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Spreeblick

I live by the river!
23.07.08
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von | 2

 

Bewegung

  1. 63

    Radiowaves:

    Ich wußte schon vor dem Anklicken, was gleich passieren wird: mir tut nur noch alles weh. Das ist wie im Herbst, wenn sich das Bild draußen vorm Fenster täglich rasant verändert. Gestern noch grüne Blätter, heute gelbe, morgen keine mehr. Die Zeit rennt unerbittlich. Wohl dem, der seinen Platz fest im Hier und Jetzt hat. Der muß, wenn er die Augen für immer zumacht, nicht auf Warteschleifen zurückblicken, die er drehte in der Hoffnung, irgendwann einmal leben zu können.
    Ich drehe diese Warteschleifen, seit 1992. Irgendwas ist damals passiert und ich stand plötzlich draußen. Da, wo ich sein will, das ist unendlich weit weg. So wie bei Tomte: “Sie erreichen ihre Ziele, für uns ist es unsagbar weit.” Mehr als ein Drittel, vielleicht schon mehr als die Hälfte des Lebens ist vorbei - und immer noch Wartesaal. Da tut jede Erinnerung an das Ticken der Uhr einfach nur weh. Und diese Fotos erinnern daran wirklich sehr eindrucksvoll.

    02.11.2006 um 17:59

Der fette Pinguin hat Pickel

  1. 62

    Radiowaves:

    “Linux is only free if your time has no value” stand mal als Signatur unter einem Posting in einer Newsgroup. Gefiel mir irgendwie. Alle Versuche, mich Unix und Linux anzunähern, endeten bislang frustrierend. Im Workstation-Pool der Mathematiker an der Uni Jena (seinerzeit noch im legendären Uni-Tower) ernteten wir Physiker, als wir hilflos an den für damalige Verhältnisse riesengroßen Monitoren mit der (heute weiß ich: Geek-typischen) pervers kleinen Schriftgröße Fortran lernen mußten, nur Spott, Verachtung und Zynismus. Wir sollten, da waren sich die Unix-bedienenden Götter offenbar dort einig, schnell raffen, daß wir nur kleine, pummelige Hosenscheißer sind, die es nie zu so etwas Hohem wie einem Unix-Beherrscher bringen werden.
    Später dann lernte ich drecksarrogante und zuweilen wirklich auch nach längerer Beschnupperungsphase unsympathisch bleibende Linuxer kennen, die alle eins gemeinsam hatten: einen schmuddeligen, von Pizzaresten verkrusteten Schreibtisch und ein allgemein widerwärtig unaufgeräumtes Studenten-Wohnheimzimmer - sowie grenzenlose Verachtung für das Windows-Fußvolk. Sollte so die Welt der freien, der besseren, der offenen, der stabilen und der fairen Software aussehen?
    Ich habe bis heute einen Bogen um Linux gemacht. Eigentlich nicht wegen all der frustrierenden Erfahrung mit einigen Nutzern dieses Systems, sondern aus einem ganz primitiven Grund: Windows reicht mir und ist für meine Ansprüche offenbar nicht zu schlecht. Alles, was ich will, kann ich tun. Ob es darüber hinaus noch etwas gibt, das mit Linux besser ginge, woran ich aber kein Interesse habe, ist mir völlig egal. Für mich ist der PC ein Arbeitsgerät, keine Schwanzprothese.

    Und dennoch herzlichen Glückwunsch an Linux: für all die Server, die ich schon mit meinem Internet Explorer aufgesucht habe, für all die Applikationen, die irgendwo tagein, tagaus stabil und unauffällig unter Linux laufen, für Satreceiver, die unter Linux Dinge können, die mit “normalen” Geräten nicht möglich wären - und an diejenigen, die gerne nachts mit klebrigen Resten kalter Pizza freie Software weiterentwickeln.

    27.08.2006 um 17:11

“Face of horror”

  1. 61

    Radiowaves:

    Ein Redakteur im Dienste des Nachrichtenradios NDR 4 hat sich da auch mal was bitterböses geleistet. Der falsche Manfred Kock, der eben nicht EKD-Ratsvorsitzender war, stand dennoch bereitwillig für ein Interview zur Verfügung und gab sich alle Mühe. Das Ergebnis wirkt auf mich immer wieder dermaßen beklemmend:
    http://www.radiopannen.de/alle.php?p=78

    15.05.2006 um 10:09

R.I.P. Grant McLennan

  1. 60

    Radiowaves:

    Als ich das heute las, lief mir kurz einer dieser eisigen Schauer den Rücken hinauf bis in den Kopf. So einer, wie er mir immer kommt, wenn mich was unerwartet und heftig trifft.
    Ich hatte wenige Berührungspunkte mit den Go-Betweens, aber ich habe ihre Musik spontan sehr gemocht. Und jetzt rotiert bei mir gerade der Mitschnitt ihres Auftritts im Münchner Metropolis vom 7.11.2000 im CD-Player. Alles Gute im Rockhimmel, McLennan!

    08.05.2006 um 22:11

Zweifel

  1. 59

    Radiowaves:

    Ich hatte mal die Ehre, mir mit einem sehr rüstigen älteren Herrn das Zugabteil von Hamburg bis Berlin zu teilen. Architekt war der Mann, und fürs ICC zuständig. “Klar”, meinte er, “da ist genug Asbest verbaut worden. Aber das ICC steht halt auf der richtigen Seite der Mauer.”
    Bloß: was kratzt das im Jahr 2006 noch einen Ostdeutschen? Die sind die Siegerjustiz doch längst gewohnt und genaugenommen war nichts anderes zu erwarten, als sie am 18.3.1990 für die Annektion stimmten. Der Palast, der DDR-größte Lampenladen, ist da doch nur eine Immobilie. Wir hätten noch zu bieten:

    Das Gelände des Rundfunks der DDR mit seinem einzigartigen Sendesaal und den hervorragenden Hörspielstudios (D-Radio baut im Innenhof an der Kufsteiner Straße gerade versteckt einen neuen Hörspielkomplex). An der Nalepastraße wurde wertvolle kulturelle Substanz der DDR zerschlagen, obwohl das im Einigungsvertrag ausdrücklich ausgeschlossen ist. Mehr dazu unter

    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/laenderreport/467177/
    http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2006/02/15/dkultur_200602151308.mp3
    http://www.rbb-online.de/_/abendschau/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_mini_4049738.html

    Den Inhalt dieses Gebäudes: DT64.

    Oder auch das DDR-Schulsystem, in dem nicht nach der 4. Klasse entschieden wurde, ob ein Kind raus ist oder nicht. Genaugenommen wurde Neufünfland mit dem West-Schulsystem in die Steinzeit zurückgebombt.

    Wer will, darf ergänzen. Da ist mir der Palast relativ scheißegal. Ob Berlin nun am Stadtschloß endgültig pleite geht oder nicht, ist mir auch wurscht. Wie die ganze Stadt…

    20.04.2006 um 15:00

Paternoster

  1. 58

    Radiowaves:

    Ich bin mal mit einem obenrum mitgefahren, da konnte man am Umkehrpunkt einen sehr langen handschriftlichen, akkuraten Text lesen. Der begann mit “Wer das lesen kann” oder so ähnlich. Mehr konnte man bei einem Umlauf nicht aufschnappen. Klarer Fall: da war mal jemand gepflegt steckengeblieben. :D

    07.04.2006 um 11:50

Apple Windows offiziell

  1. 57

    Radiowaves:

    Bahh, widerwärtig, diese Arroganz!

    “Oder zocken. Weil: darum kauft man sich doch ne Dose, oder?”
    Nochmal und immer wieder: man kann sehr wohl mit einem Windows-PC anständig arbeiten! Ich tue dies seit vielen Jahren, privat immer noch unter Win98SE, beruflich unter Win2k. Probleme? So gut wie keine, die ich dem OS anlasten würde. Wenn mal was hakt, ist es ganz spezielle Software, deren Entwickler ihre Hausaufgaben nicht ordentlich gemacht haben - oder das Problem sitzt vor dem Rechner. Ich schiebe oft gigabyteweise Audio durch den Editor, ohne irgendwelchen Streß. Und ich besitze kein einziges Spiel, von Tetris für Win3.1 mal abgesehen.

