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26.07.08
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von | 2

 

Lightspeed Champion Live im Web

  1. 03

    Kairamon:

    Wow das Konzert war richtig klasse! & Mittwoch Abend spielt er hier in Berlin :)

    31.03.2008 um 21:26

Lightspeed Champion

  1. 02

    Kairamon:

    Lightspeed Champion ist absolut genial! :) Ich bitte jeden den dieses Video nicht anspricht sich “Waiting Game”, das epische “Midnight Suprise” & sein geniales Cover von “Heart in a Cage” auf youtube anzuhören..

    11.02.2008 um 11:00

Aller Anfang ist leicht

  1. 01

    Kairamon:

    Das sollte mal eine spannende Geschichte ĂĽber Bergsteiger werden, ist jedoch gleich zu anfang ziemlich schief gelaufen. Mir ist nichts ernsthaft spannendes eingefallen, nur absurde Wortspiele & so. Die Geschichte bitte nicht ernst nehmen, ich find sie lustig aber ich schätze mein Humor ist nicht jedermann’s Sache:

    Er war da, der letzte Meter. Einen satten Meter ging es noch in die Höhe und dann würde Schluss sein. Doch ich wusste nicht, dass es nicht so einfach sein würde…

    Kairamon’s
    Der Letzte Meter!

    „…eisige Kälte. Finger sind Taub. Doch sie sind auch zuhause, in diesen Bergen. Sie krallen sich zuverlässig in das raue Gestein, das sich vor mir auftut. An manchen Stellen. So dass meine klammen Finger Raum zum Reingreifen haben.“ –Tagebuch des Bergsteigers

    Ich lachte kurz auf. Ein trockenes, zynisches Lachen. Ich war ein Mann der die Härte der Welt kannte, ein Mann in Zwietracht mit Gott. Darum kletterte ich. Darum war ich hier, in vielen Metern Höhe an einem Seil, einen Meter unter dem Eingang zu einer Eishöhle hängend. Und darum lachte ich ab und zu zynisch auf. Mein Kletterpartner hing nur ein kleines Stück über mir.
    Plötzlich riss mich ein lautes Knacken aus meinen Gedanken. Dann ein Ausruf der Pein. Ich warf meine reichhaltige Mähne in den Nacken und hatte nun freien Blick auf meinen Kletterpartner. „Geh weiter“ rief ich noch, „halte durch! Es ist: Der Letzte Meter!“

    Doch wehe.

    Er deutete auf sein Bein: „geht nicht.“
    „Es muss gehen!“ stieß ich aus. Er stieß auf. Ohne jede Warnung. Ich wollte ihn von mir stoßen, in ohnmächtiger Wut. Da hing er und stieß was er noch hatte, mit Macht herauf.
    Mein Leben hing am Seil. Das Seil an einem Bein, das nicht ging. Das Bein an einem Mann, der die Kontrolle verloren hatte.

    „Scheiße!“

    Panisch sah ich hoch, doch falscher Alarm. Er hatte die Kontrolle nicht völlig verloren. Mein Kletterpartner hatte sich das Hosenbein aufgerissen, das Bein war Schwarz und verkümmert. „Es ist tot“ sagte er.
    Dann durchbrach ein weiteres lautes Knacken die Stille und das Bein und es fiel ab. Der Berg Hatte es eingefordert. Blitzschnell band mein Kletterpartner das Seil an sein anderes Bein. Die Situation war wieder stabil.

    Lange hingen wir dort. Ich, ab und zu zynisch auflachend. Er, daran AnstoĂź nehmend, aufstoĂźend.
    Nach einer Zeit schien sich mein Partner wieder zu fassen. „geht’s wieder?“ fragte ich, auf seinen Beinrest deutend. „Geht so:“ er machte kurz vor wie es ging. „Da geht nicht viel“ meinte ich ehrlich, der Ansatz war noch da und bewegte sich, „aber es geht was“.
    Meine Haltung wurde mir unbequem. Ich ruckte ein wenig an dem Seil, wobei ich wohl das andere Bein meines Partners zu stark belastete.

    Es brach. Und er brach.

    Ich sah ihn brechen und als er fertig war, war er ein gebrochener Mann. Ich wĂĽnsche ihnen dass sie niemals miterleben mĂĽssen, wie ein Mann bricht.

