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von | 2

 

Primacall

  1. 14

    Informer:

    @121 (Ralf)

    Bite vergiss nicht, dich auch bei der Verbraucherzentrale zu melden, die solche Fälle für weitere juristische Schritte gegen die Primacall sammelt: telefonwerbung@vz-bln.de

    06.08.2007 um 21:26

Neues Spreeblick-Logo gesucht

  1. 13

    Informer:

    Ich auch, ich auch, ich auch!

    01.08.2007 um 17:26

Primacall

  1. 12

    Informer:

    @112 (Zeckmeck)

    Welcher falsche Eindruck wird bewusst vermittelt? Sag mir das bitte!

    Mit deinen eigenen Worten: “Natürlich wird dem Kunden nicht gesagt, dass alles unverbindlich ist [...]!”

    Selbst bei direkten Nachfragen seitens des Angerufenen zu diesem Punkt wird nicht wahrheitsgemäß geantwortet. Indirekt vermittelt werden soll ihm vielmehr - so wurde es unter anderem mir als Telefonisten gesagt -, dass schon das erste Telefongespräch mit einer verbindlichen Zusage für ihn endet.

    Nennt mir doch mal euer Argument für die Unseriösität im Umgang mit dem Kunden unabhängig vom Cold Call? Das vermisse ich nämlich arg.

    Na gut. Aber lies diesmal bitte mit. Ich schreibe das nicht nochmal auf.

    1. Unseriösität: Telefonisten werden nicht in ihrer Tätigkeit ausgebildet, es gibt praktisch keine Aufklärung über den rechtlichen Rahmen oder den Umgang mit Vorwürfen der Rechtswidrigkeit - geschweige denn, woher die Nummern eigentlich kommen, mit denen man da telefoniert. Kurz: Telefonisten wird nicht einmal erzählt, unter welchen Umständen sie etwas illegales tun könnten.

    2. Unseriösität: Telefonisten sollen explizit nichts fragen, oder Denkpausen für den Angerufenen aufkommen lassen; alles, was der Angerufene sagen soll, sind seine Daten und sein Einverständnis. Gerechtfertigt wird das mit “Er kann ja unterbrechen/nachhaken/auflegen, wenn er was will.” Es gibt kein Gespräch auf Augenhöhe.

    3. Unseriösität: Telefoniert wird nach einem festen Leitfaden, nach dem sich gerade (zahlreich vorkommende) Neulinge streng halten sollen. Für welches Unternehmen der Anruf stattfindet, wird ausschließlich ganz zu Beginn genannt. Der durch Fragen wie “Sind Sie Telekomkunde?” ermöglichte Eindruck, man rufe für die Telekom an, wird im Verlauf nicht vermieden.

    4. Unseriösität: Nach dem Vorgehen des Verbraucherschutzes hat die Primacall im April diesen Jahres eine Erklärung abgegeben, Cold Calls künftig zu unterlassen, aber dies wurde (wie du selbst gesagt hast) (A) nicht nach innen kommuniziert und zudem wurde (B) nicht nach innen der Eindruck ermöglicht, dass sich am Vorgehen das Unternehmens seitdem irgendwas geändert hätte.

    5. Unseriösität: Auch im zweiten Anruf wird wie schon im ersten nicht ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dem Angerunfenen zu den Kosten des Telefontarifs zusätzliche Kosten entstehen und wie hoch diese sind (auch das hast du selbst gesagt).

    6. Unseriösität: Der “Kunde” bekommt zum ersten Mal etwas schriftliches, woran er verbindlich die Vertragsbedingungen nachprüfen und etwa vergleichen kann, wenn der Vertarg bereits abgeschlossen ist. Erkennt er hier erstmals (weil er erstmals die Ruhe hat und etwas festes in der Hand hält), dass diese für ihn inakzeptabel sind, muss er bereits selbst aktiv werden und schriftlich widerrufen, um aus dem Vertrag herauszukommen.

    Wie gesagt, soviel zu “Unseriösitäten unabhängig vom Cold Call”. Wenn du dich mit dem Thema Kaltakquise nicht befassen und lieber deine “Ich befolge ja nur Anweisungen und von mehr weiß ich nichts”-Attitüde verfolgen willst, ist das natürlich deine Entscheidung.

