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23.11.08
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von | 2

 

Selbstzensur

  1. 03

    Martin Oetting:

    Zu Nr. 21, oder @Julio: Ich stimme Dir, in Bezug auf wenig Differenzierung und Ausführlichkeit der Auseinandersetzung mit dem Fall Euroweb auf meinem Blog völlig zu. Ich hatte nicht die Zeit und die Gelegenheit, mich mit dem Thema ausführlich genug zu befassen. Daher habe ich auch bewusst nicht den Unternehmensnamen genannt, sondern die Geschichte anders und hypothetisch “erzählt”, denn mich interessierte damals vor allem auch, was Unternehmen ganz allgemein tun können oder sollten, wenn ihr Name möglicherweise ohne eigenes Verschulden in der Blogosphäre in Verruf gerät. Zu Euroweb wusste ich nicht genug, um allein nach dem Gespräch die These aufzustellen, das Unternehmen sei an dem Desaster nicht schuld. Im Gegenteil, ich war mir nach dem Treffen überhaupt sehr unsicher, wie die Sache einzuordnen ist. Die Firma Euroweb von irgendetwas reinzuwaschen, war nie meine Absicht.

    Insofern danke ich Dir nochmal für die ausführliche Verlinkung in Deinem Kommentar, denn ich hatte einfach nicht die Möglichkeit, das damals auch wirklich anständig zu recherchieren. Es sollte aber m. E. möglich sein, auch ein Thema auf seinem Blog zu diskutieren, wenn man nicht alle Geschichten dazu kennt. Insbesondere, wenn man es anonymisiert.

    03.11.2006 um 12:37
  2. 02

    Martin Oetting:

    Herr Preuß bat mich vor einem knappen halben Jahr um Rat wegen dieser Dinge. Ich habe mich mit ihm getroffen und zwei Eindrücke aus dem Treffen mitgenommen:

    1.) Die Philosophie von Euroweb, die Gestaltung von Websites betreffend, beißt sich an vielen Stellen mit den Erwartungen der Blogosphäre an gutes Webdesign und an das, was man einem (potenziell online inkompetenten) Kunden verkaufen sollte. Das ist allerdings so nicht unbedingt strafbar. (Leider?) Dennoch ist es schon interessant, beide Seiten einer solchen Debatte zu hören. Viele Seiten, die im Netz als grauenhafte Dienstleistung eines inkompetenten Unternehmens (Euroweb) rumgereicht werden, stammen beispielsweise aus einer Zeit, bevor die aktuelle Geschäftsführung bei Euroweb das Sagen hatte. Diese unsäglichen HTML-Wüsten aus nur einer einzigen statischen Seite (mit Ankern, zu denen gesprungen wird) machten sie schon lange nicht mehr. Behauptete jedenfalls damals Herr Preuß.

    2.) Gulli betreffend erklärte er, dass der User, der dort gegen Euroweb mobilisiert hätte, ein Kunde sei, der gegen einen mit Euroweb geschlossenen Vertrag verstoße, die Konsequenzen nicht tragen wolle und nun seinen Frust öffentlich auslassen müsse. Ähnlich erklärte er, dass es andere Leute in der Blogosphäre gebe, die Dienstleistungen bei Euroweb bestellt und bekommen hätten, diese jedoch nicht bezahlen wollten, sondern stattdessen öffentlich Stimmung gegen sein Unternehmen machen würden. Auch das nicht meine Meinung, sondern die Äußerungen von Herrn Preuß.

    Ich habe ihm daraufhin zu erklären versucht, dass ein Unternehmen, das Websites wie Lebensversicherungen verkauft, in der Blogosphäre erstmal per se keinen guten Stand hat. Das sah er ein, beharrt aber eben auf diesem seinen Geschäftsmodell. Dann habe ich ihm erklärt, dass es in der Blogosphäre nie sinnvoll ist, gleich mal mit rechtlichen Schritten zu drohen. Sondern dass ein klärendes sachliches Gespräch - ohne Drohungen, sondern mit Werben für Verständnis - ein besserer Weg sei. Den Fehler mit der Rechtskeule erkannte er wohl an, aber er hielt auch dagegen, dass mit manchen Leuten einfach nicht zu reden sei.

    Mein Rat war dann noch, dass es nützlich sein kann, mit einflussreichen Bloggern, die zur Verbreitung der Geschichte beitragen, direkten persönlichen Kontakt aufzunehmen und die eigene Seite der Geschichte darzustellen zu versuchen.

    Ich erzähle das hier alles nicht, weil Herr Preuß recht hat und weil Eurweb ein Superunternehmen ist. Ich kenne das Unternehmen nicht, abgesehen von dem einen Gespräch. Aber a) liegt mir daran, darauf hinzuweisen, dass es bei diesen Dingen oft Grautöne gibt, anstelle von “die Blogger sind gut und das Unternehmen ist böse”. Und b) könnte es sein, dass das damalige Gespräch auch zu obigem Anruf geführt hat (aber natürlich nicht muss - ist, wie gesagt, 5 Monate her). Das wollte ich hier nur mal transparent machen. Ich habe das Thema damals auch zu diskutieren versucht, ohne allerdings den Namen zu nennen: http://www.connectedmarketing.de/cm/2006/05/was_darf_virale.html

    Entschuldigt den vielen Text, aber ich hab’s irgendwie nicht knapper hinbekommen.

    02.11.2006 um 17:58

Let’s start playing

  1. 01

    Martin:

    In der Liste von Herrn Andy (http://www.spreeblick.com/2006/08/08/lets-start-playing/#comment-177905) fehle ich noch - hab auch das Kaleidoskop bekommen. Leider geht aus dem Briefstempel bei mir nix hervor, denn der ist so gekonnt angebracht, dass man nur “Briefzentrum” entziffern kann, nicht jedoch den Namen desselben. 2,20 Porto hat’s aber gekostet.

    09.08.2006 um 18:22

08.08.2006 um 16:43

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