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Spreeblick

I live by the river!
16.05.08
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von | 2

 

Politically Incorrect - Die etwas andere Sicht der Dinge

  1. 45

    Limited:

    “Ich finde Politically Incorrect wirklich gut. Man muss sich nur immer wieder vor Augen halten, dass die Religion an sich kritisiert wird und nicht die Menschen.”

    Pustekuchen, es werden die Menschen kritisiert, die dem Islam angehören. Nahezu jedes Verbrechen, welches von Menschen begangen wird, die muslimischen Glaubens begangen wird, wird heruntergebrochen auf den Auslöser “Islam”. Das geht vom 11. September bis hin zur Messerstecherei an Berliner Baggerseen.

    Die Botschaft die transportiert wird, ist nicht weiter aufgeschlüsselt.

    Daher erschließt sich bei Durchsicht der Hetzparolen auf Politically Incorrect eine kurzschlüssige Sichtweise von der “Koran ist unmenschlich” zu “Jeder der an den Koran glaubt, agiert unmenschlich” - und das ist zwar nicht direkt rassistisch, aber nahe daran.

    Von den unterirdischen Kommentaren die von “Kauft nicht beim Türken”, bis hin zu Todesfantasien gegen politisch Andersdenkende reichen, gar nicht zu reden.

    23.08.2007 um 23:29

Blaue Hood

  1. 44

    Limited:

    Langweiliges Video, langweiliges Lied - dafür die Tastatur bemühen? Nee.

    Comedy? Wohl Geschmachksfrage. Auch Dieter Hallervorden finden einige brüllend komisch.

    Wenn Leute, die mit nem silbernen Löffel im Arsch geboren worden sind, sich so bloßstellen oder andere engagieren, die es für sie tun - was soll’s.

    Aber voller Vorfreude warte ich auf Claras Bananasong

    12.07.2007 um 23:00

Callcenter-Blog

  1. 43

    Limited:

    Ups, falscher Blog

    07.07.2007 um 13:27

Brothers Keepers vs B-Tight

  1. 42

    Limited:

    Jude auf Lude zu reimen ist rein reimtechnisch gesehen vermutlich auch ein “geiler” Reim.

    07.07.2007 um 01:19
  2. 41

    Limited:

    Tja, fragt sich nur was mit dem in prekärer Lebenslage befindlichen 12jährigen passiert?

    Torhüterposten beim FC Bayern sind doch eher rar.

    06.07.2007 um 20:06
  3. 40

    Limited:

    Mmmmh, könnte man jetzt weiter ausbauen - Gewalt, Rassismus und anderer Dreck in Raptexten/Musik/Computerspielen/Büchern/Filmen/Alltag.

    Zensur - nö, die wollen doch nur spielen/Recht auf künstlerische Freiheit wahrnehmen/provozieren/aufklären.

    Kaputte Welt, freue mich trotzdem aufs Wochenende.

    06.07.2007 um 19:36

Would you please explain Europe?

  1. 39

    Limited:

    Shit, meine Pathos Tags wurden gekillt :0(

    03.07.2007 um 10:16
  2. 38

    Limited:

    Es ist recht schwierig, herauszufinden, was, jenseits von institutionellen Änderungen, vom Verfassungsentwurf in den Vertrag übernommen wird.

    Einiges was ich herausbekommen konnte, ist m.E. positiv zu bewerten, wird doch im Gegensatz, etwa zum Maastrichtvertrag, der soziale Gehalt der Union gestärkt.

    Der sozialstaatliche Kerngehalt findet sich explizit im Verfassungsvertrag unter anderem in Artikel I-3, der die EU auf den Grundsatz einer „sozialen Marktwirtschaft, die auf Vollbeschäftigung und sozialen Fortschritt abzielt“, festlegt.

    Mittelbar - auch wenn hier vorerst nur in Form einer Proklamation festgehalten, wird die Formulierung im Vertragstext :„Die Union bekämpft soziale Ausgrenzung und Diskriminierungen und fördert soziale Gerechtigkeit und sozialen Schutz, die Gleichstellung von Frauen und Männern, die Solidarität zwischen den Generationen und den Schutz der Rechte des Kindes.“ auch Rechtswirkungen entfalten.

    Diese Formulierungen gehen im übrigen um einiges über die im Grundgesetz enthaltenen Bestimmungen hinaus - ich denke das wird auch das Bundesverfassungsgericht in Zukunft beschäftigen, ggf. zu einem “Solange III” führen.

    Bemerkenswert auch, dass die im geltenden Vertrag (Nizza) aufgeführte Festlegung auf eine “offene Marktwirtschaft” zur “sozialen Marktwirtschaft” abgeändert wird.

    Erstmals wird der Wertekanon im Vertrag auch um das Prinzip „Gleichheit“ erweitert. Und ebenso zukunftsweisend ist die neue sozialpolitische Querschnittsklausel (Artikel III-117 des Verfassungsvertrags).

    Danach muss die Union künftig bei jeder einzelnen Maßnahme, zum Beispiel einer Verordnung oder Richtlinie, nachweisen, dass sie den „Erfordernissen im Zusammenhang mit der Förderung eines hohen Beschäftigungsniveaus, der Gewährleistung eines angemessenen sozialen Schutzes, der Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung sowie mit einem hohen Niveau der allgemeinen und beruflichen Bildung und des Gesundheitsschutzes“ Rechnung trägt - das bedeutet auch eine Neukalibrierung des Prinzips der Subsidarität, da implizit hier dem EU Kanon Vorrecht über nationalem Recht eingeräumt wird.

    Geradzu revolutionär wirkt das Mandat für die Regierungskonferenz, den “freien und unverfälschten Wettbewerb” aus den Zielen der Union zu streichen - ein weiterer Indikator, dass sich die EU von neoliberalen Politikansätzen distanziert und die soziale Dimension der Union in den Vordergrund rückt.

    Ausblick

    Soviel zu den mir bekannten Ansätzen des neuen Vertrags. Die Verhandlungen darüber sollen bereits am 23. Juli im Rahmen einer EU-Aussenministerkonferenz beginnen.

