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I live by the river!
08.10.08
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von | 2

 

Popmaschine

  1. 13

    walled gardens:

    Verzeihung, dass ich meinen Senf dazugebe: Die Idee ist nobel, aber meines Erachtens falschrum, wenn sie Erfolg haben soll. Könnte man nicht eher versuchen, etablierte Künstler dazu zu bewegen, einen Song ihrer aufkommenden Platte als Acapella in einen Vertonungswettbewerb einzubringen? Der Gewinner würde dann z.B. als Bonustrack aufs Album gepresst. Für den Künstler hätte das den Nebeneffekt der günstigen PR. In der derzeitigen Popmachine sehe ich diesen Nebeneffekt nicht, also warum sollte ein Künstler darauf eingehen wollen? Bzw, wieso sollte das Label/Mangement einen bis zu dem Künstler durchkommen lassen?
    Nur mal so als Idee, wobei ich nicht behaupten will, sie sei neu. Ich lasse mich aber gerne überzeugen.

    01.12.2006 um 12:07

Mehr Werte: Britney Spears und Paris Hilton

  1. 12

    walled gardens:

    Boulevard- bzw. Schlüssellochentertainment erinnert mich immer wieder an römische Gladiatorenspiele. Nicht, dass ich Augenzeuge gewesen wäre, aber gemeinhin ist ja glaubwürdig überliefert, dass mehr Blut äquivalent proportional zu mehr Quote (oder umgekehrt?) war. Ach was sag ich: ist. Nur dass die Veranstaltungen in öffentlich-rechtlicher Hand lagen und die Gunst in ‘Wähler’zustimmung meßbar war. Hoffen wir mal, dass unsere Politikindustrie (CDU, SPD, …) da nicht auf dumme Gedanken kommt. Also, schonmal gut, dass das (zumindest hierzulande) vorbei ist.

    Für mich hat diese Sensationslust mit der neuen (300J. mit Unterbrechungen) “unendlichen Leichtigkeit des Seins” (Kundera) hier im Westen zu tun. Wenn man keine Probleme hat, konstruiert man sich welche. Wenn man nichts zum “drüber Aufregen” hat, sucht man sich was. Uns gehts ja sogar so gut, dass wir einem ganzen Industriezweig satte Profite dafür bescheren, dass er uns mit eben diesen Problemen und Aufregungen versorgt, damit wir sie nicht selbst suchen müssen.

    Wenn wir zurück in die Wälder zögen, dann wäre der erste Gedanke nach dem Aufwachen: “ob ich heute was zum Essen erlege?”, und dann würde uns der ganze Boulevardschmutz herzlich wenig interessieren.
    Ach nee, uns interessiert das ja gar nicht, sondern nur die Kiddies. Die sind Schuld an Paris. Solln die einfach aufhören, das zu kaufen/sehen. Ach nee, die sind ja nicht mündig, die Medien sind schuld mit ihren Psychotricks. Ach nee, das ist ja freie Marktwirtschaft. Hm. Schwierig.
    Vielleicht wäre ein provokanter Lösungsansatz in Kinderarbeit (so ab 12J.?) zu suchen? Wer nach Schule und Hausaufgaben noch malochen muss, um Mama fürs Essen machen zu bezahlen, der hört auch ganz schnell auf, für Paris oder Britney zu schwärmen, einfach aus Zeit- und Energiemangel.

    Das Problem (ist es denn eins oder haben wir uns es soeben konstruiert?) ist also nicht bei der Inhalteindustrie zu suchen, sondern bei der Werteindustrie. Und die heißt Mama und Papa bzw. Familie. Aber stimmt ja, das ist ja inzwischen total out(gesourced). Mist. Und nun? Gibt mir jemand Grundkapital für “Werte GmbH”?

    01.12.2006 um 11:47

Ich verlor meinen Humor an einem Fun-Freitag

  1. 11

    walled gardens:

    Johnny = Malte :-) Und gute Besserung…

    28.11.2006 um 14:20
  2. 10

    walled gardens:

    Einfache Antwort: Köln ist schuld!

    RTL hat mit dem Comedy-Krams angefangen, und so nahm es seinen Lauf, dass Köln (Großraum) zum Inkubator neuer “Talente” emporstieg. Und worauf steht man in Köln? Kalauer und Schenkelklopfer, siehe Prunksitzung. Beim Großteil an Sketchen fehlt nur noch das dreifache TaTa. Man stelle sich nur vor, die Urpsrungsprovinz deutschen Fernsehhumors sei Hamburg. Okay, dann hätten wir mehr Varieté, aber immerhin mit Stil und Charme.

