Generation Generation
Ist die Schäublone eine Beleidigung?
-
125
Patrick:20.09.2007 um 15:53@ Christian
“Die Frage ist, was ein Gericht höher bewertet: die Persönlichkeitsrechte eines Ministers oder die Möglichkeit, die eigene Meinung satirisch zu präsentieren. Meinungsfreiheit gegen Persönlichkeitsrecht, wenn man so will.”Ich finde, angesichts des Wortlautes unseres GG, stellt sich diese Frage nicht. Dort steht ganz deutlich, dass die freie Meinungsäußerung durch das Recht der persönlichen Ehre eingeschränkt wird. Also klare Sache: Eine Meinungsäußerung ist nur dann rechtens, wenn sie nicht beleidigend ist. Das ist auch gut so. Auch wenn man vielleicht in Bezug auf Herrn Schäuble eine andere Meinung vertreten mag.
Besseres zu tun
-
124
Patrick:20.09.2007 um 14:29Sagt mal: Eine Frage. Wer ist eigentlich Steve Jobs und was zum Henker ist das iPhone? Noch nie gehört. Hat das was mit Reis, Sack, China zu tun??
Wer ohne Stein ist, der sei auch besser ohne Schuld
-
123
Patrick:17.09.2007 um 16:54Tja ja. Mit dem eigentlichen Thema hat das mit dem Türck ja nix zu tun, aber wenn man so drüber nachdenkt, ist es schon traurig, welche Folgen das Telefonat zwischen einer notorischen Lügnerin und einem Drogendealer haben kann. Insbesondere macht es mir Angst. Ich kenne mehr als Eine von der Sorte “notorische Lügnerin”, so dass ich Angst haben muss, dass diese Unwahrheiten über mich in die Welt setzen könnte, die solche Folgen haben. Tja, damals als das mit dem Türck war, hab ich mich dran erinnert, wie ich dem damals schon bekannten Mann öfter in der Wiesbadener Innenstadt begegnet bin. Er trug meist eine schwarze Sonnenbrille und verhielt sich unauffällig, grüßte aber zurück, wenn man ihn grüßte. Damals hab ich mir gedacht: Ich glaube das nicht, was die da sagen. Und ich fand es schade, dass Pro 7 nicht zu ihrem Mitarbeiter hielt. Aber natürlich kann ich verstehen, dass das nicht gut für das Image gewesen wäre, wenn er tatsächlich schuldig gewesen wäre. Aber In Dubio pro reo gilt halt nur auf dem Papier, nicht aber in den Köpfen der Menschen.
Das führt zu der Frage, die man sich bei allen Überwachungsmaßnahmen stellen muss: Wie begründet man einen Verdacht? Das Problem ist ja garnicht mal so sehr die Überwachung selbst, sondern die Frage was genau einen zu einem Verdacht führt. Ist man Bombenleger weil man mal eine Bauanleitung dazu gelesen hat? Oder ist man Vergewaltiger, weil es irgendwer zu irgendwem gesagt hat?@ Sven
“Ich verstehe immer noch nicht, was das ganze mit der Onlinedurchsuchung soll. Jeder Verbrecher, der halbwegs etwas von Computern versteht, könnte eine mögliche doch leicht umgehen.”Sicher? Man hat ja schon eingeräumt, dass für die Installation der Überwachung ein Einbruch in die Wohnung des Verdächtigen notwendig wäre. Wo wäre da also das Problem die Überwachung in Form von Hardware zu ermöglichen? Machbar ist da vieles und je weiter die Technik fortschreitet wird immer mehr möglich sein. Und überprüfst du regelmäßig ob sich zwischen Tastatur und PC ein vlt. streichholzschachtelgroßer Adapter eingeschlichen hat, der vielleicht sogar in Form eines PS2 to USB oder umgekehrt Adapter daher kommt, die man von heutigen Mäusen z.B. gewohnt ist? Damit und einem passenden Software-Part (als Rootkit) wäre es möglich Verschlüsselung ad absurdum zu führen.
Gruß
Patrick
Primacall
-
122
Patrick:05.09.2007 um 10:25Ob eine Diskussion mit Frauen, die uns alle als hirnamputierte arbeitslose Single-Kerle ohne Arsch in der Hose beschimpfen und nicht richtig der Deutschen Sprache mächtig sind, wohl möglich ist eine sachliche Diskussion zu führen? Ich denke eher nicht.
Spreeblog macht jetzt auch TV-Werbung
-
121
Patrick:30.08.2007 um 12:01Dit Type kam glaub i nit nur beim Gib Contra, sondern AFAIK auch bei Galileo. Ging da irgendwie darum wie weit man mit 5 Liter Sprit kommt.
Herzblut
-
120
Patrick:10.08.2007 um 20:49@ Christoph
Nicht? Hast du mal diesen Film, ich glaub The Microsoft Way, gesehen? Die rekrutieren ausschließlich Studenten, um sie dann auszusaugen und aus der Firma zu schmeißen, wenn die keine Kraft mehr haben. Das erinnert doch sehr an Sklaverei.
Primacall
-
119
Patrick:07.08.2007 um 20:48@ 124
Ach so, weil die Arge dich gemäß unseres Gesetzes an einen Arbeitgeber vermittelt, dem das “schwarze Schaf” ja nun nicht zwangsläufig auf die Stirn geschrieben steht, ist es legitim sich strafbar zu machen? Deshalb kann man sich auch nicht an die ARGE wenden und denen mitteilen, dass dieses Unternehmen gegen mehrere Gesetze verstößt und das man deshalb da nicht arbeiten möchte? Was spricht dagegen - nur weil man von der Arge vermittelt wurde - selbst Maßnahmen zu ergreifen um dem Laden das Handwerk zu legen: Sei es eine Anzeige oder Öffentlichkeitsarbeit?
Tschuldige’, die Einstellung versteh ich nicht.
Wunschzettel an die Wissenschaft und die forschenden Pharmaunternehmen
-
118
Patrick:06.08.2007 um 12:26Hm. Also ich brauch eigentlich abgesehen von der Gehirnsuchmaschine nur das Medikament, dass den Schlaf überflüssig macht (24-Stunden-Tage), die Woche 10 Tage und das Wochenende 5 davon sein lässt und zusätzlich einen Wirkstoff, der den (vielen) chronischen Lügnern dieser Welt das Lügen abgewöhnt. Die Antiraucherpille wäre zwar auch nicht schlecht, aber das wäre für meine Freundin. Ich brauch das ja nicht mehr. ;-)
200 ml
-
117
Patrick:04.08.2007 um 15:54Tja, wenn es damals am 11. September so gelaufen wäre, dann würden heute vielleicht viele Menschen noch leben.
Neues Spreeblick-Logo gesucht
-
116
Patrick:01.08.2007 um 17:31Ich versteh die Aufregung um die 400 Euro auch nicht. Sowieso versteh ich nicht, wieso unter den Kreativen immer so eine Stimmung herrscht, dass man sich immer gegenseitig zerfetzen muss, wenn die Preise mal nicht astronomisch hoch sind.
Also mal ganz ehrlich: Ich war auch in der Branche tätig. Die richtig professionellen und begabten Designer (das sind im Übrigen ungefähr 5 unter 50) brauchen für den verlangten Job keine Stunde. Und 400 Euro Stundenlohn das findet ihr normal, oder wie? Nichts dagegen für Qualität zu zahlen, aber wer 400 Euro Stundenlohn für zu gering hält, obwohl die meisten Menschen wohl nicht einmal 1/4 dieses Stundenlohns verdienen, der hat für mich nicht alle Latten am Zaun.
Aber das ich die Aufregung nicht verstehe hat noch andere Gründe. Wer zwingt euch denn für Spreeblick ein Logo zu entwerfen? Außerdem sind die Jungens und Mädels hier ehrlich und sagen von vornherein was drin ist. Ihr habt also eine offene und ehrliche Entscheidungsgrundlage.
Die zwei Gesichter des Keanu Reeves
-
115
Patrick:25.07.2007 um 15:46Zerkrümelt? @ Micha
War es nicht… zerbröselt?
Belanglose Antworten zu Belanglosen Themen. Oder so.
Primacall
-
114
Patrick:23.07.2007 um 17:28“Davon abgesehen, dass sich schlecht besser als recht verkauft und das vor allem im Journalismus, mag es wohl so sein, dass Dir die Telefon- Marketing- Strategie der Firma missfällt.”
Na klar, das Killerargument schlecht hin. Weil sich schlechte Presse nun mal besser verkauft als Gute, ist die ganze Presse sowieso nur korrupt und bezahlt Personen dafür das sie Märchen in die Welt setzen, die die dann gewinnbringend vermarkten können. Alles klar.
Cold Calls hin oder her, das ist nicht unsere Sache, das zu bestimmen.
Eine Unseriösität zwecks der Vorgehensweise am Telefon oder dem unterstellten Betrug kann ich jedenfalls nicht herausfiltern.Na du bist ja witzig! Nicht eure Sache, das zu bestimmen? Wer ist denn “uns”?
Die Telefonisten? Die Firma? Du solltest nur eines bedenken: Wenn dein Call ein Cold Call ist, dann bist du schon zu Beginn des Telefonats der fehlenden Seriösität schuldig. Ganz egal, wie viel Mühe du dir gibst dem Kunden gegenüber ehrlich zu sein. Aber du weißt ja gar nicht, ob du einen Cold Call startest. Es interessiert dich ja auch gar nicht, weil du dich darauf verlässt, dass irgendwer anders prüft ob ihr Cold Calls macht oder nicht. Aber wenn dir das wirklich egal ist und du meinst, dass sei nicht eure Sache das zu bestimmen, na dann leidest du aber unter einer verzerrten Wahrnehmung, wenn du mir dann noch sagen willst, was ich zu tun oder zu lassen habe.Fakt ist jedoch, dass es den Argumente aus 105 einfach an Handfestigkeit fehlt und es Dir nicht zu steht, ohne einen Beweis zu urteilen.
Mag sein. Ich habe die Argumente aus 105 nicht gelesen. Aber Deine. Und die sind mehr als dürftig. Aber der Gipfel ist, dass du mir das Recht absprichst zu urteilen. Recht auf freie Meinungsäußerung ist dir aber schon geläufig oder?
Ich kann von mir behaupten, gewissenhafte Arbeit zu machen.
Wiege dich ruhig weiter in diesem Glauben. Solange du nicht von mir erwartest,
dass auch zu glauben, wenn es dir egal ist ob du Cold Calls machst oder nicht.
-
113
Patrick:23.07.2007 um 17:00Hm… Zeckmeck, deiner Argumentationslinie kann ich nicht richtig folgen.