    Ich hätte auch kein Problem mit einem Paralleluniversum namens Apple, wenn es nicht dieses künstlich aufgebaute Übermenschen-Image gäbe. Das betrifft ja nicht nur Apple-Computer, sondern generell Apple-Produkte, deren Besitzer sich offenbar oft als etwas Elitäres betrachten. Manchmal mutet das an, als kaufe man sich so etwas im Wissen, damit zwar auf ner Insel zu sitzen und fast niemanden zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch zu haben, aber sich doch wenigstens von all diesen widerwärtigen, prolligen, ganz normalen Untermenschen abgrenzen zu können. In all dieser Abgehobenheit sieht man dann über vieles weg. Wie gut oder exzellent Apple-Computer sind, weiß ich nicht. Ich kenne niemanden im engeren Freundeskreis, der so etwas besäße. Wir haben stets die größere Erfahrungsbasis der Windows-User geschätzt. Und wir waren keine “Kreativen”, die den ganzen Tag in Coffee-Shops sitzen, auf ihrem iBook rumtackern und sich dabei vorkommen wie die Herrenmenschen von, naja, heute nicht mehr, eher morgen. Leider will denen ja kaum jemand ein Stück ihrer “Kreativität” abkaufen, deshalb wirds auch morgen noch nichts mit der Herrschaft, aber man ist ja wenigstens cool, während Millionen von Uncoolen täglich mit Hilfe von Windows-PCs ehrliche, ertragreiche Arbeit machen und reale Werte schaffen. Und man weiß sich abzugrenzen, und sei es durch Borniertheit. Da wird ein weißer MP3-Player, der nur Dateien spielt, die man mit proprietärer Software draufgeschoben hat und der somit nicht kompatibel im Sinne eines abspielenden Wechselmediums ist, als das Nonplusultra gelobt. Alleine dieser eine Mangel macht die Kiste wertlos für viele Anwendungen! Es gab und gibt bessere Player, den iRiver H120/H140 zum Beispiel. Da kann ich entscheiden, was ich mit den Dateien mache, wie ich sie draufpacke und wo ich sie wieder runterlade.

    Die Arroganz einiger Unix- und Linux-User stinkt mir ebenso, aber da kann ich ja noch wenigstens ansatzweise eine Begründung für Respekt meinerseits finden: ich will mich nicht mit Kernel-Compilieren befassen müssen und ziehe den Hut vor Leuten, die so tief einzudringen bereit sind, bloß um ein paar Anwendungen laufen zu lassen. Aber was kann die Mac-Gemeinde ins Feld führen an eigener Leistung, an eigenem Verdienst? Außer, daß sie mehr Geld ausgegeben hat, um etwas zu bekommen, was ihnen beim Abgrenzen helfen kann, sehe ich da rein gar nichts. Und das ist arg arm.

    Ein bißchen unwohl ist mir hier schon beim Tippen. Ich kenne Johnny, ich habe in der Muskauer seinerzeit selbst noch eine unter Windows gebrannte Audio-CD in (s)einen Apple-Rechner geschoben und mußte feststellen, daß der verwendete Rohling so scheiße war, daß er nicht abgespielt werden konnte. Bei mir daheim war er gelaufen - sowohl am PC als auch in der Stereoanlage. Was ich eigentlich sagen will: Johnny arbeitet mit Apple und ist ein ganz lieber Kerl. Wer ihn kennt, mag das sicher bestätigen. Alles oben von mir geschriebene trifft auf ihn nicht zu - zumindest nicht aus meiner Sicht. Und dennoch haftet Apple-Usern bei mir genau dieses schlimme Image an. Die Nestbeschmutzer im Apple-Lager haben gute Arbeit geleistet, vom Marketing des Herstellers angefangen bis hinab zum nichtskönnenden Szeneschönling, der sich ein iBook gekauft hat, um wenigstens überhaut etwas zu haben. Und das ist doch arg traurig, denn letztlich sind wir alle bloß Nutzer von digitaler (Rechen)technik.

    Christian
    (gerade unter Win2k mit IE 6 hier)

    07.04.2006 um 11:30

Radio Multikulti mit Spreeblick

  1. 56

    Radiowaves:

    Zu Fritz: siehe auch hier
    http://www.radiowoche.de/index.php?area=1&p=news&newsid=1557&koobi=4194da1f4a2ecbef9b0f1e3550f52a51

    Das geht also erst morgen früh richtig los. Im Programm konnte ich 14:30 noch nichts vernehmen.

    28.03.2006 um 17:07

Berlin 2.0

  1. 55

    Radiowaves:

    @sk
    “Berlin ist nicht schön aber ich kenne keinen der hier weg möchte.”
    So, jetzt lernste einen kennen. ;-)
    Beruflich hier, seit 6/2004. Mir haben damals Leute gesagt, der erste Schock geht vorbei, dann wirste Berlin auch lieben. Ist bislang nicht passiert. Seltsam krank geworden bin ich hier inzwischen, auch körperlich. Ich zähle die Tage und will wieder weg. Wohin? Dahin, wo ich die schönsten 16 Jahre meines Lebens verbracht habe, wo ich die liebsten Freunde habe (bis auf einen, den habe ich tatsächlich in Berlin kennengelernt, er ist aber aus Israel) und wo man - so behaupte ich - aus einer beliebigen Haustür treten kann und nach spätestens 100 Metern Fußweg irgendwo am Horizont die grün bewaldeten Berge sieht: nach Jena.

    Ach so, zu Berlin: auch ich kann die Aufenthalte in der “Stadt” an einer Hand abzählen. Aus dem Bermudadreieck Adlershof (Arbeit), Plänterwald (Wohnen) und Wartburgstraße (Yoga) komme ich kaum raus. Und da finde ich dann schon sehr interessant, daß ich das U- und S-Bahn-Netz eigentlich besser draufhabe als manche Berliner ;-)

    09.03.2006 um 20:54

10 Jahre Telepolis

  1. 54

    Radiowaves:

    Und als Telepolis dann immer größer wurde, trennte sich der Heise-Verlag deswegen von seiner Zeitschrift ELRAD. Die ging 1997 zum Bruchmann-Verlag, mutierte zu einem nicht ernstzunehmenden Witzblatt und verschwand alsbald samt Verlag von der Bildfläche. Schade um die ELRAD - habe nie wieder was so seriöses auf diesem Gebiet in den Händen gehalten. Und alles wegen eines Internetmagazins…

    07.03.2006 um 11:25

Neues Outlook-Design

  1. 53

    Radiowaves:

    Wer “Windoofmüll” benutzt, spielt mitunter überhaupt keine Spiele, sondern benutzt den Rechner ausschließlich für mehr oder weniger ernsthafte Arbeit - und zwar die meiste Zeit produktiv und ohne Ärger. Gibts nicht? Doch, mir geht es seit Jahren so. Ich schiebe hier gigabyteweise Files durch den Audioeditor, mastere CDs, nehme auf, schneide (wenns sein muß auch Beiträge im Mehrspureditor) und habe (fast) keinerlei Probleme, weder beruflich (Win2k) noch privat (Win98SE).
    Zum Thema: läßt sich dieses “Design” wenigstens abschalten? Immerhin bietet XP ja auch noch die klassische Oberfläche für alljene, denen das Desaster mit den meterdicken, rundgelutschten Fensterrahmen zu desaströs ist…

    19.02.2006 um 23:53

Die neue Tomte-Single

  1. 52

    Radiowaves:

    So, nun ausgiebig Gelegenheit gehabt, das neue Album zu hören. Fazit für mich: unterirdisch belanglos. Texte ohne jede Aussage. Keinerlei emotionale Berührung bei mir. So fade wie ein Glas lauwarmes Wasser. Selbst eine CD mit billiger nachgespielter 80er-Wave-Mucke (The Legends - “Public Radio”) hat bei mir Tomte für 2 Tage die Show gestohlen.
    Dafür garantiert radiotauglich, selbst die BILD findet es gut - Tomte ist nun offenbar belanglos genug, um von der Masse als neuer Hype gefeiert werden zu können.
    Und genau diesen Hype verstehe ich nicht. Also: wie kommt er zustande? Wo holt Tomte plötzlich all diese Gutfinder und CD-Käufer her? In welcher Welt leben sie? Ist das nur dieser Hansen-Film, den ich nicht kenne? Wie funktioniert das? Was muß ich machen, um so populär zu werden? *fg*

    Liest man dann dieses Interview http://www.videothek.us/index.php?_function=detail&Tag=&Dienst_ID=23&Artikel_ID=164845 , versteht man auch, warum die Platte so belanglos geworden ist. Jemand, der keine Probleme mehr zu haben glaubt, kann eben wirklich nicht glaubwürdig für diejenigen singen, deren Leben nicht immer rosarot ist.

