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09.07.08
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von | 2

 

Die Demokratie hat aua

  1. 05

    ben:

    mal abgesehen von den kleinen schreibtischtätern mit ihren kleinen dateien zurück zum ausgang: die menschen haben sich mitnichten von der demokratie entfernt, sie haben sich von unserem politischen system entfernt was albernerweise von volksvertreterdarstellern als demokratie angesehen wird.

    für die ganzen “is-doch-noch-alles-schigg”.-tüpen: ersetze jede kamera in deinem kopf durch einen polizisten (videoüberwachung), stell dir vor nach jedem telefonat ruft einer an und fragt dich mit wem du gesprochen hast (vorratsdatenspeicherung), in regelmäßigen abständen tritt ein beamter an dich heran und schreibt sich auf wo du gerade bist (standortdatenerfassung), jemand ruft dich an und fragt dich wie hoch die letzte einzahlung auf deinem konto war und vom wem sie ist (wegfall des bankgeheimnisses) und wenn du auf die autobahn fährts muss du an einem checkpoint sagen, wohin du willst (mautdaten)…

    nur weil ihr die überwachung nicht in jedem augenblick seht oder weil euch keine “echten” polizisten nerven werdet ihr doch trotzdem überwacht…

    und natürlich wird das ganze schön zentral gespeichert… und natürlich wurden die daten schon missbraucht, entweder gegen geld weitergegeben, verloren, oder benutzt um herauszufinden ob die freundin einen geliebten hat…

    und mit dem demonstrationsrecht und der versammlungsfreiheit: da schrauben die bayern gerade gewaltig dran und dann war es das bald wenn man sich nicht entsprechend begeistert gibt.
    aber vielleicht habt ihr schon den g8 vergessen, an dem panzer etc. von der bundeswehr aufgefahren sind um die demonstranten einzuschüchtern etc. ja wo lebt ihr denn?

    02.07.2008 um 12:53

China und das Internet

  1. 04

    ben:

    ich bezog mich auf #47

    13.06.2007 um 20:18
  2. 03

    ben:

    wunderbar, dann kann man ja schnell noch Heckler&Koch und Co. ins Boot holen, die sind beim Export von Freiheit auch immer mit dabei. und genau sowenig wie yahoo Menschen verfolgt töten Waffen Menschen, es ist nämlich viel komplexer: Politiker geben Soldaten den Befehl Menschen zu töten, die nehmen sich dann die Waffen und drücken ab…

    ja klar, übertrieben, aber eine ähnliche Argumentation.

    Alles kein Problem, ihr wollt mit Werbung Geld verdienen, tut das. Dafür braucht es keine Entschuldigung, aber bitte dann auch keine Erklärung warum es gute Werbung für schlechte Dinge gibt…

    13.06.2007 um 20:16

Wir nennen es Arbeit. Leider.

  1. 02

    ben:

    ;) das meinte ich mit “wohlformuliert”

    ich wollte zum ausdruck bringen, dass eine romantisierung des eigenen lebens nicht weiterführt wenn sich nicht an den tatsachen etwas ändert…

    (nebenbei: ich befürworte das grundeinkommen sehr, gäbe es dieses, könnten wir anfangen eine “digitale boheme” aufzubauen)

    01.11.2006 um 16:43
  2. 01

    ben:

    die “digitale unterschicht” als gegenposition zur “digitalen boheme”

    eigentlich geht es mir zu schnell und eigentlich wollten wir (min. ich) eine wohlformulierte Gegenposition verfrassen, aber gut:

    unsere arbeit macht uns spaß, sonst würden wir sie nicht machen, das nur vorweg. wir machen sie mit leidenschaft und mit engagement, wir schieben unbezahlte überstunden, wir wissen nicht wieviel nächsten monat in der kasse ist und machen trotzdem weiter, wir vernetzen uns, bauen kontakte auf, passen unsere zusammenarbeit den “projekten” an, wir liefern qualität.

    aber wir bewegen uns auf einem markt, auf dem wir mitnichten “boheme” sind, sondern eben die unterschicht. wir sind digitale tagelöhner. wir sind nicht “selbstbestimmt”, sondern “auf uns gestellt”, wir sind nicht “frei” wir sind “alleine”.

    natürlich können wir uns “digitale boheme” nennen, von mir auch aus “digitaler adel” oder “digitale leistungsträger” was auch immer, allein das beschönigen durch beschreibungen ändert an den tatsachen nichts.

    und bevor hier ein kommentar kommt mit “jammern”, “neid” etc.: beim besten willen nicht, höchstens eine richtigstellung (noch nicht einmal gegenposition, denn über die faktenlage sind wir uns ja einig, nur nicht über deren deutung)

    nur weil man “müssen” “wollen” nennt ändert sich nichts…

    01.11.2006 um 16:24

01.11.2006 um 14:46

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