Tanz der Intelligenz

  1. 119

    Boogie:

    @ Maximillian: Für mich liest sich das Ganze wie ein Beitrag, der auf ein Video einer stilprägenden Band hinweisen will. Und ich nehme mal an, das weder die New York Dolls, noch René, eine kirchentheoretische Debatte vom Zaun brechen wollten.

    Imho hängt die Meßlatte etwas schräg, wenn solche Beiträge pauschal als “Hetze liberaler Schöngeister” abgetan werden.

  2. 118

    Boogie:

    @ René / New York Dolls: Es gibt wohl nur wenige Bands, die gleichzeitig so einflußreich als auch unbekannt blieben. Ohne sie wären so verschiedenen Bands wie Television, Kiss, Ramones, Blondie und The Smith kaum vorstellbar. Okay, das ist übertrieben, all die Bands hätte es auch ohne die Dolls gegeben, aber die Welt wäre definitiv ein schlechterer Platz ohne sie.

  3. 117

    Boogie:

    Bevor ich mir jetzt die Finger zu den Dolls blutig schreibe, lieber der manuelle Trackback zu der Band ohne die die Evolution oder der große niesende Arkelanfall des Punks nie nicht so gelaufen wäre und die Welt wäre sicher kein besserer Platz ohne sie: http://www.nydolls.org

Für die nächste Geburtstagsfeier

  1. 116

    Boogie:

    Rawhide war natürlich der Anfang der Karriere von Eastwood, nicht von Tiomkin, der seit Mitte der 20′er Jahre Musik schrieb und 1953 bereits einen Oscar bekam.

  2. 115

    Boogie:

    Geschrieben hat der gebürtige Ukrainer Dimitri Tiomkin das Thema von Rawhide, der Titelsong zu einer der populärsten Westernserien. Die Hauptrolle spielte Clint Eastwood. Rawhide (1959-66) war der Anfang seiner Karriere. Dimitri Tiomkin bleibt noch für einen weiteren Filmusikklassiker, ebenso ein Western, unvergessen: Highnoon. Und dann war da noch Gunfight at OK Coral und Rio Bravo…

    “What kind of music do you usually have here?”
    “Oh, we got both kinds. We got country and western.”

Batteriebetriebenes Flugzeug

  1. 114

    Boogie:

    Danke, Johnny, die Antwort hat meinen Tag gemacht ;)=)

Hey, hey, Jan Delay!

  1. 113

    Boogie:

    So jung möchte ich auch nochmal sein. Ach Quatsch, nee, irgendwie waren die Diskussionen mit Mama und Papa damals lustiger. Statt eines antisemitischen Symbols vermuteten sie Läusebefall in dem Wischmopp, wie sie mein geliebtes Pali Tuch. Und dann wurde ich älter und reifer, ich glaub so mit 14, und wurde Punk und mein geliebtes Pali Tuch geriet unter Hippieverdacht. Und jetzt entdecken die Hippies Soul wieder und ich find das gut. Und der Sozialismus besiegt das Kapital und darum singt Billy Bragg auch wieder auf MySpace: “Levi Stubbs’ Tears”. Die Sozialisten haben den Soul nämlich vor 20 Jahren schon wiederentdeckt. Und Levi Stubbs ist dieses Jahr 70 geworden.

Sweet Gene Vincent

  1. 112

    Boogie:

    … und Paul Simonon war mit der Sängerin Pearl Harbour verheiratet. Und um den Kreis wieder zu schließen: 1995 spielte in ihrer Band der Dead Kennedys Gitarrist East Bay Ray…

  2. 111

    Boogie:

    Nochmal John Turnbull/Clash, gerade gefunden: 1981 spielte John Turnbull mit einer Band Namens Pearl Habour auf dem Montreux Jazz Festival. Bass spielte … taaataaataataaa… Paul Simonon. Und Bruder (?) Nick Simonon an den Drums. Und weil zwei Schlagzeuger mehr Krach machen als einer, saß auch noch Steve Goulding an den Drums und der hat nun wirklich mit jedem (ausser mit den Clash) zusammengespielt. Von David Bowie über Gang of Four bis zu den Mekons. Ausserdem machen zwei Gitarristen mehr Krach als einer und darum stand Wilko Johnson Turnbull zur Seite.

  3. 110

    Boogie:

    @ Katharina (8): John Turnbulls Motto ist zwar: “I am always in the right place at the right time doing the right thing.” und er hat auch so ziemlich überall mitgespielt, aber eben nicht bei den Clash. Ich hab ihn, neben einem Auftritt mit Ian Dury & the Blockheads, einmal in Berlin mit Paul Young gesehen. Die Backing Band hieß damals afair The Royal Family. Sein Gitarrenspiel war weit, weit geschmackvoller als seine damalige Vokuhila Frisur. Aber meine Frisur war damals auch nicht besser.

  4. 109

    Boogie:

    Danke Johnny, schön geschrieben. Noch ein bischen Ü60 Trivia anbei? Gene Vincent ist ja heute leider fast völlig in Vergessenheit geraten. Dabei hat er über Jahrzehnte, bis hin zum Punk (und drüber hinaus), seine Spuren direkt und indirekt hinterlassen. Cliff Gallup, Gitarrist der Gene Vincent Band, war wahrscheinlich Jeff Becks Initialzünder. Beck widmet Vincent und Gallup später ein komplettes Album. Rockpile coverten “Get it” und benannten ihre 77er Platte gleich nach dem Titel. John Lennon, Everly Brothers, The Fall und Birthday Party coverten Gen Vincent Titel. Für Johnny Kidd & the Pirates war Gene Vincent das Rolemodel. The Who coverten Johnny Kidd auf der “Live at Leeds”. Mick Green, Gitarrist der Pirates, beeinflußte die Pubrock Szene (aus der auch Joe Strummer kam). Wilko Johnson (Ex Dr.Feelgood Gitarrist, in dessen Band Norman Watt Roy Bass spielt) ist großer Mick Green Fan. Mick Jones orientierte sich ebenso an den Pirates. Adam Ant auch. Und dem Gene Vincent Clone, Vince Taylor (der wiederum mit den Dragons spielte, die in England auch Gene Vincents Backing Band waren), setzten die Clash ein kleines Denkmal mit ihrer grandiosen Version von “Brand New Caddilac”.

    @ Haarbueschel: Davey Payne kann aber auch ganz hervorragend tanzen: http://www.youtube.com/watch?v=zQ2dw5SQl80

    Last but not least: Wo wir letztens gerade bei Jools Holland waren, Ian Dury & Madness zu Gast bei Jools Holland (1999) http://www.youtube.com/watch?v=TCwjjE156F8

Für die nächste Geburtstagsfeier

  1. 108

    Boogie:

    Hmmm, ich nehm mal an, das eine Plan B Reunion Band zur nächsten Geburtstagfeier nicht entscheidend günstiger sein dürfte? Muß ich zur nächsten Feier halt wieder selbst auf die Bühne. Unsere letzte Gage wurde in “Lecker Würstchen satt vom Grill”-Naturalien bezahlt. Dafür haben wir auch gratis eine Discospiegelkugel in den Baum gehängt.