    15.02.2006 um 11:06

Uno-Menschenrechtskommission kommt

  1. 51

    Radiowaves:

    Tja, auf welche Schule man heute seine Kinder schicken soll, weiß ich auch nicht. Ich bin zu neu in Berlin, zu fremd hier und die Problematik stellt sich mir leider (noch) nicht. Ich weiß nicht, wie es an Berliner Schulen zugeht, aber wenn der Unterschied zu “anderswo” ähnlich ist wie der, den ich glaube, beispielsweise zwischen der Berliner U- oder S-Bahn und den öffentlichen Verkehrsmitteln meiner Wahlheimat Jena zu erkennen, dann hätte ich wohl doch einen Tip. Einen, der so brutal klingt, daß ich damit vorsichtig sein muß: zieht weg! Zieht dahin, wo Kinder in einer halbwegs intakten Umwelt aufwachsen können. Die Straßen von Berlin gehören für mich auch nach fast 2 Jahren hier nach wie vor nicht in diese Kategorie. Zu oft bin ich einfach nur geschockt - über “Spielplätze”, über den täglichen Streß, über das soziale Milieu vieler Elternhäuser, das ich täglich vorgeführt bekomme.
    Die beiden Jungs meines besten Freundes in Jena gehen auch in den Kindergarten. Der profiliert sich gerade als “Kneipp-Kindergarten”, mit Sauna, viel Bewegung im Grünen, gesundem Essen, an dessen Zubereitung die Kinder Anteil nehmen können. Und hinter der elterlichen Wohnung beginnt der Wald - viel Platz für unbekümmerte Abenteuer. Auch was später einmal auf sie in der Schule zukommen wird, läßt mich ganz ruhig bleiben.
    Doch halt - so einfach ist das auch nicht. Die 4-jährige Tochter meines liebsten Lieblingskollegen hier in Berlin macht auf mich auch einen völlig intakten, lebendigen, neugierigen und gesunden Eindruck. Und das, obwohl sie nichts anderes kennt als Mietskasernen in Moabit. Nein, das ist es nicht. Meine Abneigung gegen die Berliner Wirklichkeit hat wohl doch nichts oder nur unter bestimmten Umständen etwas mit den Entwicklungschancen von Kindern zu tun. Schaue ich auf meinen liebsten Lieblingskollegen, wird vieles klarer: ein vor positiver Energie nur so strahlender, lebendiger und zutiefst spiritueller Mensch. In diesem Umfeld bestehen schonmal die besten Chancen für die Kinder. An seiner Tochter spürt man das ebenso wie an ihrem fast gleichaltigen besten Freund - auch mit dem ist es eine Freude umzugehen.
    Und die beiden Enkel meiner Berliner Verwandten - hochintelligent, kommunikativ, aufgeschlossen. Einer hat wohl so ganz nebenbei 2 Jahrgänge in der Schule übersprungen. Nein, an der Stadt liegts nicht, das muß ich zugeben. Obwohl ich wohl doch mit Kindern lieber wieder nach Jena zurückgehen würde - das werde ich auch ohne Kinder hoffentlich machen können.
    Und so bleibt als Fazit dann doch nur eins: sorgt dafür, daß eure Kinder schon in der kleinsten sozialen Gemeinschaft - der Familie, in der sie aufwachsen - ein Klima der wahren, bedingungslosen Liebe, der Ermunterung, der Wahrheit und der Spiritualität erleben können. Sie werden dann das aus sich machen, was sie wirklich sind - und damit wird es gut werden, weil es authentisch ist. Und zur Schule: schaut vorher genau hin, fragt andere Eltern, und zwar solche, bei denen ihr selbst im Umgang ein gutes Gefühl habt, versucht, mit den Lehrern vorher ins Gespräch zu kommen. Und scheut euch nicht, bei Problemen als erwachsene Stimme eurer Kinder aufzutreten.

    Noch was? Ach ja: meine ehemalige Schule http://de.wikipedia.org/wiki/Carl-Zeiss-Gymnasium sucht verzweifelt Nachwuchs. Offenbar mögen es die anderen Thüringer Gymnasien nicht, wenn ihnen die besten Leute weggeschnappt werden. Aber bis zum Gymnasium ists ja noch ein ganzes Stück für Kinder, die gerade erst eingeschult werden… ;-)

    06.02.2006 um 18:32

So sehen sie also aus

  1. 50

    Radiowaves:

    Passende PCs haben die Schweden offenbar auch im Angebot: http://www.heise.de/ct/schlagseite/02/05/gross.jpg

    10.01.2006 um 14:21

Die neue Tomte-Single

  1. 49

    Radiowaves:

    Also, ich freue mich mal vorsichtig aufs neue Album. Dessen Vorgänger wird aufgrund der beim ersten (und zweiten bis geschätzt fünfzehnten) kompletten Anhören binnen einer Woche aufgetretenen spontanen Gefühlsregung (ich wußte gar nicht, daß ich so heftig weinen kann) wohl auf alle Zeiten mein Album aller Zeiten bleiben. Was für ein Satz! ;)

    06.01.2006 um 08:40

Tralalalalala

  1. 48

    Radiowaves:

    Und? Wie isser? Praxistaugliche Mikroeingänge? Rauschabstand? Verhalten an der Übersteuerungsgrenze (Clipping, Kompression oder Invertierung)? Reale recording-Zeit in PCM 48 kHz / 16 Bit zzgl. 2-kanaliger Phantomspeisung und Mithören via Kopfhörer mit einer Akkufüllung? Digitaleingang wirklich bitgenau (isser bei meinem iRiver H140 nämlich leider nicht, der verliert Samples, wenn die Festplatte anläuft)?
    Johnny, Du weißt: da ist ein umfangreicher Test fällig ;)

    06.01.2006 um 08:30

Wo ist der Weihnachtsmann?

  1. 47

    Radiowaves:

    http://www.noradsanta.org meint:
    “You don’t have the latest version of Macromedia Flash Player.”

    Ach so.

    17.12.2005 um 21:26

Ich finde die T-Com gut

  1. 46

    Radiowaves:

    Als ich vor nem Jahr nach dem endgültigen Umzug nach Berlin den stinknormalen analogen T-Net-Anschluß (ja, genau den für 15.66 EUR) bestellen wollte, verweigerte mir die Dame im T-Punkt Frankfurter Allee diesen mit dem Hinweis, der sei nicht für Neukunden. Ich müßte einen Anschluß namens Calltime 120 nehmen, mit Anklopfen (toll, wenn man ein analoges Modem hat), mit Rufnummernübermittlung (toll, wenn das Telefon dafür keine Anzeige besitzt) und mit T-Net-Box (klasse, wenn man Anrufbeantworter hasst). Und selbst, wenn ich diese Funktionen nicht bräuchte, hätte ich immer noch 120 Minuten monatlich inklusive. Freilich die ersten 120 Minuten ins Festnetz. Teilt man die 4.29 EUR Differenz zwischen bedien Tarifen auf 120 Minuten auf, kommt man auf einen inakzeptablen Minutenpreis von 3.57 Cent. Mein diesbezüglicher Kommentar wurde sinngemäß mit “Sie werden schon noch sehen, was ihnen alles bei Call by Call passieren kann…” quittiert. Und meinen Hinweis, daß der Tarif auf der T-Com-Webseite noch angeboten würde, lies sie nicht gelten. Der würde mir auch dort verweigert. Was also machen… weiter recherchieren. Die kostenlose (und sehr nette!) T-Com-Telefonberatung ermutigte mich, nochmal in den T-Punkt zu gehen, denn den 15.66er Tarif gäbe es sehr wohl noch - auch für Neukunden. Also wieder quer durch die Stadt (telefonisch ist der T-Punkt nicht zu erreichen, selbst wenn einem die Hotline die Durchwahl steckt), um von der gleichen Frau zu erfahren, “die von der Hotline können viel erzählen, wenn der Tag lang ist.” Dermaßen “überzeugt” nahm ich dann den Calltime 120 und mußte noch mehrmals telefonisch aktiv werden, bevor ich eine Gutschrift und die Umstellung auf den T-Net Standard bekam. Hat mir, da das alles wertvolle Lebenszeit ist, durchaus erstmal gereicht. Dafür sind die Kündigungsfristen recht kurz, ich kann Call by Call machen und habe den vermutlich günstigsten Anschluß für mein Kommunikationsverhalten.

    17.12.2005 um 21:21

Ich mag’s ja manchmal polemisch

  1. 45

    Radiowaves:

    Jaaaa, die manuellen Ansagen auf den S-Bahnhöfen…. Prenzlauer Allee oder Greifswalder Straße hatte mal folgende zu bieten: “Zug nach Grünau… der letzte Wagen ist Mitropa… zurückbleiben bitte.” In der Frankfurter Allee hieß das ab und an etwas kürzer, dafür aber deutlich unpräziser “ßßßßru!” Berliner (oder Leute, die wie ich hierher in die Verbannung geschickt wurden) wissen ja, was gemeint ist. Und ich freue mich ausnahmsweise mal über Arbeitsplatzabbau: wenn die Stationsaufsichten in naher Zukunft entsorgt sind, kann man endlich folgende Szene nicht mehr beobachten:

    Bahnsteig, unsicher wirkender Tourist, wartende S-Bahn. Eine “S-Bahn-Aufsicht” kommt aus ihrem Häuschen, ein Sprechfunkgerät in der Hand.