    Worüber ich nichts finden konnte, war das Moment der Bürgerbeteiligung, wie es im Verfassungstext vorgesehen war. Hoffentlich hat man die Möglichkeit den Bürgern über einen europaweiten Volksentscheid Mitsprachemöglichkeiten zu geben, nicht gekippt.

    Ob dies so kommt, ist auch eher unwahrscheinlich - melden doch bereits einige Regierungen erneut Änderungswünsche an. Aber in Kernbereichen könnte der Vertrag - auch wenn er widerum ein Zeichen des Mißtrauens der Eliten gegenüber den Bürgern darstellt - zu einer sozialen Vertiefung der europäischen Union beitragen.

    03.07.2007 um 10:10

Profisüppchenkocher

  1. 37

    Limited:

    So verwandelte Susanne Osthoff/Marco W., die unbekannte Frau/ der unbekannte Jugendliche, sich zur weißen Leinwand, auf die von den verschiedensten Journalisten die unterschiedlichsten Weltsichten projiziert wurden.

    Doch, das passt

    29.06.2007 um 14:57
  2. 36

    Limited:

    Bei dem Aufhebens, das gerade um den Fall des 17jährigen Marco gemacht wird, kommen mir doch einige “böse” Gedanken.

    Würde das jemanden interessieren, wenn der 17jährige Mehmet heißen würde und Türke wäre? - Vermutlich nicht.

    Würde das jemanden interessieren, wenn der 17jährige Ali heißen würde und Deutscher wäre? - Vermutlich ja, aber mit dem Hinweis darauf, dass das in der Machokultur der Muslime normal sei.

    Das Gebrüll rund um die “kulturelle Minderwertigkeit des Islam” kann ich mir ausmalen, wenn dies ein 17jähriger Türke mit einem 13jährigen deutschen Mädchen angestellt hätte, und die Anzeige in Großbritannien erfolgt wäre - und dies vorab, ohne jedes Abwarten von Ermittlungsergebnissen.

    29.06.2007 um 14:19

Manhunt 2 - Recht auf Blutrausch

  1. 35

    Limited:

    Nur kurz.

    Es gibt den § 131 StGB - dort werden Schriften und Rundfunksendung die auf exzessive Gewaltdarstellungen beruhen verboten - durchaus nicht ohne Erfolg.

    Warum sollte diesbezüglich bei Computerspielen und Filmen eine Ausnahme gemacht werden?

    26.06.2007 um 12:42
  2. 34

    Limited:

    Das!!! frag ich doch schon seit Tagen:

    WER!!!, Wer, Wer entscheidet darüber???

    Wer konkret darüber entscheidet ist die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, die FSK und andere Institutionen - dies aufgrund der Expertise von Fachleuten, die sich in diesen Bereichen bewährt haben.

    Warum ich mir dann ein eigenes Urteil anmasse - weil ich mir ein eigenes Urteil anmasse, aufgrund der Informationen, die ich konsumiere und eigener Lebenserfahrung - auch du wirst dein eigenes Urteil nicht anders begründen können.

    Und wenn es um politische Auseinandersetzungen geht, wirst auch du dein persönliches Urteil aufgrund deiner Expertise als vorrangig erachten - warum verwehrst du mir und anderen dies?

    Darauf möchte ich mal ne Antwort und kein Gepfeife a la

    Sorry, du suchst nach feststehenden Wertmaßstäben, einem Papst, sicherem Fundament - da kann dir keiner helfen, du suchst umsonst.

    Das ist ein gesellschaftliches Problem, bei dem Meinungen gegeneinanderstehen.

    Der bislang vorhandene Minimalstandard beruht auf gesetzlichen Bestimmungen, die bei allen Seiten auf Ablehnung stoßen.

    Aber solange es keine besseren Maßstäbe gibt, sind die Vorgaben des Jugendschutzes, FSK, Bundesprüfstelle und gestezliche Bestimmungen, die der Verherrlichung von Gewalt entgegenstehen, das Maß aller Dinge.

    Mir graut vor einer Gesellschaft, in der jeder alles nach eigenem Gusto tun kann, was ihm gefällt. Bindende gesellschaftliche Regeln haben ihre Berechtigung.

    26.06.2007 um 01:47
  3. 33

    Limited:

    @ corax

    Und das ist dann der Anfang vom Ende. Aufgabe von Freiheitsrechten von Vielen wegen eines möglichen Mißbrauchs einiger Weniger?
    Denk das doch mal weiter

    Du willst darauf hinaus, dass mit dieser Argumentation viele Lebensbereiche beschränkt werden können, nehme ich an?

    Könnte man durchaus so sehen.

    Ich habe aber verschiedentlich darauf hingewiesen, dass dies ein wackeliger Balanceakt ist, der auf Abwägung beruht. Und dass diese Abwägung z.T. auf subjektiven Urteilen beruht.

    Das ist in der Tat ein Minenfeld.

    Die Antwort kann m.E. aber nicht darin liegen jegliche spielerische Inszenierung von Gewalt auch für Erwachsene freizugeben - genauso wenig wie jede spielerische Inszenierung die Gewaltdarstellung beinhaltet, zu verbieten.

    Das ist etwas, was viel Fingerspitzengefühl verlangt. Was ich jedoch bislang von Manhunt2 in Spielberichten mitgeteilt bekommen habe, ist hier doch die Grenze zur Überbetonung von Gewalt überschritten - daher weg mit dem Schrott.

    26.06.2007 um 00:37
  4. 32

    Limited:

    Uh, darf man sich hier doch wieder äußern, obwohl man Manhunt2 nicht selbst gespielt hat?

    Dann will ich mal einige Belegstellen für den Zusammenhang von Gewalt und Medienkonsum beibringen.

    Wie in meinen vorherigen Beiträgen schon erwähnt, ist dies kein unmittelbarer Zusammenhang.

    Aber in Streßsituationen, bei Frustrationserlebnissen und prekärerer Lebenslage wirken der Konsum von auf Gewalt basierenden Medieninhalten als Mitversursacher von Gewalt in Real Life. Deshalb halte ich es für angeraten die schlimmsten Auswüchse - wie etwa Manhunt2 - durch Zensur zu beschneiden.