    Doch mein Partner war trotzdem noch geistesgegenwärtig.
    Er dachte sofort an das Seil und merkte, dass sein zweites Bein kurz vor dem Abfall war. Da schlang er das Seil um seinen rechten Arm, während er sich mit dem Linken, an dem sich glücklicherweise vor ihm auftuenden Fels hielt. Eine Kraft tief in seinem Innern war es, die ihn befähigte unser beider gewicht mit seinem blanken, linken Arm zu halten. Er war gebrochen gewesen, doch nun hatte er sich wieder zusammengerissen.
    Und ein Feuer brannte in ihm, ein Feuer das ich nur zu gut kannte. Ein Feuer das ich all die Jahre gesucht hatte, in dieser Eiseskälte der Berge. Das mich einst verlassen und eine erkaltete Feuerstelle der Leere hinterlassen hatte.

    Gott.

    Endlich hatte ich Gott gefunden. Ich lachte so zynisch auf, wie ich nur konnte. All die Jahre der Suche, der Verzweiflung und der Kälte packte ich rein, in dieses Auflachen.
    Es löste eine Lawine aus, doch bevor ich auch darüber zynisch auflachen konnte, musste ich handeln. Zu spät. Die Lawine erwischte meinen Partner und er fiel hinab. Fiel. Fiel. Fiel. Fiel.
    Nein! Sagte etwas in mir. NEIN!
    Das Feuer meines Partners ging quasi auf mich über (ich glaube er hatte mich gestreift) und ich platzte fast vor Glauben an mich & Gott & die Welt. Fast. Mit Übermenschlichkeit, so ähnlich wie mein Partner, hielt ich mich mit meinem linken Arm fest während ich meinen Partner mit dem Seil festhielt.
    „Lass mich los!“ rief er „rette dich!“ & ich: „Neeeiin! Neeeiin! Neeeiin!“ usw. die ganze Zeit. Und die Lawine rollte und rollte, immer weiter. Wann hört das auf? dachte ich. Irgendwann wurde ich heiser und ich hörte auf zu rufen.
    Plötzlich war diese göttliche Phase dann zu ende und ich fühlte mich wieder dreckig. Wieder die Leere und die kalte Feuerstelle. Holz, dachte ich. Auch mein Partner wollte plötzlich nicht mehr für mich sterben: „Zieh mich rauf!“ rief er „Du hast doch zwei gesunde Beine“. Damit hatte er Recht und somit schlang ich mir das Seil um mein linkes Bein und begann den letzten Meter in Angriff zu nehmen. Komisch, dachte ich, dass nach allem was passiert ist immer noch nur ein Meter vor uns liegt.
    Mein Partner ruckte die ganze Zeit heftig an dem Seil. Auch sein göttliches Feuer war wieder weg und er war total rachsüchtig und neidisch auf meine Beine. „Geht’s noch?!“ fragte ich ihn. Das schien ihn noch mehr aufzuregen. Er schrie auf und ruckte mit rollenden Augen immer härter an dem Seil. Ich verspürte den Brechreiz, dem mein Partner nachgegeben haben musste, doch mein Bein hielt. Nachdem sich mein Partner beruhigt hatte, begann ich, ihn mit mir hochzuziehen. Sein gebrochenes Bein schwang unkontrolliert in alle Winkel und plötzlich verkeilte es sich im Fels, was ein Glück war, da in diesem Moment das Seil riss.
    Zack. Schon hing er an seinem Bein nach unten. Doch der Fall hatte ihm Schwung verschafft und so schwang er an seinem verkeilten Bein wieder hoch. Ich reichte ihm meine Hand, sein Bein entkeilte sich und weil er immer noch Schwung hatte, schwang ich ihn den gesamten Meter (!) hinauf in die Eishöhle. Nun reichte mein Partner mir wiederum seine Hand und wir lachten beide, wie Männer lachen, die dem Tod von der Schippe gesprungen sind. Er zog mich hinauf und dann hatten wir es geschafft.

    Ich übergab ihm meinen Dank und er sich. Wir setzten uns hin und mein Partner blickte niedergeschlagen auf sein verbliebenes Bein. „Es wird schon gehen“ sagte ich. Er schüttelte den Kopf „nie wieder“.
    Ich nickte und sprach:
    „Eins sage ich dir“ sprach ich „Von allen Metern die ich geklettert bin, war das hier:
    Der Letzte Meter!“

    Nach jedem gekletterten Meter stellte ich dies fest…

    12.10.2006 um 13:54

11.10.2006 um 20:53

LiteraturPop

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