    Tourist: “Entschuldigen sie, ist das der Zug nach Ostkreuz?”
    Aufsicht: “Moment mal.” (Dreht sich weg, nimmt das Sprechfunkgerät): “Gleis 3 nach Grünau Türen schließen… Gleis 3 nach Grünau abfahren.” (Dreht sich zum Touristen zurück): “Ja.”

    (Sinngemäß so aufgeschnappt.)

    Auch gerne gesehen: die Aufsicht am Ostkreuz oben wartet, bis die ersten Leute aus dem unten zum Halten gekommenen Zug den letzten Treppenabsatz erstürmen und läßt dann genußvoll die Türen schließen. Das passiert so häufig, daß ich System dahinter vermute.

    Gestern in Hamburg durfte ich in S-Bahnen mit klarem Blick durch die Fenster fahren und mußte feststellen, daß die dort offenbar nichtmal Schutzfolie für die Scheiben benötigen. Und keine bereits von Haus aus wie komplett beschmiert aussehenden Sitzbezüge aus widerlich anmutender Plastefolie. Dafür roch es vorletzte Woche auf der U-Bahn-Treppe Lahnstraße (Neukölln) wieder süßsauer nach Kotze und heute mußte ich feststellen, daß der Aufgang im S-Bahnhof Eichborndamm fast zu lang ist, um ohne zwischendurch zu atmen da auf den Bahnsteig zu kommen. Bleibt einem also nichts anderes übrig, als die beißende Wolke aus Pisse zu inhalieren.

    Mein seit den 60er Jahren in Berlin lebender Patenonkel hatte spontan eine Antwort auf meine Frage, warum so viele junge Frauen in Kreuzberg auf mich so leidend wirken: “Das Leiden heißt Kreuzberg.”

    Ich bleibe dabei: Berlin ist für mich bissl wie Geisterbahn: ich dreh gerne mal eine Runde, aber länger will ich mich da dann doch nicht aufhalten. Wenn ich groß bin und es mir leisten kann, gehe ich zurück in die Zivilisation nach Jena.

    (Aua, das gibt wieder Haue…)
    ;-)

    11.12.2005 um 23:41

Die Mauer fällt noch dieses Jahr (2)

  1. 44

    Radiowaves:

    War “Fritz” nicht ein Kunstwort aus “frech” und “witzig”? Habe das damals aus dem fernen Thüringen aber eher am Rande (und dennoch mit Schaum vorm Mund) verfolgt, denn mein Herz schlug zuerst freilich für DT64 und später für RockRadio B, aber nicht für den coolen “Wessisender”, egal ob er nun Radio 4U oder Fritz heißen mag.

    Und Johnny, schreibe bitte nicht noch einmal Sputnik. Sonst habe ich noch viel mehr Schaum vorm Mund. Kann denn wirklich niemand diesem schrecklichen, gebührenfinanzierten Treiben beim MDR Einhalt gebieten?

    05.10.2005 um 10:33

Radio, Radio

  1. 43

    Radiowaves:

    Mensch Johnny, Du kennst doch die Fritzen, zumindest paar dienstältere. Lass Dir doch einfach das Logfile der betreffenden Stunde schicken. Das ist 112 MByte groß und sollte zumindest bis morgen noch auf dem RBB-Server liegen, bevor es automatisch gelöscht wird…

    28.09.2005 um 16:43

Gemein

  1. 42

    Radiowaves:

    Ach, son Dingens zum Spielen? Flach wie ne Flunder, breiter als hoch? Hatte letztens jemand inner S-Bahn. Sah schon stylish aus. Er starrte die ganze Zeit da drauf und wirkte abwesend. War geschätzt Mitte 20. DAS hatte mich irritiert, denn ich dachte, wer sowas nutzt, ist unter 16. Stimmt also nicht, nehme ich hiermit zur Kenntnis. Ist sicher auch viel zu teuer für Leute, die das vom Taschengeld…?
    Trotzdem meine Frage: kann man mit sowas auch nützliche Dinge machen, also z.B. Stadtpläne aufrufen, Adressen speichern etc? Nein, ich bin eigentlich auch kein Fan von unterwegs Arbeiten. Seitdem mein Chef beim Guano Apes-Konzert (!) in der Columbiahalle meinte, du, sorry, ich geh mal bissl an den Rand, arbeiten, seinen Palm rausholte und… ich fass es bis heute nicht!

    13.09.2005 um 06:58

Wahl-OS

  1. 41

    Radiowaves:

    iTunes? Wozu? Ach so, um den iPod zu betanken. Nee, danke… das geht einfacher und softwareunabhängig - mit nem anständigen Player.

    01.09.2005 um 10:27
  2. 40

    Radiowaves:

    Erstens: wo ist mein geliebtes TOS (ATARI ST)? Ich hoffe, es fehlt einfach deshalb, weil es nicht durch Nennung im Zusammenhang mit einer Partei in den Dreck gezogen werden sollte.

    Zweitens: ich nutze privat Win98SE und beruflich Win2k, bin mit beiden Systemen sehr zufrieden (Stabilität, Arbeitsmöglichkeiten), denke gar nicht daran, wertvolle Lebenszeit mit Kernelcompilieren zu verschwenden oder Software, die es nicht gibt, selbst zu entwickeln und schere mich einen Scheißdreck darum, daß ich M$-Produkte schlechtzufinden habe, um mir die Eintrittskarte in den Kreis derer, die irgendwie diffus “anders” sein wollen, zu verdienen oder nicht als Unterschichtler (http://holgi.twoday.net/stories/674452/) begriffen zu werden.
    Daß mir DRM und Trusted Computing sehr zuwider laufen (egal, wer es implementiert), steht auf nem anderen Blatt…

    Drittens: ich wähle dennoch irgendwas im grünroten Spektrum. Schon aus beruflicher Überzeugung - ich bin Solarzellenforscher.

    Christian

    01.09.2005 um 09:38

Irgendwo da draußen

  1. 39

    Radiowaves:

    2 mal Jena freut sich… ok, ich freu mich mal mit, auch wenn ich derjenige bin, der das Foto zu Johnny geschickt hat. Wäre jetzt gern bei Euch, genaugenommen paar hundert Meter weiter nördlich - am Schleichersee. Stattdessen halt Büro in Berlin… man kann nicht alles haben.

    Christian

    30.08.2005 um 16:10

Ball vermisst

  1. 38

    Radiowaves:

    Ernstgemeinte Frage: was passiert eigentlich, wenn man mal eben dem Ball hinterherschwimmt? Herrscht Badeverbot auf der Spree in der Stadt? Weil: bei mir gleich um die Ecke ist ein recht netter Spreeabschnitt (auf Höhe des alten Funkhauses des Rundfunks der DDR). Und die nächste offizielle Badestelle ist elend weit weg (Grünau?). Ich gehe im Sommer aber gerne mal spontan schwimmen, weil das da, von wo ich herkomme, ganz problemlos geht. Also, weiß jemand vielleicht, was mir passieren könnte (außer, vom Schiff überfahren zu werden), wenn ich meinem Vergnügen auch in Berlin nachgehe?