    Die eingangs formulierte Hypothese, nach der die Sympathie für die rechtsradikale Szene davon abhängt, wie häufig Horror-Gewalt-Filme und andere Medien mit aggressiven Inhalten konsumiert werden, konnte für Schüler aus beiden Bundesländern voll bestätigt werden.

    Die Jungen erwiesen sich in beiden Bundesländern als besonders „anfällig“, weil sie schon sehr frühzeitig mit den Gewaltmedien in Berührung kommen

    http://www.bdp-bw.de/backstage2/baw/documentpool/pdf_lpt2005/Handout%20Workshop%2018%206%2005.pdf

    Ein Interview der Gamecommunity mit einem kritischen Wissenschaftler

    Nach der neuesten amerikanischen Studie von Sheese/Graziano (2005) führen Computerspiele zu einem negativen Sozialverhalten, unter anderem waren in einer Testsituation Spieler von Gewaltspielen ’sieben mal häufiger ‘bereit, ‘ihre Partner auszubeuten’.

    Derlei Forschungsergebnisse sollten nicht in der Community diffamiert werden, sondern müssen Anlass für eine starke Diskussion sein.

    http://de.videogames.games.yahoo.com/xbox/review/interview-mit-dr-rainer-fromm-b7d68f.html

    Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien

    Versucht man trotz der erwähnten Probleme eine Bilanz zu ziehen, so ist zunächst festzuhalten, daß die Annahme einer generellen Ungefährlichkeit von Mediengewalt fast nicht mehr vertreten wird

    http://www.bundespruefstelle.de/bpjm/redaktion/PDF-Anlagen/medien-gewalt-befunde-der-forschung-sachbericht,property=pdf,bereich=bpjm,rwb=true.pdf

    Die KFN-Schülerbefragungen zu Mediennutzung und Schulleistungen ergaben, dass ab 16 oder ab 18 freigegebene Computerspiele sehr häufig von Kindern und Jugendlichen gespielt werden, die deutlich unter 16 bzw. 18 Jahren sind.

    Die meisten dieser Spiele sind sehr gewalthaltig. Vor diesem Hintergrund stellte sich die Frage danach, warum die relativ starke Verbreitung unter Minderjährigen trotz der geltenden rechtlichen Bestimmungen vor allem des Jugendschutzrechts möglich ist, welche Regelungen bestehen und wie deren praktische Umsetzung, insbesondere durch die USK (Unterhaltungssoftware-Selbstkontrolle) erfolgt

    Projektbeschreibung KfN

    Die Gewaltbereitschaft wird wiederum durch häufigen Konsum von Actionfilmen und Gewaltexzessen in Computerspielen besonders nachhaltig gefördert.

    Bei einer kleinen Risikogruppe von 5 bis 10 Prozent der männlichen Jugendlichen, die aufgrund von familiären und sozialen Belastungsfaktoren als besonders gefährdet einzustufen sind, fungieren solche Gewaltszenen direkt als Identifikations- und Handlungsmuster.

    Pfeiffer et al. - http://www.dpt-kinderuni.de/Upload/Docs/Medienkonsum-Schulleistungen-Jugendgewalt.pdf

    Natürlich schreien jetzt wieder etliche auf - aber ich kann doch mit Gewaltdarstellungen umgehen!

    Viele können es nicht, und bei diesen führen Gewaltmedien, insbesondere diejenigen, die über ein Nachspielen von Gewaltszenen eine Konditionierung herbeiführen zu real life Gewalt.

    Der Verzicht auf Spiele in denen in realitätsnaher Inszenierung Gewalt nachgespielt wird, ist vor dem Hintergrund einer tatsächlich stattfindenen Gewalttätigkeit aufgrund dieser Spiele angeraten und da muss m.E. auch das Lustempfinden und die Inanspruchnahme von Freiheitsrechten von anderen in den Hintergrund rücken, die davon eventuell nicht betroffen sind.

    25.06.2007 um 23:31
  5. 31

    Limited:

    Hand hoch, wer Manhunt2 schon gespielt hat?

    Was doch soviele.

    Wenn man nicht über etwas diskutieren darf, was man nicht aus persönlicher Anschauung kennt, haben sich der Artikel, jede Diskussion und 109 Kommentare gerade von selbst erledigt.

    25.06.2007 um 19:29
  6. 30

    Limited:

    Ich will nichts verbieten - ich will es beschränkt wissen.

    Und es gibt m.E. zu recht Richtlinien, die die Abgabe von Alkohol an Jugendliche beschränken. Ebenso gibt es Regeln, die dem Schutz der Allgemeinheit dienen, wenn festgestellt wird, dass jemand unter Alkoholabhängigkeit Gewalttaten begeht.

    Mit dem Argument, dass viele Dinge mißbrauchsanfällig sind, verschleiert man m.E. nur, dass einige Dinge besonders mißbrauchsanfällig sind.

    Ein Streichholz animmiert nich dazu Häuser anzuzünden. Ein Gewaltspiel in dem die Tötung von Menschen in allen Einzelheiten nachgespielt wird sehr wohl.

    Und das ist in der Tat etwas anderes, da weder ein Auto, noch ein Streichholz, noch Alkohol oder ein Messer Verhaltensweisen einübt, die darauf gerichtet sind andere zu schädigen. Diese Neutralität können Spiele wie Manhunt (Menschenjagd) nicht für sich in Anspruch nehmen.

    25.06.2007 um 01:11
  7. 29

    Limited:

    @ Corax - den Verweis verstehe ich nicht.

    @ Marc

    Wie ich in meinen Kommentaren schreibe, halte ich nichts davon eine überbordende Schiene der Repression zu fahren. Ich halte es aber für nicht angeraten die geltenden Mechanismen aufzuweichen, weil ja alle so furchtbar souverän mit Medien und Gewaltspielen umgehen können.

    Von meiner Position eine Verbindung zu Schäuble und Beckstein zu ziehen, die neue gesetzliche Einschränkungen verlangen, halte ich doch für etwas überzogen.

    Zu meiner Gefahrenwahrnehmung - konkret liegt da nichts vor.