    Hinweise, die die Vermutung aufkommen lassen könnten, dass weiterhin Cold Calls praktiziert werden, gibt es nämlich durchaus.

    24.07.2007 um 15:56
  2. 11

    Informer:

    @Zeckmeck

    Schade, dass du meine Antwort offenbar nicht richtig gelesen oder zumindest nicht verstanden hast. Unter anderem der Absatz nach


    Und ganz ehrlich, der Kunde ist im “Zugzwang” im Recall- Gespräch?


    zeigt das sehr deutlich (weil ich etwas derartiges nicht geschrieben habe).

    Bis du dir zumindest die wenige Zeit dafür nimmst, bevor du weiterdiskutierst, nehme ich mir deshalb auch nicht die Zeit, auf deine Punkte im Einzelnen einzugehen.

    Nachdem du nun selbst gesagt hast, dass dem Angerufenen schon im ersten Gespräch bewusst ein falscher Eindruck vermittelt wird und er auch im zweiten nicht darüber aufgeklärt wird, wie genau seine monatlichen Telefonkosten aussehen werden, sei doch so gut, und erkläre mir mal das folgende:

    - Warum hat die Primacall im April diesen Jahres eine Unterlassungserklärung abgegeben? Wie wurde diese intern behandelt? Was hat sich nach dieser Erklärung an der Arbeitsweise des Unternehmens geändert? Nachdem du “schon eine Weile” da arbeitest, weißt du diese Dinge sicherlich besser als nur “vom Hören Sagen” und bist da eine zuverlässige Quelle.

    - Als ich noch für die Primacall gearbeitet habe, wurden Telefonisten ausdrücklich angewiesen, bei Angerufenen, die offensichtlich weder die erwünschte Personen noch deren Mitbewohner sind (sondern deren Nachmieter, Wildfremde o.Ä.), dranzubleiben und sie möglichst dennoch vom Angebot der Primacall zu überzeugen. Ist das immer noch so? Wie hältst du das für mit §7 UWG vereinbar?

    - Was genau macht die Dinge, die du schreibst, eher zu “Fakt”, als das, was ich in dem Interview oben und in den Kommentaren gesagt habe? Inwiefern bist du besser legitimiert als ich oder Patrick (108, 110), über die Sachlage zu urteilen?

    23.07.2007 um 18:21
  3. 10

    Informer:

    @103 (pascal)

    Hi,
    Ich weiss gar nicht, warum sich hier alle so aufregen. Ihr müsst das ganze vielleicht auch mal von dem wirtschaftlichen Standpunkt aus sehen: Prima-call ist ein mittelständisches Unternehmen und im Gegensatz zur Telekom hat es keine 60 Millionen Kunden. Um effektiv zu arbeiten wird das Call-center als Vertriebsinstrument genutzt

    Ich denke schon, dass man das kritisieren kann. Dieses Telefondings haben wir damals erfunden, damit Menschen miteinander sprechen können. Freunde auch über weite Strecken Kontakt halten können. Verwandte, auch wenn sie nicht mobil sind, sich nach ihren Lieben erkundigen können.

    Davon, zwielichtige Unternehmen damit zu einem Platz an der Sonne zu verhelfen, war da aber keine Rede.

    Zumal die Primacall nicht nur das Telefon als Vertriebsinstrument nutzt, sondern auch den laut §7 UWG unlauteren Cold Call.

    Dabei werden dem Kunden (im Idealfall) keine Informationen verschwiegen, und er ist jederzeit dazu in der Lage, das Gespräch zu beenden.

    Wenn er dazu in der Lage ist (und nicht, weil er einsam ist, sich an jedes noch so seltsame Gespräch klammert, oder einfach Auflegen z.B. als unangemessen unhöflich selbst gegenüber Belästigern empfindet; beides kommt nicht nur bei über 70-jährigen vor). Und auch dann werden im Regelfall wichtige Informationen vorenthalten.

    Deinen “Idealfall” eines solchen Anrufs habe ich persönlich noch nie (weder als Angerufener noch als Anrufer) erlebt, und selbst wenn er nicht so selten sein sollte wie ich vermute, dann ist auch ein Verbraucher, der lieber schnell auflegt, ein Mitbürger, der erstmal durch einen unerwünschten Anruf belästigt und um ein Stück seines Friedens und seiner Zeit gebracht wurde.

