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I live by the river!
01.12.08
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von | 2

 

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  1. 15

    Frederik:

    @#699955:
    Wenn das mal alles so einfach wär.

    29.11.2008 um 12:42
  2. 14

    Frederik:

    Wieso kann man Kommentare eigentlich nicht komplett löschen, wenn man sie nochmal gelesen hat und feststellt, dass sie unsinn waren?

    29.11.2008 um 10:45

Kongo, Europa und die UNO - Sinn und Unsinn von Interventionen

  1. 13

    Frederik:

    @#699734: entschuldige bitte, dass ich dich ignoriert habe und vielleicht unterbewusst deinen Plan gestohlen habe.
    Ich bin aber nachwievor der meinung, dass die NATO/EU solang die AU noch nicht richtig organisiert ist, sinnvoller eingreifen kann. Kann natürlich auch in einer riesen Katastrophe ausarten.

    @#699717: Hui, danke. “Das” Essay hätte vielleicht mal richtig peinlich werden können. Also: Der essay ist erstens interessant und flüssig geschrieben und behandelt zweitens unser Thema. Walzer versucht theoretisch einen gerechten Krieg zu entwerfen. Der muss dann legitimiert sein, “gerecht” geführt werden (möglichst wenig zivile opfer) und drittens ein gerechtes Ende haben (regimechange ja/nein?).

    27.11.2008 um 19:21
  2. 12

    Frederik:

    @#699657:
    “ideologisch unfest”
    Das ist leider wahr, ich hab mich mehr von dem leiten lassen was ich für praktikabel halte, als von dem was ich für richtig halte.

    “die UNO wenn nicht zur Weltregierung, so doch zu einem handlungsfähigen Organ auszubauen”
    Ich glaube wir befinden uns in diesem Fall in einer “Alles oder Nichts” Situation. Entweder die UNO wird so mächtig, dass sie ihr Gewaltmonopol auf Grund einer Mehrheitsentscheidung in einzelnen Staaten ausüben kann und ist damit die Weltregierung oder sie bleibt weiterhin so frustrierend langsam und ineffektiv wie in Ruanda.
    Wenn ich die Möglichkeit sehe die UNO in den nächsten 80 Jahren zu einer Weltregierung auszubauen, würde ich das sofort unterstützen. Ich halte das aber für absolut unwahrscheinlich.

    Ich sehe eine Möglichkeit das schneller zu erreichen (die ist mir gerade so beim schreiben eingefallen, also nicht ganz durchdacht):

    Was wäre wenn sich mehr Erdteile nach dem Vorild der EU entwickeln könnten? Die AU gibt es bereits, eine südamerikanische Version ist auf dem Weg wenn ich mich recht erinnere. Untereinander können diese sich vielleicht daran gewöhnen immer mehr teile ihrer Souveränität abzugeben und damit langsam zu einheit zu wachsen. Also mehr Interdependenz.
    Nun gibt es viele Argumente, die darauf hindeuten, dass das in der EU nur möglich war, weil die Anwesenheit der Schutzmacht USA eine nationale Sicherheit überflüssig machte und es dementsprechend nicht zudem üblichen Wettrüsten kommen konnte.
    In Afrika wäre das Problem allerdings eher wieder innerhalb der Staaten und keine offiziellen Kriege untereinander. Also wäre es vielleicht das beste die AU so zu fördern, dass sie Interventionen durchführen könnte. Dabei gibt es natürlich viele Hindernisse. Nicht zuletzt Leute wie Gaddafi. In vielerlei Hinsicht ist die Mittelmeer Union vielleicht das schlauste was der EU in den letzten Jahren zum Thema Afrika eingefallen ist.

    Was bleibt ist:
    1. Regionale Stabilität fördern
    2. Liberale Demokratien fördern, als Vorbild für schwächere Regionen.

    Das ist leider alles keine Antwort auf akute humanitäre Katastrophen. Da sehe ich kurzfristig keine andere Möglichkeit als einen “wohlmeinenden imperialismus” des westens und außerdem eine gewisse moralische Verpflichtung ein zweites Ruanda zu verhindern. Schönreden kann man das auch nicht, fürchte ich.

    hast du mal Michael Walzers Essay “The Triumph of Just War Theory (and the Danger of Sucess)” gelesen?