Denn ohne sich eingehend mit der Frage zu beschäftigen, ob es sich bei den Calls nun um Cold Calls handelt oder nicht, sind alle Argumente die du anführst hinfällig. Erst wenn diese Frage hinreichend geklärt ist, ist nämlich klar, ob die Anrufe die ihr tätigt überhaupt legitim sind, ganz unabhängig vom Ablauf der Gespräche, dem Besprochenen und der schriftlichen Bestätigung. Und leider ist es nun mal so, dass es Prima Call damit ofensichtlich nicht so genau nimmt. Eine Faktenlage, die nun schon mehrfach von verschiedenen Quellen festgestellt und bestätigt wurde. Oder willst du ernsthaft behaupten, dass du die einzige zuverlässige Quelle bist und jene professionellen Redakteure, die sich bisher mit dem Unternehmen beschäftigt waren, allesamt auf Lügner reingefallen sind deren einziges Ziel es ist ein Deutsches sauber arbeitendes sich an die Gesetze haltendes Unternehmen zu diskreditieren? Ich bitte Dich, das klingt doch sehr an den Haaren herbeigezogen.
Lebendig Erde
-
112
Patrick:10.07.2007 um 08:08Ich rate jetzt mal. Aber ich habe mal gelesen, dass Johnny Mac Benutzer ist. Und dieser Screenshot da, sieht nach der Javascript-Konsole von FF aus. Also vermutlich Firefox unter OSX ;)
Johnny, hab ich Recht?
-
111
Patrick:08.07.2007 um 22:21“Interessant fände ich besonders, wie das Ganze in den USA - dem größten Ärgernis in Sachen Klimaschutz - angekommen ist. Aber darüber liest man irgendwie heute ziemlich wenig. Wahrscheinlich weil es gar nicht angekommen ist.”
In den Nachrichten haben sie vorhin darüber schwadroniert wie erfolgreich das Ganze gewesen sei. Man hätte in den USA sogar direkt nach dem Event den Müll getrennt entsorgt. Darauf, dass die USA sonst keine Mülltrennung *kennen* wurde dann noch explizit hingewiesen.
Fand ich irgendwie.. erinnerte mich irgendwie an.. Frau Merkel und die CDU!
Ja genau. An die erinnerte mich das. So kurz nach dem G8-Gipfel, ja.
-
110
Patrick:08.07.2007 um 19:45Ich habe aber den (hoffentlich falschen) Eindruck, dass viele Menschen viel reden - und dies besonders im Netz - ohne irgendetwas zu tun.
Ja, das glaube ich auch. Aber im Kampf für den notwendigen Klimaschutz sind nicht nur einzelne Taten wichtig. Es ist vor allem wichtig, dass man redet und versucht andere dazu zu bringen auch etwas zu tun. Denn es reicht nicht, dass ICH meinen Müll trenne und Elektrogeräte, wenn sie nicht gebraucht werden, vom Strom trenne.
Das heißt Reden ist wichtig, sehr wichtig sogar. Aber du hast natürlich Recht, dass es nicht beim Reden bleiben darf.Sicherlich ist der gestrige Tag nicht nur positiv zu bewerten. Sicherlich war das, was passiert ist, ein unheimlicher Verbrauch von Energie. Aber wer kann sich denn hinstellen und behaupten, dieser Verbrauch sei sinnlos gewesen? Du? Wie würdest du denn ein kollektives Bewusstsein für den notwendigen Klimaschutz erzeugen wollen? Vorschläge?
Siehst du, das kann ich nicht. Ich weiß nicht, ob der Verbrauch sinnlos war. Aber ich glaube eben nicht, dass er jenes kollektives Bewusstsein schafft, von dem du sprichst. Es wird für die meisten eher ein “geiles Event” gewesen sein, etwas über das man ein paar Tage, Wochen oder sogar Monate spricht. Aber irgendwann ist es aus dem Gedächtnis der Menschen wieder verschwunden. Dann wird weiter der Müll in der Umwelt entsorgt, der Weg zur 500m entfernten Arbeit mit dem Auto überbrückt etc. Meinst du denn wirklich dieses Event dringt bis tief in das Bewusstsein der Menschen vor? Genau das glaube ich nicht. Ich weiß es natürlich nicht, ob ich damit richtig liege. Aber wenn dem so wäre, dann wäre dieses Event gestern ein Riesen Verbrechen gewesen.
Du schreibst: “Im Gegenteil ist sie eher kontraproduktiv.” Aha. Warum? Was weißt du, was ich nicht weiß?
Kontraproduktiv in dem Sinne, dass man damit Energie verschwendet und der Nutzen bestenfalls möglich ist. Vielleicht könnte ich es als produktiv ansehen, wenn man zumindest auf die effektvolle Beleuchtung verzichtet hätte, die alleine in nur einer Nacht den Verbrauch einer vierköpfigen Familie in einem halben Jahr aufweist. Und ich spreche nicht davon ganz auf Beleuchtung und Technik zu verzichten, aber bei dem Thema hätte man auch ohne eine Bühnenrückwand mit geschätzten 5000 Lampen auskommen können.
Du schreibst: “Ich glaube das der durchschnittliche Bild-Leser, der zur Zielgruppe dieser Veranstaltung gehört, nicht verstehen wird, warum gerade er einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann, …”
Du reißt den Satz aus dem Kontext. Aber davon abgesehen schrieb ich bereits, was ich mit dem typischen Bild-Leser meinte.
Vielleicht meinst du: Lassen wir doch einfach alles bleiben. Lassen wir die Erde doch den Bach runter gehen. Bringt doch eh alles nichts. Sind doch eh alle doof. Bono macht auch alles falsch. Geldof ist ein Schwachkopf. Gore will sowieso nur Präsident werden.
Nein, das meine ich nicht. Ich meine nur, dass ich anzweifele das dieses Event den Nutzen hat, den es haben sollte. Ich unterstelle den Veranstaltern aber nicht mal zwangsläufig, dass sie nur gewinnbringende Absichten verfolgen. Vielleicht ist dem nicht so. Aber ich glaube, dass Überzeugungsarbeit im kleinen Rahmen zwar nicht die gewünschte Massenwirkung hat, aber langfristig wirkungsvoller ist. Weißt du: Ich glaube einfach nicht, dass der Klimawandel ein Thema ist, dass man einer Heerschar von Menschen, die in den letzten Jahrzehnten “geschlafen” haben, in einer Bühnen-Message von Bono zu Masse vermitteln kann.
Aber das heißt doch nicht, dass wir hier resignieren sollten. Und motzen.
Nein, das ist richtig. Aber weil es ein großes Thema ist, ist es um so wichtiger nicht einfach jeden Beitrag zu akzeptieren, nur weil vielleicht der gute Wille da ist. Ein bisschen Augenmaß ist gerade in so einem wichtigen Thema richtig und sinnvoll.
-
109
Patrick:08.07.2007 um 14:37@ Anna
Ich glaube nicht, dass der durchschnittliche BILD-Leser die Zielgruppe der Veranstaltung stellt, und wenn, was wäre daran so schlimm?
Nicht? Wer soll denn dann die Zielgruppe sonst sein? Wenn nicht eine Zielgruppe, die nicht in der Lage ist sich selbstständig über Zusammenhänge zu informieren und selbstständig Konsequenzen daraus zu ziehen? Das ich von BILD-Lesern sprach soll nur exemplarisch für jene Zielgruppe stehen, die nicht in der Lage ist selbst zu denken sondern auf ein seichtes Unterhaltungsprogramm angewiesen ist um dazu animiert zu werden, etwas für den Klimaschutz und damit für das eigene Überleben zu tun. Eigentlich ziemlich dumm, oder?
Klar wurde hier einiges an Ressourcen “verschwendet”, aber wenn zumindest mal ein Teil der Menschen, die dabei waren oder die Konzerte gesehen haben, etwas umdenken, ist schon viel erreicht.
Das wäre zu wünschen. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch eher gering, dass die Veranstaltung den Nutzen in dem Grad erfüllt, dass die konstruktiven Auswirkungen des Events die kontraproduktive Wirkung aufgewogen werden.
Jugendliche lassen sich durch ihre Idole sicher eher zu etwas anmieren als durch jede Aufklärungskampagne wohlmeinder Eltern, Lehrer etc. Wenn mein “Star” Klimaschutz gut findet und unterstützt, dann ich doch erst recht, oder?<7i>
Prinzipiell stimme ich dir da zu. Das Problem ist nur, dass zwischen “gut finden” und daraus auch Konsequenzen zu ziehen Welten bestehen. Ich trau den Jugendlichen, die noch ein bisschen jünger sind als ich, ehrlich gesagt nicht zu, dass sie in der Lage sind ihr Handeln den Interessen des Klimaschutz anzupassen, auch wenn sie es vielleicht gut, weil ihr Idol es gut findet.
Und vielleicht wiegt das, was die Zuschauer anschließend einsparen das auf, was für die Konzerte verbraucht wurde.
Und was wenn nicht? Einen Sparten mehr zu unserer aller Grab? Ach genau ist doch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Aber das genau so jeder denkt ist ja gerade das Problem.
@ Jan
Die kannst du nicht erreichen mit paar Hippies die um ein Lagerfeuer politische Lieder singen. Da ist so ein Event schon völlig ok.
Ja, das ist wohl leider wahr. Das ändert aber im Endeffekt nichts daran, dass der Nutzen womöglich eher gering (und kaum messbar) ist, der weitere angerichtete Schaden dagegen recht hoch.
Wenn du so willst geht es IMHO auch darum den “Klimalüge” Journalisten Schreihälsen von Spiegel bis RTL etwas entgegen zu setzen.
Hm.. Ja, insofern hat das Event also den Nutzen, dass eine Gegenmeinung gezeigt wird. Das hilft aber relativ weniger, weil die meisten Menschen die Meinunen bevorzugen, die bequemer sind. Und es ist nun einmal bequemer die günstigere Glühbirne kaufen zu können, mit dem Auto zur Arbeit zu fahren usw. D.h. wichtiger wäre es mit den “Klimalüge” Schreihälsen den Dialog zu führen und sie davon zu überzeugen, dass ihre Einstellung falsch und gefährlich ist. Das kann so ein Event aber nicht im Entferntesten erreichen.
