• Archiv
  • Shop
  • Hilfe
  • Impressum
  • Kontakt

Spreeblick

I live by the river!
09.07.08
  • Pop
    • Fotografie
    • Musik
    • Film/TV/Radio
    • Netz
    • Literatur
    • Popgun
    • Kunst
    • Unfug
    • Klickfest
    • Sport
    • Games
  • Politik
    • Inland
    • Ausland
    • Personen
    • Netzpolitik
    • Medien
    • Unternehmen
  • Produkte
    • Spreeblick
    • Hardware
    • Software
    • Services
    • Dinge
  • Positionen
    • Podcast
    • Gates Of The West
    • Toni Mahoni
    • Essays
    • Stories
    • Alltag
    • Reflektionen
    • Ahoi Polloi

von | 2

 

Podcast 20.4.2007

  1. 46

    Martin:

    Chance

    20.04.2007 um 21:36

Geschichte ab 1945

  1. 45

    Martin:

    @heidrun: Ich hab das schon verstanden das der Artikel Satirisch oder ironisch gemeint ist. Es gibt aber Dinge für mich auf der Welt wo solcher Spass aufhört. Dazu gehören Ereignisse bei denen mehrere tausend meist unschuldige Menschen gestorben sind. Dazu gehören Dinge denen Menschen ihr Leben gewidmet haben. Über solche Dinge schreibt man meiner Meinung nach nicht ironisch.
    Ich mag keine ironische betrachtung von Kriegen … egal welchen Krieg.
    In dem Zusammenhang ist es eben sehr aufschlussreich WARUM das eine Betrachtung der Zeit nach 1945 ist. Eine ähnliche Laxheit mit der Zeit 1931-1945 ist in unserem Kulturkreis nämlich tabu. Und nur weil wir nicht soo die Kriegstreiber nach ‘45 waren heisst das nicht das wir da über das Leben tausender Menschen rumwitzeln dürfen.
    Meine Meinung.

    23.01.2007 um 18:32
  2. 44

    Martin:

    Ich finds nicht witzig.
    Ich finds auch nicht gut.

    Es ist nämlich so das man beim Versuch 62 Jahre Weltgeschichte derart zu komprimieren einfach nur oberflächlich sein kann. Komprimiert man aber die Geschichte so stark stimmen zwar noch einzelne Brocken darin, aber es wird zu einem dünnflüssigen Brei über den nur Fundamantalisten anderer Meinung sind.
    Die Geschichte war wesentlich vielschichtiger, das wollte Dir Sigmund Freud mit der Methapher von Israel sagen. Du hast da nicht etwas vergessen; Du hast nur ein winziges Stück beschrieben. Geschichte lässt sich auch nicht wirklich in Vor 1945 und Nach 1945 unterteilen … das is nur die verzerrte Sicht dieses Kulturkreises. Und nebenbei eine der bescheuertsten Folgen der ‘Augen-zu-Hakenkreuz-weg-Mentalität’
    Eine seichte Saumlektüre für die Kaffeepause … aber mehr wirklich nicht. Wer glaubt damit irgendwas erklären zu können darf sich mal mit nem Nordkoreaner, Südkoreaner, Inder, Vietnamesen, Araber, Perser, Südafrikaner, Bolivianer, Kulumbianer, Kanadier, Australier, Japaner, Chinesen oder Russen darüber unterhalten … man wird sein blaues Wunder erleben wenn man versucht mit diesen Thesen Europa zu verlassen.

    22.01.2007 um 21:15

Bioresonanz, Psychotronik und Homöopathie: My hairy Ass

  1. 43

    Martin:

    Wie meiner Meinung nach in vielen Kommentaren hier betont wird besteht zwischen medizinischer Wirksamkeit und dem Glaube daran ein Zusammenhang, der durch den oft zitierten Plazeboeffekt recht eindrucksvoll belegt ist.
    Deswegen hat Malte Recht damit das Glaube an die Heilung die aktuellen physikalischen (und sogar biologischen und psychologischen) Konzepte auf den Kopf stellt. Und da es sich um Glaube handelt ist auch anzunehmen das man es nicht einmal merkt.
    Ich möchte mich dafür aber nicht bedanken, denn mir währe es lieber, wenn die aktuellen Konzepte flexibler währen um dieser beobachtbaren und messbaren Realität entgegenzukommen.
    Es gibt Menschen, die alles versuchen um eine Krankheit zu besiegen und sich in Ihrer Not in die Hände der übelsten Scharlatane begeben. Das allein erklärt aber nicht warum sich alternative Heilverfahren wie Akupunktur und Homöopathe über so lange Zeiträume in einer ach so aufgeklärten und kritischen Gesellschaft halten. Und das sind nur die Vorreiter alternativer Ansätze die die klassische Medizin viel zu lange ignoriert hat.
    Ich habe einen Kollegen, der bei einem Mofaunfall eine wirklich schlimme Beinverletzung erlitten hat, mit drei Monaten Intensivstation und allem drum und dran. Am Ende hatte die klassische Medizin ihn soweit zusammengeflickt, das da nur noch eine große Narbe war und er nicht mehr rückwärts gehen konnte. Man sagte ihm, das die dazu nötigen Nerven für immer getrennt seien und es ihm deswegen physikalisch nicht mehr möglich sei sich rückwärts zu bewegen. Auf einer Klassenfahrt nach Russland kam er zufällig und völlig skeptisch bei einem Wunderheiler vorbei und dachte sich warscheinlich ihm seine Scharlatanerie beweisen zu können dadurch das er ihn mit der Unheilbarkeit dieser Funktion konfrontierte. Seitdem kann er wieder rückwärts gehen. Und es war nicht so das es länger gebraucht hat sondern er konnte auf der Stelle wieder rückwärts gehen. Mir ist das ganze später nur noch beim Badminton aufgefallen als er mich bat ihn nicht dauernd erst einen kurzen und dann einen langen Ball zu spielen.

    13.10.2006 um 00:20
  2. 42

    Martin:

    Ich verstehe die Polemik weder von der einen Seite noch von der anderen Seite. Für mich ist es relativ unwichtig ob der Artz un Allopath oder Homöopath ist wesentlich wichtiger für mich ist das er sich für mich und seine Arbeit interessiert.
    Ich habe während dem Zivildienst mal einen Dr. Hollyday aufgesucht und wollte satte zwei Wochen Krankenschein. Hab mir alle Symptome für stressbedingte Herzrythmusstörungen rausgesucht. Im fünfminütigen Gespräch mit dem Arzt habe ich das Wort ‘Stress’ sicherlich zehnmal benutzt. Am Ende sagte er das chronische Herzrythmusstörungen in meinem Alter ungewöhnlich seien … ich hab den Mund nicht mehr zugekrigt … ich habe trotzdem wie jedesmal bei dem Arzt Benuron verschrieben gekrigt (Sic!) und hatte auch die zwei Wochen meinen Krankenschein. Mit einem echten Problem währe ich nie zu diesem Typen gegangen.
    Wenn ich soetwas mit meinem Hausarzt probiert hätte, hätte der den Braten schon mit dem ersten Blick gerochen. Bei ihm habe ich das Gefühl ihm absolut nichts vormachen zu können. Mein Hausarzt ist mehrheitlich Homöopath aber auch kein Fanatiker der die Allopathie wie die Pest meidet. Ich habe von Ihm auch schon klassische Sachen und Antibiotika bekommen. Er ist jemand dem es nicht darauf ankommt recht zu haben sondern seinen Patienten zu helfen. Ich habe von einer Zahnärztin auch schon Homöopathie angeboten bekommen, aber da ich ein echter Schisser im Zahnarztstuhl bin habe ich dankend abgelehnt … war auch kein Problem zwischen uns.
    Mein persönliches Fazit ist das gute Medizin nicht durch unterschiedliche Chemie gemacht wird sondern durch Menschen. Und ein Medizinier für den kathegorisch nur eine Behandlungsform in Frage kommt, ganz egal welche, ist mir unheimlich. Ich halte diese Beobachtung auch geschlechtsübergreifend für gültig.

