iPod Carefree
Die wollen nur spielen
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oipus:04.07.2005 um 09:32“Die Masse” zu erreichen — darum geht es doch — wird immer schwierig sein. “Kommerz” und eigenes Leid sind vll. die wirkungsvollsten Ereignisse um Bewusstsein zu schaffen; eben weil es die Meisten erreicht (jemand der sich sowieso seine Gedanken macht, muss ich nicht unbedingt anstoßen). Das Problem an solch großen Veranstaltungen ist, dass man sich sehr schnell daran gewöhnen kann. Man verdrückt ein paar Tränen, stößt einen tiefen Seufzer aus und widmet sich dann wieder seinem Getränk.
Es gibt, das ist für Macher und Interessierte bzw. Empfängliche klar, kaum ein besseres “Medium” als Musik oder Film (bzw. beides ja zwangsläufig zusammen) um Emotionen und Gedanken zu vermitteln. Und darum machen wir uns auch unsere Gedanken. Im Zeitalter von Postbitches o.ä. (Namen geändert) stellt sich allerdings die Frage, wie Musik überhaupt noch wahrgenommen wird. Wenn ich mich so umschaue, höre ich immer wieder die Aussage ‘Was der singt interessiert doch keinen und verstehen tuts sowieso niemand — ber geile musik’. Das ist bitter.
Zurück zur bewusstseinsschaffenden Veranstaltungen: Dass jemand sagt: ‘Ich war da, ich hab geholfen’ ist vll. nicht gerade das, was man sich wünschen würde, aber vll. auch gerade das, was Möglich ist.
Ich bin auch vom optimieren des Eigennutzens überzeugt. Ob dieser nun altruistisch bewegt ist oder nicht, ist dabei völlig egal. Oder ist es doch wichtig, welche Parameter die Nutzenfunktion beeinflussen? Anders: Heiligt der Zweck die Mittel?
Eine Frage, bei der man in schweres Wehklagen verfallen kann. Schwarz/Weiß malen hilft aber auch niemand. Es geht darum etwas zu tun.Außerdem: vll. ist unsere Welt garnicht so schlecht.
Schneller, härter, lauter
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Gawker ohne Ads
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oipus:30.06.2005 um 10:28Wenn Du alles, was jemanden erfüllt als Sucht bezeichnen möchtest.. Man kuckt gern Filme; ist man süchtig?
Für eine Gruppe sind Blogs sind doch nichts anderes, als der Schrei nach Aufmerksamkeit. Das, würd ich sagen, ist ein Grundbedürfnis. Im IRC ist das Prinzip genau das selbe, nur eben ‘live’.
Anderen wiederum geht es um Inhalte, die dann eben zeitgenau online gestellt werden. (für ein log wichtig ist ja das Wann)So richtig zur Kultbewegung wird das ganze dann dadurch, dass es auch für technisch unversierte möglich ist, das ganze professionell aussehend zu puplizieren.
Fazit: Das Internet wird benutzbar, und für schreibfaule gibts jetzt podcasts. Somit werden auch Telefonate überflüssig, weil ja alles asynchron über Kommentierungssysteme abgewickelt werden kann (es lebe der Technik-Fetischismus).
P.S.: Wenn es niemanden gäbe, der so Sachen als seinen Lebensinhalt betrachtet, würde es aus Mangel an Qualität niemand interessieren.
Glückwunsch, Sony BMG!
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03
Blogs auswerten
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oipus:11.05.2005 um 12:28Das erinnert mich daran, wie sehr ich Diskussionen in “Schlauchform” hasse. Bin ja eher fan der klassischen eMail Baumstruktur. Das ist im übrigen ja auch nichts anderes, als eine Mindmap; muss man eben visuell “bisschen anders” aufbereiten.
Ein Wiki finde ich zum Pflegen von einem Artikelbestand gut, aber für Diskussionen unhandlich — da hast ja auch wieder nur Schlauchkommentare oder Threads mit minderwertigen Bedienmöglichkeiten.
Wie könnte das ganze denn aussehen, wenn das Ereignis dann mal nicht mehr aktuell ist?
Vll. doch ne Art Mindmap? — Im Mittelpunkt steht vll. das Ereignis und dann der Blog-Eintrag und dann die Kommentare in Baumstruktur.
Moment, wenn das Ereignis im Mittelpunkt steht (was ja eigentlich Auslöser eines Blog-Eintrags ist) hätten wir dann nicht ne Art Blog-Sammlung?
Motor des Tages: Unzufriedenheit. Teil 1.
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oipus:11.05.2005 um 01:55Ich, als “Unbebloggter”, bin mehr oder weniger durch Zufall auf diese Sendung bzw. dieses Blog gestoßen.
Die Sendung bot einen guten Einblick in die “Szene” und es war angenehm zu hören (verantwortlich dafür ist sicher auch das “Briefmarkensammler-Club-Feeling”.). Dies gilt zumindest bis zur Hälfte, denn spätestens dann haben sich die Beteiligten relativ oft in sinnfreie ™ Nebengespräche verwickelt.
Anfangs, als Johnny das rechtliche Thema ansprach, dachte ich: “oh, jetzt wirds interessant”. Aber Pustekuchen; inhaltlich wars nicht mehr als ein Einblick.Ich hätte auch den Anspruch gehabt, weiter in die Richtung zu thematisieren, wie Johnny sich das wünscht.
Ich hatte nicht den Eindruck, dass die Anwesenden die Falschen waren — mir erschien eher, dass sie nicht ausgereizt wurden. Es wurden einfach nicht die entsprechenden Themen angesprochen bzw. weitergeschürft, was meiner Meinung nach an einer allgemeinen Ziellosigkeit der Sendung lag. Die Anrufer haben an irgend eine Stelle geschubst, da wurde dann ein bisschen rumgeschaufelt und gut.
Man könnte sagen, man hat mal geschnuppert, wie man das Thema aufbereiten kann; aber das ist eigentlich kein Kompliment an die Moderation/Redaktion, die müsste wissen, wie man sowas aufbereitet.In diesem Sinne: Beim nächsten Mal konkret festlegen, was rüberkommen soll. Vorgefertigte Beiträge wären dafür eine Idee — oder eben führende Fragen des Moderators, der auch dafür sorgt, dass man nicht zu weit abdriftet.
Ideen meinerseits:
- Wie verändern Blogs die journalistische Welt? (Kein gerede über Hype hin oder her, sondern über das, was längerfristig übrig bleibt bzw. bleiben könnte, Qualitätsverbesserungen etc.)
- Der Gläserne Mensch. Privatsphäre öffentlich. Problematiken?
- Was hat der Otto-Normalverbraucher von Blogs?
- Hat sich die “eingefleischte Community” (Usenet, IRC etc.) durch Blogs verändert, oder ist das jetzt nur die Möglichkeit für technisch unversierte daran teilzuhaben?
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Und wo bitte steckt man sich das hin?