    Ich bin auch nur medienfixiert. Was ich allerdings durch Medien und Studien erfahre, legt mir die Vermutung nahe, dass eine Verrohung von Teilen der jüngeren Bevölkerung vorliegt, die mich mit höherer Wahrscheinlichkeit in Zukunft mit entsprechenden gewalttätigen Handlungen konfrontiert, als wenn es diese brutalen Gewaltspiele nicht geben würde.

    Rein intuitiv - jemand der sich häufig mit Gewalt, Blut, Tod berauscht, dessen Schwellen dies anzuwenden sinken im Laufe der Zeit, wenn es keine Korrektive in seiner Umgebung gibt (wie auch bei allen anderen obsessiven Beschäftigungen).

    Morgen liefer ich mal ne Sammlung Links zu entsprechenden Studien.

    25.06.2007 um 00:43
  8. 28

    Limited:

    Ein schönes Beispiel für eine pathetisch überhöhte Fensterrede, im Rahmen des us amerikanischen Konsitutionalisierungsprozesses.

    Jefferson wird aber wohl in seinem Alltagshandeln erkannt haben, dass sich jenseits der hier skizzierten Dichotomie das meiste Handeln im Graubereich dazwischen vollzieht.

    Um zu dem von Malte hier aufgeworfenen Problem zurückzukommen.

    Es gibt ein Problem über die Medien induzierter Gewaltfantasien, die sich im Alltag manifestieren.

    Den Umgang damit kann man nun dem Freiraum des Einzelnen zugestehen.

    Ich halte es aber für notwendig gesellschaftlich bindende (und verbindende) Entscheidungen zu treffen, was auch mein subjektiv wahrgenommenes Bedrohungsrisiko reduziert - das erwarte ich vom Staat - die Gefährdungen, die sich manifestieren, zu begrenzen.

    Das hat nichts damit zu tun in eine umfassende Repression, wie bei Jefferson erwähnt (vor dem Hintergrund der Einschränkungen durch die britische Krone und den Erfahrungen mit den totalitären Systemen Europas) zu verfallen.

    Es geht hier um ein relativ neues Phänomen, für das keine Erfahrungswerte vorliegen. Daher halte ich, bis entsprechend stichhaltige Erfahrungen und Untersuchungen dazu vorliegen, eine eher “übervorsichtige” Vorgehensweise für angebracht.

    Davon unbeschadet bleibt ja jedem Computerspieler die Möglichkeit offen auf Spiele zurückzugreifen, die sich durch ein ausgefeiltes und kniffeliges Szennario auszeichnen, die jedoch auf exessive Darstellung von Brutalität verzichten.

    Ich verstehe nicht, dass man sich derart auf sein “Recht auf Blut” versteift, wo doch evidente Hinweise vorliegen, die darauf hinweisen, dass einige diese Gewaltfantasien in die Realität transportieren.

    24.06.2007 um 23:47
  9. 27

    Limited:

    Mmh, bin ich undemokratisch?

    Mit skeptischem Menschenbild verbinde ich eine Sichtweise, die zwischen dem Bild das ein Mensch des anderen Menschen Wolf ist, und das alle Menschen prinzipiell gut sind, steht.

    Als Korrektiv dafür gibt es Institutionen und Regeln.

    Ich würde mich eher als antiliberal einordnen.

    Es gibt Wahlen, die zu einer Regierung führen, die das Gremium darstellt, für alle verbindliche Entscheidungen zu treffen. Diese Entscheidungen gehen vor dem Wunsch des Einzelnen seine Freiheit auszuleben - auch im Bereich brutaler Computerspiele.

    Das meine Sichtweise undemokratisch sein soll, kann ich nicht erkennen. Sollte es eine Abstimmung über die Zulassung/Zensur von Computerspielen geben, würde ich mich dem Abstimmungsergebnis beugen.

    Ich bin allerdings sicher, dass das Abstimmungsergebnis eher zu einer größeren Zensur führen würde (und sei es nur aufgrund der Hysterie, die diverse Medien schüren).

    Hier sehe ich die bestehende Regeln eher als Schutzraum für die Freiheit der Computerspieler sich am Blutrausch zu delektieren - und akzeptiere dies auch, möchte aber auch nicht, dass dieser Schutzraum ins Unendliche erweitert wird.

    BTW - mir wäre es lieb, man könnte beim Thema bleiben und nicht über meine Person spekulieren - meine Person geht niemanden hier etwas an.

    24.06.2007 um 21:13
  10. 26

    Limited:

    BTW - die Katharistheorie ist methodisch sehr gewagt, da kontrafaktisch.

    Zu behaupten, dass aufgrund bestimmter Kausalfaktoren etwas nicht eingetreten ist, ist nicht schlüssig, da es eine Vielzahl möglicher anderer Kausalfaktoren gibt, die dieses Nichteintreten ebenso gut begründen könnten (in diesem Fall etwa stabiles Elternhaus, neue Freunde, der Frühling, die Bibelstunde im Konformatenunterricht etc.).

    Ich könnte behaupten, dass der Umstand, dass mir der Himmel heute nicht auf den Kopf gefallen ist, durch die Gnade Teutates bewirkt wird - aber ich nehme doch eher an, dass dies eher an anderen Faktoren liegt

    Daher sucht man i.d.R. nach Faktoren, die ein eingetretenes Ereignis kausal begründen können.

    24.06.2007 um 20:40
  11. 25

    Limited:

    Egal welchen Theorien du anhängst; eine Veröffentlichung, die deiner Meinung nach schlecht ist für die Gesellschaft, solltest du halt mit einer *Gegenveröffentlichung* — nicht mit einem *Verbot* — bekämpfen (oder den Gegenstand ignorieren, was oftmals ja noch größere Wirkung in der Sache erzielt… möchte nicht wissen, wieviele von uns in Maltes Artikel zum ersten Mal von Manhunt 2 gehört haben).

    Wie bereits erwähnt, habe ich ein skeptisches Menschenbild.

    Insofern halte ich Aufklärungsaspekte nur für begrenzt wirksam. Einige - und gerade um die geht es - die sich zu “Gewaltspielen” hingezogen fühlen, wird man durch Aufklärung und Gegenveröffentlichung nicht erreichen.