    11.10.2006 um 02:59

Toni Mahoni - 43: Ernährungswissenschaft

  1. 41

    Martin:

    Also ich hab da mal ne Infoseite rausgesucht wo deutlich wird, das man durchaus schonmal ne ganze Kuh gegessen haben kann … und sogar mehrere, wenn man so richtig auf Kuh steht.

    http://www.cma.de/wissen_99858.php

    Und eine Statistik gefunden das der durchschnittliche Deutsche im Jahr 1996 61,2 kg Fleisch gegessen hat. Wenn man das mal so aufs Leben hochrechnet, dann is da schon das ein oder andere ganze Tier drinne.

    Wenn du z.B. nur Rind isst (die haben nen durchschnittliches Gewicht von 600 bis 650kg) .. dann biste mit so nem Rind schon in 10 Jahren fertig.

    Alles Statistik. Genau wie das man 3 Jahre seines Lebens aufm Pott verbringt. Oder 25 bis 30 Jahre der durchschnittlichen Lebenserwarung einfach verpennt. Will eigentlich keiner wissen. Kann man auch nich wirklich was dran ändern.

    30.06.2006 um 02:43

Eigentlich

  1. 40

    Martin:

    @nighthawk

    Eigentlich ist der Spon Artikel nur der billige wissenschaftliche Abklatsch von Su-Shee’s ‘Antiverpeil Howto’ ;)

    http://su-shee.de/antiverpeil.html

    22.06.2006 um 02:38

Almanya!

  1. 39

    Martin:

    Hmm, also ich glaube ja die Sache ist noch viel einfacher:
    Zur Zeit hängen wir viele Fahnen raus, weil es viele zu kaufen gibt. Und weil es ab einem Zeitpunkt wo genügend Fahnen hingen zum Selbstläufer wurde. Teilweise muss es Fahnen irgendwo geschenkt geben, irgendeine Tankstellenkette die an inzwischen jedes dritte Auto mindestens eine Fahne drangezaubert hat.
    Irgendwann spätestens in einem Monat werden die Fahnen nur noch Grau, Rosa, Gelb sein und dann wird der ganze Spuk auch wieder verschwinden. Das ist der lauf unserer Konsumgesellschaft. Die Einstellung der Menschen war aber vor der Vermarktungsidee da und wird auch danach bleiben.
    Nationalisten undercover. Ich finds ein bisschen Schade, das da keine offene Diskussion stattfindet, aber für viele Menschen reicht schon der Wortanfang ‘Natio..’ und es wird nur noch an Hakenkreuze gedacht. Da würd ich mich als Nationalist auch bedeckt halten.

    Ganz persönlich halte ich vom Nationaldenken genausoviel wie von der Einteilung der Welt in Gut und Böse. Da wird versucht Dinge zu trennen die eigentlich nicht getrennt sind. Meine Nation ist die Welt. Damit bin ich dann wohl prädestiniert dafür Alienfeindlich zu werden.

    12.06.2006 um 20:01

Toni Mahoni Special: Contentfrei

  1. 38

    Martin:

    Wirklich genial gelungen.

    Respekt.

    09.06.2006 um 18:02

Mercast

  1. 37

    Martin:

    Satzzeichen in URLS sind echt was für perverse.
    Und warum reiten die so auf dem “Video-on-demand” rum? Ich mein das ist doch schon lange nen uralter Hut ^^

    Und noch eine Frage: Was genau sind die bekannten Podcast-Portale?
    Meinen die Dich Jonny?

    Die brauchen auf jeden Fall auch noch nen Berater genau dafür. Die mögen doch Berater.

    07.06.2006 um 19:03

OUR!

  1. 36

    Martin:

    If Craig asks himself things like that, what did he say to BurgerKings WM Kampaign:

    1,50$ = 1€
    Get it Your Way.

    I think the CocaCola thing would’nt get any german up from his couch.

    PS: Sorry for my bad bad english

    07.06.2006 um 18:45

Elefantenträume

  1. 35

    Martin:

    Das ja voll die “One-Man-Show” hier ;)

    Also ich finde den Film klasse. Und wenn man mal ein bisschen länger über die Story nachdenkt, dann hat die es echt in sich.
    Ist auf jeden Fall eine Storry, die einen fesseln kann wenn man sich drauf einlässt.

    Kommentar #8, #9, #10, #11 und #12 … versteh ich nicht.

    Aber ich find Spreeblick auch Spitze :)

    07.06.2006 um 00:09

Grimme für Spreeblick!

  1. 34

    Martin:

    Alles Gute zum Grimme Preis.

    Ihr seid grandios!

    03.06.2006 um 19:42

Fressen Blogs den Journalismus?

  1. 33

    Martin:

    Für mich ist sie Sachlage eigentlich zimlich klar:
    Blogger sind keine klassischen Journalisten, das merkt man schon daran, das es oft keine Redaktion gibt. Deswegen sind an Blogs auch nicht genau dieselben Kriterien anzusetzen wie an die ‘alten Medien’.
    Zum anderen hat es immer wieder Leute gegeben die in Blogs einen Hype sehen wollen: Die Zahlen explodieren, alles wächst unglaublich exponential. Aber in der Realität sieht es alles etwas langsamer aus. Dafür hat es den Vorteil, das gute Blogs erhalten bleiben und schlechte aufgegeben werden. Es ist halt keine steuerbare Sache sondern hat den gewissen Evolutionseffekt.
    Der Blogleser weiss das er ein Blog liest und keine Zeitung. Deswegen wird er (hoffentlich!) nicht mehr (leicht unkritisch) irgendwelche Dinge übernehmen, sondern versuchen sich selbst ein rundes Bild von der Sache zu machen. Und deswegen alleine ist jeder Blog ein wertvoller Beitrag zur gesunden Meinungsbildung … auch die Blogs die einem deutlich eine undifferenzierte Meinungsbildung ins Gesicht schlagen. Denn auf Fehlern kann man immer noch am besten lernen.

    Und zur Anzahl der Blogger: Quantität war noch nie Qualität.

    02.06.2006 um 00:46

Keep on bloggin’ (in a free world)

  1. 32

    Martin:

    Mir fällt zum Thema Zensur noch etwas ganz anderes ein und zwar die Selbstzensur durch die Zuschauer. Beispiel:

    Septemberweizen: Dokumentarfilm aus den 80ern der aufzeigen will was mit der Ernährung mit Brot so für Perversionen angestellt werden. Grimme Preis, tolles Buch … aber den Film gab es bis vor kurzem nicht digitalisiert und er ist glaube ich auch noch nicht im Fernsehn gelaufen.
    Life and Debt: Dokumentation darüber wie man ein Land (Jamaika) in eine finazielle Abhängigkeitsspirale bringen kann wenn man WTO, IMF oder Weltbank ist. Der Film ist nicht mal auf deutsch zu haben.

    Fime die wehtun und bei denen man sich sehr schnell hilflos vorkommen kann. Aber gleichzeitig riesige unbewältigte Fehlentwicklungen unserer auch so weit entwickelten zivilisierten Welt.

    Zensur das sind nicht NUR die anderen. Das sind wir oft auch selbst. Wenn wir alle anfangen würden in unserem kleinen eigenen Umfeld für mehr Transparenz zu sorgen, dann hätte das Auswirkungen auf die gesammte Transparenz. Aber solange privat die Losung lautet: Über Geld wird nicht geredet, solange wird auch im Großen nicht vernünftig über Geld geredet werden. Und das ist nur EIN Beispiel.
    Wenn ich einen Fehler mache der mir peinlich ist, dann habe ich auch das Bedürfniss das lieber zu vertuschen, zu zensieren und böse Blicke an meine Kollegen zu verteilen wenn sie die Story weitererzählen. Aber genau da fängt Zensur meiner Meinung nach an. Man muss sich das nur größer vorstellen.

    02.06.2006 um 00:10

Diese Woche bei Aldi: Identität!

  1. 31

    Martin:

    Es ist ein kleines Dillemma aus dem ein keinen Ausweg gibt, bei dem man sich keine Schrammen holt.
    Ich glaube ja das die Welt für großflächige Identitätennetzwerke noch nicht Verantwortungsbewusst genug handelt. Erst wenn die Konsumenten (oder Contents [sic!]) den Eindruck haben, das die dafür das Sie mit Ihrer Identität rausrücken nicht belästigt werden, wird sowas funktionieren.
    Wenn es mir NUR um die Rendite geht und ich eine Datenbank mit abertausenden Kundeninformationen bekommen kann, dann wüsste ich auch was ich damit machen würde. Und Ihr würdet mich alle dafür hassen. Und das zu recht.