-
108
Patrick:08.07.2007 um 13:34Man kann auch das Klima schützen, ohne gleich wieder auf Bäumen leben zu müssen…”
Ja, das stimmt. Ich lebe auch nicht auf den Bäumen und trage meinen Teil zum Klimaschutz u.A. dadurch bei, dass ich meine Gerätschaften nicht sinnlos Standby-Strom verschwenden lasse. Aber das eine gigantische Veranstaltung, mit einem gigantischen Ausmaß an aufgebotenen Stars und einer gigantischen Energie - Verschwendung wie sie im Buche steht als notwendig und als sinnvoller Beitrag angesehen wird um Klimaschutz zu betreiben ist absurd. Ich zweifel halt daran, dass die Veranstaltung direkt irgendeinen Nutzen bewirkt. Im Gegenteil ist sie eher kontraproduktiv und ich glaube auch nicht, dass sie den anvisierten indirekten Nutzen erzielt. Die Leute werden nicht sparsamer mit kostbaren und wertvollen Ressourcen umgehen weil ein Bono (wahlweise jeden anderen Star einsetzen) beim Akt der Verschwendung rum schwadroniert, dass sie das doch bitte tun sollen. Ich glaube das der durchschnittliche Bild-Leser, der zur Zielgruppe dieser Veranstaltung gehört, nicht verstehen wird, warum gerade er einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann, wenn die Stars da oben es, um ihn dazu zu animieren, gerade nicht tun.
“Mecker, mecker, mecker. Es meckern immer alle nur rum. Denkt mal über euer scheiß Gemecker rum, bevor ihr gleich wieder alles schlecht macht, was gut gemeint ist.”
Blah. Über so wenig Konstruktives, wie du uns hier aufbietest, muss man nicht nachdenken oder?
-
107
Patrick:08.07.2007 um 09:24“Die Konzerte finden aber selbstredend bei Teelicht-Beleuchtung statt. Wegen der Erde.”
Ha ha. Einen ähnlichen Gedanken hatte ich auch. Ich überlege nämlich wie ein solches Mega-Event, was vermutlich nicht ohne mehrere Megawatt Stromverbrauch, künstlichen Nebel und allerhand sonstiger nicht allzu umweltfreundlichen Dingen auskommt, eigentlich mit den Bemühungen zum Klimaschutz zusammen passt.
Any ideas?
Gruß
Patrick
Zeit zum Draufstehen
-
106
Patrick:23.06.2007 um 10:38Johnny, ich hab es einfacher. Ich überhöre den Wecker einfach. Warum aufstehen, wieso anstrengen? Einfach nicht hören! Super Methode um (hätte ich keine Freundin) todsicher zu verschlafen wenn man arbeiten muss und todsicher von selbst auf zu wachen wenn man Urlaub hat. Letzteres verhindert meine Freundin übrigens nicht.
Gerichtigkeit
-
105
Patrick:20.06.2007 um 18:27Ich stand auch kürzlich vor Gericht und muss da wohl demnächst noch mal hin. Allerdings nicht als Kläger, sondern als Beklagter zu 2). Die Geschichte ist lächerlich und so sah das auch der Richter, der beim ersten Mal schon mehr Gelächter denn Ernst für die Gegenpartei aufbrachte, aber das hindert die Klägerin nicht dran, weiter gegen mich zu klagen, in der Hoffnung irgendein Richter möge Unrecht sprechen, was sie als Recht ansieht. Nun ja. Komplizierte Geschichte, aber ich kann und will hier natürlich keine Details veröffentlichen. Nun wo rauf ich eigentlich hinaus möchte: Wir haben gesessen. Und es ging schnell. Und es sollte auch auf einen Vergleich hinauslaufen. Aber die Parteien sind ja zu stur. Also Klägerin und Beklagte zu 1). Nun was solls. Gehe ich halt noch mal dahin und langweil mich.
Der Wille zum Mob
-
104
Patrick:15.06.2007 um 15:08“Nicht? Naja, dann sieh es als erzieherischen Maßnahme von der Du vielleicht mal profitierst, weil Du nicht von einer Besoffenen über den Haufen gefahren wirst.”
Danke, dass du es gesagt hast. Ich wollte schon, fand aber nicht die passenden Worte.
-
103
Patrick:15.06.2007 um 12:51@ Henning
Ja, ich stimme dir zu, dass das schon ein bisschen sehr krass ist. Ich schließe daraus vor allem eines: Das der Urheber dieser Sätze vermutlich ein sehr armseeliger aber auf jeden Fall sehr eifersüchtiger und boshafter Mensch ist.
Aber ich fang da auch nicht an zu jubeln und vor allem ergötze ich mich nicht an den Tränen.
Och gegen Jubeln ist an und für sich nichts auszusetzen. Denn zunächst sah es ja mal danach aus, als würde sich das Gesetz Paris Hilton beugen und nicht umgekehrt. Was ein Ärgernis für jeden ist, der schon mal zu schnell gefahren ist.
Was das Ergötzen an den Tränen angeht: Das muss nicht sein, ja. Aber ich muss jetzt auch kein Mitleid empfinden. Davon abgesehen, dass ich die Tränen für Krokodilstränen halte. Menschen, wie Paris Hilton, tun relativ wenig ohne es medienwirksam zu machen.
-
102
Patrick:15.06.2007 um 12:00@ Malte
Ich weiß ja, dass du den Brandanschlag klar verurteilt hast und ich weiß auch, dass es ein erster Impuls war. Aber die klammheimliche Freude, die ich mit dir in diesem Fall übrigens geteilt habe, kannst du trotzdem nicht abstreiten. Und somit heißt du das Leid, was ihm wiederfährt (wenn man es so nennen kann) zwar nicht für richtig, aber zumindest freust du dich ein kleines bisschen darüber, dass er mal einen Dämpfer bekommt. Oder halt die negative Seite seines Schaffens zu Spüren.
Als ich meinen Beitrag oben geschrieben hab, hatte ich deine Erwägung auch in Betracht gezogen. Ja, natürlich ist der Diekmann ein Tretmühlenbetreiber. Und genau deshalb ist der Brandanschlag auch nur das Resultat seines Schaffens. Man darf es nicht gut heißen, weil es ungesetzlich, kontraproduktiv und dumm ist, aber man darf sich ein bisschen drüber freuen. Bei Paris ist das was ihr widerfährt auch endlich (!) mal das Resultat Ihres Schaffens. Man darf das in diesem Fall aber sogar gutheißen (weil alles rechtlich und moralisch korrekt von Statten geht) und ein kleines bisschen freuen darf man sich auch. Eben weil sie den Dämpfer bekommt der uns vermittelt, dass sich auch eine Hilton an das Gesetz zu halten hat.
-
101
Patrick:15.06.2007 um 10:06Hmm. Solche Worte von Malte find ich irgendwie seltsam. Aber sei es drum.
Zum Thema selbst:
Menschen wie Paris Hilton und auch andere Berühmtheiten sind zwar einerseits in die ganze Chose reingeboren, aber andererseits profitieren sie ganz gut und gerne davon. Gerade Paris Hilton gehört zu den Menschen, die ihr Counterfeit sehr bewusst und mit voller Absicht in die Presse lancieren. Und überdies glauben sie, dass sie etwas Besseres wären, dass es richtig oder zumindest in Ordnung wäre, wenn sie erst betrunken und dann nach Entzug der Fahrerlaubnis ohne fahren würden. Menschen wie sie glauben, dass sie mit ihrer medialen Präsenz, ihrem Sexappeal und ihrem Geld (das sicherlich zum Sex Appeal eine Menge beiträgt) alles kriegen, was sie wollen.
Und im weitesten Sinne ist das irgendwie ja auch so. Gut, jetzt wurde sie mal zu 45 Tagen verknackt. So what? Weil sie mal pünktlich zu Gericht kommt, wurde diese Strafe ja sowieso auf 23 Tage verkürzt. Das muss man sich echt mal vorstellen. Meint ihr diese permanente Mißachtung eines Gerichts wäre bei normalen Bürgern - egal ob in den USA oder in Deutschland - auch noch in dieser Form belohnt worden? Oder glaubt ihr da wäre es mal so zu so ner Haftaussetzung nach 3 Tagen gekommen? Psychische Belastung durch einen Knastaufenthalt kauft dir nach so kurzer Zeit keiner ab.Also wenn Paris Hilton für all jene Häme selbst verantwortlich ist, wenn sie die mediale Präsenz und glamouröse Leben mit all ihren Vorteilen genießt, was ist so schlimm daran, wenn man sich ein kleines bisschen freut, wenn sie auch mal die Schattenseite zu spüren bekommt. Was macht eine Paris Hilton oder einen Fussballer anders als einen Diekmann, über dessen Schaden du dich klammheimlich freust, Malte?
Okay, raus mit der Sprache!
-
100
Patrick:15.06.2007 um 09:19Und jetzt kommts gleich in den Kommentaren ganz knüppeldick. Johnny sagt: Ich meine es ernst!!!
Primacall
-
99
Patrick:14.06.2007 um 16:30@ 56
Die Verbraucher sind mitverantwortlich und auch zu kritisieren.Ehhh.. hallo? Wofür? Vielleicht wissen sie nicht, dass es unzulässig ist, sie zu belästigen ohne ihre Einverständnis im Vorfeld einzuholen. Vielleicht glauben sie, dass diese Form der Werbung legitim wäre. Vielleicht stört es sie garnicht, oder vielleicht sogar doch. Aber muss man wegen jedem Furz zum Anwalt rennen oder einen riesen Terz am Telefon machen (was ja überhaupt nichts bringt), obwohl man garnicht weiß was drin ist und was nicht? Und wieso müssen alte Leute das alles überhaupt wissen??
Wenn nur “50/60 von 200-250″ auflegen, geht’s eben weiter. Die meisten aber sagen sich: “Wenn die das machen, ist das schon in Ordnung so” und denken nicht darueber nach, was mit ihnen gemacht wird.
Ja, natürlich! Ich denke auch nicht bei allem und jedem drüber nach, ob das was der da jetzt macht rechtens ist. Ob der Jehova an der Straßenecke mich anquatschen darf, oder der Punk in der Unterführung Musik machen darf. Es ist weder meine Pflicht, noch kann man das von mir erwarten. Schuld sind immer nur die Verursacher!
Schutz und Kontrolle durch den Staat fuehrt zu einem Mangel an Selbstverantwortung und kritischem Denken.
Selbstverantwortung? Das die Cold Caller etwas nicht-legitimes machen (weil sie es eben ohne Einverständnis machen) ist die eine Sache. Aber mit Selbstverantwortung hat es nichts aber auch rein garnichts zu tun, wenn ich mir das was sie zu sagen habe anhöre. Vielleicht ist es ja wirklich ein interessantes Angebot, dass mir sonst entgehen könnte? Nicht jeder hat Zeit, Lust und die Kenntnisse um sich so intensiv wie notwendig mit den Themen zu beschäftigen.
Staatsanwaltschaft Rostock sucht Zeugen
-
98
Patrick:14.06.2007 um 16:02hohe polizisten gehen für mau in puff ?
Woran das wohl liegen könnte? Vielleicht am Puff-Betreiber, der sich davon verspricht, dass der Polizist bei Straftaten des Puff-Betreibers vielleicht ein Auge zu drückt?
oder halberstadt ? Bullen verhaften opfer von nem nazi angrif und ignorieren täter?
