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I live by the river!
26.07.08
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von | 2

 

Diktat am Montag

  1. 20

    fehnman:

    @fredge: lass uns nicht diskutieren, wenn wir der gleichen Meinung sind. Ich finde nicht Amnestys Einmischung pervers, sondern die Tatsache, dass sich eine Menschenrechtsorganisation für einen Diktator einsetzen MUSS, weil ihm ein unmenschliches Urteil droht. Gut? ;)

    @malte: Opferzahlen/Qualität: Eine Bombe auf eine Großstadt ist nicht zwangsweise “schlimmer” ein einzelner grausamer Mord. Zehn grausame Morde sind nicht schlimmer als einer. 6 Millionen Vernichtete vs. 20 Millionen Gefallene — das will doch keiner ernsthaft gegeneinander aufrechnen. Du darfst auch nicht vergessen, wofür Saddam gehängt werden soll. Das Urteil ist das Ergebnis eines Prozesses um eine bestimmte Tat — es ist nicht “für das getretene Volk” oder ähnliches. Das sollte man nicht zusammenwerfen, zumal man es nicht zusammenwerfen kann. Tat, Prozess, Urteil. “Der war aber auch ein schlimmer Finger” ist Bush-Gelaber…

    06.11.2006 um 17:46
  2. 19

    fehnman:

    Saddam ist nicht der einzige, der in dem Prozess zum Tode verurteilt wurde, und wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es (anders als in den USA z.B.) nach Abweisung der Revision bzw. Überprüfung und Bestätigung des Urteils keinerlei Möglichkeit einer Begnadigung durch den Präsidenten oder sonstwas. Zudem wird die Strafe wohl extrem fix vollzogen.

    Der “Witz” ist aber doch, dass durch eine unmenschliche Strafe einem unmenschlichen Herrscher positive Gefühle entgegengebracht werden. Mal abgesehen von der Prozess-Farce (denn da gab’s sicher schlimmere): Wie pervers ist das eigentlich, dass sich Amnesty International für Saddam Hussein einsetzen muss? Und ist das, wofür er da verurteilt wird, nicht relativ identisch zu der Strafe die er erhält? Schließlich ging’s da auch um “Todesstrafen”.

    06.11.2006 um 09:14

Ich hasse das

  1. 18

    fehnman:

    Man kann nur hoffen, dass die meisten Kommentare hier ironisch gemeint sind. “Grenze des guten Geschmacks”, “unter der Gürtellinie”, “finster”, “zum kotzen”, “zynisch wie nur was”, “missbraucht aufs widerlichste”… ach Gottchen, wie wollt Ihr denn Eurer Empörung über wahrhaft weltbewegende Dinge Ausdruck verleihen, wenn Ihr bei sonem Kinderkram schon derart ausholt?

    Und der arme, arme Rio (tätschel) würde sich vermutlich eh im Grabe umdrehen, wenn er wüsste wer ihn alles hört und angeblich so toll und verehrenswert findet. Kill your Idols, Leute, und ich möchte nicht, dass Ihr seine Lieder singt. :P

    30.10.2006 um 08:32

We put the ‘B’ in ‘Blogging’!

  1. 17

    fehnman:

    @sascha: Ich hatte mit den Augen gezwinkert. :) Allerdings sind mir im Laufe meines absolut unwichtigen Lebens genügend Leute über den Weg gelaufen, die sogar ihren Rausschmiss als Erfolg verbucht haben, dass ich einfach nicht mehr alles glaube, was ich so als Lebensentwurf lese (jedoch ohne auch gleich ALLES abstreiten zu wollen… ich mein’… gibt schließlich auch Patienten, bei denen Eigenurintherapie hilft.)