    Menschen reagieren ja nur bedingt aufgrund rationaler Argumentation - dass irrationale affektive Muster ist meistens dominant. Um daher effektiv möglichen Risiken zu begegnen, sind Verbote angeraten.

    Nicht wahllos, aber Spiele bei denen strategische Aspekte gegenüber der ausführlichen Darstellung besonders gewalttätiger Spielsituationen in den Hintergrund stehen, müssen m.E. dahingehend überprüft werden.

    Das geschieht bislang sehr mangelhaft, durch einige Kommissionen und Gutachter - und bleibt letztendlich Abwägungssache.

    Wäre ich ein entsprechender Gutachter, würde ich veranlassen, dass ca. 60% der momentan frei handelbaren Spiele mit Gewaltsszenen indexiert werden. Ich bin mir meiner restrektiven Haltung aber bewußt und akzeptiere, dass eher liberale Vorstellungen herrschen.

    Ich glaube nicht, dass jemand der über Maltes Artikel zum ersten Mal von Manhunt2 hört, anfängt diese Spiel obsessiv zu nutzen und einen Blutrausch verfällt - dazu ist das Publikum hier zu reflexiv veranlagt - und auch zu alt, die Personengruppe, die davon betroffen ist, ist eher jünger.

    Der “Cowboy und Indianer” Vergleich ist etwas schief.

    In brutalen Computerspielen, auch in Filmen und den daran anschließenden Fantasien geht es um die Abarbeitung in der jeweiligen Psyche - und wie sich daraufhin Einstellungsmuster verändern, zudem ist man in dieser fiktionalen Welt der Herr der Situation.

    Das ist deutlich etwas anderes, als Mannbarkeitsriutale die sich in real life Kommunikation vollziehen und auf “Peng, Peng du bist tod” Handlungen beziehen.

    24.06.2007 um 20:27
  12. 24

    Limited:

    ich das beweisen könnten an Hand von Studien

    Nur nicht so hypothetisch - wenn es derartige Studien gibt (noch nie von derartigen Untersuchungen gehört) dann her damit. Studien, die darauf verweisen, dass jugendliche Gewalttäter sigtnifikant häufiger auf Gewaltspiele spielen, gibt es einige.

    Ich bin gerne bereit die entsprechenden Linke beizusteuern.

    warum wird immer die Problematik der *Realität* einer Tötung mit der *Fiktion* derselben vermischt

    Weil Gewalt auch immer im Kopf stattfindet - was in der “Realität” stattfindet, läßt sich von dem was zuvor “fiktiv” durchgespielt wird, nicht trennscharf isolieren.

    Die meisten haben da Grenzen, die verhindern, dass die “Fiktionalität” auf die Realität durchschlägt. Bei einigen, insbesondere in Streßsituationen, wird diese Barriere durchbrochen und die fiktiven Gedanken werden zur grauenhaften Wirklichkeit.

    24.06.2007 um 19:36
  13. 23

    Limited:

    Ich sehe keinen automatischen Zusammenhang zwischen (visuell) brutalen Spielen + Filmen und tatsächlicher Gewalt.

    Ich behaupte auch keineswegs, dass es einen Automatismus/unmittelbare Kausalität gibt.

    Aber eine mittelbare Kausalität läßt sich m.E. nicht von der Hand weisen. Spiele und Filme leiten nicht unmittelbar zur Gewalt an, sind aber wenn weitere Faktoren hinzutreten als Verstärker und auch als auslösende Momente für Gewalttaten geeignet.

    Wenn sich einige über die Beschneidung ihrer Freiheitsrechte aufregen, weil sie Spiele wie Manhunt2 beschweren, frage ich mich auch immer, welche Freiheitsbegriff sie besitzen?

    Ist es wirklich so logisch, im Nachspielen der mehr oder weniger wahllosen Tötung von Menschen ein Freiheitsrecht zu sehen?

    Gibt es nicht auch damit im Widerspruch stehende Werte - zum Beispiel den Wert Respekt zu zeigen und auch - und wenn es nur auf Pixelebene stattfindet - von Fantasien Abstand zu nehmen, die in allen visuellen Einzelheiten die Tötung anderer darstellen und miterlebbar machen?

    24.06.2007 um 19:19
  14. 22

    Limited:

    Eine Gesellschaft wird nicht durch die Existenz von brutalen Spielen, oder wie bei deinem Beispiel, “Jud Süß”, in den Abgrund getrieben

    Dem stimme ich zu.

    Allerdings sind Medien auch Verstärker für Einstellungen und nicht isoliert von individuellen Vorstellungen. Jemand der sich durch einen exzessiven Konsum von Gewaltspielen und dem “Genuß” von gewaltsbestimmten Filmen berauscht, wird in einer Streßsituation wesentlich eher zur Anwendung von Gewalt tendieren, als jemand der nicht in einer entsprechenden hasserfüllten Fantasiewelt eingetaucht ist.

    Der o.g. Presseartikel ist ja auch nur Teil einer Serie, die darüber berichtet, wie Medien dazu beitragen, dass Gewalt bei einigen Jugendlichen zu einem selbstverständlichen Mittel der Auseinandersetzung wird. Diese Vorstellung ist auch angeleitet durch gesellschaftliche Vorstellungen vom starken Mann, der energisch durchgreift, von Rambovorstellungen in der amerikanischen Aussenpolitik u.a..

    Daher kann man das nicht isoliert voneinander sehen. Andererseits sehe ich das auch nicht als Rechtfertigung Spiele zuzulassen, die besonders geeignet sind diese Tendenzen zu befördern oder Filme wie “Jud Süß” oder “Der ewige Jude” freizugeben.

    Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich ein eher skeptisches Menschenbild habe. Zensur hat für mich auch eine Schutzfunktion, dahingehend, dass Verrohungstendenzen und Anleitung zur Gewalt eingedämmt werden kann.

    24.06.2007 um 18:31
  15. 21

    Limited:

    Halte ich nicht für glaubwürdig, diese Studie — sie geht einfach in Richtung “die Jugend von heute” ohne konkrete Beweise aufzuführen.