Och bitte. Ja, wenn man das so sieht, dann ist das erst einmal Scheiße. Das heißt aber noch nicht lange nicht, dass es sich dabei um Komplott auf höchster Ebene handelt und schon garnicht, dass jeder Polizist, jeder irgendwie geartete Beamt, jeder Staatsanwalt und jeder Politiker korrupt und auf der Seite der Nazis ist. Und von welcher Quelle du die Info beziehst, dass Opfer festgenommen worden wären, ist mir auch schleierhaft.
beim gehackten polizeiforum gab es Artikel über polizisten die Koks vor demos ziehn
Davon abgesehen, dass das einen Verstoß gegen das BTM-Gesetz darstellt, ist mir nicht ganz klar, inwiefern das jetzt ein Beweis dafür ist, dass man mit Konsequenzen zu rechnen hat, wenn man sich als Zeuge bei einem Verbrechen meldet.
Und Leute, echt. Ich versteh euch nicht. Ihr könnt nicht auf der einen Seite schreien “Böser Böser Staat” und “He die interessiert das alle nicht, wegen denen werden wir überwacht” und dann seit ihr noch nicht einmal mutig genug als Zeuge auch auszusagen? Dann seit ihr nicht mal mutig genug, vielleicht einen Teil dazu beizutragen, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wird? Warum schreit ihr dann überhaupt, wenn ihr nicht bereit seit etwas dagegen zu unternehmen??
Wenn ICH Zeuge wäre, würde ich aussagen.
-
97
Patrick:14.06.2007 um 14:46Entschuldigung bitte, aber wenn ich Zeuge einer Straftat des Staates gewesen wäre, würde ich auf keinen Fall zum Staatsanwalt gehen.
Eh? Jetzt wirds aber lansam ein bißchen paranoid. Noch haben wir hier andere Zustände als in China. Es handelt sich hier wohl kaum ein riesiges Komplott unserer Regierung, die dich um die Ecke bringt, wenn du als Zeuge gegen einen Polizisten aussagst. *kopfschüttel*
Davon abgesehen geht es nicht um die Straftat des Staats sondern um die Straftat eines Einzelnen oder mehrerer einzelnen Individuen, die im Auftrag und Sinne des Staats handeln sollen, dass aber nicht notwendigenfalls auch tun.
Sondern, allein schon des Eigenschutzes wegen, zu einem sehr, sehr guten und erfahrenen Rechtsanwalt.
Gut, wenn man sich nicht traut zum Staatsanwalt zu gehen, dann halt zu einem Anwalt. Der wird aber auch nichts anderes machen, als zum Staatsanwalt zu gehen.
-
96
Patrick:14.06.2007 um 14:43So weit ich weiß, wurde besagter Zivilpolizist von den umstehenden Demonstranten auch geschlagen.
Na dann.
Ich wäre also hier vorsichtig. Der Polizist kommt womöglich ungeschoren davon.
Ja vielleicht, womöglich. Aber nicht die Eier zu haben, weil man ja selbst dran sein könnte, für die Straftaten die man begeht, halt ich für ziemlich feige und armselig. Das macht die drum rumstehenden nicht besser als den Staat.
-
95
Patrick:14.06.2007 um 07:10@ UK
Na du bist ja lustig. Man muss sich zunächst mal an jeden Strohhalm klammern.
Man kann ja nicht per se, alle Institutionen in unserem Land unter Generalverdacht stellen, wenn wir einen Generalverdacht ablehnen.Im Moment sieht es mal so aus: Ein paar Leute haben geschrien, dass es zu richtig verfassungsfeindlichen Aktionen seitens unserer Polizisten gekommen sein soll.
Der Rechsstaat zeigt sich zunächst mal von der richtigen Seite: Er ermittelt.
Was dabei raus kommt, ist fraglich, aber solange die Leute, die im Vorfeld den Verdacht aufgebracht haben, nicht beweisen, dass sie Eier in der Hose (und jetzt als Zeugen auftreten) haben werden wir es nicht erfahren.Gruß
Patrick
Kein G8-Fazit
-
94
Patrick:12.06.2007 um 08:29Patrick, ich weiß nicht, ob ich Dich jetzt richtig verstanden habe, aber wenn ja, dann hast Du über die exorbitanten Entwicklungshilszahlungen moniert.
Nein, das habe ich nicht. Von mir aus könnten Milliarden und Abermilliarden nach Afrika fließen. Von mir aus auch in jedes andere Land in dem es Leuten schlecht geht. Aber dann bitte auch regelmäßig mal prüfen, ob das etwas bringt. Wenn nicht, dann könnte man das Geld stattdessen für die Löcher im eigenen Land verwenden..
-
93
Patrick:11.06.2007 um 20:50Wenn sich 20 Spreeblickleser (relativ homogene Gruppe) nicht einigen können, wieso hat man dann Grund zur Häme(?) [...]
Ich würde sagen, dass es dafür viele Grunde gibt. Einer von den vielen Möglichen wäre, dass es niemanden 100 Mio. Euro kostet, dass wir uns über weltbewegende Themen unterhalten ohne was Nennenswertes zu erreichen. Und es war den Meisten im Vorfeld klar, dass der G8-Gipfel nicht den erhofften Durchbruch bringen würde.
Und es ist nicht deren Geld, sondern deins, das deiner Nachbarn und aller die arbeiten gehen und von ihrem schwer verdienten Geld Steuern bezahlen. Da darf man sich dann schon einmal drüber ärgern.
Und last but not least finde ich es ein weniug merkwürdig, sich über die Politiker aufzuregen, die nichts zu tun haben außer “unsere sauer verdienten Steuergelder in Afrika ohne Sinn und Verstand versickern” zu lassen.
So, findest du das? Es mag politisch nicht die beliebteste Meinung sein, aber es soll Menschen geben, die es wichtiger finden erst einmal vor der eigenen Haustür zu kehren, bevor man vor der Haustür Anderer kehrt. Aber davon abgesehen will ich nicht wie ein Unmensch klingen. Wenn die Hilfen, die von unseren Steuergeldern bezahlt werden, einen guten Zweck erfüllen würden und da ankommen würden, wo sie wirklich gebraucht werden. Dann würde ich nicht von versickern sprechen. Was mit den Spendengeldern passierte, die bihser nach Afrika gingen, wurde aber nicht nur in dem Spiegel Artikel deutlich gemacht.
Du bist also Experte für Entwicklungshilfe, hmmm?
Nein. Muss ich das denn sein?Und Deutschland sollte lieber seine Entwicklungshilfe einstellen und das Geld lieber den armen Bürgern lassen - weil die es nötiger haben?
Nein. Aber prüfen ob die Entwicklungshilfe auch Erfolg hat. Wenn nicht, sollte man über andere Möglichkeiten zur Hilfe nachdenken. Konkrete Projekte könnten z.B. viel mehr helfen, als Millionenbeträge in die Rachen von Menschen zu schießen, die damit nicht umgehen können.
Von dem ‘Erneuerbare Energien Gesetz’ hast du noch nie gehört, oder?
In der Tat kannte ich das nicht. Schande über mein Haupt.
Aber es ist zumindest fraglich, wieviel dieses Gesetz bringt. Verstehe ich das richtig, dann stellt es eine Verpflichtung für die (Grund-)versorger da, einen gewissen (verschwindend geringen) %-Satz Strom aus nicht-fossilen Quellen zu beziehen und natürlich zu entlohnen. Das fördert die Produktion von gesunden Strom nur bedingt und, da die Stromanbieter die Mehrkosten natürlich an Ihre Kunden weitergeben, auch wieder auf dem Rücken der Kleinen.Dagegen mangelt es z.B. an finanziellen Förderungen (zumindest entzieht es sich meiner Kenntnis) für Anbieter die ausschließlich Bio-Energie liefern. Diese stehen ganz offensichtlich in einer deutlich schlechteren Position als die konventionellen Energielieferanten. Das merkt man dann auch an den Preisen, auch wenn sich daran einiges getan hat, weil es eben doch viele Kleine gibt, die etwas für Ihre Umwelt tun wollen.
Und dass der Benzinpreis ohne Besteuerung, zuletzt Ökosteuer, auf einem Level wäre wo gar kein Autohersteller auch nur über Sparsamkeit oder Effezienz nachdenken würde, ist auch an dir vorbeigegangen, was?
Das du jetzt mit der Ökosteuer kommst ist jetzt aber nicht dein Ernst oder?
Einerseits fällt sie wieder zu Ungunsten derer aus, die nicht viel ändern können. Darunter auch Leute, die nicht mal so einfach das Auto stehen lasen und mit dem Bus fahren können. Auch die soll es geben. Das ist aber nicht einmal das Unsinnigste an der Ökosteuer. Zum Einen fließen die Erträge aus der Ökosteuer nicht in die Forschung für umweltschonendere Antriebe, außerdem gibt es für die Großen, die industriellen Umweltverpester, umfangreiche Ausnahmen, die den Sinn dieser Steuer ad absurdum führen und letzlich dafür sorgen, dass dort wo es gerade wichtig wäre keine Veränderung stattfindet. Zum Anderen gilt die Besteuerung als Lösung als ineffizient.Mancham ist es zu einfach, einfach nur seine Feindbilder zu pflegen. (Von wegen ‘Bildzeitungsmoral’ und so…)
Ja, klar, weil es ja auch so einfach ist. Nicht?
-
92
Patrick:11.06.2007 um 17:55Übrigens sind mir Läden zu lange offen. Ist doch schön so bequem! Neoliberalismus pur. Anstatt 7 Euro zu zahlen und 10 Stunden zu öffnen machen wir lieber 24 auf und zahlen nur noch 4. Sollen doch die KassiererInnen sich noch nen Job leben und auf Urlaub, Kinder, Schlaf, Leben verzichten.
Hab den Punkt vergessen zu kommentieren.
Zu lange offen, finde ich nicht. Ich arbeite von 9 - 18 Uhr, dann bin ich so um ca. 18:30 - 18:45 zu Hause (Bus und Bahn halt). Wenn die Läden kürzer auf hätten, käme ich also nicht zum Einkaufen. Außer Samstags, versteht sich. Aber es muss nicht noch länger sein. Ich finde das kritikwürdig, weil es immer häufiger so ist, dass Sonntags die Läden aufmachen und das Ladenöffnungszeiten unter der Woche bis 24 Uhr gefordert werden, aber die sich daraus ergebenden Probleme will niemand wahr haben. Das von dir genannte ist nur eines davon. Denn es ist wahr, dass die Firmen nicht mehr Leute deswegen einstellen. Kann man aber auch verstehen, weil sie mit längeren Ladenöffnungszeiten auch nicht mehr verdienen. (Die Leute kaufen halt nur zu anderen Zeiten ein, dafür zahlt man Betriebskosten für weitere 4 Stunden am Tag). Ein anderes Problem ist halt der erhöhte Strombedarf, der belastend für die Umwelt ist. Deswegen fragte ich mich, ob die die hier auf mich mit dem Finger zeigen, wenigstens so konsequent sind die Ladenöffnungszeiten für lang genug zu halten.
