbeit und damit zur Wahrung meiner Sicherheit einräume, desto härter werde ich sie kritisieren, wenn sie die Sicherheit nicht wahren können. Und da muss ich ganz ehrlich sagen: Wenn in Deutschland ein Anschlag stattfinden soll, dann wird er auch stattfinden. Ob die ersten drei Zellen, die ihn ausüben sollten, geschnappt werden oder nicht, spielt da keine Rolle. Der internationale Terrorismus wächst an seinen Aufgaben. Wenn ich den Anschlag verhindern will, muss ich als Staat schon auf die totale Überwachung und Eliminierung aller verdächtigen Subjekte umsteigen. Dass das utopisch ist, steht wohl außer Frage.

    22.04.2008 um 14:23
  3. 02

    Thomas:

    Ganz ehrlich, ich bezweifle, dass gerade die Politiker und, im aktuellen Fall, BKA’ler so große Angst haben. Die wird nach dem Vorbild von Amerika (s. Kritik an speziell CNN seit 9/11) in regelmäßigen Abständen geschürt, damit sie in der Allgemeinheit am Leben bleibt. Wozu? Um genau solche Gesetze durchzubringen und die Arbeit der Ermittlungsbeamten ‘unproblematischer’ zu machen. Wenn du alles machen darfst, kannst du nix falsch machen (und so manche Behörde arbeitet ja sowieso schon fernab ihrer Kompetenzen, s. BND). Mit Sicherheit hat das wenig zu tun; bestes Beispiel ist die Sache mit der Überwachung öffentlicher Einrichtungen per Kamera: Bringt bei der Verbrechensaufklärung was, der präventive Nutzen, den die Verantwortlichen damals so beworben haben und der nebenbei der Legitimationsgrund ist, wurde aber schon im Voraus objektiv widerlegt.

    Was dabei rauskommt, hat sich ja gestern wieder gezeigt: Das Systemvertrauen, speziell in die regierenden Systeme, ist so weit im Keller, dass die logische Folge eigentlich die wäre, den kompletten Regierungsapparat nebst aller in den Ministerien nachstehenden zu entlassen. Deutschland geht einen zunehmend gefährlicheren Weg; nur gut, dass das Volk noch so träge ist und nicht eingreift..

    22.04.2008 um 13:56

Steile Thesen, Teil 42

  1. 01

    Thomas:

    Die grundsätzliche Aufgabe an die Webcommunity wäre da ja, ihre Wünsche bzgl. des Machteingriffes von Regierungen durchzusetzen. Theoretisch betrachtet ist es ja nun mal so, dass die Regierungen, unabhängig von der Staatsform, die Legitimation eines beachtlichen Anteils des Volkes haben. Theoretisch betrachtet sollte es auch zutreffen, dass die Regierungen im Sinne ihrer Untergebenen die Waage zwischen Entzug von Freiheitsrechten und Sicherheitsgewinn halten. Theoretisch betrachtet.

    Im Internet sehe ich da eigentlich eine Chance, weil es eben (noch) keine wirklichen Staatsgrenzen gibt. Regulierbar ist das Ganze eigentlich auch recht schwer. Wenn - speziell im Fall der deutschen - die Gesellschaft endlich mal wieder in den Hinterkopf gerufen bekäme, dass sie und sonst keiner eigentlich der Inhaber der Macht im Staat sein sollte, würde hier sowieso einiges wesentlich besser laufen. Aber dafür müsste man sich ja bewegen. Darum die Chance, mit dem Internet sowas wieder zu verinnerlichen; eben weil hier noch herzlich wenig Mittel vorhanden sind, wirklich etwas zu regulieren und dadurch die Freiheit noch relativ begreifbar ist (sieht man mal vom Muli ab, aber den braucht eh kein Schwein). Ich würde im Bezug auf die Politikverdrossenheit nämlich die These in den Raum stellen, dass die Ursache zum größten Teil darin liegt, dass die Menschen Freiheit kaum noch als besonderes Gut spüren, weil sie mehr und mehr durch schleichende und Vorschlaghammer-Bevormundung aus dem Blickfeld verschwindet.

    17.04.2008 um 01:55

16.04.2008 um 17:45

NetzpolitikPolitik

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