    Über nervige Werbeblocks regt sich doch auch niemand auf und es würde niemand auf die Idee kommen, das Werbefernsehen an sich in Frage zu stellen.

    Da hast du natürlich Recht. Allerdings zielt ein Werbeanruf gewöhnlich darauf ab, den Angerufenen sofort für sich zu fangen, während ein Fernsehzuschauer selbst losziehen und die Produkte kaufen muss, um einen Vertrag mit den Werbenden einzugehen.

    Zudem kann ich mich entscheiden, nur werbefreie Sender zu sehen, Fernsehsendungen aufzunehmen und die Werbung zu überspringen oder meine Inhalte gleich via DVD, Internet-Stream o.Ä. zu beziehen. Wenn ich nicht ans Telefon gehe, verpasse ich hingegen einen womöglich erwünschten Anruf (etwa von Freunden oder von meinen Eltern).

    Schon irgendwie zwei verschiedene paar Schuhe.

    Ich bin von einem Alice-Mitarbeiter angerufen worden und so auf deren großartige DSL-Angebot aufmerksam geworden und ich bin bis zum heutigen Tag zufrieden…

    Irre spannend. Ich wurde diese Woche von einer Firma angerufen, die sich nicht einmal einen echten Menschen leisten wollte, sondern mir mit einer Bandansage ein Rätselspiel vorgaukelte und mich dazu bringen wollte, eine alberne Frage zu beantworten und meine Kontaktdaten zu hinterlassen und ich bin bis zum heutigen Tag überzeugt, dass das ein unlauterer Anruf war.

    22.07.2007 um 22:36
  4. 09

    Informer:

    @101 (Zeckmeck)

    Hallo. Schön, dass du dich auch in die Diskussion einbringst.

    Man muss ganz ausdrücklich sagen, dass die “Aktivierten” in einem zweiten Anruf zurückgerufen werden, also nciht bei Anruf = Vetrag.

    Wer muss das sagen? Telefonisten der Primacall werden doch ausdrücklich instruiert, dem Angerufenen gegenüber schon beim ersten Anruf den Eindruck zu erwecken, dass dieser sich verbindlich festlegt, oder?

    Zumindest wenn er sich an die internen Anweisungen hält, wird der Telefonist also nicht nur nicht ausdrücklich sagen, dass noch kein Vertrag zustande kommt, sondern er wird ganz bewusst diesen Punkt vermeiden oder um ihn herumreden, nicht?

    Der Kunde bekommt mind. einen Tag um sich alles durch den Kopf gehen zu lassen und wird dann noch einmal zurückgerufen, in der alles gesagt wird : Preis, Laufzeit, und dass es sich nicht um die Telekom sondern um primacall handelt.

    Wird da auch (anders als im ersten Anruf) ausdrücklich dazugesagt, dass der “Kunde” zusätzlich zum Monatspreis der Flatrate weiterhin die Anschlussgebühr an die Telekom bezahlt?

    Wird da auch gesagt, dass der “Kunde” bislang noch nichts verbindliches gemacht hat und sich noch umentscheiden kann? Nachdem ihm im ersten Anruf ja möglichst der gegenteilige Eindruck vermittelt wurde?

    das ganze bekommt der kunde auch nochmal schwarz auf weiß zugesendet mit der Markierung: Auftragsbestätigung…

    Ja. Und das ist dann das allererste Mal, dass der “Kunde” überhaupt etwas schriftliches bekommt. Das allererste Mal, dass er handfest alle Bedingungen von der Primacall genannt bekommt. Das allererste Mal, dass er sich die in Ruhe ansehen und womöglich mit anderen Angeboten vergleichen kann.

    Da ist er allerdings schon im Zugzwang und muss schriftlich den “Auftrag” widerrufen, wenn er die Primacall gar nicht in Anspruch nehmen will.

    Schon merkwürdig.

    und mal ehrlich, hat einer der Teamleiter jemals gesagt, nehmt die Leute auf, die euch senil erscheinen? wohl kaum!

    So, nun aber mal ehrlich: Wie bewertest du die Unterlassungserklärung, die die Primacall diesen April abgegeben hat?

    Wie bewertest du, dass die Primacall trotz dieser Unterlassungserklärung weiterhin bedenkenlos Cold Calls durchzieht?