    29.08.2005 um 22:18

42, erster Teil

  1. 37

    Radiowaves:

    Hey Johnny, nachträglich noch die allerbesten Wünsche!
    Ja, das Alter… manche freuen sich drauf. Mein Yogalehrer (30) betrauerte das Ausfallen seines ersten grauen Haares. Er meint, es kommt doch viel glaubwürdiger, wenn ein würdevoll gereifter Mann vor den teils 50-jährigen Leuten steht und ihnen was vom Leben erzählt, als wenn dies ein 30-jähriger tut. Ich wiederum trauere über jedes Haar, das ausfallenderweise die Geheimratsecken langsam aber sicher formt. Bin halt noch nicht so weise - und kann die Theorie bestätigen, daß ein spannendes, routinearmes Leben die Zeit verlangsamt.
    Es gibt Hoffnung für die zweite Lebenshälfte: mein ex-Chef ist hier letztes Jahr mit 65 ausgestiegen und sieht aus wie Mitte 50. Also, wie Mitte 50 in Thüringen - und das ist in Berlin eine Sensation. Denn hier sehen viele Leute nach meiner bescheidenen (und jungen) Erfahrung mit 30 schon richtig fertig aus: verschlackt, aufgedunsen, vergiftet. Kein Glanz in den Augen und Nikotin in den Poren. Die Möglichkeiten, seinen Körper zu ruinieren, sind in Berlin halt deutlich vielfältiger - und sie werden wohl auch gerne genutzt.
    Mein ex-Chef macht mit 65 noch Bergtouren und hat von uns zum Abschied ein Set Fahrradkarten mit GPS-Unterstützung bekommen - für den nächsten Radurlaub.
    Oder wie wäre es mit der über 80-jährigen Frau, die bei uns noch einen Yogakurs besucht hat? Sicher, alles, was bei jungen Leuten geht, geht da nicht mehr, aber da ist halt doch etwas Hoffnung. Grundvoraussetzung (und leider nicht immer ausreichend): man muß achtsam mit sich und seinem Körper umgehen. Und das ist ja auch schon eine spannende Entdeckungsreise ;-)

    23.08.2005 um 17:46

  1. 36

    Radiowaves:

    Und Airplay gibts auch schon: ich habe die Ohrbooten mit den “Ladies” letztens auf Radio Top40 aus Thüringen gehört. Schade nur, daß ich mich weiterhin weigere, Quicktime, Realplayer und Konsorten auf meinen Rechner zu packen. Also schade für mich ;-)

    23.08.2005 um 17:27
  2. 35

    Radiowaves:

    Ja, da lief Eldoradio. Mit nem rückwärts gespielten “Aha-aha-aha” aus Trios “Da Da Da” im Opener. Passte sehr gut, klang dann nämlich gleich sehr schwul ;-)
    Aber das war kein Fenster, sondern 100,6 mußte sich die Frequenz ja zuerst mit dem alternativen Radio 100 teilen, die später auf die jetzige Energy-Frequenz gingen. Alles weitere ist Geschichte, auch die Deutschlandlied / Klospülungs-Übergaben zwischen HK6 und Radio 100. Und so nette Stories wie die, die hier (die beste ganz unten) nachzulesen sind: http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/_98/30/18a.htm
    Technik aus den Radio 100 - Beständen gelangte 1991 sogar noch ins Funkhaus Oberschöneweide, DT64 stattete eine Vorproduktion damit aus und ärgerte sich fortan mit klapprigen Revox PR99 herum.

    Die besondere Würze: Genau der Herr Thimme, der Radio 100 in den Konkurs führte, hat nun bei HK6 das Licht ausgemacht.

    Christian

    17.08.2005 um 11:05
  3. 34

    Radiowaves:

    @ kentucky-blues

    Ein Verwandter von mir, jetzt über 70, hatte es aus genau diesen von Dir beschriebenen Gründen vorgezogen, sein Leben lang ungeoutet und Single zu bleiben. Mir hat ers mal erzählt und es klang nicht unbedingt so, als ob ihm diese Entscheidung des Kopfes (Selbstschutz) immer leicht gefallen wäre.

    Aber das mit den Rotkäppchen erschreckt mich. Erst letztens lerne ich 2 Männer kennen, denen das als Kind passiert ist, und nun gleich noch einen. Was geht in Müttern vor, wenn sie ihre Jungs dermaßen maskiert vor die Tür schicken? Nach draußen, wo der böse Wolf…?
    Johnny, Deine Jungs bekommen E-Gitarre und Baß umgehängt, daß das klar ist! Nicht zur “Prävention”, aber wir warten ja noch gespannt auf die hoffnungsvolle Nachwuchsband Plan C ;)

    14.08.2005 um 15:19
  4. 33

    Radiowaves:

    Eigentlich nicht lustig, aber das, was amerikanische Familien in ihren schlimmsten Alpträumen peinigt, ist auch in deutschen Haushalten vereinzelt an der Tagesordnung. Ein Kumpel von mir (30) erzählte dereinst über seine (DDR-)Familie. Er hat 2 ältere Brüder, Zwillinge. Einer hat im fraglichen Alter keinerlei Interesse gezeigt, z.B. die Motorrad-Fahrschule zu machen und schien wohl auch anderem, als typisch “männlich” angesehenen Verhalten gegenüber recht gleichgültig. Später stellte sich heraus, daß er schwul ist. Als paar Jahre später der Nachzügler soweit war und auch keinerlei Interesse an der Motorradfahrschule zeigte, bekam Mutter die Panik. Sie hatte in der Tat die Absicht, ihn zum Motorradfahren zu zwingen, in der Hoffnung, es werde dann alles “gut”. Half nix, der Kleine wurde auch schwul ;-)
    Was Eltern aber unbedingt vermeiden sollten, ist, ihre Jungs im zarten Kindergarten- oder Grundschulalter als Rotkäppchen (!) verkleidet auf den Fasching zu schicken. War letztens auf ner Geburtstagsparty, auf der sich herausstellte, daß 2 der anwesenden Gäste dieses Schicksal teilten. Und beide sind schwul. Verdächtige Korrelation… kann das bitte mal jemand wissenschaftlich untersuchen?
    ;-)

    13.08.2005 um 22:34
  5. 32

    Radiowaves:

    @ partout

    Große Klasse! So ein schöner Text zum verregneten Mittwochmorgen, Danke! Ich gehe mal davon aus, daß Du das alles ernst meinst, deshalb paar Kommentare von einem absolut unstylishen Unterschichtler mit Windows 98SE (installiert 3/2001 und seitdem fehlerfrei gelaufen) auf einem PC mit Gehäuse und Tastatur von 1994, Grafikkarte von 1997, Mainboard von 1999 (Intel BX, altes AT-Format), 256 MByte PC-100 RAM, CPU von 2001 (Intel Pentium III 850 MHz) und 40 GByte-Platte aus ebenjenem Jahr.

    ***
    also ich habe einen pc mit dem ich wirklich ausschließlich so richtig dämlich- ordinäre ego shooter spiele. etwas anderes kann man ja mit einem pc eh nicht anstellen.
    ***
    Also, ich habe seit Tetris nichts mehr gespielt, weil man mit ner Grafikkarte von 1997 sowas einfach nicht kann und weils mich nen Dreck interessiert. Ich _arbeite_ mit meinem PC: ich gehe ins Internet (auch wenn Johnny ob meines alten IE 5.0, mit dem ich ihn besuche, heult), ich maile, ich suche mir S-Bahn-Verbindungen raus oder eine Mitfahrgelegenheit, ja, ich chatte sogar, denn ich habe ein Chatprofil auf ner ganz bestimmten Seite, die zum Glück niemand findet, der sie nicht finden soll. Ich brenne Daten- und selbst erstellte Audio-CDs, letztere dank CueSheets so präzise, wie nur irgendwie möglich (nämlich framegenau). Ich schiebe stundenlange Audiofiles durch den Editor und bastel von Livekonzert-Mitschnitten ausm Radio schöne CDs, die ich mir in den Schrank stelle und dann ab und zu raushole, um mich daran zu erfreuen, wie das Publikum bei Radioheads “Creep” dereinst in Oxford wie blöde ausrastete. Ich habe meine Doktorarbeit auf dem Teil geschrieben und dafür freilich nicht Word, sondern LaTeX benutzt. Ich bearbeite meine Digicam-Fotos nach und meine ehemalige Webseite entstand auch auf dem Rechner. Meine “quick and dirty”-Post schreibe ich nach wie vor mit AmiPro 3.0 von 1993, weils erstens super funktioniert und ich zweitens halt noch ne Lizenz davon habe. Scanner ist auch da, alt, langsam, SCSI - macht aber gute, farbtreue Scans und ich weiß sogar, wie ich die sinnvoll nachbearbeiten kann.

    ***
    manchmal brenne ich auch eine cd wenn der brenner mal gerade das
    firmwareupdate gefressen hat, aber sonst ist mit der kiste aber auch
    wirklich gar gar gar nichts anzufangen. quasi rausgeschmissenes geld.
    ***
    Schade, daß Du nicht mit nem PC umzugehen weißt. Mein Brenner lief übrigens 4 Jahre ohne Update - es gab für das alte Teil keins mehr. Nun läßt der Laser aber so langsam nach, ich mußte Ersatz kaufen. Rausgeschmissen ist an meinem Rechner kein Cent - bis auf den gebrauchten Brenner, den ich mir holte, der war auch nicht mehr ganz fit. Ich hatte abgesehen vom Brenner in den vergangenen 4 1/2 Jahren keine finanzielle Ausgaben mit meinem Rechner, er leistet mir aber täglich treue Dienste.

