Suchergebnis für 'terror'

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Alexander Lehmann: „Lieber Afrikaner“

Über zu wenig Reaktionen auf seine politischen Animationsfilme braucht sich Alexander Lehmann („Du bist Terrorist“, „Rette Deine Freiheit“) sicher nicht zu beschweren, auch seine neue Arbeit „Lieber Afrikaner“ sorgt wieder für einige Kontroversen.
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Neuer Innenminister gilt als Überwachungshardliner

Das geht ja gut los mit den Meldungen von und um den neuen Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich. Golem schreibt:

Es gehe um die „Nachvollziehbarkeit, wer hat mit wem telefoniert, auch nach Wochen“, sagte er (Anm.: Friedrich). Die Polizei müsse wissen, ob ein Verdächtiger aus einer bestimmten Funkzelle heraus telefoniert habe.

Ich hab gar nichts gegen den nachvollziehbaren Wunsch der ebenfalls im Artikel zitierten Deutschen Polizeigewerkschaft nach „Bekämpfung von Schwerkriminalität und Terrorismus“. Ich bezweifle nur stark, dass Schwerkriminelle und Terroristen mit einem auf ihre Heimatadresse registrierten Zweijahresvertrag durch die Gegend laufen. Eine Prepaid-Karte und ein vertragsfreies Billig-Handy, das man nach drei Tagen der Nutzung wegschmeißt, ist vielleicht sinnvoller, wenn man Böses plant. Aber ich bin ja kein Innenminister, kenne mich also nicht so gut aus.

Und immerhin verfügt Hans-Peter Friedrich auch über enormes Talent in Sachen Selbstportraitierung:
Hans-Peter Friedrich
Bildquelle und Untertitel: Golem

UPDATE/BONUSTRACK

[via]

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#25bahman

Die arabische Welt befindet sich weiter im Aufruhr. In Libyen, Jordanien, Jemen und Bahrain gehen Menschen auf die Straße. Wir erleben den großen demokratischen Aufbruch der arabischen Welt: Vielleicht fängt dieses Jahrhundert nicht mit 9/11 an, sondern jetzt.

Während über Libyen und Jordanien hin und wieder in der Presse berichtet wird, haben Jemen und Bahrain bisher ein publizistisches Schattendasein gefristet. Ein paar Hintergrundinformationen plus Links, die auf aktuelle Seiten mit Material verweisen, nach dem Klick.
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Weihnachten zuhause: All your christmas pics are belong to us!

christmas

Weihnachtszeit! Die Zeit der crazy bunten Lichter an sonst trostlos grauen Häusern. Die Zeit, in der Berlin schön leer ist, weil 75% der Bevölkerung unter 35 Jahren nach Hause fahren. Die Zeit der Besinnung, der Jahres-Charts, der Rückblicke und der Menschen des Jahres im TV, bei denen man froh sein kann, wenn man zwei davon kennt. Die Zeit, in der Atheisten heimlich in die Kirche gehen. Die Zeit, in der Kinder Hitzewallungen bekommen und sich die Großeltern auf Besuch über dieses komische Bild, das ihr da an der Wand habt, wundern und darüber, ob das Kunst sein soll und ob bei euch alles okay ist. Die Zeit, in der engagierte Blog-Kommentatoren darauf hinweisen, dass ihnen dieses Fest auf die Nerven geht und sie den damit verbundenen Kommerz-Terror strikt ablehnen, weil woanders.

Vor allem aber: Die Zeit des hemmungslosen Kitsches und die Zeit, in der einem in dieser Hinsicht beinahe nichts peinlich zu sein braucht.

Also legt alle eure Ängste ab, kramt durch die Fotokisten eurer Eltern oder euer digitales Archiv und zeigt uns, wie euer Weihnachtsfest aussah, als ihr Kind wart. Wir wollen die ungeschminkte Wahrheit sehen – und wir legen vor.
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TV-Tipp: Rammbock


Foto: Unter der Trockenhaube plaudert Julian Assange gelöst über dies und jenes.