  2. 107

    Boogie:

    Ich kann Plan B da nicht finden.

They call it Madness

  1. 106

    Boogie:

    Vier Buchstaben: N E I D

Bundesbloggerin

  1. 105

    Boogie:

    …ohhh retour, das ist doch die Frau die uns gerade zwischen dem Ü40 Elfmeterschießen Tunier Neuverschuldung von 38 Milliarden Euro eingebrockt hat und diese lustige Reform des Gesundheitswesens. Plus eine neue Behörde, ein neuer Bundesverband und bald noch 16 neue Landesverbände? Nee, die mag ich doch nicht. Johnny, ich will ‘ne Korrekturreform.

  2. 104

    Boogie:

    Sehr sympathisch die Frau…

Gut zu wissen

  1. 103

    Boogie:

    Müßte das nicht heißen: …merkt schon lange nichts mehr?

With the lights down it’s less dangerous

  1. 102

    Boogie:

    @ Johnny: Hihi, ich Nerd? Als ich Hausmeister Rainer den Begriff Nerd mit Hilfe von leo.org übersetzen wollte bin ich aus der Blogbar geflogen. ;-) Naja, man muß ja auch nicht alles übersetzen. Aber mit XTC hast du natürlich recht. Liebe Kinder, Oma und Opa wollen dem Götz keine Drogengeschichte anhängen. Wir sprechen nur über Pop Musik. Richtige Pop Musik. Eben XTC.

Syd Barret R.I.P.

  1. 101

    Boogie:

    Ich hab den beiden Großen einen kleinen Nachruf gewidmet. Rudi Carrell weil er einfach zu den Samstagabend Fernseherinnerungen meiner Kindheit gehört und Syd Barrett, weil mich seine Geschichte immer fasziniert hat. Mögen beide in Frieden ruhen.

    Lesenswert zu Syd Barrett: http://observer.guardian.co.uk/magazine/story/0,11913,804928,00.html von Tim Willis, 2002 im Observer erschien.

With the lights down it’s less dangerous

  1. 100

    Boogie:

    @ Johnny: Das Wissen um Pophistorie mit Stil und Humor. Ein großes Wort gelassen ausgesprochen. Aber genau das bringt es auch auf den Punkt, warum es sowas wie die Later…with Jools Holland bei uns nicht funktionieren würde. Hey, die große Mavis Staples und ein Ukulenen Orchester das Nirvana zelebriert in _einer_ Sendung? Wer soll denn das das hier präsentieren? Raab, Lück und Co? Hugo Egon Balder? Ok, letzterer ist immerhin ein formidabler Trommler aber ansonsten? Christoph Maria Herbst würde ich sowas vielleicht noch zutrauen, aber der hat mit Pophistorie nun wirklich nichts, aber auch gar nichts am Hut.

    Jools Holland ist Pop. Wieviel mehr Pop als Gründungsmitglied von Squeeze kann man denn noch sein? Gut, man hätte XTC gründen können, aber man kann auch nicht alles haben. Apropos haben: hast du mal die Bigband Aufnahme mit Jools Holland und Joe Strummer gehört?

  2. 99

    Boogie:

    Eine Uke ist schon ein geiles Instrument. Ob nun Jake Shimabukur oder Bob Brozman. Da gibt es schon eine Menge abgefahrenes Zeugs. Wenn ich mir bei Ukulele nicht immer sofort Raab und meine Ex Lebensabschnittsentwerterin in den Kopf kommen würde, dann hätte ich mir auch wieder eine Ukulele geholt. So bin ich aber bei der Mandoline gelandet. Aber bei ‘ner National Resophonic Ukulele könnt ich nochmal schwach werden.

Voice

  1. 98

    Boogie:

    Tolle Stimme, keine Frage. Aber das war’s auch schon. Sorry, in 5-6 Jahren wird niemand, exakt niemand, danach fragen.

    Und bei Hasselhoff fällt mir immer die kleine Kinderzimmergeschichte ein, die mir mal einer der Ärzte Backliner erzählte, der auch mit Hasselhoff auf Tour war (und von ihm sagte, das Hasselhoff ungefähr so nett sei wie seine Musik Scheiße ist). Als einer der Roadies auf Tour traurig war, das er bei der Geburt seines Babys nicht dabei sein konnte, weil man sich gerade im fernen Europa befand, soll sich Hasselhoff sofort hinters Telefon geklemmt haben. Am nächsten Tag stand der Möbelwagen vor der Tür der jungen Mutter und lieferte ein komplettes Kinderzimmer an.

With the lights down it’s less dangerous

  1. 97

    Boogie:

    Leider ist die Ukulelen Idee in D-Land schon verbrandt. Danke Stefan Raab :-( Gut, Götz Alsmann ist auch noch da, dessen Frisur ja immerhin von Roxy Musics Andy Mackay inspiriert wurde. Und das gibt einem ja noch Hoffnung, schließlich war Paul Carrack, einer der Keyboardnachfolger Hollands bei The Squeeze, auch kurz bei Roxy Music.

Zehn Minuten bis zur Ewigkeit

  1. 96

    Boogie:

    Nee, sorry, bei dem Artikel hab’ ich mich nur gefragt wieviele Kopfnüsse man abbekommen haben muß um so eine pathetische Schmuh zusammenzuschreiben. Einfache Schläge auf den Hinterkopf können bei der unverdaulichen Buchstabensuppe nicht der Auslöser gewesen sein.

Bei Geburt getrennt?

  1. 95

    Boogie:

    … hi hi, arbeitet Spreeblick jetzt auch mit einem Gesichtserkennungskommentarfreigabefilter? Okay, okay, ich geb’s zu, ich bin’s, der Bill, Johnnys Bruder.

  2. 94

    Boogie:

    Bill Gates geht doch noch. Bei mir wirft MyHeritage u.a. Reinhold Messner, Hafez al-Assad und David Hasselhoff aus. Okay, okay, ich hab’ ein Bild vom Standesamt genommen und es waren auch noch Bruce Willis und Kiefer Sutherland im Angebot, aber Assad und Hasselhoff???

    Ein Trost bleibt. Meine Frau geht wahlweise als Jane Russell oder Katie Holmes durch…

    …und als Condy Rice. Ich glaub’, die müßen an dem Programm noch mal arbeiten.

Coca-Colombia

  1. 93

    Boogie:

    Momentan läuft auf Phoenix ein Beitrag über Coca Cola/Sponsoring.

  2. 92

    Boogie:

    Erstmal Danke Johnny, der Beitrag ist ein Schritt in die richtige Richtung und beantwortet, zumindest teilweise, meine Frage ob Blogs solche Themen “können”. Auch wenn schon jetzt so mancher Kommentar die alte Frage aufwirft: “können” die Kommentatoren auch?

Richtmikrofon

  1. 91

    Boogie:

    Ich tippe immer noch darauf, das Materazzi zu Zidane sagte: “Du spielst wie ein Italiener”. Hätte er gesagt: “Deine Mutter spielt wie ein Italiener”, wäre er wohl kaum mit einer Kopfnuß davon gekommen.