    ***
    verstehe gar nicht warum die kisten immer noch auf dem markt sind. muss wohl so ein dämlicher bwler in schuld haben.
    …
    bei den damen in der uni komme ich auch viel besser an, seitdem ich dieses schnuckelige ibook mein eigen nenne und ich höre die frauen immer flüstern: ” schau mal da isser wieder dieser geile junge mit dem weißen computer, ohhhhhhh der sieht so toll aus.”
    ***
    Die dämlichen BWLer sinds doch, die keine andere Chance haben bei Frauen, als mit weißen Laptops und weißen Kopfhörerkabeln, die an Playern hängen, die man nur mittels hauseigener Software betanken kann und deren Festplatteninhalt man nicht wieder woandershin kopiert bekommt, aufzufallen - zumindest kams mir immer so vor. Ich versuche noch nicht allzulang, interessant auf das andere Geschlecht zu wirken, habe da aber offenbar Wege gefunden, für die ich weder PC noch Mac oder sonstwas brauche, sondern nur mich, und zwar so, wie ich von natur aus bin. Hat den überaus großen Vorteil, daß ich mich nie vorbereiten muß, wenn ich in der Nähe von potentiell interessanten Frauen bin. Keine Akkus aufladen, keine wichtige Rechnerarbeit vortäuschen, nur um zu zeigen, wo ich mein Geld hingesteckt habe.

    ***
    wenn ich denen dann noch zeige wie elegant und vor allem wie extrem powerfull man damit arbeiten kann, schaue ich nur noch in feuchte augen.
    natürlich vor begeisterung.
    ***
    Klarer Fall für http://www.schwanzersatz.de ;-)

    Falls das alles freilich Ironie war, bin ich einfach nur zu müde (gestern abend zu lange immer wieder das geniale Album der Editors gehört) und stimme fröhlich grinsend mit ein. Mein vorzeitiger Erguss[tm] (dieser hier) diene dann bitte als argumentatorische Untermauerung der Ernsthaftigkeit ebendieser Ironie.

    Eine Kollegin bei meinem früheren Arbeitgeber hatte einen Mac-Clone im Einsatz - die Software, die sie zum Arbeiten brauchte, lief halt darauf. Auch da: kein Schwanzersatzfaktor, obwohl “halber” Mac.

    Ach, noch was: haben Macs keine Shift-Taste?

    03.08.2005 um 10:09
  6. 31

    Radiowaves:

    Geil, geil, geil! Langsam werd ich neidisch auf alle, die diesen Abend (mitsamt Wetter!) miterleben durften. Den Beschreibungen nach hat Johnny genau den richtigen Ort für eine gut rockende Party ausgewählt. Wiederholen, will auch dabei sein!

    01.08.2005 um 09:28
  7. 30

    Radiowaves:

    Die Illumination am Himmel ist euch wirklich gelungen - die war bis nach Mitte zu sehen ;-)
    Johhny, ist zu erwarten, daß FB7 wieder mit echtem Spree-Blick über die Bühne geht?

    30.07.2005 um 22:13
  8. 29

    Radiowaves:

    Ok, das “fast” wars also. Da hätte ich als Plänterwaldler nun wirklich nicht weit laufen zu brauchen. Aber ich hatte halt auf son schönes großes Spreeblick-Transparent gehofft… ;-)
    Hieß der eine graue Kahn, der da bissl weiter westlich lag, nicht auch “Spreeblick”?

    30.07.2005 um 14:17
  9. 28

    Radiowaves:

    Erklärt mir bitte nochmal, wo ich gegen 19:30 offenbar nicht gesucht habe. Bin vom Treptower Park zu Fuß das ganze Behla-Gelände lang, ohne was zu sehen. An der Einfahrt (also fast Oberbaumbrücke) dann rein und im Hafen wieder bis fast (!) ganz hinter. Bis auf 4 oder 5 Leutchen, die da neben einer geparkten mobilen Satschüssel (die war doch sicher nicht für den Livestream, oder? ;-) ) auf ner Treppe vor einer der Hallen saßen, und einen, der an der Kaimauer pennte, sah ich niemanden. Ich bin dann leicht verschnupft wieder weg und habe mir, wie ohnehin geplant, im Zapata die http://www.goodbye-wavers.de angeschaut. Und das war auch ganz, ganz groß. Lysanns Stimme! Und dieser deraßen geniale Drummer… ach, ich hör schon auf zu schwärmen ;-)
    Gut, dann zur (hoffentlich) nächsten FB…

    30.07.2005 um 08:09
  10. 27

    Radiowaves:

    Wie geil: selbst für mein altes Windows 98 müßte ich knapp 50 MByte durchs 56K-Modem schaufeln, um den “Basic Feature”-Treiber zu installieren. Sehr schön, wirklich. Da lob ich mir meinen ollen 9 Jahre alten Laserdrucker, den kannte Windows gleich von selbst.
    Was in den 100 MByte alles drin ist, ist doch aber völlig klar: alle jemals auf diesem Drucker auszudruckenden Dokumente, bevor er kurz nach Garantieablauf mysteriös und unwiderbringlich goodbye sagen wird. Nur, wo hat HP diese Dokumente her? Das wäre doch etwas, das man einmal genauer beleuchten…

    29.07.2005 um 16:32
  11. 26

    Radiowaves:

    Werd auch versuchen dabeizusein. Habe am Abend aber vermutlich noch einen andere-Band-mitschneide-Job, muß dann also zeitig weg. Och mensch, immer dieser Berliner Freizeitstreß ;-)

    26.07.2005 um 08:21
  12. 25

    Radiowaves:

    Was auch wieder gut zur Lage paßt: “The East German industry is breaking together.” Behauptete zumindest 1990 einer meiner Mitschüler im Englischunterricht…

    03.06.2005 um 16:33
  13. 24

    Radiowaves:

    Schellack, Johnny, Schellack. Und kein Vinyl. Höchstens Wachsplatte oder Folie (dann mit Holznadel abzutasten, die freilich nach jeder Plattenseite gewechselt werden sollte)…

    03.06.2005 um 16:31
  14. 23

    Radiowaves:

    Heute bekamen alle Mitarbeiter unserer Abteilung hier im Institut eine englische Mail, in der sie darüber informiert wurden, daß ihr Account ab sofort gesperrt sei. Die Gründe befänden sich im Anhang, den man doch bitte umgehend…
    Gesperrt? Gehen wir eben nach Hause. So, denen haben wirs aber gezeigt…

    02.06.2005 um 18:43
  15. 22

    Radiowaves:

    Die Hirschen? Das sind doch… genau, das sind die, die 1999 für dieses unsägliche Hörfunk”programm” werben durften, das dann am 1.1.2000 auf Mitteldoofland losgelassen wurde: http://www.hirschen.de/html/032_das_beste/jump_fm_print.html#
    Unfreiwillig komisches Highlight: http://www.hirschen.de/media/images/03_bunt/032_das_beste/jump_fm/print02.jpg . “Darf ein deutscher Radiosender Jump FM heißen?” Das fragte sich damals auch Frank Nordmann von Jam FM, mit dem Ergebnis, daß seit dem 18.2.2000 Jump ohne “FM” auskommen muß. “Hier ist der Sender, der bis auf weiteres Jump heißt…” Was haben wir damals gelacht…

    02.05.2005 um 16:58
  16. 21

    Radiowaves:

    Ob die Randalierer auch das glänzende Linoleum im Tempelhofer Flughafengebäude geschändet haben?

    01.05.2005 um 14:33
  17. 20

    Radiowaves:

    … aber das bereitet doch keine Freude und schmälert das Vergnügen. Wohingegen großes Geknall’ anlockend sein soll… scheint real tatsächlich so.

    01.05.2005 um 12:44
  18. 19

    Radiowaves:

    ***
    No input, no output.
    ***

    Oder auch: “Sie können nicht immer Tankstelle spielen, wenn nicht ab und zu auch bei ihnen ein Tankwagen vorbeifährt.” Zitat eines damals 32-jährigen Arztes an der Klinik für Psychotherapie im Diakoniekrankenhaus Halle/Saale.