Ugh, knapp! Aber ihr könnt’s noch schaffen: zu Rammbock, dem ersten und einzigen Zombie-Film, der vor den Türen des Spreeblick-Büros gedreht wurde, was natürlich erstmal kein Qualitätsmerkmal ist.
Rammbock ist zunächst einmal kein typischer Zombie-Film. Für Gedärmschlachten und Hirnsprotzen ist kein Platz, es geht vielmehr um die Angst derer, die eingeschlossen sind und die Wahl haben, in der vermeintlich sicheren Trutzburg zu verhungern, oder ihre Furcht zu überwinden und die Flucht zu wagen.

Es geht uns um die fleischgewordene, irrationale Angst vor uns selbst. Die Angst, Opfer zu werden. Opfer der Wirtschaftskrise, eines kulturellen und sozialen Umbruchs multipliziert mit sozialen Unruhen und getragen von einer menschenvernichtenden Seuche. Alles weltumspannend: Die Omen häufen sich. Das System wird sich selbst zerstören und das Endprodukt dieser Entwicklung ist der Verlust unserer Kontrolle. Die täglichen Nachrichten von Terrorismus, Kriegen, Naturkatastrophen, wöchentlich neu auftretenden Virusausbrüchen und sozialen Unruhen scheinen keinen anderen Schluss zuzulassen und zulassen zu wollen:
Der Untergang steht kurz bevor.

Benjamin Hessler (Drehbuch) und Marvin Kren (Regie)

Rammbock, 00:20 Uhr, ZDF
Trailer nach dem Klick
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Wikileaks und Julian Assange: Anarchy In The IP?

Es ist nicht ganz einfach, sich ein Bild von den Wikileaks-Aktivitäten und der Motivation von Gründer Julian Assange zu machen, wenn man der vereinfachten Darstellung, dass die Freigabe bisher geschützter Informationen an sich etwas einzig Gutes sei, nicht ganz trauen mag. Schließlich weiß auch das Wikileaks-Team selbst, dass Informationen ohne umsichtige Behandlung, ohne Kontext und speziell im Fall von schier endlosen Mengen ohne redaktionelle Aufarbeitung oftmals mindestens wertlos sind: Die früheren Versuche von Wikileaks, die Analyse von Massen-Leaks der Community zu überlassen, schlugen fehl, so gut wie niemanden interessierten die Datenmassen. Erst, als man mit großen Medienhäusern kooperierte und Julian Assange bewusst als Gesicht von Wikileaks mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt wurde, zeigten die Leaks mediale Wirkung und Wikileaks erlangte größere Bedeutung als zuvor.

Ich gebe zu, dass mich die aktuellen Geschehnisse rund um die Whistleblower-Plattform und seinen charismatischen Gründer faszinieren wie ein Agenten-Thriller, doch von solchen Medieneffekten wird man nicht satt, weshalb ich mich neben aktuellen Interviews und Dokumentationen auch mit früheren Statements von Julian Assange beschäftigt habe, den manche für einen Anarchisten halten, andere für einen leidenschaftlichen Demokraten. Mir scheint, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.
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Ihr müsst jetzt ganz stark sein

Aus aktuellem Anlass: Quarks & Co aus dem Jahr 2008 über die eigentlichen Risiken von Terrorangst und wie man sie vermeiden könnte. Wenn man wollte.

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Die GVU lässt Videos sperren (Update)

Wie man gestern bereits per Twitter erfahren konnte, hat die GVU, die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen, einige Videos vom Video-Hosting-Portal Vimeo löschen lassen – anscheinend ohne jede rechtliche Grundlage. Betroffen sind nach bisherigem Kenntnisstand vier Episoden des Elektrischen Reporters sowie der Clip „Du bist Terrorist“ von Alexander Lehmann.