    Und wie vereinbarst du es mit deinen Moralvorstellungen, dieses Unternehmen bei diesem bestenfalls fragwürdigen (und womöglich illegalen) Vorgehen “schon eine Weile” mit deiner Arbeit zu unterstützen?

    22.07.2007 um 21:59
  5. 08

    Infomer:

    @90 (Klaus)

    Hallo Klaus,

    du hast also lange in einem Unternehmen gearbeitet, das so seriös ist, dass es

    - massiv Menschen anruft, die das Unternehmen offenkundig gar nicht kennen, in der Annahme, einverstanden müssten die mit dem Anruf trotzdem sein

    - selbst dann ein Werbegespräch mit dem Angerufenen anfängt, wenn sogar ganz offensichtlich kein Einverständnis von diesem vorliegt (sondern allenfalls von seinem Vormieter etc.)

    - den Angerufenen bewusst über die tatsächlichen Kosten, die ihm entstehen, in die Irre führt (kein Primacall-Kunde “telefoniert für nur 18,90 im Monat” - jeder zahlt zusätzlich noch seine Anschlussgebühren)

    - dem Angerufenen keinerlei Zeit gibt, um das Angebot zu bedenken oder mit der Familie zu besprechen, sondern auf eine Entscheidung direkt am Telefon drängt

    - rein gar nichts Schriftliches zum Nachlesen (und etwa Darübernachdenken/mit anderen Angeboten Vergleichen) verschickt, bis der Vertrag schon abgeschlossen ist.

    Ich gratuliere dir zu deinem ruhigen Schlaf. Ich muss zugeben, mir wäre der an deiner Stelle nur noch mit Hilfe von Medikamenten vergönnt.

    Das dann kein ausdrücklicher Wunsch besteht von Primacall angerufen zu werden versteht sich von selbst, nur arbeiten alle Telekommunikationsunternehmen mit dieser Methode, sei es nun Arcor, Tele2 oder auch die Telekom, die sogar alten Leuten ohne PC eine Dsl-Flatrate aufs Auge drücken.

    Bist du sicher? Nicht, dass ich dir widersprechen will, aber ich habe jetzt noch nie bei Arcor, Tele2 oder der Telekom gearbeitet. Wenn du selbst die Erfahrung gemacht hast, wie es dort intern zugeht, würde mich dein Bericht natürlich sehr interessieren. Bis dahin sieht das jetzt aber eher so aus, als ob du mit dem Finger auf jemanden zeigst und “Aber die Anderen haben doch auch…” rufst.

    Kann sein, dass auch die von dir genannten Firmen Leute anrufen, von denen sich dann viele davon belästigt fühlen. Von der Primacall allerdings weiß ich, dass sie es tun, und das ist auch dann nicht sonderlich “serös”, wenn Andere es auch so machen.

    Allein dieser zweite Anruf zeigt schon vom Prinzip, dass es sehr schwer wäre zu bescheißen, denn sonst müsste ja jeder Umsteller erst mit dem Aktivierer sprechen um die gleichen Lüge zu erzählen [..]

    Nochmal langsam: Hast du jetzt im “Aktivierungsbereich” gearbeitet und weißt, wie die Arbeit dort ist oder hast du im “Recall” gearbeitet und weißt, wie man dort arbeitet? Falls zweiteres: Wie genau sieht denn so ein zweiter Anruf aus?

    Als jemand, der kaum mehr als drei Tage da gearbeitet haben kann, weiß ich nur, dass dort mehrere Tage nach dem ersten Telefonat dem Angerufenen nochmal der Tarif angepriesen wird, für den er sich angeblich entschieden hat, seine Daten (inklusive Kontoverbindung) abgeglichen werden und in einem Mitschnitt dann der Vertrag festgemacht wird. Davon, dass der “Kunde” immer noch abspringen kann, wird aber auch hier bewusst nichts gesagt, oder?

    Natürlich gibt es immer Ziele, die man erreichen sollte, nur sind diese nicht Utopisch, da mann auch locker 4-5 Aktivierungen in einer Stunde schaffen kann.