Felicitazione!

  1. 90

    Boogie:

    Gratulation, auch wenn ich mit meiner Prognose in einem falsch lag. Zidane wird nicht gefeiert. Jedenfalls nicht heute.

Das hat Spaß gemacht!

  1. 89

    Boogie:

    Feines Fest gestern, heute wird Italien Weltmeister und Zidane wird gefeiert. Montag haben wir dann noch’n dicken Kopp und spätestens Dienstag wird’s uns dämmern, das wir ganz schön vermerkelt wurden.

A story about never giving up

  1. 88

    Boogie:

    @ Erziehungsberechtigte: Der große Joe Strummer Sell Out nach seinem Tod ist ja, zum Glück, ausgeblieben. Was sicher auch daran liegt, das Strummer in den letzten Jahren mehr oder weniger unbeachtet in der Öffentlichkeit stand. Keine Skandale, wenig Spekulationen über eine Clash Reunion. Nichtsdestotrotz hat er tolle Alben veröffentlicht, die sich kaum verkauften, hat live gespielt (und selbst ziemlich angetrunken, an seinem Geburtstag (wenn die Erinnerung nicht trügt) im Rockpalast überzeugt).

    Vielleicht hat ihm die englische Presse nie wirklich verziehen, das er nicht aus dem Punk kam, sich nie auf Punk reduzieren ließ und schon gar nicht auf den “No Future” Schnellzug aufspringen wollte. Ausserdem tat er der Presse nicht den Gefallen rechtzeitig zu sterben. So mußte man sich mit dem armen Sid Vicious zufrieden geben.

    Will sagen: kann man wahrscheinlich bestellen, den Film, ohne maßlos enttäuscht zu werden. Was vielleicht etwas abschrecken könnte, ist die etwas knappe Spielzeit von 70 Minuten. Aber man kann sich ja gleich noch eine DVD eines ebenso fast vergessenen Musikhelden dazubestellen. Mein Tipp wäre “Be Here To Love Me” von Townes Van Zandt. 97 Minuten (allerdings auch mit Auschnitten von “Heartworn Highway” und den braucht man eigentlich auch von TVZ).

  2. 87

    Boogie:

    Apropos “bestellen”, wußtest du, das der Sticker mit der Aufschrift “Ignore Alien Orders” auf Grateful Dead zurückgeht?

  3. 86

    Boogie:

    Auf http://www.strummersite.com ist, bis auf die Ankündigung im Februar für den Film im Sommer, noch nix zu finden.

Selbstregulierung?

  1. 85

    Boogie:

    Ich stell mir nachwievor die Frage: “Können” Blogs solche Themen? Klassische Medien können, auch im Rahmen der WM Berichterstattung. Eben z.B. auf Phoenix, eine Wiederholung vom 19.06. “Nichts geht ohne Coca Cola“, eine Doku von Inge Altmann (2006).

  2. 84

    Boogie:

    Wo waren wir? Kolumbien, oder?

    Da sind wir doch schön längst dran vorbei. Liest du denn die Kommentare nicht mit? Eben war Grimme, jetzt kommt Klinsi soll bleiben.

    *scnr*

    Btw. Die Boykott Idee ist so doof nicht. Ich schlag vor diesen Samstag und Sonntag die Fernseher nicht anzuschalten.

Anti Pasti

  1. 83

    Boogie:

    Hui, ich und Fußballkommentar. Dabei bin ich nicht mal (mehr) Pauli Fan und die letzte WM die mir richtig Spaß brachte war 1974. Und die hat Spaß gebracht. Ganz großartige Spieler, nicht nur im Schland Team. Und 2006? Mal ehrlich, ich hab’ Null Ahnung von Fußball, aber Ballack toll und Italiener Heulsusen? ‘Ne Schwalbe ist eine Schwalbe und keiner konnte das besser als Bertie Vogts. Ich bin jedenfalls froh das dieses torlose Gekicke mit Verlängerung und dann Elfer (also doch sowas wie Torlos. Wenigstens Elfer reinmachen sollte ein Profi können) jetzt bald vorbei ist. Exakt 3 Minuten waren spannend im gestrigen Spiel und das waren die letzten drei. Beide Tore toll rausgespielt. Und am Wochenende bleibt die Glotze aus.

Selbstregulierung?

  1. 82

    Boogie:

    @ flynn 82: Danke, flynn, viel mehr auf den Punkt geht’s nicht.

    Allerdings sehe ich das noch eine Ecke schärfer. Das eigentliche Thema fällt nicht nur hinten runter. Es verkümmert als Zulieferer für kleine Egoblähungen, und in bester BILD Manier wird MORD skandiert um Nacktbilder-WM-Wetten abzufeiern. Was bleibt vom Thema? Nachgeschmack. Mehr nicht.

    Bleibt trotzdem meine Frage: “Können” Blogs hier solche Themen? Oder reicht es grinsend als Goldener Reiter durchs Dorf zu gallopieren und zu singen “Ich hab sie alle platt gemacht, hossa, hihi”?

    Das die Antwort nicht lauten darf: “Augen zu, weil wir’s nicht können”, ist mir auch klar. Aber Grimassen schneiden und hoffen, das sich das Böse mit “Boo boo”-Rufen erschrecken läßt?

  2. 81

    Boogie:

    @ Rainer 57: Auch wenn der Awareness Faktor in meiner kleinen Bloghütte nicht so groß ist, lad ich dich trotzdem ein deine kleine “Lustige Vergleiche” Show bei mir abzufeiern: Nacktbaden im Sommerloch. Wenn Johnny und diverse Kommentare hier mit Substanz aufwarten, dann kannst du das auch. Sandkasten darfst du bei mir. Alles andere wäre unhöflich. Nuff said.

  3. 80

    Boogie:

    Ich muß gestehen, mir ist die Brausediskussion “Dank” Rainers nervösen Löschfinger in der Blogbar etwas verleidet worden. Dort, wo Blogbashing und humorbefreites Kommentargelösche sich fröhlich die Hand reichen, wurde das Thema bis zur Unkenntlichkeit zerkaut. Klar, niemand zwingt mich da zu lesen, aber das Kind ist nunmal in die Brause gefallen. Gut, der Aufhänger von Johnny ist ein anderer. Ihm geht’s um den Umgang mit dem Thema in Blogs. Er mahnt Trennschärfe an, zeigt aber auch auf wo Grenzen sind.

    Ich weiß es schlicht nicht, was in Kolumbien wirklich vor sich geht…

    Ich auch nicht. Trotzdem greif ich (und wer von uns Bloggern und “Jetzt-kein-Blogger-mehr-aber-ich-schreib-jetzt-ein-Dings”-Schreiber tut das nicht) auch Themen auf, die nicht direkt vor der eigenen Haustür passieren. Gut so. Solche Themen, würde ich mir zumindest wünschen, würde ich aber auch gern als Thema sehen. Die, für so manchen Blog typische, Metaverschnupfung bringt’s nicht voran. Als Aufhänger für ‘ne strunzige “Ich klick mir ein paar Cent zusammenen”-Nacktbilder WM “Wette” taugen solche Themen erst recht nicht.