    Muss das Buch natürlich noch kaufen und konsumieren usw., finde nur den Bohème-Begriff etwas… sagen wir mal… fehl am Platze, wenn es z.B. um Werbetexter usw. geht. Zudem arg überstrapaziert: Anette Louisane oder wie die Säuseltante heißt, Eisfeld, jetzt also auch bloggende EBVler — und seid Ihr tatsächlich der Meinung, dass Eure Anpassung an die wirtschaftlichen und sozialen Gegebenheiten auch nur entfernt noch irgendetwas mit einer Art Auflehnung gegen Normen und so zu tun hat? Und ist z.B. Bloggen tatsächlich reiner Selbstzweck? Mir war, als ginge es im großen und ganzen dann doch um mehr als “Freie Kunst”…

    Nunja, gern mal bei nem Bier (oder eher Rotwein?), ich muss jetzt wickeln gehen. :)

    27.10.2006 um 13:59
  2. 16

    fehnman:

    Es ist das Eigenlabel für all die, die aus einer Not (kein Job) ne Tugend (frei und nicht sozialversichert) machen, um sich dann hinzustellen und das als Grundkonzept verkaufen. ;)

    27.10.2006 um 12:51

Das asoziale Web

  1. 15

    fehnman:

    @johnny: Die Verantwortungsdiskussion ist 1000mal spannender als das “Social Web” im allgemeinen und Deine OpenBC-Accountlöschung im besonderen. Vielleicht nimmst Du die Kommentare dazu mal zum Anlass, sowas loszutreten, so Du dich denn traust… ;)

    Würde ich mit dem Glauben tippen, dass Leser mir alles nachmachen (oder mir das einbilden), sollte ich Spreeblick schließen.

    Wenn das ehrlich so gemeint ist, solltest Du dich fragen, wieso Du in die Öffentlichkeit gehst, und wo der Unterschied ist zwischen Jubelarien auf und Nachgeplapper von Meinungs-/Ansichtspostings und eventuellem lemmingartigem Verhalten im Fall konkreter Aktionen. Und dann wohl tatsächlich schließen — oder nochmal über das Zitat da nachdenken und widerrufen. :)

    Die “der Leser ist selbständig genug, zu entscheiden”-Haltung ist jedenfalls oberstpeinlich.

    26.10.2006 um 06:57

Die NPD - Gut, dass es sie gibt

  1. 14

    fehnman:

    @ Malte:

    Man muss sich schon die Frage stellen, warum die NPD-Wähler nicht sozialstisch wählen, sondern rassistisch. Und da ahne ich die Antwort: Weil sie Rassisten sind.

    Ich denke zwar nicht, dass dem tatsächlich so ist, aber ich bin absolut der Meinung, dass man das so sehen, propagieren und entsprechend reagieren sollte. :D

    04.10.2006 um 09:22

Das alte Problem: Kategorien

  1. 13

    fehnman:

    Möchte nochmal was einwerfen: Ausschlaggeben sind nicht die Fragen “Kategorien ja/nein”, “Kategorien oder Tags”, “wieviele Kategorien”, “benutzerdefinierbare Tags ja/nein”…

    Ausschlaggebend ist, in welcher Form man diese Ordnungsinformation präsentiert. Hier geht’s u.a. um Nomenklatur, Platzierung usw. Denn selbst wenn Euch zehn griffige Kategorien einfallen sollten, hat eine reine Auflistung in der Seitenleiste nur wenig Mehrwert, und auch wenn Ihr taggen würdet, was das Zeug hält, bringt einen die Ansicht der einem Artikel zugeordneten Tags praktisch kaum weiter (man weiß dann lediglich, wie die Autoren- und Kundschaft den Artikel einordnet).

    Als Beispiel für sinnvollen Einsatz seien nochmal die Podcasttitel erwähnt. Als eher sinnentleertes Beispiel dagegen die erste Hälfte des Infokastens unter jedem Beitrag. Das mag trivial klingen, aber es macht auch in unserer linkkundigen Welt einen riesen Unterschied, ob ich den Lesern ein saft- und kraftloses “gepostet von X am Y um Z in P” vorlege, oder ob ich ihnen z.B. “Mehr über P” anbiete. Die geänderte Benennung allein nötigt ja bereits den Designer, den entsprechenden Link nicht mehr so belanglos mitlaufen zu lassen.

    Genauso stellt sich die Frage nach der Präsentation des Kategorieinhaltes. Klick auf den Titel und bamm, unsortierte Liste mit 200 kompletten Einträgen — klar, dass man sich das nicht antut. Das hat aber nix mit der Kategorisierung an sich zu tun oder mit der Frage nach Tags.

    04.10.2006 um 08:49
  2. 12

    fehnman:

    Ihr müsst Euch einfach darüber im klaren sein, dass Kategorien nie mehr sein können als extrem grobe Hinweise auf die inhaltliche Ausrichtung oder “technische Beschaffenheit” (text, film, ton) der enthaltenen Artikel. Kategorien sagen nichts aus über den tatsächlichen Inhalt der Artikel. Ist klar, oder? Politik › Israel; Podcast › Buchmesse.