    Wenn das so locker möglich ist, warum wird dann regelmäßig der mysteriöse “Zehnerschnitt” (durchschnittliche zehn “Aktivierungen” pro Anrufer) für eine fünfstündige Schicht angepeilt? Genügt den Teamleitern dann doch, wenn jeder für drei Stunden jeweils “locker 4-5 Aktivierungen” macht und sich dann für zwei Stunden zurücklehnt? Warum haben von den zwischen 30 und 40 “Aktivierern”, die in jeder Schicht arbeiten, in der Halbzeit fast alle nur einstellige Zahlen vorzuweisen?

    Ein gewisser Druck ist doch in jedem Beruf außer bei unseren Beamten und was das Resultat ist sieht man ja und er Druck bei Primacall ist in meinen Augen sehr mäßig.

    - “Unter acht Aktivierungen geht mir heute keiner nach Hause!”

    - “Wer von Ihnen hat denn noch unter vier?”

    - “Kommen Sie mir nicht mit ‘Die Leute wollen eben nicht’, denn das glaub ich Ihnen nicht. Da müssen Sie sich eben mal in den Arsch treten und Gas geben!”

    - “Können Sie mit Ihren fünf Aktivierungen ne dicke Lippe riskieren?”

    - “Wenn wir keinen Schnitt von zehn schaffen, müssen wir heute noch eine Nachtschicht einlegen.”

    Naja, ein gewisser Druck ist doch in jedem Beruf. Phrasen wie die obigen vor allen Mitarbeitern einer Schicht zu bringen geht allerdings über das für Normalbürger erträgliche Maß hinaus.

    Zum Tarif kann ich nur sagen, dass er einfach mal wesentlich günstiger ist als der von der t-com, was auch ncht sehr schwer ist

    In der Tat. Das Äquivalent der Telekom (XXL Fulltime) ist mit 35,95€ monatlich satte 2,10€ im Monat teurer. My cup runneth over.

    Die meisten Angerufenen haben allerdings nicht die Flatrate der Telekom. Weil sie ganz ohne Flatrate günstiger telefonieren - selbst bei der Telekom.

    und es gibt auch keine “vergünstigen Handygespräche”, wie der tolle Informant behauptet sondern 30 Freiminuten, was zeigt dass der CCA nicht mal den Tarif kennt, wo es dann nicht mehr verwundert dass er kein Erfolg hatte, wenn er nicht mal weiß wovon er redet.

    Okay, du bist ein viel besserer Telefonist als ich. Bestimmt kannst du auch weiter pullern und höher spucken als ich, aber weißt du was? Das hat eigentlich nichts damit zu tun, wie sauber oder fragwürdig die Primacall arbeitet.

    Dass aus einem langen Interview bestimmte Dinge (etwa einzelne Details über einen Telefontarif, der nicht unbedingt der Focus des Artikels ist) zusammengefasst bzw. paraphrasiert werden, ist doch völlig üblich.

    Alles in allem ist es doch schön, dass du als Insider dich mit einer kontroversen Ansicht in die Diskussion mit einbringst, auch wenn du das hier für ein “einseitiges Diskousionsforum” hältst. Ich hoffe, du kannst dir auch die Zeit nehmen, auf Maltes und meine Reaktionen noch einzugehen.

    23.06.2007 um 14:24

Informer im Fernsehen

  1. 07

    Informer:

    Ich glaube, dass Herr Tapp mit “unserer Zeit” nicht “diesen Sommer” oder “2006/2007″ meint. Ich verstehe das eher wie “dieses Jahrzehnt” (siehe Johnny: Wie oft wurdet ihr so von Haustürvertretern besucht? Ich kann mich spontan an drei Fälle in den letzten zehn Jahren erinnern).
    Insofern geht dieser ganze Quatsch natürlich auch nicht ganz “von selbst” den Bach runter, sondern eben dadurch, dass wir alle ein Bewusstsein für die Problematik entwickeln (und auch in unsere Umgebungen tragen).

    @9 (Pyrolator)

    Bitte nicht immer das “Gegenskript”. Ja, das kann verdammt Spaß machen, aber der Eindruck, dass das irgendwo”gegen” hilft, geht IMHO schon in Richtung Heuchelei.

    22.06.2007 um 09:43

Kultstar Wussow ist tot. Tot.

  1. 06

    Informer:

    Beim zweiten mal ist es nur noch halb so schlimm.

