Man weiß ja nie
Wir nennen es Arbeit. Leider.
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hgef:02.11.2006 um 00:32mir ist gerad mein html bewusstsein abhanden gekommen. der link ist aber richtig.
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hgef:02.11.2006 um 00:22an chrisfried: in welchem gedankenspektrum lebst du eigentlich? den american way auf der einen, die engels`sche maxime auf der anderen seite? und zwischendrin etwas sozialfaschismus? das ist doch unsinnig. zudem schwarz-weiß denken.
jeder hat seine miete zu verdienen, und diejenigen, die hier voten, gehören mitnichten zu denjenigen, die frau salesch im tv verfolgen.
und wenn jemand ein medium für sich erobert hat, das ihn trägt, können beliebige feststellungen en gros produziert werden, die dieses system am laufen halten. das ist ok. aber nicht authentisch. und an diesen begriff möchte das gesamte bloggeschehen sich doch festhalten.
dein argument ist widersinnig. besser erklärend für derartige verstehensprozesse finde ich diesen .
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hgef:01.11.2006 um 23:37ich verstehe mich als angesprochen, und obgleich der wein schon einigermaßen meine sinne betrübt, muss ich doch reagieren: dass du in deinem leben schon einige scheißjobs gemacht hast, ist wohl schlecht und gut. schlecht, weil es nunmal so war, gut weil es farbe in deine erinnerungen gießt.
was meine ansicht war: rede nicht vom begriff “arbeit”, wenn du etwas anderes meinst. nämlich so etwas wie zufriedenheit, glück, etc.: das sind dinge, die haben vielleicht etwas damit zu tun, aber sie sind flüchtig und, weiß gott, nicht zu produzieren, sondern fallen unter kategorien, die eine derartige diskussion nicht klären kann.
dein begriff von arbeit fällt ins esoterische. und das ist bildzeitungsniveau. diese kritik musst du aushalten können, wenn du als german-global-local-hero des weblog gelten willst oder auch nicht, sprich: wenn du einfach nur im spiel bist.
als vertreter der kreativen klasse, der du nun mal bist, finde ich deine rückzugsgebärden nur mäßig… deine heiligsprechung für emotionale situationswahrnehmungen (die leuchtende caféinhaberin) sind nicht generalisierbar, das ist alles.
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hgef:01.11.2006 um 19:08@albert: was meinst du mit leuten wie mich? offensichtlich missverstehst du gründlich das, was ich geschrieben habe. ich bin für die kreative klasse und sehe durchaus das pioniermilieu derjenigen, die bloggen und mode machen oder in cafes arbeiten als etwas erstrebenswertes an. auch halte ich die solidarität der gemeinschaft als einen der wichtigesten aspekte für gesellschaftliches funktionieren, bin ergo für ein grundeinkommen. mein punkt war eine kritik des artikels und seiner ausdrucksweise und der fokussierung auf eine klasse, die in der tat nicht die mehrheit der menschen prägt. was dein vergleich mit der französischen revolution angeht, so ist der aus mehreren gründen völlig verfehlt. diese kann ich nennen, was jedoch an dieser stelle den rahmen sprengen würde. das system jedenfalls, auf das du dich beziehst hat weniger mit utopie zu tun, als das verlangen, das ein jeder mensch durch seine arbeit zum glückskind mutiert.
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hgef:01.11.2006 um 18:51wertvolle kommentare werden in der regel von wertvollen beiträgen hervorgerufen. im übrigen ist zynismus nicht alles was nach entwertung aussieht .
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hgef:01.11.2006 um 18:40ich habe selten so ein eso-phrasengedresch gelesen, wie in diesem mainfeature. abgesehen davon, dass die wertediskussionen der postmoderne ein alter hut sind (von wegen selbstverwirklichung durch hedonismus und postmateriallismus), ist eine scheuklappenfokussierung auf diese lebenswelten unangebracht.
denn 1. sind derartige lebensformen (wie z. b. die so genannte digitale boheme [richard florida, der oberguru der heutigen amerikanischen stadtsoziologen nennt die übergeordnete gruppe creative class]) auch wenn sie wie in dieser diskussion allumfassend erscheinen, noch immer eine minorität und es ist schwer vorstellbar, dass das gros derjenigen, die wirklich die volkswirtschaft tragen, irgendwann mal vor glück nur so schreien. und 2. sind derartige lebensformen ein stadtphänomen. auch die aufgrund von internet und wlan unabhängigen lassen sich da nieder, wo kultur und cafes sind, meinetwegen auch mit einer “ob ihres innereren glanzes bildschöne inhaberin”.