    ***
    Im übrigen führen Schülerzeitungen weitaus bessere Interviews als die “Großen”. Weil sie etwas besitzen, das wir oft irgendwann im Prozess des “Aufwachsens” verlieren: Leidenschaft und Interesse.
    ***

    Ist mir irgendwann mit 18 verloren gegangen, vermutlich an dem Tag, an dem ich unterbewußt merkte, daß die Uhren ticken. Da war ich dann plötzlich nicht mehr “hier und jetzt”, sondern entweder sorgenvoll in der Zukunft oder wehleidig in der Vergangenheit. Gut bekommen ist mir das nicht, erkannt habe ich es erst über 10 Jahre später. Und gestern meinte mein Yogalehrer, die Aufgabe für die kommende Woche wäre, daß wir unser inneres Kind wiederentdecken. Ausgerechnet an dem Tag, an dem ich begonnen hatte, das Arbeitsbuch für die Aussöhnung mit dem inneren Kind (gibts wirklich) zu lesen. Es gibt bekanntlich keine Zufälle, und es ist was dran: von unserem inneren Kind können wir viel darüber lernen, was wir wirklich gerade wollen und was nicht, was wir machen, weil wir es gerne tun und was wir machen, weil wir uns dafür von anderen etwas erhoffen. Letzlich entspringt alle Liebe aus uns selbst. Ist diese Quelle versiegt, wird es traurig und einsam - da können noch so viele liebevolle Menschen um einen herum sein.
    Johnny, schau mal, was Deine Kinder machen und wie sie durchs Leben gehen. Da dürfte viel Input auch für Dein eigenes Leben liegen. Mit Blogs muß das nicht unbedingt was zu tun haben…

    30.04.2005 um 11:13
  19. 18

    Christian:

    Irgendwas habe ich verpaßt, schon seit Jahren. Hier steht immer noch der bleischwere AT-Bigtower von 1994 nebst damaliger 102er Tastatur, seit 1999 ein Intel BX-Board und seit 2001 stolze 256 MByte RAM, 40 GByte Festplatte und einen Pentium III 850 beherbergend. Angeschlossen ein 17″-Aquarium aus dem Jahre 1998, immer noch farbtreuer als jedes TFT, das mir bislang untergekommen ist. Und der 4x-SCSI-Brenner von 1998 verrichtet nach wie vor sein Werk. Selbstredend unter Windows 98SE: keine Abstürze, kein zwangsweises Fluchen auf M$, die neuen Viren finden das System zu alt für nen Angriff. Dafür aber gerne mal knapp 2 GByte große Audiodateien stressfrei im Editor. Läuft einfach.

    Und das hier geht gerade durch ein 56k-Modem. Ich glaube, ich bin out.

    Aber trotzdem viel Erfolg mit dem Tiger, was auch immer er an den sicherlich perfekten Vorgängerversionen zu verbessern vermag ;-)

    29.04.2005 um 00:31
  20. 17

    Christian:

    Nachm 1. Mai kann man wieder schlierenfrei durch die Scheiben durchgucken, vermute ich mal…
    Ich werde mir das Berliner Phänomen, daß man am 1.5. seine Wohnung anzündet und aus dem Fenster wirft, das erste mal anschauen dürfen. Wohlmeinende Kollegen haben mich schon mit gutgemeinten Ratschlägen versorgt, wo ich am 1.5. überall nicht langgehen soll. Und sie halten das alles für völlig normal. Ich irgendwie immer noch nicht. Kann mir mal jemand bitte nachhilfe in Sachen “Berlin verstehen” geben?
    Na gut, ok, eingesehen, gibts auch anderswo. Schanzenviertel ist ja auch nicht ohne.

    29.04.2005 um 00:17
  21. 16

    Radiowaves:

    Der einzige biste sicher nicht. Ich kenne viele, die es zu teeniemäßig finden, vor allem, wenn sie selbst jenseits der 25 sind. Die murren dann aber nicht, die hören halt Radio EINS. Da, wo die Tagesmoderatoren halt nicht wie Kinder, sondern oft recht selbstverliebt, lustlos und arrogant klingen - ein altes SFB-Leiden.
    Ich kann beide nur abends ertragen - und sowieso auch nur abends hören, insofern paßt das doch. Und wenn ich mal auf der Autobahn Richtung Heimat (Süden) unterwegs bin, beobachte ich, wie kurz vor Leipzig die meisten Fahrer das Radio ausschalten, weil dann nur noch die mitteldeutsche Radiohölle kommt, und die ist nicht zum Aushalten. Mein Gott, was ist Berlin (noch) privilegiert…

    28.04.2005 um 11:55
  22. 15

    Radiowaves:

    … und Berliner generell wird man offenbar auch nicht durch Hinzug wegen eines Arbeitsplatzes, sondern durch etwas, das ich noch nicht genauer erfassen konnte. “Gesinnung” trifft es vielleicht ganz gut.

    28.04.2005 um 10:11
  23. 14

    Radiowaves:

    Mir machts erstmal Angst, weil alles, was in den vergangenen Jahren in der deutschen Radiolandschaft verändert wurde, immer nur zu einem weiteren Abbau dessen geführt hat, was ich als “Radio” bezeichne.
    Stellt euch mal vor, Fritz bekommt so einen wie Schiewack. Dann klingt Fritz demnächst komplett wie Energy. Oder Fritz geht den Weg, den der hessische Schwestersender hr XXL (mit nem ex-Fritzen am Ruder) gehen mußte: Relaunch als Teenie-Billigfunk unterster Kategorie. Solche Fragen gehen auch in der Fritz-Belegschaft um. Unter 4 Augen hört man dann schon Äußerungen wie “Wir haben es ja vergleichsweise noch sehr gut.”
    Außerdem war da ja immer noch ein RBB-Hörfunkprogramm “zuviel” (im rein zahlenmäßigen Vergleich mit anderen Anstalten) und schon rückt Radio EINS als nicht gerade Quotenkönig ins Blickfeld.
    Na, mal abwarten. Und selbst sollte Berlin/Brandenburg mit dem Rest der Republik gleichziehen, es gibt ja immer noch den Auscchaltknopf.
    Nein, ich bin kein bekennender Fritz- oder Radio EINS - Fan. Ersteres ist mir inzwischen zu teeniemäßig, letzteres war mir immer zu arrogant - eine Erbschaft des alten SFB-Stils. Aber beide Programme gehören für mich halt zur gattung “kleineres Übel”…

    27.04.2005 um 09:38
  24. 13

    Christian:

    Nee, sorry, ich kann auch Deinen Gedankengängen nicht folgen. Ökomärkte hätten für einen Teil der Bevölkerung ja noch nen Sinn, aber zerkratzte Scheiben und Schmierereien? Wo ist der reale Wert?
    Zum Kaufen von Appartments hätte ich nicht die Kohle - und auch keine Lust. Schon gar nicht in P-Berg. Aber wieso ist es falsch, wenn es am Wohnort ruhig zugeht? Und wieso sollte ich damit der Typ Bioladenkäufer sein (der ich nicht bin)?
    Eine Antwort kann ich Dir geben, nämlich die nach dem Warum. Weil man sich heute nicht aussuchen kann, wohin einen der Job verschlägt.
    Immerhin kann ich hier bei euch endlich was lernen über Berlin. Vielleicht verstehe ich irgendwann die Stadt noch mal. Bislang ist mir der Kult um den Dreck allerdings noch rätselhaft. Sieht es hinter den Wohnungstüren etwa genauso aus? Bei meinen Kollegen tuts das allerdings nicht.
    Bin btw auch aus ner Stadt mit ungefähr 100000 Einwohnern, da geht es zwar sehr lebendig, durchaus auch subkulturell, aber irgendwie angenehmer zu.
    Das hier ist aber zufällig bekannt?
    http://www.patrouille.de/download/Ruhleben.mp3

    14.04.2005 um 13:36
  25. 12

    Christian:

    Ich glaube, das ist genau das, was mich an Berlin so wundert: Leute, die Zerstörung und Dreck als neue (Jugend)kultur betrachten. Das geht in mein therapiertes Hirn einfach nicht rein. Manchmal überkam mich in den vergangenen 10 Monaten, die ich nun beruflich bedingt hier sein muß, das komische Gefühl, in Berlin landen letztlich alljene, die andernorts an gängigen Regeln menschlichen Zusammenlebens gescheitert sind…
    Und falls das genau die Kultur sein soll, von der Du meinst, Berlin könne es da mit der Welt aufnehmen, dann bin ich wirklich nicht von dieser Welt. Aber das sind Barrieren, die sich sowieso nicht niederdiskutieren lassen. Und was das mit Nazis zu tun hat, verstehe ich irgendwie auch nicht, aber egal. Bloß: warum so gereizt? Das ist doch nicht nötig, so Deine Ansicht denn wirklich Berliner Standard sein sollte…

    14.04.2005 um 13:17
  26. 11

    Christian:

    *schauder*
    Na dann lieber doch paar bunte Wände… die hier erwecken auf mich auch nur den Eindruck, gewisse Antipathien auf diesem Wege zu kompensieren. Damit sind sie denen hier http://www.graffiti-hates-germany.tk ja plötzlich gleichgestellt…

    14.04.2005 um 09:32
  27. 10

    Christian:

    Ich bin zwar noch kein deutscher Papi, aber für ein sauberes Wohnumfeld habe ich auch was übrig. Graffiti ist eines der Dinge, die mich an Berlin so anwidern. Die zerkratzten S-Bahn-Scheiben sind ein anderes. Ich fühle mich einfach unwohl in so einem Umfeld, fühle mich “strafversetzt” in eine Stadt, in der ein Teil der Bewohner nix besseres zu tun hat, als das Lebensumfeld zu zerstören, nur um seine Neurosen ausleben zu können.
    Wenns nach mir ginge, wären die Strafen deutlich härter und die Überwachung deutlich schärfer. Solange es dabei nicht zu derartigen Nebenwirkungen wie diesen hier kommt http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2005/0409/lokales/0114/index.html , solls mir Recht sein.

