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02.12.08
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von | 2

 

Die Auslegware (!) im Klassenzimmer meines Sohnes ist 27 Jahre alt.

  1. 06

    Florian:

    Wie alt ist denn der Begriff “Auslegware”? Den hab ich noch nie gehört.
    Zu meiner Zeit hatten wir Teppichboden mit Asbest drunter. Irgendwann haben sie ihn dann rausgerissen. Und das Schulgebäude abgerissen. Unterricht macht schließlich erst in Baucontainern richtig Spaß.

    18.08.2006 um 15:49

Das Kollektiv als grausamer Idiot

  1. 05

    Florian:

    Douglas Rushkoffs Überlegungen zur Open Source Democracy gibts übrigens kostenlos beim Projekt Gutenberg und ergänzt Surowieckis Überlegungen, die sich ja eher um Organisationen und Gemeinschaften drehen, um eine politische Dimension.

    23.06.2006 um 19:01
  2. 04

    Florian:

    Lanier schreibt meiner Meinung nach zwar sehr gut, aber seine Gedankengänge gehen mir von einer zu kritiklosen Überlegenheit des Individuums aus. Der Individualismus, mit dessen Vorstellungen und Werten wir heute so selbstverständlich umgehen und den Lanier dem Kollektivismus gegenüberstellt, ist auch noch keine 300 Jahre alt und ein Produkt der Renaissance.

    Ich glaube Laniers Text ist vor allem eine Reaktion auf die technologischen Gesellschaftsutopien, die gerade Leute wie Rheingold, Rushkoff und auch andere haben. Damit sind seine Ausführungen vor allem als Dämpfer in diese Richtung gedacht, vermute ich mal. Etwas ähnliches hat er vor einiger Zeit übrigens mit den Leuten gemacht, die vergleichbare Utopien auf der Grundlage von Künstlicher Intelligenz und Robotik gezeichnet haben. Auch hier argumentierte er vom Standpunkt eines überlegenen Individualismus.

    23.06.2006 um 18:53
  3. 03

    Florian:

    Hey, die Diskussion wird also in Deutschland tatsächlich doch noch aufgegriffen. Man sollte allerdings auch noch auf die Reaktion der anderen Mitglieder des Reality Clubs für deren Publikation “EDGE” Lanier diesen Beitrag geschrieben hat hinweisen. Das sind unter anderem Douglas Rushkoff (Media Virus, Open Source Democracy), Howard Rheingold (Smart Mobs), Jimmy Wales (Wikipedia), Esther Dyson (Release 2.0: A design for living in the digital age) und Kevin Kelley (Wired).

    Originaltext gibts hier:
    DIGITAL MAOISM: The Hazards of the New Online Collectivism

    Reaktion des Reality Clubs:
    EDGE Reality Club

    Und wer Lust hat, meine eigene Betrachtung des Themas:
    Web 2.0 als Weg in einen seelenlosen Kollektivismus?

    23.06.2006 um 18:35

The Amen Break

  1. 02

    Flo:

    @ Musikdieb: Ja. An DIE Abstraktionsebene hatte ich zunächst gar nicht gedacht. Sicherlich entstehen kulturelle Güter immer Elementen, eigentlich schon Konventionen, die immer schon dagewesen ist. Schöpfungshöhe ist hierfür sicherlich ein wesentlicher Punkt. Deswegen empfinde ich es ja auch wirklich als Schwachsinn wenn - abseits von Musik - Dinge, wie Ladebalken oder Tabs mit Softwarepatenten belegt werden oder Firmen versuchen das Alleinvermarktungsrecht auf gewisse Buchstaben (z.B. das “T”) zu bekommen.

    So wie ich die bis hierhin verlaufene Diskussion verstanden hatte, dachte ich aber auch es ginge irgendwie auch um größer dimensionierte Komplexe. Der große, unbestimmte Begriff “Privateigentum” ist ja schon mal gefallen. Ob er für den Auslöser der Diskussion angemessen ist, bezweifle ich allerdings.

    13.06.2006 um 11:39
  2. 01

    Flo:

    Allmende-Dilemma: Bei freiem Zugang zu Kollektivgütern oder Gemeineigentum an Grund und Boden tendiert rational handelndes Individuum zur Übernutzung der Ressourcen und daher zur kollektiven Selbstschädigung (Problem des Trittbrettfahrens)

    Vielleicht für alle von Interesse, die in soziologischen Begriffen nicht so bewandert sind.

    Stefan will glaube ich sagen, dass die freie Verwendung von kulturellen Gütern zwar in der Theorie ein ganz nettes Ideal sein mag, aber mit unserem ökonomischen System nicht zusammengeht.

    Ich würde an der Stelle einfach gerne mal auf Steven Levitt verweisen: “Die Moral sagt uns, wie die Welt sein sollte, die Ökonomie, wie sie wirklich ist.” Das heißt aber auch, dass die Entstehung von neuen Kulturgütern durch Wiederverwertung älterer ein Ideal ist, dass man anstreben sollte und genau darum geht es diesem Film. Zu erreichen eventuell über kürzere Copyright-Laufzeiten, die wären auch den immer kürzeren Vermarktungszeiträumen angemessen.

    13.06.2006 um 10:20

12.06.2006 um 22:56

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