-
91
Patrick:11.06.2007 um 17:47Und Patrick. darf ich fragen warum du ein Auto besitzt? Im Zweifel besorg dir doch ‘nen Roller.
Ich habe kein Auto. Ich bin privat ausschließlich mit Bus und Bahn unterwegs. Oft sogar zu Fuß. Muss ich vielleicht doch nochmal in dieser Deutlichkeit sagen (auch wenn ich das oben schon geschrieben habe, aber das scheinen hier alle ganz gern zu überlesen :-)
Irgendwo schriebst du, du möchtest nichts ändern, ehe es die Politiker tun.
Aber genau darauf wollte ich eben nicht hinaus. Scheine mich mal wieder nur schwer verständlich machen zu können. Ich bezog mich nur auf dieses eine Posting oben, indem jemand fragte, ob es nur ihm komisch erscheine, dass man einerseits auf die Regierenden schimpft, aber andererseits nicht zu einem Tempolimit, Verzicht auf Fleisch, und Mehrkosten durch Ökostrom ist. Ich habe nicht gesagt, dass ich dagegen bin, überhaupt etwas zu tun. Aber wir sprechen hier von teilweise ganz signifikanten Einschnitten in mein Leben, die ich ohne zu murren in Kauf nehmen soll, während (u.a.) Politiker schön weiter die Umwelt verpesten und sich das von mir bezahlen lassen. Und offentsichtlich sollen sie das dürfen, wenn man hier der Argumentation folgt. Und was ich tue, habe ich oben geschrieben.
Ich finde diese Bild-Zeitungsmoral halt zum erbrechen. Immer schön auf die Kleinen, aber im Großen gerade mal “erwägen vielleicht was zu tun”.
“Und jemand anders beschwerte sich, man solle nicht alles reglementieren.”
Naja, was er da schreibt geht absolut am Thema vorbei und ist eine Grundsatzfrage, die es nicht lohnt hier zu diskutieren.
“Alles was C02-Emissionen senkt muss sofort umgesetzt werden. Eigentlich hilft jetzt nur noch die Notbremse.”
Ja, da hast du ja Recht. Ich bin auch bereit meinen Teil dazu bei zu tragen.
Aber verdammt noch mal, es gibt noch viel mehr was man tun kann und muss. Aber im Endeffekt entscheidet sich unsere Politik (und die “Tu-doch-selbst-was”-Gröhler scheinen das auch noch zu unterstützen) doch immer nur, die Last auf die Kleinen zu legen. Wo ist denn das Förderprogramm, dass unsere sauer verdienten Steuergelder nicht in Afrika ohne Sinn und Verstand versickern lässt, sondern z.B. die Weiterentwicklung schadstoffarmer Antriebe oder weniger natur-schädigende Strom-Gewinnungsmaßnahmen fördert oder die Stromanbieter so reglementiert, dass Ökostromanbieter auch für Leute mit schmalerem Geldbeutel erschwinglich werden.Verstehst du, mich stört nicht, dass man uns überhaupt in die Pflicht nimmt. Mich stört, dass man uns immer in die Pflicht nimmt ohne auch die andere Seite in die Pflicht zu nehmen. Immer mal drüber nachdenken, viel reden, aber garnichts tun.
-
90
Patrick:11.06.2007 um 15:25das ruder selbst in die hand zu nehmen, würde beispielsweise auch bedeuten, nicht auf tempolimits, flugpreiserhöhungen etc. zu warten, sondern die entsprechenden konsequenzen selbst zu ziehen.
Das stimmt. Da hast du Recht. Aber man muss sich halt fragen, welche sinnvoll sind.
Also ich kann von mir behaupten, dass ich das letzte mal vor ungefähr 2 Jahren geflogen bin. Ja, ich gebe zu, war ein Städteflug. Aber ich hab halt nicht das Geld um 200 EUR für Hin- und Rückfahrt mit dem ICE auszugeben, wenn der Flug 38 EUR hin- und zurück kostet.Tempo auf der Autobahn. Ja, dazu kann ich was zu beitragen. Aber es fällt schwer, wenn man für die Firma unterwegs ist, gerade stundenlang im Berufsverkehr feststeckte und nach Hause möchte, weil man eigentlich schon längst Feierabend hätte. Insbesondere, wenn das nicht wirklich etwas nutzt.
-
89
Patrick:11.06.2007 um 15:15@ patrick: dir ist schon klar, dass ein nicht zu verachtender anteil des c02-ausstosses aus heizung, stromverbrauch und rinderhaltung resultiert und eben nicht unbedingt durch autofahren?
Ja! Aber darum geht es garnicht.
“aber das ist so schön anschaulich, weil da das zeug direkt aus dem auspuff kommt.”
Ja, zum Beispiel. Aber vielleicht liegt es halt auch mit daran, dass man hier sehr gut ansetzen kann.
hauptsache, ich habs schön warm und im sommer kühl,
Ich heize nicht mehr, als ich muss. Und auch der Ventilator bleibt aus, wenn es erträglich ist. Außerdem fahre ich mit dem Bus zur Arbeit, oder bilde mit Kollegen Fahrgemeinschaften. Ich mache Steckdosenleisten nachts und wenn ich aus dem Haus gehe aus, weil man muss nicht mit Standby-Schaltungen Strom verschwenden muss. Ebenfalls fahre ich mit dem Bus einkaufen, meine Freunde und Verwandte besuchen und drehe das Wasser ab, wenn ich es gerade nicht brauche. Ich lege gerne 50 EUR mehr drauf um eine Waschmaschine oder einen Trockner mit höherer EE zu kaufen, aber das alles muss man erst mal leisten können! Fleisch esse ich jedoch. Nicht täglich, aber zumindest oft.
und das fleisch kommt ausm supermarkt und der strom aus der steckdose. und die da oben gehn mit ihrem dienstmercedes brötchen holen. puh.
Mir ist durchaus bewusst, woher das Fleisch kommt. Und wo wir gerade bei Supermärkten sind: Ihr zeigt gerade alle mit dem Zeigefinger auf mich, aber mal im Ernst: Reichen euch die Ladenöffnungszeiten? Hängt nämlich auch damit zusammen.
Die Sache ist, dass ich durchaus der Meinung bin, dass man selbst was tun kann und auch sollte. Aber es fällt schwer, weil es nicht einfach ist. Ich habe so schon wenig Freizeit, aber das Einkaufen mit Bus und Bahn nimmt mir gut und gern noch einmal eine Stunde in der Woche weg. Und dafür kann ich wirklich erwarten, dass die da oben auch mal was tun. Das tun sie aber nicht.
-
88
Patrick:11.06.2007 um 15:03
Patrick, damit wäre dann anschaulich demonstriert warum sich die Teilnehmer des G8-Treffens auf nicht mehr als ‘ernsthaft in Erwägung ziehen’ einigen konnten: Warum ich und nicht zuerst die?
Ja, ach? Du hast ja Recht! Wir könnten, wir sollten, aber irgendjemand muss ja anfangen. Warum müssen das immer die sein, die sich unsere Poltiker ohnehin nicht zum Beispiel nehmen? Und wenn wir es Schuld sind, dass unsere Politiker nicht in der Lage sind klare Entscheidungen, mit all ihren Konsequenzen, zu treffen, warum wählen wir sie dann nicht ab und nehmen das Ruder selbst in die Hand?
Weisst du, es ist immer einfach mit dem moralisch erhobenen Zeigefinger auf andere zu zeigen. Aber sei mal in der Lage, dass du jeden Cent einzeln rumdrehen musst. Und dann lass dir von “den Bonzen da oben” noch erzählen, dass du kleingeistig bist, weil Du nur auf die zeigst, statt selbst mal aktiv zu werden. Das ja eigentlich Du an der Klimakatastrophe schuld bist, weil du lieber mit deinem Gebraucht-PKW, mit den schlechten Abgaswerten, fährst, weil du dir was anderes nicht leisten kannst. Das würde dir wahrscheinlich stinken.
-
87
Patrick:11.06.2007 um 14:40“Was, Tempolimit? Weniger Fleisch essen? Mit Fahrrad einkaufen? Womöglich noch den teuren Ökostrom kaufen? Wollen die uns denn alle Freiheiten nehmen? Das hilft doch alles nichts; was soll denn der Unsinn!?!”
Bin ich der einzige, der das irgendwie komisch findet?
Nein. Aber es ist halt so, dass die ja erst einmal anfangen könnten.
Denn die sind es, die von unserem Geld ihre Kosten erstattet, Mitarbeiter und Dienstwagen bezahlt bekommen. Und ehe ich mit Bus und Bahn reise, warum soll nicht erst einmal der Politiker darauf verzichten mit der dicken Benz-Limo vorzufahren, obgleich er nur 10m fahren will? Sie haben nun einmal eine besondere Rolle in unserem Staat und es wird Zeit, dass sie davon nicht ständig nur profitieren, sondern auch mal Vorbildfunktion erfüllen.Tempolimit? Schön und gut, aber nur wenn unsere Poltiker dann die Autobahn statt der Luft nutzen um auf Staatsksoten zwischen A und B rumzugondeln.
Und Fleisch essen? Hallo? ICH, der den Regiernden dieses Landes Ihre Betrügereien mit der Umweltverpestung, die Nutzung von Flugzeugen um sich 20km fortzubewegen, die Nutzung einer umweltverpessenden, sauschweren Limousine um beim Bäcker Brötchen zu holen, bezahle, ich der ich derjenige bin, dem die die Grundrechte kürzen, muss ernsthaft meine Ernährung verändern und damit meine Gesundheit eventuell beeinträchtigen, bevor sich bei denen was tut?
Zudem kann nicht jeder, was die können. Zum Beispiel gibt es viele Menschen, die 1ct Ersparnis pro kwH in Erwägung ziehen müssen weil jedes Ende, wo sie sparen können, ihr Überleben sichert. Davon gibt es hier in .de mehr als 4 Mio. Menschen. Und dann sollen wir anfangen etwas zu verändern?
Natürlich könnten wir alle Probleme selbst lösen. Aber wofür haben wir die gewählt?
-
86
Patrick:11.06.2007 um 12:37wer hamburg-berlin fliegt, ist ein großer idiot. schneller als mit dem ICE wird man diese strecke nicht schaffen.