    20.06.2007 um 13:36

Primacall

  1. 05

    Informer:

    @77 (Robin S. a.k.a. MakeAMillYen)

    Einerseits: Als Angerufener einen Nutzen aus einem Cold Call ziehen? Es kann sicher sein, dass jemand der Meinung ist, dass das geht. Aber IMHO wird er dabei fast sicher falsch liegen. Wenn man sich die Möglichkeit zum Vergleichen nimmt und nutzt, wird man praktisch immer ein besseres Angebot finden können; wirklich in eine bessere Situation kommen wird man dadurch, dass man sich am Telefon bequatschen lässt, so gut wie nie.

    Andererseits: Ist das, was Primacall anbietet eigentlich eine gute, günstige Leistung? Die Frage ist etwa so wie “Ist der T2 von VW ein gutes Auto?” Für einige wenige wird dieses Produkt ganz sicher das beste sein, das sie haben könnten. Für die meisten aber wird es einige schlechtere, aber ganz sicher viele bessere Produkte dieser Art geben.

    Und selbst wenn es sowas wie eine “gute, günstige Leistung” gäbe und die Primacall eine solche mit unangemessenen Mitteln vertrieben würde, dann würde die Primacall immer noch unangemessene Mittel verwenden.

    Das Produkt heiligt nicht den Vertriebsweg.

    @81 (Yvonne)

    Leider stehen nach meinem Verständnis die Chancen nicht sonderlich gut. Bitte wende dich doch an die Verbraucherzentrale und beschreib ihnen, wie die Primacall diesen Vertrag via (vermutlichen) Cold Call an deinen Opa gebracht hat. Hoffentlich werden die dir helfen können.

    15.06.2007 um 09:49
  2. 04

    Informer:

    @22 (sebastian)

    Beides löst das Problem nur scheinbar: Wenn du den Anrufer - wie auch immer - zum Auflegen nötigst, kann es sein, dass irgendwann später sein Kollege dich einfach wieder anruft (und u.U. nicht dich, sondern einen Mitbewohner dranbekommt); wenn er sich durch deinen Trick nicht zum Auflegen genötigt fühlt (ich zB. würde das nicht), hast du ihn immer noch an der Backe.

    Verwickelst du ihn in eine Diskussion, passiert es möglicherweise, dass er dir ohne dass es dir bewusst wird mit rhetorischen Tricks eine Einverständniserklärung zu irgendwas abringt.

    Abgesehen davon: Zeit IST für Telefonisten wertvoll. Aber ist sie das für dich nicht? Viele Telefonisten (bei der Primacall alle) werden auch für erfolglose Anrufe bezahlt, die Unternehmen gewinnen oft zumindest Erkenntnisse (statistischer Art) - du aber kriegst für deine aufgewendete Freizeit gar nichts.

    Auch die immer wieder gern verlinkten “Gegenskripte” (siehe etwa #44) wirken allenfalls gegen Telefonisten, die auf Provisionsbasis arbeiten.

    IMHO ist die wohl beste Reaktion auf einen Anruf von einer Firma bei der man nicht ohnehin schon Kunde ist ein deutliches “Rufen Sie mich nie wieder an!” und sofortiges Auflegen. Diskussionen können eigentlich nicht zum Nachteil des Anrufers ausgehen (weil der besser vorbereitet ist - immer), nur Auflegen alleine kann auch als technisches Problem gewertet werden (”Da rufen wir halt später nochmal an.”).

    @24 (DrNI)

    In der Tat, wenn die eigenen Daten erstmal in der großen Verwertungsindustrie rumgehen, kann man nicht mehr viel tun. Eventuell hilft ein Eintrag in die Robinsonliste weiter, aber damit hab ich keine Erfahrungen.

    Vielleicht bringst du mal die Geduld auf, dir denjenigen nennen zu lassen, von dem der Anrufer seine Daten hat (oder dir, wenn er das nicht sagen kann, seinen Vorgesetzten geben zu lassen) - rechtlich ist er IIRC auf Anfrage dazu verpflichtet. Mein Vater hat einen so herausbekommene Adressenhändler mal schriftlich aufgefordert, alle Daten über ihn zu löschen und zugesichert bekommen, dass dem nachgekommen wurde.

    Aber zugestanden, letzteres ist etwas mühsam. Besser ist es wohl, unter gar keinen Umständen zuzulassen, dass irgendwer überhaupt erst an die eigenen Kontaktdaten kommt.