    16.05.2006 um 13:16

Schrei!

  1. 30

    Martin:

    Fussball ist ein schönes Bild dafür, wer es mal wieder nicht lassen kann andere zu missionieren. Ob irgendwer nun Fussball gut oder schlecht findet ist aber so müßig wie jede andere Geschmacksdiskussion auch. Sogar der amerikanische Präsident hat gesagt, das er obwohl er in der Jugend nie Fussball gespielt hat, verstanden hat das es ein verdammt wichtiges internationales Ereigniss wird. Und er hat damit recht. Unabhängig wie viel oder wenig man nun damit anfangen kann.

    Ganz persönlich amüsiere ich mich über die ganzen Leute die sich an fahrende Züge dranhängen. Künstler die jetzt Fussballkunst machen, weil es gefördert wird. Und über die immer wieder in den Raum geworfene Frage: Wer wird Weltmeister? Eine tolle Frage, die man unbedingt vor dem ersten Spiel klären sollte. Ich amüsiere mich weniger über die Versicherung Extremus und über die anderen Auswirkungen der Terrorismusdiskussion. Aber dafür kann ich gleich wieder über die völlig aus Illusionen generierte Frage lachen: Kommt der Iranische Präsident zur WM? Und wenn ja DARF der das?

    Somit ist Fussball für mich wie ein Spielplatz. Man sollte Spiele nicht zu ernst nehmen und z.B. verlieren können oder dem unbändigen Drang zum Cheaten nicht nachgeben. Aber wenn Menschen miteinander spielen und wetteifern, dann zeigen sie fast immer wer sie sind.

    11.05.2006 um 15:33

Gibt es eine Zukunft für Foren und Weblog-Kommentare?

  1. 29

    Martin:

    Also sind Blogs und Foren eine besonders gefährliche Einrichtung die einer unbegrenzeten Anzahl Benutezern die Möglichkeit bietet eine unbegrenzte Anzahl von Äußerungen zu veröffentlichen, die geiegnet sind, Rechte Dritter zu verletzen.

    Aber ein Blog soll etwas soziales sein. Wie kann er eine gefährliche Einrichtung und ein sozialer Treffpunkt in einem sein?
    Zum Glück gibts ja Foren und Blogs, die keinen unternehmerischen Charakter haben. Eine letzte ’speakers Corner’ für uns, für die absurde Meinungen und Aufrufe keine Gefahr sind. Weil wir Menschen zutrauen nicht sofort alles zu adaptieren was sie irgendwo lesen. Das sie nicht sofort alles nachmachen was sie sehen und nicht jedem heruntergekommenen Polemiker folgen.

    23.04.2006 um 14:49
  2. 28

    Martin:

    @Gene October: Ich teile Deine Beobachtung und ich habe eine Theorie diesbezüglich.
    Individualisierung schließt die Fähigkeit zur Massenbildung aus, solange sich das Individuum von der recht fiktiven ‘breiten Masse’ abgrenzen will. Aber ohne eine Gruppe (Lobby,Masse,Interessenverband) ist in diesem System nicht viel aufbegehrens. Das hat seine Gründe bis hin zur 5% Hürde, die nicht nur effektiv verhindert, das eine rechte Partei ins Parlament zieht. Es hat in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland meines Wissens nur zwei Parteien gegeben, die es in den Bundestag geschafft haben und die nicht von Anfang an dabei waren. Ok da habe ich PDS und Linke zusammengezählt, aber wenn man das nicht tut sind es drei, was für 57 Jahre echt wenig ‘Demokratie’ ist. Und das wiederrum hat zu einer Resignationshaltung geführt.

    @kristian koflin:
    “Wer seine Meinung durchsetzen möchte, der tut es, weil er den Willen zur Macht hat, wozu man sich ohnmächtig fühlen muß”
    Ich weiss jetzt werd ich mal abwegig und sehr utopisch: Ist es für Dich vorstellbar, das jemand den Willen zur Macht haben kann nicht aus dem Gefühl der Ohnmacht sondern um sein Bedürfniss nach Verbesserung der Welt zu befriedigen? Schon als Theorie rüttelt dies an deiner direkten Folgerung. Ich könnte mir vorstellen, das Leute wie Ghandi, Martin Luther King und andere aus solchen Gründen einen ‘Willen zur Macht’ hatten um Ihre Ideen in die Welt zu bringen.

    “Das Problem ist nur, wie erklärt man nur, daß Komplexität
    dem Menschen keinen Sonderstatus einräumt, das z.B. organische
    Chemie nichts anderes ist als komplexere anorganische Chemie,
    die wiederum komplexere Physik ist, welche wiederum komplexere”
    Zum Beispiel mit einem Gleichniss: Die Berechnung in einem Computer besteht einzig aus dem Vorgang der Addition bzw. dem logischen Schaltkreis UND. Aus diesem Schaltkreis lassen sich ODER und andere logische Schaltkreise bilden. Mit diesen Schaltkreisen kann man kann Addierer und damit das Grundgerüst zu jeder mathematischen Berechnung legen. Auf dieser Möglichkeit des berechnens kann man Programmlogiken entwickeln, die Programmfunktionen entwickeln die es Menschen erlaubt eine Datei in ein Ausgabegerät zu schreiben und Daten von einem Eingabegerät zu lesen. Dies aber nennt man Kommunikation und ist das was wir mit Rechnern im Internet tun. Die Kommunikation ist aber aus einem so komplexen Konstrukt von Addition aufgebaut, das wir die Addition dahinter schon längst nicht mehr erkennen. Wer einen Computer sieht denkt nicht: Ach guck mal ein superschnelles Addierwerk. Und viele wissen nicht einmal, das es im Kern nicht besonders viele unterschiedliche Dinge berechnen kann. Aber das macht ja auch nichts, weil die anderen Berechnungen aus vielen einfachen Berechnungen konstruiert werden können und damit, wenn man will, als ein neues Objekt betrachtet werden kann, aus dem man wieder komplex zusammengesetzt ein neues Objekt erhalten kann usw.
    Mit der Größe der Komplexität steigt die Möglichkeiten der Berechnungen. Bis hin zu dem hochkomplexen Rechenvorgang, den ich auslöse wenn ich jetzt auf diesen einen kleinen unscheinbaren Knopf drücke:

    22.04.2006 um 07:59
  3. 27

    Martin:

    @Kristian Koflin:
    “wir kommen zu Kants Ideal - und für mich ist jemand, der sich zu einer Gruppe zählt, und seien es auch die Gruppen Frauen oder Männer, jemand, der sich “dazuzählt”, der ist für mich nicht mündig”

    Du irrst im Bezug auf mich. Oder besser gesagt ich habe ein anderes Bild von mir. Ich bin der Meinung zwischen diesen beiden Extremen (Einsamkeit und Massenabhängigkeit) zu leben und halte das für gesund ;)
    Also in einem Punkt kannst du mir nicht wiedersprechen: Du gehörst zur Gruppe ‘Menschen’ bist also einer von uns. Das ist etwas das auch du nicht wegdiskutier kannst. Und mir ist diese Gruppe die liebste. Und zu einer Gruppe zu gehören heisst noch lange nicht all das gut zu finden, was die anderen Gruppenmitglieder so verzapfen. Das fängt schon in der kleinsten Gruppe, der Familie an. Man schlägt sich und man verträgt sich .. meistens. Konflikte und unterschiedliche Auffassungen gibt es immer.
    “Schizophrenie bzw. Epilepsie” … Das will bei mir nicht so recht zusammenpassen.
    “[Nazi kann nur für diejenigen ein Schimpfwort sein, die sich mit ihrer eigenen Sprache nicht auskennen, denn an sich kann es keine Beleidigungen geben - es ist immer möglich, daß auch der Beleidigte ein Problem hat]”
    Natürlich ist Nazi für einen Nazi keine Beleidigung. Nur für einen Nichtnazi. Aber ich sehe den nicht mehr lebenden Nazi und den Neonazi (was auch immer daran soooo neu sein soll) nicht nur als Aggressor (was er zweifelslos ist) sondern auch stark als Opfer. Es gilt zumindest stark zwischen ‘intelektuellen Anheizern’ und ‘Mitläufern’ zu unterscheiden.