Zuerst wollte ich sagen: Das Problem ist: Teurer vermutlich auch nicht. Dann hab ich mir die Preise mal angesehen und stimme dir zu. Für Bahn-Verhältnisse saugünstig. Dagegen ist eine Fahrt von Düsseldorf nach Berlin unerträglich teuer, dagegen widerrum der Flug (ab 19 Euro One-Way) wahnsinnig billig.
es würde ein flüssigerer verkehr entstehen, ohne ständiges seitenwechseln, bremsen & beschleunigen.
Ehh ja. Schon mal in Holland mit dem Auto gewesen? Flüssig ist anders.
jeder, der in einer großstadt lebt, sollte sich ernsthaft gedanken machen, ob er nicht auf ein auto verzichten könnte.
Das stimmt. Ich lebe Mönchengladbach und, wenn man bereit ist sich ein wenig abzuschleppen, kann man durchaus ohne Auto leben. Ich tu es ja.
aber die ganze debatte wird daran scheitern, dass die menschen zu bequem sind…einkaufen mit dem fahrrad, oh gott,wie anstrengend.Das Problem ist, dass man mit dem Fahhrad nicht wirklich sinnvoll einkaufen kann. Sinnvoll heißt für mich: Größere Mengen. Aber ich würde es mir schon lustig vorstellen, wenn noch mehr Leute als meine Freundin und ich, bepackt mit mehreren Taschen und einem Trolley vom Einkaufen nach Hause fahren. Und eines sag ich dir: Spaß macht das nicht. Ist aber umweltschonender und nebenbei auch günstiger.
-
85
Patrick:11.06.2007 um 11:26Das schlechte Gewissen sollte eher beim Fleischfressen kommen, das verursacht nämlich viel mehr CO2 als der Verkehr, weltweit.
Oh ha. Wieso das denn? Wo ich doch so gerne meinen Eisenhaushalt auf gesundem Niveau halte und es mir außerdem auch schmeckt…
-
84
Patrick:11.06.2007 um 11:18@ matti
Tatsächlich. Danke für die Aufklärung. Dann spar ich mir dann beim Autofahren doch das schlechte Gewissen für einen anderen Zeitpunkt auf, wenn ich das Gaspedal mal fester durchtrete ;-)
-
83
-
82
Patrick:11.06.2007 um 11:00@ Armin
In der Tat! Verwundert hat es mich auch. Aber ernsthaft: Ein Tempolimit 100 ist schon sehr krass. Und ich kann ehrlichgesagt auch nicht beurteilen, wie sehr die Geschwindigkeit in der Relation zum Umweltschaden steht. Ich kann mir vorstellen: sehr. Aber die Frage ist: Ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung des Problems Lösung?
Gruß
Patrick
-
81
Patrick:11.06.2007 um 10:55Johnny, na nu? Du klingst.. mir fehlen die passenden Worte.
Ist es desillusioniert? Nein, aber naja, du weißt sicher, was ich meine.
Und mir fehlt auch die Erfahrung im Polit-Business um den Wust aus strategischen Formulierungen - wie du es nennst - zu entwirren. Aber ich bin mir sicher, dass hinter den Worten wirklich nicht viel mehr als Strategie steht. Und erfolgreich finde ich den Gipfel auf jeden Fall nicht· Was damit nicht zuletzt zusammen hängt.Und was das Tempolimit angeht: Hey! Ja, das ist ne klasse Idee!
Endlich kann es nicht mehr zu so verfahrenen Situationen kommen, in denen mich ein Ford Fiesta ausbremst, wenn ich gerade für die Firma unterwegs bin, weil er der Meinung ist mit 100 auf die Überholspur rüberzuziehen, weil vor ihm ein LKW mit 90 fährt. Denn dann bin ich mit dem selben Tempo wie der Fiesta unterwegs!Gruß
Patrick
Informer
-
80
-
79
Patrick:09.06.2007 um 23:08Ach und noch was, Malte! Der Name Sascha weckte bei mir spontan Assoziationen zu einem Lied der Toten Hosen. Insbesondere weil du in deinen Gedanken mit “Verdammt” reagiertest. Hat mich enttäuscht, dass du dann doch mit dem Wikipedia Artikel ankamst. ;-(
-
78
Patrick:09.06.2007 um 22:59Hm. Bin ich eigentlich der einzige, der sich fragt, warum der ängstliche Sascha zu Malte geht, statt sagen wir zum Beispiel zur.. hmm.. Polizei? Wenn die Firma so schlimm ist, dass er Angst haben muss, wird unser lieber Staat sicherlich einen Platz im Zeugenschutzprogramm frei haben, oder?
Polizei bestätigt Einsatz von Zivil-Beamten
-
77
Bildtitel gesucht
-
76
Patrick:08.06.2007 um 07:48“Ei Du Du Du was hast du da?” (in der Stimmlage einer Frau bei dem Baby einer anderen Frau)
Geht doch mal arbeiten!
-
75
Patrick:06.06.2007 um 19:53“Man meldet sich krank oder - wenn es einem die Position erlaubt, z.B. einem Bankvorstand - verschiebt alle Termine unter Hinweis auf ein paar wichtige M
Meetings.”Dumm nur, dass somit doch wieder nur die teilnehmen können, die ja immer irgendwie teilnehmen. Dumm daran ist auch, dass diejenigen die daran teilnehmen können, nicht unbedingt die sind, die etwas zu sagen hätten. Ebenfalls dumm ist, dass die die da demonstrieren gerne darüber spekulieren, wie faul und desinteressiert doch das restliche Volk ist, das zum Beispiel beim bösen McDonalds hinter der Theke steht und die Globalisierungsgegner mit ihrer amerikanischen Cola und ihren amerikanischen Hamburgern versorgt.
Manchmal ist echt alles zum kotzen. ;-(
-
74
Patrick:06.06.2007 um 19:12Hmm. ICH bin auch Angestellter, ICH bin auch ein Gegner von Überwachungswahn, Verwehrung der Grundrechte und ähnlichen politischen Schandtaten. Und trotzdem frage ich mich manchmal, woher die ganzen Demonstranten die Zeit nehmen. Schließlich wird nicht jeder Demonstrant arbeitslos oder Student sein. Oder doch?
Beinahe gleiches Recht für alle
-
73
Patrick:06.06.2007 um 07:01Malte, der Vergleich ist sehr unpassend. Dabei gäb es andere Aufhänger, deren Betrachtung viel wichtiger wäre und die durch den Vergleich ein bisschen in den Hintergrund gedrängt werden.
Eigentlich müsste man beide Fälle getrennt voneinander betrachten und sich dann folgende Fragen stellen:
zu Fall 1 (Radikaler Linker))
- Wie kann es sein, dass ein Strafverfahren entgegen üblicher Praxis und zum Nachteil des Beklagten so beschleunigt wird? Eine effektive Verteidigung ist so (wie hier auch mehrfach gesagt) effektiv nicht möglich, womit dem Angeklagten im Grunde das Recht auf eine ordentliche Verhandlung versagt wird.
- Ist das Strafmaß angemessen?
- Wenn der Täter nicht vorbestraft war, warum wurde die Strafe dann - entgegen gängiger Praxis - nicht zur Bewährung ausgesetzt? Schließlich impliziert auch das Werfen von Steinen nicht, dass man nach einer Verurteilung nochmal straffällig wird.zu Fall 2 (Grenzschutz))
- Lag hier ein Vorsatz vor? Denn unsere Gesetzgebung betrachtet Vorsatz und Absicht nun einmmal mit unterschiedlicher Wertung.
- Ist der Grund für das Sterben des Mannes WIRKLICH und nachweislich (also unstrittig belegt) auf das Verhalten der Grenzschützer zurückzuführen?
- Ist das Verhalten der Grenzschützer wirklich auf eine schlechte Ausbildung zurückzuführen? In diesem Falle müsste zumindest BGS-intern eine Untersuchung angestoßen werden, nämlich gegen die Ausbildenden und danach ggf. ein Strafverfahren angestoßen werden.
- Räumen wir Polizisten in Ausübung Ihrer Pflicht ein auch Fehler machen zu dürfen? Denn schließlich sind sie ja auch nur Menschen. Wobei es natürlich schwer fällt beim Tod eines Schutzbefohlenen von einem “Fehler” zu sprechen. Aber, wenn es das Resultat einer mangelhafter Ausbildung war, dann ist es genau das gewesen.Gruß
Patrick
Ich war’s nicht
-
72
Patrick:05.06.2007 um 15:29“Jede Veränderung der Welt beginnt bei dir selbst. In deinem Leben.”
Ja, richtig!
“Darum kann ich den den Stromjungs auch keinen Vorwurf machen. Geld zu verdienen ist meiner Ansicht nicht verwerflich.”
Na eben doch! Weil die Stromjungs so tun als ginge es ihnen nicht ums Geld,
sondern um nichts geringeres als Weltveränderung und damit um Weltverbesserung. Und somit kann man ihnen zumindestens Dreistigkeit vorwerfen. Oder anders gesagt: Sie versuchen uns zu ver*schen.“Moral ist verwerflich.”
Das seh ich nicht so. Und ich finde es ehrlich gesagt erschreckend, dass es Leute gibt, die das so sehen.“Das ist die wahre Geißel der Menschheit genau wie die Positioniertheit über den eigenen Standpunkt. Manche Menschen verschimmeln lieber auf ihrem Standpunkt als dass sie den Mut zu echten Transformationen aufbringen, die bei sich selbst beginnen.
Aber das wollen die nicht sehen. Ich habe mal den bösen Satz gelesen, dass es einfacher ist, einem Mann seine Frau wegzunehmen als seine Vorurteile.”Die zwei Dinge, die du da aufwirfst, sind aber grundverschieden. Das eine, also die Moral, begründet sich auf dem was die Mehrheit für richtig hält und findet
und ist somit eine wichtige Grundlage für harmonisches Zusammenleben.Das Andere spricht davon, ob man bereit ist seine Sicht der Dinge anzupassen UND es auch einzuräumen um Veränderungen zu erreichen. Das Menschen eher auf ihrem Standpunkt beharren, als ihn zu überdenken, ist zwar schade, hat mit Moral aber null komma garnichts zutun.
Fotos von Karsten Thielker
-
71
Patrick:05.06.2007 um 13:37Mein Gott, was ist das hier bloß für eine Diskussion?? Wir sprechen nicht von Zensur, als Werbung verpackte Kinderpornos oder datensammelnder Java-Applets, sondern schlicht und einfach von einem Bild, bei dem sich die Leute bei Spreeblick entschieden haben, dass sie es rausnehmen. Wo ist denn eigentlich das Problem?
Wieso müssen sich die Leute bei Spreeblick dafür überhaupt rechtfertigen?
-
70
Patrick:04.06.2007 um 20:51“Das Foto des Polizisten darf man auf jeden Fall publizieren, denn der wird eh nicht verurteilt.”
