Zuhause 2007
Anlegen, zielen, feuern!
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alexk:26.11.2006 um 15:45Bei der ganzen Diskussion um das Verbot der “Killerspiele” stört mich eins gewaltig: hier wird eine Komponente der Medienwelt heraus genommen und zum Universalschuldigen gemacht. Wenn Politiker sagen, die USK funktioniert nicht, oder ist nicht streng genug, dann gilt das auch für die FSK. Nehmen wir z.B. die Verfilmung von “Das Parfüm”. Im Kino hing ein Hinweisschild: FSK12, mit Eltern FSK6. Sorry, aber ich bin nicht der Meinung, dass der Film für 12jährige geeignet war. Aber spielen wir das ganze mal durch:
Deutschland führt ein Verbot von “Killerspielen” ein, weder das Produzieren, Handeln oder Benutzen ist dann legal. Dann kommt es wieder zu einem Amoklauf und man findet beim Täter irgendwelche gewaltverherrlichende Filme. Also werden solche Filme auch verboten. Beim nächsten Täter werden dann Bücher von Stephen King und Clive Barker gefunden. Also auch verbieten. (Sorry, da schiesst mir schon fast der Begriff der Bücherverbrennung in den Kopf). Und was ist, wenn es dann immer noch solche Vorfälle gibt? Pressezensur, weil die Nachrichten nicht mehr über alles berichten dürfen?
Natürlich darf nicht jedes Kind/Jungendlicher alles konsumieren, aber dafür gibt es USK und FSK. Wenn man also was gesetzlich ändern will, dann, dass die Altersfreigaben stärker durchgesetzt werden.
Wertkonservatives zum Amoklauf des Tages
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alexk:21.11.2006 um 15:07Die Forderung nach einem Verbot von “Killerspielen” wurde dieses Jahr ja schon öfters laut. Und ich verstehe auch warum: weil es so einfach ist. Mit solch einer Forderung erreicht man eine breite Öffentlichkeit und kann seine Reputation als Politiker aufwerten.
Diejenigen die jetzt Ende zwanzig bis Mitte dreissig sind, sind diejenigen, die de Generation angehören, die den Siegeszug der Computerspiele miterlebt haben. Wer von denen hat nicht irgendwann mal Doom oder Quake gespielt, oder mit Genuss Tarantino Filme gesehen? Sind das alles potentielle Massenmörder? Bestimmt nicht.
Aber diejenigen, die diese Entwicklung nicht miterlebt haben, haben kein wirkliches Bild von der Sache und da zieht so eine Forderung einfach. Welcher Politiker war es noch mal, der vor ein paar Wochen nach einem Verbot von “Killerspielen” geschrien hat und dann zugegeben musste, dass er sich noch nie so ein “Killerspiel” gesehen hat?
Aber warum soll man es sich schwer machen und sich mit den gesellschaftlichen Problemen auseinander setzen, wenn man den schwarzen Peter so leicht abgeben kann? Ich bin gespannt, wer der nächste Schuldige ist, sollten “Killerspiele” und “Killerfilme” verboten werden, und es trotzdem zu solchen Vorfällen kommt. Welche Gemeinsamkeiten wird es dann zwischen den Tätern geben? Sind in Ihrer Kindheit mit Telletubbies verstraht worden? Sind regelmässig beim McDonalds und Co. essen gewesen?
Wir können gespannt sein.
You tube my space, flickr? Com!
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alexk:23.09.2006 um 18:36Mal wieder ein grossartiger Text von Dir Jonny, der mich zu meinem ersten Kommentar hier bewegt. Denn für mich stellt sich eine viel wichtigere Frage, nämlich warum nutzt man Web2.0 Angebote und/oder freie Lizenzen, als die Frage, ob damit irgendwelche Aggregatoren Geld mit den Inhalten verdienen können.
Warum nutze bzw. stelle ich eigene Inhalte unter der CC-Lizenz zur Verfügung? Inhalte, die ich veröffentliche, entstehen zumeist aus irgendwelchen Arbeiten und Projekten in meinem Studium. Bei Recherchen freut man sich immer wieder, wenn man was zum gesuchten Thema im Web findet, steht aber immer wieder vor der Frage, in wie weit man das Gefundene für die eigene Arbeit verwenden darf. Wenn entsprechende arbeiten unter der CC-Lizenz veröffentlich sind, läßt sich die Frage ganz einfach beantworten. Man muss nicht erst versuchen Kontakt zum Rechteinhaber aufzunehmen, was recht mühsam sein kann, wenn z.B. die Kontaktinformationen nicht mehr stimmen. Dementsprechend stelle ich eigene Inhalte auch unter einer CC-Lizenz zur Verfügung.
Ähnlich verhält es sich in meinen Augen bei OpenSource. Ich denke nicht, dass die gesamten OpenSource Entwickler irgendwelche Samariter sind. Meine Erfahrung zeigt mir, dass ein Großteil von OpenSource Projekten aus einem Selbstzweck entstehen: man benötigt ein Stück Software, dass es noch nicht gibt, basiert auf “Forschungsinteresse”, oder ist einfach ein Nebenprodukt. Und warum sollen Dritte nicht auch einen Nutzen davon haben. Und Geld verdienen läßt sich damit trotzdem, wie man an vielen OpenSource Projekten sehen kann, egal ob mit dem Produkt selbst, oder einfach dem Namen, den man sich damit gemacht hat. Und ob Google oder SourceForge jetzt indirekt Geld damit verdienen, ist erstmal zweitrangig.
Jeder muss sich nur im Klaren sein, was die Nutzung für ihn bedeutet.
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Super Beitrag, Jonny. Gerade mit einem Satz sprichst Du mir aus dem herzen:
> Ein Artikel, der auf der wackligen Grundlage von spärlichen Informationen über ein noch nicht verfügbares Stück technologischer Popgeschichte ernsthaft bemängelt…
Da wird über ungelegte Eier diskutiert, ohne Grundlagen und vermutlich ohne nachzudenken. Die Keynote war eine Vorankündigung für ein Produkt für den amerikanischen Markt. Wie das iPhone genau aussieht, wenn es raus kommt, kann keiner Wissen. Wie die Versionen für den europäischen Markt oder den asiatischen Markt aussehen, erst recht nicht. Das sieht man gerade an der “Das Ding hat kein UMTS” Diskussion. Wenn ich richtig informiert bin, haben die Amis es noch nicht so mit UMTS und setzen mehr auf EDGE. Das Apple beim asiatischen Modell auf UMTS verzichtet, kann ich mir hingegen nicht vorstellen.
Die Zeit wird also zeigen, was das iPhone schlussendlich alles kann oder nicht kann. Bis dahin bleibt die Gewissheit, dass sich Apple mal wieder viel Gedanken gemacht hat und sich viel Zeit gelassen hat, ein innovatives Produkt zu entwickeln. Und welcher andere Hersteller in dem Bereich nimmt sich denn noch die Zeit?