    “Ich sage es kurz: Kreativität? Das ist doch handlen, ohne nachzudenken.”
    Nein. Kreativität ist Nachdenken ohne Anstrengung und Logik und hat etwas mit Intuition zu tun. Damit das zu sehen, was nicht da ist und so. Zimlich viel komplexer als ‘nicht nachdenken’.

    “Deswegen ist die Sichtweise von Bürgern einer Nation immer Eindimensional”
    Auch wieder nicht. Denn eine Nation ist keine homogene Masse, was ein Kommunist vieleicht erzeugen will, aber was sich nie verwirklichen lassen wird. Die Bürger einer Nation und sei sie noch so klein haben alle ein persönliches Verständniss der Welt, das sich zwar in Teilen überschneidet (Wertekanon) aber dennoch aus unglaublich vielen Einzelerfahrungen und Einzelschlußfolgerungen zusammensetzt.

    “Stattdessen dümpeln alle in Synonymen herum, und jeder behauptet, sein Begriff bedeute etwas ganz anderes.”
    Das ist das Wesen von Sprache. Es gibt aber immer wieder auch Begriffe die recht eindeutig abgegrenzt sind, obwohl sie von jedem individuell erlebt werden (Schmerz, Freude, Gerechtigkeit usw.). Es gibt auch diejenigen, die neue Worte (z.B. Buzzwords) erfinden, um damit Leute blenden zu können und den Eindruck zu erwecken das eine hätte nichts mehr mit dem anderen zu tun. Die unterscheidung zwischen Nazi und Neonazi ist vieleicht dem Versuch zu verdanken das Naziproblem wenigstens ein bisschen herunterzuspielen.

    “Reizarmut führt zu demselben wie Überreizung: Differenzierung der Leute, was sie nur mittels Aggression stoppen können.”
    Das verstehe ich nicht. Erstens was meinst du mit ‘Differenzierung der Leute’. Ist das etwas ähnliches wie Individualisierung? Wenn ja, dann stimme ich Dir in der Gewaltlösung absolut nicht zu. Gewalt entsteht meiner Meinung durch die Frustration irgendetwas nicht anders ändern zu können, aber ändern zu müssen. Kann aber auch zur Gewohnheit, Sucht und im schlimmsten Fall zum Selbstbild werden.

    “denn hier bekomme ich kein Geld dafür, daß ich was schreibe. Ich bekomme auch keine sozialen Kontakte, die das Geld ersetzen.”
    Möööööp. Du hast den Begriff Social Network nicht verstanden. Es ist eine Sozialisierung, die hier stattfindet. Sie findet bloss nicht auf der Ebene von Sprache und direkter Begegnung sondern über das Internet statt. Du knüpfst hier eine Art von sozialem Kontakt, den du bloss nicht als solchen akzeptierst. Denn ich (ein anderer Mensch) kommuniziert hier mit Dir und wenn du willst und ich es zulasse kannst du diesen Kontakt vertiefen. Vieleicht denkst du nicht darüber nach, wer ich wohl bin, aber ich denke darüber nach wer Du bist und warum du schreibst was du schreibst. Sag mir was daran kein sozialer Kontakt ist? ;)
    Achja und wenn du mehr oder weniger geringschätzt, was nicht mit Geld oder anderem vergütet wird, dann gehörst du zumindest noch ganz dicke zu einer anderen Gruppe: ‘Kapitalisten im Geiste’.

    Grüße und schönes Wochenende.
    Martin

    21.04.2006 um 17:15

Halten Sie sich schön von den Kontrollierten fern

  1. 26

    Martin:

    @Trinity: das gute an Blogs ist doch, das du die Kontrolle darüber hast was du lesen willst. Du musst nie das ganze lesen, denn du kannst ehh nie alle Blogs lesen. Wenn du an einer Überschrift merkst ‘Ohh, das ist ein Thema, das mich nicht so brennend interessiert’ dann lies es nicht.
    Sinnfreiheit ist eine Form der Kunst und ist als solche zu würdigen. Oder wie sagt man: Man muss alles auflockern und schön cremig machen, denn sonst ist so mancher Blog ein Stein im Bauch, den man nicht verdauen kann.
    Ich weiss das, denn ich hab das leider noch nicht raus.

    21.04.2006 um 13:14

Gibt es eine Zukunft für Foren und Weblog-Kommentare?

  1. 25

    Martin:

    @kristian kroflin:

    “Wenn die Kinder ohne Leitung gelassen werden und ihnen keine Möglichkeitsräume geboten werden”
    Die erste These ist für mich nicht verständlich. Kinder brauchen glaube ich sowohl Grenzen als auch innerhalb davon Freiheit für eine optimale Entwicklung. Und man muss Kindern nicht mal Möglichkeitsräume anbieten (vorkauen) sondern man muss ihnen nur welche lassen. Kinder sind ganz schön kreativ.

    ” … das Kant’sche Ideal vorlügen, die Unmündigkeit sei selbstverschuldet [überhaupt, daß es mündige und “autonome” Menschen geben soll, ist schlicht dumm.}”

    Unmündig kann man meiner Meinung nach auch aus eigenem Antrieb werden, indem man sich eben einer geeigneten unmündigmachenden Glaubensgemeinschaft anschließt (leider gibts davon viel mehr als nur Nazis). Aber manchmal glaubt man keine Wahl zu haben bzw. sieht von außen, das jemand scheinbar nie die Möglichkeiten hatte Mündig zu werden.
    Ich bin mir nicht sicher, ob der Eingeklammerte Satz Deine Meinung ist, oder du meinst, das es zu der Lüge derjenigen die sich Kant zurechtlegen gehört.
    Auf jeden Fall ist es das Gegenteil von diesem Satz, warum ich will, das man kommentieren und Meinungen äüßern können soll im großen weiten Internet. Weil ich an die Mündigkeit und andere innere Werte des Menschen glaube, die es auch durchaus möglich macht auch zu erkennen, das manche Meinungen nicht die eigenen sind und zu einem Verhalten führen, das Menschen unterdrückt und ausbeutet.
    Ich glaube daran, das das Internet und besonders klein Bloggersdorf voller Menschen ist, die mündig sind und die bereit sind auch in sehr kontroversen Diskussionen wie ‘Du bist Deutschland’ und anderen Fragen nicht wie ein plündernder Mob durch die Datenautobahnen fegt.
    Nach LeBon entsteht in einer Masse leicht ein Gruppenbewusstsein, das so schwach ist wie Ihr schwächstes Mitglied. Ferner gehen viele Soziologen dieser Zeit (aus der Massentheorien kommen) davon aus, das der Mensch nie von sich aus Moral entwickelt, sondern das Moral durch die Angst vor Strafe entsteht.
    Wenn man aber vom mündigen Menschen ausgeht, so kann man feststellen, das er sich auch wenn er sich in einer Gruppe bewegt doch noch dazu in der Lage ist über das Verhalten der Gruppe zu reflektieren (so wie er es auch bei sich macht) und in Momenten in denen die Gruppe einen Weg einschlägt, der mit seinen Idealen nicht übereinstimmt seine Bedenken anmeldet.

    Also nochmal: “überhaupt, daß es mündige und “autonome” Menschen geben soll, ist schlicht dumm.”

    Wenn dieser Satz stimmen sollte, dann muss das ganze Internet dringend VOLLÜBERWACHT werden! Jede Form von Argumentation würde sonst von allen Lesern sofort übernommen werden und bei vielen Theorien, die so im Netz rumgeistern ist das unverantwortlich für das Allgemeinwohl.
    Und aus dieser Annahme, das es einen mündigen und moralisch gefestigeten Menschen (aus echter Überzeugung) nicht geben kann denke ich sind auch diese Gesetze entstanden.
    Aber dieser Satz stimmt für mich nicht .. oder nicht mehr. Dank Individualisierung und Relativitätstheorie.

    21.04.2006 um 12:52

BANG!