Das traurige an solchen Sätzen ist, dass sie leider wahr sind.
Ich war’s nicht
-
69
Patrick:04.06.2007 um 19:58“Kommt alle und macht hier mal friedlich mit. Wer nicht kommt kann aber auch was tun. Etwas was viel mehr bewirkt. Wir sind die Konsumentenbewegung rEVOLution Erster Schritt (WERBUNGWERBUNG) und wir suchen 20.000 Mitstreiter, die bis Ende des Jahres über uns zu LichtBlick wechseln. YEAHYEAH. Quasi ganz einfach die Welt verändern….”
Ich will ja jetzt nichts unterstellen, aber seid ihr sicher, dass es euch hier um das Verändern der Welt für alle und nicht nur für euch selbst geht?
-
68
Patrick:04.06.2007 um 07:03Schade. Ich ärgere mich, dass ich nicht dabei war. Warum?
Nicht, weil ich mich gerne mitgeprügelt hätte. Nicht, weil ich gerne auf der Seite der moralisch Stärkeren, sprich den nicht Prügelnden, gestanden hätte. Sondern weil ich gerne wüsste, wie es wirklich war. Spon berichtet tendenziös, bei den Kollegen vom Axel-Springer-Verlag muss ich erst garnicht nachsehen um zu wissen, welcher Mist da kommt. Die Linken, auf dessen Seite ich rein politisch stehen würde, reden auch nur von Provokation. Und was darf man jetzt glauben? Schwarz vermummte Polizisten in Zivil, die groß organisiert Unruhen bei einer Demo anzetteln um… ja was eigentlich?? Die Linke zu diskreditieren? Das Vorpreschen unserer Politik in Sachen Präventiv- und Polizeistaat zu rechtfertigen? Klingt abwegig. Kling sehr sehr weit hergeholt. Und trotzdem ist es nicht auszuschließen. Zweifelhafte Aktionen von seiten unserer “Freunde und Beschützer” haben wir in der Vergangenheit schon genug gehabt. So war es ein Verfassungsschützer, der den Autonomen damals die Brandsätze in die Hand legte und ihnen zeigte, wie man Autos umkippt mit dem Ziel sie ausbrennen zu lassen. Peter Urbach, heißt der Mann. Lebt heute noch in Tarnung des V, so brisant war das alles.Aber gewaltbereite Linke sind auch nichts Neues. Und Provokation gab es im Vorfeld durch die Zäune usw. genug. Aber seit ihr so blöd? JETZT hört sich NIEMAND mehr eure Argumente an. Und auch nicht die der anderen Linken. Ihr gewaltbereiten Idioten habt es FÜR ALLE versaut. Und seit ihr damit jetzt glücklich?
Ein Terrorist wie du und ich
-
67
Patrick:28.05.2007 um 18:05Hm, Bea. Es gibt ja Männer, die stehen auf sowas. Ob die Herren das vielleicht auch tun?
SCNR
Benz brennt
-
66
Patrick:27.05.2007 um 15:54“Schade ist nur, wenn unverhohlen einigen Kommentatoren die Schadenfreude quasi aus den Fingern springt, weil der Mercedes von Kai Diekmann angezündet wurde.”
Ist es das?
“Wer es nicht glauben mag, aber auch die BILD erfüllt eine gewisse journalistische Aufgabe,”
Nach dem ersten Satz war ich ja noch der Meinung, dass dein Beitrag ernst gemeint ist. Aber jetzt bin ich mir fast sicher, dass Du zu scherzen beliebst.
Tust du doch, oder?” denn mir ist es lieber die Leute lesen wenigstens noch eine Zeitung, anstatt sich nur noch von bewegten Bilder informieren zu lassen, die vermeindliche Promis beim Kochen/Tanzen/Diskutieren zeigen.”
Ach so. Es ist besser sich propagandistische Hetzblätter, ohne Anspruch, ohne Niveau, dafür immer sehr reißerisch und grundsätzlich auf Kosten Anderer durchzulesen, als sich von seichter Unterhaltung berieseln zu lassen? Also, du, ganz ehrlich: Wenn ich die Wahl hätte, zwischen jemandem, der mir einen Stein an den Kopf schmeißt und jemandem der stattdessen in einer Ecke sitzt und nix tut, dann würde ich mich für Letzteren entscheiden.
Ein Terrorist wie du und ich
-
65
Patrick:25.05.2007 um 13:44Hm. Ehrlich gesagt finde ich das alles sehr beunruhigend. Sehr sehr beunruhigend.
Gerade haben wir noch die Terror-Debatte überstanden, im Endeffekt waren wir uns alle irgendwie einig, dass Gewalt keine Lösung für gesellschaftliche Probleme ist und jetzt sehen wir uns mit einem Zustand konfrontiert, der uns an die DDR erinnert oder an das Deutschland, dass den RAF-Terror erst ermöglichte, nur vielleicht sogar noch ein klitzekleines bißchen schlimmer, weil der Zustand den eine RAF womöglich hervor kitzeln wollte, hier schon real scheint. Wir befinden uns auf dem Weg in einen Zustand, wo Angst entsteht. Und zwar nicht vor oder wegen Terroristen, sondern vor der führenden Rige und dessen Helfern. Vielleicht hat die Politik vergessen, dass es hier unten noch den kleinen Mann gibt? Vielleicht läuft ja auch nur die Polizei Amok, aber wie kann es dann sein, dass alles so Hand in Hand läuft? Wie kann es sein, dass die Polizei Ungesetzliches tut und die Polizei es dann nachträglich rechtfertigt? Zählt Recht und Gesetz denn garnichts mehr?Es ist traurig, schade, vielleicht sogar dramatisch und gefährlich. Der Zustand in dem sich unser Land befindet. Er ist Nährboden für Terror. Aber einen weiteren Deutschen Herbst sollten wir vermeiden. Nur: Wie? Wie den Umschwung schaffen, zurück zu einem Rechtsstaat, der nicht nur Angst vor Terror, sondern auch Respekt vor seinen Bürgern, seinen Wählern hat?
Vielleicht sollten wir uns Antworten zu diesen Fragen überlegen, statt rumzuseiern wie schlecht doch alles ist und die Mittelfinger zu recken. Denn von symbolartigen Aussagen hat sich noch nie etwas bewegt. Durch Reden vielleicht auch nicht. Aber man muss erst Reden, Diskutieren und Nachdenken BEVOR man zur Tat schreitet.
Benz brennt
-
64
Patrick:23.05.2007 um 13:13Tja ja. Ein kleines bißchen klammheimlicher Freude, konnt ich auch nicht verhehlen. Aber wie so oft, hat das Gesicht ein lachendes und ein weinendes Auge. Denn so sehr ich die Aktion verstehen kann, so sehr ich es dem Diekmann dem A*****…eh.. Producer eines der menschenverachtendesten Schundblätter auch gönne, so traurig finde ich, dass es zwar Symbolwirkung (”Wir sind dagegen!”) hat, aber letztlich Argumente für die liefert, die DAFÜR sind und zwar nicht FÜR pseudo-revolutionäre, ach so rebellische, ach so individuelle Taten, die man sich in Wirklichkeit ja doch nur bei den Aufständigen der 70er abgeguckt hat, sondern FÜR Überwachung, für schärfere Gesetze, für mehr Grundrechtseinschnitte.
Genauso, wie ich verstehe, dass ein Blog-Eintrag vermutlich nichts verändern kann, weil er nicht die selbe publizistische Wirkung wie ein BILD-Artikel, verstehe ich, dass ein Widerstand gegen unsere momentane Politik nur auf legaler Ebene erfolgen kann oder zumindest alle legalen Möglichkeiten ausgeschöpft sein müssen, bevor man zu anderen Methoden übergeht, die durchaus ihre Berechtigung haben KÖNNTEN, aber in Deutschland nie haben WERDEN. Denn: Erst wenn es nicht mehr möglich ist, z.B. durch Bildung einer eigenen Partei etwas zu verändern, kann ein Widerstand im Sinne von §20 GG sinnvoll sein. Und so leid mir das tut: Das ihr es nicht schafft die Stammwählerschaft der CDU von euren Ideen zu überzeugen, heißt noch lange nicht, dass es nicht möglich ist.
Don schrieb dazu übrigens den m.E. treffendesten Satz: “Es gibt drei Fasttrillarden Möglichkeiten, Einfluss auf die Politik und das Meinungsbild der Menschen zu nehmen.”
Cyber War
-
63
Patrick:15.05.2007 um 10:54Habe mich verschrieben. Ich meinte natürlich “unpopulistische Vorgehensweise”.
-
62
Patrick:15.05.2007 um 10:53“Und wen interessiert das, könnte ich jetzt zurückfragen?”
Die, die es betrifft.
“Wer als Deutscher 184 Euro verdient, sollte sich vielleicht mal fragen, ob er nicht die falschen Prioritäten gesetzt hat [...]”
Eins muss ich klarstellen, damit es in der Hitze des Gefechts nicht unter geht:
Wenn ich 184 EUR als Extrembeispiel anführe, dann meine ich damit auch Leute, die gerade genug verdienen um nicht von Hartz IV leben zu müssen.Wenn ich dir bei denen die WIRKLICH 184 Euro verdienen, zwar in den allermeisten Fällen Recht geben würde, halte ich deine Aussage im Großen und Ganzen trotzdem für eine anmaßende und unsinnige Pauschalisierung. Nicht jeder, der heute Jobs mit viel zu geringer Bezahlung annehmen MUSS (weil der Arbeitsmarkt den Firmen entsprechendenen Freiraum bei der Auswahlt einräumt), muss dies weil er sich in der Schule mit Saufen beschäftigt hast. Das hast jetzt Du aus der Bild-Zeitung.
“Was allerdings nicht passiert, wenn man ~600 Euro oder weniger im Monat verdient, denn bis zu dieser Grenze ist Ihr persönliches Einkommen vollkommen steuerfrei.”
Stimmt. Ich persönlich zähle aber zu der Personengruppe, die genug verdienen um auf Hartz IV verzichten können, aber lange nicht genug um gut leben zu können. Und ich für meinen Teil kann sagen, dass beinahe 1/3 meines Gehalts an den Fiskus geht. Beinahe deshalb, weil natürlich auch Sozialleistungen von meinem Gehalt abgehen, die ja letztlich mir selbst zu Gute kommen.
“Ihre Logik kann ich nicht ernstnehmen. [...]”
Ich brauch keine Belehrung in Sachen Mathematik. Denn Mathematik löst kein Problem, wenn die zu Grunde gelegten Variablen falsch sind, egal wie richtig der Rechenweg sein mag. In der Schule waren die Aufgaben immer trotzdem falsch, wenn man zwar den Rechenweg kannte, aber die falschen Zahlen eingesetzt hat. Dieses Problem trifft auch hier zu.“Ihre Vorstellungen triefen vor Klischees und strotzen vor Stereotypen.”