Merkwürdig und ärgerlich genug, dass so etwas passieren kann. Nicht viel weniger merkwürdig und ärgerlich aber, wie Teile der Netzwelt auf die Geschichte reagieren. Manchmal frage ich mich, was uns (ich nehme mich da an einigen Stellen überhaupt nicht aus) eigentlich noch von den Sensationsreflexen derjenigen unterscheidet, die wir so gerne dafür anprangern. Markus schreibt bei netzpolitik, die GVU würde „Amok laufen“ (Jörg-Olaf Schäfers geht es etwas gemäßigter an), Fefe zieht in den Verbalkrieg, wünscht der GVU, dass sie „richtig in die Fresse“ kriegen und fordert „keine Gefangenen“, und für den ein oder anderen Twitterer steht der klare Fall von Deutschland, dem Zensur-Staat, sowieso fest. Dies alles wohlgemerkt, bevor man genaueres weiß. Irrtümer, Fehler, Missverständnisse werden offenbar kategorisch ausgeschlossen, ein Dialog scheint bisher nicht stattgefunden zu haben.

Die Mails an die GVU mögen derzeit bouncen, die Telefone funktionieren aber und in einem kurzen Gespräch konnte ich zumindest raushören, dass man dort selbst reichlich verwirrt ob der Aktion ist und anscheinend ein Irrtum vorliegt. Was genau passiert ist und warum, das wird bei der GVU gerade recherchiert und sobald es mehr Infos gibt, findet ihr hier ein Update.

Anmerkung: Netzpolitik betont in beiden Artikeln, dass es sich schließlich um Videos unter Creative-Commons-Lizenz handele, was aber im Fall von tatsächlichen Urheberrechtsverletzungen völlig unerheblich wäre. Dass im Fall der oben genannten Videos keine Urheberrechtsverletzungen vorliegen, dürfte feststehen, jedoch hat die Lizenz für die Weitergabe damit nichts zu tun – es ginge bei Urheberrechtsverletzungen schließlich um die Rechte Dritter, nicht um die der Video-Verfasser.

UPDATE Mario Sixtus hat seine weiteren geplanten Schritte zum Thema hier beschrieben und nach dem Klick gibt es die Stellungnahme der GVU.
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Alles andere als ein Held


Der Heldenmythos um Dominik Brunner ist inzwischen, vorsichtig ausgedrückt, am Bröckeln. Denn der „Held von Solln“ soll selbst die Schlägerei, die seinen Herzstillstand auslöste, angezettelt haben. „Für mich war Herr Brunner der Angreifer“, sagt der Fahrer der S-Bahn, und diese Aussage deckt sich mit vielen anderen Zeugnissen, die während der aktuell stattfindenden Verhandlung abgelegt wurden.

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Alexander Lehmann: Willkommen bei Facebook

facebook

Alexander Lehmann (Cleanternet, Rette deine Freiheit, Du bist Terrorist) hat für Extra3 ein neues Video namens „Willkommen bei Facebook“ produziert.
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Schuld und Sühne

Ob es die Biene Maja war oder Peter Lustig, die Sendung mit der Maus, Kopfball mit Ranga, die Lindenstraße oder Knight Rider, wie viel Anteil Gudrun Pausewangs „Die Wolke“ hatte, The Terminator oder „Die letzten Kinder von Schewenborn“, es lässt sich nicht rekonstruieren. Tatsache ist, dass die Kindheit vieler der heute circa mitte Zwanzigjährigen von theoretischen Endzeitszenarien über die Welt geprägt ist.
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Knie sucks – Warum ich Fußball nicht mehr spiele

Das letzte, woran ich mich erinnern kann, ist ein ein lauter Knall. Als würde ein Keilriemen reißen. Ich gleite sanft zur Seite, alles Blut aus meinem Hirn schiesst in mein linkes Bein. Mein Kopf dözt auf dem Betonboden auf, federt leicht ab, und dözt nochmal. Das Blut aus meinem Bein schießt zurück in meinen Kopf und sprudelt in lustigen Fontänen aus meinen Haaren hervor. Ich bin ein Springbrunnen. Dann wird alles schwarz, der Vorhang fällt. Ich höre Englein gröhlen. Sie trinken Bier und singen shalalalala.
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