    @44 (Marcus)

    Ist wahrscheinlich wirklich kurze Zeit lustig, bringt darüberhinaus aber wohl gar nichts. Auflegen ist da schon besser (wenn auch nicht das beste). Siehe oben.

    @47 (Ben)

    Ich muss mich korrigieren: Häufig (!) hat die Primacall auch schon von vornherein BLZ und Kontonummer. Oft aber auch nicht.

    @49 (Petra)

    Das ist in der Tat ein Problem: So wie ich die Teamleiter der Primacall verstehe, werden dort die Probetelefonate von Bewerbern ohne deren Wissen mitgeschnitten, um zu entscheiden, wer im Unternehmen anfangen kann. Außerdem werden laufend einzelne Telefonate im Arbeitsalltag stichprobenhaft mitgehört (aber scheinbar nicht mitgeschnitten), um auf häufige Fehler einzugehen.

    Was mit den Mitschnitten mittelfristig passiert, ist mir völlig unklar.

    15.06.2007 um 09:34
  3. 03

    Informer:

    @47 (Ben)

    In aller Regel stehen das Geschlecht, der volle Name, die volle Adresse und das Geburtsdatum drin. Letzteres ist am häufigsten unzutreffend, aber immer noch sehr oft korrekt.

    Das ist alles. Kontodaten werden auch erst dann abgefragt, wenn ein Rückruf die “Aktivierung” bestätigt und den juristisch verbindlichen Vertrag schließen soll.

    13.06.2007 um 12:28
  4. 02

    Informer:

    @26 (diaet)

    Liegt wohl eher daran, dass sich Gewerbetreibende als Kunden oftmals nicht lohnen. Bei der Primacall z.B. wird Telefonisten explizit gesagt, dass Geschäftsanschlüsse nicht “ativiert” werden dürfen, weil die mehr telefonieren, als sie durch den Preis einer Flatrate bezahlen. Oder kurz: Das lohnt sich nicht.

    Ich rate aber davon ab, nur um Anrufer abzuwimmeln jetzt jedesmal zu sagen: “Das hier ist ein Geschäftsanschluss.” Sonst kriegt man womöglich bald Anrufe mit Angeboten speziell für das Geschäft.

    @27 (Matt Gambler)

    Auch wenn das schon von anderen angebracht wurde: Sicher macht ein Telefonist, der die Leute mit unerwarteten Anrufen nervt, nur seinen Job. Aber jung sein und das Geld zu brauchen sollte IMHO kein Grund sein, seine Moral zu Hause zu lassen und notfalls für den Teufel zu arbeiten.

    @35 (micke)

    Naja: Macht es für dich einen so großen Unterschied, was das Problem betrifft, ob dieser Artikel einseitig ist oder nicht?

    Fühl dich doch auf die Thematik aufmerksam gemacht und sprich es mal unter Freunden und vielleicht bei nächster Gelegenheit in der Verwandtschaft an. Das (und nicht etwa “Beschuldigungen”) ist es, worum es hier geht.

    13.06.2007 um 11:28
  5. 01

    Informer:

    @7 (Stephan)

    Gut, dass dein Freund da aufgehört hat - offenbar ist das nicht mal eine Seltenheit. Praktisch täglich fangen da mehrere Telefonisten neu an. Und irgendwie müssen deren Arbeitsplätze ja vorher freigeworden sein…

    @11 (Petra)

    Juristisch sind die, die solche Anrufe organisieren, offenbar sehr, sehr bewandert. Grundsätzlich ist, bei aller Vagheit, gut abgesichert, dass der Angerufene dem Unternehmen nichts kann (siehe dazu diesen interessanten heise-Beitrag über Tele2).

    Was §201 angeht, wird das mit einem kurzen “Ich mache jetzt von Ihrem Einverständnis kurz einen Mitschnitt” o.Ä. geregelt, wobei eine wissentliche Teilnahme an diesem Mitschnitt dann wohl als “Befugnis” gewertet wird.

    @16 (PS)

    Achte gut darauf, dass das auch für die, mit denen du einen Telefonanschluss teilst, gilt. Wie mucknich weiter oben richtig sagt: Aufklärung tut not.

    13.06.2007 um 10:39

12.06.2007 um 20:36

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