    27.11.2008 um 12:04
  3. 11

    Frederik:

    @#699629:
    Die UNO hat deswegen die moralische Autorität Interventionen zu rechtfertigen, weil theoretisch alle Nationen vertreten sind. Praktisch entscheidet aber nicht die Vollversammlung, sondern der Sicherheitsrat. Der hat immer noch mehr Autorität als der NATO-Rat, weil neben den üblichen Nato Staaten auch Russland und China vertreten sind.
    Russland und China garantieren also, dass sich der Westen nicht alles Kolonialmacht aufspielt? Wenn man die geschäftlichen Interessen Chinas in Afrika bedenkt, ist das der Bock der hier zum Gärtner gemacht wird.
    Also UNO so demokratisieren, dass sie Mehrheitsentscheidungen in der Volksversammlung treffen kann? Das wäre aber per Definition eine Einschränkung der Souveränität. Die UNO ist nun gerade auf dem Prinzip gegründet, dass sie kein Supranationales Regime seien will und die Souveränität ihrer Mitglieder schützen wird.
    Der einzig mögliche Schritt in Richtung Demokratisierung wäre also allen ein Veto im Sicherheitsrat zu geben -> Totale Katastrophe.

    Du musst bedenken, wie lange die EU benötigte um Mehrheitsentscheidungen im EU Rat auch nur zu erörtern. Und dahinter stecken die Erfahrungen von 2 Weltkriegen und die Entwicklung (unter dem Schutz der amerikanischen Militärmacht) zu einem Nachbarschaftsverhältnis, in dem die Deutschen tatsächlich keine Pläne haben die Franzosen anzugreifen und auch nicht das Gefühl haben sich schützen zu müssen. (Manchmal sollte man eine Sekunde darüber nachdenken und sich klarmachen wie unvorstellbar utopisch das noch vor 80 Jahren war. Das gibt Hoffnung.)

    So aber weiter:
    Nehmen wir an die Entscheidungen für oder gegen Interventionen, wird nicht in der UNO sondern vom EU Rat oder dem NATO Rat beschlossen.

    Kontra:
    1. The white Mans Burden ist wieder da. der Westen schwingt sich zum alleinigen Richter über was gut und richtig ist auf und nimmt es auf sich den Rest der Welt in seinem Sinne zu erziehen. Whats Right is white.
    2. Unter Umständen keine Legitimation außerhalb Europas. (Damit meine ich das NATO eingreifen im Balkan gar nicht so übel war und auf jeden Fall erfolgreicher als die UNO-Mission. Aber die Balkanesen eher bereit sind eine westliche Besatzungsmacht zu akzeptieren als zB Irak.
    (Es gibt noch viel mehr Kontra, aber das sind die wichtigen. Glaube ich)

    Pro
    1. es wäre einfacherer: NATO/EU können sich auf die mächtigste Militärmaschine der Menschheit stützen. Entscheidungen werden auf Grunde gemeinsamer Werte und Interessen schneller getroffen. USA ist natürlich nachwievor der Hauptverantwortliche für diese militärische Macht und wird dementsprechend weiterhin unilateral handeln. Wenn die Europäer da mehr Mitspracherecht haben wollen, müssen sie uU ihre eigenen militärischen Kräfte ausbauen.
    2. Die demokratischen Kräfte sie die einzigen, die machtpolitisch denkend dazu tendieren so zu intervenieren, dass demokratie und rechtstaatlichkeit (natürliche nach westlichem vorbild gefördert werden). Warum? Weil Demokratien keine Demokratien angreifen. Im Interesse der eigenen Sicherheit ist es darum besser möglichst viele Demokratien zu haben. Oder zumindest stabile, hierarchisch geordnete Systeme, in denen Machtwechsel nach einer formalen und friedlichen Methode erfolgen.

    >>>>> Für die nächste, absehbare Zeit sind es die Westmächte die eine Menschenrechtsverletzung festellen und bestrafen können. Die EU hätte vielleicht eine höhere moralische Autorität als die Nato (vor allem wenn sie die Türkei als Mitglied hätte) aber nicht die nötigen Mittel und den politischen Willen für mehr als kleine Eingriffe.

    Das klingt natürlich furchtbar imperial.

    Mit der Bushregierung konnte man sich dabei natürlich nie so sicher sein und es gibt genug andere beispiel in denen westliche Mächte unlogisch, irrational oder rücksichtslos gehandelt haben. Aber ich bewege mich nachwievor in einem sehr theoretischen Rahmen und habe außerdem nicht die Zeit jedes Logikloch zu finden und zu stopfen. Bitte helft mir.