  1. 24

    Martin:

    Der unangenehme Kern dieses Angebotes ist meiner Meinung nach die harmlos klingende WMV Beschränkung. WMV ist kein freies Format, und ganz nebenbei einer der Hauptgründe für die Millionenklagen der EU gegen Microsoft. Da er ‘Closed Source’ ist es aber meines Wissens schon Hacks gibt um ausführbaren Code in diesem Format unterzubringen ist das Ganze auch noch eine nicht zu unterschätzende Sicherheitslücke. Besonders durch diese tolle P2P Funktion in dem Netzwerk: Schnell mal ein einziges Paket des begehrtesten Filmes mit einem Wurm drin hosten und du verteilst Deine Viren auf die ahnungslosesten und gutwilligsten PC-Besitzer.

    Sowas haben wir nicht gemeint liebe Rechteverwerter. Wenn Ihr schon etwas macht, dann zeigt uns doch mal das Ihr es besser könnt als Emule, Torrent und wie sie alle heissen. Lasst euch nicht von Microsoft beraten, oder zumindest nicht NUR. Wenn die Filme ‘frei verfügbar’ sein sollen, dann macht es auch richtig. ‘Frei’ aber ein geheimes Format, ohne das Recht es zu brennen und kurz im Wohnzimmer auf dem DVD Player zu gucken und dann noch die auf meinem Rechner gespeicherten Medien von euch durchsuchen lassen … wollt Ihr uns verarschen? Ich dachte wir hätten das schon deutlich ausgedrückt: Wir User wollen uns von euch nicht mehr verarschen lassen. Wir möchte nicht die Masche ausgewechselt haben sonder das Ihr so richtig echt damit aufhört. Wir Benutzer sind nicht dumm sondern durchschauen solche Tricks und auch wenn sich das ironisch anhört: Wir haben schon mehr Erfahrung mit Tauschbörsen als Ihr.

    13.04.2006 um 13:08

Die Rückkehr des Wortes

  1. 23

    Hermes:

    @oehi: Rat mal was deine supersmarten Globalarbeitnehmer machen, wenn sie irgendwann mal die Blüte Ihrer Jahre erreicht haben und nicht mehr 24 Stunden verfügbar sind? Wenn Sie irgendwann krank werden oder aus anderen Gründen Ihren Job verlieren. Noch glaubt die sich davor sicher. Aber es ist nicht weiter als 20cm Lebensweg weit gedacht. Typische Form kapitalistischen denkens.
    Die Romantiker und Looser werden einen schon noch aufnehmen, wenn man dann mitte 40 nicht auf seine Midlifecrisis klarkommt und ausgebrannt in der Ecke hängt. Aber vorher kann man dick vom Leder ziehen und sie den Dreck der Luxuskarre die man fährt schlucken lassen.
    Eine Traumwelt, die so schnell zerplatzen kann wie man Hausse sagen kann.

    31.03.2006 um 09:17
  2. 22

    Hermes:

    Innerhalb der jetzigen Einstellung zum Arbeiten im Allgemeinen sehe ich keine Chance für das bedingungslose Grundeinkommen.
    Das zeigt nicht zuletzt schon die Fragen, die sich dazu bei vielen hier ergeben.
    Um so etwas umsetzen zu können bedarf es einer geänderten Einstellung gegenüber Arbeit. Das sollte mit der Frage anfangen, ob man seine Arbeit auch unentgeltlich machen würde und wie man Menschen beurteilt die das jetzt schon tun.
    Das mit der ‘Abstrahlwirkung’, den Schlepperbanden und der Mitnehmermentalität geht von der jetzigen Einstellung gegenüber Arbeit aus. Und hier ins Jetzt passt diese Utopie noch nicht. Deswegen ist es ja auch noch eine Utopie.

    30.03.2006 um 16:40
  3. 21

    Hermes:

    Jetzt sind wir doch einer Meinung. Natürlich kann es nicht Sinn sein, den bösen Kapitalisten alles in die Schuhe zu schieben um einen Feind zu finden.
    Es hatte sich wohl nur kurz so angehört, als würdest du auch schwarzweissmalen mit Deinen Differenzierungen zwischen Arbeitswilligen und Arbeitsunfähigen und manchen anderen Argumenten.

    Übrigens was soll das immer die heutige Kapitalismuskritik an die 68er zu knüpfen. Das hier ist 32 Jahre später. Und wenn die Argumente immer noch nicht todzukriegen sind, dann haben sie auch noch heute Ihre Berechtigung. Die Bedingungen unter denen es damals zu antikapitalistischen Parolen kam sind andere als die die heute existieren. Und komm mir bitte nicht mit der Schwarzweissmalerei, das wir Kommunismus meinen, denn es gibt auch bei den Kapitalsystemen manigfaltige Graustufen usw.

    Najo Kapitalismus war nicht das Topic.
    Und Entschuldigung, das ich da oben in manchen Kommentaren, im Eifer der Argumentation, Satzenden verschluckt habe.

    29.03.2006 um 16:17
  4. 20

    Hermes:

    @Kai: Die Grenze die zu zu zwischen ‘Leuten die keinen Bock auf Arbeit haben’ und ‘Leuten die nicht arbeiten können’ ist genauso schwammig wie Dein Vorwurf das wir alle Bono zujubeln und es völlig ok finden, das in Afrika miltärische Diktaturen herrschen, die größtenteils Ihre Herrschaftslegitimation aus den ‘Industrieländern’ beziehen.
    Das sich Asien gut entwickelt hat nichts mit dem Freihandel zu tun, der sich absolut nicht mit unseren Subventionen (bestes Beispiel Agrarsubventionen) verträgt. Eher sind dies Früchte, die durch Ideendiebstahl, den ich den Chinesen (Beispiel Transrapid) auch gar nicht übelnehme. Warum soll man als China für ein Produkt bezahlen, dessen Einzelteile sowieso schon lange in China hergestellt werden.
    Der Arbeitsloste ist frustriert und sieht es als eine Strafe Spargel stechen zu müssen. Er wird von den Arbeitsagenturen gedemütigt und von jedem ‘ordentlich verdienenden’ Menschen als arbeitsunwillig abgestempelt. Kurz er sieht überhaupt keine Veranlassung für das was Ihm aus seiner Sicht wiederfährt sinnvolle Arbeit zu leisten.

    Das sich die ganze Thematik hier nicht ausdiskutieren lässt ist mir klar, aber das hindert mich trotzdem nicht daran den Versuch zu unternehmen. Genauso wie du nicht wissen kannst ob du jemals einen Job nach dem Studium zu bekommen wirst. Der Versuch ist trotzdem sehr lohnenswert.

    29.03.2006 um 15:42
  5. 19

    Hermes:

    Achja und da ist noch etwas: Es steht hier überhaupt nicht jedem frei nicht beim Großkapitalisten zu kaufen. Warscheinlich existiert nicht einmal die Möglichkeit, weil die Warenwege alle stark genug ineinander verzahnt sind. Aber selbst wenn die Möglichkeit bestünde: Es könnte sich keiner leisten.

    29.03.2006 um 15:22
  6. 18

    Hermes:

    Tja Kai, der verblendete bist du.
    Das zeigt sich schon alleine daran, das wir sowieso langfristig von der ganzen ‘dritten Welt’ die Frage gestellt bekommen werden, wie das hier alles so abgelaufen ist. Und das werden keine friedlichen Fragen mit lecker Tee dazu sein.
    Das was du betreibst nennt man nett ausgedrückt ‘Recht des Stärkeren’. Du lässt zum Beispiel in Deiner Welt keinen Platz für Behinderte oder Leute bildungsferner Schichten.
    Kurzum wenn jeder in der Welt sich so verhalten würde wie du …

    Schon mal etwas vom Kants kathegorischem Imperativ gehört?

    29.03.2006 um 15:11
  7. 17

    Hermes:

    Gut, dann müssen wir aber bei den Startbedingungen die Dich von den meisten ‘WoW-Zockern’ und ‘Cochpotatoes’ trennen anfangen. Du studierst und lebst warscheinlich in einer Gesellschaft in der die Leute sagen: Hey aus dem wird mal was. Glückwunsch, mit harter Arbeit verdient .. keine Frage.
    Das ist das was die nicht haben. Solche Aussichten wünscht sich der alkoholkranke Arbeitslos wieder zurück und sie sind Teil seiner Drogenspirale.