    Dann wird auch klar, dass niemand auf eine Kategorie klicken wird, wenn er etwas finden will, sondern nur, wenn ihn der mögliche Inhalt zum Stöbern anregt.

    Das wiederum wird auf der Hauptseite nur dann der Fall sein, wenn er zufällig oder brandneu auf diese Seite kommt, also z.B. um sich einen Überblick zu verschaffen. Konkrete Artikel werden dagegen idR auch konkret gesucht; man stöbert nicht blind herum, wozu gibt’s das Suchfeld.

    Eine eigenständige Kategorieliste kann also maximal als grober Wegweiser dienen. Richtig sinnvoll werden Kategorien, sobald gleichzeitig die ihnen zugeteilten Artikel sichtbar sind. Also in Form eines mind. zweistufigen Inhaltsverzeichnisses oder NACH einer Suche, also zur Gliederung der Ergebnisse.

    Ihr macht das ja auch teilweise schon, z.B. im RSS-feed: “Oh, endlich wieder ein Podcast.”

    Für Spreeblick würde ich, hehe, empfehlen, eine Suchergebnisseite auszugeben, die Kategorieblöcke mit den jeweils relevanten Artikeln enthält. Zum einen bedient man damit diejenigen, die z.B. “diesen wahnsinns YouTube-Link da mit… diesen… Typen” suchen und sich nur an “respektier nur disch” erinnern können. Zum anderen hätte man ohne großartige Zusatzanstrengung ein funktionierendes Related Post-System: “Ach, da gibt’a auch nen Podcast zu, und Malte hat den Text transkribiert…” ;)

    Eine solche Lösung würde auch eine einschränkende Suchabfrage unnötig machen (”Suche nur in Podcasts”), da man diese ja gesondert angezeigt bekommt und sich dann auf sie konzentrieren kann, bzw. sie ignorieren kann (”Suche überall, nur nicht in Podcasts, Toni Mahoni und den Filmchen”).

    Die Frage, ob die Postings mit Tags versehen sein sollten, stellt sich für meine Begriffe erst mal nicht, schließlich ist das nur ein Zusatz — kann man machen, um die Ergebnisse zu verfeinern, oder um weitere verwandte Artikel in einer extra Liste anzuzeigen.

    01.10.2006 um 13:19

Frankfurt 2.0

  1. 11

    fehnman:

    Hm…

    Diese Kinder der Web-Evolution hören teilweise eine halbe Stunde und länger zu, wenn ihnen jemand etwas Interessantes zu sagen hat.

    Magst Du das mal ausführen? Du versuchst hier hoffentlich nicht, einen Kausalzusammenhang herzustellen zwischen Internetkonsum und gesteigerter Aufmerksamkeitsspanne…

    30.09.2006 um 13:51

Der kalte Blick des Gabor Steingart

  1. 10

    fehnman:

    Was mir bei Kommentaren dieser Art aktuell auffällt: Das Zueendelesen eines Textes sowie das unvoreingenommene Wirkenlassen von Aussagen, die nicht zwangsläufig anklagend gegenüber dem Objekt der Betrachtung gemeint sein müssen, sich aber isoliert womöglich so anhören, gehört nicht mehr zum guten Ton.

    Der Mann (Steingart, nicht Malte) trifft mit seiner Betrachtung ja wohl den Nagel auf den Kopf, und er stellt zum Schluss auch die richtigen Fragen. Dass ihm die Worte im Mund verdreht werden, muss an einer generellen Ablehnung harter und ehrlicher Betrachtungen liegen. Lieber von Menschenwürde faseln als über betrunkene RTLII-Gucker, die sich einen Dreck um ihre Kinder kümmern.

    Die Stelle, an der Steingart “wohlfeil” Eigenverantwortung der Arbeitslosen einfordert, würde ich gerne mal unterstrichen bekommen. Wo er überhaupt irgendetwas von den “neuen Proleten” fordert ebenso. Dass sie eine Bedrohung für unsere Demokratie darstellen, meint er anders, als Malte es in seiner reflexartigen Abwehrhaltung verstehen kann:

    Kann eine Demokratie es tatsächlich hinnehmen, dass ein Teil des Souveräns dauerhaft von der Wohlstandsmehrung ausgeschlossen bleibt? Und wenn sie es hinnimmt: Wird sich diese Entscheidung nicht noch zu unser aller Lebzeiten rächen?