    In dem Artikel wird ja nicht direkt auf empirische Studien verwiesen. Dort sind Stellungnahmen von drei Personen aufgeführt, die sich professionell mit Angststörungen, Verhaltensauffälligkeiten und Medienkonsum beschäftigen.

    Die dort vorgebrachten Statements sollte man nicht pauschal als unglaubwürdig von der Hand weisen. Insbesondere der Zusammenhang von Computerspielen, Filmen im Kontext einer allgemeinen Reizüberflutung, die zur Abstumpfung geführt haben, erscheint mir schlüssig.

    Ja klar, und die Unterhaltungsfilme im 3. Reich haben den Leuten das Mitleid beigebracht?

    Eben nicht, die Konsequenzen sind ja bekannt. Und die Nazis waren sich der Wirkung von Medien durchaus bewußt. Filme wie der ewige Jude oder Jud Süß, haben m.E. mit dazu beigetragen, dass die “Deutschen” den Verbrechen gegen die Juden in der Mehrheit nichts entgegengesetzt haben.

    Zu Wirkung von “Der Ewige Jude” siehe z.B. http://www.peppermint.ag/dej/

    24.06.2007 um 16:56
  16. 20

    Limited:

    Mittlerweile gibt es die ersten Untersuchungen über die längerfristigen Auswirkungen von Gewalt- und Pornodarstellungen.

    Und das sieht nicht gerade ermutigend aus.

    Hier ein m.E. sehr interessanter Artikel - Das Gehinr verlernt das Mitleid

    http://www.20min.ch/digital/youtube/story/13172916

    24.06.2007 um 14:37

Politically Incorrect - Die etwas andere Sicht der Dinge

  1. 19

    Limited:

    Manchmal regt sich in mir ja der Verdacht, PI sei ein Titanic Projekt, um den entsprechend veranlagten ein Forum zur Darstellung ihrer Hassphantasien zu bieten und dies damit aufzudecken.

    Dann wäre aber “so langsam” mal eine Aufdeckung angesagt.

    Intellektuell kann man das nicht ernstnehmen, politisch muss man das leider als relevante Meinungsströmung anerkennen (ähnlich wie “Freie Fahrt für freie Bürger”, “Toodesstrafe jetzt”, “Bruno der Problembär” u.a.)

    20.06.2007 um 23:45

Gerichtigkeit

  1. 18

    Limited:

    Die Basaranalogie ist treffend und m.E. auch kennzeichnend für ein ausgewogenens Rechtssystem. I.d.R. liegen auf beiden Seiten berechtigte Gründe vor, daher ist ein Treffen in der Mitte - mal mehr auf der einen, mal mehr auf der anderen Seite - wohl am gerechtesten.

    Ein kleiner Seitenhieb auf Kommentare zu anderen Spreeblick Beiträgen; das erkennt man aber nur (kann nur erkennen), wenn man keinen fundamentalen Standpunkt einnimmt.

    Die archaische Kleiderordnung (weiße Krawatten, DarthVader Mäntel - die mit Borte finde ich besonder drollig (Vorsicht Walddorfschüler!))sind halt noch rituelle Überbleibsel, aber oft auch hilfreich, da sich der eine oder andere Streithansel von dem Brimborium einschüchtern läßt.

    20.06.2007 um 23:19

China und das Internet

  1. 17

    Limited:

    Ich hätte noch mehr - aber was soll das.

    Modernes Jakobinertum - zum kotzen.

    15.06.2007 um 22:12
  2. 16

    Limited:

    Ich für meine Person sehe hier keine Mitte. Dieser Mensch muß herrschen oder sterben. Er wird Ihnen beweisen, daß alles, was er getan hat, geschehen ist, um das ihm anvertraute Gut zu bewahren; denn lassen Sie sich mit ihm in diese Diskussion ein, so können Sie von ihm über seine geheime Bosheit keine Rechenschaft abverlangen. Er wird Sie in dem fehlerhaften Kreis zugrunde richten, den Sie selbst ziehen, um ihn anzuklagen.

    So, Bürger, fesseln sich die unterdrückten Völker selbst unauflöslich durch die Achtung vor ihrem eigenen Stolz, während die Moral und die Nützlichkeit die einzige Regel der Gesetze sein sollten; so hält man sich damit auf, die Irrtümer zu bekämpfen, statt geradeswegs der Wahrheit entgegenzugehen.

    15.06.2007 um 22:08
  3. 15

    Limited:

    Erbarmen mit den Royalisten! rufen gewisse Leute.
    Erbarmen mit Bösewichtern?
    Nein! Erbarmen für die Unschuld,
    Erbarmen für die Schwäche,
    Erbarmen für die Unglücklichen,
    Erbarmen für die Menschheit!
    Nur dem friedlichen Bürger gebührt von seiten
    der Gesellschaft Schutz.
    In einer Republik sind nur Republikaner Bürger,
    Royalisten sind Feinde.
    Die Unterdrücker der Menschheit bestrafen ist Gnade;
    ihnen verzeihen ist Barbarei.

    15.06.2007 um 21:30
  4. 14

    Limited:

    Hmmh,

    ich habe einen Kunden, von dem bekannt ist, dass er seinen Produkten suchtverstärkende Stoffe beimischt - darf ich nicht, ne. Ist verwerflich.

    Muss man ich jetzt auch alle Daimlerarbeiter als Blutjobber charakterisieren?

    Bleibt mal auf dem Teppich - das soll jeder für sich ausmachen (dürfen). Ich brauche keinen Blogpapst der mir richtige Werte vorschreibt.

    15.06.2007 um 14:09

Politically Incorrect - Die etwas andere Sicht der Dinge

  1. 13

    Limited:

    @ 226 demKnastentwicheneovertüre

    Nur für dich habe ich mir mal die Mühe gemacht, einige Statistiken zur Kriminalitätsentwicklung in Deutschland zu wälzen.