    Warum musst du Dich von denen distanzieren, anstatt sie verstehen zu wollen?
    Meinst du die Leute haben sich das ausgesucht oder machen das gerne??
    Meinst du ein WoW zocker hat lieber keine Freundin? Meinst du der Couchpotatoe hat keinen Bedarf an einem abenteuerlichen Leben voller Leute die Ihn akzeptieren?

    29.03.2006 um 14:57
  8. 16

    Hermes:

    Das krasse ist ja, das wir nicht nur betrogen und ausgenutzt werden, sondern das wir gleichzeitig auch noch Teil einer riesigen Verwurstungsmaschine sind, die unterdrückt und ausbeutet.
    Diese Doppelfunktionen führen ab bewusst oder unbewusst wargenommen zu der von Dir beschriebenen Wut und der Aussage, das alles so verzwickt ist.
    Es ist eine gewollt paradoxe Situation, weil man Menschen in einer Situation in der sie sich nicht entscheiden können (oder in der jede Entscheidung falsch ist) paralysieren kann.
    Nur der angeblich so primitive Neandertaler in uns kennt überhaupt eine Antwort auf diese Paradoxien: Kaputmachen.

    29.03.2006 um 14:35
  9. 15

    Hermes:

    Und ich habe gerade genau versucht das nicht absolut auf Geld zu reduzieren. Es geht darum, das sich jeder für seine Arbeit eine Akzeptanz in der Gesellschafft erhofft. Das diese Akzeptanz bei uns nur über unseren Hauptgott Mammon funktioniert ist eine systemspezifische Besonderheit.
    Können wir uns auf ‘es gibt nur leider zu wenig angemessen entlohnte arbeit’ einigen?

    29.03.2006 um 13:58
  10. 14

    Hermes:

    Also ich kann dem nicht voll zustimmen, das es nicht genug Arbeit gibt. Es ist zum Beispiel unheimlich viel Arbeitspotenzial in der Bildung, der Umweltpflege und und und vorhanden, die aber nicht unter dem jetzigen Blickwinkel der Ökonomie erbracht werden können. Mit anderen Worten es ist ‘unwirtschaftlich’ eine Schulklasse mit vier oder fünf Lehrern zu unterrichten. Und spätestens wenn es darum geht hier alles sauberzuhalten wird deutlich: Die Arbeit kann nie zuende sein.
    Es kommt halt nur darauf an wie Arbeit definiert wird, damit Leute auch manche Aufgaben mit vollem Herzen machen können und hinterher mit einem guten Gefühl nach Hause gehen können, auf der Strasse gegrüsst werden und sich beim Klassentreffen nicht von irgendwelchen Schnöseln fertigmachen lassen müssen.

    Arbeitslosigkeit ist das Problem, das bei den Betroffenen zu Realitätsflucht, gemindertem Serlbstwertgefühl, Wut, Kinderlosigkeit usw. führt. Weil man ein ‘Assi’ ist wenn man keine Arbeit hat.

    29.03.2006 um 13:44
  11. 13

    Hermes:

    Als Kenner und Betroffener des MMORPG Phänomens (das ist mehr als nur World of Warcraft) habe ich die Erfahrung gemacht, das diese Form der Realitätsflucht besonders in Ihren krankhaften Auswüchsen die Suche nach Akzeptanz ist, die man aus einem Ideologischen Konflikt nicht in der Realität ausleben möchte. Oder die man aus einem anderen Konflikt nicht ausleben kann.
    Hier geht es um digitale Items als Statussymbole usw. aber man weiss das es zum Glück nur ein Spiel ist und das deswegen woanders niemand verhungert. Das läuft natürlich bei Jugendlichen meist nicht bewusst ab.
    Das ganze auf die leichte Schulter zu nehmen und als ‘Faulheit’ oder ’sich nen lauen Lenz machen’ abzutun ist zu simpel.

    29.03.2006 um 13:02
  12. 12

    Hermes:

    “Es kann keine Revolution ohne radikale Veränderungen im Erziehungswesen geben.” - H.G. Wells
    “Der Grund jeder Revolution ist eine Unzufriedenheit mit der Zufriedenheit anderer.” - Sigmund Graff
    “Revolution ist nicht ein kurzer Akt, wo mal irgendwas geschieht und dann ist alles anders. Revolution ist ein langer komplizierter Prozess, wo der Mensch anders werden muss.” - Rudi Dutschke

    Wegen den genannten persönlichen veränderungen ist es nicht möglich in unser jetziges System das Grundeinkommen einzupflanzen. Das wächst da einfach genausowenig wie englischer Rasen in der Sahara.
    Aber für das alles ist ein konkreter Hebelpunkt vonnöten, der Menschen an Ihre Existenz bringt. Nicht so ‘harmlos’ wie Harz4 oder ‘überwacht werden’ sondern richtig existenziell.
    Von selbst passiert da nichts. Und aus reiner Vernunft leider wohl auch nicht.

    Achjo Arbeit ist die maßgeblichste Selbstbestätigung in unserem System, wenn man einem Menschen die Arbeit nimmt, dann nimmt man Ihm das Selbstwertgefühl. Und das führt mittelfristig (siehe Frankreich) zu Gewalt. Die Arbeitsqualität wird hier über Geld definiert deswegen auch solche Ackermanngehälter, ohne soviel Geld währe er unter seinen Kollegen einfach ein armer Tropf und würde nicht akzeptiert werden.

    29.03.2006 um 10:50
  13. 11

    Hermes:

    Ein wirklich erstklassiger Beitrag zu der Gesammtsituation der Blogshäre.
    Aber noch wundern sich hier zu wenige über Begriffe wie ‘Lobby der Arbeitslosen’ und noch hängen sich zuviele am ‘Bedingungslosen Grundeinkommen’ auf. Dies sind meiner Meinung alles kleine Einzelstücke eines großen Puzzels, dessen ganzes Bild wir noch nicht malen können und wollen.
    In der letzten Zeit dreht sich das Bloggerkarussel schneller und ich habe den ersten Eintrag über Blognachrichten auf tagesschau.de gelesen in dem es nicht um Bloggs selbst ging sondern um ein Thema aus der Blogshäre. Das muss und wird weitergehen. Es wird nicht bei den 10% bleiben … und wer schon lange dabei ist, den wird dieser Meilenstein freuen.
    Jeder grossen Utopie muss eine kleine Masse vorangehen, die die ersten Grundsteine für eine Plattform auf der dann etwas wachsen kann legen muss. Diese werden aufgrund der Natur von Utopien natürlich verlacht (Gandi Condition Eins) aber mit der Zeit häufen sich dann die Anwaltsschreiben (Gandi Condition Drei) bis sich das ganze Konzept durchgesetzt hat.
    Im Grunde genommen steht die Feuerstelle, das Holz ist gesammelt und wird schon fleissig aufgeschichtet. Irgendwann kommt dann auch der Funkte, der das ganze entzündet.
    Der Moment in dem nicht nur den Ärzten auffällt, das hier in Deutschland im Grunde genommen etwas ähnliches passiert wie in Frankreich.

    Diejenigen die die Passivität vieler Menschen zu den immer drängenderen Fragen unserer Zeit (und das sind mehr als hier aufgeführt) auffällt seien darauf hingewisen, das jedem Sturm eine Phase der Ruhe vorangeht.

    Hoffentlich hatte Lenin unrecht und wir trauen uns auf den Rasen.

    28.03.2006 um 16:38

Check one, Check two!

  1. 10

    Hermes:

    Das Wissen um die Technologie der Kernspaltung ist inzwischen zum Allgemeinen Gut der Menscheit geworden. Dieses Wissen einem einzelnen Land abzusprechen, während man bei anderen Ländern ganz anders argumentiert und selbst das grösste Arsenal von ABC Waffen besitzt, ist inkonsequent und unlogisch.
    Ich halte diese Atomfrage ja nach wie vor für wesentlich aber gleichzeitig bin ich mir darüber im klaren, das man damit versucht Diskussionen über den vom Iran angedachten Ölhandel in Euro abzulenken. Angebote zur Vermittlung des sich im Irak zuspitzenden Konfliktes zwischen Schiiten, Suniten und Kurden fristen neben der Atomfrage auch nur ein Schattendasein.