    19.09.2006 um 08:41

Dann ist Liebe ein Teufelskreis

  1. 09

    fehnman:

    Na dann: Joy Division, “Love Will Tear Us Apart”.
    Wann und wo? :)

    15.09.2006 um 18:30

AIDA

  1. 08

    fehnman:

    Du meinst aber nicht die Jungs, die in ihrem aktuellen Copytest nach der “schmutzigsten Sex-Phantasie mit einem Markenprodukt deiner Wahl” fragen? Falls doch: Wieso darf sich eine Agentur das erlauben, und wie würdest Du auf so eine Frage reagieren, wenn man sie Dir beim Bewerbungsgespräch in einer Bank oder einem Kindergarten stellen würde?

    23.08.2006 um 15:54
  2. 07

    fehnman:

    Ja sorry. Mathias, nicht Michael. Kam durcheinander. ;) Nur wo schreibe ich denn was von “affenartigen Unmenschen”? Meinst Du das mit den drei Affen? Ts, Texter vs. Leser, hm?

    Den Rest DEINES Posts kann ich nicht nachvollziehen, vor allem die Fragen nicht. Ich kenne genug Werber (Spieglein, Spieglein, sic), gerade deshalb maße ich mir ja an, sie beschreiben zu können. Ich behaupte ja auch lediglich, dass man sein Gewissen abschalten muss, um Werbung machen zu können, bzw. dass ein ausgeprägtes Gewissen, eine ausgeprägte Moral, extrem hinderlich ist. Augen zu und durch, Klappe halten.

    Dass das eine Wertung beinhaltet — dumm gelaufen, ich heul auch gleich.

    Ich kenne im übrigen auch genügend ehemalige Werber, die an genau diesem Punkt “kaputtgegangen” sind. Eben WEIL sie nicht damit klarkamen, dass sie gegen ihre Überzeugungen krankmachende Produkte vertreten und ihre Freizeit für (aus ihrer Sicht) menschenverachtende Konzerne opfern sollten. Oder einfach nur, weil sie kein Verständnis für dicken Titten auf einem Mineralwasserplakat hatten.

    Welche Agentur braucht denn Mitarbeiter, die ihre Moral über ihre Ästhetik stellen?

    23.08.2006 um 13:40
  3. 06

    fehnman:

    @ Johnny: “Werbung darf überheblich sein. Aber muss das auf die Werber abfärben?”

    Du verdrehst hier die Reihenfolge. Nur arrogante Werber können arrogante Werbung machen. Die Branche zieht einen bestimmten Menschentyp an, dieser liefert eine bestimmte Arbeit ab, usw.

    Der Werber MUSS, um sein Produkt rechtfertigen zu können, eine gewisse moralische Haltung einnehmen. In den meisten Fällen dürfte sie den drei Affen entsprechen. Würde er das nicht tun, könnte er nicht ruhig schlafen — seinen Job könnte er schon gar nicht ausüben.

    Man muss ja z.B. schon ziemlich stumpf sein, um sowas wie die Eiskarte vorzuschlagen. Dass (@ Michael) “niemand der Macher und Abnicker … dieser Karte Rassismus unterstellt” hat, zeigt ja nur, wie unsensibel sämtliche beteiligte gegenüber dem Thema sind und nicht etwa, dass die Karte nicht rassistisch ist.

    Genauso stumpf muss man sein, um bestimmte Handyverträge, Kreditversprechen, Stromkonzerne, Reiseveranstalter oder Arzneimittel zu bewerben. Moral und Anstand sind in der Werbung fehl am Platz, entsprechend besetzt sind die Agenturen.

    Was nun zuerst da war, Henne oder Ei, fehlendes Gewissen oder gewissenlose Werbung, ist sooooooo schwer nicht zu erraten.