    Und last but not least: “Können” Blogs solche Themen überhaupt? Oder sollten wir erst noch ein paar Übungsrunden drehen? Muß ja nicht zwingend im Opel sein.

Ich mach’s wie Ix

  1. 79

    Boogie:

    (…)
    Gitarrenhändler Blogbetreiber ihr seid Doofmänner.
    Gitarrenhändler Blogbetreiber eure Fressen gefallen mir nicht.
    Ihr erzählt mir was, von wegen Hamburg Berlin rockt bloggt.
    Und hinterrücks habt ihr mich wieder abgezockt.
    (…)

    Zitiert von einem, der mal Gitarrenhändler in Hamburg war und jetzt bloggt. Du bist Tocotron_ix. Ich bin Blog.

  2. 78

Robert Gernhardt ist tot

  1. 77

    Boogie:

    Euch schreib ich nichts, lernt erst mal lesen.”

    Danke, Robert Gernhardt, ich werde sie vermissen.

Dies und das auch

  1. 76

    Boogie:

    @ merula: ich tippe auf kindische Trollerei. Leider sind, im Rahmen der Kürzungen im Blogbildungswesen, sämtliche Zuschüsse, auch die der Trollerziehungshilfe, zugunsten kinderloser Trollpaare gestrichen worden. Da kann man neidisch werden. Und eine tippende Ungerechtigkeit ist das auch. Ich z.B. habe am Ende eines Beitrags immer weniger Trolle obwohl ich 17 Kategorien und einen Katzencontent zu ernähren habe.

Offener Brief an Musikschaffende

  1. 75

    Boogie:

    @ Johnny: Weißt du eigentlich, das dein Brief auch an George Dabblju Bush gerichtet war? An Musikschaffende, heißt es da. Und Bonzo hat doch recht, ich nehm alles zurück und behaupte das Gegenteil, von wegen Trollfütterung. Hör und sieh selbst: Sunday Dabbelju Sunday.

    @ Prospero (186): Das sind doch mal spannende Neuigkeiten. Meine Mails an die GEMA blieben bis dato unbeantwortet. Und das schon seit geraumer Zeit. Ich hatte schon vermutet, das man im Münchner Glaspalast gar kein Internetanschluss hat.

Dies und das auch

  1. 74

    Boogie:

    @ PatrickU: Schöne Satire zum Thema Neid auf Eltern.

    Ich hab’ drei Kinder und mit allen Zuschüssen zusammen am Ende des Monats _deutlich_ weniger Geld als zu meiner kinderlosen Zeit.

  2. 73

    Boogie:

    Schöner Beitrag, gleich mal einsortiert unter meinen beiden bisherigen Lieblingsbeiträgen zum Thema Strassenfest, beide beim Berliner Haarbueschel erschien, für den ich einfach mal schamlos Werbung betreibe: Strassenfest und Der Tag, an dem alles war.

    In meiner kleinen Bloghütte kann ich mich über das Sommerloch nicht beschweren. Google schwemmt mir gerade die ermatteten Sommerfestmeetingbesucher via dem Suchwort “Nacktbaden” an.

Offener Brief an Musikschaffende

  1. 72

    Boogie:

    @ Johnny: Übernimmst du jetzt die Trollfütterung?

Behindertengerechtes Live-Konzert

  1. 71

    Boogie:

    @ Superlupo: New Order saßen auch an der Musikclubkasse? (scnr)

    Noch ein interessantes und erfolgreiches Theater und Musikprojekt von und mit Behinderten: http://www.station17.net

  2. 70

    Boogie:

    Ich hab’ mehrere Jahre u.a. regelmäßig an der Kasse eines kleinen Musicclubs gesessen. Hörbehinderte waren überraschend oft im Publikum vertreten und ich meine damit ausdrücklich nicht die Musikredakteure diverser Tageszeitungen.

  3. 69

    Boogie:

    Ein schöner Anlaß mal auf die wunderbare Evelyn Glennie hinzuweisen. Die hervorragende und weltweit ausgezeichnete Percussionistin, Komponistin und Unternehmerin besitz gerade mal noch 20% ihrer Hörfähigkeit. Sie nimmt Musik quasi nur noch als Vibration wahr.

Herzlichen Glückwunsch, Kathrin!

  1. 68

    Boogie:

    Gestern Nacht gab’s auf DLF ein kurzes Fazit der Klagenfurter Lesung, inkl. kurzem Interview mit der Passig. Kam sehr sympathisch rüber. Gratulation.

Musizierende Blogger? Bloggende Musikanten?

  1. 67

    Boogie:

    Besinnlich war auch der/die/das Adventsweblog von Element-of-Crime Sänger Sven Regener: http://blogg.zeit.de/regener , auch wenn Sven einleitend schrieb: “Das Leben von Rockmusikern ist ereignisarm und höchst ergebnisoffen. Guter Stoff für Blogs sieht anders aus.“… quatsch… ich hab’s gern gelesen. Doof nur, das das alles bei der ZEIT stattfand. Da fühlt man sich als Leser gleich so alt.

    Dabei kommt mir ‘ne Idee, Johnny: Spreeblickleser wählen ein Popsternchen, das du dann Dezember 06 zum Spreeblick Adventsblog zwangsverpflichtest. Und wenn die Idee schon zu durchgenudelt ist, dann eben 2007 einen Osterblog.

  2. 66

    Boogie:

    @ siamfish: Pete Townshends Blog, längere Zeit eingestellt und nnun gibt’s wieder einen kurzen Werbebeitrag: http://boywhoheardmusic.blogspot.com

    Towneshend führt auf seiner Seite http://www.petetownshend.co.uk jedoch seit 2000 mal mehr, mal weniger regelmäßig ein interessantes Diary. The Who sind ja gerade wieder auf Tour und laut Diary mischt Pete diese Woche das neue Who Album.

Das Kollektiv als grausamer Idiot

  1. 65

    Boogie:

    @ Musikdieb:
    Eigentlich ist MySpace ja nur eine Abbildung des Internets in klein. Mit Internetseiten oder Blogs kann man sich genauso verlinken, Freunde sammeln usw.

    Sicherlich kann man Blogs und Websites untereinander verlinken. Man kann sich auch das “kollektive Wissen” der Wikipedia aus den einzelnen Quellen zusammensuchen. Imho sollte man das auch immer wieder. Genauso (oder besser zunehmened wichtiger) sich auch daruf zurückbesinnen, das es Wissensquellen ausserhalb des Internets gibt. Ja, das dieses “ausserhalb” die eigentliche Quelle ist. Das diese Quelle, ausserhalb des Netzes, viel bunter und vielfältiger ist, als eine noch so umfangreiche (und hoffentlich auch zunehmend kritische) Masse im Netz.

