Xooglers
Was machen wir nur mit diesem blöden Blogdings?
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lowpass:11.07.2005 um 11:34Dazu auch interessant:
http://www.nzz.ch/2005/07/08/em/articleCXNA1.html
http://www.nzz.ch/2005/07/08/em/articleCYC57.html
TdGE
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lowpass:26.04.2005 um 15:00“Geistiges Eigentum” ist übrigens ein Kampfbegriff, der mindestens seit den 20er Jahren von interessierten Kreisen (sprich: der Verwerter-Industrie wie Verlage und Plattenfirmen) lanciert wird, um eine Ausweitung des Urheberrechtsschutzes zu erreichen.
“Geistiges Eigentum” legt nämlich sehr suggestiv eine Gleichheit zwischen den Immaterialgüterrechten wie dem Urheberrecht und dem Sacheigentum nahe. Scheinbar logische Konsequenz: “geistiges Eigentum” muß genauso umfassend geschützt werden wie Sacheigentum. Der Schutz muß maximal ausgedehnt werden, Ausnahmeregelungen (wie die Privatkopie) müssen wegfallen.
Dabei fallen die Unterschiede zwischen Sacheigentum und “geistigem Eigentum” unter den Tisch. Nur einige davon:
- Sacheigentum ist physisch nur einmal vorhanden, “geistiges Eigentum”
“potentiell ubiquitär”: wenn ich eine CD kopiere, ist das Original
immer noch unverändert vorhanden. Wenn ich die CD stehle, ist
sie weg.
- Urheberrecht ist auch Kulturrecht. Die schöpferischen Leistungen bauen
auf dem vorhandenen Kultur-Bestand auf. Es sollte daher ein gewisses
Gleichgewicht zwischen geben und nehmen vorhanden sein -
schöpferische Leistungen brauchen einen gewissen Bestand an public domain. Und der Umgang mit Kulturgütern sollte anders (freier) geregelt
sein, als der Umgang mit sonstigen Gegenständen.usw.
Man sollte - politisch korrekt - daher besser von Urheberrecht oder Immaterialgüterrechten statt von “geistigem Eigentum” sprechen…
Zu Thema “geistiges Eigentum” als Kampfbegriff gibt es eine
Dissertation (eines Schweizers). Natürlich größtenteils juristisch-trocken, daher keine Kauf-, aber möglicherweise eine Leseempfehlung:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3789075345/qid%3D1114520337/302-7126490-6779262
Jason Kottke zieht erste Bilanz
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03
lowpass:12.04.2005 um 10:41“Die Zeit der Kostenlos-Kultur geht zu Ende, gleichzeitig steigt die Qualität der Angebote.”
(BITKOM: http://www.bitkom.org/Default_30744.aspx)
“Es geht dabei um Pay-Content - was ich, wie manche vielleicht wissen, für einen Totgeburt halte.”
(Don Alphonso, http://rebellmarkt.blogger.de/stories/252944/)
Der SpOn, der aus der Kälte kam
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02
lowpass:22.03.2005 um 10:52Sorry, mir hats eben die Zitate verhauen. Alle Absätze, die mit “>” beginnen, sind aus dem Ursprungs-Artikel zitiert…
das zeigt entweder/und/oder:
1. daß die Blog-Kommentarfunktionen für Diskussionen ungeeignet sind
2. daß ich zu blöd bin, mit Kommentar-Formularen umzugehen.Sorry :)
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01
lowpass:22.03.2005 um 10:50Einige kritische Anmerkungen:
>Externe Links in Texten sind Raritäten, denn dann würde ja der Leser >(oder die Leserin!) die Seite und damit den Werbeträger verlassen.
Kurzer Check auf sueddeutsche.de: bei 90% aller dortigen Artikel
aus Politik, Kultur und Sport würden mir Links keinen echten Mehrwehrt bieten. Auf Alibi-Links (”www.spd.de”, “www.dfb.de”, …) kann ich verzichten.>Informationen über Quellen sowie Autoren bleiben an der Oberfläche. >Eine Transparenz, wie man sie in guten Blogs findet, gleicht in manchen >publizierenden Köpfen offensichtlich einem “sich in die Karten schauen >lassen” und steht damit außer Frage.
Wie sollen Quellen-Informationen aussehen? Seitenlange Fußnoten (bei aufwendig recherchierten Seite-3-Reportagen - sofern es überhaupt noch aufwendig recherchierte Reportagen gibt :) oder
kurze Hinweise auf DPA/AP/… (die ohnehin meistens vorhanden sind)?>Kommentarfunktionen werden nur vorsichtig getestet. Mir ist klar, dass >ein Medium mit Kommentarfunktionen wie z.B. heise auch manchmal >zeigt, wie sehr Kommentare nerven können, doch die Vorteile >überwiegen.
Schwierige Frage. Die Kommentare hier und in diversen anderen
Blogs sind nur deshalb interessant, weil nur wenige Leute Kommentare
schreiben und die wenigen Kommentare in der Regel inhaltlich
hochwertig sind. Anders Heise. Um da aus der Masse interessante
Beiträge und Autoren herauszufiltern, muß man die Heise-Kommentare
schon über nntp mit entsprechender Software (mit Scoring etc.) lesen…
Ich vermute, daß ab einer bestimmten Nutzerzahl das Rauschen in
den Kommentaren einfach zu hoch wird. Wie der langsame Niedergang
des Usenets seit 1994 gezeigt hat.Nebenbei: längere Diskussionen in Blogs finde ich schnell extrem
unübersichtlich. Die üblichen Kommentarfunktionen sind leider nur
auf Kommentare, nicht auf Diskussionen zwischen vielen Teilnehmern
ausgelegt. Heise geht da mit dem nntp-Gateway den richtigen Weg.
Siehe auch
http://blog.koehntopp.de/archives/173_URLs_sind_keine_IDs.html
und
http://blog.koehntopp.de/archives/167-Wir-sind-so-geil,-….htmlZum Thema:
Ich erwarte von “der Presse” nicht unbedingt ein Eingehen auf neue
Medienentwicklungen. Ich erwarte fundierte, sauber recherchierte
Berichterstattung (ob und inwieweit ich diese zur Zeit bekomme, ist
eine andere Frage). Da kann die Zeitung auch vermeintlich altmodisch
layoutet sein, wie etwa die NZZ.>Ich habe ein persönliches Interesse daran, dass ich einem traditionellen >Haus wie dem Spiegel ein Grundvertrauen entgegenbringen kann. Und >ich habe ein persönliches Interesse daran, dass Reporter und >Journalisten unabhängig von wirtschaftlichen und politischen Interessen >für eine Form der Wahrheitsfindung und für jeweils als objektive oder >subjektive Berichterstattung gekennzeichnete Artikel arbeiten können, >denn das ist ihre Aufgabe, nicht das Rezitieren von PR-Meldungen oder >das Abschreiben bei Dritten
Eben.
06
Das Blog liegt auf
http://xooglers.blogspot.com/
Hat es einen besonderen Grund, daß du einen (anscheinend) Mirror verlinkt hast (der ca. einen Monat hinterherhinkt)?