Toni Mahoni - 106: Radler
Toni Mahoni - 102: Kulturbanause
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Mutter Theresa - Das Musical
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Aller Anfang ist leicht
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MaBU:12.10.2006 um 12:52Einer von vielen Anfängen. Kein besonders guter, sondern einer, der mir spontan zwischen die Finger kam.
Er hatte Mühe, seine Augen vom Bildschirm zu lösen und sie über den Tisch gleiten zu lassen.
Eine Sekunde lang wollte er fluchen, als ihm klar wurde, dass kein Taschentuch in greifbarer Nähe war, doch er war bereits an dem Punkt, an dem solche Sorgen keinerlei Überlebenschance hatten in seinem hormongeschwängeren Hirn.
Er würde gleich kommen und er würde sein T-Shirt versauen und es war ihm scheiß egal, wie einem überhaupt alles scheiß egal ist in solchen Momenten.
Das war der beste Moment, den er kannte: Die Scheiß-Egal-Phase.
Das verlogene an diesem Moment war nur, dass er so widerlich kurz war.
Er sah sich an, blickte auf das herab, was er angerichtet hatte, rührte – in dem Moment zwischen leichter Erschöpfung und wiederkehrenden Langeweile – in der kleinen, hellen Lache, die gerade dabei war in den Baumwollstoff gesogen zu werden, herum und fand sich abstoßend.
In der Hoffnung, er würde nochmal seine Wirkung entfalten sah er sich noch ein paar Sekunden des Pornos an, der ihn gerade noch in hirnfreie Ekstase versetzt hatte, schickte ihn aber wütend ins Jenseits, weil er nun auch ihn abstoßend fand.
Er beobachtete eine Weile, wie die Feuchtigkeit, deren Epizenrum der glänzende Fleck war, sich rasch kreisförmig durch die Fasern sog und sie dunkler werden lies.
Auf dem weg zum Schrank zog er das T-Shirt aus, um auch seinen Bauch, seinen Körper im allgemeinen zu hassen und ein neues, frisches, weißes überzuziehen. Er hatte fast nur weiße T-Shirts. Er hätte gerne tolle. kreative. schwarze, bedruckte T-Shirts gehabt, aber bisher hatte er diesen Wunsch weder selbst erfüllt noch geäußert.
Ohne seiner Umwelt mehr als die minimal nötige Aufmerksamkeit zu schenken ging er in die Küche.
Kaffee. Immer gut. Im angrenzenden Wohnzimmer lachte der Vater widerlich grunzend über irgendein drittklassiges B-Movie und die Mutter saß, ihre filigrane Lesebrille im verfallenden, fein geäderten Gesicht, neben ihm.
Sie las ein Buch. Es war Müll, wusste er, doch sie spürte um sich diesen zart wehenden Flair von Intellekt und dafür konnte er sie hassen.
Die Mahnung, den Kaffee in der Küche zu trinken ignorierte er. Er hatte schon vor Langem angefangen Mahnungen ebenso zu ignorieren wie Bitten und Warnungen.
War er ein Arschloch? Nein, wohl kaum. Er ignorierte all das ohne böse Absicht, aber es war nun einmal so, dass er, um in Ruhe leben zu können, irgendwann damit begonnen hatte, den Beiden keine Beachtung mehr zu schenken.
Und so kam es, dass es sie mittlerweile nicht ein mal mehr hörte.
Wahrscheinlich war er doch ein Arschloch. Aber das war jetzt egal: Wenn, dann war er ein Arschloch mit einem Kaffee, dass verdammtnochmal nicht zu blöd zum Trinken war und noch viel zu viel zu erledigen hatte als das er es sich leisten könnte, seine rare Zeit in der eh zu engen und zu dunklen Küche zu vertrödeln und sich das geifernde Lachen seines Vaters anzuhören.
Er musste ihn nicht sehen, um sich vorzustellen, wie er mit fettigen Pranken Erdnüsse nach schob und sie dann kurz darauf lachend, grunzend auf dem Sofa verteilte. Er konnte es vor sich sehen, wie um die Erdnuss-Meteore herum sein Speichel kleine, ekelhafte Flecken auf das Polster machte.
Ihm wurde schlecht.
Bioresonanz, Psychotronik und Homöopathie: My hairy Ass
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MaBU:10.10.2006 um 12:09Homöopathie hin oder her:
Ich weiß nicht, ob ausgerechnet Spielzeugautos eine Depression aufhalten -
Nennt mich konservativ, aber ich würd da doch eher auf Liebe und Aufmerksamkeit und so Zeug setzen ;)Trotzdem ein netter Artikel, den ich gleich mal einer bachblütenbesessenen Bekannten unter die Nase reiben werde.
In homöopathischen Dosen und auf umweltfreundlichen Waldblütenpapier (ja, gibt es) gedruckt natürlich ;)
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“… du machst du Kiste aus”? Hach. Endlich ein ordendlicher Ersatz für Peter Lustig - yeah!