    Was das “genauso” verlinken angeht, so bezweifel ich momentan, das Blogrolls und Linksammlungen ähnlich effektiv wie die MySpace “Freundeslisten” funktioniert. Doch immerhin hat der Blogroll Buzz der klassischen Linksammlung einen neuen Kick gegeben. Und auch die dichte Vernetzung von Textlinks in vielen Blogbeiträgen hat zu einer (so empfinde ich es zumindest) neuen Dimension der Informationsvernetzung geführt. Ob das immer in die “richtige” Richtung läuft, ist dabei eine andere Frage.

  2. 64

    Boogie:

    @ Musikdieb:
    Bei MySpace z.B., die ja auch ein kommerzielles Angebot sind, würde ich persönlich mich nur anmelden, wenn ich einen klaren (finanziellen) Vorteil (für mich selber) darin sehen würde.

    Auch wenn es sich eines Tages “auszahlen” mag (oder auch nicht), doch MySpace bietet mir als Band erstmal keinen finanziellen Vorteil. Im Gegenteil, siehe Billy Bragg in seinem MySpace Blog. Man kann trefflich darüber streiten, ob das, was ein konservativer Medienmogul wie Rupert Murdoch als MySpace Nutzungsbedingungen aufstellt, wirklich koscher ist. Ok, auch ein Murdoch genießt Hausrecht und niemand _muss_ sich an MySpace beteiligen. Auch Billy Bragg, den ich sehr sehr schätze, nicht. Er tut’s trotzdem, auch wenn er seine Musik von MySpace zurückgezogen hat. Der “Wert” von MySpace ist die Form der sozialen Verknüpfung der User untereinander. “Freunde” nennt MySpace die Form der Verlinkung untereinander. Klar, kann man ohne weiteres auch in die Pickelecke stellen und sagen, das ist was für pickelige Mädels die Freunde von Bill’s Absteige sein möchten. Und klar, davon lebt MySpace. Aber, und da fängt für mich die momentane Faszination MySpace an, es gibt eine unfassbar große Menge an alternativen, spannenden, abseitigen, schrägen kreativen Köpfen, die ihre Musik dort vorstellen, die sich untereinander, für andere sichtbar, verknüpfen und verlinken, Kontakte pflegen und neue Kontakte knüpfen. Diese dichte und offene Verknüpfung des Kollektivs finde ich das eigentliche spannende an MySpace. Was letztendlich dabei unter’m Strich herauskommt, ob es beim Freundesblidchen sammeln bleibt, oder ob ich meine Kontakte ausserhalb MySpace ausbaue, das liegt wiederum in der Hand des Einzelnen…

  3. 63

    Boogie:

    @ Musikdieb: Das Todesjahr von Dee Dee Ramone wurde in der deutschsprachigen Wikipedia inzwischen korrigiert. Mit dem Todestag liegen sie nachwievor einen Tag daneben.

    “Everyone’s against me,
    They made me this way
    Everyone’s against me,
    They’ll be sorry one day”

    Lass mich in ruhe - Dee Dee Ramone

Faschistocats

Das Kollektiv als grausamer Idiot

  1. 61

    Boogie:

    So halte ich Blogs durchaus für eine Chance zur Rückkehr des Individuums und auch für einen möglichen Gegenpol zur Massenhysterie

    Sowas in der Art dachte ich mir in den letzten Monaten desöfteren, wenn ich darüber nachdachte worin sich Newsgroups/Foren von Blogs unterscheiden, bzw woher meine “Forenmüdigkeit” kommt und meine Lust am Blog.

Offener Brief an Musikschaffende

  1. 60

    Boogie:

    @ Michael (Jacuzzi) 163: Erstmal freu ich mich, das immerhin einer vernehmbar den Weg aus dem Aussensaiter Forum hierher gefunden hat. Das Aussensaiter Forum hat ja auch schon leidvolle Erfahrung mit dem Thema Abmahnung gehabt.

    Du schreibst: “…Aber ich habe vollstes Verständnis dafür, wenn Andere das nicht wollen…”. Volles Verständnis, nur klingt das ein wenig so als habe der Musiker nicht gewollt, das er verlinkt wird. Dem scheint aber nicht so zu sein, das in diesem Fall die betroffenen Musiker überhaupt eine leise Ahnung von dem haben, was da passiert ist: http://www.nerdcore.de/wp/2006/06/20/danke-2

    So schön, wie das auch klingt: “Fragen vor dem Schreiben/Linken” so unpraktikabel ist das auch. Du kennst das selbst bestens aus dem Aussensaiter. Wir reden uns da die Köpfe heiß über Gitarren und Gitarristengezumsel und verlinken was das Zeugs hält: Bilder, Schaltpläne, Websites u.s.w. das volle Programm (ausser Kartenausschnitte von Stadtplänen und mp3 von Copyrightgeschützter Musik). Käme einer auf die Idee vor dem Schreiben nach den Rechten zu fragen, die eventuell auf Bildmaterial, Schaltplänen…??? Nein. Ich behaupte auch einfach mal, das das das Ende jeder lebendigen webbasierenden Diskussionskultur wäre.

    Was die gegenseitigen sozialen Effekte angeht, geb’ ich dir recht. Und das ist gut so. Eine lebendige Fankultur profitiert von einer lebendigen Musikerkultur genauso wie andersherum.

    Wie Johnny schon desöfteren schrieb: es geht nicht um all-for-free und Enteignung der Kreativen. Es geht in seinem offenen Brief darum, das er uns bittet mit denen zu sprechen die uns und unsere Rechte vertreten und vertreiben. Wenn wir es nicht tun, dann tut’s nur die Zypries.

Musizierende Blogger? Bloggende Musikanten?

  1. 59

    Boogie:

    Slidegitarre- & Mandolineschwingender Blogger hier: Cpt.Stubing & the Loveboats und dort Cliff Barnes & the Fear of Winning (letztere sind leider gerade im Winterschlaf). Und ab und an leg ich in der Schublade “audio / mp3″ eigenes in meiner kleinen Bloghütte ab.

Bragging about Billy

  1. 58

    Boogie:

    “folk club sing-along” klappt nur beim DGB nicht richtig: http://www.slidetone.net/wordpress/?p=291

Offener Brief an Musikschaffende

  1. 57

    Boogie:

    Afair gab’s schon ein CC basierendes Urteil in den Niederlanden. Da ging es im ein Foto unter CC Lizenz.

Podcast vom 22.6.2006

  1. 56

    Boogie:

    @ jinpanse: Dein Opa ist Kris Kristofferson? Glückwunsch.

  2. 55

    Boogie:

    Gibt’s jetzt eigentlich einen Kommentarfreigabeverweigerungsfilter für Auslaufmodelle ab Baujahr ‘64? Vielleicht sollte ich es demnächst mit gesummten Kommentaren probieren? *g*

  3. 54

    Boogie:

    Gibt’s Lars auch auf YouTube? Meine beiden Zwerge haben jedenfalls einen neuen Lieblingssänger. Bisher war ihr Favorite Nena, mit der Titelmelodie zu “Verliebt in Berlin”. Okay, die Jungs sind gerade mal knapp über ein Jahr alt, aber ich find das ist ‘ne deutliche Steigerung in Sachen Musikgeschmack. Sie haben jedenfalls getanzt. Danke Lars.