ein predigen von utopischen glücksgefühlen, das an einer diskussion um den begriff arbeit sich dreht, gehört in die kirche, denn die “zukunftsmusik” ist nichts anderes, als der glaube an das paradies auf erden oder den kommunismus (je nach geistessozialisation).was arbeit ist? kraft mal weg. merkt man am besten, wenn man den müll runterbringt oder dem obdachlosen die zeitung abkauft.
Ich hasse das
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Pharm off
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hgef:30.10.2006 um 14:24nehmen wir einmal an, dass die moderne medizin an sich ein produkt des gesellschaftlichen diskurses, der letztlich von den interessen des kapitals und seinen vertretern erzeugt wird, ist. dann sind ansichten zu fallstudien und auch etliche krankheiten irgendwelcher art ein teil dieses diskurses. das beklagen, dass irgendein medikament zugelassen werden soll oder nicht, dass es krankheiten gibt oder nicht, ist damit dann keine kritik am diskurs, sondern teil dessen. die frage ist demnach weniger, ob beispielsweise cholesterin gesengt werden sollte oder nicht, sondern, warum das kapital darauf drängt, das denken der menschen dahin zu bringen, sie darüber nachdenken zu lassen. die medizin als handlanger des kapitals formte (und mit dem konjunktiv I bin ich wieder bei der annahme gelandet) somit das subjekt selbst. nämlich: euch! pardon: uns. und was kann man dagegen tun? an dieser stelle muss ich den schon gesetzten link doch noch einmal zum besten geben. ich finde berhards idee einfach überzeugend.
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hgef:30.10.2006 um 00:15die konfrontation mit der komplexität von problemen kann ja auch hilflos machen. laut atlas der globalisierung verlieren die europäer ebenso viele lebenstage aufgrund von neuropsychiatrischen krankheiten wie aufgrund von herz-kreislauf-erkrankungen. somit wären bettruhe als auch nachdenken quasi kontraindikativ und letztlich lebensverkürzend. aber vielleicht gibts ja was dagegen.
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hgef:29.10.2006 um 16:24in der tat gestaltet sich eine lösungsfindung schwierig. da klingt die bettruhe etwas hilflos, wenn nicht gar zynisch. irgendwann muss man ja wieder aufstehen und der kapitalistischen welt in die augen schauen. macht aber nichts, oder?
Immer wieder: Ze Frank
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hgef:14.08.2006 um 10:46naja, relativieren tut wohl eher not. im zeitalter der schier unenlichen diversität von beiträegen zu alles und jeden ist es wohl eher schwer, maßstäbe zu setzen. allerdings frage ich mich bei zefrank, wo er seine augentropfen bezieht…
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dein beitrag offenbart auf relativ schmalem niveau die existentielle angst des herkömmlichen journalismus. die etablierten zeitungen scheinen eine ahnung zu haben, dass ihre manchmal penetrante selbstreferentialität irgenwann ein ende haben könnte.
doch anstatt eine konstruktive debatte über einen etwaigen paradigmenwechsel auf dem gebiet der informationsverwaltung zu führen, nimmst du, johnny, die chance nicht wahr und verhältst dich ebenso kleinkariert, indem du wie ein angler deine rute auswirfst und dir ein paar gutgesinnte kommentatoren-fische fürs ego einfängst.
damit offenbarst du wiederum dich.
denn mit deiner reaktion auf diesen artikel zeigst du, dass du dem qualitativen journalismus nicht gewachsen bist. du bestätigst nur, dass das bloggen einzig und allein der unterhaltung dient. es hat einfach keine ernstzunehmende substanz, auch nicht dann, wenn die richtigen themen zur sprache gebracht werden.
ich finde das, ehrlich gesagt, schade. aber offensichtlich ist es so, dass einige grenzen nicht überschritten werden können, eben weil sie die grenzen aufzeigen. und dann endet es in solch einem narzißtischen und flachen gewäsch. die lächerlichmachung fällt auf dich zurück.
ein tipp: manchmal bringt das studieren und lesen von büchern doch mehr erkenntnis, als das erkunden von informationsozeanen. so long…