    Andere Gründe sind m.M.n. Lowbudgetsucht (in Kombination mit Kopiemanie im deutschen Showgeschäft) und Praktikantentum.

    Eine Sendung wie die Daily Show wäre im deutschen TV nicht durchsetzbar, weil man sie auch mit einem Viertel an Geldmitteln umsetzen kann, wenn man Nachrichten-Footage in Aneinanderreihung mit lustigen Clips, garniert mit Schoten, reißen kann.

    Naja, vom Mainstream braucht man sich halt nichts zu erhoffen. Ausnahmen gibt es, aber ich sehe den humoristischen Teil der deutschen Bewegtbildkultur zu sehr von Köln und USA/GB beeinflusst.

    Andererseits, Johnny, wozu gibt es DVD? Loriot, Otto und Helge Schneider live, etc, sind herrliche Ausnahmen und Lichtblicke.

    28.11.2006 um 14:17

StudiVZ: Jetzt ist aber Freierabend

  1. 09

    walled gardens:

    Mal kurz zum Vorwurf ‘Bloggertum rufmördert StudiVZ’:
    Mag einem so vorkommen. Es folgt meine Interpretation.

    StudiVZ ist der eingedeutschte Abklatsch von Facebook, und es wäre naivst zu glauben, dass die Kalkulation hinter den Kulissen mit weniger als 75% auf ein Aufgekauftwerden abzielt. Was muß man ergo tun? RatterRatterDING: Astroturfing (bitte selbst wikipedingen)! Da ein solches Unterfangen derweil selbst Leuten entgleitet, die StudiVZ’s Risikokapital allenfalls als Notgroschen für unters Kopfkissen erachten, verwundert es kein bißchen, dass der Klüngelkreis um Ehssan Dariani in allen Kategorien kläglichst versagt, von Backend über Frontend hin zur Öffentlichkeitsarbeit oder, wer möchte, auch umgekehrt. So etwas passiert, wenn Amateure sich als Sonnengötter echauffieren. Da bringt dann auch der loyalste Getreue nichts, wenn einfach keine Ahnung im Boot ist. Hier schließt sich auch der Kreis beim Astroturfing: Sämtlicher Output von StudiVZ zeugt von Hochmut, und der kommt bekanntlich [].

    Weshalb ich mit dem Bloggertum übereinstimme: Wunderkinder, ob selbsternannt oder einvernehmlich medienvergewaltigt, sind nichts für die Geschäftswelt. Hatten wir alles schon mal. Beispielsweise Kim Schmitz *hüstel*. Erfahrung (und manchmal sogar Bildung) ist nunmal nicht gleichbedeutend mit Ego.

    Das hintergründige Problem ist selbstverständlich(?) vielschichtiger. Geschäft braucht PR. PR braucht Überhöhung. Überhöhung bedient sich der Ikonifizierung. Die Presse folgt, ob kopiegeschrieben oder nicht (Seltsam, dass zB von der FTD Profilierte stets makellose Lebensläufe und auch sonst keine Probleme haben). So wie in der Matrix (Abschweife: Hat die Trilogie eigentlich irgendwer so richtig verstanden? In dieser Hinsicht ist jenes Machwerk ‘Once upon a time in the West’ oder ‘Odyssee 2001′ gleichzusetzen: Zu früh für den gemeinen Verstand) ist der GAU vorprogrammiert. Menschen wie Ehssan Dariani (bzw die Ikone seiner selbst) sind Ziehkinder unserer spektakelsüchtigen Gesellschaft. Das Bloggertum konterkariert in gewisser Hinsicht, indem es ‘Person’ (Autor, Bloggründer, wasauchimmer) hinter ‘Information’ stellt. Aber auch hier muß man aufpassen, nicht von der ‘Old Media’ ikonisiert zu werden. Ich denke, ’so einer’ wie Johnny kann vorneweg die Gratwanderung zwischen ‘für eine gute Sache einstehen’ und ‘Medienclown werden’ nachfühlen (wenn nicht gar bestätigen), und wenn ich auch nicht regelmäßig spreeblicken kann (hach, die Zeit), so vermute ich mal aus dem Bauch heraus, dass er sich auf dem ein oder anderen Engagement durchaus auch mal ikonifiziert gefühlt haben mag, allen Vorüberlegungen zum Trotz.