    Ansonsten: Support your local John Peel. Gute Idee, Johnny, ich leg gleichmal Teenage Kicks auf. Da tanzen die Zwerge auch zu. Hoff’ ich doch…

Offener Brief an Musikschaffende

  1. 53

    Boogie:

    @ Tommy 138: Du schreibst: “Rene hat wohl den Fehler gemacht jemanden zu featuren der dies nicht zu würdigen weiss”…

    Bevor die Spekulation wuchern, vielleicht erstmal hier lesen:
    http://www.nerdcore.de/wp/2006/06/20/danke-2/

  2. 52

    Boogie:

    @ Tommy: In Sachen Naivität bist du aber auch nicht schlecht unterwegs. Das erledigt sich schon von selbst, lach drüber und gut… schon klar und abends legt die Henne goldene Schallplatten Eier im Gegenwert von 800 Talern. Nix für ungut, aber Aussitzen wird René auch nichts helfen.

  3. 51

    Boogie:

    @ DieterK: agree und das 101% in Sachen A&R/Kumpel. Bis auf zwei, drei Ausnahmen waren aber auch die “Kumpel” die ich im Laufe der Jahre kennenlernte Weltmeister in Sachen Inkompetenz. Nun darf man aber auch nicht vergessen, das die Phonowirtschaft in D-Land langsam in die Amateurliga absteigt. 1,7 Milliarden Jahresumsatz 2005, wenn ich es recht in Erinnerung habe. Allein die Otto Versand Gruppe macht in Sachen Online Handel schon 2,3 Milliarden.

    Was Billy Bragg angeht: Ich teile seine Bauchschmerzen, was die Geschäftspolitik des Murdock Imperiums angeht. Mangels Alternative bleibt meine Musik jedoch vorerst bei MySpace. Über diesen Kommentar in seinem Blog mußte ich trotzdem schmunzeln:
    For a dedicated socialist you’re surprisingly sympathetic to the concept of private property…at least when it’s your ox being gored.”

  4. 50

    Boogie:

    @ Stefan Herwig: Die Welt ist nicht schwarz und weiss und Johnny jetzt vorzuwerfen er würde die, ach so wertvolle, Labelarbeit kritisieren, wobei er doch selbst Nutznießer des Systems war/ist ist… ich versuche es mal höflich… weinerliche schwarz/weiss Malerei. Labelarbeit _kann_ gut sein, ist es aber nicht zwingend und aus meiner Erfahrung als Musiker mit der einen oder anderen Veröffentlichung ein seltenes Phänomen. Nein, für mich ist die MI nicht per se ein Haufen von DummbratzenInnen und Blutsaugern und ja, ich habe selbst im evil empire (aka Universal) kompetente, musikliebende und enthusiastische A&Rs erlebt, die sich eher die Hand abhacken würden als einen Blogger eine Abmahnung für Deeplinks auf den Hals zu hetzen. Ich habe aber auch bei kleinen Alternativlabels Arbeit erleben dürfen, die man… wenn man wirklich höflich bleiben will… allerhöchsten als hochgradig suboptimal und stümperhaft bezeichnen kann. All das und viel mehr ist _nicht_ der Tenor von Johnnys offenen Brief. Gut, ich fühl mich als Musiker auch nicht wohl gleich in der Einleitung des Briefes in einen Topf mit Labels und Verlagen geworfen zu werden, diese dann gut gerührt als “Musikschaffende” presentiert zu bekommen, aber auch das ist höchstens ein Lapsus, aber nicht Thema.

    Thema ist: Bewußtsein schaffen für einen Fall von Abmahnung der dünnsinniger nicht mehr sein kann. Es geht um Deeplinks, hören, zeigen… nicht um klauen, kopieren, rauben. Es geht um deine und meine Rechte und Ansprüche, um den Umgang mit Kultur. Und es geht darum, das wir Musikschaffenden sprechen und handeln sollen, weil wir die Möglichkeit haben das Gespräch mit Verantwortlichen zu suchen.

    Ja, ich bin noch in der Gema. Nein, ich werde es nicht mehr lange sein.

Kurze Info zu Spreeblick-Trackbacks

  1. 49

    Boogie:

    Jetzt sag nicht, das ich zu den drei Gefischten gehöre? Aber selbst wenn’s ein Pingbacknachzügler war, freu ich mich, das meine kleine Flohmarktcore Geschichte jetzt unter Oha zu finden ist.

Offener Brief an Musikschaffende

  1. 48

    Boogie:

    Word! Wo darf ich als Musikschaffender unterschreiben?

Oha!

  1. 47

    Boogie:

    Don’t feed…

    Aber mal zurück zum Thema: René verlinkt auf Musikfiles. Das passt dem Rechtsinhaber nicht. Das die da liegen, wo sie liegen, und das dem Rechtsinhaber nicht passt, das kann ich noch einen Schritt weit nachvollziehen. So ist die Rechtslage und da ist sie auch eindeutig. Wie eindeutig ist die Rechtslage im Fall von Deeplinks? Wie eindeutig ist die Rechtslage generell bei Links? Siehe das angebliche (und mantramäßig herbeizitierte) “Urteil” des Hamburger Landesgerichts. Rechtsunsicherheit soweit das Auge reicht.

    Und abseits aller Rechtsfragen: ich möchte über Musik reden. Ich möchte werben, für Künstler, die mir gefallen. Unabhängig davon ob sie bei der vier großen Labels oder bei einem der ungezählten kleinen Alternativlabels veröffentlicht haben. Egal ob GEMA/GVL, CC oder nada Copyright. Da wo Musik kommerziell angeboten wird und sie mir gefällt, bin ich auch bereit zu kaufen. Ich bin auch bereit zu bezahlen um Musik, die mir gefällt in Podcasts zu spielen. Und ich bete gern mantramäßig vor mir hin: “Über Musik zu reden ist wie zu Architektur zu tanzen”. Hören, anderen sagen dürfen: “Ey, hör mal da!”

  2. 46

    Boogie:

    @ Acid:

    “Ich hatte um 2000/2001 begriffen, dass ich als Kunde nicht erwünscht bin…”

    Dann besteht 2006 ja noch Hoffnung, das du… oder auch nicht. Wenn ich mir das so durchles’…

  3. 45

    Boogie:

    @ Acid:
    Du schreibst u.a.: “Und gerade im Bereich Unterhaltung (im Allgemeinen) und Musik (im Besonderen) gibt’s diese Alternativen en mass. Auch dieser Punkt fehlt in dieser Diskussion.”

    Dieser Punkt “fehlt” nicht in dieser Diskussion, weil er nichts (in Zahlen: nichts) mit dieser Diskussion zu tun hat. Ebenso wenig wie Mehrwertsteuer, HartzIV, das Raider jetzt Twix heißt u.s.w. Deine Behauptung, die ja gern allerorts wo es um mp3/MI/CC/Gema geht ins Rennen geworfen wird, wird durch mantrartiges Nachbeten nicht wahrer. Nehmen wir, weil’s im Spreeblick Kontext so gut passt, z.B. den The Clash Hörer. Hee, The Clash, die kannste doch auch um die Ecke für Umme und CC haben. Echt? Kann man? Geht nicht? Danke.

