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I live by the river!
24.07.08
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von | 2

 

Dinge, die man tunlichst vermeiden sollte…

  1. 04

    Johanna:

    Es ist immer fürchterlich, wenn Tastaturen schleichend und allmählich kaputt gehen und man, anstatt einfach eine neue zu kaufen, absurde Leertasten-Prothesen bastelt und später an einer völlig abstrakten, vorsintflutlich-futuristischen Buchstabenorgel sitzt, die wirklich nur mit großer Mühe zu bedienen ist.

    Ich glaube, ich habe eine Neigung dazu. Die letzte Tastatur, die den Kaffeetod starb, habe ich sogar aufbewahrt in der schönen Hoffnung sie würde vielleicht eines Tages wieder funktionieren. Und tatsächlich, sie funktioniert wieder wunderbar.
    Allerdings ist sie sehr schmutzig und manchmal meine ich, in ihrem Inneren eine mosige Substanz zu erkennen. Das ist dann vielleicht auch ein bisschen so wie Kresse oder Rasen.

    24.04.2006 um 15:36

Klaus Kinski Superstar

  1. 03

    Johanna:

    Ich verstehe die Reporter nicht.
    Liefe mir so jemand wie Klaus Kinski samt dieser Verhaltensmuster in den Weg, so würde ich ebenfalls zu einem Klaus Kinski. Koste es, was es wolle.

    21.02.2006 um 22:06

Freundschaft - Jetzt günstig bei Ebay!

  1. 02

    Johanna:

    Von diesen Freundschaften, die sich einmal im Jahr aufgrund im Urlaub zu viel gekaufter Briefmarken mit einer besonders hässlichen Postkarte melden, hat man doch Unmengen. In solchen Fällen ist man ja eher darum bemüht, das Ganze sachte, aber konstant einschlafen zu lassen; sich so etwas zu kaufen wäre doch bekloppt.
    (Ich hatte letztes Jahr im Urlaub an einem Nachmittag große Langeweile und seltsamerweise deutlich mehr Briefmarken als Freunde, weshalb ich jedem, dessen Name und ungefähre Anschrift ich vage im Kopf hatte, eine hässliche Karte schrieb. Was soll man auch sonst damit anfangen, mit den Briefmarken, den Postkarten und der vielen Zeit, die man im Urlaub fernab der Telekommunikation so hat. Vielleicht ließe sich ja so der nächste Urlaub finanzieren…).

    Na ja… ;)

    18.02.2006 um 00:12

Podcast vom 16.2.2006

  1. 01

    Johanna:

    Ich musste ein wenig an meinen Vater denken, dessen neues Lebensziel es ist, sich so stark zu reduzieren, bis nichts mehr bleibt, ausser er selbst.
    Er tauschte den verantwortungsvollen Job gegen einen verantwortungslosen, den guten Zwirn gegen einen Kittel, die Lederschuhe gegen Sandalen, das große Auto gegen einen Kangoo und das Streben nach dem Gelde gegen eine Art unbezahlbares Glück. Geld, was er zwar hat, interessiert ihn nicht; es reicht, wenn es da ist, darüber muss man nicht sprechen. Es erfüllt ihn, morgens für ein paar Stunden so zu tun, als würde er arbeiten, mittags im Auto einen Apfel zu essen, dabei über irgendwelche verrückten Dinge zu sinnieren, nachmittags zu schlafen und am Abend in der Werkstatt eine Zigarette zu rauchen. Sonntags läuft er viele Kilometer, stellt sich auf den Deich, macht Kniebeugen, betrachtet die Weser, empfindet Ruhe und große Heimatgefühle, läuft dann zurück, setzt die Dinge um, die ihm im Auto beim Apfelessen eingefallen sind, spielt Gitarre und singt dazu, bis seine Frau, die er nicht liebt, die Türen knallt. Er ist, und es ist vielleicht paradox und schwerlich begreifbar, ein glücklicher Mensch.

    Ich mag diese Reduktionen aufs Wesentliche, auf den Kern einer Sache.
    Zur Zeit macht es mir ungeheuren Spaß, meine Wohnung zu renovieren. Es ist so eine stumpfe Sache, den ganzen Tag in umgedrehten, farbverschmierten Klamotten hier rumzumachen und über nichts anderes nachzudenken, als darüber, wie schön die Türen glänzen. Das macht mich glücklich.
    (Das ist natürlich Eskapismus. In meinem Inneren tanzen die Hochschul- und Kontostand-Sorgen zu schlechter Musik und machen so viel Krach dabei, dass ich mich richtig darauf freue, ihnen nach getaner Arbeit in die Fresse zu hauen).

    16.02.2006 um 18:24

16.02.2006 um 11:00

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