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Spreeblick

I live by the river!
30.08.08
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von | 2

 

Sascha Lobo war im Fernsehen und ich habe ihn gesehen

  1. 08

    mischka:

    @Malte, Lobo, Gene:

    Wollt doch niemanden beleidigen, hab nur das erste Posting zitiert und fand die Aussage des Kumpels witzig. Also nich gleich in die Luft gehen, denn erstens stammt der Spruch nicht von mir, zweitens: was nach Spießer aussieht muss nicht unbedingt Spießer sein, drittens: http://digirev.de/seiten/311-01.htm .

    13.02.2007 um 13:23
  2. 07

    mischka:

    “Spießergesicht und rotem Iro in dieser Talkshow. Ich glaube der ist Lobbyist für Kleinstunternehmer.” find ich gut. Muss ich mir glatt merken

    10.02.2007 um 15:43

Toni Mahoni - 73: Große Vögel

  1. 06

    mischka:

    @Peter: wenn erstmal alle Spreeblick-Leser in eurem glasklaren See baden, ist er bald kein Geheimtipp mehr. Merke: Berliner sind marodierende Massen, die jeden schönen Brandenburger See in eine Dreckskuhle verwandeln könnnen.

    25.10.2006 um 12:08

Aller Anfang ist leicht

  1. 05

    mischka:

    da bin ich ja schon froh, denn ich hab immerhin schon 28 Seiten (wenn man die vielen Anmerkungen und spontanen Ideen mitzählt, die ich zwischen die einzelnen Passagen getippt hab). Wenn ihrs wirklich wissen wollt, das Buch fängt ganz harmlos an und ist irgendwann nächstes Jahr fertig (Infos auf psychoglobal):

    Es war kalt und ich hatte mich warm angezogen, als ich dem Haus ging. Gottseidank hatten sie mich erst auf halb eins bestellt. Ich war ausgeschlafen, hatte gegessen und genug Kaffee getrunken, um den Tag zu überstehen. Es war Anfang Februar, eine undankbare Zeit der dicken Pullover, Schals und Handschuhe; eine Zeit in der man sich ständig verkleidet, nur um nicht zu frieren. Alle sahen irgendwie albern aus.
    Am U-Bahn-Eingang holte ich mir ein Second-Hand-Ticket, rannte, um die gerade einfahrende Bahn noch zu bekommen und quetschte mich zwischen einen älteren Herren und ein Schulkind.
    Ich freute mich an diesem Tag: ich würde zu meiner Chefin gehen, mich kurz mit ihr unterhalten - über die Arbeit, das Team ect. Kurz: Personalgespräch. Es ging um meine Zukunft – Vertragsverlängerung… Natürlich hatte ich nicht die geringste Lust, meinen Vertrag verlängern zu lassen, endlich würde mir die Entscheidung abgenommen: Sie oder ich, der schleichende Tod oder das Leben. Klar, wofür ich mich entschied. Es war nur solidarisch gegenüber sechs Millionen Arbeitslosen, diesen Platz für einen verzweifelten Langzeit-Hartz-IV-Typen frei zu machen. Was bildeten sich die anderen Arbeitsplatzbesitzer eigentlich ein, dass sie meinen ihr Arbeitsplatz würde ihnen gehören? Ich betrachtete meine U-Bahn-Genossen. „Egoschweine“ dachte ich. „Der Reichtum muss geteilt werden, sonst gehen am Ende alle unter. Werden schon noch merken, wie schnell das geht, nichts ist heute mehr sicher – schon gar kein Arbeitsplatz. Also ist es besser dem Schicksal zuvor zu kommen, selbst die Fäden in der Hand zu behalten.“ Selbst kündigen, statt Rauswurf. In die Freiheit springen, statt in den Abgrund geworfen zu werden. Was hatte man eigentlich davon, einem Chef zu dienen, für die paar Kröten, buckeln, sich die Gesundheit ruinieren? Nicht mit mir.
    Eine angenehme Epoche der Arbeitslosigkeit lag vor mir. Vom Jobcenter, so hatte ich berechnet, würde ich ein Jahr lang meine Ruhe haben. Ein Jahr privilegierter Arbeitsloser. Ein Jahr Arbeitslosengeld I, lange Kneipenabende, Ausschlafen, vielleicht - solange es kalt war in Berlin - hier und da etwas politisches, Flugblätter gegen Sozialkürzung und Nazis, Demos; im Sommer Hilfsarbeiten auf dem Selbstversorger-Hof „neuer weg“ den Freunde gegründet hatten, später Erntezeit… das ganze Programm. Ein Jahr im Paradies.
    Ein paar Stationen, ein kurzer Spaziergang und ich war an meiner Arbeitsstelle.
    „Guten Tag Herr Breit“ sagte Dr. Ode, Fachpsychologin und Chefin in dem Heim in dem ich arbeitete, als ich ihr Büro betrat. Sie sah etwas abgearbeitet aus. ‘Dabei hat sie noch vier Stunden vor sich’ dachte ich. Es folgten die üblichen Fragen, auf die ich vorbereitet war: Wie geht’s im Team, wie gefällt ihnen die Arbeit in unserem Haus, usw. Ich hatte beschlossen, sie noch ein wenig Zappeln zu lassen und spielte brav mit. Was könnte man an der Arbeit verbessern, wie ist der Kontakt zu den Klienten… Kein Mensch wünscht sich in diesen Zeiten seinen Job zu verlieren, dachte ich zynisch.
    „Gut.“ (sie sagte andauernd „Gut.“) „Wie stellen Sie sich Ihre Zukunft in unserem Hause vor, Herr Breit?“ Was für eine Zukunft sollte man haben in einem Laden, in dem mit dem Alter und der Unfähigkeit anderer ein Haufen Geld gemacht wurde. Dieser Sozialbetrieb stank doch zum Himmel. Erst werden sie abgeschoben und dann abgezogen. Und was blieb für den Betreuer am Ende übrig? 900 € Brutto von den Renten der Alten.
    Es war klar, dass diese Frage die Richtung des Gesprächs änderte.
    „Nun, eigentlich hatte ich daran gedacht aufzuhören.“ sagte ich zögerlich. Vielleicht könnte ich sie noch etwas hinhalten, meine Entscheidung oberflächlich begründen, sie würde nach Auswegen suchen damit ich hier doch weiterarbeite – einen guten Mitarbeiter verliert man nicht gern. Ich wollte die Macht über das Gespräch nicht verlieren. Doch es kam anders.
    „Gut. Dann können wir das Gespräch ja hier abbrechen. Ihr Vertrag läuft am 14. Februar aus, also in zwei Wochen. Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihre Zukunft. Wegen dem Arbeitszeugnis wenden Sie sich bitte an Frau Klein. Auf wiedersehen Herr Breit.“, sie lächelte freundlich aber irgendwie verschwörerisch (oder bildete ich mir das ein?).
    Mit diesem abrupten Ende hatte ich nicht gerechnet, aber gut: es war meine Entscheidung und sie konnte mich sowieso nicht davon abbringen, aber schon blöd, dass ihnen nicht mehr an mir lag. Wieder ging mir der bevorstehende Sommer im „neuen weg“ durch den Kopf, ich fühlte mich besser.
    Die zwei letzten Wochen vergingen wie im Schlaf: angenehme Gespräche mit den Heimbewohnern, hier und da etwas Pflege, Kontakt zu Angehörigen, Bürokram, Fernsehabende, Bingo. Das übliche. Man gab mir keine großen Aufgaben mehr, weil alle wussten, dass ich bald gehen würde. Abschiedsworte, Arbeitszeugnis, sogar Tränen („kommst uns doch mal besuchen, Lucas?“). Dann war ich draußen. Tat garnicht weh.