    27.11.2008 um 10:57
  4. 10

    Frederik:

    Heikel.
    Ich beschäftige mich Studienbedingt nun seid einiger Zeit mit Interventionen und der imperialen Rolle der EU und versuche die ganze Zeit eine moralische Rechtfertigung für militärische Interventionen zu finden und dabei neo kolonialistisch oder neo konservative Ideen aufzugreifen.
    Hier kann ich ja ein wenig rumspinnen, also los:

    Sowie ich das sehe gibt es, REIN theoretisch, vor allem ein Problem mit der moralischen Rechtfertigung eines Eingreifen. und das ist die Souveränität. Schließlich haben wir ja auch keine Problem damit, wenn die Polizei Fussballkrawalle in NRW auflöst, in einem anderen Land kann die Polizei aber nicht eingreifen um irgendwelche Krawalle aufzulösen. Letzten endes läuft es schließlich darauf hinaus, dass normalerweise in einem souveränen Land nur einer das Gewaltmonopol hat und das sollte normalerweise die Regierung seine. Im Falle einer Straftat greift diese Regierung zum Gewaltmonopol um zu strafen und zu ordnen. Max Weber hat den Staat sogar als denjenigen definiert der als alleiniger über das Monopol verfügt. Ich sehe nun vier Möglichkeiten des Gebrauchs des Monopols in einem anderen Land:

    1. Die Regierung ist in der Lage legitimiert und angemessen ihr Gewaltmonopol zu nutzen
    2. Die Regierung kann das Gewaltmonopol nicht ausüben
    3. Mehre Fraktionen im Land beanspruchen das Gewaltmonpol für sich.
    4. Die Regierung besitzt das Gewaltmonopol aber gebraucht es auf eine nicht legitimierte Art und Weise.

    1. Alles Geil, weitermachen.
    2. Ein souveräner Staat in dem niemand mehr das Gewaltmonopol ausüben kann, ist kein souveräner Staat mehr. Andere Regierungen müssen eingreifen und versuchen die Ordnung wiederherzustellen, wenn a) in absehbarer Zukunft das Ganze sich nicht von alleine regeln wird und b) eine humanitäre Katastrophe droht. Kant war anderer Meinung….
    3. Viel viel heikler und natürlich sehr viel häufiger, aber wieder seh ich eine moralische Verpflichtung einzugreifen, wenn a) und b) gegeben sind.
    4. Verwirkt ein Staat seine Souveränität wenn er sich völkerrechtswidrig verhält. Meines Erachtens schon, aber wieder war Kant anderer Meinung.

    Alle diese Antworten haben das gewaltige Problem der Grenzziehung. Wie definiere ich a) und b). Wann kein ein Staat sein Monopol nicht mehr ausüben? Muss die EU eine Invasion in den USA starten, wegen Guntanamo? Oder die AU in der EU, wegen der Art und Weise wie hier illegale Immigranten behandelt werden?

    Ganz davon abgesehen natürlich die praktischen Probleme. Eine Intervention könnte alles schlimmer machen? Könnte ein Präzendezfall für Putin werden. Prinzipiell war dann ja wohl auch Irak gerechtfertigt. und und und.

    Solana hat sich seinem Strategiepapier “A Secure Europe in A better World” zum Eingreifen bekannt. Failed States, also Staaten mit defektem Gewaltmonopol, sind in Verbindung mit WMDs und Terroristen eine direkte Bedrohung für die EU und die muss entsprechend handeln. Eine Begründung für Anhänger des Realismus, aber sie unterscheidet sich nicht sonderlich von W. Wilsons Plan die Welt “safe for Democracy” zu machen.

    Man muss darüber diskutieren. Eine klare Lösung sehe ich nicht.

    26.11.2008 um 21:02

Unbekannte Strukturen ziehen am Universum. Von außen.

  1. 09

    Frederik:

    Als ich mir das Video ansah musste ich immer wieder an die Worte des Hitchhikers Guide denken:
    “Space is big. Really big. You just won’t believe how vastly, hugely, mind-bogglingly big it is. I mean you may think it’s a long walk down the road to the chemist, but that’s just peanuts to space.[...]

    09.11.2008 um 18:09

George W. Bush

  1. 08

    Frederik:

    Bin ich der einzige, der den Krieg in Afghanistan ohne große Probleme nachvollziehen kann? Selbstverständlich war das ziemlich ganze eher schlecht geplant und man hätte mehr auf zivile Aufbauhilfe setzen können.

