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von | 2

 

Paradox

  1. 04

    Maik Schmidt:

    Ja, ja, nur weil man paranoid ist, heißt das nicht, sie wären nicht hinter einem her :-)

    Scherz beiseite: Auch ich bin bei Ami-Marketing immer sehr vorsichtig, habe aber in diesem konkreten Fall (der wahrscheinlich absolut nicht repräsentativ ist) die besten Erfahrungen gemacht.

    Ich schätze übrigens, dass der Großteil der Arbeit mit einem Buch beim Autoren liegt. Insbesondere bei belletristischen Werken dürfte sich die direkte Verlagsarbeit am Buch auf das Lektorat beschränken.

    Bei Sachbüchern sieht das vermutlich nur wenig anders aus (da muss immerhin ein Index erstellt werden), denn nur die wenigsten Verlage dürften über Spezialisten verfügen, die z.B. das o.g. Schneckenschleim-Buch gegenlesen können. Das tun dann im Normalfall Freunde und Bekannte des Autoren und bekommen vom Verlag im besten Fall ein kostenloses Exemplar dafür. All das differiert sicherlich auch heftig von Autor zu Autor, aber im Großen und Ganzen dürften die Verlage in Bezug auf die Arbeit ganz gut wegkommen.

    In meinem Fall war aber auch das ein wenig anders, da ich ein englisches Buch geschrieben habe und auch wenn meine Englischkenntnisse recht gut sind, musste mein Verlag doch eine ganze Menge tun, um es in ein druckbares Format zu bringen.

    27.05.2006 um 17:29
  2. 03

    Maik Schmidt:

    Ich zitiere mal einfach den Text der Verlagsseiten:

    —
    A great deal! We currently pay 50% royalties. We take what we receive for
    a book, subtract direct costs (printing, copy edit, artwork, and a few other things) and split it with you. Compare with 10% from many other publishers. Oh, and we give you a royalty statement each month, and pay royalties quarterly.
    —

    Nehmen wir mal an, ein Buch wird für $32.95 verkauft. Für die Produktion (Druck, Titelgestaltung, Erstellung des Index, Versand, etc.) entsteht ein Fixkostenanteil. Nehmen wir der Einfachheit halber an, der liegt bei $2.95, so bekommt ein Autor bei diesen Konditionen $15.00 pro direkt vom Verlag verkauften Buch. So richtig schön sind natürlich digitale Werke (mein Buch wird auch als PDF-Datei verkauft), da die Produktionskosten dafür so gut wie null sind.
    Geht dasselbe Buch über einen Vertriebskanal wie Amazon, bleiben sowohl dem Autoren als auch dem Verlag von jedem verkauften Buch so $3-$4. Allerdings verkauft Amazon.com das Buch für knapp über $20. So gesehen verdient bei solchen Titeln niemand so richtig viel und insbesondere erscheint mir die Verteilung des Geldes einigermaßen fair (auch wenn der Löwenanteil beim Vertrieb liegt).
    Was mich zur Einsicht führt, dass Johnnys ursprünglicher Einwand schon richtig ist: Verlage, die nur eine Provision von 10%-15% zahlen, ziehen ihre Autoren über den Tisch.
    Ich habe mit meinem Erstlingswerk ca. 13 Monate verbracht und bin in erster Linie froh über die vielen positiven Kritiken. Doch kann ich nicht verhehlen, dass ich auch froh über die eine oder andere Urlaubswoche bin, die ich damit finanzieren kann ;-)

    27.05.2006 um 16:52
  3. 02

    Maik Schmidt:

    Meine Erfahrung in Bezug auf Bücher beschränkt sich noch auf ein einziges (wurde vor vier Wochen veröffentlicht) und ich denke, dass ich ausgezeichnete Vertragskonditionen habe. Bei Zeitschriften habe ich mehr Erfahrung und auch hier zahlen amerikanische Verlage deutlich besser, d.h. im Schnitt das Doppelte (leider frisst der Dollarkurs im Moment einiges davon auf).

    Doch im Kern hast Du völlig Recht, denn auch wenn ein Autor abzüglich der Kosten noch 50% vom verkauften Buch erhält, so freut er sich lediglich über Bücher, die direkt vom Verlag verkauft werden. Bei allen Verkäufen über Händler wie z.B. Amazon bleibt nur noch ein sehr geringes Honorar.

    Ich für meinen Teil kaufe seit längerer Zeit Bücher direkt über die Verlage, da es in Deutschland in der Regel dasselbe kostet und die Autoren dabei um ein Vielfaches besser wegkommen.

    27.05.2006 um 15:23
  4. 01

    Maik Schmidt:

    Das mit den 10%-15% gilt so pauschal nicht. Es gibt glücklicherweise Verlage - hauptsächlich amerikanische - die ihren Autoren deutlich höhere (50%) Honorare zahlen. Siehe z.B. http://pragmaticprogrammer.com/authors/index.html

    Die Differenz beim Affiliate-Programm ergibt sich meiner Meinung nach aus der hohen Differenz zwischen dem Straßenpreis und dem, was Händler wie Amazon bezahlen müssen. In Deutschland fällt dies wegen der Buchpreisbindung normalerweise nicht so auf, aber die Preise in den USA differieren teilweise erheblich (30% und mehr sind keine Seltenheit).

    27.05.2006 um 15:08

27.05.2006 um 14:51

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