    Das Blöde am Menschsein ist ja nun auch wieder, dass Anerkennung eine so große Rolle spielt, und zwar eine größere als ihre eigene Verhältnismäßigkeit. Warum schreib ich hier wohl sonst? ;)

    25.11.2006 um 23:57

Die Finnische Phase

  1. 08

    walled gardens:

    nochwas, nachdem ich die namensfindungserklärung las: was man bei der vorbereitung zu interkultureller zusammenarbeit zu allererst lernt, ist dass man sich mit dem humor (zunächst) zurückhalten sollte. wenn schon mimik und gestik fatal unterschiedlich interpretiert werden können, dann ist es nur logisch, dass dies bei sprache und eben humor nicht anders sein kann. es gibt hierzu übrigens imho interessante forschung von IBM, die z.B. der frage nachgegangen sind, warum schwedische teams nicht effektiv mit japanischen managern zusammenarbeiten können, oder umgekehrt .jp teams nicht mit .se managern… aber ich schweife ab :)

    24.09.2006 um 12:13
  2. 07

    walled gardens:

    humor ist die auflösung einer gespannten erwartungshaltung ins nichts, hat mal einer gesagt.

    24.09.2006 um 12:02

You tube my space, flickr? Com!

  1. 06

    walled gardens:

    and by the way, when i said #13 i meant #12 :)

    23.09.2006 um 23:03
  2. 05

    walled gardens:

    #13: johnny, of course spreeblick wasn’t intended to evolve into some form of aggregator. you simple cannot intend such thins: life is nothing else than the rehearsal for a performance that will never take place.

    “we” crazy people just tend to search for order, or structure, in the chaos called life. die unerträgliche leichtigkeit des seins. we humans often (nihilistic approach: always) just pretend to see structure, or be in control of things. or lets say, our brains pretend this for us. guiding each other out of this mess is what makes us social beings.

    what makes the above even harder, is that “we” (well, at least some of “we”) _know_ that our brains pretend stuff for us. this fact makes us in turn seek for doors in the walls of perception. breaking out of the walled gardens. with drugs, or base jumping, or, watching the matrix trilogy.

    “they” (corporations) however, are sociopath per se: they make money with the walled gardens. of course, since there are humans in charge pretending to see structure (in order to make these humans believe what they pretend, corporations structure their human resources in command hierarchies - “something with structure must have meaning”!)

    a person (i’ll explain later why i’m not giving the name) once said “the medium is the message”, and later “the medium is the massage”. the medium is owned by our belovehated corporations. in an ideal world, communication corporations should be considered a market failure: communication should always be under public “control”. back in reality, sometimes “we” manage to massage the media…

    you know what, i will stop writing at this point. the line of thought is started. continue it or not.

    last note: as promised, let me tell you why i didn’t quote people considered “famous”: they are a product of the media (=corporations) who want to make us to believe there are actually people in control, mastering their lives with sheer perfection (because it sells, as written above). in fact, these “famous” people, be they creative, intelligent, whatever, are nothing more than everyone of “we”: a product of society. society should credit itself.

    do the sheep realize the shepherd is one of them?

    23.09.2006 um 23:01

Ich war einkaufen

  1. 04

    niLS:

    Allerdings, gefällt.

    Und wo wir grad bei Blumentöpfen und Reimgötzen sind: ich hab mal “mit Kollega” vor 4-5 Jahren was “hiphoppiges” gemacht:

    “Gerd der glückliche Gärtner” -> http://www.sounddesignz.com/snd/gerd_der_gaertner-gerd_der_gluecklicke_gaertner-2002-sdz.mp3

    Musik ist ein HOBBY.

    10.09.2006 um 23:15

Die lebende Kamera

  1. 03

    niLS:

    hier noch’n paar mehr: http://www.wisconsinmedicalsociety.org/savant/profiles.cfm

    10.09.2006 um 23:04

Hudsonblick 20: Be the Bullet

  1. 02

    trip2o:

    please consult ‘the doors of perception and heaven and hell’ by aldous huxley. zen, guns, fucking, all the same.

    25.07.2006 um 17:44

Kein Müllauto

  1. 01

    niLS:

    #15: Die Übersetzung von Waynes World war aber noch besser als die von Monkey Island. Übersetzungen können prinzipiell sehr gut sein, nur wird ja an allen Ecken gespart, und so kann sich ein Synchronstudio nicht immer um kontextbezogene Übersetzung kümmern. Bei Serien war das eigentlich schon immer so, aber seit einiger Zeit auch bei Kinofilmen (wohl auch wegen Zeitdrucks bei globalsynchronen Startterminen). Ich bin für OVA (Original Version Audio) + Untertitel. Die skandinavischen Völker sprechen allein aus diesem Grund sehr gutes Englisch, was mit der Zeit ökonomisch nicht unwesentliche Vorteile mit sich gebracht hat: US-Firmen siedeln sich dort mit Vorliebe an, weil es kaum Sprachbarrieren gibt.

    23.07.2006 um 22:15

21.07.2006 um 14:49

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