  4. 44

    Boogie:

    Ich würde mich, wenn’s organisatorisch möglich ist (kommen aus HH), mit meiner kleinen Kapelle am Renéfiz beteiligen.

Podcast vom 16.6.2006

  1. 43

    Boogie:

    @ Coni: Auf der Front der “American Squirm” Single hält Lowe tatsächlich Costellos Jazzmaster in den Händen und trägt eine überdimensionale Sonnenbrille. Statt wie Jesus of Cool sieht Lowe da eher aus wie the Fly. Die Rückseite des Covers ist allerdings lustiger. Nick Lowe wieder als The Fly, diesmal cool rauchend und hinter ihm wolkenüberzogener grauer Himmel. Und wenn man genau hinsieht, dann erkennt man das die Wolken den zornigen Elvis abbilden. Ich glaub, ich muß meinen Plattenspieler mal wieder entstauben und die Single rückwärts abspielen. Da stecken bestimmt noch versteckte Botschaften drin. Ich vermute sowas wie “Lowe ist größer als McCartney”…

    @ Johnny: “Geno/Breakin’ down” war für mich _die_ Single 1980. Und jetzt wo du es sagst, fällt’s mir auch wieder ein “Plan B/Soulfinger” war auch eine feine Single. Verständlich das die erste Dexy’s Besetzung, und nicht Huey Lewis, die Inspiration für den Bandnamen war (abgesehen davon kam “Plan B” von Huey Lewis & the News erst Anfang 2000 oder 2001 auf den Markt). Ein ganz Schlechter ist Huey Lewis aber auch nicht. a) ist sein Bandname von Tick, Trick und Track inspiriert b) nahm ihn Thin Lizzy dereinst als Vorsuppe mit auf Tour, so wie auch Graham Parker und damit schließt sich der Kreis wieder fast.

    Btw: Wenn mich jetzt nicht alles täuscht fanden sich die Bläser der zweiten Dexy’s Besetzung später bei Elvis Costello wieder.

    Und lustigerweise mußte ich beim ersten Durchhören der neuen Costello mehrmals an die “Searching for the young soul rebels” denken.

Viermal Merkel, einmal 26.000 Euro

  1. 42

    Boogie:

    Würde man den Inhalt, die Botschaft des KanzlerInnen Podcasts mit in die Produktionskosten einrechnen, dann würden mir die Kosten auch deutlich zu hoch erscheinen. Ich warte jetzt auf das erste Vertauschen der Podcasts, in der guten alten Tradition der Neujahrsansprachen.

    Und wenn gar nichts geht, die Idee mit der KanzlerInnen Puppe hatte ich im Januar auch schon:
    http://www.slidetone.net/wordpress/?p=128

Podcast vom 16.6.2006

  1. 41

    Boogie:

    @ Johnny: Das muss dir nicht peinlich sein, da die Costello Version die B-Seite der “American Squirm” Single von Nick Lowe & His Sound ist. Ein und das selbe Stück landete dann auf dem US Release von Armed Force, eben nur unter dem Namen Elvis Costello & the Attractions. Des Rätsels Lösung ist aber ganz einfach: Nick Lowes Band His Sound bestand aus Pete Thomas (Drummer der Attractions und jetzt Imposters), Bruce Thomas (nicht verwandt oder verschwägert mit Pete, aber langjähriger Bassist der Attractions) und Elvis Costello (Backing Vocals auf “American Squirm”, Lead Vocals auf “What’s so funny…”). Einziges nicht Attractions Mitglied war der spätere Rockpile Gitarrist Billy Bremner.

    Auf der ersten Costello, “My Aim Is True” spielte übrigens keiner der späteren Attractions mit, sondern eine Band namens Clover. Aus denen wurde später Huey Lewis & the News und die wiederum haben u.a. eine Platte namens “Plan B” rausgebracht *g*

  2. 40

    Boogie:

    Schöner PodcastInnen diesmal. Zur Lösung des Musikrätsels noch eine kleine Anmerkung. Eigentlich wäre die Lösung korrekterweise Nick Lowe & His Sound gewesen. “What’s so funny about..”, 1974 das erste mal mit Brisnley Schwarz veröffentlicht, wurde 1978 als Single Rückseite von Nick Lowes “American Squirm” nochmal neu aufgenommen. Als “”What’s so funny…” ein kleiner Hit wurde, packte man den Song für den US-Release von Costellos “Armed Force” als letzten Song auf Seite 2 und verzichtete auf “Sunday’s Best”.

    Die neue Costello ist übrigens auch großartig: http://www.slidetone.net/wordpress/?p=280

Musik für die Massen

  1. 39

    Boogie:

    Gräm dich nicht, Johnny. Spätestens seit diesem Beitrag hast du zumindest bei meiner Kapelle lebenslang Audienzrecht erworben.

    Und der Gore hätte dich auch erkannt, jedenfalls laut der Theorie das alle Menschen sich über 6 andere kennen.

Ich bin ja kein Bundesligafreund

  1. 38

    Boogie:

    Ich will, das es wieder Raider heißt. Fussball ist mir egal.

Qualitätsjournalismus

  1. 37

    Boogie:

    Genauso war’s. Nur war die Bildqualität auf Phoenix besser.

Musik für die Massen

  1. 36

    Boogie:

    Zu dem DM Auftritt am Rock am Ring hab ich mich ja an anderer Stelle schon mal kurz ausgelassen (und bei mir in der Bloghütte nochmal recycled. http://www.slidetone.net/wordpress/?p=276 ).

    Vor Ort dürfte der Eindruck, den sie unzweifelhaft hinterlassen haben, ein anderer gewesen sein, als durch die “Augen” der MTV Kamerahampel. Dein Beitrag macht da einiges wieder gut, was die katastrophale Kameraführung (und Kavkas Geschwaffel) verbrochen hat.

    An zwei Punkten reibt’s mich trotzdem. Da wäre zuerstmal die “Liga”: DM, U2, Metallica, RHCP”. Die ersten beiden gehen ok. DM und U2 sind eine Klasse für sich. Metallica und RHCP fallen für mich in die Kategorie “Kollosales One Hit Wonder”. Und wenn es um die Frage gehen würde: “Rock” am Ring, dann wäre U2 erste Wahl als Headliner. DM bleibt aber die bessere Bar- und Diskotheken Band. U2 in der Bar ginge gar nicht.

    Was die “Ehre” eines Johnny Cashs Covers angeht: Cash hat ein Bühnenlebenlang gecovert. Der Song hat’s einfach hergegeben (und war mit Sicherheit eine der großartigen “Cover das doch mal” Ideen von Rick Rubin). “Personal Jesus” gibt es übrigens auch in einer großartigen Version von Ex Timbuk3 Pat Macdonald auf dem “Strange Love PM does DM” Album. Interessant ist bei Pat die Auswahlkriterien der DM Songs. Er coverte einfach die Songs, die sich am einfachsten auf der Gitarre spielen ließen. Es wundert dann auch nicht, das es eine Art “Best of” Zusammenstellung wurde (bis auf Fly on the Windscreen und Deaths Door). Tolles Album. Die Songs geben es einfach her.