In gewissem Umfang, das räume ich ein, ja. Aber die Berechtigung meiner Ansicht nur dadurch abzusprechen, halte ich für vermessen und realitätsfremd.
“Als ob Manager nur Mitarbeiter entlassen würden, zuallererst stellen sie welche ein.”
Stimmt. Aber die Einstellung von Mitarbeiterin erfolgt auch nicht aufgrund einer sozialen Ader, sondern weil die Arbeitgeber dafür eine Gegenleistung, nämlich Arbeitskraft, erhalten.
“Natürlich weiß ich, dass man durch das täglich Lesen von BILD oder SpOn-Schlagzeilen den Eindruck erhalten könnte, in Deutschland würden Arbeitsplätze nur noch abgebaut, statt aufgebaut.”
Ich beschränke meine Informationsgewinnung weder auf Bild, noch auf Spon.
Mir ist durchaus klar, dass auch eingestellt wird. Auch ist mir klar, dass die Arbeitslosenquote - und das ist erfreulich - momentan rückläufig ist. Sie ist aber trotzdem noch sehr hoch. Zudem ist es auch nicht sehr viel besser, wenn Firma XY so und so viel Leute entlässt, dafür dann aber so und so viel Leute mit deutlich schlechteren Vertragsbedingungen einstellt.“Überhaupt haben Unternehmen in Deutschland (ich weiß, Manager und Unternehmer sind zwei paar Schuhe, aber ein Gesamtbild tut mal not) ca. 30 Millionen (30 000 000) Vollzeitarbeitspläze in Deutschland bisher geschaffen und alleine in den letzten Jahren sind über 500 000 hinzugekommen.”
Das Problem an deiner Rechnung ist, dass Unternehmen nicht aus purer Menschlichkeit und so völlig ohne Gegenleistung Arbeitsplätze schaffen. Wenn sie viele Menschen einstellen, ist das zu nächst einmal der Tatsache geschuldet, dass sie für eine große Unternehmung auch viel Personal brauchen.
Sie bekommen dafür sehr solide Arbeitsleistung, ohne die Ihre Unternehmung nicht möglich wäre. Dieses müssen sie natürlich bezahlen, aber diese Entlohnung fällt heutzutage längst nicht mehr so oft so hoch aus, wie du es hier behauptest. Im Gegenteil dazu wird es sogar vermehrt die Regel, dass man für seine Tätigkeit minderwertig entlohnt wird. So zum Beispiel, wenn du von Leuten redest, die in der Schule keine großen Leitungen vollbracht haben. Wenn diese Menschen dann ein paar Stunden lang am Fließband stehen, für einen Stundenlohn von 5 EUR, dann bringen sie doch trotzdem mehr Arbeitskraft, mehr Leistung, mehr Fleiß in eine Unternehmung ein, als 5 mickrige Euro. Und der Profit, den Unternehmen aus dieser Arbeit schlagen, liegt auch um ein vielfaches höher.Und du findest es wirklich fair und gut und richtig, wenn ein Manager die Entscheidung fällt Leute so zu bezahlen, gleichzeitig Überstunden anordnet und “überflüssiges” Personal kündigt, weil er gerne mehr Profit mit weniger Mitarbeitern (= weniger Ausgaben) machen möchte? Das siehst du als Dienst für die Allgemeinheit an? Frag mal die Leute die für weniger als 500 EUR im Mont oder sogar ehrenamtlich Dienst für die Allgemeinheit tun, wie die das sehen.
Es ist richtig, dass die Leute einen Job machen, der gemacht werden muss. Das dafür unpopulistische Vorgehensweise erforderlich ist: Na klar. Aber bitte tu nicht so, als ob sie dafür über Ihre unverschämt hohe Entlohnung hinaus, noch irgend etwas verdient haben. Schon garnicht, dass man Ihnen etwas zuspricht, was ihnen nicht gerecht wird.
-
61
Patrick:14.05.2007 um 13:48“Es gibt in der Summe Milliardenzuschläge für unfähige Arbeitnehmer. Darüber sollte man sich genau so aufregen, wenn man glaubwürdig bleiben will.”
Ich glaub nicht, dass irgendwer der genannten Personengruppen den Anspruch erhebt glaubwürdig zu bleiben. Was Johnny da beschrieb ist das Rechtsempfinden verschiedener Gruppen in unserer Bevölkerung, dass natürlich aus der eigenen Sicht gesehen und somit rein subjektiv ausfällt. Das was diese Leute denken wird vereinzelt sehr zutreffend sein und kann im Zweifelsfall schlecht über Durchschnittsgehälter wieder wett gemacht werden.
“Und der Durchschnittslohn in Deutschland beträgt nicht die durchschnittliche Körpergröße in % - sondern ca. das 15fache - 2507 Euro.”
Und wen interessiert das? Wenn ich auf meinem Lohnstreifen statt 2507 Euro, eben 184 EUR stehen habe, dann hilft es mir relativ wenig, dass es ein paar Leute in Deutschland gibt, die mehr als 5000 EUR monatlich verdienen und somit den Durchschnitt gewaltig anheben. Durchschnittswerte sind ohnehin relativ unaussagekräftig. Ganz im Gegensatz zu Manager Gehältern von 1,5 Mio Euro im Jahr. Wenn dann noch Sonderzuwendungen in Milliardenhöhe am Fiskus vorbei hinzu kommen, dann kann man sich als “normaler” Bürger darüber schon einmal aufregen. Denn - das hat rein garnix mit der Fähigkeit des Einzelnen zu tun - wenn man gerade genug verdient um ohne Hartz IV über die Runden zu kommen, dann tut es schon weh, wie solche Sesselpupser gut das 50fache von dem verdienen, was man selbst verdient. Oder wenn man bedenkt, dass vom eigenen Gehalt beinahe ein Drittel (!) in den Steuertopf fließt.
“Rechnen wir jetzt mal …”
Die Rechnung kann ich nicht ernstnehmen, weil sie schon auf falschen Annahmen beruht. Man kann problemlos von realen Gehältern auf Durchschnittsgehälter schließen, aber der Umkehrschluss, dass man aus Durchschnittsgehältern wieder auf reale Gehaltssummen kommen kann, ist der größte Unfug den ich zu diesem Thema bisher gelesen habe.
“Darüber lohne es sich auch nachzudenken, werte Manager-Basher.”
Ja, wenn man Volkswirtschafter oder Analyst ist und sich somit vielleicht für Zahlen interessiert, die eher theoretischer als praktischer Natur sind. Als jemand der zu wenig verdient, aber trotzdem mehr als 40 Stunden die Woche arbeitet, interessieren mich aber die Fakten, soweit ich sie beurteilen kann. Und es interessiert mich, WER sich das Gehirn zermatert über konkrete Lösungen, WER Überstunden schiebt um das Jahresumsatz-Plus zu erreichen, dass der tolle Manager mit seinem Millionen-Jahresgehalt gerne hätte. Während dieser SEINEN Job mit der Kündigung von Tausend Mitarbeitern erledigt, hier und da ein paar millionenschwere Entscheidungen trifft, dafür aber während er Manager ist gut lebt (besser als ganze Fußballfelder voll seiner Angestellten) und wenn er es mal nicht ist, auch keine Existenzängste haben muss. Letzteres sind Probleme, mit denen seine Angestellten sich oft auch rumplagen müssen.
-
60
Patrick:11.05.2007 um 13:57“Nunja, also eigentlich war Hagbard ja der Protagonist in der grandiosen und hochgradig drogenverwirrten Illuminatus-Trilogie von Shea und Wilson, auch wenn sich ein ebenfalls hochgradig drogenverwirrter “Hacker” irgendwann dann den Namen geborgt hat.”
Das war mir schon bewusst. Aber in dem Zusammenhang ist der Aspekt, dass sich jener drogenverwirrte Hacker (wobei es nicht nur eine Verwirrung durch Drogen, sondern vorallem Wahnvorstellungen waren, die er vermutlich auch ohne die Drogen hatte) so nannte, einfach interessanter als der Protagonist aus der Illuminatus-Reihe.
-
59
Patrick:11.05.2007 um 12:52Aber eins muss man den Verfassern des “Bekennerschreibens” ja nun lassen.
Urkomisch die Leute. Ihren Brief allen Ernstes mit dem Pseudonym eines der berühmtesten Hacker zu schreiben. Und dann noch ausgerechnet einer der Hacker, dessen Geisteszustand zuletzt überaus angeschlagen war und dessen Tod bekannt und trotzdem ein ewig offenes Geheimnis sein wird.
Keine Gnade für Christian Klar
-
58
Patrick:Zum Thema Rechtschreibung:
Da gibt es meines Erachtens
128
@#674491:
Nein, jetzt ist der Kommentar ja scheinbar da. Seltsam :-)
127
Hm. Ich frage mich, ob ich in meinem Kommentar irgendwas geschrieben habe, weshalb dort “Dein Kommentar wurde noch nicht freigegeben.” stehen könnte *wunder*
126
In Kanada bezeichne ich unsere Generation als die die Welt veraendert haben mit den Kreditkarten unseren Eltern. or in English “we’re the generation who changed the world with our parent’s credit cards.”
Nicht, dass ich wüsste zu welcher Generation ich gehöre (was auf Blogs wie diesem auch irgendwie schwer festzustellen ist, wegen der teilweise wahrscheinlich gravierenden Altersunterschiede unter den an den Diskussionen Teilnehmenden), aber das soll wohl heißen, dass wir die verwöhnte Generation sind, ja? Eine Generation, die nichts leistete, aber alles in den Hintern geschoben bekam? Ja, wenn ich so zurück betrachte, was in meiner Generation so geschah, mag es stimmen. Ja, wir haben keine Terroristischen Vereinigungen gegründet. Ja, wir haben wenig demonstriert und so richtig politisch sind ja die Wenigsten von uns. Dreckig machen? Na wo kämen wir denn da hin. Auch das Kreditkartenargument mag auf einige meiner Generationengenossen zutreffen. Ich erinnere mich an Mobbing, weil ich erst keine Adidas, dann Fila und dann keine ‘es’ Sachen trug. Wie “die Anderen” in meiner Generation. Später dann sah ich zu, wie alle in meiner Generation mit 18 ihren Führerschein machten und mit 20 oder so in Wohnungen zogen, die mindestens zur Hälfte von ihren Eltern bezahlt wurden. Ich zog nach Mönchengladbach um von 500 EURO brutto und amtlicher Hilfe (Ausbildungsbeihilfe) meinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Der Führerschein musste dafür warten. Wie vieles Anderes.
Wir sind halt verwöhnte Kinder. Nur, dass wir eben nicht alle sind.