Eva Herman
Das Recht auf Identität
-
16
nerone:31.07.2007 um 15:58Er bezeichnet sich ja einmal als Clown, relativiert also auch rethorisch seine pointierten Ansichten. Insofern lässt er seine Hörer nicht im Unklaren über seine Grundhaltung. Sicher ist, da ist jemand der kennt und versteht komplexe Zusammenhänge. Dennoch leistet er das, was die Gesellschaft braucht um diese Zusammenhänge wahrzunehmen, er vereinfacht sie. Schön finde ich, wie gesagt seine Kritik an den Lobbyisten, weil sich das generalisieren ließe. Das spricht für Einblick udn Durchblick.
Und gut finde ich auch, dass da einer argumentiert, der Marktmechanismen versteht, ein Pirat im weißen Hemd, so wie du das ja auch sagtest Johnny. Gut auch, wie aus einer guten Satiere eine Partei wird. Zu Beuys Zeiten war das eine soziale Plastik, glaube ich. Der hat auch mal ne Partei gegründet, meine ich mich zu erinnern. (Hab jetzt keine Lust zu googeln, kann ein anderer machen)
-
15
nerone:31.07.2007 um 15:34Ich finde ihn zwar eloquent, aber bin mir nicht sicher ob seine Argumentationsstrecke nachhaltig ist. Ihm kann es doch nur vordergründig um private Kommunikation gehen. Zwar verstehe ich die Sorge um das rechte Maß der Copyright Gesetztgebung und ich verstehe siene Bedenken hinsichtlich des Lobbying. Aber bis in die Tiefe der privaten Kommunikation würde ich nicht gehen bei seiner Verteidigung des Filesharings. Ist Filesharing wirklich ein privater Kommunikationsraum?
So weit ich das alles verstehe…
Der Automat
-
14
nerone:25.07.2007 um 16:35gratulation
mir gefällt die coolness der songs und der stimme. wieso blieb das solange unentdeckt? Den automat sieht man doch an jeder ecke. ;)
O Broder Where Art Thou?
-
13
nerone:27.06.2007 um 18:13@ neuraum,
sicherlich ist Broder bei allem was gegen ihn vorzubringen ist amüsanter als sein Anhänger, den Broderisten. Ich hatte da zu wenig differenziert. Und natürlich ist Broder als Rhetoriker brilliant und also auch unterhaltsam. Und Broder ist ein Instrument der Leute, die Sie als “schlimmer” anführen.(Ich glaube übrigens, dass Sie recht haben)
Warum ich kotzen muss: Broder verlautbart Einfachheiten. Es ist nur eine Frage der Zeit wann diese Mainstream werden. Mit welcher Konsequenz, frage ich mich, werden sie zum common sense politischer und gesellschaftlicher Argumentation? Werden es die Argumente sein oder die Schlagworte, die in den Diskurs ihren Weg finden?
Das man sich in Blogs mit Broder auseinandersetzt ist schon ein spannendes Phänomen. Es liegt wahrscheinlich an der Verschlagwortung von Argumenten, womit ich den Kreis meines Gedankens schließen möchte.
-
12
nerone:27.06.2007 um 16:04Broder schwimmt in dem Schwarm der Guten gegen den Strom um sein Fressen abzugreifen. Er frisst Klischees und kotzt neue aus. Das Markwort seine Hymne auf Broder spricht, ist tatsächlich ein Beleg für das geringe intellektuelle Potential von Broders Polemik, gleichwohl ein HInweis auf den Marktwe[o]rt seines Auswurfs. Broder bringt die Qualität der Nachmittagsunterhaltung in die deutsche Printmedienlandschaft und in den politischen Talk.
Schade ist, wie so oft, dass wahre Betrachtungsoptionen für gesellschaftliche und politische Phänomene auf diese Art zerrieben werden, weil es nur noch um Für oder Gegen geht und dabei das Verstehen um eine komplexe Welt verloren geht.
Deswegen kotzten mich Broderisten und Konsorten an.
Deswegen danke ich dem Autor.
Gut. Aber nicht gut genug. Warum Katholiken nicht für Amnesty International spenden dürfen.
-
11
nerone:18.06.2007 um 17:32@sebastian
das wiederum finde ich extrem charmant und kreativ. ich werde das ernsthaft in erwägung ziehen.
-
10
nerone:18.06.2007 um 13:28Warum nicht austreten, wenn man sich kaum noch beteiligt und vor allem feststellen muss, dass die eigene sekular gewachsene Ethik von der der Kirche differiert oder sogar sich dem entgegenstellt?
Ganz unmoderne Antwort: Vielleicht weil es eine kulturelle Heimat ist? Es ist ein Bezugspunkt, der einem Ablehnung und Zustimmung erlaubt, ohne sich in Beliebigkeit zu verlieren. Kirche als Kulturtechnik gegen die Beliebigkeit jedweder Esoterik?
