Guerillakrieg gegen Praktikantenstadl
John Lydon Pressekonferenz
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matthias:26.02.2008 um 17:59“Dass er sich das so vorgestellt hat, wie es in den folgenden Videos der Pressekonferenz zu sehen ist, darf aber bezweifelt werden.”
Genau das bezweifle ich erheblich. Wer sich John Lydon für so einen Event teuer einkauft, der weiß genau was er kriegt will. Und er bekommt es auch. Nämlich unmotivierte, aufgesetzte Verbalkotzereien, die eigentlich jeden Journalisten nur müde mit Achseln zucken lassen sollten. Klar hat das irgendwie einen leichten Unterhaltungswert, aber der ist ja nun wirklich sehr begrenzt. Wen interessiert schon was Mr. Lydon zu einer Musiksoftware wie Guitar Hero zu sagen hat?! Mal ehrlich!
Aber allein dadurch, dass die Aufnahmen nun durchs Internet jagen und schließlich auch bei Spreeblick gelandet sind, heißt es für die verantwortlichen PR-Heinis: Mission erfüllt! Für mich: Punk’s dead!
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Mal was aus dem Polylux-Nähkästchen:
Ich selbst habe vor einiger Zeit mal ein mehrmonatiges Praktikum bei Kobalt/Polylux gemacht. Das Praktikum habe ich als angenehme Erfahrung in Erinnerung! Die Kollegen sind nett. Man bekommt eine faire Chance sich auszuprobieren. Wer gute Ideen hat, der kann dort tatsächlich sehr schnell, sehr viel machen! Soweit so gut. Ausgebeutet wird man dort nicht (allerdings bekommen die Praktikanten die langsamsten Rechner:).
Was nicht so gut ist, das weiß auch die Redaktion, ist diese unselige Angewohnheit, in jedem kleinsten Alltagsphänomen einen “voll angesagten Trend” erkennen zu wollen. Das nervt! Meistens. Und schon lange. Und das wissen auch die Redakteure. Letztlich gehört es aber zum Polylux-System. Wer damit nicht klar kommt, der hat in der Redaktion nichts verloren! Gleiches gilt auch für den Zuschauer.
Zum Thema Speed: Speed war nie weg. Deswegen ist es auch heute nicht plötzlich “wieder da”. Eine gute Freundin von mir hat ihre komplette Doktorarbeit in Mathematik in den letzten entscheidenden Wochen ausschließlich auf Speed geschrieben. Anders hätte sie das gar nicht hinbekommen. So was ist natürlich die Ausnahme, aber es wird halt tatsächlich so gemacht!
Dass nach der peinlichen Trutz Hardo-Affäre bei Polylux nun wieder so etwas wie ein Skandälchen aufflackert, kann dem Magazin aber meines Erachtens nur gut tun. Schließlich kann die Sendung jede PR (auch schlechte) mehr als gebrauchen. Die Einschaltquoten sind schon seit längerer mehr als mäßig. Das liegt zwar größtenteils an dem schlechten Sendeplatz, der sich permanent wegen Fußball, Scheibenwischer, Harald Schmidt oder sonst irgendwas immer wieder verschiebt. Aber eben auch, an dem manchmal zu gewollten Hippness-Faktor. Selbst ein Sendebeginn von 00:15 ist keine Seltenheit. Das ist echt schade, denn so versenden sich viele schöne Beiträge tief in der Nacht! (Besser wäre wohl ein RBB-Sendeplatz um 21 Uhr, statt sich als “ARD-Magazin” zu schmücken, dafür aber erst nach Mitternacht zu laufen.)
Schadenfreude kommt bei mir jetzt nicht auf. Aber so ein Hoax passiert eben, wenn man innerhalb weniger Tage einen Beitrag zusammenkloppen muss. Ist nur eine Frage der Zeit. Und irgendwann wird es wieder passieren. “Tito von Hardenberg” hat heute und morgen die Lacher auf seiner Seite. Aber schon am nächsten Montag ist die Sache längst wieder im Medien-Mainstream untergegangen und vergessen! Gut so!