    11.10.2006 um 21:47

Toni Mahoni - 60: Klamotten

  1. 04

    mischka:

    wiedermal verdammt spät entdecke ich hier einen echten Kiez-Hasen..

    würd mich mal interessieren welche Einschaltquoten ihr bei dem Kerl habt

    29.08.2006 um 10:43

Grimme-Online-Award 2006

  1. 03

    mischka:

    wußte garnich dass es einen Wikipedia-Artikel zu Deiner geneigten Person gibt… Respekt! Oder hast Du den etwa selbst geschrieben?

    04.05.2006 um 00:09

Gibt es eine Zukunft für Foren und Weblog-Kommentare?

  1. 02

    mischka:

    Die Richter wollen mir meine Lieblings-Langeweile-Beschäftigung klauen? Flamewarlesen im heise-Forum ist besser als jedes Fernsehprogramm. Ich hoffe dass es nicht dazu kommt, sonst müßte ich mir wieder einen Fernseher anschaffen.

    Abgesehen davon kann man wohl kaum behaupten, jedes Weblog und jedes Forum sei ein Unternehmen. Die Fülle von Posts, grade in bekannten und größeren Foren (die oft auch nicht gegen Geld betrieben werden - siehe Linux-Foren) ist für Freizeitadministratoren nicht bewältbar.

    In der Konsequenz hieße das, dass es solche Foren einfach nicht mehr geben kann. Nur, was Profit abwirft wäre im WWW umsetzbar. Das Web wäre endlich vom WorldWideCapitalism erobert, Gratis Support ausm Forum sowie die freie Meinungsäußerung gestorben. Also alles im “Sinne der Herrschenden Klasse”.

    21.04.2006 um 16:09

Was macht der Osterhase an den restlichen 364 Tagen?

  1. 01

    mischka:

    Hey, Spreeblick! Deine Leser scheinen die vernünftigsten Leute die ich kenne. Musste ganz schön aufpassen was du bloggst, damit sie dir nich alle wegrennen. Oder es muß ne neue Zielgruppe her. Mit solchen Clips zieht man glaub ich ganz gut 14-17 Jährige.

    16.04.2006 um 13:37

14.04.2006 um 16:35

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