Die recht einfache Position des Fingerzeigs auf eine scheinbar anachronistische Institution halte ich im Übrigen für ziemlich einfach. Ich kann die Fragestellung nach einem Austritt als Polemik gleichwohl stehen lassen. Sie formuliert sozusagen die Logik der Kirchendogmatik in umgekehrte Richtung. Ich finde diese Logik allerdings schädlich. Ich verweigere der Kirche in die Gefolgschaft. Ich entscheide anders.Nun zur Debatte:
http://nerone.wordpress.com/2007/06/18/so-grunde/so oder ähnlich
Polizei bestätigt Einsatz von Zivil-Beamten
-
09
nerone:08.06.2007 um 19:44@sunny:
ist es so wie du es schreibst?
“die quintessenz der demo ist in meinen augen die, dass es möglich ist, stellung zu politischen und wirtschaftlichen fragen zu beziehen und aufmerksamkeit für die einzelnen ngos, also organisationen jenseits des parteiapparates zu bekommen”
ich wünschte es mir durchaus, dass du recht hast. und zu einer analyse wird sicherlich auch die rolle der polizei gehören etc. das spreche ich nicht ab. ich werde gespannt zuschauen.
das mit dem schweinestaat scheint lustig zu sein. ich kriege den link aber nicht. kannst du den nochmal einstellen?
danke
-
08
nerone:08.06.2007 um 18:44sunny, ich hab das auch gesehen.
aber ich mag halt keinen mainstream. diese “demodenke” böser bulle guter linker gefällt mir nicht. und natürlich ist diese geschichte irgendwie insgesamt lächerlich. und natürlich lösen gerichte diese vorgänge.
und die inhalte? geht es also darum die polizei vorzuführen? den staat als schweinestaat zu entlarven? ist das die quintessenz des mittels der demos?
so oder ähnlich
-
07
nerone:08.06.2007 um 17:31Wenn ich das mal als Agent provocateur hier zitieren darf (Quelle - SPON):
“G-8-Gegner hatten der Polizei vorgeworfen, der in schwarz gekleidete Zivilbeamte, hätte die Demonstranten zum Steinwerfen aufwiegeln wollen. Er habe seine Kapuze nicht abnehmen wollen, sich auch geweigert, seinen Personalausweis zu zeigen, erklärte ein Sprecher der Block-G-8-Gruppe.”
Meine Anmerkungen:
Bei der Autonomen herrscht Vermummungsverbot?
Bei den Autonomen herrscht Ausweispflicht?
Und ein bisschen getreten wurde er auch, der miese kleine Drecksbulle?
Na fein.Worüber reden wir, wenn wir von Verfassung sprechen?
Ich finde es jedenfalls spannend zu beobachten, wie die “Gerechten” Schutzschilde der Autonomen sich der Verantwortung entziehen, indem sie den schwarzen Peter weiterreichen. Hat die Aufmerksamkeit vor Ort denn nicht gereicht?
Ich meine, wer redet über die Inhalte. Man hat den Eindruck die hinter dem Zaun bewegen die Themen, die die vor dem Zaun aufreiben. Ich glaube nicht das die hinter dem Zaun tatsächlich die Mittel kennen und auch benutzen würden das Ihre zu tun. Die vor dem Zaun, ziehen meiner Meinung nach die Mittel noch nicht einmal in Betracht. Greenpeace hat schön Werbung gemacht. Gröni, die Bands und so haben mächtig eingespeist. So what? Wo ist das Bewusstsein? Was trennt das hohle Geschwätz der Gegner von dem hohlen Geschwätz der Großen Acht? Sogar in ihren Mittel Nähern sie sich. Ein höchst langweilige Debatte letztendlich , die aber einfacher zu führen ist als die über die Themen des Welthungers, Aids, Entschuldung, etc.(was ich mit meinen Beiträgen ja zu genüge Beweise)
so oder ähnlich
-
06
nerone:08.06.2007 um 16:30@ Adreas :
hihihihi, gesiezt!
da geht es mir dann auch wie ‘heb’: “Das widerspricht nicht nur meinem Rechtsverständnis und ist ein Unding.”
-
05
nerone:08.06.2007 um 15:47Vielleicht haben ja die Autonomen die Polizei unterwandert und dazu aufgestachelt die Autonomen zu unterwandern und als erstes mal mit Steinen zu werfen, wovon die Polizei Wind bekommen hat und Polizisten zusätzlich in den schwarzen Block geschickt(sicherheitshalber), ohne zuvor aber nicht auf Nummer sicher zu gehen und die gefährlichsten Akteure des schwarzen Blocks schon im Vorfeld zu isolieren.
Jetzt entstand die hochexplosive Situation, dass sich in der Mehrheit Polizisten, die als Polizisten verkleidet den Polizisten gegenüberstanden, die als Autonome verkleidet den schwarzen Block unterwandern sollten, mit dem erklärten Auftrag Polizisten mit Steinen zu bewerfen. Wie verwirrend die Situation tatsächlich war, zeigten schon die ersten Bilder der verdeckten Operation der vermummten und als Autonome verkleideten Polizisten, die mit Geschossen aus den eigenen Reihen zu kämpfen hatten. Die Polizei setzte aber von Anfang an auf Deeskalation und sendete auch als verkleidete Demonstranten verkleidete Clowns, die eigentlich Polizisten waren, ins Rennen.