    Bis jetzt haben Blogger einfach noch zu wenig dazu beigetragen Themen die von der breiten Medienwelt ignoriert werden (z.B. die Top Ten auf http://www.nachrichtenaufklaerung.de/) aufzugreifen. Hoffen wir das beste für die Zukunft und das, das was mit lustigen Videos klappt, auch mit ernsteren Themen möglich ist.

    22.03.2006 um 12:36

Euroweb Internet GmbH

  1. 09

    Hermes:

    Euroweb hat wohl als Marksegment die mittelständischen Betriebe mit dem absolutem Bedürfniss nach Webpräsenz. Viel Geld, wenig Ahnung. Toll.

    Ich würde auch um mich spucken, wenn man mir das alles wegnehmen will.

    Illegal wird das ganze glaube ich erst dann, wenn man sich die Webpräsenzen der Kunden von Euroweb raussucht und denen eine Mail mit marktüblichen Webangeboten schickt. Aber dürfte man andere Webseitenhoster darauf aufmerksam machen das dort eventuell Kunden zu holen sind?

    Ne was fies das alles.

    20.03.2006 um 16:43

All you people are vampires

  1. 08

    Hermes:

    Hehe letztendlich sind die ‘Selten sowas schlechtes gesehen (LINK)’ Typen zusammen mit den ‘ich hab auch ne negative Meinung dazu (LINK)’ Typen für die hohen Zugriffszahlen verantwortlich, was dann eine Eigendynamik entwickelt. Wer mitreden will muss das Video gesehen haben. Und manche Leute haben halt den Hang dazu selbst zu Themen über die man schlecht streiten kann (Geschmack) noch Ihre Meinung abzusondern. Ein kleines Strohfeuer für Eintagsfliegen.

    Das Jonny ein für viele der ‘Blogeinstiegspunkt’ geworden ist (damals auch für mich) hat mit seinem verdammt guten Schreibstil zu tun und mit der Authenzität die er rüberbringt. Nicht wirklich mit kleinen Videoposts.
    Ich glaube sowieso das man kein Blogeinstiegspunkt werden kann wenn man das ‘will’. Man wird einfach so oder war schon länger so. Andererseits ist man (genau wie Alice Schwarzer für echte hardcore Feministinnen eine ‘unemanzipierte Mediensau’ ist) für ‘echte Blogger’ halt so ne Art ‘Kommerzblogger’ der doch ‘eigentlich nur darauf aus ist sich dauernd das Ohr von irgendwelchen Medienkonzernen abgenagt zu lassen’.

    Nunja wer schonmal die Realität der Medienschaffenden geschnuppert hat (riecht das wirklich so ähnlich wie verbranntes Schiesspulver?) weiß wie schön die Welt ist, wenn man das erste ‘Pressegespräch’ schon vor dem morgendlichen Kaffee intus hat.

    20.03.2006 um 16:22

Dezentrales Multimedia

  1. 07

    Hermes:

    Besonders durch #83 habe ich das Gefühl, das es dabei nicht darum geht die Thesen gegen irgendwen durchzuboxen sondern darum diejenigen, die immer noch von einer passiven Konsumentenmasse ausgehen, aufzuwecken.

    Viele Sätze des Cluetrain Manifestes sind zwar noch am leicht verträumte Blick des friedichen Revolutionärs zu erkennen, aber andere sprechen die deutliche Sprache von Menschen, die angefangen haben gemeinsam etwas zu ändern.

    Ob es zu einem ausgleichenden Kontrapunkt zum wirtschaftlichen Neoliberalismus kommt ist denke ich nicht die Frage. Die Frage ist für mich, ob die jetzige Wirtschaft diesen Standpunkt integrieren kann. Ob sie Ihre ‘Könige’ die Kunden irgendwann so ernstnehmen wie diese es brauchen. Oder ob man weiterhin versucht ihnen zu erzählen was sie brauchen anstatt sie zu fragen was sie haben wollen.

    Das Internet macht das mit dem direkten echten Kundenkontakt möglich und da der Kunde dies wünscht wird es dies auch irgendwann geben. Nicht von heute auf morgen sondern durch den langsamen Aufbau verschiedener Firmencommunitys … wenn die Firmen diese zulassen werden sie die Firmen einbeziehen und ernstnehmen, wenn nicht werden die Firmen der ‘Gegener’.

    Beispiel Bildblog: Man möchte zu einer wahreren Berichterstattung bei BILD beitragen, da man aber von der Firma nicht akzeptiert oder einbezogen wird ist es zu dieser externen Community gekommen, die jetzt Ihren Daseinszweck darin sieht die Fehler der Firma aufzuzeigen. Hätte der Axel Springer Verlag die Zeichen der Zeit erkannt, dann würde er in einen ernsten fruchtbaren Dialog mit Bildblog eintreten statt (fast) jedesmal wenn diese einen Fehler finden ihn kommentarlos zu verbessern oder den Artikel/Bild zu streichen. Denn Bildblog wird nicht harmloser für Bild sondern mit jedem Artikel bedeutender.

    17.03.2006 um 12:42
  2. 06

    Hermes:

    Ich persönlich finde die Cluetrain Geschichte viel viel Spannender als die Frage nach dem Artikel vor ‘Multimedia’

    Eure Diskussion erinnert mich (bitte nicht böse sein) an einen Sketch aus ‘The Meaning of Life’ von den Monty Pytons:

    Vorstand: Kommen wir zu Punkt sechs auf der Tagesordnung ‘der Sinn des Lebens’. Also Harry sie haben sich da ein paar Gedanken gemacht?
    Harry: Ja stimmt. Ich habe in den letzten zwei Wochen ein Team daran arbeiten lassen und was dabei herausgekommen ist kann man auf zwei fundamentale Begriffe reduzieren:
    1. Die Menschen tragen nicht genug Hüte.
    2. Materie ist Energie. Im Universum gibt es sehr viele Energiefelder, die wir auf normalem Wege nicht warnehmen können. Einige dieser Energien haben eine spirituelle Quelle welche auf die Seele einer Person einwirkt. Jedoch existiert diese Seele nicht ad initio, wie das orthodoxe Christentum es lehrt, sie muss ins Sein gebracht werden durch einen Prozess geleiteter Selbstbeobachtung. Dies wird jedoch so gut wie nie erreicht, aufgrund der einzigartigen Fähigkeit des Menschen sich durch alltägliche Trivialitäten vom Geistigen ablenken zu lassen.
    … pause …
    Ein Anderer: Öhhh. Was war das wohl mit den Hüten??

    Zum Cluetrain:
    Ich finde es beeindruckend mit welcher Klarheit sich hier der harte Kern der Kritiker des Neoliberalismus oder ‘Globalisierungsgegner’ ausdrückt. Das sind Dinge die uns hoffentlich noch langfristig beschäftigen werden und die einen Wandel in bestimmte festgefahrene Strukturen bringen können.

    Beispiele?

    #64 Wir möchten Einblick haben in eure Unternehmensinformationen, in eure Pläne und Strategien, eure besten Gedanken und euer echtes Wissen. Mit der Vier-Farb-Broschüre und einem hochglanz Internet-Auftritt ohne jegliche Substanz geben wir uns nicht zufrieden.

    #63 Um mal direkt zu werden: “Wir sind diese Märkte. Wir möchten mit euch sprechen.”

    #33 Zu lernen mit einer menschlichen Stimme zu reden ist kein billiger Trick. Es kann nicht auf irgendeiner hippen Konferenz aufgeschnappt werden.

    #83 Wir würden uns freuen, wenn ihr kapiert, was hier abgeht. Das wäre wirklich toll. Aber glaubt ja nicht, dass wir deswegen die Luft anhalten.

    Sind das Sätze die man mal eben locker durchliest?

    16.03.2006 um 01:25

Eigentor Microsoft?

  1. 05

    Hermes:

    Das ein Kurani Begriffe wie Leibarzt, Charme, Brisanz und Remis auch in seiner Alltagskonversation verwendet halte ich für unglaubwürdig.
    Ich meine aber auch nicht das dieser Konversationston für Ihn erstrebenswert währe. Es passt halt nur nicht zusammen.