    23.08.2006 um 09:19

Paradox

  1. 05

    fehnman:

    Hach, schön.
    Ich danke jetzt einfach mal Chris fürs Zurechtrücken der Perspektive. Mir wäre das deutlich zu aufwändig gewesen, so parallel zum Kopfschütteln. ;)

    29.05.2006 um 20:15

Ich glaube gar nichts mehr

  1. 04

    m:

    @lollie (179): Ach so ist das — man darf nur die Redefreiheit derjenigen verteidigen, die im eigenen Sinne reden. Hmhm…

    10.02.2006 um 13:26
  2. 03

    m:

    @Johnny (126): Der Vergleich ist “unsinnig”? Aha. Es geht schlicht darum, dass hier Leute vor dem sicheren Hintergrund einer aufgeklärten demokratischen Ordnung rumlaufen und behaupten, in bestimmten Teilen seien deren Werte durchaus einschränkbar oder nicht so wichtig oder verhandelbar oder relativ.

    Sie werden jedoch niemals (hoffentlich) in ihrem Leben Gefahr laufen, diese Einschränkungen tatsächlich hinnehmen zu müssen. Selbst wenn sie sich eigenmächtig beschränken sollten, ist das wieder nur ein Ausdruck der ihnen gegebenen Freiheit — und sie haben jederzeit die bequeme Option, zum vollen Ausleben dieser Freiheit zurückzukehren, sobald es ihnen in den Kram passt.

    Sehr bequem das ganze. Kommt gut an auf Parties, soviel ist sicher.

    Was Deine eigenen Absichten angeht: Du willst “erklären” und nicht “entschuldigen”? Das kannst Du so gut und eineindeutig trennen?

    08.02.2006 um 13:58
  3. 02

    m:

    ich möchte mal kurz anmerken, dass es hier um eine veröffentlichung in einer *zeitung* geht, und nicht etwa um eine regierungserklärung. ganz egal, wie kränkend, erniedrigend, meinetwegend auch rassistisch motiviert diese veröffentlichung gewesen sein mag: es war eine einzelne, freie stimme.

    die reaktionen richten sich jedoch pauschal gegen die länder, in denen die veröffentlichungen stattfinden/-fanden, bzw. gegen deren bevölkerung. wie unverhältnismäßig kann eine sache eigentlich sein?

    in dem zusammenhang sei auch darauf hingewiesen, dass offenbar ein paar bildchen in einigen teilen der welt mehr emotionen auslösen als 3.000 tote börsenmakler und/oder die ankündigung, einen ungeliebten staat “von der landkarte zu entfernen”. auch hier: wo ist die verhältnismäßigkeit? und nein, es geht nicht um das, was “die” möglicherweise darin sehen, sondern immer und ausschließlich um *unsere* sicht.

    jeder, der sich aus der heimeligen deutschen sphäre heraus auch nur ansatzweise verständnisvoll gegenüber dem äußert, was gerade als “reaktionen auf eine tiefe kränkung” abläuft, sollte sich auch mal in erinnerung rufen, dass er dieses verständnis nur aufbringen kann, weil er HIER das recht dazu hat und zudem HIER genau SO erzogen wurde.

    sich als aufgeklärter deutscher hinzustellen und großartig für toleranz gegenüber aufgebrachten (weil ach-so-beleidigtverletzten) moslems zu werben, ist so ähnlich, wie wenn reiche müttersöhnchen dem rest der welt erklären, dass man “auch ganz gut ohne luxus leben” kann.

    alles in allem stehen hier doch zu 90% kommentare von chronisch verständnisvollen berufsbetroffenen mit minderwertigkeitskomplexen, die zu allem überfluss verlernt haben, sich eine meinung zu bilden. bloß niemandem weh tun, bloß keine gefühle verletzen, bloß nicht in verdacht geraten, eine “minderheit zu diskriminieren” oder gar “irgendwem die schuld zu geben”, bloß und ja immer alles und jeden zu verstehen versuchen, immer schön tolerant sein, “aus deren sicht ist das aber, sind wir aber auch, man muss das auch mal sorum, sind nicht vielleicht auch wir”…

    wenn man einen konflikt aus derart kubistischer perspektive betrachtet, ist es kein wunder, dass man nicht mehr weiß, was man denken und an wen man glauben soll.

    ps: grüße an max

    08.02.2006 um 01:51
  4. 01

    m:

    wo hast du denn die info her, dass es eine klage gegeben hätte?und welche rolle sollen schon die blogs spielen — keine.

    06.02.2006 um 19:05

06.02.2006 um 17:07

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