    Der Titel ist durchaus polemisch gewählt: Werden die Deutschen immer krimmineller?

    http://limited.blog.de/2007/06/09/werden_die_deutschen_immer_krimineller~2424404

    09.06.2007 um 23:36
  2. 12

    Limited:

    Zitat: “Du scheinst viele Fremdwörter auswendig gelernt zu haben”

    @ noboundarytalk

    Weiß nicht, ich denke eigentlich, dass ich mich äußere, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Aber die Umgebung in der man sich aufhält, färbt halt irgendwann ein wenig ab.

    Du weichst aber auch immer aus - auf Gegenfragen kommt kaum etwas.

    Um mal wieder ein wenig Butter bei die Fische zu tun. Häufig wird ja von Seiten PIs behauptet (und es ist nicht mehr als eine Behauptung), dass es in Bezug auf Ausländerkriminalität eine Beißhemmung der Medien gibt.

    Hab mal ein wenig recherchiert.

    Die kommunikationswissenschaftlichen Quellen, die ich gefunden habe:

    Der Einfluß der Massenmedien auf Ausländerfeindlichkeit und ausländerfeindliche Delinquenz in Deutschland 1990-1993
    Von deutschen Einzeltätern und ausländischen Banden
    Das Ende der Gemütlichkeit - Ethnisierung im deutschen Migrationsdiskurs nach dem Ende des Ost-West-Konflikts
    Medienberichterstattung und Vorurteile

    deuten nicht darauf hin. Ist wohl mehr so eine Verschwörungstheorie, die aber gut ins Konzept passt und den Hetzaspekt m.E, noch signifikanter (Vorsicht Fremdwort) erscheinen läßt.

    09.06.2007 um 01:30
  3. 11

    Limited:

    @ losgelöstelautmalerei

    Logik ist m.W. die Lehre vom richtigen Schließen und hat nix mit Axiomatik gemein.

    Insofern ist Logik Bestandteil jeden menschlichen Denkens (Kunst und Religion mal außen vorgelassen).

    Welche Gesetzmäßigkeiten gibt es denn in Bezug auf Menschen/Gruppen d.E.

    08.06.2007 um 12:16
  4. 10

    Limited:

    @ 222 - vonbindungenentfesseltesGeräusch

    Nun, auch dies ist eine Wertungsfrage, ich halte die dort anhand von konkreten Beispielen evozierte Einordnung für nachvollziehbar. Generell gibt es ja auch im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften keine Gesetzmäßigkeiten, die man als Scharfrichter heranziehen kann.

    Dennoch sind beim Word2goblog Argumente aufgeführt, die sich m.E. nicht mit leichter Hand wie “unterstellungen und Behauptungen” negieren lassen. Dies könnte man dann auch im übrigen anhand jedes Artikels bei PI entsprechend kasuistisch exerzieren.

    Aber nur für die Fans von Hetzblogs habe ich auch mal ein paar Unterstellungen und Behauptungen aufgestellt.

    Nachzulesen unter: Das Assassinentum von Politically Incorrect

    http://limited.blog.de/2007/06/07/das_assassinentum_von_politically_incorr~2414180

    08.06.2007 um 01:38
  5. 09

    Limited:

    Zitat: “dann dauernd Linke was Rechtsextremes plazierten”

    Jaja, wenn was Schlimmes passiert müssen es ja immer die anderen gewesen sein.

    Bei der Kategorisierung der Gutmenschen ist mir aufgefallen, dass man dies auch auf PIler anwenden könnte:

    “PIler ist ein spöttisches Wort und nicht zu verwechseln mit guter Mensch.

    Der PIler bewertet andere nach seinen undiskutierbaren Masstäben, kann sich der Kritik nicht stellen, unterstellt dem Gegenüber Dinge, die er nicht nachweisen kann, begreift die Hälfte des Gesagten selber nicht, hält sich dabei für moralisch besser, und lässt die Rechnung durch andere bezahlen.”

    Warum PI als Hetze einzuordnen ist, darüber gibt unter anderem der Duden Auskunft. Hier mal die Wikipedia Variation: Als Hetze (kein Plural) im gesellschaftlichen Sinn bezeichnet man unsachliche und verunglimpfende Äußerungen zu dem Zweck, Hass gegen Personen oder Gruppen hervorzurufen

    Und dies trifft eher zu, als eine Selbstbeschreibung durch PI. Die Bildzeitung beschreibt sich ja auch als unabhängige Zeitung, die sachlich informieren möchte.

    Eine sehr detaillierte Beschreibung, warum die Texte bei PI als Hetze zu betrachten sind, es sich eventuell sogar um strafrechtlich relevante Volksverhetzung handelt, darüber gibt der Word2go Blog unter “Pressefreiheit oder Volksverhetzung?” Auskunft.
    http://word2go.blogsome.com/2006/08/13/pressefreiheit-oder-volksverhetzung/

    06.06.2007 um 15:05
  6. 08

    Limited:

    “Ich lese seit 16 Monaten PI. Wo siehst du da Hetze?”

    Gegenfrage - wo siehst du keine Hetze? Ist das etwa deine Vorstellung von ausgewogener differenzierter Berichterstattung?

    P.S. der Pudelbesitzer hat wohl mehr Kant gelesen als du oder ich ;-) und es ist ihm immerhin gelungen auf die subjektive Komponente hinzuweisen, die jeglicher Urteilkraft innewohnt.

    BTW - Wer sich für neue Entwicklungen im Bereich des Islam interessiert, dem empfehle ich Olivier Roy (2006 -deutsche Ausgabe): Der islamische Weg nach Westen - Globalisierung, Entwurzelung und Radikalsierung.

    06.06.2007 um 11:13
  7. 07

    Limited:

    “Hetze”

    Kannst du das belegen?

    Klar, einfach PI lesen. Wie ein Pudelbesitzer einst geäußert hat- zwischen Verstand und Vernunft klafft ein großer Graben.

    06.06.2007 um 01:16
  8. 06

    Limited:

    “Kannst du das belegen? Ich dachte, es geht um den Islam (die Ideologie).”

    Das ist so irre - nein, geht es nicht, der Initationsbeitrag beschäftigt sich mit PI und deren Form der Hetze und des Agitprog - siehe mal ganz ganz weit oben.

