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Frédéric, mir gefällt dein Artikel. Ach ja, Neukölln. Ich mag’s, habe dort ein Jahr gewohnt und besuche es heute noch oft genug, nicht zuletzt weil ein hervorragender Tierarzt (Berlin ist arm an solchen) dort auf der Weichselstraße seine Praxis hat. Und mit drei Katzen, von denen eine chronisch krank ist, bekomme ich Neuköllner samt ihrer Marotten oft zu Gesicht. Stundenlanges Warten in einem Tierarztwartezimmer schweißt zusammen. Und was soll ich sagen, da sitzen ganz normale Leute. Muttis die das Karnickel ihrer Kinder streicheln, Studenten mit Hunden, Omis mit ihren Vögeln und natürlich auch Menschen mit Migrationshintergrund, die besorgt ihr krankes Kätzchen angurren. Freaks hab ich da noch keine gesehen, will ich das, geh ich Sonntags im Ostbahnhof was einkaufen, da habe ich dann schwäbische Touristen, C-Prominenz, Obdachlose mit Krätze und nuttige Emo-Girls auf einmal. Sonderlinge sind beileibe keine Neuköllner Spezialität, die hat’s überall. Und solche, wie “ick” sie so verächtlich schildert, zeigen sich halt dort, wo Armut stärker zu Tage tritt.
Neukölln ist nicht hübsch und die Schrippen mögen pappig schmecken, aber so freundliche Bäckerinnen oder Apothekenangestellte wie dort, hab ich anderswo nur selten erlebt. Und häßlich wird Berlin leider gerade überall.
22.02.2008 um 11:47
FeatureGates Of The WestPositionen
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Frédéric, mir gefällt dein Artikel.
Ach ja, Neukölln. Ich mag’s, habe dort ein Jahr gewohnt und besuche es heute noch oft genug, nicht zuletzt weil ein hervorragender Tierarzt (Berlin ist arm an solchen) dort auf der Weichselstraße seine Praxis hat. Und mit drei Katzen, von denen eine chronisch krank ist, bekomme ich Neuköllner samt ihrer Marotten oft zu Gesicht. Stundenlanges Warten in einem Tierarztwartezimmer schweißt zusammen. Und was soll ich sagen, da sitzen ganz normale Leute. Muttis die das Karnickel ihrer Kinder streicheln, Studenten mit Hunden, Omis mit ihren Vögeln und natürlich auch Menschen mit Migrationshintergrund, die besorgt ihr krankes Kätzchen angurren. Freaks hab ich da noch keine gesehen, will ich das, geh ich Sonntags im Ostbahnhof was einkaufen, da habe ich dann schwäbische Touristen, C-Prominenz, Obdachlose mit Krätze und nuttige Emo-Girls auf einmal. Sonderlinge sind beileibe keine Neuköllner Spezialität, die hat’s überall. Und solche, wie “ick” sie so verächtlich schildert, zeigen sich halt dort, wo Armut stärker zu Tage tritt.
Neukölln ist nicht hübsch und die Schrippen mögen pappig schmecken, aber so freundliche Bäckerinnen oder Apothekenangestellte wie dort, hab ich anderswo nur selten erlebt. Und häßlich wird Berlin leider gerade überall.