    Punkt.

Sorry

  1. 35

    Boogie:

    Ich hab den Beitrag nicht als “Feed the Troll” Anreitz verstanden. Klar, der “geübte” Besucher schüttelt vielleicht den Kopf über soviel Selbstverständlichkeiten und weiß von selbst: Trolle füttern ist bäh. Doch gerade ein Blog wie Spreeblick dürfte viele Erstbesucher und Gelegenheitsblogbesucher begrüßen und ein gut geschriebener “Hier hängt der (Hausrechts)hammer” Beitrag geht völlig ok.

Die Sportfreunde…

  1. 34

    Boogie:

    … Musikdokument? Bilddokument sollte das heißen und das mit “Musik” nehm ich auch zurück. Arrrghhhss…

  2. 33

    Boogie:

    Bei Placebos Kate Bush Cover dachte ich Anfangs: “Coole Socken, jetzt covern die Depeche Mode und das obwohl sie nur Vorsuppe von DM sind”. Mich haben Placebo vor dem Rock am Ring nicht interessiert und nach dem Auftritt auch nicht. Trotzdem hab’ ich mich nicht gelangweilt. Bei DM selbst bin ich ziemlich gespalten. Die Kamera Führung vom Rock am Ring (MTV? WDR?) war eh suboptimal. Bei DM wurde es unerträglich. Pseudovideoartgeclipse. Jeder Musikantenstadel ist ein besseres Musikdokument in Sachen Musik. Die Songs von DM und auch die Wahl der Setlist: über jeden Zweifel erhaben, der Drummer ein Untier in den Ketten der Sequenzer. Hut ab. Der Gahan versucht sich am Ende des einen oder anderen Liedes als Robert Plant. Ok, kann man machen, vor der Kulisse. Passend dazu Gore als Gitarren Gockel. Aaaaaaaaber, er spielt klasse, klingt klasse. Er liebt Duane Eddy und Cliff Gallup. Das hört man und das ist gut so. Aber nach einer halben Stunde ging mir die Kamerastümperei auf die Nerven, der ganze hohle Bombast nervte und ich hab meine Pat MacDonald “PM plays DM” rausgekramt, mir den Rest des DM Auftritts auf halber Lautstärke ohne Bild angetan und dann den CD Player gestartet. Ohne Frage: Tolle Songs.

    Auf Pat Macdonald Livescheibe steht folgendes in den Linernotes:

    The production cost was about $200, including 3 rooms at the Holiday Motel and a $50 bar tab.

For whom the bell tolls

  1. 32

    Boogie:

    Stimmt, Europe, wie konnte ich die nur vergessen. Von der aktuellen Tour gibt’s ja auch ein Video bei YouT(a)ube. Leider ist die Bildqualität nicht so gut, aber irgendwie klingt das als ob da jetzt Axl Rose singt. Kann irgendeine oder Jochens Mutter das bestätigen? Ich finde meine Brille gerade nicht…

Keep on bloggin’ (in a free world)

  1. 31

    Boogie:

    Danke für’s finden der Irrepressible Aktion. Ob nun weltweit oder vor der eigenen Haustür, die Aktion unterstütze ich in meiner kleinen Bloghütte.

Podcast vom 26.5.2006

  1. 30

    Boogie:

    Letzteres empfinde ich persönlich als ziemliche Knebeltaktik. Naja, wäre ja auch blauäugig anzunehmen das es der GEMA um das (Kunst)werk geht. Sie ist ein Inkassoverein für den, ich sag’s jetzt mal überspitzt, entrechteten Urheber. Ich nehme mal an, das wenn man sich zum Austritt aus der GEMA entschließt, die alten Songs nicht nur nicht mehr seitens der GEMA an den Urheber vergütet werden, sondern auch die GEMA weiter fleißig für eben diese Songs weiter kassiert. Das dann ab in den großen Topf und Ausschüttung an Grönemeyer & Co. Togal, hat ja erstmal auch nichts mit der Podcast Geschichte zu tun.

    Ich hab’ bei mir mal in den GEMA Unterlagen gesucht und konnte nichts finden. Allerdings muss das nichts heißen, weil hier einiges an Papier durch Kellerüberschwemmung und Einbruch den Bach runterging.

  2. 29

    Boogie:

    Ich warte mit dir.

GEMA-Tarife für Podcasts

  1. 28

    Boogie:

    @ Prospero: 101% agree. Natürlich geht es hier um vernünftige Regelungen (und gegebenenfalls auch Tarife) für Podcaster. Gut, Podcastclub/Podcastverband und die podcastische Befreiungsfront bzw die Befreiungsfront Podcastiens spricht mit der GEMA. Fein. Ich befürchte allerdings das die GEMA noch eine Weile braucht um den Podcaster ansich ernstzunehmen. Eine andere Position könnten sich Urheber/Künstler, die von der GEMA vertreten werden (und zudem auch noch Podcaster/Urheber in Personalunion sein könnten) verschaffen. Ich, als Urheber, sehe da Handlungsbedarf. Die Verträge zwischen Urheber und GEMA müßen den (medien)technischen Bedingungen (und Möglichkeiten) angepasst werden. Daraus resultierend würde auch ein vernünftiger Tarifrahmen für Podcasts, Webradio, Freistellungsrecht einzelner Werke etc. ausgehandelt werden.

Tut das nicht weh? (cont’d)

  1. 27

    Boogie:

    *rasselrasselrassel*

    Sehr schön und das Rasseln hat was. Erinnert mich an Hui Buh das Schloßgespenst. Schön, schön das. Nur auf Seite 3 hab’ ich keine nackten Mädchen gefunden. Oder kommt das erst mit dem Spreeblick Relaunch? Spreeblick im Ausklappdesign?

    *raschelraschelraschel*

Podcast vom 26.5.2006

  1. 26

    Boogie:

    … was im übrigen auch bedeuted, das ich als Urheber meine eigene Komposition nicht so mir-nichts-dir-nichts in einem Podcast anbieten darf ohne an die GEMA Lizensgebühr zu latzen. Und nochmal ein paar Taler on top wenn ich für meine Komposition werbe und z.B. die entsprechende CD über meine Seite zur Bestellung anbiete. Kollektivinkasso ist das Zauberwort der GEMA.

  2. 25

    Boogie:

    Die GEMA Website gibt darüber Auskunft:

    “Als GEMA-Mitglied haben Sie durch den Abschluss des Berechtigungsvertrages die Urheberrechte an die GEMA zur Wahrung übertragen und sie mit dem Inkasso der Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte beauftragt. Im Sinne des Kollektivinkassos ist es nicht möglich, einzelne Werke / Komponisten von der Lizenzierung auszuschließen.”

GEMA-Tarife für Podcasts