    Aber wir haben es hier mit einer Supermacht zu tun, die ihre eigene Sicherheit als das höchste Gut anzieht (Wie übrigens andere Staaten auch, in Europa kümmert sich nur meist auch die USA drum), wird attackiert und verfolgt die Organisatoren nach Afghanistan. (Ich denke das ist einigermaßen bewiesen.) Die Regierung da ist absolut unkooperativ. Ich glaube Bush bliebt da kaum eine andere Wahl (dass er wahrscheinlich absolut kriegsgeil war vermut ich auch). Von keinem Grund kann man da nur schwer sprechen.

    Das Problem ist hier natürlich eine unterschiedliche Auffassung von Interessen und Machtpolitk aber grundlos war es wirklich nicht.

    Ansonsten stimm ich dir natürlich zu. Korruption sollte aber zumindest auch noch erwähnt werden. Die Doku “Why we figh” ist da sehr sehenswert. (Bei Google Video)

    04.11.2008 um 19:44

2 Screenshots sagen mehr als 2.000 Worte

  1. 07

    Frederik:

    Sieht ein wenig so aus als würden die Amis sich mehr für ihre Politik interessieren. Aber man muss bedenken, dass es auch nur noch 9 Tage sind und es auch wirklich spannend ist. Manchmal tut es mir richtig leid, dass wir hier nicht so einen persönlichen, dreckigen und harten Wahlkampf haben.

    25.10.2008 um 12:20

Eine Antwort

  1. 06

    Frederik:

    Wird das wenn ich über meinen “verklemmten Positivismus” hinwegkomme, so ähnlich sein, wie dann wenn ich merken werde, dass ich jetzt Geld habe und deshalb auch CDU wählen sollte?

    06.08.2008 um 16:37
  2. 05

    Frederik:

    @#685282:
    Seid wann wird einem bei “ReligionBashing” immer Mainstreamanbiederei vorgeworfen? Das letzte Mal als ich nachguckte war immer noch die Mehrzahl aller Menschen religiös. Ob das bei den Lesern dieses Blogs auch so ist, kann vielleicht bezweifeln, aber trotzdem, wirklich Massentauglich ist die Stockimasch-aussage wirklich nicht.

    Allgemein find ich Mainstreamvorwürfe absolut beschissen.

    06.08.2008 um 15:33

The Hold Steady: Stay Positive

  1. 04

    Frederik:

    Ist es der Cuil-Eintrag?

    31.07.2008 um 01:17

Who watches the watchmen?

  1. 03

    Frederik:

    Soweit man Comics nach dem Trailer beurteilen kann, war ich ja nicht so begeistert. Snyder hat die Stimmung und den Stil der Vorlage anscheinend ganz gut getroffen, aber das war ja schon bei 300 so. Schwieriger ist es meines Erachtens eine so vielschichtige Story auf 2 Stunden Film zu bringen.
    Oder die Charaktere: Rorschach mag sich noch relativ gut auf der Leinwand machen (wobei man seine Kindheit, die man schon in den Comics nur aus denn Zusätzen erahnen konnte, wahrscheinlich unter den Tisch fallen wird. Seine rechte Einstellung uU auch). Aber die Unsicherheiten und Unzulänglichkeiten von Daniel “Night Owl” müssen in einem “Mainstream” Action Film eigentlich untergehen.

    31.07.2008 um 01:10

Richard Dawkins im Interview mit Al Jazeera

  1. 02

    Frederik:

    Vielleicht solltet ihr euch erstmal auf eine Definition des Fundamentalismus einigen. Ich persönlich finde die Folgende nicht schlecht:

    Fundamentalisten sind solche die sich auf eine unveränderbare Basis (oder auch: Dogmatik) ihres Denkens berufen und alle Gedanken, die dieser Basis nicht entsprechen, ablehnen.

    Es ist schwer Dawkins danach zum Fundamentalisten abzustempeln, da er er wohl kaum über eine feste Dogmatik verfügt. Natürlich kann man streng wissenschaftliches Denken auch zur Dogmatik deklarieren, aber nach meiner Weltsicht ist das totaler Quatsch.

    24.07.2008 um 23:26

David Bowie - Lieb mich bis Dienstag

  1. 01

    Frederik:

    @#679193:
    Bowie und TV Serien ist aber auch eine Kombination, die eine der komischsten Szenen der letzten 5 Jahre hervorgebracht hat.
    http://www.youtube.com/watch?v=jv6mEv_rDdE

    14.06.2008 um 18:19

14.06.2008 um 14:04

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