    Daher sage ich auch nichts mehr zum zweiten Teil des Versuchs, die Diskussion wieder in PI gerechte Bahnen zu lenken.

    Komm mal wieder, wenn du begriffen hast, das es etwas wie “den Muslim”, “den Deutschen”, “den Islam” als kulturelle Kategorie realiter nicht gibt.

    05.06.2007 um 16:28

Polizeipsychologie

  1. 05

    Limited:

    @ Altra

    Warum sollte sich auch etwas ändern?

    Die, die das in der Hand hätten - auf der einen Seite “Sicherheitspolitiker”, die das Interesse an Gründen für schärfere Überwachung und Beschneidung von Bürgerrechten suchen, haben daran kein Interesse - die andere Seite: Krawallkids (dissent-Kids)wollen, zusammen mit Kryptokapitalismuskritikern, weiter Beachtung in der Öffentlichkeit und Frustabbau.

    Also, da die beiden Gruppen, die das ändern könnten, kein Interesse an einer Änderung der Lage haben, werden weiter Polizisten verheizt und sachliche Kritik gegen die Auswüchse der Globalisierung, wird mit Gewaltbildchen überdeckt.

    05.06.2007 um 15:07
  2. 04

    Limited:

    Danke für den Hinweis.

    Sicherlich interessant, was der gute Mann zu sagen hat.

    Nur etwas einseitig meines Erachtens. Verständlich er ist ja Polizeipsychologe und von daher an einer Reflektion über diese Seite interessiert.

    Noch interessanter wäre jetzt die Reflektion von “Blockpsychologen” wie diese die Situation kritisch hinterfragen. Etwa, das ein ungesicherter Polizeiwagen schon aussachlaggebend für Gewalttätigkeiten wirken kann - und entsprechend, was man dagegen tun könnte.

    Konnte aber in diversen Interviews mit “Autonomen” SZ, taz, keine derartige kritische Reflektion des eigenen Verhaltens erkennen, die finden Gewalt schon irgendwie o.k. und sind im großen Ganzen offenbar recht zufrieden, mit dem, was in Rostock gelaufen ist.

    05.06.2007 um 14:42

Ich war’s nicht

  1. 03

    Limited:

    Moin,

    wie selektiv Wahrnehmung doch sein kann.

    Von den Horden über 1,90 großer Männer, mit nagelneuer schwarzer Kleidung hab ich nix gesehen. Auch nix von Autos die mit dem Schild “fackel mich ab” auf ihre Entsorgung warteten.

    Gesehn habe ich, wie wahllos Bahnabgrenzungen eingeworfen wurden, Einkaufswagen (Symbol des Kapitalismus!) wurden mit Steinen befüllt und als mobile Munitionswagen genutzt, Scheiben von Gaststätten, Gschäften und Banken (Symbol des Kapitalismus!) wurden eingeschmissen.

    Das ein Polizeiauto am Rande des Versammlungsgeländes mit Polizisten phne Schutzkleidung, die mutmaßlich den Verkehr regeln sollten als Provokation reicht, ist schon “grenzwertig”.

    Das dies durch agent provocateur eingefädelt wurde, halte ich wie andere nicht für ausgeschlossen, aber auch für eher nachrangig.

    Das die Polizei den Verlauf der Eskalation mitzuverantworten hat, halte ich für kritikwürdig, aber ebenso für nachrangig.

    Der Kern, dem sich eine “linke Bewegung” stellen muss, um glaubwürdig zu bleiben, ist die Gewaltätigkeit mancher derer, die sich an sie anlehenen oder sogar Bestandteil dieser Bewegung sein wollen.

    Und wenn man nun mehr oder weniger krampfhaft nach Entschuldigungen sucht (Horden von großen Männern, die Polizei war es…..) dann wirkt dass auf mich nicht glaubwürdig, sondern nur nach Blindheit auf einem Auge.

    Was nicht sein darf, kann nicht sein.

    04.06.2007 um 08:28

Politically Incorrect - Die etwas andere Sicht der Dinge

  1. 02

    Limited:

    Uff, endlich habe ich mich durch diesen Berg an Beiträgen gegraben.

    Dann ziehe ich mal mein persänliches Fazit.

    1) Metakritik
    Mit Personen, die über eine in sich geschlossene Ideologie verfügen, ist eine Diskussion nicht möglich.

    Egal ob es sich um eine islamistische, rechtsextremistische oder islamophobe Ideologie handelt.
    Die Träger dieser ideologie sind so verseucht, dass Gegenargument quasi abprallen, sie aber in der Lage sind die Plattform zu besetzen und für ihre immer gleichen Propagandablöckchen als Bühne zu benutzen.

    Diskussion unmöglich.

    Von daher geht es auch über weite Strecken schon lange nicht mehr um PI und die “sonderbare” Form des Agitprop, die dort gepflegt wird, sondern um vermeintliche oder schlicht erdachte Fehlerhaftigkeit “der Muslime”.

    2) Einzelkritik
    Spare ich mir daher

    02.06.2007 um 12:54
  2. 01

    Limited:

    Zitat: “Die Muslime stellen JETZT schon 10% aller neugeborenen Kinder in Deutschland, bei einem Bevölkerungsanteil von ca 5%. 2030 werden sie dann schon 20% aller Kinder stellen. Usw usf.”

    Und das als Begründung für eine Kolonialisierung Deutschlands? Meine Fresse, wenn man schon keine Ahnung von Demografie hat, sollte man doch wenigstens rechnen können.

    @ 210

    Und was ist die kausale Erklärung für diese Zahlen?

    Eine sachliche Übersicht, sollte auch darauf hinweisen, dass die Chance für einen deutschen Hauptschüler auf einen Ausbildungsplatz etwa drei mal so hoch ist, wie für einen mit türkischem Hintergrund - bei gleichen Noten.

    Oder das es eine signifikante Benachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund bei der Empfehlung zum Besuch einer weiterführenden Schule gibt. Usw, usw.

    Stoertebecker.net halte ich auch nicht unbedingt für eine “seriöse” Quelle - um es einmal nett auszudrücken.

    02.06.2007 um 12:35

29.05.2007 um 09:21

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