    14.04.2005 um 09:10
  28. 09

    Christian:

    Dafür hat Holgi gestern verpennt, mich anzurufen. Jetzt wird mir einiges klarer…

    13.04.2005 um 08:57
  29. 08

    Christian:

    Ha! Mit der Klassik isses bei mir ähnlich. Ich hatte eine Musik- und Russischlehrerin, die eben vollkommen und ausschließlich auf Klassik abfuhr. Eine wirklich nette Frau, bei der ich nichtmal Musikunterricht hatte (hatte ich abgewählt), sondern nur Russisch. Ihr “Ach Christian, Sie kommen auch irgendwann noch zur Klassik!” hat mich aber jedes Mal bis zur Weißglut erregt. Viel später habe ich dann herausgefunden, was es ist: es ist diese da herausklingende Arroganz. Nur wer Klassik hört, ist ein vollwertiger und vor allem ein anspruchsvoller Mensch. Und diese Hoffnung auf Resignation: du gibst deinen Krach irgendwann schon auf und wirst reumütig. Also genau das, was 1991-92 im Zuge der Zerschlagung von DT64 aus den Hirnen von Medienpolitikern und schlechten Rundfunkleuten zu vernehmen war.
    Der Frau habe ich vor Jahren eine schöne Stereoanlage aufgestellt, mit der sie heute noch begeistert täglich diversen ARD-Kulturkanälen lauscht. Die Frau hat mir 2 Monate lang ein Zuhause gegeben, als ich zwischen Studentenwohnheim und erster eigener Wohnung kein Dach überm Kopf hatte. Aber mit dieser ausschließlichen Akzeptanz von Klassik komme ich bis heute nicht klar. Ich habe in ihrem Wohnzimmer mehrere interessante Leute aus der sogenannten “Oberschicht” kennengelernt, die allesamt auch klassikmäßig so drauf waren wie sie und auf mich deshalb zwar faszinierend, aber auf diesem Gebiet irgendwie elität abweisend wirkten. Wie eine der ARD-Kulturwellen, die auf mich oft derart lebensfremd wirken. Ist das Klassik, was da draußen auf der Straße passiert, in der S-Bahn, aufm Ostkreuz? Ich denke kaum. Das ist Rock’n'Roll!
    Und am Mittwoch gehe ich eben nicht ins klassische, sondern ins Interpol-Konzert…

    11.04.2005 um 10:25
  30. 07

    Christian:

    Herrlich! Bei mir ists alphabetisch sortiert, und zwar unter Ignoranz von “The” und ähnlichem. Das Problem: ich muß dauernd das ganze Regal umsortieren, also innerhalb einer Reihe per Rechtsshift, hinten per Umbruch in die Ebene darunter, dort wieder Rechtsshift - bis ich hinten durch bin. Da ich mir nicht dauernd ZZ Top - Platten kaufe, wo das erstmal nicht weiter schlimm wäre, muß ich halt bei Bloc Party z.B. fast alles umschichten. Zum Glück bin ich kein AC/DC-Fan (beinahe worst case), aber für die Aeronauten mußte ich auch ganz schön schuf…, äh, shiften. Deren Alben habe ich mir zum Glück “am Stück” gekauft, so wars wenigstens nur ein einmaliger Aufwand. Und nun stellt euch mal vor, wie übel das war, als ich noch ganz jung war und ganz wenige CDs besaß. Die verstaute ich damals in so einem doofen Regal mit einzelnen Einschüben für jede CD und ner Rausdrück-Feder am Fachende. Da mußte ich jede einzelne rausnehmen und nebenan wieder reinstecken, wenn Zuwachs kam. Unerträglich und schnellstens wieder aufgegeben…

    Ein Bekannter von mir sortiert nach einem bestechend individuellen Kriterium: “Welche Platte würde sich mit welcher benachbarter vertragen?” Und da sich seine Mutmaßungen darüber ständig ändern, …

    31.03.2005 um 20:10
  31. 06

    Christian:

    Ein ex-Mitschüler im Groll über seine Freundin Eva, die ihn verlassen hatte: “Naja, ging alles ganz schnell. Hat nen neuen Typen und den auch gleich geheiratet.” Ich frage so beiläufig, wie sie denn nun heiße. Er grinst grimmig und meint, “Naja, das hatse jetzt davon: Eva Braun.”

    09.02.2005 um 00:52
  32. 05

    Christian:

    Erinnert mich an das Abbauen meiner Stereoanlage wegen Umzugs vor einer Woche. Stereo, nicht Siebenkanal. Kein Dinosaurier-Gestampfe-Soundzertifikat nach THX. Teilweise über 13 Jahre alte Kisten. Aber irgendwie auch groß, schwer und kreuz und quer verkabelt (Kreuzschienen scheinen ihren Namen auch von “kreuz und quer” zu haben). Meine beim Küchenverpacken helfende Mutter meinte, das kriegste nie wieder zusammengebaut…

    02.02.2005 um 15:27
  33. 04

    Christian:

    Nein, ich habe die 5.5 MByte jetzt nicht gezogen. Ich will auch nix dazu sagen, ob und wie gut Du im Radio bist - Du kennst die andere Seite des Mischpultes, Du kannst es.

    Aber ich will meine Meinung dazugeben zu Deiner Einschätzung “zwei wohl besten deutschsprachigen Tagesprogrammradiomenschen”. Ich mag sie nicht, und ich schalte ab, sobald sie in Hörweite kommen. Ich mag ihre Witze nicht, die sie selbstverliebt unter sich aushandeln. Ich mag die SFBsche Arroganz nicht, die den Ostdeutschen Rundfunk seit Beginn der 90er so verseucht hat. Ich mag ihre Firma Der Apparat nicht, die Radio EINS quasi durch die Hintertür privatisiert hat und für die gebührenfinanziert im Programm geworben wird (”Die schöne Party”). Über eine merkwürdige Geschichte, die Dieter Kassel mal mit einem der beiden erlebt hat, werde ich nix sagen, weil ich nicht persönlich dabei war.

    Ich mag die einfachen Leute dort - Marion Brasch, Jörg Wagner (der hatte mal eine Sendung, die hieß so wie die Firma der beiden) und noch ein paar andere. Eigentlich mochte ich ja auch Radio Brandenburg mehr als Radio EINS. Und ganz eigentlich isses gut, daß es noch FM4 gibt - auch wenn ich dort ausgerechnet die beiden nicht mag, die auch auf Radio EINS zu hören waren.

    Zum Glück variieren Geschmäcker ja ;-)

    Christian

    14.01.2005 um 14:35
  34. 03

    Christian:

    Als ich mich Ende Dezember 2002 mal wieder auf dem RBB-Gelände in Babelsberg herumtrollte, war auf der Anzeigetafel im Fritz-Studio folgendes zu lesen:
    TOMMY WOSCH … RADIOGOTT … TOMMY WOSCH … RADIOGOTT …
    Da war der benannte Kollege grad im Zwangsurlaub. Mir ist unklar geblieben, wer das einprogrammiert hat und zu welchem Zweck, aber noch unklarer blieb, was der Holzkohlegrill auf dem Kellergitter vorm Studiofenster sollte…

    29.11.2004 um 08:21
  35. 02

    Christian:

    http://www.karl-fritsch.de

    23.11.2004 um 14:35
  36. 01

    Christian:

    Olli ist göttlich. Wie der so ganz alleine mit Gitarre vor 2000 Leuten auf die Bühne kommt, “Hallo” sagt und dann mit häschenkostümierter Begleitung eine prächtige Abendunterhaltung abliefert, mit witzigen und mit nachdenklichen Songs, mit Geschichten aus dem Bühnenauf- und Abbauleben - das hat was. Kostproben gibts hier: http://www.olli-schulz-online.de/stories.html .

    Weil die Zeit sich so beeilt und so wenig bleibt von dem was einmal war
    Und weil das Licht so leicht zerbricht sehen wir die Dinge manchmal selten sonderbar…

    20.11.2004 um 14:08

um

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