    06.03.2006 um 12:36

Super Mario Brother

  1. 04

    Hermes:

    Das ist nun der achte Webblog des Handelsblattes.
    Ich finde das gut, denn durch soetwas gehts meiner Meinung vorran mit der Blogkultur in Deutschland.
    Und dann noch mit Sixtus … sowieso ;)
    Journalisten sind nicht böse, sie sind halt bloss ein Stück weit professioneller weil Sie das publizieren so richtig gelernt haben. Hat seine Vor- und Nachteile glaub ich. Durch Ihr Handwerkszeug wirken Journalisten manchmal ein wenig ähnlich und ich bilde mir ein in einem Blindversuch Jonny unter 1000 Journalisten wiederzuerkennen ;)

    08.12.2005 um 10:05

One more time: Du bist Deutschland

  1. 03

    Hermes:

    @Diskussionskultur:
    Liebe Kollegen. Ich finde es teilweise sehr erschreckend wie persönlich Menschen, die sich hier in unserer Diskussion äussern angegriffen werden.
    Ich finde es SEHR bedenklich, das einige Blogger sich nicht besser verhalten können als diejenigen die sie kritisieren. Hier sind die Blogger zuhause. Hier sind die Profis die Amateure. Aber müssen wir sie deswegen ausgrenzen und fertigmachen, auf das Sie die Blogsphäre als Feind warnehmen. Wenn viele Leute auf zwei Diskussionspartner treffen zeigt sich in der Diskkusion wie Tollerant und Offen die Vielen sind, die nach Tolleranz und Offenheit rufen.
    Ganz sicher bezieht Herr Cords eine für uns so nicht ganz nachvollziebare Haltung für die viele mit vollem Recht nach einem Grund fragen. Aber es gibt einen Unterschied zwischen einer ernsthaften Frage und einer Frage in der man die Antwort schon in der Frage vorwegnimmt.
    Beantwortet Polemik nicht mit Polemik, denn das führt zu nichts!
    Ich finde es grossartig und bewundernswert, das Herr Codes hier die Zeit findet sich persönlich mit uns auseinanderzusetzen und das sollte bei allen Inhaltlichen Differenzen nicht vergessen werden.
    Und wenn Ihr anchelina als unglaubwürdige vieleicht multiple Person darzustellen versucht rührt Ihr an dem an die Bolgkultur gerichteten Vorwurf der Unglaubwürdigkeit. Stellt andere nicht als unglaubwürdig dar, sonst werdet Ihr (und vieleicht auch wir alle) ganz schnell auch so eingestuft.

    27.11.2005 um 23:38
  2. 02

    Hermes:

    Es geht nicht darum irgendwen daran zu hindern aktiv zu werden und rauszugehen und Dinge umzusetzen. Es geht darum, das dumpfe Polemik noch nie der Weg war soetwas effektiv umzusetzen.
    Aber: (Unendgeltlich!!). Klar, nur das der Imagegewinn der Stars dadurch unbezahlbar ist. Wach auf. Hier wird sich nichts geschenkt. Das Projekt hat diejenigen die es motivieren soll ne Menge gekostet.

    25.11.2005 um 10:15
  3. 01

    Hermes:

    Meiner Meinung nach ist dieser Satz nur deswegen aufgekommen, weil wir uns heutzutage in eine ähnlichen Situation wie 1935 befinden. Nicht was die Gefahr von Rechts angeht, sondern was Staatsverschuldung, Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit angeht. Und genau wie 1935 reden die Politiker vom Sparen und das wir alle durchhalten müssen bis alles wieder ok ist mit unserem Staat.
    Vieleicht sollte nicht soviel darüber debattiert werden ob die Kampagne nun rechtsnationalistisch ist oder nicht sondern viel mehr darüber, ob die Kampagne mehr ist als die heisse Luft und die tollen Bilder.
    Wir sollten einen Blick in die Geschichtsbücher werfen und gucken, wo das hingeführt hat und wie es dort hingeführt hat. So und nur so wird man aus den Fehlern, die vor 70 Jahren gemacht wurden irgendwie lernen können.
    Mehr als sechs Millionen Arbeitslose sind halt echt kein Pappenstil. Das is nix neues, aber die Lösungen unserer Politiker sind es eben leider auch nicht. Und so wundere ich mich nicht, das Sie zu denselben Schlagworten greifen.

    25.11.2005 um 01:15

22.11.2005 um 16:43

Positionen

Kommentare und Trackbacks sind geschlossen.


Frischer Spreeblick

  • One more time: Du bist Deutschland
  • One more time: Du bist Deutschland
  • One more time: Du bist Deutschland
  • One more time: Du bist Deutschland
  • One more time: Du bist Deutschland
  • One more time: Du bist Deutschland
  • One more time: Du bist Deutschland
  • One more time: Du bist Deutschland
  • One more time: Du bist Deutschland
  • One more time: Du bist Deutschland
  • SUCHE

Eselsohren


    [Archive]

    Neueste Artikel

    Pop

    • Sex and the City - We Children from Bahnhof Shoe
    • Socialocats
    • Popgun! 27 unter Covern
    • Spazieren mit Franz Kafka

    Politik

    • Die Ordnung der Welt
    • Blätter, die die Welt bedeuten
    • Helmut Kohl erinnert sich nicht
    • Der deutsche Obama

    Produkte

    • adnation.de ist online
    • Apfelmännchen für Germanisten
    • T-Shirt-Day mit T-Shirt-Code
    • Salt’n'Pepper’s here!

    Positionen

    • Relativitätsliebe
    • Mein erstes halbes Mac-Jahr
    • Roger Kusch an der Grenze
    • Elite

    Meistkommentiert

    • Gefangen in der Blogosphäre oder: Benutze Faust mit Gesicht
    • One more time: Du bist Deutschland
    • Du bist Deutschland - Ich mach’ mit!
    • Jamba Kurs
    • Peter Alexa - Ein ehemaliger Unterstützer der RAF
    • Grimme für Spreeblick!
    • Ihr, nicht ich!
    • Du Opfer!
    • Politically Incorrect - Die etwas andere Sicht der Dinge
    • Read on, my dear: Spreeblick 2008!
    • Erfolgreich bloggen - so geht’s!
    • China und das Internet
    • Offener Brief an Musikschaffende
    • Per Anhalter durchs Web 2.0
    • Ich glaube gar nichts mehr
    • [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT]: Werbung in Blogs
    • StudiVZ-Spendenaktion
    • TRACKBACK - Die Show mit Spreeblick
    • Amen
    • Bandnamen finden

    Frisch Kommentiert

    • Sex and the City - We Children from Bahnhof Shoe
    • Relativitätsliebe
    • Die Ordnung der Welt
    • Mein erstes halbes Mac-Jahr
    • Socialocats
    • Blätter, die die Welt bedeuten
    • Popgun! 27 unter Covern
    • Helmut Kohl erinnert sich nicht
    • Spazieren mit Franz Kafka
    • Der deutsche Obama
    • Jim Morrison
    • adnation.de ist online
    • Roger Kusch an der Grenze
    • Grace Jones = Legend
    • EIN Hündchen und alle Muslime stehen Kopf. Oder auch nicht.
    • Elite
    • Kitty, Daisy & Lewis
    • Stimmen für die Netzneutralität
    • Web 2.0 - Politikfrei?
    • Gib Kopf, Lenin!

    Feeds

    • Alle Beiträge
    • Alle Kommentare
    • Podcast
    • Podcast in iTunes

    Ausgezeichnet mit dem Grimme Online Award Powered By Strato

    Spreeblick is proudly powered by WordPress

    blogoscoop

    Blogroll

    • The Glumm
    • Frauvonwelt
    • B-Seite
    • Spitblog
    • Die Kritiker
    • Wordpressed
    • Any la(te)st words
    • Dobschat
    • Off the record
    • Indiskretion Ehrensache
    • 78s
    • Grundwortamt
    • Webseeings
    • Randpop
    • Fooligan
    • Museum of modern betas
    • Irgendwas ist ja immer
    • Riemer-O-Rama
    • Großbloggbaumeister
    • Mädchenblog
    • Imaginary animals
    • Stralau-Blog
    • Meow!
    • Nerdcore
    • OH!
    • BigStereo
    • dasistdasen.de
    • Popnutten
    • achnaja
    • denQuer