Spannend ist allerdings die Geschichte von Herbert K., der im Polizeigesangsverein von Rügen mit seiner Stimme erstmals auffiel. G8 sollte der Gipfel seiner bisherigen Gesangskarriere sein.
Während der berühmte Sänger und bekennende G8 Gegner Herbert G. in einem Scheinstau festgehalten wurde, übernahm Herbert K. dessen Rolle. Subversiv unterwanderte er damit die Abschlusskundgebung und es kam sogar noch zu einem Interview mit Frau Anne Will in die Tagesschau.Frau Will steht nach neuesten Erkenntnissen auf der Soldliste des Verfassungsschutzes, genauso wie Frau Poschelke vom Kiosk, bei der ich jeden Morgen meine Kampfblätter kaufe. Die weis auch alles…
so oder ähnlich
Anne und Toni
-
04
Klar im Wortlaut
-
03
nerone:28.02.2007 um 15:35Muss doch schmunzeln und mich ergänzen: ich bin ein vehementer Verfechter der Mediocrity!
Hier also meine Handreichung, sollte die Mediokratie den englischen Begriff übersetzen: It means of moderate or low quality, value, ability, or performance: ordinary, so-so.(Wikipedia)
Man lese Geekids Text mal unter dieser Prämisse.
-
02
nerone:28.02.2007 um 14:16geekid, jetzt hast du da etwas gesagt, dass mich interessiert. Warum glaubst du “gab es [gibt] gerade aus der letzten zeit des papstes vielschichtige agitationen gegen den globalen kapitalismus, von uns hat davon keiner was erfahren ( können ).” Das es die gab, davon bin ich überzeugt. Paul II war ein politischer und medialer Papst. Warum “konnten” wir das nicht erfahren? Das interessiert mich brennend. Diese These ist spannend und bedarf der Erklärung, wie ich finde.
Im Prinzip bin ich bei dir, dass Klars Aussage unzulässig kurz und auf Schlagworte reduziert wiedergegeben wurde. Ein Schicksal, dass er mit dem Bischof Mixa teilt, der wohl auch eher durch Verschlagwortung zu Berühmtheit verholfen wurde, denn durch ein sauberes Zitat.
Allein ich glaube nicht an die Mediokratie - auch das ein Schlagwort in meine Ohren. Ich glaube viel eher, dass die Redaktionen sich mitnichten journalistischen Tugenden hingeben, sondern sich im Selbstbewussten Laientum treiben lassen. Netz-versessene Nerds, wie wir es sind, machen es vor. Trends entstehen an den Rändern! Info goes Infotainment, News goes Blog. Ich glaube wir reden hier über das Problem, dass noch vor einer anständigen Verdauung geschissen wird. Mir graut ehrlich vor dem investigativen Journalismus, dessen zartes deutsches Pflänzlein durch dass neuerliche Urteil begossen wurde. Wer soll das den leisten? Watergate in Germany. Mehr als Watercloset kann dabei kaum raus kommen.
Egal. Das war jetzt… Ist die Zeit schon um? Hm. Das wurde gesendet?
Na, was soll’s.Geekid, der erste Absatz war noch bei Bewusstsein und wartet auf Antwort. Der zweite war nur noch - Strom.
so oder ähnlich
-
01
nerone:27.02.2007 um 23:39Ich weis nicht, aber wenn ich das alles so durchlese, dann möchte ich doch wenigstens einen Kommentar loswerden:
Ich bin dagegen. Und ich bin käuflich.
So oder ähnlich
17
Ich habe jetzt mal ein paar Kommentare übersprungen. Ich fand Maltes Beitrag ganz ok. Das Mediengerummeln ist nicht authentisch, die Kombattanten am Abend waren es aber durchaus (Ich bin ja sonst kein Fan von Mario Barth, aber da…) - bei Kerner mache ich ein Fragezeichen in der Sache, dem ging es nach 40 Minuten darum da heile raus zu kommen.
Und das ist auch der Punkt um den es mir eigentlich geht: Ich verstehe an dem Hermannding nicht, dass eine vermeintlich medienerfahrene Frau, die sie sein sollte, so daneben greifen kann, mit Kommentaren, mit Meinungsmache, mit dem gesamten Auftritt und komme nicht dahinter, wie sie der Sache, die sie vorgibt fördern zu wollen derart schaden kann.
Da ich mir das nicht wirklich erklären kann, komme ich zu dem Schluss, dass hier eine gefährliche Gemengelage aus Dilettantismus, Ignoranz und einer ernst zu nehmenden Haltung vorliegt, die ich nicht unterstützenswert finde. Mich befriedigt dies natürlich nicht als Antwort auf meine Fragestellung. Aber wenn man sieht wie sich die Rechten an der Sache delektieren wird mir auch übel. Da steckt Hermanns Verantwortung drin, nicht allein die der (vermeintlich) verschwörerischen Medien.
Naja